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Rezensionen verfasst von
Andrea Hübner "monja1995" (Fahrenzhausen, Bayern)
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Halima: Mein Weg aus der Hölle von Darfur
Halima: Mein Weg aus der Hölle von Darfur
von Halima Bashir
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen Tödlicher Sudan, 21. Februar 2014
Klappentext:

„Darfur. Ein Wort, das mit Blut und Leiden getränkt ist. Ein Begriff, der schreckliche Bilder heraufbeschwört. Schmerzen und Grauen, die in der zivilisierten Welt unvorstellbar gewesen wären. Aber für mich ist Darfur auch noch etwas anderes: Es ist meine Heimat.“

Im Jahr 2005 gelingt der jungen Ärztin Halima Bashir die Flucht aus dem Sudan. In einem der grausamsten Kriege unserer Zeit erlebte sie Leiden und Tod unzähliger Menschen, wurde Zeugin und schließlich auch Opfer von Folter und brutalem Missbrauch – denn sie hat es gewagt, sich aufzulehnen gegen den Terror.

Mein Umriss:

Halima gibt Einblick in ihre unbeschwerte Kindheit, die sie in einem Dorf in der Provinz Darfur im Sudan verbringt. Wohlbehütet in eine liebevolle Familie eingebettet erlebt sie diese Kindheit behütet durch Großmutter, Mutter und Vater. Der Vater erkennt sehr früh, dass aus Halima irgendwann eine kluge Frau werden wird und läßt sie in der nächsten Stadt zur Schule gehen. Schnell bemerkt Halima, dass es nicht überall ruhig und unbeschwert wie auf dem Land ist. Sie wird von Mitschülern arabischer Abstammung herablassend behandelt. Sie nutzen jede Gelegenheit, Halima etwas anzutun. Halima jedoch hat den Stolz der Afrikaner in sich und wehrt sich. Dafür wird sie mit Schlägen durch die Schulleiterin und anderen Strafen durch die Lehrerinnen bestraft. Da diese Frauen ebenfalls arabischer Abstammung sind, denken diese, bessere Menschen zu sein und sehen Schwarzafrikaner als Sklaven. Halina schafft es trotzdem in der Schule hervorragende Leistungen zu erzielen und nach dem Schulabschluß einen Studienplatz zu bekommen, um ihrem Traum Ärztin zu werden endlich Wirklichkeit werden zu lassen.
An der Universität geht es ähnlich weiter, wie zuvor in der Schule. Die Araber denken, sie wären etwas besseres und versuchen ihre schwarzafrikanischen Kommilitonen zu unterdrücken. Die lassen sich das aber nicht gefallen.
Halima schafft ihren Abschluß und kehrt als Frau Doktor Halima Bashir in ihr Dorf zurück. Bald bekommt sie eine Anstellung in einem Krankenhaus. Den Arabern ist jedoch ein Dorn im Auge, dass sie auch im Bürgerkrieg verwundete Schwarzafrikaner respektvoll und nach allen ihr gebotenen Möglichkeiten behandelt. Für Halima sind alle Menschen gleich.
Sie wird jedoch in ein Provinzkrankenhaus versetzt, wo sie schnell feststellen muss, dass ihr auch hier genauestens über die Schulter geblickt wird. Sie wird verhaftet und erleidet schlimmste Folter und Mehrfachvergewaltigungen. Da flieht sie zurück in ihr Heimatdorf. Doch auch dort überschlagen sich die Ereignisse und sie muss wieder fliehen…….

Mein Eindruck:

Halima Bashir erzählt in einer eher einfachen Sprache, wie sie ihre Kindheit und Jugend im Sudan erlebte. Sie malt diese Erinnerungen nicht nur rosarot, sondern erzählt auch von den schwierigen Verhältnissen im Dorf, wo die Frauen teilweise stundenlang laufen müssen, um Brennholz, Kräuter usw. zu sammeln und wie schwierig es war, in die nächste Stadt zu kommen, wo Verwandte lebten. Ebenso geht sie auf die Hürden ein, die Eltern nehmen müssen, um ihren Kindern die bestmögliche Ausbildung zu ermöglichen. Und vor allem zeigt Halima, wie eng die Familienbande in ihrer Heimat sind. Dies tritt besonders aus ihrer Geschichte hervor, als sie Vergleiche mit ihren Mitmenschen in Großbritannien zieht. Schonungslos und offen erzählt sie auch über ihre Verschleppung, die Folter und die Vergewaltigungen, so dass einem beim Lesen Tränen in die Augen steigen. Man erlebt als Leser fast körperlich ihre Ängste mit, als sie auf der Flucht ist. Ebenso empfindet man die Rückschläge, die sie in Großbritannien immer wieder einstecken muss.

Mein Fazit:

Ein Buch für jeden der die Augen vor den Begebenheiten in Afrika nicht verschließen wollen und können


Was geschah mit Mara Dyer?: Roman
Was geschah mit Mara Dyer?: Roman
von Michelle Hodkin
  Broschiert
Preis: EUR 14,95

5.0 von 5 Sternen Geheimnisumwittert und spannend, 8. Februar 2014
Mein Umriss:

Mara erwacht nach einer Woche aus einem Koma. Sie kann sich an nichts erinnern. Langsam und schonend bringen ihr ihre Eltern bei, dass das baufällige Haus, in dem sich Mara, ihre zwei Freundinnen und ihr Freund Jude aufhielten einstürzte und sie die einzige Überlebende dieses Unglücks ist.
Um Mara nicht immer wieder mit alten Erinnerungen zu konfrontieren entschließen sich ihre Eltern zu einem Umzug nach Florida. Hier fühlt sich Mara aber nicht zuhause. In der Schule wird sie abgelehnt, ihre Mutter sieht psychische Störungen an ihr, die sonst keiner erkennt und Mara verzweifelt fast daran, sich an nichts erinnern zu können. Nachdem ein Mann auf schreckliche Weise zu Tode kam, dem sie den Tod wünschte und ihr immer wieder ihre toten Freunde erscheinen, glaubt Mara irgendwann auch, dass sie verrückt ist und entschließt sich, zu einer Psychologin zu gehen.
Als sie dann auch noch von ihrer Spanischlehrerin ungerecht behandelt wird, die kurz darauf tot aufgefunden wird und ihr Bruder verschwindet, ist sich Mara endgültig sicher, dass etwas mit ihr nicht stimmt und bittet ihren Mitschüler Noah, ihr zu helfen, hinter das Geheimnis zu kommen.

Mein Eindruck:

Schnell ist man im Geschehen und gleichzeitig immer wieder verwirrt darüber, was Mara widerfährt. Michelle Hodkin versteht es aber durch klitzekleine Hinweise den Leser ans Geschehen zu fesseln. Sie verfügt über eine jugendliche, leicht verständliche Schreibweise, die zu keinem Zeitpunkt flapsig wirkt. Das Buch ist aus Maras Sicht in der Ich-Form verfaßt, was das Ganze noch spannender macht, weil man als Leser das Gefühl hat, mit Maras Augen zu sehen und zu fühlen. Besonders die Gefühle hat die Autorin so wirklichkeitsnah beschrieben, dass man diese fast selbst empfindet. Auf jeden Fall interessiert mich nun der zweite Band über Mara brennend und ich hoffe, diesen bald in Händen zu halten, um zu sehen, wie Mara und Noah mit ihren Erkenntnissen ihr Leben meistern.

Mein Fazit:

Geheimnisumwittert und spannend – ein Jugendbuch, das auch Erwachsene zu fesseln versteht.


Doctor Sleep: Roman
Doctor Sleep: Roman
von Stephen King
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,99

3.0 von 5 Sternen 35 Jahre danach, 24. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Doctor Sleep: Roman (Gebundene Ausgabe)
Klappentext:

Eine mörderische Sekte hat es auf Kinder abgesehen, die das Shining haben. Stephen King kehrt zu einem seiner berühmtesten Romane zurück: Der kleine Danny, der im Hotel Overlook so unter seinem besessenen Vater hat leiden müssen, ist nun erwachsen. Aber die Vergangenheit lässt ihn nicht los. Auch das Mädchen Abra hat das Shining. Kann er sie retten?

Mein Umriss:

35 Jahre nachdem das Overlook-Hotel niedergebrannt ist hat Dan Torrance, der kleine Junge der die Katastrophe damals überlebte, seine Berufung gefunden. Um dahin zu gelangen ging er durch die Alkoholsucht und lebte wie ein Vagabund. Jetzt arbeitet er in einem Hospiz, in dem er seine Fähigkeiten bei den Menschen einsetzen kann, die seine Hilfe am nötigsten brauchen. Bei den Sterbenden. Diesen hilft er durch sein Wesen, seine Ruhe und seine Geduld beim Übertritt in den ewigen Schlaf. In diesem Hospiz bekam er auch den Titel Dr. Sleep.
Als er sein Zimmer in einem Turm des Hospizes bezog, fand er dort eine alte Tafel. Auf dieser Tafel erschienen Nachrichten, die er zuerst nicht zuordnen kann, bis ein Mädchen sich in seine Gedanken einschleicht. Per Gedankenübertragung wird der Kontakt immer intensiver, bis sie sich kennen lernen. Was Dan von ihr dann erfährt, ruft die alten, vergessen geglaubten und im Alkohol ertränkten Erinnerungen wieder hervor.
Abra verfügt ebenso wie er über das Shining und daher sieht sie sich durch eine seltsame Gruppe verfolgt. Diese Gruppe weiß von Abras übermäßigem Steam, der Hauch den sie im Sterben ausstoßen würde, der ihnen das weitere Leben sichern würde. Dan will ihr von nun an Helfen, zumal er eine ganz besondere Beziehung zu ihr und ihrer Familie sieht. Dadurch gerät er ebenfalls ins Visier Abras Verfolger….

Mein Eindruck:

Schon auf den ersten Seiten war ich von der Story gefesselt. Leider driftete King nach ca. 30 Seiten in gähnende Langeweile ab, die erstmal nicht enden wollte. Ich gab dem Buch eine Chance bis Seite 200, wollte dann aber doch erfahren, ob er sich mit der Handlung doch noch berappelt.
Nach der ersten Hälfte gewann die Story endlich an Fahrt und ich konnte nicht mehr zu lesen aufhören. Wobei ich mir trotzdem die Frage stelle, warum gerade um dieses Buch so ein Hype veranstaltet wurde. Es ist wahrlich nicht Kings bestes Werk und kommt nicht mal annähernd an Shining, dessen Fortsetzung es ist, heran.
Für die zweite Hälfte hat sich der Kampf durch die erste Hälfte gelohnt, auch wenn sich meine Begeisterung in Grenzen hält.
Mir hätte es gereicht, wenn erwähnt worden wäre, dass Dan Torrance wie auch damals sein Vater dem Alkohol verfiel und mit Hilfe der Anonymen Alkoholiker den Weg aus der Sucht fand. Die immer sich wiederholenden Sitzungen der AA an denen Dan teilnahm und wann er welche Auszeichnungen bekam, bläht das Buch nur unnötig auf und bremst die eigentliche Story unangenehm.
Eine Sache jedoch berührte mich ganz besonders. Es war das Erlebnis mit Deenie. Das Mädchen gabelte Dan in einer Kneipe auf und er verbrachte die Nacht mit ihr. Gemeinsam mit Deenie gab er sein Geld für Kokain aus, welches sie gemeinsam konsumierten. Am Morgen wollte er sich so gar nicht gentlemanlike klammheimlich verkrümeln, als plötzlich ein kleiner Junge vor ihm stand, der nach seiner Mutter fragte. Als der Junge die Kokainreste auf dem Tisch sah, meinte er es wäre Zucker und wollte hin. Dan beseitigte das Kokain und legte es an eine Stelle, an die der Junge nicht ran kam. Danach klaute er Deenie noch 70 Dollar und verschwand. Ein Erlebnis, das ihm Jahre später noch zu schaffen machte.

Mein Fazit:

Lesbar, wenn auch nicht überragend. Es gibt bessere Werke von King


Frostglut: Mythos Academy 4
Frostglut: Mythos Academy 4
von Jennifer Estep
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie gewohnt Spannung pur, 10. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Frostglut: Mythos Academy 4 (Broschiert)
Klappentext:

"Mein Name ist Gwen Frost, und ich bin offiziell das Date des heißesten Jungen der Mythos Academy. Doch nicht die Schnitter des Chaos machen mit diesmal einen Strich durch die Rechnung, sondern ausgerechnet Logans Vater!
Denn der überreicht mir eine Anklage des Protektorats – und das, obwohl doch jeder weiß, dass ich nur gegen meinen Willen eine Rolle bei Lokis Befreiung gespielt habe! Jetzt muss ich nicht nur Logans Dad beweisen, dass ich zu den Guten gehöre, sondern verhindern, dass ich zum Tod verurteilt werde. Ganz sicher stecken Lokis Anhänger hinter alldem. Wenn ich nur wüsste, welchen Plan sie verfolgen…"

Mein Umriss:

Endlich hat es Gwen geschafft. Sie hat ein Date mit Logan, dem begehrtesten Jungen an der Mythos Academie. Sie ist so aufgeregt, dass sie nur sinnloses Zeug plappert und zu allem Überfluß kippt sie ihm auch noch die Getränke über die Kleidung. Logan jedoch ist nur Gwen wichtig, da treten alle Missgeschicke in den Hintergrund.
Insgeheim rechnet Gwen ja damit, dass da noch irgendwas schief gehen könnte, aber dass nicht die Schnitter ihr in die Quere kommen, sondern eine Anklage durch das Protektorat, damit hat sie nicht gerechnet.
Das Protektorat wirft ihr vor, mit den Schnittern gemeinsame Sache zu machen und eine Mitschuld am Geschehen zum Winterkarneval zu tragen.
Da die Anklage öffentlich im Pantheon vorgetragen wird, wendet sich daraufhin der Großteil ihrer Mitschüler von ihr ab. Nur wenige glauben an ihre Unschuld. Diese zu beweisen bringt jedoch alle gleichermaßen in Lebensgefahr….

Mein Eindruck:

Nach Frostherz nun der vierte Band über die Mythos Academy und deren Schüler und Lehrer. Jennifer Estep versteht die Fortsetzungen so zu schreiben, dass man das Gefühl hat, nie zu lesen aufgehört zu haben. Schnell ist man vom Geschehen gefangen und man fühlt mit Gwen, als würde man neben ihr stehen. Mittlerweile hat es sich schon als Running gag eingeschlichen, dass Gwen mindestens einmal pro Band die Schulbibliothek samt den Vitrinen mit den Artefakten früherer Zeiten schrottet. Estep läßt sogar einfliessen, dass genau das Gwen inzwischen schon peinlich, aber fürs Geschehen unerlässlich ist. Die Autorin geht hier wieder voll in ihrer lockeren aber niemals flapsigen Schreibweise auf, mit der sie den Spannungsbogen langsam aber stetig fast bis zum Zerreissen spannt, bevor sie es zum Knall kommen läßt. Logisch, dass es zwar einen kleinen Schluß gibt, aber eben nur einen kleinen, denn schließlich will sie ja auch noch nichts vom nächsten Abenteuer Gwen Frosts, ihrer Freunde und der Lehrer der Mythos Academy verraten. Meine bisherige Erfahrung bei Mehrteilern war ja die, dass im Laufe der Zeit die Geschichte oder die Personen so abflachen, dass das Lesen irgendwie keinen Spaß macht. Hier warte ich aber jetzt gespannt auf Band 5.

Mein Fazit:

Wer Band 1 bis 3 gelesen hat, sollte diesen Band auf keinen Fall versäumen. Wer die Bände noch nicht gelesen hat, sollte dies schnellstens nachholen.


Der stille Sammler: Thriller
Der stille Sammler: Thriller
von Becky Masterman
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verbrecherjagd mit Überraschungseffekt, 2. Januar 2014
Mein Umriss:

Ein Mann beobachtet eine Frau in einem ausgetrockneten Flußbett. Sie sucht Steine für ihren Garten. Von ihr scheinbar unbemerkt parkt er seinen Wagen am Ufer und begibt sich zu Fuß in ihre Richtung. Er weiß nicht, dass sie ihn die ganze Zeit über sehr genau beobachtet hat und als er sie angreift, geht sie davon aus, es mit dem Highwaykiller zu tun zu haben, der jahrelang einmal im Jahr eine Frau an der Route 66 tötete. Jetzt sollte Brigid Quinn dran glauben. Allerdings rechnet der Mann nicht mit einer so heftigen Gegenwehr und zieht im darauffolgenden Kampf den Kürzeren.
Brigid Quinn war bis zu ihrem Ruhestand erfolgreiche FBI-Agentin, die ihre Karriere durch eine unüberlegte Aktion vorzeitig beenden mußte.
Kurz vor dem Ereignis im Flußbett wurde der mutmaßliche Serienkiller Floyd Lynch festgenommen. Bei ihm vermuten die Beamten, dass es sich um den berüchtigten Route-66-Killer handelt, der auch eine ihrer Kolleginnen auf dem Gewissen hat.
Erhärtet wurde der Verdacht anhand der Tatsache, dass er in seinem Truck eine mumifizierte Leiche mitführt, an der er sich erwiesenermaßen immer wieder sexuell verging. Auch kennt er Einzelheiten der Morde der vergangenen Jahre, die nie der Öffentlichkeit mitgeteilt wurden. Er führt die Beamten zu einem Autowrack in den Bergen, in dem sie weitere zwei mumifizierte Leichen vorfinden, an denen sich Lynch vergangen hatte.
Er weiß vieles, jedoch einen wichtigen Hinweis kann er nicht geben. Aus diesem Grund zweifelt Quinn daran, dass er der wahre Serientäter ist. Auch die Agentin Coleman ist davon schnell überzeugt.
Als die beiden Frauen die Ermittlungen in diese Richtung aufnehmen, befinden sie sich in höchster Gefahr….

Mein Eindruck:

Zum Einstieg in diesen Thriller erlebt der Leser den Überfall auf Brigid Quinn und ihren Kampf ums Überleben. Nach dem Prolog blickt die Autorin 10 Wochen zurück.
Becky Masterman hat einen rasanten, spannungsgeladenen Schreibstil, der zu keinem Zeitpunkt überhastet wirkt. Sie beschreibt ihre Personen und deren Umfeld sehr detailverliebt, jedoch keineswegs langatmig oder gar langweilig. Es paßt einfach jedes Teilchen zum anderen und daraus konstruiert sie einen Thriller, der seinesgleichen sucht. Als Leser hat man das Gefühl mitten im Geschehen zu sein, die Geräusche zu hören, die Luft zu riechen und sogar zu schmecken. Mit jedem der relativ kurz gehaltenen Kapitel steigert sie den Spannungsbogen etwas mehr, bis es zum Ende hin zu einem unerwartetem Showdown kommt, mit dem man nicht rechnet. Zumal der wahre Täter beim Leser nie in Verdacht gerät, ein Serienkiller zu sein. Mit diesem Showdown allein gab sich Masterman jedoch noch nicht zufrieden. Sie zeigt dem Leser auch, wie es mit den Hauptpersonen danach weiter geht und läßt damit diesen Thriller leise ausklingen.

Mein Fazit:

Spannung perfekt auf den Punkt gebracht. Unbedingt empfehlenswert.


Ficken sag ich selten: Mein Leben mit Tourette
Ficken sag ich selten: Mein Leben mit Tourette
von Olaf Blumberg
  Broschiert
Preis: EUR 16,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der fluchende Philosoph, 27. Dezember 2013
Klappentext:

Olaf Blumberg flucht, bellt, zuckt heftig und unwillkürlich, und das meistens in den unpassendsten Situationen – in der Bahn, in der Uni, in der Kirche, bei der neuen Freundin. Olaf hat Tourette. Hier erzählt er, wie er gelernt hat, diesen Dämon zu akzeptieren. Ein tragikomisches, anrührendes Buch über ein Leben mit einer unberechenbaren Krankheit.

"Tourette ist ein Clown, ein Kind, ein Freund, ein Diktator und ein fluchender Philosph."

Mein Umriss:

Olaf Blumberg wurde 1984 geboren und schon als Kind zeigten sich die Anfänge seiner lebenslangen Krankheit. In dieser Zeit wurden seine Tics, wie das ruckartige Bewegen des Kopfes und das Bellen, wie er es nennt, nicht als Krankheit, sondern eher als schlechte Angewohnheit gesehen. Diese „Angewohnheit“ brachte ihm einigen Tadel, wie auch Frotzeleien durch Gleichaltrige ein.
Er selbst erkannte die Tics auch nicht als solche, sondern wunderte sich nur immer wieder über die seltsamen Reaktionen seiner Mitmenschen in gewissen Situationen.
Mit zunehmendem Alter verstärkten sich seine Tics. Im Studentenalter tickte er laut und unflätig. Die Ausdrücke zielten meist unter die Gürtellinie seiner Mitmenschen oder gipfelten im verbalen Hitlergruß. Irgendwann sah er ein, dass er sich untersuchen lassen mußte und ein Ärztemarathon begann für ihn. Da viele Ärzte jedoch noch nie etwas mit dem Tourette-Syndrom zu tun hatten, konnten sie auch nicht qualifiziert helfen. Es wurde versucht, den jungen Mann mit Medikamenten ruhig zu stellen, was die Tics teilweise verstärkte oder ihn so dämpfte, dass er fast nicht mehr in der Lage war, am normalen Leben teilzunehmen. Eine betroffene junge Frau die er kennenlernte gab ihm den Rat, sich selbst in die Psychiatrie einzuweisen. Wobei die erst Klinik für ihn ein Flop war. Erst in der zweiten Klinik fühlte er sich gut aufgehoben und auch ernst genommen. Dort wurde ihm empfohlen, sich um ein Studium zu kümmern, das er besser mit seiner Krankheit in Einklang bringen kann. Somit wechselte vom Lehramtsstudium im Bereich Germanistik in den sozialen Bereich, in dem er seine Berufung fand.
Irgendwann war ihm klar, er muss den Rest seines Lebens mit Tourette klar kommen. Er hat keine andere Wahl….

Mein Eindruck:

Olaf Blumberg erzählt seinen langen Weg von der Erkenntnis, dass irgendetwas mit ihm nicht stimmen kann, bis zur Diagnose Tourette, die ihm erstmal den Boden unter den Füssen wegzog. Seinen Leidensweg mit diversen Medikamenten läßt er ebenso wenig aus, wie das Gefühl aus einem normalen Leben von seinen Mitmenschen ausgeschlossen zu sein. Er schreibt offen und unverblümt über seine Tics und die Reaktionen seiner Mitmenschen, die unterschiedlicher nicht sein können. Seine Offenheit über die Krankheit zu schreiben, ohne mit ihr zu kokettieren macht ihn unwahrscheinlich sympathisch, auch wenn man als Leser sicherlich nicht sagen kann, wie man auf ihn reagieren würde, stünde er plötzlich vor einem und ticct.
Dass diese Krankheit eine Behinderung darstellt, erwähnt Blumberg eher am Rande.
Olaf Blumberg brachte zu Papier, was viele Betroffene wahrscheinlich totschweigen und dafür verdient er vollsten Respekt.

Mein Fazit:

Ein junger Mann von seiner Krankheit scheinbar ins Abseits gedrängt, schafft den Weg ins Leben.


Dreikönigsmord (Zeitreisekrimi, Band 1)
Dreikönigsmord (Zeitreisekrimi, Band 1)
von Bea Rauenthal
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nein danke, 16. Dezember 2013
Klappentext:

Zwei Kommissare von heute und eine Leiche aus dem Mittelalter – das wird der aufregendste Fall ihrer Karriere! Jo Weber und Lutz Jäger ermitteln quer durch Raum und Zeit.

Eine skelettierte, fünfhundert Jahre alte Leiche? Das ist ja wohl verjährt, denken Hauptkommissarin Jo Weber und ihr streitlustiger Kollege Lutz Jäger. Bis sie sich plötzlich im Mittelalter wiederfinden, als Kaufmannswitwe und Kneipenwirt. Um zurück in die Gegenwart zu können, müssen sie den Mordfall lösen! Ohne moderne Spurensicherung und Genanalyse scheint ihnen das zunächst unmöglich. Schnell ist ihr größtes Problem allerdings nicht mehr der Mörder, sondern die Inquisition: Jo und Lutz müssen aufpassen, dass sie nicht bald auf dem Scheiterhaufen brennen. Werden sie es schaffen – zurück in die Zukunft?

Mein Umriss:

Ein Leichenfund auf dem Gelände eines alten Klosters. Jo Weber und Lutz Jäger werden an den Fundort gerufen und stellen bei der Erstbeschau fest, dass das Skelett dort seit ca. 500 Jahren in der Erde lag und ziehen unverrichteter Dinge wieder ab. Dieser Fall ist nicht ihr Fall. Oder?
Auf der Rückfahrt haben sie einen Verkehrsunfall und kommen im Mittelalter wieder zu sich. Dort liegt ebendieses Mordopfer, das in der Gegenwart gefunden wurde, aufgebahrt im Kloster mit aufgeschlitzter Kehle. Beide wundern sie sich, wie sie in dieser Zeit landen konnten, zumal sie sich sehr gut an den Verkehrsunfall erinnern können. Nichts desto trotz erklärt ihnen die Oberin des Klosters, dass sie den Mordfall an dem jungen Mann aufklären und seinen Mörder stellen müssen, um wieder in ihre Zeit zurück zu können.
Sie sprechen anders als die Menschen im Mittelalter, was sie als seltsam erscheinen läßt. Dies jedoch können sie recht schnell überspielen und sie passen sich den damaligen Begebenheiten schnell an. Aber wie sollen sie diesen Mord so ganz ohne die technischen Hilfsmittel des einundzwanzigsten Jahrhunderts lösen?
Schon bald gibt es weitere Mordopfer und sie fühlen sich schon fast überfordert, hätten sie nicht die weise Oberin des Klosters an ihrer Seite, mit deren Hilfe einiges einfacher ist….

Mein Eindruck:

Das Thema Zeitreise an sich ist ein sehr faszinierendes Thema. Es in einen Kriminalfall einzubinden ist nicht ganz neu, aber doch äußerst interessant. In diesem Fall jedoch nicht so faszinierend wie ich mir erhofft hatte.
Sehr langatmig und teilweise langweilig zieht sich die Handlung dahin. Die Autorin übersah leider auch vieles, das für die heutige Zeit selbstverständlich erscheint und baut das ins Mittelalter mit ein, wo es einfach nicht paßt. Was super dargestellt ist, ist die Fahrt mit dem Heissluftballon, dessen Erfindung ja um einiges später erfolgte. Ob diese jedoch in dieser Form und Ausführung machbar wäre, entzieht sich auch meiner Kenntnis.
Wer sich durchquält und das Ende liest hat gewonnen. Und zwar die Erkenntnis, dass die Autorin über sehr viel Fantasie verfügt, dies alles in dieser Form aber schlicht unmöglich ist. Daher war das für mich die Krönung eines Romanes in negativem Sinne, den es so nicht geben dürfte.
Teilweise nicht schlecht im Mittelalter recherchiert, eine verkrampfte Handlung und ein Ende, das in anderer Form glaubwürdiger und nachvollziehbarer gewesen wäre.

Mein Fazit:

Ein Buch einer Reihe, das nicht Langeweile bekämpft, sondern diese hervorruft.


Dampfnudelblues
Dampfnudelblues
DVD ~ Sebastian Bezzel
Preis: EUR 12,99

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das Kopfkino beim Lesen war erheblich besser, 16. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Dampfnudelblues (DVD)
Klappentext des Buches:

In Niederkaltenkirchen geht wieder das Verbrechen um und Dorfpolizist Franz Eberhofer hat privat wie beruflich alle Hände voll zu tun.
›Stirb, du Sau!‹, prangt es in roter Farbe von Höpfls Haus. Der Dienststellenleiter von der PI Landshut ruft an: Realschulrektor Höpfl ist nicht zum Unterricht erschienen. Ich soll da jetzt mal hinfahren und nachsehen. ›Stirb, du Sau!‹, schießt es mir durch den Kopf. Und ich ahne nix Gutes.

Mein Umriss:

Niederkaltenkirchen bei Landshut. Eine beschauliche Gegend, aber auch davor macht das Verbrechen nicht halt.
Als auf die Hauswand des Schulrektors Höpfl eines Tages "Stirb Du Sau" geschrieben steht, nimmt das Geschehen seinen Lauf. Erst verschwindet der unbeliebte Höpfl, taucht aber bald wieder auf. Doch dann wird er gefunden. Überfahren von einer Bahn und die Aussage des Zugführers läßt Franz Eberhofer, den Dorfpolizisten darauf schließen, dass es kein Selbstmord gewesen sein kann und beginnt mit den Ermittlungen, die ihn voll und ganz in Anspruch nehmen.
Susi sein Gspusi, mit der er mehr oder weniger, eher weniger zusammen ist läßt ihn unter Getöse in seinem zur Wohnung umgebauten Saustall zurück, nachdem er sie in seiner umwerfenden Art auf ihre "Dellen" an den Oberschenkeln aufmerksam machte. Diese Trennung macht ihm zu schaffen, was er aber niemals offen zugeben würde.
Seine Oma, die mit seinem Vater unter einem Dach lebt, liebt er über alles. Besonders wegen ihrer Kochkünste. Er fühlt ist dafür zuständig, regelmäßig seine Oma in die Supermärkte zu fahren, damit sie die Sonderangebote der Geschäfte und Supermärkte durchforsten kann. Sonderangebote liebt seine Oma über alles und wo es was günstig gibt, muss sie einfach hin. Sein Vater hingegen liebt seinen Marihuanaanbau hinter dem Schuppen, gegen den Franz eigentlich vorgehen müßte.
Dann ist da noch sein Bruder, der mit einer Thailänderin die Tochter Uschi, von Opa und Franz Sushi genannt, hat und Panida die Mutter sobald er geschieden ist, heiraten will.

Mein Eindruck:

Natürlich musste ich mir die Verfilmung des Buches ansehen. Sowas läßt sich ein Eberhofer-Fan schließlich nicht entgehen.
Den Schriftzug auf Höpfls Haus hab ich mir beim Lesen genau so vorgestellt, wie er auch gezeigt wurde, ebenso dessen Verschwinden und Wiederauftauchen und sein Tod auf den Schienen. Das wars aber auch schon im Großen und Ganzen mit den Übereinstimmungen mit dem Buch.
Dargestellt wird Eberhofer wie ein Polizist aus den Siebzigern, der eine alte längst bei der Polizei ausgemusterte Karre als Streifenwagen fährt. Auch die Oma wird von einer viel zu jungen Frau dargestellt, sodass sie wenig glaubhaft erscheint. Die Liebe zu seiner Oma, die im Buch so schön dargestellt ist, kommt im Film nicht in dieser Form zur Geltung. Sein Bruder Leopold erscheint etwas glaubwürdiger, obwohl er im Buch schrulliger beschrieben wird. Es fehlte Ludwig sein Hund, der im Buch Eberhofers wichtiger Begleiter ist, wenn er wieder mal so richtig in Fahrt ist. Mit ihm die abendlichen, natürlich gestoppten Runden dreht und so dann und wann beim Simmerl einkehrt. Dass Eberhofer im ehemaligen Saustall wohnt war mir aufgrund des Buches bekannt, wird im Film aber mit keiner Silbe erwähnt. Sodass es den Anschein hat, er würde in einer Bruchbude hausen, was ja nicht so ist.
Stattdessen wird der Marihuanaanbau des Vaters zu sehr in den Vordergrund geschoben. Der wird im Buch zwar erwähnt, aber ansonsten kein Aufhebens drum gemacht. Die Susi, seine Freundin ist gut dargestellt, allerdings gäbe es bestimmt Schauspielerinnen die besser dafür geeignet wären.
Vor allem fehlte mir der eine oder andere markige Spruch, der mich beim Lesen des Buches schallend lachen ließ. Auch wie Franz seinen Bruder ansonsten bezeichnet ging im Film entweder total unter, oder es kommt wirklich nicht vor. Der Ausdruck ist zwar nicht nett, gehört aber zu Franz Eberhofer wie Ludwig sein Hund.

Mein Fazit:

Als Buch einfach klasse, aber als Film? - Andere Besetzung, besseres Drehbuch, mehr Liebe zum Detail und es hätte eine richtig gute Verfilmung werden können. So konnte man sich den Film zwar ansehen, aber ein zweitesmal muss nicht sein.


Drowning - Tödliches Element
Drowning - Tödliches Element
von Rachel Ward
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sein Wille geschehe, 5. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Drowning - Tödliches Element (Taschenbuch)
Klappentext:

Einen Meter neben mir sehe ich ein Gesicht.
Die Haare kleben in glänzenden Strähnen an der Stirn. Schmale Lippen, leicht geöffnet, ein Wasserrinnsal läuft heraus. Bleiche Haut, von Schlamm überzogen. Augen geschlossen.

Wasser ist der Ursprung allen Lebens, sagt man.
Für Carl ist es nur eins: tödlich!

Mein Umriss:

Carl schlägt die Augen auf und sieht seinen Bruder Rob.
Robs Gesicht ist schlammverschmiert, seine Haut bleich und seine Augen sind geschlossen. Aber warum liegt er in einem Sack? Warum wird der Reissverschluss bis über sein Gesicht hochgezogen? Wer ist das Mädchen, das daneben sitzt und schreit?
Carl wird von seiner Mutter abgeholt. Warum war er im Krankenhaus und warum weint seine Mutter?
Auf der Taxifahrt nach hause erinnert sich Carl bruchstückhaft daran, dass er mit seinem Bruder schwimmen war, aber alle anderen Erinnerungen sind wie aus seinem Gedächtnis radiert. Immer wieder denkt er daran, wie der Reissverschluss über Robs Gesicht geschlossen wird. Ihm dämmert, dass Rob tot sein muss. Denn warum sollte seine Mutter sonst weinen?
Zu hause angekommen kommt ihm vieles fremd vor. Sogar das Zimmer, das er sich mit seinem Bruder teilte und auch die in die Tür geschlagenen faustgroßen Löcher.
Als er einen Wasserhahn tropfen hört, geht er ins Bad und versucht ihn zuzudrehen. Es gelingt ihm nicht und auf grauenvolle Weise erscheint ihm sein Bruder und verlangt unmögliches von ihm.
Warum?
Langsam beginnt sich sein Gedächtnis zu regenerieren und ihn an immer mehr Begebenheiten zu erinnern. Für ihn sind diese Erinnerungen wenig glaubhaft, aber Rob spricht mit ihm und damit kommt er den Geschehnissen immer mehr auf den Grund. Und je mehr er erfährt und sich dagegen wehrt, umso mehr bringt er sich und das Mädchen in Gefahr.

Mein Eindruck:

Nach einem etwas verwirrenden Einstieg ist man als Leser schnell von der Handlung gefesselt. Die Art und Weise wie Rachel Ward die Geschehnisse verpackt, kann dieses Buch locker in der oberen Riege der großen Psychothriller eingereiht werden.
Sie steigert die Spannung kontinuierlich bis zum großen Showdown, mit dem man in der Art nicht rechnet. Einzig die letzten 5-6 Seiten hätten so nicht sein müssen, denn die passen irgendwie nicht so perfekt dazu. Klar, ein Schlusspunkt mußte gesetzt werden, aber der von Ward gewählte ist einfach zu klischeebehaftet.
Die Personen um die sich die Handlung dreht, können realistischer nicht dargestellt werden. Da wäre die alkoholabhängige Mutter, die ihre Söhne, den Haushalt und ihr Leben vernachlässigt und nicht mitbekommt, wie unterschiedlich und in gewisser Weise verfeindet ihre Söhne sind. Das Mädchen Neisha die von Rob, ihrem Freund, unterdrückt und teilweise gequält wird, sich aber trotzdem nicht von ihm lösen kann und der kleine Bruder Carl, der mehr Angst statt Bruderliebe zu Rob empfindet, welcher das für seine Zwecke bis über alle Grenzen ausnutzt.
Als Jugendbuch herausgebracht, muss sich dieses Buch wirklich nicht als solches bezeichnen lassen, da es auch für Erwachsene eine fesselnde Lektüre ist.

Fazit:

Spannung die einen atemlos macht. Zu 100% empfehlenswert.


Frostblüte
Frostblüte
von Zoë Marriott
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,99

5.0 von 5 Sternen Jugendbuch auch für Erwachsene, 28. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Frostblüte (Taschenbuch)
Mein Umriss:

Frost, die eigentlich den Namen Saram Aeskaar von ihrer Mutter erhielt, ist immerzu auf der Flucht. Sie trägt einen Wolf in sich und kann ihn nicht bezähmen. Immer wenn sie in einem Streit oder Kampf verletzt wird, bricht der Wolf hervor und richtet Schreckliches an. Somit muss ihre Mutter immer wieder mit ihr fliehen.
Bis sich Frost nach dem Tod der Mutter eigenständig auf den Weg macht und auf die Bergwächter trifft. Einer von ihnen, Luca bemerkt, dass besonderes in Frost steckt.
Sie ist die geborene Kämpferin und würde perfekt in seine Bergwächterarmee passen. Auch Frost fühlt sich wohl und bleibt. Luca und sein Bruder Arian bringen ihr die Kunst des Kämpfens bei, sodass sie ihnen bald ebenbürtig ist. Allerdings fühlt Frost, dass es bald Zeit ist, sich wieder auf die Flucht zu begeben. Doch nicht vor den Bergwächtern, sondern vor ihrem inneren Dämon….

Mein Eindruck:

Zoe Marriott hat mit Frostblüte einen Roman geschrieben, der berührt und gleichzeitig eine gewisse Spannung beinhaltet. Mit einem gewissen Quentchen an Liebe und Herzschmerz, Mut und Verzweiflung brachte die Autorin eine Geschichte um eine Jugendliche, die einen Wolf in sich trägt den sie nur schwer im Zaum halten kann, zu Papier. Sie bediente sich hierfür einer relativ einfachen, leicht verständlichen Ausdrucksweise, was den Leser schnell ins Geschehen eintauchen lässt, sodass man das Gefühl hat mitten im Geschehen zu sein. Jedem der Kapitel setzte sie ein gezieltes Ende, das den Leser auf die weiteren Geschehnisse neugierig macht. Klar werden viele feststellen, dass die Handlung relativ einfach gestrickt und in weiten Strecken vorhersehbar ist. Aber trotzdem ist dieses Buch eine schöne und entspannende Lektüre im hektischen Alltag.

Mein Fazit:

Ein rundum gelungenes Jugenbuch, das auch Erwachsene in seinen Bann zu ziehen vermag.


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