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Rezensionen verfasst von
Andrea Hübner "monja1995" (Fahrenzhausen, Bayern)

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Thoughtless: Erstmals verführt - (Thoughtless 1) - Roman (Thoughtless-Reihe, Band 1)
Thoughtless: Erstmals verführt - (Thoughtless 1) - Roman (Thoughtless-Reihe, Band 1)
von S.C. Stephens
  Broschiert
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Dem Stolpern folgte eine schlaflose Nacht, 16. Dezember 2015
Mein Umriss:

Ein Jobangebot in Seattle, das ihr Freund Denny erhält, lässt Kiera nicht lange darüber nachdenken, ob sie mit ihm gehen soll. Immerhin sind sie seit zwei Jahren glücklich miteinander. Was soll also schief gehen?
Dennys Jugendfreund Kellan bietet ihnen ein Zimmer bei sich an. Ein Angebot, das sie gerne annehmen. Schnell gesteht sich Kiera ein dass Kellan ein für sie unwiderstehlicher Mann ist und sie seine Nähe sucht. Als sie eine Nacht mit ihm verbringt, weiß sie plötzlich nicht mehr, wen sie mehr liebt…
Hier hae ich nun unbeabsichtigt den Großteil des Klappentextes wiederholt, aber mehr möchte ich auch nicht verraten.

Mein Eindruck:

Wieder einmal hielt ich einen Debütroman in Händen.
Somit war mir klar, dass ich in meiner Erwartung was Perfektionismus betrifft, etwas zurückhaltend sein muss. Die Erstlinge von Neuautoren bekommen von mir noch einen gewissen Welpenschutz, wie eben auch dieser Erstling von S.C. Stephens.
Erotik ist ja seit „Fifty shades of grey“ nicht mehr aus den Bücherregalen wegzudenken. Nein, die Grey-Bücher konnte ich noch im Laden lassen. Aber das mir nun vorliegende Buch reizte mich dann doch, über meinen Schatten zu springen und etwas Erotisches zu lesen.
Ein etwas stockender Einstieg war daran schuld, dass ich zeitgleich 3 andere Bücher gelesen habe, was bei mir eher selten der Fall ist. Aber irgendwann war dann so ab ca. Seite 120 der Knoten geplatzt. Die Schreibweise der Autorin wurde Schritt für Schritt immer flüssiger und ich hatte den Eindruck, dass sie nun in der Geschichte angekommen ist. Jetzt musste ich mich nicht mehr „ablenken“ um nicht hinzuwerfen, jetzt wollte ich von Seite zu Seite mehr erfahren.
Irgendwie kam ich mir vor wie der Spanner am Schlüsselloch. Meine Neugierde wuchs von Seite zu Seite und von Kapitel zu Kapitel und letztendlich schlug ich mir die letzte Nacht um die Ohren. Zur Frühstückszeit hatte ich dann meine Neugierde gestillt und die letzte Seite verschlungen. Leider habe ich den zweiten Band noch nicht, sonst hätte ich für nichts garantieren können.
Nun aber nochmal zurück zum Inhalt des Buches. Die drei wichtigsten Personen lernt man früh schon sehr gut kennen, wobei ich Kiera am Anfang gar nicht leiden konnte. Auch konnte ich mir irgendwann nicht mehr vorstellen, dass sie das verklemmte Mädel gewesen sein sollte, das wegen jeder anzüglichen Bemerkung die Gesichtsfarbe wechselte.
Ihr Freund Denny zeigte sich mir etwas farblos und unscheinbar. Eher als Mitläufer, der versehentlich in diese Dreiecksgeschichte gezogen wurde. Was ja auch so war, aber auch mittendrin ist er dann nie aus seinem eigenen Schatten getreten.
Kellan hingegen erfüllt mit seiner äußerlichen Erscheinung das Klischee des Aufreissers, vor dem kein weibliches Wesen sicher ist. Schnell stellt sich aber heraus, dass er das überhaupt nicht ist und ihm in diesem Punkt sein Aussehen seinen Ruf verpasst hat.
Zu Anfang stolpernd fand S.C. Stephens nach dem ersten Viertel ihren Weg in die Geschichte, die zum Ende hin immer mehr Fahrt aufnahm und meinen Welpenschutz nicht mehr benötigte.
Ich lehne mich nun zurück und freue mich, hoffentlich schon bald die nächsten Bände zu lesen.

Mein Fazit:

Ich bereue es nicht, über meinen Schatten gesprungen zu sein und spreche S.C. Stephens meine beste Empfehlung aus.

Danksagung:

Mein Dank geht an die Verlagsgruppe Randomhouse und hier speziell an den Verlag Goldmann, der mir dieses Buch und das Cover zum Zwecke der Rezension zur Verfügung stellte.


Die Krone des Schäfers: Ein Märchen von der Scheibenwelt
Die Krone des Schäfers: Ein Märchen von der Scheibenwelt
von Terry Pratchett
  Broschiert
Preis: EUR 17,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Abschluss der zu früh kam, 15. Dezember 2015
Mein Umriss:

Tiffany ist nun erwachsen, sie hat einen festen Freund, ist die offizielle Hexe des Kreidelandes und durch einen großen Verlust ist sie nun auch die Hexe einer anderen Gemeinde. Damit ist sie recht überfordert und braucht Hilfe, zumal die Elfen sich wieder bemerkbar machen. Nun heißt es neue Verbündete zu finden und den Kampf gemeinsam aufzunehmen…

Mein Eindruck:

Da Terry Pratchett in Reihen geschrieben hat, sollte man um wirklich Freude an dem Buch zu haben, die anderen Tiffany Weh-Bände gelesen haben. Zwingend notwendig ist es nicht, aber es hilft ungemein.
Der Autor gestattete in diesem letzten Band einige kurze „Gastauftritte“ liebgewonnener Figuren, aber er hat auch neue hinzugefügt.
Es steckt viel Potential für neue Geschichten um Tiffany Weh in diesem Buch, diese Geschichten wird es nun leider nicht mehr geben. Die Geschichte ist nicht ganz so humorvoll erzählt wie frühere, wobei mich die *Fussnoten immer noch zum Lachen bringen. Ganz rund ist die Geschichte für mich nicht - einige Fragen bleiben offen, da ist dann die eigene Fantasie gefragt.
Pratchett lehrt seine Leser einiges auf dem Weg durch seine Scheibenwelt. Besonders möchte ich hierzu hervor heben, dass in seinen Büchern über die Scheibenwelt die Integration großgeschrieben wird.
Wie mit allen anderen Bänden hat er mich mit seinem letzten noch immer in seinen Bann gezogen.
Das Cover finde ich gut gewählt, zu sehen sind die Bienen, Du und Tiffany. Allerdings fehlen mir ein wenig die „Größten“

Mein Fazit:

Ein tolles Buch von einem großartigen Terry Pratchett, welches - wie immer bei der Scheibenwelt – auch ein wenig zum Nachdenken anregt.

Danksagung:

Mein herzlicher Dank geht an de Verlagsgruppe Randomhouse und da im Speziellen an den Manhattan-Verlag, der mir freundlicherweise dieses Buch und das dazu gehörige Cover zum Zwecke der Rezension zur Verfügung stellte.

Auf Bitten meiner lieben Freundin Inge hier noch ein Nachtrag an den Autor:

Terry Pratchett Du hast mich nun mehr als 20 Jahre begleitet und einige meiner fröhlichsten Stunden habe ich Dir zu verdanken.
Nun ist dies das letzte Kapitel meiner geliebten Scheibenwelt und ich habe mich schwer getan, dieses Buch zu Ende zu lesen…
Erst waren es Kapitel, dann nur noch Seiten und zum Schluss hätte ich am liebsten nur noch einen Satz pro Tag gelesen, nur um nie ans Ende zu kommen.
Doch irgendwann ist es soweit. Das Buch ist gelesen…
Danke, lieber Terry Pratchett – Du hast für immer einen Platz in meinem Herzen


Der Kuss des Anubis
Der Kuss des Anubis
von Brigitte Riebe
  Taschenbuch

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ist der Falke zu retten?, 13. Dezember 2015
Rezension bezieht sich auf: Der Kuss des Anubis (Taschenbuch)
Roman

Klappentext:

„Der Falke muss zum Himmel fliegen…“
Was hatte der Mann mit dem messerscharfen Profil da gerade gesagt? Mius Herz machte einen holprigen Satz und schien danach härter gegen die Rippen zu schlagen.
Was Miu, die Tochter eines angesehenen Balsamierers, da unversehens belauscht, lässt ihr den Atem stocken. Nur ein flüchtiger Satz, kaum zu verstehen, ausgesprochen in einer lauten Schenke…
Und doch scheint das Schicksal ganz Ägyptens von ihm abzuhängen. Denn der Satz verrät einen grausamen Plan: den Plan zum Mord am Pharao, am goldenen Prinzen Tutanchamun.

Mein Umriss:

Sie hörte einen ähnlichen Satz bereits einmal. „Der Falke muss zum Himmel fliegen“. Als sie ihn hört, weiß Miu, dass Pharao Tutanchamun in höchster Gefahr ist. Als sein Vorgänger auf dem Thron starb, wurde verkündet, dass der Falke zum Himmel flog. Nun soll ihm Tutanchamun folgen.
Miu die Tochter des Balsamierers sieht sich in der Pflicht, den Pharao zu retten. Sie ahnt jedoch nicht, wie tief ihre Familie in die Verschwörung verstrickt ist und gerät selber immer mehr in Gefahr…
Der Pharao ist ihre heimliche Liebe, aber niemals würde es Miu zugeben. Auch dann nicht, als ihr der Goldene Horus zu verstehen gibt, dass auch er nicht abgeneigt ist. Aber seine Frau erwartet ein Kind und Miu möchte auf keinen Fall eine von vielen sein. Ausserdem hat sie sich zum Ziel gesetzt, sein Leben zu retten…

Mein Eindruck:

Brigitte Riebe ist promovierte Historikerin und kennt sich in der ägyptischen Geschichte aus wie wenige. „Der Kuss des Anubis“ ist ihr erster Jugendroman, in dessen Handlung sich jedoch auch jeder erwachsene Leser zuhause fühlt. Riebe nahm Begebenheiten, Personen und Götter der ägyptischen Geschichte und schrieb darum herum einen spannenden Kriminalroman, wie er sich ohne weiteres zugetragen haben könnte, zumal die Geschichte Ägyptens bekanntlich nicht lückenlos erforscht ist.
Die frische, lebendige Schreibweise der Autorin nimmt den Leser von der ersten Seite an gefangen und lässt ihn bis zum letzte Punkt nicht mehr los. Zu keiner Zeit dümpelt die Geschichte vor sich hin. Durch ihr historisches Wissen macht Riebe auch Nebensächlichkeiten spannend. Sie spannt den roten Faden zielgerichtet bis zum Ende hin, konstruiert immer wieder leicht abdriftende Handlungsstränge, die bald danach wieder zusammen finden.
Ein Buch von Brigitte Riebe ist ein Eintauchen und Erleben längst vergangener Geschichte.

Fazit:

Zu 100% empfehlenswert

Danksagung:

Mein herzlicher Dank geht an Brigitte Riebe, die mir dieses Buch als Sonderpreis in ihrem Adventskalender auf facebook zukommen ließ. Diese Rezension ist mir daher eine Herzensangelegenheit. Desweiteren bedanke ich mich bei der Randomhouse Verlagsgruppe für die Erlaubnis, das Cover in Verbindung mit meiner Rezension veröffentlichen zu dürfen


Milten & Percy - Das Schloss der Skelette
Milten & Percy - Das Schloss der Skelette
von Florian C. Booktian
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,90

4.0 von 5 Sternen Skurriles aus neuer Galaxie, 13. Dezember 2015
Fantasy

Klappentext:

Detective Percy Meercat bekommt einen Praktikanten an die Backe: Milten Greenbutton, einen jungen, aber bisher erfolglosen Erfinder. Percy, seines Zeichens stolzes Erdmännchen, will Urlaub machen und kehrt seinem Job den Rücken. Er landet mit Milten in der Kleinstadt Sharpytown und nach einem ausgelassenen Fest bei einer gut aussehenden Pensionsbesitzerin im Bett. Doch der Schein trügt, bald wendet sich alles Gute zum Schlechten, und der Detective steht alleine in der menschenleeren Stadt und fragt sich, was überhaupt passiert ist.

Mein Umriss:

Percy Meercat seines Zeichens vielbeschäftgter Detective und Erdmännchen ist mehr als urlaubsreif. Als er seinen Chef darauf aufmerksam machen will, hat der andere Pläne. Er stellt Percy einen jungen, bisher wenig erfolgreichen Praktikanten zur Seite. Ihn soll Percy einarbeiten, als nach einem Fest plötzlich mehrere Personen verschwinden und alle Zeugen auf Skelette hinweisen. Das heißt nun für Percy endgültig Urlaub ade'

Mein Eindruck:

Florian C. Booktian hat für diesen Fantasykrimi Galaxy #590B erfunden. Einen Planeten, der aus der halben Erde und aus Geldmangel zur anderen Hälfte aus dem halben Planeten Gnaa zusammen gesetzt wurde. Aber nicht nur die Namen der Planetenhälfen könnten nicht unterschiedlicher sein. Auf der Erdhälfte werden Buntstifte zur gewohnten Verwendung, zum Zeichnen und Malen produziert. Auf Gnaa sind Buntstifte eine leckere Delikatesse.
Der Autor entführt den Leser auf diesen Planeten und taucht mit ihm in einen Krimi der Extraklasse ein. Im Mittelpunkt eines geheimnisvollen Entführungsfalles steht ein Erdmännchen mit seinem menschlichen Praktikanten, die auf unkonventionelle Weise die verbrecherischen Skelette jagen.
Eine sehr gut überlegte Geschichte wurde hier zu Papier gebracht. Mir persönlich war diese Geschichte in der Form jedoch etwas zu flach und vorhersehbar und ohne Überraschungseffekte, so dass sich der Ablauf teilweise zäh dahin zog. Als störend empfand ich auch die Häufigkeit von Rechtschreibfehlern, fehlerhaft wieder gegebenen Redewendungen und Phrasen, sowie ständige Wortwiederholungen, die ein professionelles Lektorat sicherlich verhindert hätte.
Florian C. Booktian ist mit seiner Erfindung dieses Planeten und seiner Bewohner bestimmt auf einem richtigen Weg, sollte sich aber professioneller Hilfe nicht verweigern. Ich bin gespannt, wie er sich und seine Figuren und Geschichten weiter entwickelt.

Fazit:

Zwar verbesserungswürdig, aber nicht verloren.

Danksagung:

Mein herzlicher Dank geht an Florian C. Booktian dafür, dass er mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte und die Erlaubnis erteilte, das Cover zum Zwecke der Veröffentlichung in Verbindung mit der Rezension erteilte.


Nachschlag: Ich bin Dein Herr und Mörder - SM-Thriller
Nachschlag: Ich bin Dein Herr und Mörder - SM-Thriller
von Ole Tänzer
  Broschiert

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gefangen in der Szene, 28. November 2015
SM-Thriller

Klappentext:

Eigentlich wollte Björn Tänzer einen ruhigen, gemütlichen Angelurlaub antreten, da erfährt er, dass sein Bruder Ole spurlos verschwunden ist. Von der Polizei als ein Fall von vielen abgetan, macht sich Björn auf nach Berlin, um auf eigene Faust nach seinem Bruder zu suchen. Dabei taucht er immer tiefer in das geheim gehaltene Privatleben seines verschlossenen Bruders ein und verstrickt sich schließlich selbst in der abgründigen SM-Szene der Hauptstadt. Bald schon wird ihm klar: Süchtig nach immer extremeren Kicks hat Ole nicht nur mit dem Feuer gespielt, sondern zudem Öl hineingegossen. Ein gnadenloser Wettkampf gegen die Zeit beginnt. Kann Björn seinen Bruder finden und retten?

Mein Umriss:

Am Geburtstag seiner Mutter erfährt Björn Tänzer, dass sich sein Bruder Ole nicht zum Gratulieren gemeldet hat, wie er es immer macht. Zuerst denkt Björn, die Mutter würde übertreiben und sein Bruder hätte diesen Tag nur vergessen. Als seine Mutter jedoch immer unruhiger wird und ihn immer mehr bedrängt, irgendetwas zu tun beschließt Björn, anstatt nach Skandinavien zum Angeln, nach Berlin zu fahren und seinen Bruder zu besuchen.
Dort angekommen holt er den Schlüssel , den die Vermieterin bei einer Nachbarin hinterlegt hatte und begibt sich in die Wohnung. Zuerst kommt ihm nichts außergewöhnlich vor, bis er den AB seines Bruders abgehört hatte und feststellte, dass Papiere und Kreditkarten und Geld in der Wohnung lagen. Kein Mensch verlässt seine Wohnung für längere Zeit, ohne Pass und Geld. Ole ist laut Vermieterin und Nachbarin bereits seit Tagen weg.
Als Ulli auftaucht, ein Freund in Frauenkleidern, der sich ebenso riesige Sorgen um seinen besten Freund macht, ist der Punkt erreicht, an dem Björn aktiv zu werden beschließt.
Die Suche führt Ulli und Björn in die Berliner SM-Szene, wo schreckliches geschieht. Nach dem Fund zweier fürchterlich zugerichteter Leichen spitzt sich die Lage dramatisch zu….

Mein Eindruck:

Dieses Buch hätte ich niemals gelesen, wenn mich nicht Siegfried Langer, der Autor von „Vergelte!“ , „Alles bleibt anders“, „Sterbenswort“ usw. mit der Nase darauf gestupst hätte. Bis dahin wusste ich nicht, dass Ole Tänzer das Pseudonym Siegfried Langers ist. Das war natürlich etwas ganz anderes und ich ließ mich nicht zweimal bitten, obwohl das Thema an sich nicht so ganz in mein Beuteschema passt.
Langer entführt den Leser in die Berliner SM Szene und dort in Bereiche der härteren bis härtesten Gangart. Darauf möchte ich an dieser Stelle unbedingt hinweisen. Wem diese sexuelle Orientierung widerstrebt, oder überhaupt nichts darüber lesen will, ist mit diesem Buch schlecht bedient. Allen anderen kann ich es guten Gewissens ans Herz lesen. Allerdings sei zu empfehlen, alles was zu Folter, Mord und Totschlag geeignet wäre, während des Lesens ausser Reichweite aufzubewahren. Denn jeder, der sich als störend erweist, könnte seinen letzten Atemzug getan haben. Ja, dieses Buch läßt einen einfach nicht los. Es fesselt einen ans Geschehen und man hat nur ein Ziel: Man will erfahren, wo Ole Tänzer ist, was mit ihm geschehen ist und ob er noch lebt.
Anhand zweier Handlungsstränge führt Sigfried Langer den Leser durch diesen Thriller. Einer zeigt Ole Tänzer auf seinem Weg in die innersten Bereiche der Berliner SM Szene. Dorthin wo es keine Tabus mehr gibt und unter Umständen auch der Tod in Kauf genommen wird. Und dann Björn Tänzer, der mit der SM Szene gar nichts am Hut hat und mit Oles bestem Freund Ulli die Suche nach seinem Bruder in einer für ihn neuen Welt beginnt.
Die Handlungsstränge laufen zu Anfang zeitversetzt, wie man anhand des Mailverkehrs schnell feststellen wird, nähern sich zum Ende hin aber immer weiter an, so dass der Showdown und damit das endgültige Zusammenfügen der Handlungsstränge zeitgleich zustande kommt.
Siegfried Langer hat mich längst von seiner Schreibkunst überzeugt. Ich habe alle seine Bücher verschlungen und werde dies auch weiterhin tun. Auch wenn ich bei diesem Buch zu Anfang meine Zweifel hatte, so wurde ich ganz schnell davon überzeugt, dass es richtig war es zu lesen.

Mein Fazit:

Nicht für empfindliche Gemüter geeignet. Wer aber auch dem härteren Thriller nicht abgeneigt ist, ist mit diesem Buch bestens bedient.

Danksagung:

Mein herzlicher Dank geht an Siegfried Langer, der mir dieses Buch empfohlen hat und es mir zum Zwecke der Rezension zur Verfügung stellte. Ebenso bedanke ich mich an dieser Stelle beim Autor für die Genehmigung, das Coverbild in Verbindung mit der Rezension zur Veröffentlichen.


Das Feuerzeichen: Roman
Das Feuerzeichen: Roman
von Francesca Haig
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

4.0 von 5 Sternen Mittelalter nach nuklearer Katastrophe, 16. November 2015
Rezension bezieht sich auf: Das Feuerzeichen: Roman (Gebundene Ausgabe)
Klappentext:

Als Zwillinge geboren, zu Todfeinden erzogen

Die Geschwister Zach und Cass leben in einer zerstörten Welt, in der nur noch Zwillinge geboren werden. Keiner der beiden kann ohne den anderen überleben, obwohl sie grundverschieden sind –
Alphas sind perfekt, während Omegas einen Makel tragen und verstoßen werden.
Cass ist eine Omega, und wenn sie frei sein will, muss sie gegen ihren größten Feind kämpfen: ihren Zwillingsbruder Zach…

Mein Umriss:

Eine nukleare Katastrophe katapultierte die Menschheit zurück ins Mittelalter. Jetzt jedoch werden nur noch Zwillinge geboren. Diese Zwillinge können nur mit Hilfe des anderen überleben. Stirbt einer, so stirbt auch der andere Zwilling.
Es werden immer Pärchen, also Mädchen und Junge geboren und immer ist ein Zwilling mit einem Makel behaftet, während der andere perfekt ist. Der „mangelhafte“ Zwilling wird von der Gesellschaft mit dem Omegazeichen gebrandmarkt und verstoßen, sodass dieser nun in einer Omegasiedlung ein eigenständiges Leben in Armut und ohne Rechte leben muss.
Bei Zach und Cass war es schwer festzustellen, wer von beiden nun Omega und wer Alpha ist, denn im Gegensatz zu körperlichen Makeln gibt es auch den Makel der Seher. Und so ein Seher ist Cass.
Niemals wäre sie aus der Gesellschaft der Alphas ausgeschlossen worden, hätte sie nicht ihr Bruder Zach beim Ältestenrat verraten. Dieser führte nun Cass ihrem künftigen Schicksal als gebrandmarkter und rechtloser Omega zu und ebnet damit den Weg für Zach, der von nun an seine Karriere im Ältestenrat verfolgt und immer höher aufsteigt.
Cass jedoch kann nicht akzeptieren, dass es zwei Gruppen von Menschen gibt und kämpft für Gerechtigkeit, wobei sie allerdings aufpassen muss, dass ihrem Bruder nichts passiert. Denn stirbt er, so ist das auch ihr Ende…

Mein Eindruck:

Francesca Haig hat mit „Das Feuerzeichen“ nach mehreren ausgezeichneten Gedichtsammlungen ihren ersten Roman veröffentlicht. Sie entführt den Leser in eine Zukunft, die zugleich Vergangenheit ist. Um genau zu sein, das Mittelalter. Und man stellt fest, dass nach der vorangegangenen Nuklearkatastrophe die Menschen nichts gelernt haben. Die Autorin lässt die Zweiklassengesellschaft weiter existieren. Sogar noch extremer wie in der Gegenwart. Sie zeigt die Verbindung von Zwillingen, wie sie laut aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse in ähnlicher Form schon immer vorhanden war, allerdings auch intensiver, wie tatsächlich nachgewiesen. Viele Rätsel bleiben dem Leser erst einmal verborgen, diese jedoch werden von der Autorin mit einem Aha-Effekt gelöst.
Schickt hat sie diesen Band beendet, hat die Neugierde auf den weiteren Verlauf geweckt, auf den ich nun mehr als gespannt warte.
Ein kleiner Wermuthstropfen für mich waren die zahlreichen Rechtschreibfehler in diesem Band, was ich mit einem Sternabzug berücksichtige. Das bin ich von Heyne nicht gewohnt und gehe davon aus, dass diese in den weiteren Bänden, die noch erscheinen werden, besser korrigiert werden.
Gespannt warte ich nun auf die Fortsetzung des Kampfes von Cass um Freiheit und Gerechtigkeit für die makelbehafteten Omegas, die so geplant erscheinen werden:

Das Feuerzeichen – Rebellion am 09. Mai 2016

Das Feuerzeichen – Rückkehr am 08. April 2017

Mein Fazit:

Faszinierendes Werk über den Kampf um Menschlichkeit in einer zerstörten Welt, das ich jedem Fantasy und Sci-Fi-Leser ans Herz legen möchte

Danksagung:

Ganz herzlich bedanke ich mich bei Heyne fliegt für das mir zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar, sowie die Erlaubnis zur Veröffentlichung der Cover in Verbindung mit der von mir dazu verfassten Rezension.


Das Hexenmädchen: Ein Fall für Nils Trojan 4 - Psychothriller (Kommissar Nils Trojan, Band 4)
Das Hexenmädchen: Ein Fall für Nils Trojan 4 - Psychothriller (Kommissar Nils Trojan, Band 4)
von Max Bentow
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hänsel und Gretel, 1. November 2015
Mein Umriss:

Ein Mädchen irrt durch den winterlichen Wald. Es wird verfolgt und als es gefunden und in ein Krankenhaus gebracht wird, flüstert es mit letzter Kraft: „Ich war bei der Hexe. Tief im Wald.“
Ein anderes Mädchen wird Zeugin, als ihr Vater auf grausamste Weise ermordet wird. Nur ihre Flucht ins Badezimmer, wo sie sich einsperrt, rettet ihr wohl das Leben. Trojan, der ermittelnde Kommissar wird zum Tatort gerufen, als er kurz zuvor mit einer Panikattacke in die Notfallambulanz gebracht wurde. Der Mord und die Art, wie das Opfer aufgefunden wurde, erinnert ihn an das Märchen „Hänsel und Gretel“. Der Ermordete kniet vor dem eingeschalteten Backofen, ist so gefesselt, dass er sich nicht bewegen kann. Und um nicht um Hilfe rufen zu können, wurde er, bevor er regelrecht geröstet wurde, noch geknebelt…
Sophie wartet auf ihre Freundin Jule am Spielplatz. Als diese auftaucht, darf Sophie kurz deren Schneekugel bewundern, bis Jule wieder weiter muss. Sophie macht sich auf den Heimweg, auf dem ihr ein weißes Kaninchen über den Weg läuft. Sie möchte es gerne einfangen und folgt ihm. Bis ein Auto neben ihr anhält und sie entführt…
Ein weiteres Kind wird noch entführt und beide erwähnen unabhängig voneinander die Hexe. Ebenso werden noch weitere zwei Männer entführt, die auf gleiche unmenschlich grausame Art getötet werden wie das erste Opfer…

Mein Eindruck:

Angesprochen hat mich zuerst nur das Cover dieses Psychothrillers, dann überzeugte mich der Klappentext davon, dass ich dieses Buch unbedingt lesen musste. Max Bentow schubste mich auch recht brutal ins Geschehen. Ein Prolog, der atemlos macht, ein Mord, der an Brutalität nicht zu übertreffen ist und eine Kindesentführung, die zu Anfang total unmotiviert erscheint. Genau damit fing mich der Autor. Dann jedoch war es das auch schon. Geplänkel in kurzen Kapiteln, die immer enden wie Fortsetzungsromane der siebziger Jahre, an deren Ende auch immer ein Spannungspunkt gesetzt wurde, um den Kunden zum Kauf einer weiteren Zeitschrift in der kommenden Woche zu animieren. Dieser Punkt an sich würde mich nicht stören, wären da nicht Dinge, die so weit an der Realität vorbei geschossen sind, dass es schon lächerlich wirkt. Allein schon der psychisch mehr als angeschlagene Kommissar wäre in der Realität aufgrund seiner Panikattacken längst vom Dienst suspendiert worden. Ebenso kann ich mir obwohl ich kein Arzt bin, nicht vorstellen, dass sich ein Opfer nicht mit aller Kraft wehrt, wenn es darum geht, sein eigenes Leben zu retten. In der Situation wird sicherlich kein Mensch auf die Idee kommen, abzuwägen, worin das höhere Risiko zu sterben liegt. An der Strangulation bei einer falschen Bewegung, oder in Folge der Hitze im Backofen.
Für mich muss ein Psychothriller nicht unbedingt realistisch, aber doch nah an der Realität sein, was mir hier total fehlt. Für mich zeigt der Autor auch Berlin als durch und durch lebensgefährliche Stadt, in der an jeder Ecke ein Mörder lauert. Er bezieht sich mich seinem Buch zu sehr nur auf das kriminalistische Geschehen und vergisst darüber hinaus, dass auch um ein Verbrechen herum das normale Leben weiter geht. Für meinen Geschmack geht Bentow zu sehr auf die Vita seines Hauptprotagonisten ein. Es ist schön, diesen Menschen kennenzulernen, aber ich muss nicht wissen, was er wann in der Vergangenheit mit wem zu tun hatte. Was ich hier rein auf sein Privatleben beziehe. Privatleben ok, wenn es während der Aufklärung der Straftaten zum Feierabend stattfindet, aber nicht jenes, das einfach zu weit zurück liegt und die Geschichte nur unnötig aufbläht und in die Länge zieht. Wobei ich beim nächsten Punkt angelangt bin. In die Länge ist hier vieles gezogen. Streckenweise kommt gähnende Langeweile auf, in so quälende Langatmigkeit verfiel Bentow mit seiner Geschichte. Schade eigentlich, denn es hätte wirklich ein sehr guter Thriller werden können, wenn sich der Autor nicht so sehr mit Nebensächlichkeiten aufgehalten hätte und sich stattdessen mehr auf die Ausarbeitung des eigentlichen Themas konzentriert hätte.
Vier Handlungsstränge, die sich im einzelnen auf die Sicht der Opfer, Zeugen, Ermittler und Täter sind ein sehr guter Ansatz. Ebenso, wie er diese zum Ende hin zusammenlaufen läßt, um alles zu klären, könnte fast nicht besser sein. Fast aber nur deshalb, weil das Ende dann doch zu schnell kam. Man wird regelrecht mit dem berühmten Tritt ins Hinterteil aus dem Geschehen und somit Buch befördert.
Das Hexenmädchen war das erste Buch von Max Bentow. Ob es das letzte sein wird, kann ich im Moment nicht sagen, denn mir war es dann doch nicht schlecht genug, um ein klares Nein in diese Richtung auszusprechen.
Warum drei Sterne? Weil mich das Cover ansprach und ich es in Bezug auf den Wald im Prolog sehe, weil ich sehe, dass der Autor eine sehr gute Idee hatte und diese nur nicht perfekt umsetzen konnte und weil es endlich einmal ein Buch ist, das gänzlich ohne Rechtschreib-, Grammatik- und Interpunktionsfehler ist.

Fazit:

Hat trotz des interessanten Themas nicht meinen Nerv getroffen

Danksagung:

Mein herzliches Dankeschön geht an die Randomhouse Verlagsgruppe und da im Speziellen an den Verlag Page & Turner, der mir das Leseexemplar zum Zwecke der Rezension überlassen hat, ebenso ein herzliches Dankeschön dafür, dass ich das Bild des Covers in Verbindung mit meiner Rezension veröffentlichen darf.


Stiller Tod: Thriller
Stiller Tod: Thriller
Preis: EUR 8,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schatten im Paradies, 28. Oktober 2015
Rezension bezieht sich auf: Stiller Tod: Thriller (Kindle Edition)
Mein Umriss:

Vernon Saul, der aufgrund seiner furchtbaren Kindheit nie in ein normales Leben fand, beobachtet den Ertrinkungstod der kleinen Sunny, deren Eltern sich auf andere Weise in der Nähe vergnügen. Die Mutter in der Küche mit ihrem Liebhaber und der Vater mit einem Kumpel beim Rauchen eines Joints. Erst als das Kind bereits tot ist, greift Saul ein. Somit hat er wieder ein Opfer an der Leine. Eines seiner vielen Opfer, Menschen denen er scheinbar Gutes getan hat und die nun mehr oder weniger von ihm abhängig sind.
Hier lernt der Leser seine Mutter, die er für seine Zwecke als Sklavin hält, Dawn, eine Stripteasetänzerin mit kleinem Kind und Nick Exley, den Vater der ertrunkenen Sunny.
Nachdem Exley seine eigene Frau tötet und Saul Dawn mit diesem Mann zusammen bringt, wendet sich das Blatt gegen ihn. Nicht scheint mehr so zu laufen, wie er es gerne hätte. Sogar Dawn, die ehemalige Prostituierte scheint sich von ihm abzuwenden. Dagegen muss er etwas unternehmen…

Mein Eindruck:

Roger Smith geht in diesem Buch über die Grenzen des Armenviertels von Johannisburg hinaus und zeigt, dass Südafrika nicht nur schön sein kann. Er zeigt, wie auch in seinem Buch „Staubige Hölle“, die Schattenseiten dieses Landes. Wie Armut die Menschen in Drogensucht und Prostitution treibt und sich korrupte Beamte dies zu Nutze machen. Und nicht nur Beamte, sondern auch Mitarbeiter der zahlreichen privaten Sicherheitsunternehmen. Smith entführt den Leser mit diesem Thriller in die Armenviertel ebenso, wie in die Reichviertel. Er zeigt die Gegensätze Südafrikas, die nirgends härter sein können als dort. Wie leicht und vor allem wie schnell Menschen in Abgründe von Drogensucht und Mord gezogen werden können wird gerade in einer solchen Gegend sehr deutlich.
Nach dem etwas verworrenen Einstieg in diesen Thriller kommt man mit den Gedankengängen den Autors leicht zurecht. Man erkennt sehr schnell, dass er den Zusatz Hardcore zurecht verdient hat. Hardcore einerseits in Bezug auf die Brutalität diverser Sequenzen und auch in Bezug auf die Passagen, in denen es um die Sexualität der Protagonisten geht. Dies ist sicher nicht jedermanns Sache, daher sollte gerade in diesem Fall die Bezeichnung Hardcore als Warnung stehen.
Leider bekommt dieses Buch einen Punktabzug, weil es mir in diversen Kapiteln zu langatmig und beifallheischend daher kommt. Hier wäre manchmal weniger mehr gewesen.

Mein Fazit:

Kein einfacher Thriller und wer zart besaitet ist, sollte besser die Finger davon lassen

Danksagung:

Mein Dank geht an die Randomhouse Verlagsgruppe und hier im Speziellen an den Heyne Verlag, die mir die Möglichkeit gaben, dieses Buch lesen und rezensieren zu können. Auch bedanke ich mich dafür, das Cover mit Erlaubnis von Randomhouse in Verbindung mit meiner Rezension veröffentlichen zu dürfen.


Vogelfrei: Ein Fall für die Kalte Sofie
Vogelfrei: Ein Fall für die Kalte Sofie
von Felicitas Gruber
  Audio CD
Preis: EUR 14,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn Murmel sprechen könnte, 24. Oktober 2015
Mein Umriss:

Normal werden Selbstmörder, bei denen wirklich davon auszugehen ist, dass sie wirklich selbst Hand an sich gelegt haben, nicht seziert. In diesem neuen Fall für Sofie Rosenhuth ist es etwas anders. Sie hat es hier zwar eher mit einer „lustigen Witwe“ zu tun, also eher mit einer, der der Tod ihres Mannes nicht ungelegen kommt. Aber eben diese möchte, dass eine Obduktion durchgeführt wird, weil sie das Gefühl hat, dass der „Selbstmord“ von ihrem Mann nicht gewollt war.
Dumm für die Ermittler nur, dass die Witwe eine sehr reinliche Hausfrau ist, die um keinen schlechten Eindruck auf die Damen und Herren der Polizei zu machen, schnell noch gründlich putzte, bevor diese eintrafen. Dies macht natürlich die Ermittlungen nicht einfacher. Aber Sofie wäre nicht die gute Rechtsmedizinerin, wenn sie da nicht stutzig würde.
Als eine ermordete Nageldesignerin in ihrem Studio gefunden wurde, standen Joe und Sofie vor einem weiteren Rätsel, weil es kein erkennbares Motiv gibt, die Mordwaffe zwar in der Brust der Ermordeten gefunden wird, aber die Waffe nicht vollständig und das fehlende Stück erstmal nicht auffindbar ist. Ausserdem vermuten sie einen Zusammenhang, kommen aber nicht sofort dahinter.
Als dann auch noch der Giesinger Pfarrer der Kirche Maria Hilf von einem Baukran stürzt, ist das Rätsel perfekt. Denn war hat der Herr Pfarrer mit einem Bauunternehmer und einer halbscharigen Nageltussi zu tun, die früher eigentlich andere Pläne für ihr Leben hatte.
Die Zusammenarbeit zwischen Sofie und Joe gestaltete sich auch nicht besonders leicht, weil ihr Exmann ihr zwar zu verstehen gibt, dass er ihre ehemalige Beziehung gerne nochmal aufleben lassen würde, aber sein Tun etwas anderes vermuten läßt. Sofie hat zwar Katzenjammer, aber könnte sich ja auch anderweitig trösten, denn da ist ja noch der Polizeireporter, der ihr nicht nur im Kopf herumgeistert. Und plötzlich wird sie auch noch von einem Mops, den sie kurzerhand Murmel tauft, adoptiert. Ihm allein schein ihr Herz in Zukunft zu gehören…

Mein Eindruck:

Gewohnt humorig und trotzdem gut recherchiert führt Felicitas Gruber ihre Fans wieder durch den Münchner Stadtteil Giesing und über dessen Grenzen hinaus. Liebevoll macht sie die Auer Dult, die regelmäßig vor der Stadtteilkirche Maria Hilf stattfindet, zu einem schönen Zusatzthema für Münchenkenner und solche, die es werden wollen.
Man muss aber nicht unbedingt Münchner sein, um dieses Buch einfach gern zu haben. Gruber zeigt die Rechtsmediziner, ebenso wie die Polizisten von ihrer menschlichen aber nicht weniger professionellen Seite, die im Beruf so wichtig ist. Sie zeigt, dass das Leben nicht nur aus Arbeit, sondern auch aus zwischenmenschlichen Begebenheiten besteht und dass Ermittler auch Menschen aus Fleisch und Blut sind, bei denen auch nicht immer alles glatt läuft, oder sogar noch perfekt ist.
Liebenswürdig geht sie auf die Hauptprotagonisten ein, sodass sie einem von Band zu Band mehr ans Herz wachsen. Sogar für George, dem Skelett in Sofies Kabuff in der Rechtsmedizin in der Nussbaumstrasse, hat sie gefühlvolle Worte, die einem so manches Schmunzeln ins Gesicht zaubern.
Ich würfelte die drei Teile über Sofie Rosenhuth zwar etwas durcheinander, aber das tat meiner Lesefreude keinen Abbruch. Nach den Teilen eins und drei las ich hiermit Teil zwei und hoffe, dass es schon bald einen vierten Teil geben wird.

Mein Fazit:

Spannende Krimiunterhaltung aus der Bayrischen Landeshauptstadt, die meine vollste Empfehlung verdient.

Danksagung:

Mein herzlicher Dank geht an die Randomhouse-Verlagsgruppe und hier im Speziellen an den Diana-Verlag, der mir „Vogelfrei“ als Printausgabe zum Zwecke der Rezension zur Verfügung stellte. Desweiteren bedanke ich mich ganz herzlich bei Brigitte Riebe, einer der beiden Autorinnen für das mir zugesandte Hörbuch von „Vogelfrei“, das ich demnächst natürlich auch noch hören werde.
Auch dafür, dass ich das Cover zu diesem Buch zur Veröffentlichung verwenden darf, bedanke ich mich bei Randomhouse.


Muffensausen: Roman
Muffensausen: Roman
Preis: EUR 7,99

5.0 von 5 Sternen Brautzilla und die nachte Panik, 15. Oktober 2015
Rezension bezieht sich auf: Muffensausen: Roman (Kindle Edition)
Klappentext:

Wo die Liebe hinfällt…
wurde sie vielleicht geschubst?

Nina und Philipp sind seit drei Jahren ein Paar, gerade frisch zusammengezogen und lieben sich sehr. An einem romantischen Abend macht Nina ihm spontan einen Antrag: »Willst du mich heiraten?« Bamm! Eigentlich ist es für ihn keine Frage, schließlich ist sie seine Traumfrau. Dennoch fühlt Philipp sich nicht überwältigt, sondern überrumpelt. Er verpatzt den Moment komplett: »Warum heiraten? Es läuft doch gerade so gut.« Als Nina daraufhin abhaut, merkt er schnell, dass er sie nur mit dem weltallerbesten Heiratsantrag zurückgewinnen kann. Gesagt, getan – doch damit beginnt ein Albtraum in Weiß…

Mein Umriss:

Drei Jahre sind Nina und Philipp nun ein Paar. Da es Philipp scheinbar nicht eilig hat, Nägel mit Köpfen zu machen, nimmt Nina die Sache eben selbst in die Hand.
Nach einem Saunabesuch, ganz romantisch und verliebt zu zweit im Tauchbecken nimmt sie all ihren Mut zusammen und unterbreitet ihrem Liebsten einen Heiratsantrag. Philipp jedoch reagiert nicht in ihrem Sinne und prompt hängt der Haussegen gewaltig schief. Nina zieht aus. Zu ihrer Freundin Simone. Dort ist sie sicher vor Philipp, denn der kann ihre beste Freundin nicht ausstehen. Er jedoch hofft auf ihre baldige Rückkehr, also hält er seine Eltern, in deren Haus die beiden ihre Wohnung haben damit hin, dass seine Liebste mit einer heftigen Erkältung das Bett hüten muss.
Die geben sich erstmal mit dieser Ausrede ihres Sohnes zufrieden, der die Abwesenheit Ninas dazu nutzt, an einem Heiratsantrag seinerseits zu feilen.
Etwas Besonderes soll es werden und Chris sein bester Kumpel muss ihm dabei helfen. Hier erwähne ich nur den Kölner Dom und Philipps Höhenangst…
Klar kann ich an dieser Stelle verraten, dass Nina den Antrag annimmt und sich nun in typisch weiblichen Aktionismus stürzt. Ist ja nur noch ein Jahr Zeit bis zur Hochzeit…
Nina verwandelt sich immer mehr in Brautzilla mit hysterischen Phasen und Philipps Muffensausen verwandelt sich immer mehr in nackte Panik…

Mein Eindruck:

Christoph Dörr war mir bisher kein Begriff. Weder als Comedian, der mehrfach mit dem Deutschen Comedypreis ausgezeichnet wurde, noch als Redakteur oder Autor, war er mir bisher bekannt. Was mich aber nicht hinderte, sein Buch „Muffensausen“ zu lesen.
Besonders hat mich der Titel und an zweiter Stelle das Cover angesprochen, auf dem ein Straußenkopf und ein Sandhaufen zu sehen ist. Ich fand das insgesamt lustig und interessant. Als ich das Buch dann in Händen hielt, war ich angenehm überrascht. Glänzende Buchstaben auf mattem Untergrund zieren das Cover und der Sandhügel fühlt sich tatsächlich fast wie Sand an.
Dann gings ans Lesen. Sofort war ich mitten im Geschehen. Dörr hält sich nicht mit Geplänkel auf, sondern steigt direkt ins Geschehen ein. Er verfolgt konsequent seinen schnurgerade gelegten roten Faden und weicht nicht davon ab. Er muss auch kein Geplänkel links oder rechts zum Besten geben, denn durch seinen Humor schaffte er es, alle Missgeschicke, Fettnäpfchen und Unwägbarkeiten in gerader Linie aufzureihen und immer die richtigen Personen drin landen zu lassen.
Da wären in erster Linie die Hauptpersonen Nina und Philipp, deren künftige Trauzeugen Chris, der Chaot und Philipps bester Kumpel, auf den er sich zwar immer verlässt, aber auch schon oft verlassen wurde und Simone, Ninas beste Freundin, die von Philipp gehasst wird, wie das Weihwasser vom Teufel. Dann wären da noch die Eltern der beiden. Wo Philipps Eltern etwas zu bieder erscheinen, umso durchgeknallter ist Ninas leibliche Mutter, der der Vater und seine zweite Frau in nichts nachstehen so unkonventionell wie sie sind und nicht zu vergessen Hiller, der Aufpasser, Hausmeister und Tyrann im Haus mit seinem Dackel Bestie.
Von der ersten bis zur letzten Seite hält einen der Autor mit seinem unvergleichlichen Humor an seinem Buch. Und fast schon neigt man dazu, enttäuscht zu sein, als man die letzte Seite gelesen hat. Diese jedoch macht Hoffnung auf mehr.

Mein Fazit:

Köstliche Unterhaltung für regnerische Tage, die einem so manches Lächeln und auch herzhaftes Lachen entlockt und meine 100%ige Empfehlung erhält.

Danksagung:

Mein Dank geht an die Verlagsgruppe Randomhouse und hier im Speziellen an den Verlag blanvalet, der mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte. Ebenso bedanke ich mich für das Cover, das ich in Verbindung mit meiner Rezension veröffentlichen darf.


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