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Rezensionen verfasst von
Sub_Rosa

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Rock: Alles über Rock, Pop, Punk, Metal und mehr
Rock: Alles über Rock, Pop, Punk, Metal und mehr
von Mark Paytress
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 9,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Netter Schmöker, aber kein Referenz-Nachschlagewerk, 24. Februar 2015
Um das Fazit vorweg zu nehmen: ROCK geht durch als nettes Buch zum Blättern für Fans, zeigt viele und teils gute Fotos, stellt eine große Menge an Künstlern vor und bietet eine recht lückenlose Zeitreise von den Anfängen des Rock and Roll bis heute. Wobei man erfreulicherweise auch links und rechts des mainstreamigen Rock geschaut hat und viele Ableger vorstellt, wie Punk, Folk-Rock, Krautrock. Ein Plus gibt es auch unbedingt für die sehr wertige und stabile Aufmachung des Buches und dessen ansprechendes Format - gerade angesichts des Grabbeltischpreises keine Selbstverständlichkeit und daher besonders lobenswert.

Ohne Schwächen kommt das Buch jedoch nicht aus. Und das beginnt zwangsweise bei der Auswahl der vorgestellten Künstler in Relation zum vorhandenen Platz. Um wirklich als Kompendium der Rockmusik zu taugen, müsste ein solcher Almanach wohl den Umfang einer mehrbändigen Enzyklopädie haben. Hat er aber verständlicherweise nicht. So wird die Auswahl der im Buch behandelten Bands immer willkürlich und lückenhaft bleiben müssen, beim ein oder anderen Leser ein Fragezeichen hinterlassen. Was aber zu verschmerzen ist; und die Macher von ROCK haben sich auch alle Mühe gegeben, die zur Verfügung stehenden Seiten mit so vielen Acts als möglich zu füllen.
Und eben das führt leider dazu, dass unbestrittenen Rock-Heroen, wie den Beatles, Pink Floyd oder Genesis dieselben zwei Seiten eingeräumt werden, wie deutlich weniger einflussreichen Bands mit kaum vorhandener Diskografie. Eine Art von musikalischer Demokratie, die natürlich zu Lasten von Information über "große" Bands und deren langes künstlerisches Opus geht. Da die Layouts zudem sehr bildlastig sind und wenig Platz für Text lassen, bleibt es leider fast immer bei sehr oberflächlichen Vorstellungen und in die Tiefe gehende oder gar neue Infos sucht man vergebens. Für so etwas wie eine Diskografie, eine Vorstellung oder Bewertung der einzelnen Alben, bleibt schon gar kein Raum.

Und so "hottet" sich das Buch von Doppelseite zu Doppelseite, überfliegt in teils etwas flapsigen Texten mit Überschalltempo das, was eigentlich einer intensiveren Auseinandersetzung bedarf und verliert sich im von vornherein untauglichen Versuch, alles abdecken zu wollen. Da man einen so facettenreichen Musikstik wie den Rock eh nicht allumfassend behandeln kann, wäre das selbstbewusste Setzen von Schwerpunkten bei gleichzeitigem Verzicht auf Nebensächliches die wohl bessere Lösung gewesen. Schwerpunkte, begleitet von Texten, die statt unverbindlichem Blabla echte Fakten bieten, die im besten Fall sogar den Kenner noch überraschen können.

So bleibt es am Ende bei einem gut aufgemachten, schön fotografierten Buch, das prima zum entspannten Schmökern und als Mitbringsel für den Fan der Rockmusik taugt. Für den wird es aber lediglich eine nette Ergänzung darstellen. Als stand alone Nachschlagewerk mit fachlicher Kompetenz oder als Quelle belegter Information taugt das Buch wenig. Eben vom ganzen Konzept her ausgelegt als typisches Mitbringt-Geschenk und dafür absolut okay.


Marshall Stanmore Bluetooth-Lautsprecher, schwarz
Marshall Stanmore Bluetooth-Lautsprecher, schwarz
Preis: EUR 289,00

34 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wacken im Wohnzimmer, 4. Februar 2015
Hat man sich erstmal über den recht hohen Preis hinweg überwunden, kommt als Belohnung das Paradies. Jedenfalls das der Bluetooth-Boxen. Wow, der Marshall Stanmore hat aber so gar nichts gemeinsam mit den Legionen kleiner Brüllwürfel, die man heute überall am Elektronikmarkt-Grabbeltisch nachgeworfen bekommt. Das hier spielt in einer komplett anderen Liga!

Das fängt schon bei der erstklassig soliden Verarbeitung an, wo alles für die Ewigkeit und fürs Vererben gemacht scheint und nirgendwo zugunsten billiger Plastikteile gespart wurde. Alles aus dem Vollen gearbeitet, ohne Teilespiel, satt und samtig rastend.
Samtig, ja fast röhrenartig weich und voll, jedenfalls total angenehm, kommt dann auch der Sound aus dem Stanmore. Nichts klingt nach billigem Transistor, nichts kreischt, nichts übersteuert selbst bei hohen Pegeln. Und egal ob befeuert mit Rock, Pop, Country, Volksmusik oder Klassik: Der Stanmore klingt einfach so genial gut und schön, dass man ihn gar nicht wieder ausschalten möchte. Überspitzt gesagt: Den nehme ich mal mit in die Kiste!

Am meisten überrascht hat mich der fundamental wuchtige Bass, den man dem Marshall in Relation zur Gehäusegröße per se gar nicht zutrauen würde. In meinem Fall kommt als verstärkendes Element dazu, dass der Stanmore in einem kleinen Alkoven auf einer metallenen Kommode steht; beides wirkt offensichtlich als willkommener zusätzlicher Resonanzverstärker. Da schnarrt nix, da brummt nix, der Bass kommt auch bei hohem Level knackig sauber aus der Box. Weltklasse wie auch das wunderschöne Retro-Design! Wo andere Speaker einen Look irgendwo zwischen Büroschreibtisch und Langeweile-Lounge haben, sieht der Marshall aus nach Mainstage Waken oder Rock am Ring!

Mankos? Da muss man schon auf hohem Niveau nörgeln. Die Option des Batteriebetriebes wäre vielleicht schön gewesen. Und mein iPhone sorgt gekoppelt mit dem Stanmore für leise elektronische Fiepgeräusche, die aber mit dem ersten Ton der Musik unhörbar werden. Das war's schon mit Jammern. Und es muss ja auch nicht zwingend Bluetooth sein; der Stanmore bietet ja auch mit Cinch und optischem Digitaleingang weitere, kabelgebundene Anschlussoptionen.

Fazit: Wer Musik liebt, hohe Ansprüche an Klang, Technik und Verarbeitung hat, zudem Gespür für schönes Design sein Eigen nennt, der wird den Marshall Stanmore lieben! Vergesst den Preis; wir geben im Leben so viel Geld für Unnötiges oder Schmarrn aus - das hier ist aber eine Investition in pure Freude für lange Zeit. Und damit ein top Deal!


All Is Lost [Blu-ray]
All Is Lost [Blu-ray]
DVD ~ Robert Redford
Wird angeboten von cvcler
Preis: EUR 9,97

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der alte Mann und das Meer, 22. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: All Is Lost [Blu-ray] (Blu-ray)
Nach langen Jahren einmal wieder Robert Redford zu sehen war vorneweg ein willkommener Grund, sich für "All is lost" zu entscheiden. Und es ist aller Ehren wert, dass Redford - der jugendliche schöne Held aus Filmen wie Butch Cassidy oder Jenseits von Afrika - nicht als solcher als reine Erinnerung in den Köpfen der Menschen bleiben möchte. Dass er sich sichtbar gealtert seinem Publikum präsentiert in einer nicht ganz leichten Rolle. Nicht ganz leicht deshalb, weil es praktisch keine Dialoge oder besser Monologe gibt, das Spiel des Akteurs voll auf das Äußere konzentriert ist, auf Mimik, Ausdruck, Gestik. Und gerade unter diesem Aspekt finde ich Redfords Entscheidung für diese Rolle noch bemerkenswerter, da sein Körper mit den Spuren des Alters noch mehr im Fokus steht, denn bei einer Sprechrolle. Insofern Chapeau für den Haupt- und Einzeldarsteller von "All is lost".

Böserweise könnte man andererseits auch mit Recht behaupten, dass es nicht Redford für diese Rolle hätte sein müssen. Da eben nicht gesprochen wird, keine Interaktion mit anderen Schauspielern dramarturgisches Können verlangt, hätten die Macher des Films praktisch jeden beliebigen Mann oder Frau für die Rolle besetzen können, selbst einen Laien.

Denn "All is lost" wird nicht vorangetragen von Dialogen, von Aktion und Reaktion auf Gesprochenes. Der Film lebt von der Abfolge von getroffenen Entscheidungen auf äußere Umstände. Entscheidungen, die der Logik folgen und zur Rettung führen sollen. Ganz nach Fortschritt der äußeren Umstände, nach der Zuspitzung der Gefahr, passen sich diese Entscheidungen stringent den Umständen an. Und hier sehe ich den Film deutlich in Kapitel unterteilt - Achtung SPOILER.

Kapitel 1:
Der Film beginnt wie er später endet, mit einer extremen und in keinem Plan vorkommenden Unwahrscheinlichkeit inmitten des endlosen Ozeans. Ein im Meer treibender Container rammt das Segelboot des Protagonisten und schlägt es seitlich leck. Nach der Beschädigung des Bootes durch den Container ist die Gefahr erstmal noch keine; nur ein unschöner Zwischenfall, auf den "der Segler" nach gelerntem Vorgehen routinemäßig reagiert. Das Boot mit Bordmitteln sichern und im nächsten Hafen reparieren lassen ist der logische Plan. Für Angst oder Hektik gibt es keinen Anlass, DAS ist kein ernsthaftes Problem, eher eine kleines Abenteuer, das man später als Anekdote zum besten gibt.

Kapitel 2:
Dann verschärft ein Sturm die Lage, der das Boot schwer beschädigt und ihm den Mast nimmt. Mit Bordmitteln nicht zu reparieren. Ohne Mast kein Vorankommen, keine Navigation. DAS ist fern jeder Küste ein ernsthaftes Problem, zumal das Boot zusehends mit Wasser vollläuft und "der Segler" nüchtern feststellt, dass das Boot nicht zu halten ist. Auch hier noch kein Platz für Angst; auf die verschärfte Lage wird die logisch richtige Entscheidung getroffen, in die aufblasbare Rettungsinsel zu wechseln. Fürs erste ein kleiner sicher Hafen, von dem aus "der Segler" schauen kann wie es mit seinem Boot weitergeht, ob es sinkt oder ob es - bzw. der Seenotrettung dienende Teile von ihm - hernach noch verwendbar sind. Für jeden Seefahrer sicher der einschneidendste Moment, als das Boot schließlich sinkt, "der Segler" es durch das Loslassen der Lifeline zwischen Boot und Rettungsinsel freigibt und die Aufgabe damit akzeptiert. Nun ist die Lage durchaus ernst geworden, doch durch das besonnene Vorgehen "des Seglers" birgt die Rettungsinsel alles an Vorräten, um die vermutlich benötigte Zeit bis zur Auffindung zu meistern. DAS ist ein Problem, aber ein nach menschlichem Ermessen zu meisterndes. Angst macht sich auch hier nicht beim "Segler" breit, der moderne Mensch wird danke Ratio und Technik diese Aufgabe meistern.

Kapitel 3:
Doch dann erweist sich der gerettete üppige Vorrat an Trinkwasser als ungenießbar. Und das ist kein Problem, DAS ist eine Katastrophe und mit nicht geringer Wahrscheinlichkeit das Todesurteil auf hoher See. Genau das registriert der nüchtern kalkulierende "Segler" sofort und genau hier verliert er erstmals seine Besonnenheit, kommt blanke Angst zum Vorschein, die den "Stummfilm" in Form eines Aufschreis durchbricht. Aber der aufgeklärte Mensch lässt den Verstand regieren und findet Lösungen - hier die Generierung von Süßwasser durch Kondensation mittels nach Survivalhandbuch gebautem Wasseraufbereiter. Die Gefahr des Dehydrierens und Verdurstens ist durch Einschalten des Verstandes erstmal entschärft. Aufkommende Angst kann noch zurück gedrängt und beruhigt werden.

Kapitel 4:
In Notlagen kühlen Kopf bewahren, einen Rettungsplan entwickeln - "der Segler" ist äußerst diszipliniert und dank eines vorhandenen Sextantens erkennt er, dass sein nicht steuerbares Rettungsfloß von der Meeresströmung auf eine stark befahrene Seefahrtsstraße zugetrieben wird. DAS ist die Chance auf Rettung, die größte und zugleich vermutlich die einzige. Ein schmales Band der Hoffnung/Wahrscheinlichkeit inmitten der schier unendlichen Weite der Hoffnungslosigkeit/Unwahrscheinlichkeit.

Der Plan funktioniert, die Seefahrtsstraße wird erreicht und tatsächlich taucht kurz darauf das erste Schiff auf. Doch registriert wider jeden Erwartens weder dieses seine Hilfesignale, noch scheint irgendjemand auf einem weiteren vorbeiziehenden Schiff seine weithin leuchtenden Signalraketen zu bemerken. DAS ist kaum zu glauben, widerspricht jeder Wahrscheinlichkeit und verpasst dem menschlichen Verstand eine heftige Watschen. "Der Segler" konsterniert völlig auf seiner Rettungsinsel, die nun der Strömung weiter folgend wieder aus der Seefahrtsstraße hinaus getrieben wird und damit hinaus aus der einzigen Kreuzung von Hoffnungslosigkeit und Hoffnung. Und nun ist es zu Ende mit den Plänen des "Seglers", alle menschenmögliche Versuche zur eigenen Rettung, aller scharfer Verstand und alle beherrschte Vernunft, alle Selbstdisziplin und aller Durchhaltewille münden doch nur ins große Nichts der See jenseits der Schiffahrtsstraße, ins sichere Verderben. Der Mensch denkt, das Meer lenkt.

Kapitel 5:
Dieses Kapitel unterscheidet sich von den vorhergehenden eindeutig durch eines: Planlosigkeit. "Der Segler" weiß, dass es ab hier keine Pläne mehr geben kann, dass sein Überleben auf einen Zufall angewiesen ist, dessen Kommen gleich null angesehen werden muss. Der Verstand kapituliert, Angst macht sich breit - und schieres Hoffen, der bittende Glaube an eine Unwahrscheinlichkeit.

Und ab hier bin ich mir als Zuschauer nicht ganz sicher, ob das was folgt die Realität abbildet oder nicht nur ein Trugbild des Hoffens, des glauben Wollens. Denn bar jeder Wahrscheinlichkeit meint "der Segler" unweit seines Floßes ein Licht in der Nacht zu sehen, eine kleine Fischerbarke, die so weit draußen auf offener See eigentlich gar nicht sein kann. Entgegen jeder Vernunft entzündet "der Segler" auf seiner Gummiinsel ein offenes Feuer. Nicht nur führt er damit wissentlich das Sinken seiner Überlebensoase herbei, auch opfert er für das Feuer die Seiten seines Navigationsbuches. Nach dem früheren Aufgeben seines Bootes gibt er damit nun sich selbst auf, unterwirft sich der Macht des Schicksals, übergibt sein Los dem Meer. Seine letzte bewusste Entscheidung nach dem Sprung aus dem flammenden Inferno ins Meer ist das Versinken in den Fluten als erlösender Freitod. Immer tiefer sinkend blickt "der Segler" nach oben zur Wasseroberfläche, wo sein immer noch brennendes Floß einen "Ring of fire" bildet. Und just in diesem Moment des Sterbens dringt ein Licht der Hoffnung zu ihm; der Schein einer Suchlampe, gehalten von einem Mann auf einem Boot, welches sich der brennenden Rettungsinsel nähert. Mit letzter - oder neuer - Kraft schwimmt "der Segler" auf das Licht zu, wo ein rettender Arm den seinen greift - Film Ende. SPOILER Ende.

Dieses letzte Kapitel scheint für mich religiöse Aussagen in sich zu tragen. Der Mensch denkt und glaubt an das Geplante aber letztlich bestimmt die Vorhersehung sein Dasein. Der Mensch stirbt in Verzweiflung aber im Tode findet er Hoffnung und Rettung im Licht, auf das er zustrebt. Rettung und Erlösung können somit nicht von Menschen Hand kommen, nur von Gottes Hand. Vielleicht eine von weit her geholte Interpretation, aber man kann sie vielleicht durchaus im Kontext von "All is lost" finden. Vor Gericht und auf hoher See…das Sprichwort kommt nicht von ungefähr.

Zur filmischen Umsetzung:
Ich bin nun alles andere als Fachmann auf dem Gebiet des Wassersports, aber mir erschien das Vorgehen des "Seglers" sehr stringent richtig, logisch, rational und quasi wie aus dem Lehrbuch. Es wurden ja von fachmännischer Seite in anderen Rezis gewisse Unstimmigkeiten angemerkt, die sehr interessant und sicherlich korrekt sind. Aber für den Laien würde ich sagen, dass "der Segler" in seiner Situation alles richtig gemacht hat und man selbst es ganz ähnlich tun würde. Meine Partnerin fragte mich während des Films, warum denn "der Segler" nie eine Schwimmweste tragen würde, das würde man doch zuerst tun. Glaube ich aber nicht, denn auf offener See mit Weste ins eiskalte Wasser und dann langsam erfrieren, dehydrieren oder gefressen werden - da ertrinke ich lieber gleich. Aber das sagt sich leicht vom trockenen Sofa aus.
Wirklich sehr eindrucksvoll und schön ist die Bildsprache des Films, es gibt wundervolle Kameraeinstellungen, die das Meer in seiner majestätischen Schönheit ebenso einfangen, wie in seiner todbringenden Gnadenlosigkeit. Die Filmmusik ist zwar da aber kaum merklich, sie drängt sich nie in den Vordergrund und dramatisiert auch nie künstlich das, was man sowieso als dramatisch erkennt. Der Ton ist ok, eine Effektorgie darf man aber nicht erwarten, eher dümpelt er ruhig vor sich hin wie das Rettungsfloß des "Seglers".

Fazit:
Ein sehr schöner Film, ruhig aber nicht langweilig, eine interessante Fall- und Charakterstudie eines denkenden Menschen in bedrohlicher Not und beileibe kein Film nur für Wassersportfreunde. Eher eine Parabel über das, was das Leben bestimmt - Verstand oder Schicksal, Planung oder Hoffnung, Technik oder Bestimmung. Ganz sicher ein Film zum Nachdenken, der dazu anregt, sich eine eigene Interpretation zu bilden.


In Time - Deine Zeit läuft ab [Blu-ray]
In Time - Deine Zeit läuft ab [Blu-ray]
DVD ~ Vincent Kartheiser
Preis: EUR 8,79

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Lost in time, 8. Dezember 2014
Um bei den zahlreichen auf Zeit basierenden Wortspielereien zu bleiben, die der Film zitiert: Lost in time wäre auch ein ganz passendes. Weil hier doch mit fortschreitender Spielzeit einiges verloren geht, das den Unterschied ausmacht zwischen mittelmäßig und sehr gut. Zum einen sind das die bereits zur Genüge von Vorrezensenten aufgeführten Logiklöcher. Eines der lächerlichsten sind vermutlich die banal wirkungslosen Grenzbefestigungen zwischen den Hoffnungslosen und den Superreichen. Zwischen den paar Betonsockeln mit reichlich Abstand voneinander könnte eine Elefantenherde ungehindert durchposaunen. Und zur Not fährt man, wie gesehen, eben mitten durchs Wärterhäuschen mit den Pappwänden. Nichts, was eine Meute hoch Verzweifelter abhalten könnte, mal bei den Reichen nach besseren Zeiten zu suchen.

Neben diesem an vielen Stellen des Films anzutreffenden Logikunfug gibt es aber noch etwas zu bemängeln. Und das sind die Ausstattung und das Set-Design. Der Look des Films und die seltsame Ausgestaltung der gezeigten Welt erinnerten mich stark an den Film "Equilibrium". Hier tun sich blaupauseähnliche Parallelen auf - leider, denn schon Equlibrium verlor dadurch viel an Wirkung und In Time tut es ihm nach. Was ich meine ist, dass beide Filme ihre eigentlich gute Story optisch einbetten in eine Welt, die den Zuseher einfach eiskalt lässt und nicht in den Film zieht. Warum? Weil diese Welten komplett steril wirken, in einem unnatürlichen Einheitsgrau daherkommen, von Albert-Speer-artigen Monumentalbauwerken beherrscht werden, zwischen denen futuristisch surrende Retro-Autos im 60er-Look herumfahren und offensichtliche Komparsen auf Stichwort "Action" unmotiviert wirr herumlaufen. Alles sieht nach winzigem Budget, billiger Kulisse und Pappmaché aus. Eine billig abkopierte und unsympathische Mischung aus Metropolis, Reichsparteitag und Blade Runner. Nur eben für Arme und die unnötigen Assoziationen an böse deutsche Zeiten ärgern mich besonders wegen dem "Gschmäckle", den das einfach hat.

Zum wenigen Guten, das In Time aufweist, gehört für mich der Darsteller des Time Keepers. Ein toller Schauspieler mit äußerst unverwechselbarem Äußeren, besonders die unergründlichen tiefblauen Augen bleiben im Gedächtnis. Hier empfiehlt sich jemand für höhere Weihen denn einem in allen Belangen zweitklassig wirkenden B-Movie, das seine gute Grundidee durch eine lieblose Umsetzung verpulvert. Zeit kann man sinnvoller verbringen, als sie diesem Film zu schenken.


Ruhet in Frieden - A Walk Among the Tombstones [Blu-ray]
Ruhet in Frieden - A Walk Among the Tombstones [Blu-ray]
DVD ~ Liam Neeson
Preis: EUR 8,60

11 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen RIP ihr schönen Möglichkeiten, 6. Dezember 2014
Liam Neeson halte ich wohl nicht als Einziger für einen mehr als fähigen Schauspieler mit unverwechselbarem Typus. Eine solide Wahl wenn ein gebrochener Held besetzt werden soll - tough, fit und versiert im Kämpfen, aber auch vom Leben gebrochen und von daher psychologisch vielschichtig. Leider scheinen aber viele Regisseure und Rollen-Caster genauso zu denken und deshalb spielt Liam Neeson - für mein Gusto - zu viele zu ähnlich angelegte Rollen. Sei es 96 Hours, Unknown Identity, Non Stop oder jetzt eben Ruhet in Frieden. Da kommt man leicht in die Gefahr, in gewisse Schubladen fixiert zu werden, aus denen man nur schwer wieder herauskommt. Ein vergleichbares Beispiel ist Harrison Ford, der in den 80er/90er Jahren abonniert war auf den ganz ähnlichen Part des gerechtigkeitstreuen Durchschnitts-Amerikaners, der durch Gewalt von Außen den Helden in sich offenlegt. Neeson würde ich anraten wollen, auch mal wieder einen völlig anders gearteten Typ zu spielen, um sich seine Vielseitigkeit zu erhalten. Mal ein sympathisches Weichei, ein charmanter Verlierer, einer der selbst einen Helden braucht. Das aber nur als ganz persönliche Einleitung zur eigentlichen Rezi, basierend auf dem Kinoerlebnis von Ruhet in Frieden.

Entdecke die Möglichkeiten - diesem gängigen schwedischen Multiplexsprichwort zum selber Aufbauen hat das Drehbuch leider keine Beachtung geschenkt und lässt daher manch dramaturgische Chance ungenutzt liegen. Erstes Manko ist der Umstand, dass man Täter, Motive - und das was an Handlung noch vor einem liegt - allzu früh kennt und vorgezeichnet bekommt. Es mangelt der Geschichte komplett an Twists, am Unerwarteten, am Überraschenden - an Zeichen um das Wissen, wie man Spannung erzeugt. Einen Hitchcock sollte man ergo nicht erwarten, eher eine etwas altbacken erzählte Detektivstory klassischer Prägung aus der Zeit, bevor mit "The Sixt Sense" der Twist im Filme machen neu erfunden wurde. Auch sind die beiden bad guys des Films einfach nur "da" (und später dann ruckzuck weg) - dabei hätte die etwas in die Tiefe gehende psychologische Ausleuchtung der beiden sadistischen Monster jede Menge interessanten Stoff für gute Dialoge und gute Action hergegeben.

Unbestreitbar ist, dass Ruhet in Frieden seinen Job gut macht, eine düstere Atmosphäre aufzubauen und unmenschliche Brutalitäten eher suggestiv anzudeuten, statt explizit zu zeigen. Das Kopfkino erledigt den Rest, da braucht es keine Splatterbilder, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Auf der soliden Basis dieser düster-bedrohlichen Atmosphäre hätte man aber eine bis zuletzt undurchsichtige Handlung bauen sollen, bei der die Spannungsschraube immer mehr zugezogen wird und bei der sich die Schleier des Geheimnisses erst ganz zuletzt heben, in ein furioses Finale münden. Genau das fehlt hier. Es gibt nichts Undurchsichtiges, es gibt keine Spannungsschraube, keine Geheimnisse und was man als Finale vermutet (Friedhof) ist nur ein recht halbgar inszeniertes Prequel für ein Ende, auf welches das Adjektiv uninspiriert vielleicht am besten passt. Die Gelegenheit für einen wirklich ausgefeilten Showdown zwischen dem von früherer Schuld geläuterten Guten und den abgrundtief Bösen ohne Schuldgefühle hat man jedenfalls sträflich ungenutzt passieren lassen.

Was bleibt ist der Eindruck, einen ohne Not mittelmäßig ausgefallenen Detektivfilm gesehen zu haben, aus dem man einen richtig guten Thriller hätte machen können. Dass er es nicht wurde, liegt weder an Liam Neeson noch an der zugrunde liegenden Story. Es liegt an einem belanglosen Drehbuch ohne Pfiff, an der weitgehend fehlenden psychologischen Darstellung wichtiger Personen, an fehlendem Fingerspitzengefühl für Dramaturgie und an der völligen Abwesenheit von etwas wie Genius. Stangenware ist geworden was ein Einzelstück hätte werden können, für einen Liam Neeson unter seinen Möglichkeiten. Die wurden hier zu Grabe getragen, wo sie in Frieden ruhen.


An Acoustic Evening with Foreigner (Live at Swr1)
An Acoustic Evening with Foreigner (Live at Swr1)
Preis: EUR 6,69

5.0 von 5 Sternen Live & akustisch einfach der Hammer!, 23. Oktober 2014
Ich hatte das Glück, eines der Foreigner Konzerte ihrer Akustik-Tour 2014 erleben zu dürfen. Ein wirklich einmaliges Erlebnis für einen Rock-Fan wie mich. Die altbekannten Titel aus den 80ern klingen akustisch noch besser als mit all dem ausschmückenden Pipapo drumherum. Entkernt aufs Wesentliche, dargeboten nur mit Gitarre, Mandoline, Saxophon und ein paar Percussion-Instrumenten, klingen die Klassiker wie "Jule Box Hero", "Cold as Ice" etc. viel hautnaher, direkter, knackiger - ehrliche, handgemachte Rockmusik vom Feinsten und ein Genuss zum Zuhören. Bei der Zugabe "I want to know what love is" kam dann noch ein aus dem Veranstaltungsort stammender (!) gemischter Chor auf die Bühne und der ganze Saal sang begeistert mit. Begeistert ist das richtige Wort, denn Foreigner live und akustisch strahlt einen Geist aus, der einen tief drin erreicht und mitreißt. Die CD greift die Stimmung des Akustikkonzerts gut auf - allein die unglaublich druckvolle Dynamik, den das Spiel der Band hatte, die glockenklaren Gitarrenklänge mit tollen Pickings und der tolle, total prägnante Gesang des Leadsängers kommen auf dem Album leider nicht annähernd so eindrucksvoll rüber, wie "dabei gewesen". Der Sound wirkt doch eher flach. Aber sehr gut ist die CD allemal immer noch, die Titelauswahl ist praktisch identisch mit dem abendlichen Gesamtprogramm und für alle Fans richtig guter Rockmusik ein unbedingter Kauftipp.


Katakomben [Blu-ray]
Katakomben [Blu-ray]
DVD ~ Ben Feldman
Wird angeboten von brandsseller
Preis: EUR 8,39

13 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein Film zum K...tzen - buchstäblich!, 29. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Katakomben [Blu-ray] (Blu-ray)
Sorry für die etwas vulgäre Überschrift, aber sie trifft eben das Wichtigste im Kern, das man über diesen Film schreiben kann. Denn Katakomben bescherte zwei Freunden, meiner Partnerin, mir und rund zwanzig weiteren Kinobesuchern eine Filmpremiere, auf die wir gerne verzichtet hätten. Allesamt wurde uns sterbend elend, hatten wir kalten Schweiß am ganzen Körper, wir waren kurz vor dem Erbrechen und mussten nach knapp der Hälfte des Films den Saal verlassen und raus an die frische Luft. Und das nicht etwa, weil Katakomben ein so gruseliger oder schlechter Film wäre. Bis zur Hälfte war er ganz okay, über den Rest können wir und viele andere keine Aussage machen.

Nein, was den Film buchstäblich zum K..tzen macht ist seine unsägliche Wackelkamera von der ersten Sekunde an. Es wackelt, ruckelt und zuckelt ununterbrochen dermaßen, dass offenbar der eigene Gleichgewichts- und Orientierungssinn überstrapaziert wird, was zu einer Art Seekrankheit führt (oder hier besser Seh-Krankheit). Was die Macher dazu bewogen hat, einen Streifen zu drehen, bei dem es dem Zuschauer übel wird und bei dem die Leute aus dem Kino flüchten, bleibt wohl deren Geheimnis. Schade um den ganz passablen und spannenden Filminhalt, den wir gerne bis zum Ende verfolgt hätten. So aber mussten wir uns diesen von einer freundlichen Angestellten des Kinos nacherzählen lassen, die sich für den Film entschuldigte, bei dem schon bekannt ist, dass viele ihn nicht ertragen und das Kino verlassen. Mein Tipp: Das kann sich kein Kino leisten und daher verschwindet Katakomben alsbald in den solchen. Und das ist gut so. Denn so etwas braucht kein Mensch, wird auch später auf BluRay nicht besser und markiert hoffentlich das Ende des eh schon ausgelutschten Trends zu Found Footage Movies mit amateurhaften Wackelbildern, bei denen man am liebsten die Leinwand mit beiden Händen festhalten würde, damit endlich Ruhe herrscht und man den Film schauen kann.
Kommentar Kommentare (8) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 9, 2015 2:24 PM CET


VOX Mini 3 G2 Black
VOX Mini 3 G2 Black
Wird angeboten von HeBa - Sound & Music
Preis: EUR 117,00

4.0 von 5 Sternen Perfekt für Summer-Jam oder Romantik-Stunden an Baggersee & Co., 17. September 2014
Rezension bezieht sich auf: VOX Mini 3 G2 Black (Elektronik)
Der kleine VOX hat einen riesigen Vorteil: Er lässt sich mit sechs herkömmlichen AA Mignonbatterien versorgen und spielt damit groß auf, wo weitaus bessere Amps passen müssen. Und das heißt vor allem Outdoor, fern jeder Steckdose. Und eben deshalb war die kleine Wunderkiste auch ein nie bereuter Spontankauf für z.B. das Üben am Rheinstrand an schönen Sommertagen, für die romantische Untermalung von Picknickstunden mit der Liebsten etc. - die Möglichkeiten sind ohne Zahl. Man kann auch mal nur spontan mit Gitarre und Amp im Kofferraum rumfahren und anhalten, spielen, wo man gerade Lust dazu verspürt.

Natürlich gibt es neben des Batteriefachs auch einen ganz normalen Anschluss für die Steckdose, sodass auch bei stundenlangen Sessions der VOX nicht verstummt. Die Batterien halten nach meiner bisherigen Erfahrung aber wirklich ausreichend lange und das heißt mehrere Stunden Dauerspiel.

Klangmäßig kann man hier natürlich keine Rekorde erwarten, die Abstriche sind im Vergleich zu großen Brüdern doch deutlich hörbar und zeugen von einer kleinen Box; aber hallo - dafür kostet der Winzling auch sehr wenig. In Sachen Preis/Leistung also ein echter Kauftipp. Recht maxi zeigt sich der Mini wieder auf der Ausstattungsseite. Über einen Regler z.B. lassen sich diverse Verstärkersounds simulieren, wie BTQ clean, Black 2x12, Tweed 4x10, AC15, AC30TB, UK 70s, UK 80s, UK 90s, Cali Metal, US High Gain. Es gibt einen Regler für Verzerrung, für Tone und natürlich für Volume. Effektsimulationen wie Tremolo, Chorus, Flanger und Kompressor schaltet ein weiterer Drehschalter dazu. Ein weiterer regelt diverse Delay-Einstellungen, wie Spring, Room, Tape-Echo, Analog-Delay. Weiter gibt es Regler für ein optional anschließbares Mikrofon, es gibt einen eingebauten Tuner, eine 3,5 mm Kopfhörerbuchse und - fürs Playalong - einen gleichermaßen dimensionierten AUX-Anschluss für externe Signalquellen wie iPhone & Co. Mehr Extras hat kein japanischer Kleinwagen. Nur klingt der bescheidener. Summa Summarum eine echte Wunderkiste für wenig Geld, die gerade dort groß aufspielt, wo andere mangels Steckdosenstrom schon lange schweigen.


Troy Stetina Barre Chords
Troy Stetina Barre Chords
von Troy Stetina
  Taschenbuch
Preis: EUR 5,95

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Inhaltliche Stärke krankt an schlampiger Umsetzung, 7. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Troy Stetina Barre Chords (Taschenbuch)
Dass es das Büchlein gibt ist aller Ehren wert und verdient sich dafür zusammen mit dem günstigen Preis schonmal zwei Sterne. Allerdings sehe ich - als deutscher Leser - zwei gravierende Minuspunkte und gebe daher auch zwei Sterne Abzug. Zum einen ist das Format des Breviers sehr unglücklich gewählt. Das extreme Hochformat in Verbindung mit relativ wenigen Seiten sorgt vielleicht dafür dass man das Heft gut in die Hosentasche stecken kann. Aber wer macht das schon? Braucht es das? Erkauft wird der sinnlose Vorteil durch ein aufgrund Hochformat in die Enge gequetschtes Layout und gestauchte, kurzzeilige Texte - so wird alles viel schwerer lesbar, Grafiken sind kleiner als sie sein könnten. Zudem wurde keine Spiralbindung verwendet, die ein Umklappen der Seiten erlaubt, sondern eine simple Klammerheftung, welche ein Umschlagen auch aufgrund des starren Covers unmöglich macht. Daher kann man kann das Heft beim Üben der Barreakkorde nicht aufgeschlagen vor sich hin legen, bräuchte neben zweier Hände zum Spielen noch eine dritte um das Heft aufgeschlagen zu halten. Für ein Werk, das doch dem Üben mit und am Instrument dienen soll, ein no go! Da hat garantiert keiner produziert der selber Musiker ist.

Zum zweiten Nachteil: Man sollte schon recht fit in Englisch sein und hier besonders auch firm im Wissen um anglizistische Gitarren-Fachtermini um sich einigermaßen leicht durch die Texte zu finden. Ich selbst tue mich leider sehr schwer damit und daher habe ich das Büchlein bis dato viel zu selten in die Hand genommen um etwas Nutzen daraus zu ziehen. So bleibt es zumindest für mich leider viel zu nutzlos obwohl zweifellos viel Wissenswertes darin steckt.

Derselbe Inhalt, aber ins Deutsche übersetzt und in ein Layout, ein Buchformat gegossen, das dem Inhalt Luft zum Atmen lässt, das sich zudem auch mal aufgeklappt auf Tisch oder Notenständer legen lässt. Dann würde es 5 Sterne geben. Man soll ja vielleicht angesichts des niedrigen Preises nicht meckern, aber ich tue es trotzdem. Denn wenn ein eigentlich nützliches Werk durch grobe handwerkliche Schwächen (des Verlages oder der Druckerei) so viel an Nutzen und Potenzial verschenkt, dann sind sogar die paar Euro noch zu viel.


Man on the Rocks
Man on the Rocks
Preis: EUR 7,99

13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Brief an Mike, 24. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Man on the Rocks (Audio CD)
Lieber Mike, vor dem Schreiben dieser Rezi habe ich mir erstmal Zeit genommen und dein Album sacken lassen, mehrfach in Ruhe angehört. Als dein eingefleischter Fan hätte ich für dich zu gern eine jubelsturmartige Sofort-Rezi geschrieben - schon allein weil das Album endlich mal wieder ein musikalisches Lebenszeichen meines All-Time-Hero ist. Und weil es mal wieder Songs und kurze Stücke statt monumental-orchestraler Werke in epischer Breite sind. Aber was ich da hörte gab einfach keine jubelsturmartige Sofort-Rezi her, bedurfte des damit Auseinandersetzens weil es irgendwie nicht ganz so das war wofür ich dich so schätze, weshalb ich u.a. wegen dir den Weg zur E-Gitarre gefunden habe. Und leider blieb dieser Eindruck auch nach jetzt einigen Wochen bestehen. Sorry lieber Mike, aber teilweise ist dein neues Album kompositorisch allerbestens mauer Durchschnitt, am besten merkbar bei "Following the Angels". Dein Text einfallslos, deine Soli uninspiriert, die von dir geschaffene Melodie simpel - deinem wahren Können unangemessen.
Und so präsentiert sich auch über zu weite Strecken dein Album: maue Kompositionen ohne Pep im Arrangement, ohne Dynamik im Spiel, ohne das besondere Etwas. Das Mike, hätte fast sogar ich hingekriegt und das ist fürchte ich wohl das Schlimmste was ich darüber sagen kann. Es wird deinem Genius nicht gerecht. Der blüht leider nur in den beiden wirklich guten Nummern "Sailing" und "Man on the Rocks" auf. Das erstere ist ein toller Gute-Laune-Fußwipper und wird mein Sommerhit. Dein Titelsong mit tollem Thema, das leise beginnt und sich endlich mal dynamisch zum lauten Rocksong steigert. Auch wenn ich persönlich es gern zum Ende hin noch etwas rockiger gehabt hätte - warum bist du bei so einem Anlass nichtmal ein joint venture mit z.B. Metallica eingegangen - das hätte mal Pfiff gehabt auf deine alten Tage!
Überhaupt hast du dich auf deinem (!) Album leider sehr zurückgenommen, sodass das Ganze eher wie das Album deines Sängers rüberkommt. Nur in ein paar kurzen Soli hört man dich wirklich heraus. Dabei hören wir dir doch so gerne ein ganzes Album lang zu; mach das doch bitte beim nächsten Mal anders!

So kann ich dir dieses Mal leider nur drei Sterne am Himmel über deiner felsigen Insel scheinen lassen. Und das ist zu dunkel für einen Oldfield. Ein wenig durchscheinen dein Album, deine Kompositionen, hier und dort eine Art von Altersmüdigkeit, als wenn der Geist des Meisters langsam erlahmt, die schöpferischen Kräfte schwinden. Bitte belehre mich doch eines Besseren, belege beim nächsten Album dass auf deiner Felseninsel immer noch hell ein Leuchtfeuer brennt, das so viele musikalisch anzieht und leitet! Mache Songs auf "Man on the Rocks" zünden ja auch, schlagen Funken - lass wieder eine Flamme daraus werden, die ein ganzes Album erleuchtet!
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 31, 2014 5:36 PM MEST


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