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Rezensionen verfasst von
Julia Langosz Media-Mania.de

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Verkehr in der Praxis: Beiträge zur Verkehrspraxis
Verkehr in der Praxis: Beiträge zur Verkehrspraxis
von Thomas J. Mager
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 39,00

1.0 von 5 Sternen Unverschämt hoher Preis für nahezu "Lose-Blatt-Sammlung", 25. Mai 2011
Zur Bewertung des Sammelwerkes ist folgendes positiv anzumerken: Fast alle Beiträge wirken, mit wenigen Ausnahmen, von ihren Verfassern gut recherchiert und sind informativ. Einzelne Beiträge sind um schlüssige Grafiken oder Bilder sinnvoll ergänzt.
Beim Lesen des Werkes stellt sich jedoch die große Frage, wie alle diese Beiträge thematisch zusammen passen. Gibt es einen roten Faden, eine Diskussionsfrage, an der sich der Leser entlang hangeln kann? Diese Frage muss definitiv mit "Nein" beantwortet werden. Es gibt kein übergreifendes Thema und Artikel, die einen ähnlichen Themenbereich von mehreren Seiten beleuchteten. Auch die Einleitung des Herausgebers spannt keinen Bogen um die diversen Beiträge.
Zudem kann der Titel des Buches in die Irre führen. Ein Buch mit dem Thema "Verkehr in der Praxis" sollte doch mehr umfassen als einen zusammengewürfelten Haufen von Beiträgen aus der ÖPNV-Planung. Und da bringt auch der zusammenhangslose letzte Beitrag über das Unternehmen Airbus keine Abwechslung. Das Buch hätte (ohne den letzten Beitrag) eher "ÖPNV-Planung in der Praxis" heißen müssen.

Ein ganz großer Minuspunkt wird außerdem für die schlechte Aufmachung des Buches vergeben: Der einfache Nachdruck von Power-Point- Folien in einem Buch, das für sich einen wissenschaftlichen Anspruch erhebt, erscheint unangebracht. Ebenso negativ fällt auf, dass die komplette Einleitung aus dem Buch in Schriftgröße 5 auf dem hinteren Buchrücken aufgeruckt und aus diesem Grund nicht sehr ansprechend ist.

Fazit: Das Potenzial der einzelnen Beiträge ist durchaus vorhanden. Hätte man diese in einen sinnvollen Zusammenhang gebracht, sie um Expertenstimmen und Diskussionsbeiträge ergänzt und in ansprechenderer Aufmachung präsentiert, das ganze zu einem vernünftigen Preis angeboten, so wäre dieses Werk sicherlich lesenswert gewesen. So bleibt nur der Eindruck einer Zusammenwürflung von Beiträgen zurück, und das zu einem unverschämt hohem Preis.

B - eine deutsche Reise
B - eine deutsche Reise
von Burkhard Müller
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen System "B" ist definitiv eine (literarische) Reise wert!, 25. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: B - eine deutsche Reise (Gebundene Ausgabe)
Müller versteht es gut, in essayistischer Schreibweise eine Momentaufnahme zu zeichnen. Was macht den Raum aus und wie wird dieser durch die Kultur und Gesellschaft geprägt? Gut recherchierte historische Fakten ergänzen diese Nachzeichnung auf eine gelungene Art und Weise, dennoch liest sich "B - Eine deutsche Reise" keinesfalls wie ein Reiseführer oder ein Reisetagebuch. Es gelingt dem Autor, eine beinahe wissenschaftliche, soziologische Sicht des Raumes zu erzeugen, ohne dabei in Fachjargon abzudriften. Auch kritische Anmerkungen beispielsweise zur Bürde eines Weltkulturerbes für eine kleine Stadt finden ihren Platz.

Die Aufmachung des Buches ist sehr gelungen, das Titelbild und die Textgestaltung sind sehr ansprechend. Hier und dort sind kleine schwarz-weiße Fotografien und Karten zur Orientierung beigefügt.

Müller ermuntert mit seinen Gedankengängen und Wahrnehmungen den Leser, sich selbst auf die Reise zu begeben und dabei das eigene Land näher kennen zu lernen. Davon abgesehen kann doch ein Trip auf der Bundesstraße auch durchaus entspannter sein als das Gehetze und Gedrängel auf den deutschen Autobahnen. Slow down und die eigenen Erfahrungen machen ist angesagt! Spätestens nach Müllers letzter Station, der "letzten" Bundesstraße Nr. 999 Ortsumgehung Rödental, juckt es in den Fingern, Alternativrouten zur nächsten Autobahnfahrt zu erkunden.

Donkey Kong: Country Returns
Donkey Kong: Country Returns
Preis: EUR 39,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sauschwer und nicht für die "Kleinen" geeignet, 3. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Donkey Kong: Country Returns (Videospiel)
Farbenfrohe Level

Die einzelnen Level bestechen durch ihre farbenfrohen und exakt ausgestalteten Umgebungen. Durch die Vielfalt der Themen der einzelnen Level, die sich im groben Rahmen auf das Thema der jeweiligen Welt beziehen, kommt garantiert keine Langeweile auf. Wie immer säumen Bananen den Weg der beiden Freunde, die es aufzusammeln gilt. Aber nicht nur Bananen, sondern auch Buchstaben des Wortes "KONG" sowie Puzzleteile, die oft an versteckten oder schwer zugänglichen Stellen platziert sind, wollen gesucht und gefunden werden, um Belohnungen zu ergattern. Neben der normalen Rennerei müssen Donky und Diddy aber auch auf andere Gefährte umsteigen, wie zum Beispiel den altbekannten Bergwerks-Loren. Witzig ist, dass beide Spieler diese Loren gleichzeitig steuern können und da das ein oder andere Mal amüsante Missverständnisse entstehen.

Die Endgegner - wie oft denn noch?

Die Endgegner sind in jedem Jump-and-Run so eine Sache für sich. Bei "Donkey Kong Country Returns" wurden die Endgegner leider nicht so gut umgesetzt. Zwar gibt es viele verschiedene Endgegner, die man auf unterschiedliche Weise besiegen muss, aber gerade dieser Fakt macht es beispielsweise sehr jungen Spielern sehr schwer herauszufinden, wie ein Gegner besiegt werden kann. Einmal drauf springen, zweimal dagegen rollen und dann am besten noch eine Pirouette drehen - das ist nicht gerade leicht. Des Weiteren tauchen einige Endgegner nach einem vermeintlichen Sieg plötzlich wieder auf und für die Spieler beginnt das gleiche Lied von vorn. Wie oft? Das steht in den Sternen ... (wenigstens gibt es kein Zeitlimit, um dies heraus zu finden).

Fazit: Für die Kleinsten zu schwer

Durch die Frage des richtigen Besiegens der Endgegner sowie der zahlreichen Extra-Objekte, die es zu sammeln gilt, ist der Schwierigkeitsgrad von "Donkey Kong Country Returns" nicht zu unterschätzen. So lassen sich viele Level nur durch Trial-and-Error-Prinzip beenden, was leider massig Leben kostet. Leider gibt es auch keine Unterwasserwelten, dafür taucht Rambi, das Nashorn, an einigen Stellen wieder auf!
Die Länge der einzelnen Level und die Anzahl der Checkpoints (komischerweise Dschungel-untypisch mit einem rosa Schweinchen, das mit einer Flagge wedelt, versehen) variiert sehr stark, so dass die Spieler nie genau wissen, wann ein Level endet. Manchmal taucht die "End-Tonne" aus diesem Grund also überraschend auf, oft wird sie durch den hohen Schwierigkeitsgrad aber auch herbeigesehnt.

Nach dieser Einschätzung bleibt das Fazit: sau-schwer und daher nicht für die Kleinen geeignet. Fans der Affenbande werden trotzdem begeistert sein und sich an den umfangreichen Levels die Zähne ausbeißen. Geschmackssache!

Mehr Infos und einen Trailer zum Game gibt es hier auf der Nintendo-Website.

Das Mac-Buch für Einsteiger: Der visuelle Einstieg. Inkl. iTunes, iPhoto, Netzwerke, Internet, Finder, Dock, Spaces, Datensicherung, Automatisierung (Galileo Design)
Das Mac-Buch für Einsteiger: Der visuelle Einstieg. Inkl. iTunes, iPhoto, Netzwerke, Internet, Finder, Dock, Spaces, Datensicherung, Automatisierung (Galileo Design)
von Jörg Rieger
  Taschenbuch

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Entdecke die Möglichkeiten - auf eine anschauliche Weise, 3. März 2011
Mac-Computer sind prädestiniert für die Bearbeitung von Fotos, Musik und bewegten Bildern, aus diesem Grund ist das Betriebssystem bei Grafikern und Designern häufig die erste Wahl. Doch auch für den Heimgebrauch sind die mitgelieferten Programme wie Iphoto und Imovie für diese Anwendungen optimal geeignet. Auf knapp 100 Seiten wird aus diesem Grund das wichtigste Wissen für die Programme vermittelt.

Wen das smarte Betriebssystem dennoch nicht überzeugt hat, der kann im letzten Kapitel des Buches nachlesen, wie andere Betriebssysteme auf dem Mac installiert werden können.

Für alle neuen User, die beispielsweise durch ihr iPhone auf den Geschmack von Apple (Äpfeln) gekommen sind, bietet dieses Buch eine ideale Grundlage, das die ersten Schritte mit dem neuen Betriebssystem erleichtert. Aber das "Mac-Buch für Einsteiger" ist nicht nur für Anfänger, sondern auch für Fortgeschrittene User eine Bereicherung, um weiter in die Tiefen dieses System einzusteigen, das eine oder andere beizeiten nachzuschlagen und Geheimtipps zu entdecken.

Im Buch blättern kann man auf der Verlags-Website.

National Geographic Der Kalender 2011: Best of National Geographic (Poster Cal)
National Geographic Der Kalender 2011: Best of National Geographic (Poster Cal)
von National Geographic
  Kalender

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Highlight im Kalenderjahr 2011!, 4. Dezember 2010
Das Besondere an diesem Kalender sind die einzigartigen Schauplätze der Motive: Welche Person kommt schon einmal in die Antarktis, auf die Osterinseln, in das Mündungsdelta des mexikanischen "Colorados" oder auf die Fidschi-Inseln? Dieser Kalender macht zumindest das Träumen von diesen außergewöhnlichen Fleckchen der Erde möglich.
Das große Format des Kalenders bringt die farbenreichen Aufnahmen ideal zur Geltung. Die Qualität der Fotografien leidet unter dieser Großzügigkeit definitiv nicht. Besonders hervorzuheben ist außerdem die Tatsache, dass die Bilder gar nicht oder kaum digital nach bearbeitet wurden. Dies macht den Kalender natürlich und authentisch.
Auf dem Rücken der letzten Seite sind alle Motive des Kalenders noch einmal gesondert aufgeführt. An dieser Stelle finden sich die Namen der Fotografen und das Aufnahmejahr, ergänzt um wissenswerte Informationen zu den einzelnen Schauplätzen.

Der relativ hohe Preis des Kalenders ist durch die extrem gute Druckqualität und die edle Aufmachung generell gerechtfertigt. Die eindrucksvollen Fotografien verschönern jede Wand und die Intention der Vereinigung "National Geographic", die "geographischen Kenntnisse zu mehren und zu verbreiten", wird auf eine anschauliche Art und Weise erreicht. Der "Best of National Geographic" ist ein echtes Highlight im Kalenderjahr 2011 und uneingeschränkt empfehlenswert.

Franco Pace 2011
Franco Pace 2011
von Franco Pace
  Kalender

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schlichte Eleganz, die auf ganzer Linie überzeugt, 4. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Franco Pace 2011 (Kalender)
Die schlichte Eleganz setzt sich auf den Monatsseiten des Kalenders fort. Jedem Monat des Jahres ist eine eigene Seite gewidmet, so dass ein aufwendiges Umdrehen des Kalenders durch eine beidseitige Bedruckung entfällt. Die Spiralbindung des Wandkalenders enthält eine mittige Aussparung zum Aufhängen, so dass der Kalender in der richtigen Position voll zur Geltung kommt.

Die Fotografien auf den einzelnen Seiten werden von einem relativ breiten, matt-schwarzen Hintergrund umrahmt, der die ausdrucksstarken Bilder ideal zur Geltung bringt.
Die Schriftzeile mit den Daten ist nicht zu klein und in einem silbernen Ton gehalten. Die Sonntage sind mit weißer Farbe hervorgehoben. Unter jeder Fotografie findet sich ein Hinweis auf den Aufnahmeort und das Aufnahmejahr sowie den Anlass, wie beispielsweise eine Regatta.

Der Segel-Kalender von Franco Pace zeichnet sich durch eine besonders hochwertige Verarbeitung, ergänzt um ausgewählte und nur marginal bearbeitete Fotografien aus. Er ist sein Geld voll und ganz Wert und verschönert jede Wand, egal ob Zuhause, im Büro oder vielleicht sogar im Segelverein.

Das Inferno: Roman
Das Inferno: Roman
von Richard Laymon
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Spannender Laymon, mit Abzügen in der B-Note!, 4. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Das Inferno: Roman (Taschenbuch)
Horror-Fans, die beispielsweise Laymons "Der Pfahl" gelesen haben, konnten bereits die andere, gesellschaftskritische Seite des Autors kennengelernen. In seinen früheren Werken wie "Die Insel" geht es hauptsächlich um das Blutvergießen und die detaillierte Beschreibung dessen, was Menschen anderen Menschen grausames antun können - und das auf die perfidesten Arten und Weisen. Bei "Das Inferno" liegt aber ein anderer Hintergrund vor. Allen Menschen in Los Angeles widerfährt ein und dasselbe Schicksal: Ein Erdbeben zerstört unwiderruflich ihr Leben und macht alles kaputt, was mühsam aufgebaut wurde. Dies weckt Endzeitgedanken und macht Panik. Alle bestehenden Regeln und gesellschaftlichen Normen werden über Bord geworfen, die Stadt versinkt in einem großen Chaos als die Bewohner ihr eigentliches Ich vergessen und zunehmend egoistisch handeln.
Etwas überspitzt wirken allerdings die Beschreibungen der Bewohner Los Angeles, die nach dem Beben in den chaotischen Zuständen relativ bald mit abartigen Handlungen beginnen. Das sich ein derart skrupelloses Verhalten der Bürger so entwickelt, kommt für den postapokalyptischen Horrorroman gerade recht, wirft aber die Frage auf, ob sich die Menschen wirklich so verhalten würden.
Es ist außerdem unheimlich und unbeschreiblich, wie Laymon es schafft die Gedanken und die Psyche eines Psychopathen wie dem Nachbar der Familie, Stanley, so direkt zu beschreiben. So eine detaillierte Charakterzeichnung erwartet man eher von einem professionellen Profiler als von einem Horrorautor! Gerade der Charakter von Stanley macht das unheimliche an der Story aus.
Leider treibt es Laymon in diesem Werk wieder etwas zu dolle mit der Beschreibung des weiblichen Geschlechts. In nahezu jedem Kapitel entwickeln sich die sexuellen Fantasien der männlichen Darsteller in eine eindeutige Richtung, die Laymon natürlich immer wieder in die Geschichte einbringt. Bemerkenswert ist, dass die weiblichen Protagonisten diese Gedanken eher weniger hegen oder Laymon diese nicht erfasst.
Die Charakterzeichnung von Sheila ist leider etwas widersprüchlich geworden. Warum bemerkt eine gestandene Frau nicht viel eher, dass sie von ihrem Nachbarn ausspioniert wird? Und warum bemerkt sie seine eindeutigen Blicke zunächst nicht, als er versucht, sie zu befreien? Sheila wirkt einfach etwas zu naiv.

Laymon greift in "Das Inferno" wieder einmal ein Thema auf, das viele gesellschaftskritische Anreize bietet: Schade, dass er diese Möglichkeit kaum nutzt, sondern in guter alter Laymon-Manier mit den abartigsten Beschreibungen des menschlichen Handels und deren Psyche überzeichnet. Wenn der Leser sich darauf einlässt und auch nicht viel mehr erwartet, dann gilt es, 640 Seiten puren Horror zu entdecken.

Der Pfahl
Der Pfahl
von Richard Laymon
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein "leiserer" Laymon muss nicht langweilig sein!, 2. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Der Pfahl (Taschenbuch)
Laymon ist bekannt für seine sehr brutale, manchmal groteske Schreibweise, die so manch einem Leser den Magen verdreht. Gerade aus diesem Grund scheiden sich an Laymon die Geister, zumal er seine Ausführungen mit zahlreichen sexistischen Anmerkungen und Passagen krönt. Auch in diesem Werk gibt es wieder viel davon: die Gedanken von Protagonist Larry, wenn er an alle weiblichen Wesen außer seiner Frau denkt, oder die Beschreibung der Vergewaltigung von Larrys Tochter Lane. Wem dies zu viel des Guten ist, der sollte Laymons "Der Pfahl" nicht zur Hand nehmen.

Die Brutalität in diesem Werk ist - für Laymons Verhältnisse - eher schwach ausgeprägt. Es gibt keine üblen, über viele Seiten andauernde Kampfszenen mit den fiesesten Verletzungen. Bemerkenswert ist, dass Laymon es schafft, die Spannung über die gesamten 600 Seiten aufrecht zu erhalten: Durch den Buchrücken erfährt der Leser, dass die beiden Freunde früher oder später den Pfahl aus der Leiche ziehen. Dass dies durch kleine Nebengeschichten und die Beschreibung der Umstände der verfahrenen Situation nicht gerade schnell passiert, stört den Fluss des Buches nicht.
Wenn ein Horrorautor über einen Horrorautor schreibt, dann stellt sich zwangsläufig die Frage, ob Laymon etwas von seinen eigenen Gedanken und Ansichten auf den Protagonisten Larry projiziert hat. Dies ist sicherlich in den Passagen der Fall, in denen Laymon beschreibt, wie Larry die ersten Seiten seines neuen Buches niederschreibt und dabei die Zeit und die Menschen um sich herum vergessen zu scheint. Ob Laymon sich wie Larry eigentlich vor seinen selbst erdachten Figuren fürchtet, das hätte der 2001 verstorbene Autor wohl nur selbst beantworten können.

Wer Splatter-Horror erwartet, der sollte zu anderen Werken Laymons greifen. "Der Pfahl" bedient eher die gesellschaftskritische Seite des Horror-Genres. Laymon beweist eindeutig, dass das Böse nicht immer in den Horrorfiguren aus erdachten Geschichten liegt, sondern in den Menschen selbst. Das Ende des Buches, das an dieser Stelle natürlich noch nicht verraten werden soll, beweist diese Erkenntnis.
Die letzte Zeile des Buchrückens "Keine gute Idee, wie sich bald herausstellen wird", die sich auf das Herausziehen des Pfahles bezieht, erscheint nach dem Lesen des Buches in einem ganz anderen Licht. Allein diese Tatsache macht "Der Pfahl" so besonders lesenswert.

Statistik für Dummies (Fur Dummies)
Statistik für Dummies (Fur Dummies)
von Deborah Rumsey
  Taschenbuch
Preis: EUR 19,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessant für Textverliebte "Statistik-Dummies", keine nackten Zahlen!, 11. August 2010
"Statistik für Dummies" ist so geschrieben, dass der Leser an jeder Stelle einsteigen kann. Dies hat sich im Test auch bestätigt, allerdings empfiehlt es sich als Statistik-Neuling die einführenden Kapitel zunächst komplett durchzuarbeiten um am Ende nicht das große Fragezeichen vor den Augen zu haben, weil wichtige Begriffe übersprungen wurden.

Als sehr nützlich erweisen sich dazu auch die Symbole, die am Rand der Texte und Rechenbeispiele gegeben sind. Diese machen den Leser beispielsweise darauf aufmerksam, dass der ein oder andere Abschnitt oder die ein oder andere Formel von besonderer Bedeutung ist. Diese Randsymbole erleichtern zudem das spätere Auffinden von bestimmten Textstellen.

Als Erheiterung finden sich im Buch kleine Cartoons zum Thema Statistik, die dem Leser nicht selten ein Lächeln auf die Lippen zaubern. Der doch recht dröge "Unterrichtsstoff" wird mit interessanten Beispielen, zumeist aus der Wissenschaft, aufgelockert. Nicht selten wird auf fehlerhafte Statistiken, die den Betrachtern nur etwas vorgaukeln, eingegangen. Getreu dem Motto: "Traue keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast."

Schon beim Aufschlagen des Buches kann festgestellt werden, dass das Werk keinesfalls nur aus Formeln mit knappen Erklärungssätzen besteht. Vielmehr wird dem Leser sehr wortreich erklärt für welche Werte die Buchstaben in den Formeln stehen: Was in anderen Statistikwerken beispielsweise mit "Z = Z-Wert für das Konfidenzniveau" beschrieben ist, dem widmet Deborah Rumsey gleich eine ganze Seite. Dadurch liest sich das Buch eher wie eine Art Roman, nicht wie eine Anleitung zur Statistik. Für alle, denen die Mathematik mit nackten Zahlen nicht so sehr liegt ist dies sicherlich sehr hilfreich, Pragmatikern wird das Buch aus diesem Grund aber eher keine Freude bereiten.

Fazit:
"Statistik für Dummies" ist gut dazu geeignet, vorhandenes Wissen wieder aufzufrischen oder längst vergessene Formeln und Vorgehensweisen zu rekapitulieren. Auch als Nachschlagewerk eignet sich "Statistik für Dummies" durch das gute Register und die Hervorhebungen und Symbole hervorragend und bereichert somit jedes gut sortierte Bücherregal.

Durch die ausführliche Einführung in die Thematik und die vielen Beispiele ist das Buch durchaus auch für Statistik-Neulinge geeignet. Diesen sei aber zur Unterstützung das zugehörige Übungsbuch (ebenfalls erschienen im Wiley-VCH Verlag) ans Herz gelegt.

Färöer Inseln
Färöer Inseln
von Marco Paoluzzo
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 54,00

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderschöne Aufnahmen einer unbekannten, kargen und mystischen Inselgruppe, 11. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Färöer Inseln (Gebundene Ausgabe)
Der einleitende Text des Autors ist in englischer, deutscher und französischer Sprache abgedruckt. Die Bildunterschriften sind sehr simpel gehalten und geben lediglich den Ort, in dem die Fotografie entstanden ist in einem blassen Grau wieder. So wirken die Bilder für sich und kommen ohne große Erklärungen und Zusätze aus.

Die Tatsache, dass es sich bei diesem Bildband um schwarz-weiß Fotografien handelt stört nicht im geringsten. Gerade dies lässt die Kontraste zwischen den Landschaften und den fast silbrig erscheinenden Wassermassen interessant werden. Und wenn dann doch einmal die Sonne durch die Wolken bricht, so gelingt es dem Fotografen trotz der schwarz-weiß Einstellung, die Bilder lebendig wirken zu lassen. Die Fotografien geben oft den Eindruck von endloser Weite. Durch das Spiel von Licht und Schatten wird das Relief der Inseln besonders sichtbar. Die ständig wechselnden Wolkenformationen tun dazu ihr Übriges.

Die Färöer Inseln werden wohl nie zu einem überlaufenen Touristenziel. Doch Marco Paoluzzo schafft es, den Betrachtern dieses Bildbandes dieses Fleckchen Erde in seiner vollen Schönheit und dennoch mit einer großen Portion Realismus näher zu bringen. So kann sich der Leser auf eine Traumreise in den Norden begeben, ohne nass zu werden und die steife Meeresbrise zu spüren.

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