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Sub_Rosa

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Shutter - Sie sind unter uns
Shutter - Sie sind unter uns
DVD ~ Ananda Everingham
Wird angeboten von High Voltage Multimedia
Preis: EUR 29,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wenn alte Liebe schwer auf einem lastet..., 15. November 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Shutter - Sie sind unter uns (DVD)
Endlich einmal wieder ein Asia-Grusler der nicht einfach Zutaten früherer Filme in den Wok wirft und daraus ein eher fades Süppchen wieder und wieder aufwärmt. Shutter schafft es tatsächlich - und zwar richtig gut - dem Genre einige neue und überraschende Aspekte hinzuzufügen. So ist die Geschichte nicht schon früh von A bis Z vorhersehbar sondern überrascht durch manche Wendung - und der Schluss ist mal richtig gut gelungen. Fast schon genial finde ich Kameraeinstellung und Schnitt der letzten ein, zwei Filmsekunden - das hat fast schon das Format des legendären "Knochenwurf-Schnitts" aus Stanley Kubrick's 2001 und lohnt allein schon das Anschauen. Gut auch die interessante Grund-Idee mit den Geistern auf Fotos - laut DVD-Extras wurden für den Film überwiegend "echte" Geisteraufnahmen aus Privatbesitz verwendet. Sehr originell bei den Extras der DVD sind zudem die outtakes mit witzigen Szenen vom Dreh; wenn z.B. das Gespenst zu Mittag isst, der Geist eine spontane Breakdance-Einlage gibt oder am Set mit den Mitwirkenden herumalbert.

Auf jeden Fall baut Shutter den Grusel sehr gekonnt und recht subtil auf, verzichtet gänzlich auf ins Bild springende Katzen, plötzliche laute Toneffekte und anderes billiges Brimborium. Dafür hat er eine geschickt konstruierte Story mit klasse Ende, gute Darsteller und er beweist zum Schluss dass mancher eine alte Liebe wie ein schlechtes Gewissen mit sich herumträgt. Mit The Ring und The Grudge zählt Shutter für mich zu den Top Drei der Asia-Horror-Filme.


Under Suspicion - Mörderisches Spiel/Das Verhör [Limited Edition] [2 DVDs]
Under Suspicion - Mörderisches Spiel/Das Verhör [Limited Edition] [2 DVDs]
DVD ~ Monica Bellucci

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Klassiker top, Remake Flop, 1. Oktober 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die vorliegende Box beinhaltet zweimal den Stoff von "Das Verhör": einmal das Original des französischen Kammerspiel-Klassikers sowie das moderne Remake "Under suspicion". Beide Filme können auf eine hochkarätige Besetzung verweisen sodass rein nach der Namensliste der Akteure vorab Gleichstand vermutet werden könnte. Eine schöne Idee, ermöglicht sie doch den unmittelbaren Vergleich des alten Meisters und des jungen Herausforderers.

Um es kurz zu machen: der Vergleich endet mit einem klassischen KO für das Remake und beweist einmal mehr, dass neu nicht immer besser heißt. Nicht dass das Remake ein schlechter Film wäre, keineswegs. Wäre da das Original nicht wäre es gar ein glänzender und origineller Film. Aber es gibt nun einmal den Erstlingsfilm und so wird schnell deutlich: Beide Filme basieren zwar auf der selben literarischen Vorlage doch unzweifelhaft ist das Remake "Under Suspicion" nichts weiter als eine uninspirierte Blaupause des Originals, in den unwesentlichen Schauwerten Optik und Ausstattung lediglich transformiert ins 21. Jahrhundert. Dialoge, Gesten - alles eine 1:1 Kopie ohne eigene Herangehensweise oder Interpretation. Lediglich die Idee, die Akteure während des Verhörs Teil der Rückblenden werden zu lassen ist einigermaßen originell. Das allein rechtfertigt meiner Meinung nach aber kein Remake und lässt dieses reichlich überflüssig scheinen.

Wer also das Original kennt (und schätzt) kann sich die Neuauflage getrost schenken, denn sie fügt dem Thema nichts Nennenswertes hinzu und beschränkt sich darauf, die bekannte Geschichte durch eine zeitgemäß hochglanzpolierte Optik für eine neue Kinogänger-Generation attraktiv zu machen. Zudem spielt Romy Schneider einfach in einer völlig anderen Liga als ihre moderne Nachfolgerin Monica Belluci, die ich eher für ein austauschbares hübsches Gesicht denn für eine Charakterschauspielerin halte. Und auch das kalte verregnete Frankreich finde ich für die Geschichte einen passenderen Rahmen denn das verschwitzt-schwüle Puerto Rico - der Schauplatz wirkt irgendwie wie an den Haaren herbeigezogen. Last not least kreide ich dem blassen Remake den Mangel an Mut und ein Übermaß an politisch korrekter Prüderie an - das bezieht sich auf "toughe Dinge", von denen im Film andauernd gesprochen wird, die man sich aber nicht explizit zu zeigen traut. Es müssen ja nicht schockierende Gewaltdarstellungen nach Art eines Hannibal Lecters sein. Aber z.B. vorgeblich brutal Ermordete im Film wie zutiefst friedlich Schlafende darzustellen stellt meines Erachtens einen zweifelhaften Widerspruch zwischen Gesagtem (Behauptung, Anklage) und Gezeigtem (Wahrheit) her, verharmlost so die Gewalttaten im Nachhinein bedenklich und zeugt vom Bestreben, durch das Einhalten braver Normen das Rating des Films (vor allem in den USA) nach unten zu drücken. Eine nachvollziehbare Taktik, aber keine gute!

Fazit: 5 Sterne für das Original und einen sechsten Ehrenstern für dessen grandiose Besetzung. Kein Stern für ein überflüssiges Remake ohne Seele. Im Mittel also drei Sterne für die Box und ein Lob für deren Idee, alt und neu zusammen zu vereinen.


Der Kontrakt des Zeichners - Arthaus Collection
Der Kontrakt des Zeichners - Arthaus Collection
DVD ~ Anthony Higgins
Wird angeboten von Filmnoir
Preis: EUR 6,76

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Chasing sheep is best left to shepherds..., 24. September 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Es gibt Filme, die schaut man sich an um mal im Kopf abzuschalten. Und es gibt solche, bei denen sollte man die grauen Zellen unbedingt einschalten, um erst Vergnügen am Dargebotenen zu finden. Der "Kontrakt" zählt eindeutig zu letzterer Gattung. Er ist ein intellektuelles wie künstlerisches Meisterwerk - und das nicht allein ob seiner zentralen Beschäftigung mit der bildenden Kunst sowie der zweifelhaften Kunst des raffinierten Intrigenspiels.

Auf die Handlung sind bereits frühere Rezensenten ausführlich und sehr gut eingegangen, daher sei sie an dieser Stelle weitgehend ausgelassen. Sie ist ein pikantes Sittengemälde des Englands im 17. Jahrhundert ebenso wie Kriminal- und Lehrstück zum Thema betrogener Betrüger. Bemerkenswert und ein Highlight für jeden cineastisch ambitionierten Filmfreund ist Regisseur Peter Greenaways fantastisch umgesetzte Darstellung der über alle Maßen manirierten Welt des Englands um 1694 - eines Mikrokosmos von überbetonten Äußerlichkeiten, affektierten Geziertheiten, aufwändig geschönten Fassaden und noch aufwändiger gesponnenen Ränkespielen. Bestes Beispiel dafür sind die mehrdeutigen Dialoge von nicht zu überbietender Künstlichkeit - eine heute grotesk fremdartig klingende "Kunstsprache". Aber auch die exorbitant übertriebenen Kostüme (mehr Kostümierungen) und die von Menschen künstlich geschaffene unecht strenge Geometrie der Natur (Garten) unterstreichen hervorragend den Eindruck von der damaligen extremen Fokussierung auf das Äußere oder das, was das Auge sieht. Das Auge, das sind in diesem Fall Maler und Zeichner wie Neville - zu ihrer Zeit, als die Fotografie noch im Verborgenen schlummerte, die Abbildner und Verbreiter von Informationen oder Realitäten, auch wenn diese wohl meist auf Wunsch der zahlenden Kundschaft geschönt waren. Auch beim "Kontrakt" werden die Arbeit des zeichnenden "Reporters" und somit das Bild der Wirklichkeit von Dritten bewusst manipuliert bzw. beeinflusst um eigene Realitäten zu schaffen, die den eigentlich neutral außenstehenden Zeichner zum unwissentlichen Bestandteil eines ruchlosen Plans machen. Man bedient sich schamlos seiner Arbeit und Person - doch ist er nur zu willig, selbst das Seinige zu seinem Schicksal beizutragen, das dem zum Sündenbock gemachten letztlich einen hohen Preis für das Verlassen seiner neutralen Beobachterrolle abverlangt.

Was sich beim "Kontrakt" neben der inhaltlichen Klasse noch in die Erinnerung eingräbt sind die hervorragende Kameraarbeit Curtis Clarks voll buchstäblich bildschöner Einstellungen und die fantastische barocke Musik Michael Nymans. Wer mehr davon hören möchte, dem seien auch seine ebenso außergewöhnlichen Arbeiten für die Filme "Das Piano" und "Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber" empfohlen.

Fazit: Der "Kontrakt" ist ein wundervolles, intelligentes Filmkunstwerk, das nicht schwierig zu konsumieren ist. Denn es lässt sich gar nicht konsumieren, man muss sich darauf einlassen und ihm Aufmerksamkeit schenken. Ein brillanter Film, voller Anspruch, voller Überraschungen, sehr intellektuell und doch weit entfernt davon, nicht auch unterhaltsam zu sein. Der eher seltene Fall dass ein Ausstattungsfilm auch mit einem glänzenden Inhalt aufwarten kann und so nicht nur dem Auge gefällt sondern auch dem, das dahinter sitzt.


Kein Titel verfügbar

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gewalt ohne Lendenschurz, 10. September 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Über den Film John Rambo kann man nicht schreiben ohne auf die in der Tat exzessive Darstellung brutaler Gewaltakte einzugehen. Diese wird dem ein oder anderen sicherlich zu weit gehen oder wird gar als zu brutal angesehen. Ist sie auf den ersten Blick auch. Man sollte aber beachten dass der Film Krieg (welchen ist egal) genau so darstellt wie er sich den Betroffenen offenbart: als grausame, Menschen verachtende Bestie, als Aneinanderreihung abscheulichster Gewaltakte ohne den beschönigenden Schleier von falschem Pathos oder übersteigertem Patriotismus. John Rambo zeigt Bilder die so wahrscheinlich in jedem Krieg geschehen, von jedem Nachrichtensender aber im Bericht herausgeschnitten würden (weshalb eigentlich?). So gesehen ist John Rambo nichts anderes als neutral realitätsnah schildernd, beschränkt sich nicht selbst auf harmlose Szenen aus der Etappe und trägt vielleicht sogar dazu bei dass Einzelne, die Krieg vielleicht für eine Art Große-Jungs-Abenteuer halten bei dem nur die Richtigen sterben, ihre Haltung neu einordnen. Und obschon ich an einigen Szenen des Films ein wenig zu knabbern hatte (gerade als Vater) so finde ich doch John Rambo gerade wegen seiner ungeschönten Darstellung einer hässlichen Wahrheit sehr lobenswert.

Dass das alles manchmal - es handelt sich schließlich um Actionkino - etwas reisserisch dargeboten wird entschuldige ich da gerne. Die Story könnte mehr Tiefe vertragen, sie ist aber deutlich besser als bei den aus meiner Sicht grottenschlechten Army-Propagandafilmen Rambo II und Rambo III. John Rambo versucht sich mit seinem ernsteren, "erwachseneren" Grundton erkennbar an den brillanten "Ur-Rambo" First Blood anzulehnen, wo die Gewalt noch nicht Selbstzweck sondern Teil einer guten Handlung war. Ob es gelang muss jeder für sich entscheiden aber allein der Versuch tut dem Film außerordentlich gut und macht ihn besser als die beiden Vorgänger.


Fiskars 122200/1212460 Super-Spaltaxt, Länge: 72cm
Fiskars 122200/1212460 Super-Spaltaxt, Länge: 72cm

17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Diese Axt macht keine Gefangenen, 9. September 2008
Leider besitze ich die Fiskars erst seit wenigen Tagen. Leider, denn das Holz spalten macht mit diesem Klasse-Werkzeug so viel Spaß, dass ich mit ihr schon früher ein neues Hobby entdeckt hätte. Nach einem ersten zweistündigen Einweihen mit einem Stapel Kaminholz (Fichte, Buche, Esche, Streuobstbaum) war ich fast schon enttäuscht dass der Spaß so schnell vorbei und der große Stapel kleingehackt war. Die Axt erledigt ihren Job großartig, spaltet Stämme mühelos und sauber. Ein kurzes "Annicken" des oberen Stammendes genügt bereits und schon fällt der ganze Scheit gespalten auseinander. Somit wird das Arbeiten zeitsparend und komfortabel, entwickelt sogar schnell einen nicht erwarteten Spaßfaktor. Sehr zufrieden bin ich mit der soliden Verarbeitung des wohl unkaputtbaren Stiels und natürlich mit der sehr scharfen Klinge mit integriertem Spaltkeil. Gekauft habe ich die Fiskars zum Holz machen für einen kleinen Terassenofen. Weil das Holz machen aber echt Spaß macht überlege ich schon ernsthaft die Anschaffung eines größeren Kachelofens für Drinnen - nicht zuletzt weil die Fiskars dann noch öfter im Einsatz wäre! Auf alle Fälle ein tolles Werkzeug, jeden Cent wert und wahrscheinlich eine Anschaffung fürs Leben.


Bosch PBH 3000 FRE HomeSeries Bohrhammer + Bohrer-Set + Adapterbohrfutter + Koffer (750 W, 2,8 J, max. Bohr-Ø Beton 26 mm)
Bosch PBH 3000 FRE HomeSeries Bohrhammer + Bohrer-Set + Adapterbohrfutter + Koffer (750 W, 2,8 J, max. Bohr-Ø Beton 26 mm)
Preis: EUR 171,98

52 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gutes Gerät mit ordentlich Dampf für die Preisklasse., 31. August 2008
Für ein Bauprojekt mit großem Aufgabenposten "Abbruch" und einigen Bohrarbeiten habe ich mir den Bosch Bohrhammer PBH 3000-2 FRE zugelegt. Und gleich nach dem Auspacken wartete mit dem Abbruch einer außerordentlich soliden Betonmauer gleich der erste Härtetest auf die Bosch, bei der sie auch noch in Konkurrenz zu einem 25kg schweren Profi-Abbruchhammer-Monster im roten Koffer antreten musste. Das Duo stellte sich als ideales Dream-Team für die Aufgabe heraus. Der mehrere tausend Euro teure Profi-Hammer mit deutlich größerem Bohrmeißel spitzte naturgemäß die größeren Betonbrocken weg und ist für den täglichen Abbruch-Dauereinsatz durch die hochwertige Verarbeitung sicher die bessere Wahl. Meine vergleichsweise kleine Bosch kam mit dem extrem wiederstandsfähigen Beton aber genau so gut zurecht, spitzte nur eben kleinere Stücke weg und war genau richtig für feinere Arbeiten oder um den festgefressenen Monster-Bohrhammer souverän zu "befreien". Fazit: Die schwere Maueraufgabe hätte die erfreulich kraftvolle Bosch ebenso bewältigt, nur hätte es - bedingt durch Maschinengröße und -gewicht - deutlich länger gedauert. Für Gelegenheits-Abbrucharbeiter wie mich aber leicht zu verschmerzen. Zudem habe ich zum kraftvollen "Zerstörer" auch noch eine vielseitige Bohrmaschine mit ordentlich Dampf. Sehr gefreut habe ich mich darüber dass Bosch dem Set-Koffer auch noch ein zweites Bohrfutter spendiert hat - so habe ich neben der Option des (super praktischen) SDS-Bohrfutters auch noch ein "herkömmliches" Schnellspann-Bohrfutter parat, das es mir ermöglicht auch alte Nicht-SDS-Bohrer zu verwenden oder Werkzeug von Herstellern ohne SDS-Anbindung. Wechseln lassen sich die beiden Bohrfutter in Sekundenschnelle - einfach das eine abziehen und das andere aufstecken, fertig!

Über einen seitlichen Drehschalter lassen sich beim Bosch Bohrhammer diverse Funktionsoptionen wählen: Bohren ohne Schlag, Bohren mit Schlag, Vorwahl der frei wählbaren Meißelposition, Meißeln (ohne Drehung). Die Drehzahl wird reguliert über ein Verstellrad am "Fingerabzug", der mitgelieferte Zusatzhandgriff ist natürlich auch frei verschwenkbar, zum Set-Zubehör zählen ein Tiefenanschlag ebenso wie zwei Flach- und ein Spitzmeißel. Alles sauber verstaut im mitgelieferten Kunststoff-Koffer.

Unterm Strich hat mich der Bohrhammer bislang rundum überzeugt, hat den Kauf rechtfertigt und bietet viel Power fürs Geld. Eine Empfehlung ist das Gerät allemal wert! Was den fünften Stern fürs erste verhindert ist allein die noch fehlende Möglichkeit der Bewertung über den langfristigen Einsatz des Bohrhammers. Es würde mich aber wundern wenn der ausstehende Stern dann später nicht dazu käme.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 18, 2012 12:41 PM MEST


The Cell [Director's Cut]
The Cell [Director's Cut]
DVD ~ Jennifer Lopez
Preis: EUR 12,78

4.0 von 5 Sternen Rausch der Bilder und gute story., 13. August 2008
Rezension bezieht sich auf: The Cell [Director's Cut] (DVD)
Obwohl "The Cell" mit einer spannenden Handlung punktet hebt den Film in allererster Linie seine bildgewaltige Umsetzung hervor. Diese beweist dass auch ein Horrorfilm als visuelles Opus angelegt sein kann, dessen Ausgestaltung alle Attribute eines Video-Kunstwerks hat. Und so wird die Reise in die Psyche eines Serienkillers für die von Jennifer Lopez gut verkörperte Wissenschaftlerin zu einem Abtauchen in eine von Farben, Formen und grotesken Gestalten überbordende Welt des morbid-surrealen Bizarren, die dem Hirn eines "etwas alternativen" Dali entsprungen sein könnte. So grausam diese Welt auch ist, sie ist auf ihre Art höchst faszinierend dargestellt und sorgt für eine ultimative Eruption knalligster Farben auf dem Bildschirm. Eine ähnliche visuelle Farbenpracht und progressiv andersartige Bildsprache bietet vielleicht nur noch "The Fountain", wenn auch in einem ganz anderen Genre angesiedelt.

Leicht vergisst man mit dem Eindruck der grandiosen Bilder vor Augen dass "The Cell" auch eine durchaus spannende Handlung zu bieten hat. Selbige dreht sich um einen Serienmörder, der seine Opfer - wohlgemerkt inmitten der Wüste - in einem zum Wassertank umgebauten Gefängnis vor laufender Kamera ertränkt, um sie nach eingetretenem Tod nach seinen Wünschen "umzugestalten" und zu missbrauchen. Der Täter ist jedoch relativ früh im Filmverlauf ermittelt und gefasst, die Handlung konzentriert sich in der Folge weitgehend auf die mentale Vernetzung zwischen Täter- und Wissenschaftler-Kopf im Labor zur Ermittlung des Verstecks seines letzten Opfers, das parallel zu den Ermittlungen im voll automatisierten Wassertank gegen das langsame aber sichere Ertrinken ankämpft.

Wie schon gesagt machen alleine schon die faszinierenden Bilder einer kranken Kopf-Welt The Cell zum absoluten Kauftipp und Genre-Highlight. Mal wirken die Szenen ganz bewusst sehr theaterhaft und stellen Umgebung extrem kulissenhaft dar. Mal wirken sie wie ein Werbeclip, spielen exzessiv mit Licht und Farben. Vielleicht bleibt Ihnen die Story von The Cell nicht Jahre in Erinnerung, die Bilder werden es jedoch sicherlich tun!


Den Letzten beißen die Hunde
Den Letzten beißen die Hunde
DVD ~ Clint Eastwood
Preis: EUR 6,49

19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gutes 70er Kino, halb Gangsterfilm, halb Roadmovie., 25. Juni 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Den Letzten beißen die Hunde (DVD)
Meiner unmaßgeblichen Meinung nach hatte Hollywood seine beste Zeit nicht, wie oft behauptet, in der Ära der 50er-Monumentalfilme sondern zwischen etwa 1967 und 1978, als es reihenweise beinharte Actionfilme und Thriller produzierte, die sich durch ihre realitätsnahe Härte und ihren zynischen Sarkasmus auszeichneten. Dirty Harry und Clint Eastwood stehen hier als bekannteste Vertreter in meiner persönlichen Hall of Fame. Eastwood, wie immer kalt wie flüssiger Stickstoff, steht auch im Mittelpunkt von "Den letzten..." oder besser "Thunderbolt and Lightning". Ein schönes kleines (weil nie groß herausgekommenes und mit kleinem Budget realisiertes) Roadmovie um zwei kleinere Gangster auf der Flucht vor Komplizen aus der Vergangenheit und auf der Suche nach der Beute aus einem großen früheren Raub. Jeff Bridges als Lightfoot und George Kennedy als Red Neary geben prächtige Nebenrollen ab, dazu ein wenig freizügiger 70er-Sex und eine erfreulich realitätsnahe Kameraführung nach Art der Zeit: Autos reagieren bei einer Verfolgungsjagd wie wirkliche Serienautos (keine Knight-Rider-Stunts) und werden auch so gefilmt, Schusswaffen "schießen nur", entfachen kein überzogenes Höllen-Krawumm und treffen auch nicht immer. Heute würde man so eine Szene zigmal drehen bis sie perfekt - zu perfekt - im Kasten ist oder am PC auf perfekt getrimmt wird - damals drehte man einfach die ungeschminkte, unmanipulierte Wirklichkeit ohne Make Up und genau das macht Filme dieser Ära für mich so reizvoll, ehrlich und glaubwürdig. Das fehlt mir heute allzu oft. Alles zu gelackt, bis zur vierten Kommastelle vorab durchgerechnet, dadurch zu unwirklich. Null Platz für Improvisation, künstlerische Spontanität, echtes Leben - technisch perfekter Kunstdruck statt Original mit Esprit des Künstlers. Bei "Den letzten..." gibt es zum Glück noch den fast dokumentarisch anmutenden Blick auf die ungeschminkte und oft unprätentiöse doch spannende Wahrheit der Story, dazu schöne Aufnahmen der endlosen amerikanischen Plains und ein gut zusammengesetztes Ensemble aus dem "bulligen Haudrauf", dem "unentschlossenen Mitläufer", dem "naiven Heißsporn" und Eastwood, dem "abgebrühten Mastermind". Kein richtiges Meisterwerk aber doch ein Movie das man sich zehnmal gerne angesehen hat ohne diesen Umstand eigentlich zu registrieren. Es muss also was drin und dran sein an "Thunderbolt and Lightning"...


Das Gewand
Das Gewand
DVD ~ Richard Burton
Wird angeboten von MEDIMOPS
Preis: EUR 7,83

22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schöner Klassiker mit stark besetzten Nebenrollen, 24. Juni 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Gewand (DVD)
Etwas unüblich für die damaligen Monumentalfilme, beschäftigt sich "Das Gewand" nicht direkt mit dem Leben und Wirken des Jesus von Nazareth. Der Film setzt erst bei dessen Kreuzigung ein; der als Messias Gepriesene ist als Person niemals deutlich zu sehen (man sieht ihn nur von Ferne, hört nur seine Stimme, sieht nie sein Antlitz). Vielmehr schildert "Das Gewand" die Zeit unmittelbar nach Tod und Auferstehung Christi am Beispiel des römischen Tribuns Marcellus und dessen innere Wandlung vom kaisertreuen Soldaten zum bekennenden Frühchristen. Marcellus, soeben nach Palästina versetzt, erhält als Gruppenführer die Order, einen im Volk beliebten Aufständischen namens Jesus ans Kreuz schlagen zu lassen. Ganz Soldat, kommt der Tribun dieser damaligen Routineaufgabe nach, vertreibt sich mit seiner Gruppe nach vollzogener Hinrichtung die Zeit mit einem Würfelspiel um das Gewand des soeben Gekreuzigten. Marcellus gewinnt, doch scheinen dem erwürfelten Kleidungsstück magische Kräfte innezuwohnen, die den immer stärker an Schuldgefühlen leidenden Römer in den Wahnsinn treiben. Zugleich wendet sich Marcellus' Leibsklave Demetrius der frisch entstandenen Christenreligion zu und bricht seinem irdischen Herrn die Treue, das Gewand seines neuen Herrn mit sich nehmend. Jahre vergehen, in denen Marcellus durch Palästina reist um Gewand und abtrünnigen Sklaven wiederzufinden, dadurch seine mentale Heilung erhoffend. Er findet beide wieder, doch macht er auf dieser Reise Bekanntschaft mit der christlichen Urgemende und beginnt, deren von Jesus vorgegebene Werte anzunehmen. Nicht durch das Wiederfinden des Gewands sondern durch die Erfahrung dieser Werte und durch das Erleben von Vergebung wird Marcellus endlich geläutert, seiner Schuld beraubt und an der Seele geheilt. Fortan setzt er alles daran, die neue Lehre des von ihm Getöteten zu verbreiten und eilt dazu mit Freund Demetrius und Jünger Petrus nach Rom, in die Höhle von Vielgötterei, Gewalt und Tyrrannei. Dort herrscht nun der despotische Caligula als Kaiser, schon immer Marcellus' Rivale und nun auch Nebenbuhler um die Gunst der Senatorentochter Diana. Caligula nutzt seine Stellung um Marcellus und dessen Begleiter zu verfolgen, des Verrats anzuklagen und somit die alte Rivalität als Sieger zu beenden. Vor dem kaiserlichen Tribunal stehend, wählt Marcellus nicht den Rettung versprechenden Ausweg des Abschwörens vom neuen Christenglauben sondern bekennt sich zur Lehre Jesus' und wählt damit den unweigerlichen Märtyrertod. Diana stellt sich dabei an seine Seite, nimmt öffentlich den Glauben des geliebten Mannes an und folgt ihm aus freien Stücken in das unausweichliche Schicksal. Zurück bleibt Caligula, öffentlich gedemütigt und ein römisches Reich führend, das in dieser Form dem sicheren Untergang und einer neuen Zeit entgegengeht, die vom christlichen Glauben geprägt sein wird.

Soweit zum Inhalt dieses Hollywood-Klassikers, der sich im TV vor allem in der Karwoche großer Beliebtheit erfreut und als eine Art österliches Dinner for One fast jährlich wiederholt wird. Das Gewand ist sicherlich ein Sandalen-Monumentalfilm bester Prägung des damaligen XXL-Hollywoodformats und hat alle typischen Zutaten zu bieten: Heerscharen von Statisten, aufwändige Bauten (lustigerweise klingen die Marmorplatten beim darauf Laufen nach dem was sie sind: Sperrholz, achten Sie mal darauf), kunstvoll gemalte Matte-Paintings, überbordende Farben, alle Frauen immer top geschminkt und frisiert (anno 0 n. Chr.) und wie ein Madonnenbild in Szene gesetzt, Gute und Schlechte durch klischeehafte Rollengestaltung optisch immer auf den ersten Blick zu unterscheiden, das Gewand stets faltenfrei gebügelt und aprilfrisch sauber. Und trotzdem steckt in dieser XXL-Packung viel Interessantes. So zum Beispiel die glänzenden schauspielerischen Charakterleistungen von Victor Mature als Demetrius und von Jay Robinson als Caligula, neben denen Richard Burton (Marcellus) oder Jean Simmons (Diana) eher blass aussehen. Auch der Ansatz, das Wirken Jesu indirekt über sein Gewand und dessen Wirkung auf Andere auszudrücken, ist sehr reizvoll und besonders zu würdigen, weil für die damalige Zeit äußerst progressiv. Da verschmerzt man auch ein allzu zuckerig bittersüßes und noch dazu komplett unlogisches Filmende: Marcellus und Diana, gerade zum Tod verurteilt, lassen jede Wachkolonne hinter sich und schreiten selig blickend direkt vom Kaiserpalast in den wolkenerfüllten Himmel ganz so als gäbe es eine der Verurteilung folgende, sicher recht schmerzvolle Hinrichtung gar nicht. Aber das wäre wohl für das Publikum zu unprätentiös unverhüllt real und wirklich kein schöner "Rausschmeißer" geworden. Würde man den Film heute drehen sähe das Ende vermutlich etwas realitätsnaher aus ohne die zu überbringende Botschaft deshalb im Wert zu schmälern. Na ja, eben typisch Heile-Welt-Hollywood der 50er.

Fazit: ein schöner, stilechter Hollywood-Sandalenfilm, besser als übliche Hollywood-"Schinken" dieser Ära weil mit einigen für Enstehungszeit und Genre ungewöhnlichen Zutaten gewürzt. Zudem dank der toll gespielten Rollen von Demetrius und Caligula auch in der unvermeidlichen Oster-Wiederholung immer mal wieder das Ansehen wert.


I Am Legend (Special Edition, 2 DVDs im Digipak inkl. Comic und alternativem Ende) [Limited Edition]
I Am Legend (Special Edition, 2 DVDs im Digipak inkl. Comic und alternativem Ende) [Limited Edition]
DVD ~ Will Smith
Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 13,99

81 von 108 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Teils 4 Sterne, teils nur 2 - macht im Mittel 3, 24. Mai 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
I am Legend hinterlässt - zumindest für mich - einen recht geteilten Eindruck. Sehe ich ihn in einer Reihe mit anderen amerikanischen Blockbustern jüngeren Datums, besonders z.B. Shooter, scheint mir Hollywood derzeit nicht in der Lage, einen Film über einen herausragenden Anfang hinaus bis zum Finale auf hohem Niveau zu halten. Aus einer interessant gesponnen Geschichte wird mit zunehmendem Fortgang ein vergleichsweise simples Action-Spektakel auf tiefergelegtem Niveau.

Seine stärksten Momente hat I am Legend folgerichtig zwischen dem Anfang und dem ersten Kontakt mit den "Monstern". Nicht erst seit King Kong und dem Weißen Hai ist es ein typisches Momentum vieler Monsterfilme dass die unheilvolle Vorahnung auf die (noch unsichtbaren) Monster gruseliger ist als später die Monster selbst. I am Legend hätte hier weniger an Qualität verloren, hätte man die Monster nicht als amorphen Haufen schreiender (und schlecht gerenderter) CGI-Gestalten skizziert sondern mit menschlichen Charakteren besetzt, die ihren Rollen ein wenig mehr Tiefe gegeben hätten. Außerdem hätte man damit einigen Statisten ein wenig Einkommen beschert; in heutiger Zeit m.E. auch ein Argument gegen CGIs.

Unter dem Strich vier Sterne für die erste Filmhälfte und nur 2 Sterne für den "Monster-Teil". Daher im Mittel 3 Sterne und ansprechender Durchschnitt. Ein Movie das gut unterhält aber auf keinen Fall das Zeug zum Klassiker oder zum zigmal Ansehen hat. Schade, denn die erste Hälfte ließ auf mehr hoffen!
Kommentar Kommentare (8) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 22, 2009 11:33 PM CET


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