Profil für Andrea Hübner > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Andrea Hübner
Top-Rezensenten Rang: 2.537
Hilfreiche Bewertungen: 283

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Andrea Hübner "monja1995" (Fahrenzhausen, Bayern)
(REAL NAME)   

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-17
pixel
Im Jenseits ist die Hölle los
Im Jenseits ist die Hölle los
von Arto Paasilinna
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

5.0 von 5 Sternen Abenteuerlicher Tod eines Jounalisten, 6. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Im Jenseits ist die Hölle los (Taschenbuch)
Mein Umriss:

Ein dreissigjähriger finnischer Journalist wird auf dem Heimweg von einem Auto überfahren und stirbt noch an der Unfallstelle. Dass er den Unfall durch seine Unachtsamkeit selbst verschuldete, bleibt nebensächlich.
Er spürt den Aufprall, hört noch was in seinem Kopf knacken und plötzlich steht er neben sich selber und sieht seinen Körper leblos am Straßenrand liegen. Da wird ihm bewusst, dass er tot ist.
Schnell erfährt er, dass zwar sein Körper tot ist, er selber jedoch nicht.
Er begibt sich mit dem Krankenwagen und seinem Körper ins Krankenhaus und von dort soll seine Frau verständigt werden. Jetzt bemerkt er, dass er sich mit Hilfe seiner Gedanken fortbewegen kann. Also begibt er sich nach hause. Dort angekommen beobachtet er erstmal seine Frau bei den Vorbereitungen des Abendessens und auch als sie den Anruf aus dem Krankenhaus bekommt, in dem ihr mitgeteilt wird, dass er einem Unfall zum Opfer fiel.
Schockiert stellt er fest, dass seine Frau ihre Liebe ihm gegenüber nur vorgetäuscht hat und zieht sich zurück.
Zur Trauerfeier jedoch erscheint er auf dem Friedhof und während der Trauerfeier bereut er, niemals seine Schwägerin verführt zu haben….
Auf dem Friedhof lernt er den ehemaligen, verstorbenen Probst kennen, der ihn ins Jenseits einführt und dadurch erschließt sich ihm vieles, das er als Lebender wohl nicht erlebt hätte. Seine Reise führt ihn in den Vatikan, wo er auf der Kuppel des Petersdoms den verstorbenen Pabst Pius IX. kennenlernt, danach reist er zum Mond, wo er auf ein altes russisches Mütterchen trifft, das sich nicht traut, die Rückreise zur Erde allein anzutreten. Er begleitet sie über einen Umweg über Südamerika zurück in ihre russische Heimat.
Wieder zurück in Finnland entdeckt er eine todkranke Frau, in die er sich schwer verliebt. Als Toter kann er sich jedoch nicht zu erkennen geben, also wünscht er sich, dass sie ihre Krankheit nicht überleben wird…..

Mein Eindruck:

Arto Paasilinna spielt mit diesem humorvoll verfassten Roman mit der Fantasie der Leser und vor allem mit deren Fantasien, den eigenen Tod betreffend. Mit einem Zwinkern lässt er den Pabst gestehen, dass dieser viel Falsches predigte und in seinem Herzen der katholischen Kirche schon zu Lebzeiten abgeschworen hatte, sich dazu jedoch nicht bekennen konnte, ohne schwerwiegende Konsequenzen befürchten zu müssen. Der Autor will hier wohl auf eine etwas flapsige Art dem Leser sagen, dass er sein Leben überdenken sollte, denn es kommt doch alles anders als man denkt. Klar hat Paasilinna da genau so wenig Erfahrungen mit dem Tod und was danach kommt gesammelt, wie jeder andere Mensch auf der Erde, aber er zeigt, dass es eben auch schön sein kann. Kein plötzliches Ende, eher ein Aufbruch in andere Gefilde. Er schreibt in einem Humor, den man als ernsthaft bezeichnen könnte. Wer den Einstieg in dieses Buch schafft, dem wird das Schmunzeln bis zur letzten Seite im Gesicht bleiben. Wenn es denn so käme, wäre es gut.

Mein Fazit:

Unbedingt lesenswert für alle, die ihre Fantasie füttern und gleichzeitig herzlich lachen wollen.


Katzenjammer: Band 2 - Roman
Katzenjammer: Band 2 - Roman
von Frauke Scheunemann
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

5.0 von 5 Sternen Herkules und Herr Beck das Dreamteam, 4. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Katzenjammer: Band 2 - Roman (Taschenbuch)
Mein Umriss:

Kater Herkules, geborener Carl-Leopold von Eschersbach hat endlich einen Mann für Carolin gefunden. Fleissig werden Kisten gepackt und Herkules erzählt seinem Freund, dem Kater Herrn Beck, wie toll er das findet. Herr Beck jedoch steht der Sache mehr als skeptisch gegenüber. Seine Meinung ist, dass es für Menschen keine happy Ends gibt.
Zu Anfang noch glücklich in der gemeinsamen Wohnung des Tierarztes Marc, ziehen bald dunkle Wolken in Person seiner Exfrau Sabine und seiner Mutter auf. Sabine ist sauer, weil er ihr nicht erzählte, dass er mit Caro zusammen zieht und seine Mutter, plötzlich Assistentin in seiner Tierarztpraxis steht Caro auch nicht gerade in Freundschaft gegenüber.
Herkules will rettend einspringen und dabei soll ihm der schlaue Herr Beck helfen. Als der Dackel sich in eine Retrieverdame verliebt, ist es auch um ihn geschehen. Er kann seinem Frauchen nun noch besser nachfühlen und setzt alle Hebel in Bewegung, damit die neu entstandene Familie zusammen bleibt.

Mein Eindruck:

Einfühlsam und mit viel Humor erzählt Frauke Scheunemann menschliche Irrungen und Wirrungen in der Partnerschaft aus der Sicht des besten Freundes des Menschen. Hier kommt das Tier zu Wort. Der etwas naive Herkules wird von Herrn Beck immer wieder belehrt und ist somit auf seine Intelligenz angewiesen. Er weiß ja so viel über die Menschen und deren Gefühle.
Klar kommt einem teilweise der Gedanke, dass hier die Tiere sehr vermenschlicht dargestellt werden. Dies jedoch scheint auch die Absicht der Autorin zu sein. In sich schlüssig verknüpft sie die Aktionen des Dackels und des Katers mit den alltäglichen Erlebnissen der Menschen, welche sehr realistisch dargestellt sind. Man liebt und leidet mit den Menschen ebenso, wie mit Dackel Herkules.

Mein Fazit:

Ein mit viel Humor verfasstes Buch nicht nur für Hunde- und Katzenliebhaber


Tina Turner - Die Biografie
Tina Turner - Die Biografie
von Mark Bego
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,90

3.0 von 5 Sternen Überlebt und zur Legende geworden, 30. Oktober 2013
Klappentext:

Das atemberaubende Leben einer Powerfrau

Sie ist ein echtes Phänomen: In mehr als 50 Jahren hat Tina Turner als Sängerin und Schauspielerin alle Höhen und Tiefen des Showgeschäfts kennengelernt. Nach den frühen Erfolgen mit dem Duo Ike & Tina Turner folgten schlimme Prügelattacken ihres ersten Ehemanns und 1978 die Scheidung.
Danach fing sie buchstäblich bei null wieder an, kämpfte sich aber im Verlauf von fast 10 Jahren an die Weltspitze zurück und verkaufte mehr als 180 Millionen Tonträger. Damit ist sie eine der erfolgreichsten Sängerinnen aller Zeiten. Zahlreiche Hits wie "What's love got to do with it" oder "The Best", vor allem aber ihre mitreissenden Konzerte haben sie zu einer Ikone der Popgeschichte gemacht.

Mein Umriss:

Tina Turner wurde 1939 als Tochter von Zelma und Floyd Richard Bullock in Nutbush Tennessee geboren. Von der Mutter eher abgelehnt wuchs sie bei ihrer Großmutter auf und hatte eine unbeschwerte Kindheit.
Früh lernte sie ihren späteren Ehemann Ike Turner kennen. Da Ike Turner absolut nicht ihr Typ war, verliebte sie sich auch nicht in ihn. Sie konnte auch seine Art mit seinen Mitmenschen insbesondere mit den Frauen nicht akzeptieren. Er holte Tina in seine Band, weil er sich durch ihre aussergewöhnliche Art wie sie singt, mehr und größeren Erfolg erhoffte, als er bisher zu verzeichnen hatte. Schnell stiegen seine Songs in den Charts auf Plätze, von denen er vorher nur träumen konnte.
Als Tina in Ikes Haus zog wusste sie bereits, dass er seinen Frauen gegenüber sehr gewalttätig war und sie sich dieser Gefahr ebenfalls aussetzte. Da sie nicht in ihn verliebt war und den Einzug eher als Zuzug in eine WG sah, nahm sie wohl an, dass ihr seine Gewaltausbrüche die stets recht unmotiviert kamen, erspart blieben.
Leider wurde sie eines anderen belehrt und sie stand abends mit zugeschwollenen Augen und aufgeplatzten Lippen und öfters auch mit Knochenbrüchen auf der Bühne. Er wollte immer mehr und mehr und nahm keine Rücksicht auf sein Umfeld und am wenigsten auf Tina, nachdem sich irgendwann doch eine Beziehung entwickelte. Da sie als Künstlernamen seinen Familiennamen tragen sollte, war es nur ein kleiner Schritt bis zur Eheschließung und ihren Weg in die Hölle.
Ike wurde durch seinen Kokainkonsum immer aggressiver und rücksichtsloser. Als Tina wirklich schwer erkrankte und im Krankenhaus lag, holte er sie kurzerhand dort raus und zwang sie zu Konzertauftritten.
Schon sehr früh prophezeite ihr eine Wahrsagerin, dass sie sich von ihrem Mann trennen werde und dann erst zu richtigem Ruhm aufsteigen würde. Das wurde ihr bewusst, als sie sich dem Buddhismus zuwandte. Von da war es bis zu ihrer Scheidung nur noch ein relativ kurzer Weg….

Mein Eindruck:

Mark Bego der Bestsellerautor bekam durch viele Interviews und großen Einblick in Tina Turners leben die Möglichkeit ihre Biografie weitestgehend lückenlos zu Papier zu bringen. Er erzählt über Tinas Anfänge in Nutbush, sowie ihre Zeit als Lebensgefährtin und Ehefrau des gewalttätigen, Drogenabhängigen Ike Turner und wie sie ihm half, den ersehnten Erfolg im Musikbusiness zu haben. Mit Bego sprach Tina Turner auch über Ikes Gewaltausbrüche, die Geburten ihrer vier Söhne und wie sie zum Buddhismus kam, unter dessen Einfluss sie die Kraft bekam, sich von Ike zu trennen und ihre Karriere selbst in die Hand zu nehmen.
Leider verläuft sich Bego in dieser Biografie zu sehr auf Chartlisten und irgendwelchen Zahlen der vielen Titel, die Turner in Konzerten und auf Tonträgern vortrug, als im eigentlichen Sinn einer Biografie.
Weniger Statistik wäre mehr gewesen. Dazu hätte die Aufstellung am Ende des Buches voll und ganz gereicht. Sicher wäre die Biografie dann kürzer, aber nicht weniger interessant ausgefallen. So habe ich immer wieder Seiten überblättert, denn irgendwann interessierte es mich schlicht nicht mehr, zum wievielten mal "What's love got to do with it" auf welchem Platz in den Charts stand.
Trotz dieses Mankos hat Bego auf jeden Fall vollsten Respekt für die Recherche zu dieser Biografie verdient.

Mein Fazit:

Eine Mischung aus Biografie und Sachbuch, die sicher nicht jedem liegen wird


Ich werde leben
Ich werde leben
von Jerri Nielsen
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen Kalter Kontinent, 25. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Ich werde leben (Gebundene Ausgabe)
Klappentext:

Fünftausend Kilometer weit weg von aller Rettung

Voller Abenteuerlust schließt sich die Ärztin Jerri Nielsen einem Team von Wissenschaftlern an und reist zu einer Forschungsstation am Südpol – dem einsamsten und kältesten Punkt der Erde. Doch dann entdeckt sie einen Knoten in ihrer Brust. Die Selbstdiagnose lautet: Krebs. Alle Hoffnung auf Rettung scheint verloren: Bei minus 80 Grad Celsius kann in den nächsten Monaten kein Flugzeug landen. Sie ist im ewigen Eis gefangen. Aber sie nimmt die schreckliche Herausforderung an… und besiegt letztlich die Krankheit.

Mein Umriss:

Jerri Nielsen ist Ärztin, geschieden und Mutter von 3 Kindern. Nachdem ihr ihre Kinder von ihrem Mann nach der Scheidung entzogen wurden, verlor Jerri Nielsen jegliche Perspektive in ihrem Leben. Sie zog wieder in ihr Mädchenzimmer im Haus ihrer Eltern und arbeitete in einem Krankenhaus in der Nähe. Immer wieder stellt sie ihr Leben in Frage. Bis sie die Anzeige in einer Medizinerzeitung liest, über die ein Arzt für eine Forschungsstation am Südpol gesucht wird. Daraus geht klar hervor, dass der Aufenthalt dort ungefähr ein Jahr dauern wird.
Sie bewirbt sich und wird zu ihrer Überraschung genommen. Nach einer Reihe Gesundheitstests stürzt sie sich in das Abenteuer Südpol. Mehrere Tage dauert die Anreise, die Begrüßung der Mannschaft am Pol ist herzlich. Allerdings reist ein Teil der Leute ab, da dies ja die Sommermannschaft ist und Jerri zur kommenden Wintermannschaft gehört.
Als alle komplett sind, bereiten sie sich auf monatelange Dunkelheit vor. Jerri richtet sich im Club Med, der Krankenstation ein und muss manche Hürde nehmen, die ihre Arbeit dort erschwert. Viele Gerätschaften sind im wahrsten Sinne des Wortes vorsintflutlich, aber sie macht das Beste draus.
Als sie zufällig einen Knoten in ihrer Brust entdeckt, ist sie erstmal nicht beunruhigt. Er könnte hormonell bedingt sein und vielleicht auch durch den Aufenthalt in ungewohnter Höhe von ca. 3000 Meter über dem Meeresspiegel entstanden sein. Sie möchte ihn erstmal beobachten. Nach ein paar Wochen stellt sich jedoch heraus, dass es Krebs ist. Sie biopsiert sich selbst und steht mit einer Ärztin in USA per Videoschaltung in Kontakt. Auch die erforderliche Chemotherapie führt sie allein mit Hilfe ihrer Freunde in der Station durch, nachdem die erforderlichen Medikamente von einem Flugzeug abgeworfen wurden. Eine Landung wäre bei Temperaturen bis unter minus 60 Grad Celsius nicht möglich gewesen….

Mein Eindruck:

Erwartet habe ich ein Buch einzig über den Kampf einer Ärztin am Südpol gegen den Krebs. Bekommen habe ich ein Buch, das Einblick in die Forschungsstation der USA am Südpol gibt und viele Informationen über diesen Kontinent auf 2000 Meter dickem Eis beinhaltet. Jerri Nielsen erzählt über ihre herzliche Aufnahme in die Gemeinschaft der Polies, die aus Wissenschaftlern, Technikern, Monteueren, Ingenieuren und Mechanikern besteht und die allesamt am selben Strang ziehen. Sie zeigt, dass am Südpol alle gleich sind. Sie bekamen vor der Anreise alle die gleiche Kleidung, keiner hat mehr Platz in seiner Unterkunft als ein anderer und nur durch den Zusammenhalt können die 41 Personen den Polarwinter in absoluter Dunkelheit unbeschadet überstehen. Dort zählt noch die Aussage „Einer für alle, alle für einen“ Jerri Nielsen lernte dort, was wirkliche Freundschaft ist, die ein Leben lang hält. Sie erklärt viele Vorgänge in der Witterung, die Beschaffenheit des Eises und auch wie die Menschen, die dort eine gewisse Zeit verbringen, diesen saubersten Kontinent der Erde weiterhin sauber halten. Sie berichtet aber auch über den Sauerstoffmangel in dieser Höhe und dessen Auswirkungen auf Körper und Geist. Wie er zu Alpträumen, Unkonzentriertheit, Übelkeit und Schwindel führt und wie die Menschen in der Forschungsstation damit fertig werden. Auch über die früheren Südpolexpeditionen und deren noch heute auffindbaren Spuren erzählt Nielsen. Sie schreibt in einem lockeren Plauderton, der einen in die Welt des ewigen Eises eintauchen lässt und sie macht ihre eigene Geschichte über den Kampf gegen den Krebs fast nebensächlich erscheinen.

Mein Fazit:

Ein Abenteuer das fast tödlich endet. Sehr empfehlenswert


2 Männer, 2 Frauen - 4 Probleme. Der Roman zum Film
2 Männer, 2 Frauen - 4 Probleme. Der Roman zum Film
von Edith Beleites
  Broschiert

5.0 von 5 Sternen Wie bitte gehts nach Venedig?, 18. Oktober 2013
Klappentext:

Kein Job, kein Geld und ein Mann der fremdgeht: Evas Unglück scheint perfekt. Kurz entschlossen schnappt sie ihre zwei kleinen Kinder und entführt Nick Leonard, den skrupellosen Anwalt und Mann ihrer Nebenbuhlerin, nach Venedig. Dort nämlich verbringt Evas Gatte ein romantisches Wochenende mit seiner Geliebten. Nick, allergisch gegen Kinder und mit Handschellen ans Auto gekettet, setzt sich mit allen Mitteln gegen seine Entführerin zur Wehr. Doch die Tour der Leiden ist für ihn noch lange nicht zu Ende….

Mein Umriss:

Eva arbeitet als Kellnerin um ihrem Mann Luis den Rücken für seine Karriere als Maler frei zu halten. Als sie unfreundlich zu einem Gast ist, wird sie kurzerhand von ihrem Chef gefeuert. Gerade da erzählt ihr Luis, dass er ein paar Tage nach London will und sich dort seinen Durchbruch erhofft.
Am Morgen seiner Abreise ist er schon aus dem Haus, als Eva mit den Kindern Florian und Rosa frühstücken will und Florian das Familienfoto auf dem Boden findet, das Luis eigentlich mit nach London nehmen wollte. Da noch Zeit ist, beschließt Eva mit den Kindern den Papa am Flughafen überraschend zu verabschieden und ihm dort das Foto zu übergeben.
Auf der Suche nach dem richtigen Abflugterminal stellt Eva jedoch fest, dass gar kein Flieger nach London geht und kommt ins Grübeln. Da entdeckt sie wie Luis mit einer Frau Arm in Arm eincheckt.
Als er sich dann noch abends zu hause meldet, ist ihr klar, wohin die Reise mit dieser Frau ging und da sie anhand eines Berichtes in der Zeitung weiß wer diese Frau ist, sucht sie kurzerhand deren Mann auf und entführt ihn….

Mein Eindruck:

Edith Beleites schrieb diesen Roman, der mit Heino Ferch, Aglaia Szyszkowitz und Gedeon Burkhard in den Kinos lief. Sie nahm dafür ein Thema auf, das eigentlich schon fast alltäglich ist. Allerdings lässt sie in ihrem Buch die Protagonisten alle möglichen und unmöglichen Dinge erleben, sodass es schon wieder unvorstellbar zu sein scheint. Sie schreibt rasant, bringt die Geschehnisse auf den Punkt und bleibt von der ersten bis zur letzten Seite intensiv am Ball. Beleites baut an den richtigen Stellen mit Humor gekrönte Spitzen ein, sodass zu keinem Zeitpunkt Langeweile aufkommen kann. Geschichten um Liebe und deren Verwirrungen sind eigentlich nicht mein Thema, aber dieses Buch habe ich mit Begeisterung gelesen.

Mein Fazit:

Auf dem Cover steht „Sie werden lachen, aber die Sache ist ernst“ und genau so seh ich das auch. Ein wunderbares Buch zum Abschalten und herzhaft Lachen.


Bob, der Streuner: Die Katze, die mein Leben veränderte
Bob, der Streuner: Die Katze, die mein Leben veränderte
von James Bowen
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die zwei Musketiere, 16. Oktober 2013
Mein Umriss:

James Bowen schlägt sich in London als Strassenmusiker durch. Als er eines abends nach hause kommt, findet er im Treppenhaus einen roten Kater. Er versucht seinen Besitzer ausfindig zu machen, was ihm jedoch nicht gelingt. Also zieht das abgemagerte, kranke und verletzte Fellbündel erstmal bei James ein. Dort wird er mit viel Fürsorge gesund gepflegt. James Bowes sieht sich jedoch noch nicht als Besitzer des Tieres, denn es muss seiner Meinung nach Menschen geben, die den Kater vermissen. Diese Menschen findet er aber nicht, also beschließt er den Kater erstmal bei sich zu lassen und abzuwarten. Er nennt ihn Bob und ist überzeugt davon, dass er bisher bei Menschen gelebt hat, denn vieles im Haus ist Bob vertraut. Nur das Katzenkistchen kann er nicht leiden. Also muss James immer wieder mit ihm raus, damit er seine Geschäfte verrichten kann. Danach verlangt der Kater immer wieder in die Wohnung zu gehen. Er folgt James auf Schritt und Tritt, also nimmt er ihn mit zu seinem Stammplatz, wo er jeden Tag mit seiner Gitarre steht und Musik macht. In den ersten zwei Stunden, in denen es sich Bob im Gitarrenkoffer bequem gemacht hat, nimmt James so viel ein, wie sonst an einem ganzen Tag. Er merkt, dass das die Anwesenheit des Katers macht, der die Herzen der Vorbeieilenden im Sturm erobert.
Nachdem Bob dann kastriert ist, sieht sich James als vollwertiger Katzenbesitzer und geht in dieser Rolle voll und ganz auf. Dies wirkt sich auch auf sein Leben aus, in dem er es nicht immer leicht hatte. Sein letzter Drogenentzug wird von Bob begleitet und er schafft ihn. Jetzt beginnt ein neues Leben….

Mein Eindruck:

James Bowen erzählt in einfachen Worten sein Leben ab dem Zeitpunkt, als er Bob im Treppenhaus fand und von ihm adoptiert wurde. Durch kurze Rückblicke erfährt man, dass Bowen heroinabhängig war und nun die Ersatzdroge Methadon bekommt. Die Drogensucht steht jedoch nicht an erster Stelle dieses Buches, sondern sein Leben, das er selber als verpfuscht darstellt. Er hat keinen Schulabschluß und keine Ausbildung. Daher ist er nach seinen Worten auf die Einnahmen durch seine Musik angewiesen. Sehr liebevoll beschreibt er sein Zusammenwachsen mit dem roten Kater, der am Anfang so gar nicht in sein Leben passt. Er erklärt, wie er es trotz seines geringen Verdienstes schafft, das Tier behandeln zu lassen und welche Menschen ihm halfen und ihm noch heute zur Seite stehen. Bowen erzählt wie er versucht, für den Kater sein Leben umzukrempeln und wie schwer dies in der heutigen Zeit mit seiner speziellen Vergangenheit ist.
In den Vordergrund stellt er aber immer seine Liebe zu Bob und das bedingungslose Vertrauen, das ihm Bob entgegen bringt.
Bowen schrieb über eine kurze Zeitspanne in seinem Leben, in dem Bob eine große Rolle spielt, nicht die Biografie einer Katze, die man vielleicht aufgrund des Titels erwarten wird.

Mein Fazit:

Die Geschichte eines ungleichen Paares auf dem Weg in eine vielleicht bessere Zukunft, das einen zum Schmunzeln aber auch zum Nachdenken bringt.


Sauerkrautkoma: Ein Provinzkrimi
Sauerkrautkoma: Ein Provinzkrimi
von Rita Falk
  Broschiert
Preis: EUR 14,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Omas Sauerkraut und der fünfte Fall, 15. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sauerkrautkoma: Ein Provinzkrimi (Broschiert)
Klappentext:

Eine Leiche im Kofferraum von Papas Admiral….
„Wie, München?“, frag ich jetzt erst mal. „Ja, München halt. Was verstehen S'jetzt da nicht, Eberhofer?“ sagt der Bürgermeister.
„Einiges,“ sag ich. „Das Wort Zwangsbeförderung zum Beispiel.“
„Anordnung von ganz oben.“

Wenn das kein Stress ist für den Eberhofer! Erst München. Dann diese Frauenleiche im Kofferraum – und jetzt machen seine Freunde in Kaltenkirchen dem Franz auch noch die Hölle heiß, dass er gefälligst die Susi heiraten soll.
Ja, ein Scheißstress ist das!

Eberhofers fünfter Fall

Mein Umriss:

Kommissar Eberhofer, einst nach Niederkaltenkirchen bei Landshut zwangsversetzt, soll nun wieder zwangsversetzt werden. Und zwar in die Löwengrube genannte Polizeiinspektion in der Ettstrasse in München. Wie schon damals, eilt ihm ein besonderer Ruf voraus. Entsprechend fällt der Empfang in München aus. Aber was kann der Eberhofer schon dafür, er hat ja nicht um seine Versetzung gebeten. Er fühlt sich nicht wohl unter Polizisten in bunten Jeans, die so gar nicht nach Polizisten ausschauen. Aber da muss er durch….
Der Papa und die Oma sind total begeistert von der Versetzung. Zumal sie die TV-Serie „Die Löwengrube“ auf DVD anschauen und sie jetzt auch noch die Möglichkeit haben, diese Legendäre PI in natura zu sehen.
Also tuckern sie mit Papas altem Admiral in Richtung München, um den Franz an seinem neuen Arbeitsplatz zu besuchen. Als sie wieder zurück fahren wollen, ist der Admiral geklaut und Eberhofer hat einen Fall, den er mit seinem Freund dem Rudi lösen will und wenns nach Papa geht auch muss.
Als die beiden endlich das Auto finden, stinkt es gewaltig….. also Fenster auf und ab nach Niederkaltenkirchen und den Fall abschließen.
Aber weit gefehlt, dort finden Papa und Oma eine Frauenleiche im Kofferraum und da diese Leiche nicht gar so alt ist, wird es wohl Mord gewesen sein. Also kann der Franz seinen münchner Kollegen zeigen, wie er einen Mordfall im Alleingang löst. Naja nicht ganz im Alleingang. Der Rudi und der Gerichtsvollzieher, auch ein Freund aus alten Tagen sind nicht unerheblich daran beteiligt.
Susi seine Langzeitgefährtin wartet noch immer darauf, dass Franz sie endlich ehelicht. Was nun in greifbare Nähe rückt. Nur braucht Franz einen Verlobungsring für seine Angebetete, was sich als kompliziertes Unterfangen herausstellt und Susi braucht das passende Kleid. Natürlich stilecht direkt aus Paris…..

Mein Eindruck:

Was ich lese? Klar….. einen Provinzkrimi von Rita Falk, in dem Franz Eberhofer als kauziger Polizist in Niederkaltenkirchen bei Landshut brilliert, dessen Vater hinter dem Schuppen Marihuana anbaut und großer Fan der Beatles ist. Nicht zu vergessen die liebe Oma, die eine begnadete Köchin ist und leidenschaftlich gern Sonderangebote shoppen geht. Dies natürlich mit ihrem Franz in dessen Streifenwagen. Und da wäre noch sein Bruder, die dreckige Schleimsau. So genannt, weil er den Vater immer wieder um den Finger wickelt. Eigentlich heißt er ja Leopold und ist mit der Panida verheiratet und mit der hat er die süße Sushi…. Naja eigentlich Susi, aber Franz meint, dass zum asiatischen Aussehen der Kleinen Sushi eben besser passt. Und dann wäre da noch die Susi. Seit Jahren das Gschpusi von Franz, die immer darauf wartet, endlich von ihm geheiratet zu werden.
Soweit hat sich hier im fünften Band um Franz Eberhofer nicht viel geändert. Rita Falk schreibt wie gewohnt eine eingedeutschte Form des bayrischen Dialektes, die mich als Leser mehr als einmal schmunzeln ließ. Jemandem der kein Bayrisch spricht, wird der Schreibstil und die Ausdrucksweise seltsam vorkommen, aber daran gewöhnt man sich sehr schnell. Entsprechend schnell treibt Falk die Handlung um Eberhofers neuen Fall voran, sodass keine Langeweile aufkommen kann. Natürlich geht er an diesen Fall ebenso unkonventionell ran, wie an die Fälle die er zuvor zu lösen hatte. Dass das wieder ein fast-Alleingang ist, versteht sich von selbst ebenso, wie viele Verwirrungen, die für Franz natürlich kein Hindernis darstellen. Wie Rita Falk an den Titel „Sauerkrautkoma“ kam, will ich hier nicht verraten.
Wieder mal ein rundum gelungener Eberhofer der auf weiteres gespannt macht.

Mein Fazit:

Ein Muss für Fans von Regionalkrimis mit Humor


Tödliche Wut: Thriller
Tödliche Wut: Thriller
von Linda Castillo
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leichtsinn der tötet, 9. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Tödliche Wut: Thriller (Taschenbuch)
Klappentext:

Du hättest dich wehren müssen.
Du hättest mehr beten sollen.
Jetzt ist dein Schicksal besiegelt.

Drei verschundene Personen.
Weiblich. Teenager. Amisch.
Es gibt keinen Verdächtigen,
kein Motiv, keine Leiche –
NOCH NICHT!

Mein Umriss:

Mehrere Jugendliche aus der Amisch-Gemeinde sind verschwunden. Kate Burkholder, selbst ehemaliges Amisch-Mitglied, soll zwischen Polizei und den amischen Eltern, die sehr verschlossen sind, vermitteln.
Von Anfang an stehen Chief Burkholder und ihre Polizeikollegen vor einem großen Rätsel. Sie finden ein paar Spuren, wie eine Tasche und eine Blutlache. Sie sehen auch einen gewissen Zusammenhang mit dem Verschwinden eines Mädchens, können jedoch nichts weiteres damit in Verbindung bringen. Auch im Zuständigkeitsbereich von J. Tomasetti, mit dem Kate eine Liebesbeziehung hat, verschwanden Teenager der Amischgemeinde. Mit ihren Befragungen kommen sie nicht weiter, bis ihnen Kommissar Zufall in die Hände spielt und Kate in Lebensgefahr gerät….

Mein Eindruck:

Linda Castillo setzt mit „Tödliche Wut“ ihre Thriller-Reihe rund um die Amisch fort. Sie geht recht genau auf die Lebensgewohnheiten dieser Glaubensgemeinschaft ein und lässt sogar ein paar Brocken Pennsylvaniadeutsch einfließen, was die Geschichte umso identischer macht. Die Verschwiegenheit der Amisch „Englischen“ gegenüber ist legendär und von Castillo durchaus realistisch dargestellt.
Sie schubst den Leser mit diesem Thriller scheinbar mitten ins Geschehen, sodass der Spannungslevel bereits am Anfang sehr hoch angesetzt ist, hält diesen Level durchwegs stabil und bringt an den richtigen Stellen die Spannungsspitzen an. Als Leser ist man derart ans Geschehen gefesselt, dass man das Buch am liebsten in einem Rutsch lesen würde. Die Beziehung von K. Burkholder und J. Tomasetti, die beide eine sehr schwere Vergangenheit haben, wird in diesem Band intensiver ohne ins Kitschige oder Melodramatische abzudriften und vor allem steht sie nicht im Mittelpunkt der Geschichte.
Zum Showdown stellt Castillo die Polizeiarbeit so realistisch vor, wie sie in Wirklichkeit auch überall auf der Welt sein könnte und nicht wie sie oft in Kinofilmen mit sinnlosem Geballer und Muskelspielchen der Männer dargestellt wird.

Mein Fazit:

Castillo ist wie guter Wein – Sie wird mit jedem Band besser


Arthur oder Wie ich lernte, den T-Bird zu fahren: Roman
Arthur oder Wie ich lernte, den T-Bird zu fahren: Roman
von Sarah N. Harvey
  Broschiert
Preis: EUR 13,95

5.0 von 5 Sternen Jund und alt, 5. Oktober 2013
Klappentext:

„Er ist unmöglich, Marta“, sagt sie. „Absolut unmöglich. Hat keine Freunde. Schläft den ganzen Tag. Schaut die ganze Nacht fern. Duscht nie. Lässt sich die Haare nicht schneiden. Schiebt sein dreckiges Geschirr unters Bett und steckt es zusammen mit seiner schmutzigen Unterwäsche in irgendwelche Schubladen. Ich bin mit meinem Latein am Ende.“
Am liebsten wäre ich in die Küche gestürmt und hätte gerufen: „Hey! Es ist zwei Uhr. Ich bin auf. Ich habe geduscht. Ich bin angezogen. Und schmutziges Zeug – ob Geschirr oder Unterwäsche – stecke ich nie in Schubladen. Ich lasse es auf dem Boden liegen. Und wann warst du überhaupt in meinem Zimmer?“ Ich habe meine Maßstäbe. Niedrige zwar, aber immerhin.

Royce ist siebzehn und hat neuerdings eine Aufgabe: Gegen Cash soll er sich um seinen uralten Großvater Arthur kümmern, der alle um sich herum in den Wahnsinn treibt. Keine leichte Herausforderung, meint auch seine Mutter Nina. Aber aus der reinen Geschäftsbeziehung wird bald mehr, und Royce und der exzentrische Arthur kommen einander Schritt für Schritt näher.

Mein Umriss:

Der Umzug mit seiner Mutter Nina brachte für Royce einen riesigen Umbruch in sein siebzehnjähriges Leben. Er hatte in Neuschottland Freunde und es bahnte sich auch eine Liebe zwischen ihm und einer Mitschülerin an. Zu allem Überfluss erkrankte er kurz darauf auch noch am Pfeifferschen Drüsenfieber, das ihn monatelang von allem Neuen fern hielt. In dieser Zeit erlebte er besonders intensiv, wie sich seine Mutter Nina um ihre beiden Jobs als Gärtnerin und Klavierlehrerin und zusätzlich um dem 95jährigen Arthur, ihren Vater, kümmerte. Arthur ist alles andere als einfach. Nichts kann sie ihm recht machen, an allem nörgelt er rum.
Also bietet sie Royce an, sie über die Sommermonate in denen sie in den Gärten ihrer Kunden gut beschäftigt ist, sie gegen Bezahlung um seinen Großvater zu kümmern. Nach einer kurzen Überlegung und nicht zuletzt aufgrund seines Verdienstes, mit dem er sich zum Ende des Sommers endlich das ersehnte Auto kaufen könnt, stimmt er zu.
Täglich radelt er zu seinem Großvater, der ihm am Anfang etwas Angst macht und versucht ihm im täglichen Leben zur Hand zu gehen. Natürlich kann ihm auch Royce nichts recht machen. Aber der Junge hält durch. Er tut was von ihm verlangt wird und wenn Arthur schläft, macht er sich auf Entdeckungsreise in dessen Haus. Er findet Dinge, die er nicht für möglich hielt. Ebenso wundert er sich, dass Arthur am liebsten MTV schaut. Eines Tages geht Arthur mit ihm in die Garage und Royce verschlägt es fast den Atem. Dort steht ein Thunderbird Baujahr 1956 wie neu. Diesen soll er bald fahren dürfen. Dazu braucht sein Großvater allerdings seine Hilfe. Als Royce tut um was ihn Arthur bittet, ist das Eis endgültig gebrochen….

Mein Eindruck:

Sarah N. Harvey zeigt gefühl- und liebevoll den Umgang zweier Menschen miteinander, die eigentlich so gar nicht zusammen passen. Da ist der riesige Altersunterschied und die auseinanderdriftenden Interessen. Allerdings verknüpft sie vieles in dieser Geschichte so eng, dass einfach nur ein Ganzes daraus werden kann. Einerseits der jugendliche Royce der so viele Pläne hat, aber nicht weiß wie er sie verwirklichen kann und andererseits der alte Mann mit seinen vielen Erlebnissen und Erfahrungen seines langen Lebens. Wunderschön bringt Harvey beides in Einklang, sodass sie die beiden so eng zusammenführt, dass nicht die Enkel-Großvater-Beziehung sondern eine innige Freundschaft im Vordergrund steht.
Immer wieder lässt sie Szenen aus Arthurs früherem Leben einfließen und zeigt, dass die Jugend an solchen wirklich interessiert sein kann. Sie zeigt jedoch nicht nur die schönen Dinge, die dem ungleichen Paar widerfahren, auch die weniger schönen Dinge lässt sie nicht unerwähnt. Trotzdem schafft sie es durchgängig ein gutes Gefühl für die beiden zu vermitteln, sodass man nie Gefahr läuft, das Buch vorzeitig abzubrechen.

Mein Fazit:

Eine Geschichte zweier Generationen, die nicht nur Jugendliche lesen sollten


Blow Out
Blow Out
von Uwe Laub
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Nah an der Realität, 3. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Blow Out (Taschenbuch)
Mein Umriss:

2015 – Nachdem sich die Erde einigermaßen von der größten Ölpest aller Zeiten durch die Explosion der Deepwater Horizon erholt, geschehen auf der Ölbohrinsel Independence rätselhafte Dinge.
Im Sommer 2052 steigt der Meeresspiegel durch die Erderwärmung rasant an und Nick Schäfer, Journalist der Welt im Wandel muss bei der Evakuierung seiner Mutter aus ihrem Heimatdorf helfen, als ihn ein Anruf von Emma aus Berlin erreicht.
Die Botschaftsangestellte wurde vom amerikanischen Botschafter aufgefordert eine Akte aus dem Archiv zu holen, die inzwischen 40 Jahre alt ist.
Schnell hat sie den Ordner gefunden und möchte eigentlich nur kurz darin blättern, als sie auf eine Sache stößt, die so unvorstellbar für sie ist, dass sie dieser Sache mit Hilfe von Nick auf den Grund gehen will.
Leider bleibt ihr Vorhaben nicht unentdeckt, sodass sie und ihr komplettes Umfeld bald in höchster Gefahr schweben….

Mein Eindruck:

Das Erstlingswerk von Uwe Laub fasst ein Thema auf, das nicht nur in der ferneren Zukunft eine Bedrohung für die Menschen ist, sondern schon jetzt für mächtig Zündstoff sorgt. Dieses Thema hat er in einen rasanten, spannungsgeladenen Thriller geladen, der voll und ganz überzeugt. Langeweile kommt zu keinem Zeitpunkt auf. Gekonnt setzt Laub Spannungsspitzen an die richtigen Stellen und hält auch dazwischen die Spannung auf einem Level, der einen regelrecht an das Buch zu fesseln versteht. Nicht zu verachten ist seine hervorragende Recherche im Bereich diverser Sicherheitstechniken, die heute noch nicht allen Bürgern bekannt sind, aber immer mehr zum Alltag bestimmter Unternehmen werden und auch im privaten Bereich immer mehr Platz einnehmen. Auch das Thema Klimawandel und dessen Auswirkungen im Laufe der Jahrzehnte und dessen Beeinflussung durch korrupte Regierungen im Zusammenwirken mit Großunternehmen, um die es hier im Speziellen geht, hat er äußerst realistisch in diesem Thriller vereint. Uwe Laub benutzt zum Teil auch Bezeichnungen und Ausdrücke, die nicht unbedingt jedem bekannt sind, erklärt die aber in einer lockeren Ausdrucksweise so, dass sie von jedem verstanden werden. Ich für meinen Teil bin schon gespannt, welches Thema Laub in seinem nächsten Werk aufgreift.

Mein Fazit:

Ein rundum bestens gelungener Thriller aus der Feder eines deutschen Autoren, der vorbehaltlos zu empfehlen ist.


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-17