Fashion Sale Hier klicken Kinderfahrzeuge calendarGirl Cloud Drive Photos Sony Learn More madamet Bauknecht Kühl-Gefrier-Kombination A+++ Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego NYNY
Profil für Sub_Rosa > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Sub_Rosa
Top-Rezensenten Rang: 2.119
Hilfreiche Bewertungen: 3322

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Sub_Rosa

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20
pixel
Clown (Eli Roth) (Uncut) [Blu-ray]
Clown (Eli Roth) (Uncut) [Blu-ray]
DVD ~ Eli Roth
Preis: EUR 14,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Halbe Sachen können nicht ganz überzeugen!, 5. Juni 2016
Rezension bezieht sich auf: Clown (Eli Roth) (Uncut) [Blu-ray] (Blu-ray)
Bis etwa in die Mitte des Films war ich im Geiste schon daran, eine 5-Sterne-Rezi für einen endlich mal wieder überraschenden Horrorfilm mit so etwas wie einem kreativen neuen Ansatz zu schreiben. Die Entwicklung der Geschichte, deren langsamer aber immer intensiverer Aufbau der tragischen Hauptfigur verhießen ein gutes Drehbuch bis zum Schluss. Aber dann ließ sich "Clown" in der zweiten Filmhälfte leider dermaßen ins ach so gewöhnliche Horror-Mittelmaß zerren, dass der Film für die zweite Halbzeit bestenfalls zwei Sterne verdient. Mit gutem Willen und einem Bonus für den unerwartet guten Start werden es vier Sterne im Mittel. Und 3D-Fans seien gleich gebrieft: Im Film gibt es nichts, aber auch rein gar nichts, das nach 3D verlangt oder nach Tiefe ausschaut. Die dritte Dimension ist da nur ein Marketing-Fake, um dem Kunden den Mehrpreis für eine nicht vorhandenes 3D-Erlebnis aus der Tasche zu locken. Geld sparen und 2D kaufen lautet da der gute Rat.

Sterne verdient sich "Clown" dank der guten Idee, dass ein nicht mehr los zu bekommendes Kostüm den Menschen zum Monster macht. Dessen Kampf gegen das Kostüm und die bizarren Situationen, die das Kostüm im bürgerlichen Alltag bereitet, sind ein wirklich mal innovativer Ansatz in einem ansonsten so schrecklich uninspirierten Genre wie dem des Horror- und Gruselfilms. Auch haben Kameraführung und Schnitt bis zur Filmhälfte Kino-Niveau. Dann aber scheint es so als sei die komplette Besetzung von Regie, Kamera und Cut gegen eine B-Mannschaft ausgetauscht worden. Und auch für den Drehbuchschreiber war wohl das Geld alle; ein minder talentierter Ersatz musste ab hier das Script weiter stricken. Denn ab der Hälfte hat "Clown" irgendwie nur noch TV-Niveau in sämtlichen Belangen, verkommt zur belanglosen Stangenware. Selten habe ich dabei ein "leider" so überzeugt hinzu geschrieben, denn bis zur Hälfte hat sich mir hier etwas endlich einmal ganz Außergewöhnliches zeigen wollen. Ein wenig wie einst "Es" und doch auf demselben Level anders dargeboten. Aber halbe Sachen können eben nicht ganz überzeugen. So langt es am Ende nur zu einem "kann man sich einmal anschauen", wo der Film doch eigentlich auf dem guten Weg zu einem brillanten Beispiel seines Genres war. Gar nicht komisch - dem produzierenden Team gehört für die lasche zweite Filmhälfte die rote Pappnase verliehen.


Demonic - Haus des Horrors [3D Blu-ray + 2D Version]
Demonic - Haus des Horrors [3D Blu-ray + 2D Version]
DVD ~ Maria Bello
Preis: EUR 14,99

3.0 von 5 Sternen Die üblichen 3 Sterne, 1. Juni 2016
Ich schaue gerne Gruselfilme. Was eine schwierige Wahl ist, denn gute Filme aus diesem Genre sind deutlich seltener als z.B. gute Actionfilme, gute Love Stories etc. Was wiederum daran liegt, dass in diesem Genre leider viel zu oft der eine vom anderen längst ausgelutschte Elemente abschaut, er den einfachen Weg billiger Jumpscares in stockdunkler Umgebung geht anstatt sich mal einen Kopf zu machen über subtil aufgebauten Grusel und dass man in gefühlt jedem zweiten Gruselstreifen auf die Horde naiv-dummer jugendlicher 10 Opferlein trifft statt dass mal zwei 70jährige die Hauptrolle spielen. Ja, ganz im Ernst, das wäre mal etwas interessantes Neues! Und dazu Gruselmomente, die geschehen während eine Lampe an ist und die Kamera nicht wie ein Selfie-Handy wild herumirrt, sondern neutral bleibt. Um es kurz zu machen: Nirgendwo gibt es im Kino soviel Stangenware wie im Sektor Grusel. Und da sind leider nur allzu oft bekannte Namen auf der Hülle nur der Leim, auf den der Kunde gehen soll.

In den Bewertungen pendelt sich so gut wie jeder Gruselstreifen über die Zeit bei drei Sternen ein. Weil ihn zum einen die einen verdächtig zu sehr über den grünen Klee loben und ihn die anderen aus dem ein oder anderen Grund in die Tonne kicken. Aussagekräftig ist das schon lange nicht mehr, um sich eine Meinung zu bilden. Vielleicht ist das ja auch die böse Absicht dahinter. Egal; man muss sich eben letztlich auf die eigene Intuition verlassen und "blind" kaufen. Autsch, Demonic war leider wieder einer der in der Mehrzahl befindlichen Gruselfilme, bei dem einen im Nachhinein die Ausgabe am meisten erschreckt.

Wobei ich mir sogar die teurere 3D-Version gönnte. Nur um festzustellen, dass noch kein Film zuvor weniger 3D-Wirkung oder -Momente hat, wie eben Demonic. Nicht eine einzige kurze Szene schreit hier nach 3D; alles wirkt platt wie eine Flunder.

Zum Inhalt: Haben Sie schon mehr als drei Gruselstreifen im Leben gesehen? Dann kennen Sie schon alles, was Sie hier sehen werden! Nichtmal neu arrangiert oder irgendwie anders aufbereitet. Nein, vorhersehbar von A-Z und keine Spur spannend. Eine handvoll billige Jumpscares, ein Hauch von Twist am Ende und das langweilende Gefühl, hier den x-ten lauen Aufguss längst abgedroschener Handlungselemente vorgesetzt zu bekommen. Und das dargeboten von einer Truppe von Schauspielern, die nur zwei Vorteile haben: sie sind allesamt jung und attraktiv. Eben das Übliche, seit Jahrzehnten Gleiche. Dazu das obligatorische Geschrei zur Wackelkamera und als Schauplatz das altbekannte verlassene, alleinstehende Spukhaus mit bluttriefender Vergangenheit und trotzdem immer neuen naiven Mietern oder Besuchern. Klischees, Klischees, Klischees bis zum Abwinken.

Sie sind filmischer Feinschmecker mit Anspruch? Ich bin es auch! Und daher gibt es für dieses filmische Pressfleisch-Schnitzel auch nur den einen "Muss-Stern". Warum dann drei? Weil es bei Gruselfilmen über die Zeit immer aussagelose drei werden...


Inside Man [Blu-ray]
Inside Man [Blu-ray]
DVD ~ Denzel Washington
Preis: EUR 8,15

5.0 von 5 Sternen Guter Geschichten sind wir so oft beraubt..., 23. Mai 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Inside Man [Blu-ray] (Blu-ray)
…aber hier findet man als Fan von gutem Inhalt zum Glück endlich wieder mal eine sichere Bank. Das Genre des ausgeklügelten Ganovenstücks lebt seit "Riffifi's" Zeiten zwar leider in einer Art Winterschlaf mit seltenem Erwachen, ist aber auch nicht tot zu kriegen. Und das ist gut so. Denn Stories wie die von "Inside Man" leben weniger vom oberflächlichen äußeren Beiwerk fürs Auge, denn vom cleveren Inhalt fürs Hirn. Auch wenn es Mode der Zeit ist, dass es mehr Augen als Hirne gibt (genau genommen 2:1 bei jedem) bleibt es ein leider elitäres Privileg, zur Minderheit zu zählen, die lieber aktiv mitdenkt als passiv zuschaut.

Findet man sich also in dieser Minorität wieder, so macht "Inside Man" richtig viel Spaß. Weil der Film ganz bewusst praktisch ohne reale Gewalt auskommt, um so etwas wie Spannung aufzubauen. Was hier den "Wow-Effekt" ausmacht ist das ausgeklügelte "wie" und das "warum". "Warum" ist nicht umsonst die gefährlichste und spannendste aller Fragen. Schon recht bald zeichnet sich hier ab, das mit diesem Bankraub irgendetwas nicht stimmt. Dass hier ganz andere Dinge laufen als einem das stereotype Denken einredet. Wäre es nur ein Bankraub, wäre er wohl ziemlich clever eingefädelt. Aber es ist eben nicht nur ein Bankraub…und von daher am Ende noch viel cleverer!

Es wundert nicht, dass sich auf dieses prima Drehbuch eine Riege von Top-Darstellern eingelassen hat. Die Rollen sind durch die Bank (ha-ha, der Witz kam flach) erstklassig gespielt und jedem einzelnen Akteur nimmt man seine Rolle zu 100% ab. Auch das handwerkliche - Ton, Schnitt, Kameraführung, Ausstattung - hält die hohe Messlatte des Drehbuchs. Für alle, die Action suchen: Sie ist da und sie ist gut gemacht - aber sie beugt sich demütig der übergeordneten großen Idee, dem Clou. Und damit macht sie endlich mal etwas richtig.

Alles beginnt scheinbar wie schon oft gesehen: Ein Trupp maskierter dringt in eine Bank ein. Die Polizei umstellt die Bank. Es gibt Geiseln, Forderungen, Verhandlungen, ein Spiel auf Zeit. Und doch ist das noch etwas Anderes. Die Bösen wollen einfach nicht wirklich böse sein. Und die Guten machen sich, ohne es zu merken, zum Werkzeug der Bösen. Wobei die wirklich Bösen ganz woanders sitzen. Aber das ist eben einer der tollen Clous von "Inside Man" und wie das alles zusammenhängt, wie sehr das anfangs Seltsame doch alles Hand und Fuß hat, das erfährt man erst am Schluss. Wie es sich gehört, wenn eine Geschichte nicht fade ausläuft sondern nochmal mit dem einen oder anderen überraschenden Highlight endet.

Dass "Inside Man" kein Block-Buster wurde, wen interessiert's? Wer sich für clevere, gute und bis zum Ende durchdachte Geschichten interessiert, für den ist der Film ein definitiver Mind-Buster. Mehr "Muss" im heimischen Filmregal als manche außen hochgebotoxte aber innen leere Mega-Produktion!


400 Days - The Last Mission [Blu-ray]
400 Days - The Last Mission [Blu-ray]
DVD ~ Ben Feldman
Preis: EUR 12,72

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Irreführende Goldene Himbeere, 3. Mai 2016
Schon lange nicht mehr einen solch schlecht gemachten Film gesehen. Und das gilt Genre übergreifend nicht nur für die Sparte SciFi. Nach dem Ansehen des Films - man muss eigentlich eher vom Durchstehen sprechen - gibt es manchen Grund, den Kopf zu schütteln. So viel geht hier voll daneben.

Das fängt an beim im Nachhinein völlig irreführenden Filmtitel und dem genauso in die Irre führenden Cover. Beides weckt beim Käufer bewusst Assoziationen, die komplett enttäuscht werden. Oder wer würde beim Titel 400 days und der Klappentext-Kurzbeschreibung nicht erwarten, dass bei diesem Film die menschlichen Konflikte und Spannungen einer 400 elend lange Tage lang eingesperrten "Raumschiff"-Besatzung im Fokus stehen? Aus Klaustrophobie und zwischenmenschlichen Dramen eine Geschichte mit tollem Spannungsbogen gestrickt wird, vielleicht gewürzt durch äußere Einflüsse auf das Leben drinnen? Und mit einem Clou am Ende, einer Überraschung oder einem Twist, der einen mit einem Paukenschlag oder zumindest einer Botschaft aus dem Film entlässt? Und dann das! Aus einer guten Ausgangslage nichts gemacht, Chance verschenkt!

Denn der Filmtitel hätte ebenso gut 40 days lauten können, 4 days oder sogar 4 hours. Denn der vom Filmtitel in den Mittelpunkt gestellte Zeitaspekt findet schlicht nicht statt. Im Gegenteil. Die "Reise" schreitet so unangebracht schnell voran wie eine Fahrt mit der Straßenbahn von drei Haltestellen. Statt sich Zeit zu nehmen, den Zuseher sogar das zähe Voranschreiten der Tage anhand langsamer Persönlichkeitsveränderungen der Astronauten miterleben zu lassen, nimmt sich der "Flug" aus wie ein Sprint, der keinerlei Raum lässt für den Aufbau von Charakteren und situationsbedingten Konflikten.
Kaum "gestartet" wackelt auch schon der ganze Keller, der Kontakt nach draußen bricht ab - aber keiner der Astronauten zieht den naheliegenden Schluss, dass draußen etwas Gravierendes passiert sein muss und schaut nach was Sache ist. Man ist ja schließlich nicht im Weltraum und den Kontakt zum Headquarter wieder zu haben wäre ja mal eine schlaue Sache. Simulation hin oder her. Nein, man beschäftigt sich im Keller lieber mit irgendwelchen persönlichen Talismännern, die aus leider nicht genanntem Grund alle rot sind. Allein das hätte eine gute Grundlage abgegeben im Rahmen einer guten Story zu zeigen, dass und was es mit diesen Talismännern auf sich hat und weshalb sie rot sind. Aber nein, sie sind einfach nur da, spielen überhaupt keine tragende Rolle. Chance eingeleitet und dann verschenkt.

Viel zu früh verabschiedet sich der Film dann von allem, was er beim Zuschauer an Suggestion aufgebaut hat und nimmt eine abstruse Wendung weg vom Psychoduell-Kammerspiel hin zu einer Art Zombie-B-Movie - vielleicht ja weil Zombie-Trash gerade so en vogue ist. Zu dem was der Film vielleicht eigentlich mal werden sollte passt diese unsinnige Wendung jedenfalls so gut wie ein Osterkörbchen zum Nikolaus. Über das Warum und woher dieser Wendung erfährt man als Zuschauer leider gar nichts. Zum Glück dürfte einem der Film an dieser Stelle aber eh schon wurscht sein, weil einem bewusst ist, dass man mit dem Honig Filmtitel/Cover/Klappentext von einem stümperhaft gemachten Billigfilm (das Wort Low Budget hätte noch einen zu respektvollen Anklang) auf eine falsche Fährte gelockt wurde. Dass das Ende dann keines ist, jedenfalls nicht das abrundende oder auflösende Ende einer Geschichte, bestätigt dann nur noch leidvoll die Tatsache, hier gerade zu viel Zeit an den ersten Anwärter auf die Goldene Himbeere verschenkt zu haben. All jenen, die nach Filmtitel, Cover und Klappentext genau etwas Anderes gesucht haben, sei z.B. der schon etwas ältere Film Sphere empfohlen. Dort finden sie genau das, was 400 days nicht ist. Das gilt auch für das Prädikat wertvoll.


Der Marsianer - Rettet Mark Watney [3D Blu-ray]
Der Marsianer - Rettet Mark Watney [3D Blu-ray]
DVD ~ Matt Damon
Preis: EUR 23,04

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Marsianer 3D BD, 23. April 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Meine Rezi bezieht sich auf die 3D BluRay von "Der Marsianer", was durchaus von Bedeutung ist.

Denn der Film ist - ganz unabhängig von Inhalt und Handlung - fürs Kino und/oder große Bildschirme gemacht. Nur und gerade dort entfalten die wunderbaren Landschaftsaufnahmen und Kameraeinstellungen ihre volle eindrucksvolle Wirkung. Einen Eindruck von endloser Weite, in denen sich das Bisschen von außen eingeschleppte menschliche Fremdgut (Station, Rover etc.) schier winzig klein ausnimmt. Und gerade die 3D-Version optimiert diesen Eindruck so gut, dass man nur staunen kann ob des überragenden visuellen Eindrucks, der einem hier vermittelt wird. Seit "Titanic 3D" habe zumindest ich keinen Film gesehen, in dem das Stilmittel 3D so essenziell viel dazu beigetragen hat für eine Vermittlung von plastischem "Mittendrin", für ein miterleben-lassen, das eine 2D-Umsetzung nie auch nur annähernd ähnlich geschafft hätte. Daher meine Empfehlung: Wenn nur irgend möglich, legen Sie sich den Film in 3D zu, Sie werden es lieben!

Zum Naheliegenden, dem Film, der doch so endlos weit weg spielt. Dass es dazu auch ein Buch gibt lasse ich bewusst aussen vor. ich möchte einen Film als eigenständiges Kunstwerk besprechen, keine ins Kino transferierte sklavische Blaupause eines Buches, wie gut oder weniger gut es auch sein mag.

Also ein Film. Sci-Fi. Aber diese Art von Sci-Fi, die viel mehr auf das Wissenschaftliche im Namen geht, denn als auf pure Fiktion. Sehr gute Vorgängervergleiche sind z.B. "Andromeda", "Phase IV", "Lautlos im Weltall" oder "Contact", falls diese brillanten aber teils älteren Filme noch jemandem ein Begriff sind. "Unheimliche Begegnung der dritten Art" kann man vielleicht gerade noch auch dazu zählen. Im Fach des Sci-Fi besetzen Sie die wissenschaftlich und realitätsnah orientierte Gegenseite zu der schieren Unterhaltung geschuldeten Popcorn-Western im Weltall nach Art von "Star Wars" oder "Galactica" (ohne diese deshalb irgendwie abwerten zu wollen, ist nur ein anderer Ansatz, eine andere Zielgruppe).

"Der Marsianer" bezieht seine Spannung daher auch nicht aus Kämpfen mit Waffen und Schiffen, aus Angriffen und Inrigenspielen, aus Masken und überbordender Set-Ausstattung, nicht aus CGI-Orgasmen und nicht aus dramatischer Musik. Hier spielt ABBA statt John Williams, hier sichert den Hauptakteur nicht die Macht sondern eine Kartoffel und die einzigen Aliens sind die Menschen selbst als Besucher einer lebensfeindlichen roten Wüste, in die Sie wissenschaftlicher Forscherdrang treibt, nicht die Flucht vor einem Imperium.

Nun kann man durchaus sagen, dass "Der Marsianer" eigentlich nichts anderes ist als eine auf den Mars gesetzte, klassische Robinsonade in XL-Ausführung. Stimmt auch. Nur das Freitag hier Sol 5 heißen würde wenn man sonntags gestrandet wäre. Und trotzdem: Es ist eine Abenteuergeschichte und sie macht Spaß, weil sie spannend und visuell eindrucksvoll umgesetzt wurde, weil sie sich keine Längen gönnt und einen in ihren Bann zieht. Mag es hier und dort - streng wissenschaftlich gesehen - das ein oder andere Logikleck geben, es fällt nicht ins Gewicht. Dieses Mü an filmischer Freiheit gestehe ich dem Film gerne zu; grobe und für jeden erkennbare Fehler, die den wissenschaftlichen Aspekt des Films ins Lächerliche ziehen würden, kann zumindest ich nicht erkennen. Von Matt Damon wird die Hauptrolle gut gespielt, ohne dass es aber auch wiederum so gut dargeboten wäre, dass es nach dem Oscar schreit. Solide halt. Der eigentliche Star des Films ist für mich der Mars, ist das anschauliche Miterleben, wie spannend die vermeintlich trockene Wissenschaft in der Anwendung funktioniert, gerade in Notfallsituationen. Ganz ähnlich wie in "Apollo 13" mit Tom Hanks. Wer sich für solche realitätsnahe Problematiken und deren Lösung interessiert, der wird beim Marsianer gut bedient und gut unterhalten.
Wie genial der menschliche wissenschaftlich-technische Verstand kreative Überlebenstechniken entwickelt, dafür ist für mich das spontane Ummodeln der von Mark Watney gefundenen alten Pathfinder-Sonde zum Heximal-Telegrafen das Paradebeispiel im Film. Ein echter Live-Hack, der mich zigmal mehr beeindruckt als eine Raumschlacht von Sternkreuzern!

So bleiben von "Der Marsianer" für mich zwei Dinge haften: Zum einen die fantastischen Marsaufnahmen, deren Wow-Effekt ohne 3D und auf einem nur kleineren Bildschirm fast verschenkt wäre. Zum anderen das Staunen über das, was der menschliche Genius zu leisten imstande ist, wenn es durch äußere Umstände abgefordert wird und für das Überleben unabdingbar ist. Toller Film auf einer wirklich überragenden 3D-Bluray! Der sollte man auf jeden Fall den Vorzug vor der 2D-Version geben, der Mehrpreis ist es mehr als wert!


Twelve South 12-1307 Hirise Desktop Stand (geeignet für Apple iPhone 6/6s, 6/6s Plus, 5, 5s, 5c / iPad mini / iPod touch) silber
Twelve South 12-1307 Hirise Desktop Stand (geeignet für Apple iPhone 6/6s, 6/6s Plus, 5, 5s, 5c / iPad mini / iPod touch) silber
Preis: EUR 37,99

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Out of the box OHNE Ladefunktion!, 31. Dezember 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Bitte beachten Sie: Bei dem Produkt handelt es sich out of the box lediglich um einen dekorativ aussehenden Aufsteller für das iPhone, keineswegs um eine voll funktionstüchtige Ladestation! Denn der Hirise Desktop Stand benötigt zum Laden zwingend ein nicht im Lieferumfang enthaltenes original Apple Lightning-Kabel. Selbiges wird dann in den schicken Alu-Ständer eingefädelt, der eigentlich nichts anderes macht als das iPhone in die Senkrechte zu stellen.

Nichts auszusetzen ist am sehr wertigen Eindruck der Verarbeitung des Aluminiums und am einfachen DIY-Aufbau. Dafür war bei meinem mit einem hauchdünnen Griffin Identity Case umgebenen iPhone 6 nicht einer der drei beiligenden Lightning-Dock-Adapter passend, um eine Verbindung des Smartphones zu den Ladekontakten des Kabels herzustellen. Zudem balaciert das teure iPhone seitlich etwas wackelig allein auf dem winzigen Lightning-Steckerchen als Halt. Schon alleine aus diesem Grund hätte ich den Hirise Desktop Stand wieder retour geschickt. Ein letzter Grund war dann die Tatsache, dass man das zum Laden benötigte Lightning-Kabel zwangsweise dem Totalverlust durch Kabelbruch aussetzen muss. Das bedingt durch den Umstand, dass man es in einen dünnen Kabelschacht im Standfuß des Hirise Stand quetschen muss, damit das ganze Konstrukt hernach überhaupt plan auf dem Schreibtisch steht. Das gefährdet das Ladekabel schon bei einmaligem hineinpresseen. Muss man aber erst einmal mit den diversen Adaptern experimentieren, um zu sehen, welchen man im Einzelfall benötigt, heißt es mehrmals Kabel reingequetscht, Kabel rausgezogen - mit entsprechender physikalischer Mehrbelastung des Kabels. Kurz zusammengefasst:

Pro:
- wertige Verarbeitung und leichte Montage
- schicke Optik
- individuelle Verstellmöglichkeit der rückwärtigen Halterung, daher passend auch für dicke Schutzhüllen

Contra:
- Lightning-Kabel nicht im Lieferumfang enthalten
- eingeschränkter seitlicher Halt des iPhones
- suboptimale Kabelschachtlösung im Standfuß
- zumindest nicht bei jeder Schutzhülle sichern die beiliegenden Adapter die Herstellung eines Lade-Kontakts zwischen Kabel und iPhone

Fazit: In meinen Augen ein schicker aber unnötiger Schnick-Schnack. Mir bleibt unverständlich, weshalb man den Hirise Stand nicht als komplette Ladestation konzipiert, mit einem fest integrierten Lightning-Kabel, mit einer zusätzlichen seitlichen Sicherungshalterung und mit Adaptern, die nicht schon bei hauchdünnen Smartphonehüllen die Segel streichen. Lieber lege ich mein iPhone beim Laden weiter einfach nur flach auf den Tisch - das kostet nichts und gefährdet nichts.


Le Male Ultra - Geschenkset
Le Male Ultra - Geschenkset

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn Weihnachten mal nicht nach Zimt und Lebkuchen duftet..., 24. November 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Le Male Ultra - Geschenkset (Misc.)
…dann hat man(n) sich ein Parfum geschenkt - oder schenken lassen. Das riecht natürlich für jederman(n) subjektiv mal besser, mal zum Wegstellen. Aber dieses Set hat meine Erwartungen voll erfüllt. Tolle Verpackung zum sich selber schenken, top Qualität und äußerst schnell geliefert, da hatte der gelb-rote Santa wohl die Kufen vom Schlitten frisch geschliffen.


Das Ding mit Noten 4: Kultliederbuch
Das Ding mit Noten 4: Kultliederbuch
von Andreas Lutz
  Musiknoten
Preis: EUR 31,80

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wenn nur die Schrift größer wäre..., 15. Oktober 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wie alle bunten "Dinger" ist auch das blaue eine gewohnt umfangreiche und schöne Zusammenstellung von Songs vielfältiger Zeitepochen und Stilrichtungen. Jedoch ist auch der Nachteil über alle Farben und auch die DIN A4-Größe derselbe: Die Schrift ist so winzig, dass man schon beim Hinsehen aus der Nähe so seine Probleme hat - sitzt man mit Gitarre vor sich den üblichen halben Meter oder Meter entfernt, wird es fast unmöglich, noch etwas zu entziffern. Leider ändert sich daran auch bei der DIN A4-Ausgabe rein gar nichts, denn diese nutzt das Mehr an Platz nicht für eine größere Typo, sondern für das zusätzliche Abbilden von Noten zur Tabulatur. Letzten Endes muss man Seiten einscannen und vergrößert ausdrucken oder besorgt sich das Ganze gleich für umsonst online. Aber dann braucht es eigentlich diese Bücher nicht.

Fazit: Eigentlich eine tolle Sache zum angemessenen Preis, die ihren praktischen Wert aber stark einbüßt durch ihre zu kleine Typografie.


Gibson USA SG Standard 2015, Heritage Cherry
Gibson USA SG Standard 2015, Heritage Cherry

15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Fledermäuschen, 26. September 2015
Ich bin seit Kurzem ihr Herr und (noch nicht) Meister, ihre Anschaffung war wohl überlegt, sie bringt mir Mehrwert als Lernender in Sachen Gitarre und ihr Name folgt für mich der Form ihrer Schwingen: Red Batty, mein rotes Fledermäuschen mit seinen sexy Bat-Wings am Hals-Cutaway!

Menschen, die weit versierter als ich sind, was Red Battys Technik, Tonalität, Performance im Vergleich zu anderen Gitarren anbetrifft, schreiben hier mit Sicherheit anspruchsvollere, qualifiziertere Rezensionen aus denen weit mehr Erfahrung und Können spricht. Ich gebe Emotion wieder, die ungetrübte Meinung des noch relativ am Anfang seines Könnens stehenden Gitarren-Lehrlings, der sich aus Respekt vor der Sache noch lange nicht Musiker nennen möchte.

Und für mich ist diese Gitarre die Schöne und das Biest in einem Body, führen die fast schon erotischen Kurven des klassischen Designs auf die lange Gerade jahrzehntelanger Freude an der mit diesem Instrument geschaffenen Musik. Zwei sehr wichtige Dinge vereint diese SG. Das ist zum einen das 46 mm breite Fretboard, das meinen nach Akkorden suchenden Fingern viel Platz lässt um z.B. den Wechsel von G auf Dm unfallfrei zu schaffen. Es wird also für den relativen Newbie leichter, gewisse Akkorde zu greifen, als mit E-Gitarren, die keinen dicken Hals schieben. Zudem erlaubt es das G-Force-System dem Anfänger, mit gängigen Stimmungen zu experimentieren, an die man sich übers ungeübte händische Stimmen der Saiten nie heran getraut hätte. Dank G-Force geht das so schnell von statten, dass man nur staunen kann. Also ist diese SG eine super E-Gitarre für Einsteiger, die aber in ein langlebiges Qualitätsprodukt investieren möchten, das zusammen mit ihren Fähigkeiten wächst und sie ein Musikerleben lang begleitet.

Das tolle: Red Batty ist genauso die perfekte Gitarre für den Könner, den Anspruchsvollen Gitarristen! Der breite Hals kommt dessen filigranen Fingerpickings entgegen, die Möglichkeiten für vielseitige Sounds sind u.a. dank Cool-Splitting extrem vielseitig und der Klang ist eh über jeden Zweifel erhaben. Für den Profi ist und bleibt die SG eine der must-have Gitarren, neben z.B. Les Paul, Stratocaster und Telecaster. Vielleicht braucht der Profi das elektronische G-Force nicht oder lehnt es aus Gründen der Tradition schlichtweg ab - aber es ist da und stört nicht, bietet lediglich eine komfortable Option. Den weiteren Hals wird der Pro auch verschmerzen können. Über den tollen Klang freut er sich ebenso wie der Neuling. Also für mich ebenso ohne Einschränkung eine absolute Profi-Gitarre für die Bühnen dieser Welt.

Was es an Positivem noch zu berichten gibt? Als SG ist die Gitarre angenehm leicht - kein Vergleich zu den sackschweren Les Pauls. Für mich als Mensch mit Rückenproblemen durchaus ein wichtiges Argument. Red Batty ist auch sehr dünn - für mich als XL-Träger bin ich einfach näher an der Gitarre dran. Klingt banal, macht in der Praxis aber viel aus. Um genauer zu sein den Unterschied, welche Gitarre man von der Wand holt und welche dort bleiben muss. Musikalisch ist das kein Grund zur Bevorzugung, aber praktisch schon.

In Sachen Sound gibt einem die 2015 SG Standard genau das, was man auch von ihr erwartet. Eben den typischen Gibson-Sound für Stücke, die das brauchen. Für alles andere gibt es die genauso faszinierenden Fenders, Gretschs, Düsenbergs etc. Als Gibson besetzt die SG einen gewissen Sound und den perfekt, sie will und muss keine Alleskönnern sein. Angus-Jünger wie ich werden hier perfekt bedient.

Ein Wort noch zu zwei Details am Rande, die ich aber für erwähnenswert halte. Das eine ist der Gitarrenkoffer der SG. Etwas Schöneres habe ich bis dato kaum gesehen; ein goldfarbenes Hard-Case im Look einer damals futuristischen amerikanischen 50er-Jahre-Limousine. Viel zu schade um den Koffer im dunklen Kämmerlein zu verstecken, der macht sich perfekt als Design-Objekt im Wohnraum. Das zweite Detail ist negativ und betrifft ebenfalls den Koffer. Gemeint ist der einfach nur als untauglich zu beschreibenden Schlüssel, der das Abschließen des Cases zum mehr als fummeligen Umstand degradiert. Liebe Gibson-Crew, das muss doch bitte möglich sein hier ein Schloss mit Schlüssel zu verbauen, das mehr taugt als jene von 8-Euro-Papp-Koffern aus dem Baumarkt. Das ist der Qualität von Gibson unangemessen, passt nicht zum Anspruch an sich selbst.

Fazit: Mein rotes Fledermäusen hat mir erstmal eine gute Summe Geld aus dem Portemonnaie gesaugt. Aber wie Dracula wird es unsterblich mein Favorit bleiben, dafür sogar bei Tageslicht. Red Batty hilft mir heute als Beginner und freut mich übermorgen als Profi, lernt mich heute laufen und morgen rennen, wird mich heute nicht überfordern und morgen fordern. Diese Freude wünsche ich auch Ihnen mit Ihrer SG!


Beats Powerbeats 2 Wireless In-Ear Ohrhörer - schwarz
Beats Powerbeats 2 Wireless In-Ear Ohrhörer - schwarz
Preis: EUR 141,89

48 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Langzeit-Rezi, Eintrag 2: Kauf/Erstgebrauch und Langzeitbetrieb., 8. September 2015
Beats? Das war für mich knapp Fünfzigjährigen erstmal (nur) eine Modemarke für Kids, bei der man für viel Geld womöglich den Namen mehr bezahlt als dem Preis entsprechende technische Qualität. Ein Hype-Gadget halt und fraglich, ob es an Bose, Teufel, Sennheiser & Co. rankommt - so das Vorurteil der Stimme auf der linken Schulter. Aber diese verteufelte Stimme auf der rechten Schulter sagte unermüdlich wie ein Mühlrad: "Versuch es, tu es, gib nach!" Und so sprang ich erstmal über den Schatten des Vorurteils und investierte rund 200 Euro in einen In-Ear-Kopfhörer - weit mehr als bisher, als die Schmerzgrenze für so etwas bei rund 40 Euro lag, bei durchaus stets sehr zufriedenstellender Qualität.

Eines der entscheidenden Merkmale war die Bluetooth-Option und damit das Ende des leidigen Kabelwirrwarrs bei jedem mal, wenn der Kopfhörer bislang aus der Sportstudiotasche gepuhlt wurde. Und in der Folge der Wegfall der nervigen Verkabelung vom Kopfhörer zum Smartphone quer unterm Hemd durch. Einfach nur ein kurzes Kabel von Ohr zu Ohr, dazu noch so angelegt, dass sich nichts zum Gordischen Knoten verhudelt. Und gleich vorweg: Das klappt in der Praxis auch super und somit hat sich dieses Kaufargument bestätigt.

Was auch sehr gefällt, ist die äußerst wertige Verpackung der Powerbeats, die als schicker Daueraufenthalt bei Nichtgebrauch taugt, und welche neben den Headphones selbst eine Schnellstartanleitung enthält, eine wertige ovale Aufbewahrungsbox, einen Beats-Aufkleber (wer's braucht'), ein Ladekabel USB auf Micro-USB sowie drei unterschiedliche Gummistöpsel zum individuellen Anpassen der Headphones ans eigene Ohr. Wie wichtig diese Stöpsel sind, dazu gleich mehr.

Bei Verpackung und Zubehör also nichts zu mäkeln. Genausowenig beim ersten Eindruck der Verarbeitung. Alles qualitativ hoch ansprechend wirkend. Was aber alles unwichtig wäre, wenn der Klang der Kopfhörer die große Enttäuschung brächte. Was er aber nicht tut. Ganz im Gegenteil. Was es auf die Ohren gibt ist zwar nicht gleich mehrere Klassen besser, als der Sound günstigerer in-ear Kopfhörer. Und die räumliche Abbildung ist auch nicht dermaßen perfekt, dass sich unendliche dreidimensionale Welten auftun. Aber alles klingt sehr sauber und natürlich, Instrumente stehen da, wo sie stehen sollen, auch bei hohen Pegeln verzerrt nichts und im Ganzen klingen die Powerbeats einfach nur sehr gut und sehr natürlich. Was ganz meine anfängliche Befürchtung widerlegte, dass es sich bei den Powerbeats um auf Bass-Bumm-Bumm gezüchtete Lifestyle-Ohrbrüller für die DJ-in-da-House-Generation handelt. Nein, die Powerbeats sind akustisch äußerst erwachsen und ernst zu nehmen!

Wobei aus meiner Erfahrung zwei Dinge essenziell wichtig sind, um den subjektiv besten Sound aus den Powerbeats heraus zu kitzeln. Zum einen gilt es, mit den diversen Equalizereinstellungen des z.B. Smartphones zu experimentieren. Von schrill laut über topfig dumpf, leicht verhallt, betont basslastig bis zu offen, natürlich und klar ist da alles drin. Man darf nur nicht den Headphones die Schuld geben, wenn man sie mit unpassenden Equalizereinstellungen der Hardware beschickt. Zum anderen bewirken die mitgelieferten Ohrstöpsel enorm viel. Out of the box saßen auf meinen Powerbeats die kleinsten Gummistöpsel. damit klangen die Powerbeats zwar schon sehr gut aber der Bass war doch recht mau und flach. Andere Stöpsel drauf, das Ohr dadurch besser abgedichtet und plötzlich hatte der Bass fast schon einen brachialen Wumms für solch winzige Membranen. Die zu erzielende Lautstärke ist dabei schön hoch - ganz ohne Verzerren - aber hat auch nicht Wacken-Niveau. Persönlich hätte ich da gern noch ein wenig mehr Pegel gehabt, aber das was geboten wird, ist absolut akzeptabel und ausreichend.

Bleibt noch ein Wort zum Tragekomfort. Beim ersten Test, nach rund einer Stunde Fitness-Studio, taten mir ein wenig die Ohren weh. Was aber weder an der Lautstärke noch am Klang lag. Es war vielmehr ein mechanisches Phänomen, dass ich so von meinen früheren Headphones nicht kannte. Es mag an der anderen Beschaffenheit der Halterungen liegen, an der Größe der Gummi-Ohrstöpsel, vielleicht schlicht am Ungewohnten, ich weiß es nicht. Und daher lasse ich mich und meine Ohren erstmal ein paar Wochen an die Powerbeats gewöhnen, bevor es hier womöglich etwas zu mäkeln gibt. Dann kann ich auch mehr dazu sagen, wie sich Material und Verarbeitung im mittelfristigen Alltag schlagen. Denn von 200-Euro-Headphones erwarte ich auch da deutlich mehr, als von 40-Euro-Teilen.

Direkt nach dem Kauf und ersten Gebrauch bin ich jedenfalls von den Powerbeats sehr überzeugt und bereue es nicht, so viel Geld hingelegt zu haben, um mir 50jährigem trendige In-Ears für 20jährige in die Ohren zu stecken. Vielleicht passt es zu mir sogar noch besser, denn mein Filius meinte, die Powerbeats würden an mir wie Hörgeräte aussehen.

Nachtrag: Schon kurz nach dem Kauf der Powerbeats hat sich der leichte Schmerz an den Ohren völlig verloren - es war hier offenbar tatsächlich lediglich eine Sache des kurzen Eingewöhnens. Nach Wochen des regelmäßigen Gebrauchs hat sich der positive Eindruck über die Powerbeats gefestigt. Das kurze Ohr-zu-Ohr-Kabel verdreht sich nicht zu Kinken, der Klang ist top und die Verarbeitung tadellos. Einmal aufladen dauert per USB an meinem PC etwa eine Stunde, was Energie für etwas zwischen drei und vier Stunden Betrieb gibt. Ein Thema für ein Upgrade wäre vielleicht, dass die Kopfhörer ein stärker werdendes akustisches Signal von sich geben, wenn der Akku zur Neige geht. Es gibt dafür zwar eine optische Anzeige am Hörerbügel, aber den sehe ich leider nicht beim Tragen. So kam es vor, dass urplötzlich der Saft weg war, mein Smartphone den Bluetooth-Kontakt abschaltete und über seinen eigenen Lautsprecher das Fitness-Studio beschallte. Aber wenn man aus Erfahrung weiß, für wie viele Stunden eine Akkuladung ausreicht, lädt man eben zu Hause rechtzeitig auf. Alles kein Problem.


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20