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Rezensionen verfasst von
Sub_Rosa

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Wenko 17840100 Bad- und Duschabzieher Bovino Power-Loc - Befestigen ohne Bohren, Easy Hang On, Edelstahl glänzend, rostfrei, 24.5 x 17 cm
Wenko 17840100 Bad- und Duschabzieher Bovino Power-Loc - Befestigen ohne Bohren, Easy Hang On, Edelstahl glänzend, rostfrei, 24.5 x 17 cm
Preis: EUR 21,29

3.0 von 5 Sternen Kleines aber wichtiges ABER..., 1. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Halterung ist schnell und auch für Doppellinkshänder einfach montiert, hält jeder Belastung stand. Der Duschabzieher sieht schick aus, ist wertig verarbeitet und die Gummilippe erledigt ihren einzigen Job - das streifenfreie Abziehen von Fliesen oder Duschwand - tadellos sauber. Und doch hat der Artikel ein Manko, für das ich ihm zwei Sterne verweigere. Vielleicht betrifft es nur mich als Mann aber damit immerhin 50% der Benutzer. Mein Grund zur Kritik liegt darin dass der Haltestil geschätzt drei oder vier Zentimeter zu kurz und zudem völlig rund statt eliptisch ist, erschwerend dazu auch keine griffigen Anti-Rutsch-Noppen aufweist. Das führt dazu, dass der Duschabzieher in meiner durchschnittlich großen Männerhand ausgesprochen schlecht und instabil liegt und ich den Wischkopf auch bei festem Zupacken kaum stabil halten kann weil er sich immerzu wegdrehen will. Halten Sie mal ein durch Nässe (und vielleicht auch noch Duschgel) flutschiges, aalglattes Metallrohr so in der Hand, dass Sie den gewichtsmäßig den Schwerpunkt darstellenden Wischkopf sauber dirigieren können...Form follows function wäre hier die richtigere Devise gewesen. Also ein nicht runder sondern ovaler Haltegriff mit Anti-Rutsch-Ausrüstung, der meinethalben auch aus Kunststoff sein dürfte statt aus edlem Stahl wenn er dabei einfach die bessere Griffigkeit bietet. So darf das gute Stück zwar weiter meine Duschwand abziehen, ich ziehe ihm dafür aber leider zwei Sterne ab.


Epic - Verborgenes Königreich [Blu-ray 3D]+[Blu-ray 2D]+DVD
Epic - Verborgenes Königreich [Blu-ray 3D]+[Blu-ray 2D]+DVD
DVD ~ Chris Wedge
Preis: EUR 21,97

4 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen One size fits all..., 30. Mai 2013
Wie schon von anderer Seite treffend rezensiert ist der Titel des Films etwas daneben gewählt. Denn beim Wort episch denkt man unwillkürlich an buchstäblich geschichtsträchtige Geschichten nach Art von Herr der Ringe oder an überbordende Schlachtengemälde, wie sie ebenfalls die Ringe-Saga oder auch Star Wars bieten. Oder an eine Geschichte, die als Fabel oder Gleichnis beispielhaft für eine wichtige ethische Aussage dient. All das ist und hat Epic nicht.

Aber Epic hat etwas anderes: Der Film ist zuvorderst ein perfekt illustriertes Animations-Seherlebnis, das die schöne Idee einer feenhaften Waldwelt en miniature bis ins letzte Detail handwerklich wunderschön umsetzt und skizziert. Das sind eindrucksvolle Bilder die nachwirken und im Gedächtnis bleiben. Leider aber kommt die erzählte Geschichte nicht an den hohen Standard des Visuellen heran. "Leider" vielleicht zwangsläufig deshalb weil Epic sich an die Kind-Eltern-Generation richtet und merklich kein Erwachsenenfilm sein möchte. So ist die Story oft gesehener Animationsfilm-Durchschnitt, der intellektuell die Jüngsten nicht überfordert, von den Älteren noch als nicht zu kindisch akzeptiert wird, der die Charaktere entgegen der bunten Waldwelt genretypisch Schwarz/Weiß anlegt und die üblichen leicht phrasenhaft wirkenden Botschaften bietet wie "seid Freunde" oder "Einer für alle, alle für Einen". Wirkliche Stärke hat Epic dann jedoch wieder im Wortwitz der Dialoge bzw. in seiner Situationskomik. Ob drolliger Mops oder urkomische Schneckenkumpels: es darf reichlich geschmunzelt und gelacht werden, für gute Unterhaltung ist bestens gesorgt. Da fällt es dann auch nicht ins Gewicht, dass man das dritte D der Dimensionen im Film fast nicht bemerkt weil es so flach daherkommt wie die Geschichte von der epischen Größe einer Pilzspore.

Fazit: Visuell sehr schön gemachter Animationsfilm, der viele Lacher bietet und reinstes Familienkino ist weil er niemanden ob seines Alters überfordert, niemandem mit unbequemen Standpunkten weh tut. Insofern "one size fits all". Irgendwelche epischen Dinge sollte man jedoch nicht erwarten, auch keine tiefschürfenden universellen Botschaften oder Anliegen. Ein Tipp noch: Beim Abspann sollte man nicht zu früh abschalten, sollte sich noch den schönen Song von Beyoncé gönnen, der ihn untermalt.


Mama [Blu-ray]
Mama [Blu-ray]
DVD ~ Jessica Chastain
Preis: EUR 7,97

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wehe es ist Muttertag..., 30. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Mama [Blu-ray] (Blu-ray)
"Mama" ist eine absolute Empfehlung für Freunde gut gemachten Grusels, der auch ohne Splatterzutaten bis auf die Knochen unter die Haut geht. Fast wäre man versucht das Wort Old School in den Mund zu nehmen. Aber das stimmt nicht ganz, denn "Mama" geht in wichtigen Dingen ganz neue Wege. Und das ist in erster Linie die ungewöhnlich in die Tiefe gehende vielschichtige Zeichnung der Mama-Geistfigur. Die ist nicht nur schauerlich schrecklich gut gelungen sondern ist anders als so viele Horrorfiguren nicht durch und durch nur böse. Bei aller tödlichen Gefährlichkeit zeigt sie einen mütterlichen Schutzinstinkt für die beiden Mädchen, die ein schlimmes Schicksal in Mutters verlassene Waldhütte verschlug um dort von Mama in Obhut genommen zu werden.
Jahre später werden die verwahrlosten und verwilderten Mädchen im Rahmen einer vom Onkel initiierten Suchaktion entdeckt und zurück in Obhut ihrer Familie gebracht - was Mama nicht zulassen will und daher ihren Schutzbefohlenen ins neue Zuhause folgt. Mit nicht unerheblichen Folgen für alle, die sich um die vermeintlich elternlosen Kinder kümmern oder aus beruflichem Interesse deren Waldhütten-Vergangenheit zu erforschen suchen. Dabei kommen mit dem Fortschritt der psychologischen Nachforschungen immer mehr Details ans Licht, welche die Figur von Mama und die Beweggründe von deren untoter Getriebenheit erklären. Und gerade weil man Mama so Stück für Stück kennenlernt werden Ursprung und Ziel des Spuks verständlich, ja man entwickelt fast so etwas wie leichte Sympathie für die alptraumhafte Muttergestalt und ihren ungelösten Fluch. Das endet dann in einem Finale, das bei aller Schaurigkeit auch etwas Versöhnliches in sich trägt, Mama nicht nur als wahrhaft furchtbares Monster sondern auch als positive Gestalt mütterlicher Liebe im Kopf des Zuschauers zurück lässt.

Eine große Anerkennung verdient die filmische Umsetzung der Geistergeschichte. Von der ersten bis zur letzten Minute wird eine intensiv schaurige Gruselatmosphäre geschaffen, die immer wieder Herzschlag-Schockmomente einstreut, dabei aber ganz ohne billige Effekthascherei auskommt, wie aus dem Dunklen springende Katzen oder sonstige "Buh!"-Effekte. Mama ist zwar praktisch von Filmbeginn an da, aber ihre wahre Gestalt in allen schrecklichen Facetten wird erst gegen Ende offenbart, was die Spannung natürlich hoch hält. Wenn Mama zwischendurch immer wieder erscheint, so geschieht das auf hervorragend inszenierte Weise, ideenreich und oft mit einer Art schwarzer Ästhetik. Selbige findet sich auch in der toll gemachten Ausgestaltung der Waldhütte und ihrer Umgebung wieder. Schön schrecklich, schrecklich schön.

Fazit: Mama ist ein Highlight für Gruselfans weil von sehr intensiver Atmosphäre getragen, von Genre-Klischees Abstand nehmend, mit Ideenreichtum gesegnet und sich vom Gewohnten abhebend durch die mehrschichtige psychologische Darstellung der Geistfigur, die zudem noch erschreckend schauderhaft gut physische Gestalt annimmt. Das Finale lässt eine kleine Option für ein Sequel - so darf man vielleicht auf den nächsten Muttertag hoffen...

Ergänzung nach Vorliegen der BluRay: Diese leistet sich genauso wenig Schwächen wie der Film selbst. Das Bild ist tadellos und knackscharf, Farben werden sehr natürlich dargestellt und in dunklen Sequenzen gruselt es einen vielleicht wegen Mama - aber nicht wegen Bildrauschens. Noch kurz zum Ton: Mama entfacht bewusst kein orchestrales oder effektgeladenes Audio-Feuerwerk sondern hält sich hier angenehm dezent zurück. So kommt der Ton recht unspektakulär aber technisch völlig einwandfrei aus den Lautsprechern. Die Extras klären auf über die visuelle Umsetzung von Mama, zeigen einige unveröffentlichte Szenen und einen Original-Kurzfilm mit Einleitung durch den Regisseur. Alles in allem ein tolles Gesamtpaket von Gruselfilm, das ich jedem empfehlen kann, der sich für solche Filme interessiert.


Oblivion [Blu-ray]
Oblivion [Blu-ray]
DVD ~ Tom Cruise
Preis: EUR 7,97

12 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sally der fliegende US-Dollar, 6. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Oblivion [Blu-ray] (Blu-ray)
Diese Rezension bezieht sich ausschließlich auf den Film "Oblivion". nicht auf dessen BluRay/DVD. Diese Rezension enthält Spoiler - wer sich die Spannung erhalten möchte möge seine Augen schließen.

Und da ist der Rezensent auch schon bei einem, wie er findet, fundamentalen Punkt des Films angekommen. Denn das mächtige Böse des Films, dieses ominöse Raumschiff, das die Welt erst vernichtet und dann beherrscht, ist doch eigentlich nichts anderes als ein fliegender US-Dollar-Schein. Eine Pyramide, darin ein allsehendes Auge. Und das, liebe Kinogänger, ist bestimmt alles andere als ein Zufall, es ist gewollt. Und damit wiederum trägt der Film ganz abgesehen von seinem Inhalt, eine unterschwellige Botschaft, ja eine Gesellschaftskritik. Der Dollar (der Westen?) beherrscht die Welt, sagt ihr wie sie zu sein hat, gaukelt ihr Lügen vor, beutet sie aus und vernichtet sie letztlich. Widerstand tut Not. Hoppla, wenn man das konsequent zuende spinnt kommt man da ja auf ziemlich umstürzlerisches Gedankengut...

Man muss schon hinschauen um das zu sehen, aber man kann es sehen. So wie bei "Life of Pi" seltsamerweise noch niemand entdeckt zu haben scheint, dass die Figur des liegenden Wishnu (Gott) mindesten dreimal im Film auftaucht. Als Bergkette, im Hintergrund der katholischen Kirche am Anfang. Als Figur an Bord des Frachters. Als nächtliche Silhouette der mystischen Insel gegen Ende. Auch gewollt, auch mit Bedeutung. Das hat nun auf den ersten Blick wenig mit "Oblivion" zu tun. Aber mir scheint, Hollywood möchte uns Zuschauern gerne unterschwellige Botschaften schenken, die sieht, wer zum Sehen noch bereit ist - und nicht nur noch zum Zusehen...

Nun ja, "Oblivion" der Film. Die Storyline ist nicht allzu komplex und für jeden gut nachvollziehbar/verständlich. Die Geschichte wird recht straight erzählt und verliert sich nicht in ausufernden Nebenschauplätzen. Das bischen Love Story mit kitschigem Happy End am Ententeich muss halt wohl sein, bleibt aber trotzdem am Rande und verwässert die eigentliche Story nicht. In seiner aufs Wesentliche reduzierten Art hat mich "Oblivion" sehr an "Moon" erinnert, nicht allein aber auch wegen der Klonaspekte. Auch "Oblivion" kommt recht kammerspielartig daher, braucht wenige Darsteller und wenig Szenenwechsel um seine Geschichte abzuspulen. Ein absoluter Gegenpart zu Star Wars, wo ein opulentes Schlachtengetümmel das andere jagt, die Schauplätze wechseln im Minutentakt.

"Oblivion" ist anders. Der Look des Films ist brillant, auch hier reduziert auf das Wesentliche, das aber in kaum übertreffbarer Weise fürs Auge dargeboten wird. Es gibt wenige Schauplätze: das designperfektionierte Wolkenkuckucksheim der beiden Wartungsarbeiter, die öde Wüstenei der Plünderer, die verbotene angeblich "verstrahlte" Zone und den Orbit, in dem Tet/Sally alles Irdische überwacht. Wenige Orte der Handlung also, aber diese realisiert in perfekten Bildern, einer bravourösen Kameraarbeit, tollen Einstellungen. Der Sound hinkt nicht nach, es kracht gewaltig und die Schubtriebwerke diverser Raumschiffe/Dronen fordern die Boxen bis ans Limit. Bild und Ton also vorab 5 von 5 Sternen.

Jetzt aber wieder die Geschichte, nun ja. Ich will mich nicht selbst loben aber mir waren 90% der Zusammenhänge mit dem ersten Auftauchen von Sally klar. Deren gütig-monotoner sektenartiger Singsang beim Sprechen ließ manches ahnen, Ähnliches hat man schon zu oft gesehen. "Sind wir ein effektives Team?". Aber man muss auch zugeben dass das Finale des Films doch noch einige nicht vermutete Twists hat, die manche Vorahnung vergessen machen. Weiß man am Ende erstmal alles, macht auch alles einen logischen Sinn. Ein Objekt überlegener außerirdischer Intelligenz nähert sich der Erde. Zeitgleich startet eine NASA-Mission gen Titan. Das aufgetauchte Objekt "schluckt" das irdische Raumschiff und klont seine beiden Besatzungsmitglieder tausendfach, um diese Klone "gedächtnisgelöscht" als Kampftruppe gegen die eigene Spezies einzusetzen. Eigentlich genial und sinnvoll: Ich komme als Außerirdischer und sehe, dass da welche leben auf dem Planeten, den ich ausbeuten will. Widerstand und Kampf ist zu erwarten. Die Leutchen da unten kenne ich nicht, weiß nicht was die drauf haben, ob die nicht Schwachstellen von mir ausnutzen könnten. Also fange ich einen Erdling, pole ihn zu meinem Krieger um und klone ihn in gewünschter Menge. Dann macht meinen Klonkriegern alles mir Unbekannte auf der Erde schonmal nichts aus, weil sie ja biologisch von dort kommen. Viel besser als wenn ich mich als Alien den Gefahren eines unbekannten Planeten aussetze. Da bleibe ich mal lieber im Tet (oder heißt das Ted wie der Bär?) und lenke alles von oben.
Wenn ich wie erwartet gegen die Erdlinge gewonnen habe, setze ich einige Klone als "Hausmeister" meiner zur Ausbeutung der planetaren Ressourcen gebauten Förderanlagen ein und suggeriere denen, dass ihre Spezies, die Menschen, den Krieg gegen mich gewonnen haben und sie gar keine "Hausmeister" des bösen Alien-Tet sind sondern Ausgesandte der freien Menschheit, versehen mit der Mission in alter Heimat die Stellung zu halten. Nun habe ich als Tet noch zwei Probleme zu lösen. Es gibt menschliche Überlebende auf der Erde. Mit denen dürfen meine Klone keinen Kontakt finden weil sonst meine Lügengeschichten auffliegen. Also bezeichne ich die eigentlichen Artgenossen als Alien-Plünderer und gebe sie meinen Menschklonen zum Abschuss frei. Dazu kommt, dass die Klone nicht wissen dürfen, dass sie Klone sind, also keine Individuen. So erfinde ich als Tet zudem die Lüge, dass es auf der Erde hoch gefährliche Strahlungszonen gibt, in die ich als "Hausmeister" nicht eindringen darf. In Wirklichkeit dient diese Lüge aber nur dafür, dass jeder Klon schön in seiner eigenen Zone bleibt und keine anderen Replikate seiner selbst trifft, welche nebenan dieselbe Aufgabe verrichten.

Nur hat Tet den Memory eines Klons wohl nicht so ganz gelöscht. Der "Mensch" kommt erst zur Erinnerung, dann zur Besinnung. Zusammenhänge klären sich, die Plünderer entpuppen sich als eigene Reihen, Tet als das Böse selbst. Die im Untergrund vegetierenden Nachkriegsmenschen und die elitär-luxuriösen menschlichen Klone verbünden sich, finden einen Weg um Tet zu zerstören. Im finalen Showdown dringt der rebellische Klon mit seinem Shuttle in den irgendwie sehr an HAL9000 erinnernden Tet und zerstört diesen. Weshalb Tet so nachlässig war wegen eines Einzel-Klons alls Schutzschilde runterzufahren und sich diese Blöße zu geben bleibt ebenso eines der wenigen Logiglöcher wie die berechtigte Frage, ob es denn sinnigerweise nicht viele Tets geben muss - Tet doch nicht eine ganze Alien-Spezies sein kann sondern nur ein Raumschiff unter vielen. "Oblivion 2" also nicht ausgeschlossen, gut für die Kinokasse.

So, jetzt aber ein Fazit. "Oblivion" ist ein sehr guter SciFi-Film in opulenter und doch reduzierter Optik, der bestens unterhält und doch auch viel Raum lässt für eigene Interpretationen des Gesehenen. Es ist aber auch der erste Tom-Cruise-Film, bei dem ich den Eindruck habe dass mir hier eine Botschaft schmackhaft gemacht werden soll. Da sage ich lieber nein zu. Und trotzdem ist der Kauf der BluRay ein Muss, denn abgesehen vom Unterschwelligen ist "Oblivion" in Sachen intelligenter Story und Referenz-Optik einer der besten SciFi-Movies der letzten Jahre. Muss man nicht sehen - aber man muss auch nicht auf dem Mond gewesen sein. Hat man es trotzdem erlebt - lucky U!
Kommentar Kommentare (8) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 28, 2013 9:44 PM MEST


Jack Reacher [Blu-ray]
Jack Reacher [Blu-ray]
DVD ~ Tom Cruise
Preis: EUR 8,99

5 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Starke erste Hälfte, maue zweite, 29. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Jack Reacher [Blu-ray] (Blu-ray)
Ich kenne die dem Film zugrunde liegende Buchreihe nicht, beurteile den Film daher nur als Film. Und als solcher kann Jack Reacher als Thriller durchaus zu überzeugen. Zwar vermittelt er zu keinem Zeitpunkt den Eindruck ein Meisterwerk zu sein, er hat aber andererseits das gewisse Etwas um nicht für belanglose Meterware des Action-Genres gehalten zu werden. Seine stärksten Momente hat der Film bis etwa zur Mitte hin. Die Geschichte um einen scheinbar wahllosen Massenmord und den zugehörigen Attentäter ist wirklich fesselnd aufgezogen und cineastisch sehr gut umgesetzt. Man möchte wissen was passiert ist, warum es geschehen ist, wer verantwortlich dafür zeichnet. So verfolgt man gespannt die Ermittlungsarbeit von Jack Reacher um mehr über die Hintergründe zu erfahren. Die dabei unweigerlich zwischengestreute Action ist eher unterhaltsames Beiwerk, den eigentlichen Reiz machen das wissen wollen um das was/wer/warum aus. Altmeister Hitchcock hat selbigem einst mit dem Ausdruck Suspense einen griffigen Namen gegeben. Und bis heute macht Suspense jeden guten Thriller aus, ist die Hauptzutat die einen Film spannend macht. Nicht das Krawumm für den mit Popcorn gefüllten Bauch sondern das Futter für die grauen Zellen des Zuschauers. Und hier liegt die Kritik, die ich an Jack Reacher ausmache. Eben ab der Mitte wird die Auflösung nicht nur allzu vorhersehbar, sie fällt auch deutlich banaler aus als Potenzial da gewesen wäre. Da es fast nichts mehr mitzurätseln gibt verfällt der Film darin, weichenden Suspense zu ersetzen durch überbordende Action und haut halt durch ausufernde Schießereien nur noch wild auf den Bauch, statt weiter den Kopf zu streicheln. So bietet das Finale keine Spur von Aha-Effekt und Überrumpelung des Zuschauers sondern mutiert bildhaft gesprochen zum Armdrücken zwischen Gut und Böse. Im schwächenden zweiten Teil des Films sticht für mich nur Werner Herzog als charismatischer Oberschurke heraus. Seine Vasallen sind eben nur Vasallen ohne rechte Charakterzeichnung, austauschbare Türstehertypen, denen das Drehbuch rein gar nichts Interessantes auf den muskulösen Leib schneidert.

Tom Cruise: Die einen verdammen ihn, die anderen mögen ihn. Persönlich finde ich ihn in der Mitte wieder. Als Schauspieler finde ich ihn angenehm und ich sehe ihn gerne, über seine menschlichen bzw. privaten Dinge erlaube ich mir kein Urteil. Ich meine zumindest von seinen kontrovers diskutierten privaten Interessen nichts in seinen Filmen wiederzufinden oder untergejubelt zu bekommen. Für Cruise ist die Rolle des Jack Reacher natürlich strategisch gut ausgesucht. Da auf einer erfolgreichen Buchreihe basierend darf man davon ausgehen, dass es mehrere Folge-Verfilmungen oder gar eine 007-ähnliche Jack-Reacher-Reihe geben wird. Cruise schafft sich damit - ganz ähnlich wie bei Mission Impossible - ein sicheres berufliches Standbein, was ihm sicher nicht anzukreiden ist.

Fazit: Der Film Jack Reacher verschenkt leider gegen Ende viel Potenzial, viel an überraschendem Suspense, geht aber immer noch als guter bis sehr guter Thriller durch. Das Drehbuch hätte den Spannungsbogen bis zum Ende hin halten und sich besonders für das Finale eine überraschende Wendung aufheben sollen. Dann wären fünf Sterne durchaus drin gewesen. So gebe ich fünf für die erste Filmhälfte, drei für die zweite. Macht im Mittel vier Sterne.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 25, 2013 11:18 PM MEST


Koshi-Klangspiel "AQUA" (Weiterentwicklung der Shanti Klangspiele) in Bambusfurnier geölt,
Koshi-Klangspiel "AQUA" (Weiterentwicklung der Shanti Klangspiele) in Bambusfurnier geölt,
Wird angeboten von Treibholz
Preis: EUR 38,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wellness für die Ohren!, 26. März 2013
Diesen Klangspielen zuzuhören wirkt fast schon wie Wellness für die Ohren. Die perfekt abgestimmten Klänge - gleich ob Erde, Feuer, Wasser oder Luft - perlen in absoluter Harmonie aus dem schönen Bambusholz-Korpus. Immer neue Klangkaskaden zaubern eine beruhigende Stimmung und wohltuende Atmosphäre in den Raum. Man kann sie einfach nur als Windspiel am Fenster einsetzen. Man kann sie aber z.B. auch über den mit geschlossenen Augen sitzenden/liegenden Partner führen und ihn so mit einer Art entspannendem Klangregen verwöhnen. Der Möglichkeiten gibt es viele. Qualität, Nutzen, Größe und Preis machen diese auch optisch sehr ansprechenden Klangspiele zum perfekten Geschenk - auch im Business, um dem gestressten Geschäftspartner ein wenig Entspannung zu schenken. Andere Klang- und besonders Windspiele entfachen ob ihrer nur groben Klangjustierung oft nur ein auf Dauer nervendes Gebimmel. Hier aber kann man sich gar nicht satt hören am harmonischen Klangspiel, bei dem jede tonale Oberwelle exakt da sitzt wo sie hingehört. Hört, hört!


Apple MD526FD/A iPad Retina 4G 24,6 cm (9,7 Zoll) Tablet-PC (Apple A6X, Touchscreen, 1,4GHz, 1GB RAM, 32GB Flash-Speicher, Apple iOS) weiß
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Wird angeboten von xxl-phones
Preis: EUR 679,89

10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mit den passenden Apps gibt's volle 5 Sterne!, 20. Februar 2013
Für den beruflichen Einsatz habe ich mich für ein iPad 4 entschieden. Zum einen für mobile Kundenpräsentationen, zum anderen aber für den mobilen Internetzugriff auch abseits aller WLAN-Netze. Deshalb war es entscheidend, sich für die "Cellular"-Ausführung des iPad zu entscheiden, die über 3G auch Outdoor in empfangsschwachen Schwarzwaldtälern die Internetnutzung ermöglicht.
Obwohl Apple-Fan und beruflicher User der ersten Stunde, habe ich mich lange gegen das iPad gesträubt. Keine Anzeige von Flash-Webseiten, eingeschränktes bis unmögliches Datenhandling (Austausch von Ordnern etc.) und einiges mehr machten das Tablet in meinen Augen eher zur schicken Spiele- und Lifestyle-Konsole, denn zum ausreichend nutzbaren Business-Partner. Doch mittlerweile gibt es zum Glück eine App für alles und durch Aufrüsten des iPad über iTunes konnte ich für wenig Geld meinem Tablet eben jene Funktionalität verpassen, die ihm von Haus aus vom Hersteller nicht mitgegeben wird. Dank App lassen sich nun Flash-Websites anzeigen, dank FTP-App Daten austauschen und mobil bearbeiten, es gibt Texteditoren, Präsentations- und Tabellenkalkulationsprogramme, PDF-Reader, Skype-Telefonie sowie vieles mehr, das sich auf dem brillanten Retina-Display artig zu den Spiele- und Lifestyle-Icons gesellt und das iPad endlich zur ernst zu nehmenden Büromaschine macht. Ergänzt durch ein kompaktes Apple Wireless Keyboard habe ich nun praktisch einen Laptop - nur dank Touch-Screen und der Option, das Keyboard auch zu Hause lassen zu können, vielseitiger, leichter, kompakter und nicht zuletzt preisgünstiger. Zudem ist mein iPad "Laptop" unabhängig von WLAN-Spots, was abseits urbaner Zentren schwer ins Gewicht fällt.

Das Handling des iPad ist, da sehr ähnlich zum gewohnten iPhone, intuitiv und sehr einfach. Ein Vorteil den ich bei Apple seit jeher sehr geschätzt habe und der mich die Windows-Welt nie vermissen ließ. Per Fingerwisch wechselt man zwischen übersichtlich auf dem Bildschirm sortierten Apps, auch für das Ändern von Einstellungen muss man nicht ewig nach dem richtigen Ordner suchen sondern hat alles schön optisch aufgeräumt und verständlich direkt vor sich. Selbstverständlich kann man in Mußestunden Musik aus dem eigenen iTunes-Archiv hören oder sich mit einem der zig tausend Games verweilen, die es als App zu haben gibt. Nur wird wohl jeder iPad-Besitzer sein Tablet nach dem Kauf noch durch solche Apps aufrüsten wollen/müssen, denn von Haus aus ist die Appseitige Ausrüstung doch eher mager. Aber so läuft eben das Konzept von iPad und iPhone und das ist ja auch kein wirklicher Nachteil, denn eben durch Apps lässt sich das Grundgerät auf die eigenen Wünsche maßschneidern und das zu überschaubaren Kosten. Um die gewählten Apps aufs iPad zu bringen muss man dieses nichtmal mehr per Kabel an den Computer koppeln; die Synchronisation läuft auf Wunsch auch völlig kabellos via WiFi.

Nicht direkt produktbezogen aber für mich trotzdem ein wichtiger Vorteil: Eben weil das iPad ein Lifestyle-Produkt ist sind jede Menge Zubehörteile erhältlich (mal nützlich, mal Schickimicki). Ob man eine Tasche benötigt, Anschlussadapter, Extras fürs KFZ, Soundsysteme für die nächste Party usw. - der Riesenmarkt an Extras macht mein Tablet indirekt nochmals deutlich vielseitiger.

Wo viel Licht, da in diesem Fall wenig Schatten: Das einzige bis dato festgestellte Manko meines iPad ist die doch recht lange Ladezeit. Verwöhnt vom iPhone hatte ich da (mangels technischem Wissen?) eine zackigere Aufladung erwartet. Im Alltag und im Wissen darum aber auch kein großer Nachteil, wird das Tablet doch einfach über Nacht ans Stromnetz gehängt und nicht erst kurz vor dem wichtigen Einsatz.

Fazit: Ein hochwertig verarbeitetes, tolles Tablet mit hohem Lifestylefaktor und deshalb vermutlich auch hohem Wiederverkaufswert. Ausgerüstet mit einem fantastischen Retina-Display, aber erst aufgerüstet mit diversen Apps nicht nur Spielkamerad, sondern auch richtig nutzbarer Business-Computer. Daher dank App-Zurüstung auch volle 5 Sterne für einen nun ständigen Begleiter in Business wie Freizeit.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 20, 2013 6:59 PM MEST


Belkin AirCast Connect Kabelgebundener Transmitter mit Freisprecheinrichtung (AUX, 3,5 mm Klinke, USB) schwarz
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Preis: EUR 19,98

4.0 von 5 Sternen Keine Beanstandungen - nur ein Wunsch bleibt., 13. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Seit längerer Zeit habe ich den Air Cast unterwegs im Einsatz und bin (fast) rundum zufrieden damit. Das Handling ist super einfach, das Telefonieren geht gut vonstatten (Gesprächsannahme sowie -qualität) und Musik wird vom iPhone tadellos übertragen. Und das egal ob es "frei entfesselt" in der Hemdtasche steckt oder am Ladekabelanschluss des Air Cast steckt. Und da liegt auch der für mich einzige Wermutstropfen, eigentlich ist es viel eher ein Wunsch nach Aktualisierung des Produkts. Denn leider weist das im 12-Volt-Anschluss steckende Bordnetz-Ladegerät lediglich einen USB-Slot für Smartphones auf und keinen weiteren für Tablets wie mein iPad. So kann ich leider nur zwischen den Optionen wählen mein Handy zu laden und zugleich Musik zu hören bzw. frei zu telefonieren - oder aber über den Bordnetz-Ladeadapter eines Drittanbieters Handy und iPad parallel zu laden ohne dabei Musik hören zu können oder über eine Freisprecheinrichtung zu verfügen.

Fazit: Ein in allen Belangen voll überzeugendes Produkt, das nur durch ein technisches Upgrade mit der Zeit gehen sollte, in der Tablet PCs auch im Auto immer mehr auf dem Vormarsch sind.


Headhunters [Blu-ray]
Headhunters [Blu-ray]
DVD ~ Aksel Hennie
Preis: EUR 7,99

5.0 von 5 Sternen So geht ein guter Thriller!, 14. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Headhunters [Blu-ray] (Blu-ray)
Ob Headhunters Kultpotenzial hat, wie manchmal zu lesen, sei dahingestellt. Kult wofür, für wen? Aber ohne jeden Zweifel ist der Film ein Meisterwerk im Genre Thriller, an dem sich viele Nachfolger schwer tun werden, es ebenso gut zu machen. Der Film leistet sich bis ins Detail keine einzige Schwäche, sei es im Aufbau einer durchgehend hoch spannenden Story, in der Besetzung der Rollen, in der Bildsprache und -wirkung, in Sachen Drehbuchlogik oder im überlegten Einsatz brutaler Gewaltszenen. Komisch und zum Lachen ist Headhunters nie, aber auch nicht ganz frei von bitterer Ironie und von skurrilen Momenten, die in ihrer Bizarrheit und doch Realitätsnähe an die fabelhaften Coen-Brüder erinnern. Bestes Beispiel ist die innere und äußerliche Wandlung der Hauptfigur vom versnobt-eleganten Kunstdieb der Upper-Class hin zum panisch gehetzten Lebewesen, das als geprügelter Hund jede noch so große menschliche Hemmung und jedes Ekelgefühl über Bord wirft, um nur seinen Verfolgern zu entgehen und am Leben bleiben zu können. Was sich auf dieser Menschenhatz ereignet ist brachial, so noch nie gesehen, voller Wendungen und Wandlungen, erschreckend und verstörend, mitreissend und packend. Gründe und Hintergründe offenbaren sich, wie es einer gut durchdachten Geschichte würdig ist, erst ganz zuletzt und sind nicht schon vorzeitig abzusehen. Ebensowenig sind die handelnden Figuren bis zum Ende klar zuzuordnen ob gut, böse oder unbeteiligt. Alles ist sehr intelligent aufgezogen und umgesetzt; scheint man als Zuschauer eine Logiklücke zu entdecken (vor allem gegen Ende) klärt der Film die scheinbare Schwäche selbst auf und baut sie clever und Sinn machend in die finale Auflösung ein.

Was zudem gefällt sind die ausgezeichnete Kameraarbeit mit vielen schönen Einstellungen, der gute Filmschnitt der nicht den Fehler begeht sich trotz actiongeladener Handlung in Hektik zu verlieren und nicht zuletzt der zurückhaltende Einsatz von Filmmusik, die man fast gar nicht wahrnimmt weil sie nicht gebraucht wird um dort Spannung aufzubauen, wo keine wäre.

Headhunters ist einer der seltenen aber schönen Fälle von Film, bei denen nebenher der Kaffee kalt und das Bier warm wird weil man schlicht das Trinken vergisst, man in die Handlung hineingesogen und erst wieder mit dem Abspann freigelassen wird. Nichts für schwache Nerven und nichts für Menschen, denen leicht schlecht wird. Aber ganz großes Kino für alle, die sich ganz großes Kino wünschen!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 25, 2013 11:18 PM MEST


Die wilden Kerle 5 - Hinter dem Horizont
Die wilden Kerle 5 - Hinter dem Horizont
DVD ~ Jimi Blue Ochsenknecht
Preis: EUR 6,99

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Zusammengeschusterter Schrott vom Reißbrett, 27. November 2012
Zur Komplettierung seiner kleinen Wilde-Kerle-Film-Sammlung wünscht sich mein Filius die Nr. 5 "Hinter dem Horizont". Und Papa, der den Film schonmal zusammen mit Junior ertragen musste sagt lieb aber bestimmt "no go". Und warum? Weil das hier herzlich wenig gemein hat mit einer wilden Bande sympathischer, Fußball spielender Kids. Name und Motive sind nur noch scheinheilige Aufhänger für ein Pseudo-Horror-Fantasy-Lovestory-Jugendfilmchen schlimmster Machart. Was hier zu sehen ist wurde offenbar am Produktions-Reißbrett krude zusammengeschustert aus frech abgekupferten Motiven, die bei der Jugend gerade aktuell angesagt sind und somit Erfolg versprechen. Am meisten hingeschaut hat man dabei bei der überaus populären Vampir-Saga "Biss zum...", die man peinlich billig zu imitieren versucht. Heraus kommen in lachhafte Kostümierungen gesteckte Kinder, die viel zu alt für ihr Alter agieren müssen und papierne Dialoge daher bringen, die unfreiwillig komisch wirken und nicht verhehlen können, dass sie den Kids von Erwachsenen in den Mund gelegt werden. Der böse Anti-Held der "Story" ein missglückter Milchzahn-Mix aus Tokio Hotel und Lenny Kravitz, muss als vielleicht bestenfalls Fünfzehnjähriger den toughen Todesengel und erfahrenen Latin Lover mimen, der wahrscheinlich noch nichtmal wüsste was er mit seiner lasziv umworbenen Gleichaltrigen anfangen sollte, wenn er sie den rumbekäme und der dafür zu Hause garantiert von Mama das Nintendo verboten bekäme. Die Wilden Kerle sehen in ihren zu offensichtlich drapierten Frisuren und schnallenbewerten Lederklamotten aus wie der SM-Kinderzirkel auf Klassenfahrt und beim "Fußballspiel" werden mal eben Physik und Schwerkraft aufgehoben, weil es ein simpler Kick auf dem Bolzplatz ja offenbar nicht mehr tut. Da könnte sich unsere Nationalmannschaft mal was abschauen und ab morgen auch fliegen oder beamen statt rennen.

Ne, gute Unterhaltung für Kinder sieht definitiv anders aus und ist besser gemacht. Da braucht es zuvorderst einmal eine gute Geschichte und keinen an demografischen Beliebtheitsskalen aus der Marketingabteilung orientierten Motiv-Mix, bei dem hinten und vorne nichts zusammenpasst und allzu viel rein auf Optik getrimmt ist bis es nur noch unecht nach Theater aussieht. Wobei man damit dem guten alten Theater Unrecht tut. Falls diese Filmserie so weitergeht, dann heißt es in Zukunft bei entsprechender Nachfrage des Juniors nach dieser TV-Unterhaltung: Lieber draußen nette Freunde als drinnen Wilde Kerle!


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