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Beiträge von Andrea Hübner
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Hilfreiche Bewertungen: 534

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Rezensionen verfasst von
Andrea Hübner "monja1995" (Fahrenzhausen, Bayern)

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Black Rabbit Hall - Eine Familie. Ein Geheimnis. Ein Sommer, der alles verändert.: Roman
Black Rabbit Hall - Eine Familie. Ein Geheimnis. Ein Sommer, der alles verändert.: Roman
von Eve Chase
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

4.0 von 5 Sternen Erinnert an frühere Jahre der Literatur, 2. Mai 2016
Roman, Familiensaga

Klappentext:

Der Geruch nach Bienenwachs, das Summen des Globusses. Der Geschmack der Vergangenheit. Salzig, köstlich auf der Zungenspitze – das ist
BLACK RABBIT HALL
Amber Alton weiß, dass die Stunden auf Black Rabbit Hall, dem Sommersitz ihrer Familie, langsamer vergehen als anderswo. Es passiert nicht viel. Bis zu einem stürmischen Abend 1968. Vereint durch eine unfassbare Tragödie, müssen Amber und ihre drei Geschwister sich nun mehr denn je aufeinander verlassen.
Jahrzehnte später fahren Lorna Smith und ihr Verlobter Jon auf der Suche nach einem Ort für ihre Hochzeitsfeier durch die wilde Landschaft Cornwalls – und stoßen auf ein altes , leicht verfallenes , aber wunderschönes Haus…

Mein Umriss:

Lorna und Jon wollen heiraten. Weitab ihrer Heimatstadt London, in Cornwall. Auf einem alten Landsitz soll die Hochzeit gefeiert werden. Auf der Suche nach Black Rabbit Hall will Jon schon aufgeben, als er in einen Beinaheunfall verwickelt wird und ihm der Bauer den restlichen Weg auf den Landsitz erklärt. Dort angekommen, sieht Jon das Gebäude nüchterner als Lorna. Er will ihr die Feier dort ausreden. Lorna jedoch verliebt sich auf Anhieb in das alte Gemäuer und bleibt sogar ein paar Tage, um mehr darüber zu erfahren.
Als sie Bruchstücke über die ehemaligen und auch der noch aktuellen Bewohner erfährt, sieht sie einen Zusammenhang mit ihrer eigenen Adoption und beginnt, näher zu forschen und stößt auf Dinge, die sie niemals für möglich hielt…

Mein Eindruck:

Schnell liest man sich in diesen Roman ein. Die Schreibweise der Autorin erinnerte mich etwas an die Bücher der Jahre 1950 bis 1970. Damals beherrschten die Autoren sie ebenso wie Eve Chase. Blumig, bildhaft, teils so detailverliebt, dass es schon unrealistisch ist und trotzdem einfach nur schön zu lesen. Nein, um anspruchsvolle Literatur handelt es sich bei diesem Buch nicht, aber das wollte Chase wohl auch nicht erreichen. Hier geht es nur darum, den Leser nach Cornwall zu entführen, ihn eintauchen zu lassen, in die Landschaft und diesen ehemaligen Landsitz, der zu verkommen begann, als sich der Herr des Hauses nach dem Tod seiner ersten Frau eine Nachfolgerung für sie ins Haus holte. Durch die Beschreibungen der Autorin, kommt es einem während des Lesens vor, als würde man mitten drin sein, die Gerüche wahrnehmen, den Wind, die salzige Meeresbrise und man hört die Kinder, die dort lebten.
Die Aufmachung des Buches verdient besonderes Lob. Der Schutzumschlag besteht aus Transparentpapier, auf dem der Klappentext und der Titel gedruckt ist. Nimmt man diesen ab, so erkennt man nur noch Black Rabbit Hall unter einem wolkenverhangenen Himmel.
Eben wie das Buch an sich, ist die Aufmachung auch eine Augenweide, die sich in jedem Bücherregal einen Sonderplatz verdient

Mein Fazit:

Nette Unterhaltung für entspannte Urlaubstage oder während einer längeren Bahnfahrt


Schwarmintelligenz: Wie einfache Regeln Großes möglich machen
Schwarmintelligenz: Wie einfache Regeln Großes möglich machen
von Len Fisher
  Gebundene Ausgabe

1.0 von 5 Sternen Mit viel Blabla am Thema vorbei geschossen, 19. April 2016
Mein Umriss:

Len Fischer zeigt in Beispielen das Verhalten von Bienen-, Heuschrecken-, Vogel- und Ameisenschwärmen auf und wie sich diese wie ein zufällig zusammen gefügter Organismus reagieren. Dass sich auch Menschen das Schwarmverhalten , sobald sie sich in der Masse befinden, zu eigen machen, erklärt er auf anschauliche Weise unter anderem mit übersichtlichen Zeichnungen. Was aus Schwarmverhalten entstehen und wie dieses zu beeinflussen ist, veranschaulicht er in diversen Rechen- und Tabellenbeispielen.
Dass sich z.B. Bienen in ihrem Schwarmverhalten beeinflussen lassen, zeigte er anhand eines Beispieles, bei dem den Tieren die Nasonov-Drüsen mit einem Farbtupfer verklebt wurden.
Anhand der Anmerkungen am Ende des Buches lassen sich Fishers Recherchewege gut nachverfolgen, wobei die Möglichkeit gegeben ist, sich weiter in diese interessante Materie einzulesen.

Mein Eindruck:

Dieses Buch war für mich leider eine herbe Enttäuschung. Mit Euphorie machte ich mich ans Lesen, erfuhr jedoch nur etwas über das Verhalten der Schwärme, das Wie und Warum blieb Len Fisher mir schuldig. 187 Seiten mehr oder weniger Blabla um nichts und bis Seite 268 Querverweise auf seine Recherchepunkte ließen mich dieses Buch eher unbefriedigt weglegen.
Für ein Sachbuch zwar eher leicht verfasst, sodass sich jeder Leser relativ schnell in der Materie wieder findet, aber leider nicht so lehrreich und informativ, wie ich es von einem Sachbuch eines Naturwissenschaftlers erwartet hätte.
Len Fisher wäre besser bedient gewesen, nur die Recherchepunkte in einem Handout zu veröffentlichen und den Rest dem Leser selbst zu überlassen. Nur so wird dieser über kurz oder lang die Informationen sammeln können, die er gerne zu diesem wirklich überaus interessanten Thema haben möchte.

Mein Fazit:

Ein Buch, das zwar optisch gut aufgestellt ist, aber dessen Inhalt mehr als zu wünschen übrig lässt.


Papa, ich hätte dich geliebt: Tagebuch eines Kuckuckskindes
Papa, ich hätte dich geliebt: Tagebuch eines Kuckuckskindes
von Liane R. Anderson
  Broschiert
Preis: EUR 16,80

5.0 von 5 Sternen So gerne hätte sie ihn geliebt, 12. April 2016
Mein Umriss:

Liane R. Anderson erfährt mit 44 Jahren, dass sie ein Kuckuckskind ist. Ihr bisheriger Vater nicht ihr leiblicher Vater ist und sie ihm von ihrer eigenen Mutter ins Nest gelegt wurde. Liane macht sich auf die Suche nach ihrem leiblichen Vater, dessen Namen sie von ihrer Mutter an Weihnachten, eher unabsichtlich erfahren hatte. Christian Gartening
Sie recherchiert im Internet, erhält Hilfe von ihrer Freundin Judith und wird schnell fündig. Den Kontakt mit ihrem Vater herzustellen, war dann nur noch eine Frage der Zeit.
Bei der ersten Kontaktaufnahme ging sie noch etwas vorsichtig vor, denn sie wusste nicht, wer dieser Gartening war und wie er reagieren würde.
Entgegen ihrer schlimmsten Befürchtungen war er ein scheinbar offener und herzlicher Mensch, der ihr schnell sympathisch war. Dass er Forderungen stellte, übersah Liane zuerst. Bereitwillig ging sie für und mit ihm für die Familie einkaufen und zahlte auch bereitwillig die von ihm bestimmten Restaurantbesuche.
Am Anfang schlug sie alle Warnungen über ihren leiblichen Vater in den Wind. Es dauerte jedoch nicht lange, bis auch sie ihn durchschaute. Er wollte nur Geld und das sah er auch, indem er versuchte, sie zu einem Interview für eine Zeitung und später von einer Talkshow zu überreden. Das jedoch schlug sie aus, weil sie ihrer Mutter damit keinen Schaden zufügen wollte. An diesem Punkt angelangt spürte sie zum ersten Mal Christians Aggressionen und seine unflätige Ausdrucksweise. Auch welche Meinung er von ihr und ihrer Familie hatte, zeigte sich in diesem Moment…

Mein Eindruck:

Liane R. Anderson verfasste die Zeit zwischen dem 26. Dezember und dem 21. Juli in Tagebuchstil. Bei vielen wird diese Art, ein Buch zu verfassen, schnell langweilig und auch langatmig. Nicht so bei Liane, die „nur“ einen Teil ihrer Lebensgeschichte aufgeschrieben hat, es aber trotzdem schafft, einen an eben dieser Lebensgeschichte festzuhalten.
Sehr emotional geht sie an ihre Treffen mit ihrem Vater heran, den sie so gerne lieben können würde, der dies aber durch seine Herrschsucht nicht zulassen will. So emotionsgeladen wie die Autorin hier geschrieben hat, so wird man als Leser von den aufkommenden Emotionen mitgerissen. Teils den Tränen nahe, wollte ich Liane am Schlafittchen packen, sie schütteln und ihr zurufen, dass dieser Mann eine Tochter wie sie nicht verdient hat und sie ihn ziehen lassen soll.
Aber gerade als Tochter, wenn man nach der Liebe seines Vaters lechzt, die man nie bekommen hat, kann man ihr Verhalten nachvollziehen.
Liane schreibt nicht nur ein Tagebuch, das sich über ein halbes Jahr ihres Lebens erstreckt, nein, am Ende verfasste sie einen ans Herz gehenden Epilog, der zeigt, dass sie ihre ganze Mühe nicht als vergebens ansieht, sondern als weiteren wichtigen Schritt in ihrem Leben. Einem Schritt, bei dem sie nie die letzten an sie gerichteten Worte ihres biologischen Vaters vergessen wird.
Wie gerne hätte sie ihn geliebt.

Mein Fazit:

Man muss kein Fan von Biografien sein, um von diesem Buch gefesselt zu werden. Von mir erhält es die besten Empfehlungen


Die Ungehörigkeit des Glücks: Roman
Die Ungehörigkeit des Glücks: Roman
von Jenny Downham
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Drei Chancen vertan, 20. März 2016
Roman

Klappentext:

Katie – Caroline – Mary
Drei Frauen
Drei Generationen
Drei Lebensgeschichten

Die Begegnung der drei lässt alte Wunden aufbrechen und Lebenslügen zerbrechen.
Als die siebzehnjährige Katie ihrer Großmutter Mary zu ersten Mal begegnet, hat diese schon deutliche Anzeichen von Alzheimer. Katie erkennt das Liebenswerte und Faszinierende an der alten Dame, und vor allem beginnt sie, deren Erinnerungen aufzuschreiben. Sie spürt dabei Familiengeheimnisse auf, die nicht nur ihre Mutter Caroline in ein völlig neues Licht rücken.

Mein Umriss:

Caroline wird ins Krankenhaus gerufen, wo sie kurz darauf auf ihre Mutter Mary trifft. Ihre Mutter, die sie ihr Leben lang als solche vermisste. Nun sollte sie sich plötzlich um die alte Dame kümmern, die sie so gut wie gar nicht kennt.
Aber so ist es bestimmt. Das Kind kümmert sich um die Mutter, wenn diese nicht mehr in der Lage ist, ihr Leben selbstbestimmt zu führen.
Diese Gewissheit stellt Caroline vor ein großes Problem, da sie nicht von ihrer Mutter, sondern von ihrer Tante großgezogen wurde, die sie an Kindesstatt annahm. Jetzt bleibt ihr aufgrund der Alzheimer-Erkrankung aber nicht mehr viel Zeit, ihre Mutter und deren Leben kennen zu lernen. Nur ihre Tochter Katie kommt auf die Idee, das Leben der Großmutter zu erforschen, solange diese noch in der Lage ist, ihr darüber zu erzählen. Sie beginnt das Leben der Großmutter aufzuschreiben…

Mein Eindruck:

Nachdem ich vor ein paar Jahren bereits „Bevor ich sterbe“ von Jenny Downham gelesen habe, wollte ich mir dieses Buch auf keinen Fall entgehen lassen. Damals habe ich während des Lesens nicht nur so manche Träne geweint, nein, ich habe geheult wie ein Schloßhund. Also dachte ich, dass die Autorin mich auch diesmal wieder an meiner verletzlichen Seite packen würde, zumal das Thema Alzheimer in meiner Familie auch einige Jahre sehr präsent war.
Der Einstieg gelang Downham perfekt. Sie schrieb in meinen Augen in Rätseln. Diese Rätsel jedoch wurden schnell gelöst und ich dachte, ich wäre im Geschehen angekommen. Leider verzettelte sich die Autorin immer wieder in langatmiges, unnötiges Blabla, das mich absolut nicht vom Hocker riss. Erst dachte ich noch, ich gebe dem Buch eine Chance bis Seite 50. Dann bekam es eine Verlängerung bis Seite 100, denn ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ein Autor in ein so tiefes Tal abgleiten kann. Auf Seite 100 stellte ich fest, dass die Autorin noch immer nicht zu Potte kam und sich in Kleinigkeiten verlief, also gab ich ihr noch einen Leseabend.
Dieser jedoch endete nun leider mit dem Abbruch dieses Buches, mit dem mir Jenny Downham alles andere als begeisterte.
Sicher wird die Autorin Leser finden, die dieses Buch vergöttern werden, meinen Nerv hat sie damit leider nicht getroffen. Vielleicht schafft sie das ja mit dem nächsten Buch, falls sie nochmal eines schreiben sollte.

Mein Fazit:

Leider nichts für mich, weil zu langatmig und langweilig

Danksagung:

Mein Dank geht an die Randomhouse-Verlagsgruppe und hier im Speziellen an den Bertelsmann Verlag, der mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte. Auch für die Genehmigung, das Coverbild in Verbindung mit meiner Rezension zu verwenden bedanke ich mich an dieser Stelle recht herzlich.


H2O - Das Sterben beginnt: Thriller
H2O - Das Sterben beginnt: Thriller
von Ivo Pala
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Wasser tötet, 13. März 2016
Mein Umriss:

Wasser – unendlich und unerschöpflich. Eine Gabe der Natur, um die sich der Mensch in den meisten Regionen dieser Erde keine Gedanken machen muss. Doch plötzlich ist alles anders. In der Nähe eines Trinkwasserreservoirs im Bayrischen Wald werden Leichen gefunden, die Anzeichen einer atomaren Verseuchung aufweisen. Schnell wird klar, dass das Wasser in dem Wasserspeicher radioaktiv verseucht ist.
Die Nachforschungen beginnen und innerhalb kürzester Zeit stellt sich heraus, dass die Gefahr nicht nur im Bayrischen Wald lauert…

Mein Eindruck:

Dies war das erste Buch von Ivo Pala, das ich las und es war sicher nicht mein letztes. Ivo Pala vereint alles, was ich für entspannte Lesestunden brauche – Spannung, Nervenkitzel, eine angenehme Schreibweise und Action.
Auch wenn die Täter sehr früh bekannt sind, fehlt hier nichts was ein echter Thriller braucht. Nicht den Täter aufzuspüren, sondern den Fall zu lösen ist hier die Aufgabe und die verpackt Pala perfekt in einer rasanten Abfolge von Aktionen, in die eine Hand voll Ermittler eingebunden sind. Ohne Ablenkung durch irgendwelches Liebesgeplänkel führt der Autor den Spannungslevel von Anfang an schon sehr hoch angesetzt immer weiter hoch, ohne auch nur kurzzeitig abzufallen. Er bleibt am Ball und lotst den Leser geradewegs auf die Lösung des Falles zu, ohne jemals in langweiliges Geplänkel abzufallen.
Eine klar strukturierte Schreibweise mit wenigen Fachausdrücken bringt so richtig Spaß ins Lesen, ebenso die übersichtliche Beschreibung der Umgebungen, in denen sich die Handlung abspielt. Die Personen sind leicht auseinander zu halten und Pala hält sich auch bei ihnen nicht mit Nebensächlichkeiten auf. Das braucht ein guter Thriller auch nicht.

Mein Fazit:

Ivo Pala beschränkt sich auf das Wesentliche und erschafft daraus Fantastisches

Danksagung:

Mein Dank geht an die Randomhouse Verlagsgruppe und dort im Speziellen an Blanvalet, der mir das Rezensionsexemplar überließ und die Erlaubnis erteilte, das Cover in Verbindung mit der Rezension zu veröffentlichen.


Und draußen stirbt ein Vogel: Thriller
Und draußen stirbt ein Vogel: Thriller
von Sabine Thiesler
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

4.0 von 5 Sternen Vorhersehbare Routine, 3. März 2016
Mein Umriss:

Rina Kramer hält eine Lesung. Plötzlich klingelt ein Handy und zerstört die spannende Stimmung. Als niemand Anstalten macht, das nervige Geräusch zu eliminieren. Plötzlich meldet sich ein Mann aus der Dunkelheit ganz hinten und fordert in unflätigem Ton auf, das Klingeln endlich zu beenden.
Danach kann Rina die Lesung fortsetzen und zum Ende bringen.
Es war die letzte Lesung, bevor sich Rina in ihr Landhaus in der Toscana zurück zieht, um dort ein paar Tage mit ihrem Mann und ihrem Sohn zu verbringen. Leider muss ihr Mann schon bald in Richtung Frankreich abreisen, wo er als Regisseur arbeitet. Somit sind Rina und Fabian allein.
Das zum Landhaus gehörende Nebengebäude vermietet Rina den Sommer über an Urlauber, um das Gebäude nicht ungenutzt zu lassen und finanziell etwas besser gestellt zu sein.
Als Manuel mit seiner Ratte Toni anreist, soll sich alles ändern und Rina und Fabian schweben in höchster Gefahr.

Mein Eindruck:

Sabine Thiesler verfaßte mit „Und draussen stirbt ein Vogel“ wieder einen Thriller der Extraklasse. Eher unblutig, aber nicht weniger spannend zeigt sie mit wie viel Herzblut sie ihre Romane schreibt. Die italienische Lebensart hat sie so eingefangen und wieder gegeben, wie es nur jemand kann, der dieses Land liebt. Die Protagonisten läßt sie mit viel Liebe zum Detail in der Handlung erscheinen und es ist egal, ob eine Person wichtig ist, oder eher am Rande agiert, sie zeigt Respekt vor jedem.
Langsam und stetig spannt Thiesler den Spannungsbogen gleichmäßig ansteigend, bis sie zum Ende hin zu einem zwar leicht vorhersehbarem, aber nicht weniger spannenden Showdown kommt.
Den Kindesmissbrauch durch Mitglieder der katholischen Kirche läßt sie ebenso einfließen, wie die Tricks der Yellowpress in Bezug auf Leserbriefe.
Schade finde ich, dass sie den Eindruck hinterläßt, als wäre das beschriebene Dorf in der Toscana von lauter Idioten bevölkert. Hiermit bestätigt sie (vielleicht unbewußt) das Gerücht, dass in Bergdörfern nur inzesttreibende Menschen leben.
Die Schreibweise ist eher einfach gehalten, sodass ein Abschalten und sich ins Geschehen fallen lassen, bereits auf den ersten Seiten möglich ist.

Mein Fazit:

Empfehlenswerter Thriller für spannende Stunden


Totgetäuscht
Totgetäuscht
Preis: EUR 3,99

1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gefährliche Briefe, 28. Februar 2016
Rezension bezieht sich auf: Totgetäuscht (Kindle Edition)
Mein Umriss:

Dorothea Baum beginnt eine Brieffreundschaft mit einem Strafgefangenen. Durch seine gewählte, vornehme und teils antiquierte Ausdrucksweise erreicht er bei ihr mehr, als sie ursprünglich plante. Sie verliert ihr Herz an den Mann im Gefängnis. Immer mehr öffnet sie sich ihm, obwohl sie von ihrer Freundin öfter als einmal gewarnt wird.
Sie bekommen die Erlaubnis, sich in der „Liebeszelle“ zu treffen, wo Oliver sie behandelt, als wäre sie eine Königin. Er liest ihr alle Wünsche von den Augen ab und Dorotheas Himmel hängt voller Geigen. Nicht lange danach läuten die Hochzeitsglocken und bald steht Olivers vorzeitige Entlassung an und Dorothea hat Zweifel, die sich verstärken, als sie in der Zeitung über einen Mord in der Nähe liest. Nun gibt es keine Ausflüchte mehr dafür, warum er sich seit der Entlassung so seltsam verhält.
Als Dorothea dann noch ein handgeschriebenes Buch findet, fürchtet sie um ihr Leben…

Mein Eindruck:

Cornelia Lotter hat mich mit dieser Mischung aus Thriller und Psychothriller schon auf den ersten Seiten an dieses Buch gefesselt. Sie zeigt die Geschichte einer Frau, die eine Brieffreundschaft mit einem Gefängnisinsassen beginnt, wie es sehr oft auch in der Realität vorkommt.
Warum macht Dorothea das?
In ihrem Fall liegt der Grund in ihrer Kindheit, in der sie missbraucht wurde und ihr Schuldgefühle eingeredet wurden. Sie sieht nichts Besseres für sich als einen Gefängnisinsassen.
Lotter zeigt, den Zwiespalt der Gefühle, dem diese Frauen ausgesetzt sind. Sie erfahren vom Gefängnispsychologen, warum der Mann ihrer Träume einsitzt, um vielleicht doch noch einen Rückzieher zu machen. In diesem Fall jedoch spann die Autorin das Netz immer weiter, bis es zum ersten Treffen außerhalb der Gefängnismauern kam, das anders lief, als die Treffen im Gefängnis. Sie zeigt die Angst vor der Entlassung des Mannes, den sich Dorothea anders vorgestellt hatte, als er sich bei seinem ersten Besuch in ihrer Wohnung zeigte.
In einem weiteren Handlungsstrang ist man als Leser Zeuge von Verbrechen. Am Anfang sind diese nicht leicht zuzuordnen, was aber leichter fällt, je weiter man im Geschehen kommt. Dieser Strang taucht irgendwann in Form eines Buches auf und somit werden die Stränge zusammen geführt und es kommt zum Showdown, der zwar vorhersehbar war, wobei aber trotz aller Vorhersehbarkeit doch nicht alles so ablief, wie ich es mir zusammen fantasierte.
Die Autorin vereinte mit diesem Buch Thriller und Psychothriller, wobei der Psychothrill die Oberhand hatte. Trotz Szenen in etwas härterer Gangart doch recht unblutig, spielt das Geschehen eher mit der Psyche des Lesers, was mich als Psychothrillerfan sehr positiv angesprochen hat.
Aufgrund der zahlreichen, recht ausführlich beschriebenen Sexszenen, die hier einfach in der Art und Weise dazu gehören, würde ich eine Altersbeschränkung auf 18 Jahre setzen.

Mein Fazit:

Die perfekte Vereinigung von Thriller und Psychothriller mit härterer Gangart


Chroniken der Weltensucher - Die Stadt der Regenfresser: Band 1
Chroniken der Weltensucher - Die Stadt der Regenfresser: Band 1
von Thomas Thiemeyer
  Broschiert
Preis: EUR 9,95

5.0 von 5 Sternen Die vertikale Stadt, 23. Februar 2016
Fantasy, Steampunkfantasy, Jugendbuch

Klappentext:

Eine Stadt in der Vertikalen, 3000 Meter über dem Meeresspiegel.
Ein vergessenes Volk, bedroht durch eine unheimliche, archaische Macht.
Und eine kleine Truppe von Abenteurern aus der alten Welt, zu allem entschlossen.

Thomas Thiemeyer verwebt atemberaubende Schauplätze und verwegene Charaktere zu einer klassischen Abenteuergeschichte, die den Leser von der ersten bis zur letzten Seite fesselt.

Mein Umriss:

1893 – Oskar, ein Waisenjunge schlägt sich, obwohl ein Meister seines Faches, mehr recht als schlecht als Taschendieb in Berlin durchs Leben. Das ändert sich schlagartig, als er auf Carl Friedrich Donhauser trifft und ihn bestiehlt. Dieser Diebstahl jedoch geht schief und Donhauser bemächtigt sich seiner. Donhauser gibt sich Oskar gegenüber als legitimer Nachkomme Alexander von Humboldts aus.
Dieser übergibt Oskar nicht der Polizei, sondern macht ihm ein Angebot, zu dem er nicht nein sagen kann. Der kleine Taschendieb soll mit von Humboldt auf Expedition gehen. Nach Peru fühlt sich von Humboldt berufen und die Reise soll per Schiff erfolgen. In Peru angekommen machen sie sich mit ihren weiteren Begleitern Eliza, Charlotte und dem Kiwi Wilma auf die Suche nach den Regenfressern…

Mein Eindruck:

Als ich meiner Freundin erzählte, dass ich mir die fünfteilige Reihe der „Chroniken der Weltensucher“ kaufte, war ihre erste Reaktion: „Das ist doch gar nicht dein Genre“
Ja, sie hat recht. Ich kaufte diese Bücher auch nicht, weil sie mein Genre sind, sondern einfach weil sie so wunderschön aufgemacht sind und Thomas Thiemeyer in facebook dafür Werbung machte. Insbesondere in Bezug auf deren günstigen Preis. Also hab ich zugeschlagen und es nicht bereut.
Optisch ein Traum „mußte“ ich die fünf Bände jedem zeigen. Egal, ob er sie sehen wollte oder nicht. Und natürlich konnte ich es nicht erwarten, mit dem aktuell zu lesenden Buch endlich fertig zu werden, um mit dem ersten Band loszulegen.
Heute hab ich ihn fertig gelesen und bin restlos begeistert.
Ein bisschen erinnert mich die Geschichte an bereits Bekanntes und ich fand mich auch ein klein Wenig in der Reihe des „Clubs der fetten Dichter“ wieder. Daran schrieb Thiemeyer auch mit und ich erkannte in der Wand die vertikale Stadt der Regenfresser nun wieder.
Der Einstieg in diesen ersten Teil war einen kleinen Tick zu rasant, sodass schon bald ein kleines Absacken in der Geschichte zu spüren war. Ich empfand es als Denkerpause. Schnell jedoch fand der Autor seinen Weg und entführte mich mitsamt seinen Reisebegleitern in die Anden des ausklingenden 19. Jahrhunderts, wo sie auf der Suche nach der Stadt der Regenfresser einige aufregende Abenteuer zu bestehen haben…
Die Schreibweise ist leicht, aber trotzdem wunderschön gehalten, was sicherlich auch an der Zeit liegt, in der die Geschichte stattfindet. Besonders gefallen hat mir, dass Thiemeyer jedem Protagonisten seine charakterlichen Kanten läßt, sodass jede Person für sich im gesamten Verlauf der Geschichte interessant bleibt.
Da ich die vier anderen Bände auch schon besitze, werde ich diese selbstverständlich auch in nächster Zeit lesen.

Mein Fazit:

Ein erzählerisch farbenprächtiges Fantasybuch, das zwar für Jugendliche geschrieben wurde, aber auch Erwachsenen spannendste Unterhaltung bietet


Love & Lies: Alles ist erlaubt - Roman (Love&Lies-Serie, Band 1)
Love & Lies: Alles ist erlaubt - Roman (Love&Lies-Serie, Band 1)
von Molly McAdams
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gekonnte Vereinigung mehrerer Genres, 17. Februar 2016
Mein Eindruck:

Bisher war Molly McAdams ein total unbeschriebenes Blatt für mich. Als ich jedoch dieses Buch sah, fühlte ich mich vom Cover angezogen. Die Gestaltung dessen besteht fast ausnahmslos aus Pink- und Rottönen und ich dachte zuerst, dass es sich hier sicherlich um einen „Schmacht-Herz-Schmerz-Schinken“ handeln würde. Aber ich ließ mich trotzdem auf das Abenteuer „Love & Lies“ ein.
Die Autorin nimmt von der ersten Seite Schwung in die Geschichte auf, was richtigen Spaß am Lesen mit sich bringt und die 415 Seiten zu keinem Zeitpunkt langweilig machen. Selten lese ich ein Buch in so kurzer Zeit, wie dieses. Die Protagonisten werden von ihr sehr ausführlich, aber nicht langatmig vorgestellt. Es sind Menschen, wie man sie sich jederzeit vorstellen kann. Keine Typen, für Otto Normalmensch unerreichbar. Sehr sympathisch ist mir der „Bad Boy“ Kash, der mit Tattoos, Muskeln und einer Harley erscheint. Eher unscheinbar sein Kumpel und Kollege Mason, mit dem er sich auch die Wohnung teilt. Rachel mochte ich von Anfang an sehr gerne und manchmal hätte ich sie am liebsten an die Hand genommen, um ihr das Leben zu zeigen, so naiv kam sie zeitweise bei mir an. Sie ist aber auf jeden Fall eine sehr liebenswerte Person, die das Leben gebeutelt hat. Am wenigsten Eindruck auf mich machte ihre Freundin Candice. Sie ist mir etwas zu unscheinbar und farblos.
Der Schreibstil ist nicht besonders anspruchsvoll, was aber auch nicht in einem Unterhaltungsroman zu erwarten und wohl auch zu anstrengend wäre. Die eher locker, einfache Schreibweise lässt einen abschalten und ins Geschehen eintauchen.
Verwunderlich war für mich hier, dass ob der Zielgruppe, sich die Sexszenen sehr angenehm in Grenzen hielten und damit mehr Platz fürs Vorstellungsvermögen des Lesers blieb.
McAdams schaffte hier eine Mischung aus Thriller, Psychothriller, Krimi und Liebesroman, wie sie mir noch nicht unter kam. Auch der Cliffhanger zum Ende hin, war sehr gut eingesetzt, sodass ich mich auf den bald erscheinenden Teil 2 freue.

Mein Fazit:

Wundervolle Unterhaltung in vier Genres, die ich nicht nur der jugendlichen Zielgruppe wärmstens empfehlen kann.


Die Herren der Grünen Insel: Roman
Die Herren der Grünen Insel: Roman
von Kiera Brennan
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Weniger wäre mehr gewesen, 17. Februar 2016
Mein Umriss:

Vier Familien im Hochmittelalter stehen im Mittelpunkt dieser Historiensaga, in der das Land in zahlreiche Königreiche aufgeteilt ist. Macht zu erringen steht an erster Stelle und da kämpfen auch Frauen mit, die den Männern absolut ebenbürtig im Kämpfen und der Kriegskunst sind.
Keineswegs zimperlich gehen die Krieger und Kriegerinnen miteinander um, geht es doch um Ansehen und Macht, sowie die Vergrößerung des eigenen Königreiches. In diesen Kämpfen ist es auch möglich, dass Körperteile der Feinde gefordert wurden, wenn diese durch besondere Geschehnisse den Herrschern anderer Königreiche im Wege stehen…

Mein Eindruck:

Kiera Brennan ist ein Pseudonym der deutschen Autorin Julia Kröhn, die schon diverse Romane und Kinderbücher auf den Markt brachte.
Im Falle von „Die Herren der grünen Insel“ gab sie sich einen irisch anmutenden Namen, wohl passend zu diesem Buch. Hierzu gab sie sich die größte Mühe, im Irland des Hochmittelalters im zwölften Jahrhundert zu recherchieren. Dass sie dies ausgiebig und lange tat, macht sich schnell bemerkbar.
In ihrer Vorbemerkung wies sie darauf hin, dass sie die Namen der einzelnen Personen zum Zwecke der besseren Lesbarkeit und Einprägung etwas angepasst hat. Dies war perfekt für Leser wie mich, die das eine oder andere Problem damit hat, sich Namen und dazugehörige Personen zu merken und daher stets mehrere Notizzettel während des Lesens im Buch von Seite zu Seite mitführt.
Hier jedoch hörte ich irgendwann auf, mir die Namen zu notieren, weil ich mir regelrecht von einer Namensflut überrollt fühlte. Da half mir auch das im Buch liegende Lesezeichen nicht weiter, auf dem die wichtigsten Namen nochmals mit kleinen Bemerkungen aufgeführt sind und auch das ans Ende Blättern, wo sich eine umfangreiche Namensliste befindet, war mir irgendwann etwas zu viel des Guten.
Ja, es wurde von der Autorin gut recherchiert. Ob es nun um die Menschen, oder auch die grüne Insel Irland ging, man konnte sich vieles gut vorstellen, aber leider war mir das Ganze etwas zu aufgebläht und langatmig. Durch die Langatmigkeit schlich sich bei mir zeitweise etwas Langeweile ein. Normal blättere ich dann eben ein Stück weiter und knüpfe wieder an, aber das war mir hier nicht möglich, weil ich mich streckenweise auch schwer tat, den Gedankengängen der Autorin zu folgen. Das mag gut sein, um den Leser ans Buch zu fesseln, hier jedoch war ich nicht so gefesselt und daher fiel mir das Lesen zunehmend schwerer.
Ok, es hat Hintergrund und ist auch so interessant, dass ich nicht abgebrochen habe, wovor ich im Normalfall nicht zurückschrecke, aber ich hatte irgendwie das Gefühl, dass ich zeitweise auf der Stelle trete und für 4 Seiten eine ganze Stunde brauchte.

Die Aufmachung dieses Buches hat mich besonders angesprochen. Der Schutzumschlag zeigt das Bild einer irischen Landschaft, wie man sie sich vorstellt, wenn man wie ich noch nie dort war. Als ich das Buch in Händen hielt, wäre ich gerne direkt dort gewesen. Die Prägung des Wolfes und der Goldschrift sind sehr gut gelungen. Das Buch selbst ist mit einem Lesebändchen versehen und zusätzlich war das bereits etwas weiter oben angesprochene Lesezeichen beigefügt.

Mein Fazit

In Kürze läge etwas mehr Würze. Soll heissen, dass weniger darum herum erzählt angenehmer und sicher leichter verständlich gewesen wäre.


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