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Rezensionen verfasst von
Andrea Hübner "monja1995" (Fahrenzhausen, Bayern)
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Hundsgemein
Hundsgemein
Preis: EUR 0,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fiktiv und trotzdem erschreckend, 30. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Hundsgemein (Kindle Edition)
Mein Umriss:

Gerd wartet auf seine Frau Moni, aber sie kommt nicht. Ihr Hund Humphrey, die Katze und die beiden Kaninchen vermissen sie ebenso wie er. Natürlich macht er sich mit Humphrey auf die Suche, bevor er die Polizei verständigt.
Die beiden finden sie in einer verlassenen Fabrikhalle schlafend vor. Er weckt sie und möchte sie befreien und mit nach hause nehmen. Aber Moni weigert sich.
Als er seine schläfrige Frau nach draussen tragen will, trifft ihn ein Schlag auf den Kopf und setzt ihn ausser Gefecht. Wieder zu sich gekommen stellt er fest, dass nun nicht nur Moni, sondern auch Humphrey verschwunden ist.
Er möchte herausfinden, was dahinter steckt und warum Moni nicht mit ihm gehen wollte.
Auch nachdem er Moni bei der Polizei vermißt meldet, ermittelt er weiter auf eigene Faust und wird von ihren Eltern und einem alten Freund Monis vor seltsame Rätsel gestellt.
Was hat die Bibel, die ihm Monis Oma im Auftrag des alten Freundes übergab, mit dem Verschwinden seiner Frau zu tun?

Mein Eindruck:

Klaus Strohmaier nimmt für diesen Thriller ein heftig diskutiertes Thema auf, das die Verteufelung der Kampfhundrassen in die Köpfe der Menschen pflanzte.
Um dieses Thema herum verfaßte er einen aussergewöhnlichen Thriller um eine mysteriöse Organisation von sogenannten Langlebigen und Genforschung in Bezug auf die Züchtung einer perfekten Hunderasse und gleichzeitig den Eingriff in das Genom des Menschen.
Er beschreibt die Ermittlungen der Polizei und des Ehemannes äußerst realistisch und verflechtet die Geschichte immer mehr, um dann das Geflecht durch einen überraschenden Showdown zu lösen.
Strohmaiers Schreibweise ist flüssig, trotz diverser Hinweise in den medizinischen Bereich einfach verständlich und er versteht es, immer wieder Spannungsspitzen zu erzeugen, die einen an das Buch fesseln. Zu keinem Zeitpunkt kommt Langeweile auf und man hat das Bedürfnis, diesen Thriller in einem Rutsch zu lesen.
Auch wenn es für einen Aussenstehenden nicht leicht nachzuprüfen ist, gibt einem Strohmaier das Gefühl einer umfangreichen und sehr guten Recherche in der Wissenschaft der Genforschung.

Mein Fazit:

Ein 100% empfehlenswerter Thriller, den man nicht versäumen sollte


The Wall Teil 2: Der Angriff
The Wall Teil 2: Der Angriff
Preis: EUR 1,49

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie die Carnivoren überleben?, 24. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Wall Teil 2: Der Angriff (Kindle Edition)
Mein Umriss:

Nachdem die Gruppe nach ihrem Erkundungsgang nach unten fluchtartig zurückkehrte, zogen sie an der als Kletterseil benutzten Liane nur noch den Unterarm des letzten in der Wand befindlichen Mitgliedes ihrer Gruppe nach oben.
Hunger und Durst quälen die in der Höhle Gefangenen und die Situation spitzt sich immer mehr zu, indem immer mehr der Schlafenden aufwachen.
Mila, Harding, Dary, Guiseppe und Kaisa machen sich auf den Weg um Wasser zu finden. Denn es muss welches geben, schließlich hörte man leise einen Wasserfall. Der Weg führt in der Wand nach oben und ist für ungeübte Kletterer ein fast unüberwindliches Hindernis. Um des Überlebens Willen mobilisieren sie all ihre Kräfte und schaffen es auf ein höher gelegenes Plateau. Dort finden sie den Wasserfall und einen darunterliegenden kleinen See.
Das vermeintliche Wasser jedoch ist ungeniessbar und in ihrer Nähe befinden sich die gefährlichen Carnivoren…
Die Zurückgebliebenen in der Höhle machen sich auf den Weg ins Berginnere und stoßen dort auf eine Kammer, die für sie das reinste Schlaraffenland darstellt...

Mein Eindruck:

Der zweite Teil von The Wall steigert die Spannung aus dem ersten Teil weiter und wie der Untertitel "Der Angriff" schon verrät, wird es für die Gruppe Menschen in der Wand äußerst gefährlich. Mittlerweile kristallisiert sich heraus, dass es irgendeine Verbindung zwischen den einzelnen Personen geben muss und dass in dieser Verbindung evtl. auch der Grund zu suchen ist, warum sie an diesen unbekannten und unwirtlichen Ort zusammen gekommen sind.
Erste Gemeinsamkeiten zeigen sich hier zwischen Mila und Bergmann, die jedoch ihre Erkenntnis nicht offen aussprechen.
Die Besteigung der Wand, um an den Wasserfall zu gelangen, wird sehr interessant dargestellt, wäre aber in Wirklichkeit sicherlich nicht so locker zu bewerkstelligen. Ob hier ein erfahrener Bergsteiger Rede und Antwort gestanden hat?
Dies macht die Handlung aber nicht weniger interessant und spannend, ebenso die Darstellung der Entdeckung und die darauffolgende Enttäuschung ist sehr realistisch dargestellt. Man kann förmlich schmecken, was auch die Protagonisten schmecken, als sie das Wasser versuchen. Diese Enttäuschung lassen die Autoren gleich darauf wieder in intensive Spannung kippen, als die Gruppe von Carnivoren verfolgt wird.
Wieder beweist der Club der fetten Dichter, dass es nicht unmöglich ist, aus den Ideen von 6 Autoren ein gemeinsames Werk zu erschaffen, das auch noch den Leser so fesselt, dass er fieberhaft auf den nächsten Teil wartet.

Mein Fazit:

Ob man alle 2 Wochen einen weiteren Teil lesen möchte, oder am Ende alles 6 Teile in einem Rutsch lesen will ist jedem selber überlassen. Aber wenn man angefangen hat, kann man nicht warten, bis man alle zusammen hat.


The Wall Teil 1: Erwachen
The Wall Teil 1: Erwachen
Preis: EUR 0,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gestrandet im Irgendwo, 20. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Wall Teil 1: Erwachen (Kindle Edition)
Mein Umriss:

Letho wird wach und befindet sich in der unwirtlichen Umgebung einer Höhle. Kurz darauf hört er seine Tochter Abby schreien und macht sich auf die Suche nach ihr. Auch sie befindet sich in dieser Höhle, jedoch in einer anderen Kammer.
Letho fehlt die Erinnerung daran, wie er in diese Höhle kam. Er weiß nur, dass er am Abend in einem Restaurant war, dann setzte sein Filmriss ein.
Um herauszufinden, wo er sich befindet und wie er in diese Höhle gelangte, macht er sich auf den Weg, den Ausgang zu finden. Auf dieser Suche findet er auf weitere Menschen. Auch sie schlafen, wie er vor kurzer Zeit noch. Sie zu wecken ist unmöglich. Sie wachen nach und nach von selber auf. Keiner weiß, wie er in der Höhle gelandet ist und vor allem weiß keiner warum.
Jetzt zählt nur noch eins.
Raus aus der Höhle und damit begeben sich Letho, Kaisa, Adriana, Dary, Harding und Bergmann in höchste Lebensgefahr...

Mein Eindruck:

6 Autoren, der Club der fetten Dichter stellte sich der Herausforderung ein gemeinsames Buch zu schreiben. The Wall – Erwachen ist nun das erste einer Reihe von 6 Büchern, in dem es um in einer Höhle gestrandeten Gruppe Menschen, die unterschiedlicher und internationaler nicht sein können, geht. Jeder kommt aus einem anderen Land und hat eine andere Vergangenheit und keiner weiß, wie er in die Höhle kam. Aber alle zusammen sollen den Weg zurück finden.
Mit diesem Thema befassten sich Uwe Laub, Boris von Smercek, Hermann Oppermann, Oliver Kern, Thomas Thiemeyer und Rainer Wekwerth. Ein sicherlich nicht einfaches Unterfangen, gerade beim Verfassen eines Buches jedem einzelnen Autor in der Gruppe gerecht zu werden.
Aber was sie hier mit dem ersten Teil zeigten, hat sich die Zusammenarbeit richtig gelohnt, auch wenn noch keines der Rätsel, die sich einem beim Lesen stellen, nur andeutungsweise gelöst wird.
Somit bleibt nur das Warten auf den nächsten Teil. Dieses Warten wird sich jedoch nicht endlos ziehen, denn die Planung ist, dass alle zwei Wochen eine Fortsetzung folgt.
Die Spannung wurde von den Autoren von Anfang an recht hoch angesetzt und die ganze Zeit über oben gehalten, was durch das überraschende Ende dieses ersten Teiles noch gesteigert werden konnte.

Mein Fazit:

Wer Spannung und besondere Effekte liebt, sollte sich The Wall nicht entgehen lassen

Danksagung:

Herzlichen Dank Uwe Laub für das zur Verfügung stellen des Covers zur Veröffentlichung in Verbindung mit meinen Rezensionen


Jesses Maria - Kirche, Kunst und andere Gemeinheiten
Jesses Maria - Kirche, Kunst und andere Gemeinheiten
Preis: EUR 2,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Getz mammich nich fettich, 19. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Mein Umriss:

Carla Berling führt mit 19 Geschichten über Maria, ihren Manni und Tamara durch deren Leben in ihrer ostwestälischen Heimat Bad Oeynhausen, oder wie Maria es nennt, durch Bad Stöhnhausen. Die Begründung für dieses Wortspiel sollte jeder selber herausfinden, sofern er nicht dort wohnt und sie bereits kennt.
Maria entführt den Leser in den Weihnachtsgottesdienst, ins Museum und diverse andere Örtlichkeiten, wie auch das Bordell. Sie erzählt über ihr Leben mit Manni, der sowieso immer alles kann und Tamara, die alles still über sich ergehen läßt.
Mehr möchte ich an dieser Stelle gar nicht verraten

Mein Eindruck:

Carla Berling hat diese Kurzgeschichten verfasst, wie dem Ostwestfalen der Schnabel gewachsen ist. Und wie es immer ist, wenn Dialekt in Hochdeutsch „übersetzt“ wird, sieht es etwas anders aus, als man es als Leser Otto-Normal-Verbraucher gewöhnt ist. Allein dies lässt einen mit einem Dauerschmunzeln durch dieses Buch lustwandeln.
Derb, deftig und manchmal auch polternd lässt die Autorin ihre Maria Begebenheiten aus ihrem beschaulichen Leben erzählen. Laut lachend, grinsend und manchmal sogar mit Tränen in den Augen, aber keine traurigen, nein, es sind Lachtränen, liest sich dieses Buch so als würde man hinter Maria stehen und alles miterleben.
Nachdem ich das Video einer Lesung von Carla Berling auf Youtube sah, mußte ich das Buch haben. Natürlich hatte ich bei der Lektüre Kopfkino pur. Immer wieder sah und hörte ich die Autorin in ihrer einzigartigen Art, wie sie nicht nur mit dem Mund, nein auch mit Händen und Füssen erzählt.

Mein Fazit:

Dazu fällt mir nur ein: „This book had made my day“

Danksagung:

Herzlichen Dank Carla Berling für das zum Zwecke der Veröffentlichung in Verbindung mit meiner Rezension zur Verfügung gestellte Cover


Die Rache der Toten: Inspector Falzon: C.I.D. Malta (InselSpannung)
Die Rache der Toten: Inspector Falzon: C.I.D. Malta (InselSpannung)
von Joe C. Wolff
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr nah an der erschreckenden Realität, 17. Oktober 2014
Mein Umriss:

Der auf Malta geborene Inspector Robert Falzon kommt nach jahrelanger Tätigkeit bei Europol in Den Haag zurück in seine Heimat. Dort kehrt er zum CID zurück und gerät gleich am Anfang in einen äußerst brutalen Mordfall. Dieser fordert sein ganzes Gespür und Wissen, das er sich über die Jahre angeeignet hatte.
Ein Toter wird gefunden. Brutal ermordet und liegend frei schwebend an Pflöcken knapp über dem Boden gekreuzigt und unter maltesischen Umständen nicht zu identifizieren, denn die Leiche hat kein Gesicht mehr.
Während der Ermittlungen stößt Falzon mit seinen Kollegen immer wieder auf Widerstand von oben, da dieser und ein weiterer Mord mit hoch angesehenen Bürgern Maltas in Verbindung gebracht werden könnte….

Mein Eindruck:

Joe C. Wolf steigt mit einem kurzen Umriss, warum Robert Falzon wieder auf Malta landete ein und schwenkt dann sofort in den ersten Mordfall, zu dem Falzon und seine Kollegen gerufen werden und der sie vor Probleme stellt, die anderswo locker gelöst werden könnten. Nur eben nicht in dem kleinen Inselstaat Malta. Der Autor zeigt, dass Falzon als „Neuer“ in der Mannschaft zwar keine Probleme hat, von seinen Untergebenen akzeptiert zu werden, seine Vorgesetzten indes scheinen auf einen Fehler zu warten. Daher ist man als Leser natürlich auch ständig auf der Lauer. Allerdings weniger, um an Falzon und seiner teilweise unkonventionellen Art zu arbeiten etwas zu finden, sondern eher ist man auf der Lauer, die dunklen Seiten der Chefs zu entdecken.
Wolf bedient sich einer sehr angenehmen Ausdrucksweise, der man gerne immer tiefer in die Geschichte folgt. Schade finde ich, dass die Gratwanderung zwischen Beruf und Privatleben des Inspectors eher unentschieden ausfiel. Mir war es etwas zu viel Privatleben und es hätte etwas mehr Ermittlung sein können, die teilweise eher als Randerscheinung auftritt. Dadurch wurde dem Ganzen immer wieder die aufgebaute Spannung genommen, die dann wieder mühevoll aufgebaut werden musste. Auch der Titel blieb für mich bis zu den letzten Seiten etwas befremdlich und vor allem zu reisserisch hinsichtlich des Gesamtwerkes. Dies tat dem Gesamtwerk jedoch keinen Abbruch.
Obwohl Joe C. Wolf dieses Buch als Selfpublisher auf den Markt brachte, ist es ein sehr gelungenes Buch und ich freue mich schon auf Weitere, die ich sicherlich ebenso gerne lesen werde.
Trotz meiner kleinen Kritikpunkte verdient „Die Rache der Toten“ meine volle Anzahl von 5 Sternen.

Mein Fazit:

Ein Autor, von dem noch viel zu erwarten ist. Vielleicht auch veröffentlicht durch einen namhaften Verlag?

Über den Autor:

Joe C. Wolff wurde in den strengen Wintermonaten des Jahres 1986 im hohen Norden geboren. Vielleicht rührt daher sein Hang zu den eiskalten Tätern, die in seinen Werken ihr Unwesen treiben. Mit kriminalistischem Spürsinn und pathologischer Finesse nimmt er den Leser mit auf eine Reise in die seelischen Abgründe der Täter und die schreckensbleiche Gefühlswelt der Opfer. Ob Krimi oder Thriller, Joe C. Wolff arbeitet in seinen Büchern auch die gesellschaftlichen Konflikte heraus, die zu den Grundpfeilern der schrecklichen Verbrechen werden, und legt dabei den Finger in die offene Wunde der menschlichen Unfertigkeit. Mit dem Beginn seiner eBook-Reihe „InselSpannung“ widmet er sich hierbei einer Umgebung, in der die Möglichkeiten der Ermittler eingeschränkt sind und es für die Opfer kein Entkommen gibt. Heute lebt Joe C. Wolff an der belgisch-deutschen Grenze, genießt die Inspiration der dunklen, oft nebligen Wälder und reist gerne für die „Vor-Ort-Recherche“ an die jeweiligen Schauplätze seiner nächsten Projekte.

Leserstimmen:

„Ich kannte Joe C. Wolff als Autor noch nicht, habe das Buch aber heute in einem Rutsch gelesen, so gut hat es mir gefallen.“

„Die Geschichte ist nicht durch Gewalt oder rohe Sprache, sondern eher durch Spannung und interessante kriminalistische Fleiß- und Kombinaionsarbeit geprägt, die zum Mitkombinieren einlädt. Das war mir sehr sympathisch.“

„Die Rache der Toten ist ein sehr gut gelungener Erstling des Autors.
Die Handlung möchte ich nicht spoilern, daher sage ich nur: Das Thema ist topaktuell, brisant und spannend.“

„Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Nicht verschnörkel, sondern klar und verständlich. Sehr flüssig zu lesen.“

„Ein sehr gutes Buch, bei dem ich bestens abschalten und entspannen konnte. Genau das macht ein gutes Buch für mich aus.“

Danksagung:

Mein herzlicher Dank geht an Joe C. Wolf, der mir ein Rezensionsexemplar und das Cover zur Veröffentlichung zur Verfügung stellte und vor allem für den überaus netten Mailkontakt im Vorfeld dieser Rezension.


Sonntags Tod: Kriminalroman
Sonntags Tod: Kriminalroman
Preis: EUR 4,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nacht der Geständnisse, 10. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sonntags Tod: Kriminalroman (Kindle Edition)
Mein Umriss:

Ira Wittekind fährt nach Bad Oeynhausen, um an einer Beerdigung teilzunehmen. Es ist die Beerdigung ihrer Kindheits- und Jugendfreundin Verena. Diese war ihre engste und einzige richtige Freundin, die sie durch Kinderzeit und Jugend begleitete. Erst später trennten sich ihre Wege aus beruflichen Gründen.
Jetzt ist Verena tot. Sie wurde von ihrem Ehemann getötet, der unmittelbar danach auch sich selbst tötete.
Auf der Trauerfeier, über die sie für ihre Zeitung bei der sie als Reporterin beschäftigt ist, berichten soll, trifft sie auf Bekannte aus ihrer Jugendzeit. Als es zu Unstimmigkeiten, die die Feier stören kommt, beschließt Ira auf eigene Faust weiter zu ermitteln, was auf Hof Eskendor im Argen liegt.
Da sie in der Gegend aufgewachsen ist, weiß sie, wie sie die Menschen zum sprechen bringen kann und stößt auf unsägliche Geschichten, die sich innerhalb eines Familienclans in den letzten Jahrzehnten abgespielt hatten und letztendlich durch 3 Tote nicht mehr geheim bleiben dürfen.

Mein Eindruck:

Dies ist Carla Berlings Erstling im Krimi-Genre und damit hat sie einen Schritt in eine Richtung gewagt, aus der nun hoffentlich mehr von ihr zu erwarten ist. Sie versteht es, den Leser ins Geschehen voll und ganz einzubinden, setzt Spannungsspitzen genau dort, wo sie hingehören und schreibt mal laut, aggressiv und dann wieder voller Leidenschaft, Gefühl und Sanftheit. In diesem Buch prangert sie in erster Linie die allgemeine, althergebrachte Intoleranz gegenüber Menschen an, die nicht ins Schema F der Allgemeinheit passen, ebenso zeigt sie, wie viel im Verborgenen einer Dorf- und auch Familiengemeinschaft passieren kann und welchen Schaden die davon betroffenen, meist minderjährigen und hilflosen Kinder tragen und wie sich deren Kindheitserlebnisse auf deren späteres Erwachsenenleben im Positiven, wie auch im Negativen auswirken können. Nein, Carla Berling schreibt nicht mit erhobenem Zeigefinger, sie schreibt so, wie die Geschichte millionenfach überall auf der Welt geschehen sein könnte und wie eine Reporterin durch geschickte Fragen und Feingefühl für Emotionen hinter die dunkelsten Geheimnisse kommt.
Auch wenn die Autorin zu Beginn darauf hinweist, dass außer den Örtlichkeiten alles frei erfunden ist, so ist es doch so realistisch dargestellt, als wäre man als Leser mitten im Geschehen und würde die Personen und Örtlichkeiten vor sich sehen und kennen.

Mein Fazit:

Ein perfekt ausgearbeiteter Krimi einer deutschen Autorin, von der sicherlich noch viel in dieser Richtung zu erwarten sein wird. Ich persönlich freue mich darauf.

Danksagung:

Vielen herzlichen Dank Carla Berling für zur Verfügung gestelltes Cover und den Klappentext und die somit erteilte Erlaubnis, beides in Verbindung mit meiner Rezension veröffentlichen zu dürfen.


Alles bleibt anders
Alles bleibt anders
von Siegfried Langer
  Broschiert
Preis: EUR 12,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dunkle Zeiten, 6. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Alles bleibt anders (Broschiert)
Mein Umriss:

Als Frank Miller auf den Schienen der Berliner Reichsbahn zu sich kommt, kann er sich an nichts mehr erinnern. Ziellos irrt er durch die Straßen, bis er auf einen Mann trifft, der ihn durch sein geöffnetes Fenster mit Frank Miller anspricht und ihm ein paar Brocken seiner Vergangenheit erzählt. Daraufhin macht er sich auf die Suche nach seiner Mutter, die angeblich sein Grab hingebungsvoll pflegt.
Immer mehr erfährt er aus seiner Vergangenheit, bis er erfährt, dass er nicht der sein kann, als den man ihn erkannte. Auch wenn er sich immer wieder an diverse Begebenheiten aus „seiner“ Vergangenheit zu erinnern glaubt.
Man schreibt das Jahr 2008 und es regiert die NSDAP, die Großdeutschland gegründet hat und somit immer mächtiger und brutaler das Regiment führt.
Germania die Hauptstadt ist nun sein Ziel, denn nur dort kann er mehr über seine Vergangenheit und die Menschen erfahren, die ihm immer nahe standen…
Als er in Oxford zu studieren beginnt, trifft er auf eine außergewöhnliche Gruppe. Diese Gruppe beschäftigt sich mit der Existenz von Parallelwelten und Zeitreisen. Sie entwickeln ein Computerprogramm und das Zubehör um ihre Pläne, die Vergangenheit und somit die Gegenwart und die Zukunft zu beeinflussen und zu ändern. Sie geraten in höchste Lebensgefahr….

Mein Eindruck:

Ein Erstlingswerk das einen atemlos zurück lässt.
Die eiskalte und brutale Macht der NSDAP des Dritten Reiches und deren Pläne spinnt der Autor Siegfried Langer weiter bis ins Jahr 2008. Immer wieder lässt er die Intoleranz und Rassenfeindlichkeit zum Vorschein kommen. Nicht durch Brutalität, nein, durch Bemerkungen der Protagonisten, die zum Denken anregen. Vor allem zum Nachdenken darüber, was wäre wenn es tatsächlich so weit gekommen wäre.
Langer beginnt den Roman damit, dass er Verwirrung stiftet. Verwirrung darüber, was das soll, dass es im Jahr 2008 die Reichsmark, die Reichsbahn, Droschken und keine Autos, S- und U-Bahnen gibt. Die ersten 100 Seiten waren für mich Verwirrung pur. Mehr als einmal überlegte ich, was einem der Autor sagen will. Dann jedoch beginnt sich der Nebel der Rätsel zu lösen und man kann dieses Buch einfach nicht mehr zur Seite legen. Man ist so intensiv mitten im Geschehen, dass man sich ungern beim Lesen stören lassen möchte.
Anfangs sehr spannend, flacht der Spannungslevel langsam ab und steigt nach einem Drittel stetig nach oben, bis es zum absolut nicht vorhersehbarem Ende kommt, das einem den Atem raubt.
Der flüssige und realistische Schreibstil zeichnet Langer besonders aus. Die Personen erscheinen wie alte Bekannte, mit denen man mitlebt und erlebt, ob im Positiven oder Negativen. Langer zeigt, dass er hinter der Story steht und ihm das Recherchieren bei Einsteins Söhnen richtig Spaß gemacht hat.

Mein Fazit:

Ein Thriller der etwas anderen Art, den man gelesen haben muss


Königstöchter (Ein Ira Wittekind Roman)
Königstöchter (Ein Ira Wittekind Roman)
von Carla Berling
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,90

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn man aufhört zu kämpfen...., 30. September 2014
Mein Umriss:

Ira Wittekind wird Zeugin, als eine alte Dame auf grauenhafte Weise unter den Bürsten einer Strassenkehrmaschine ums Leben kommt. Alles sieht nach einem tragischen Unfall aus, woran Ira nach ihrem Gespräch mit Tilly Jacobsen nicht mehr so recht glauben kann. Zumal ihr dann auch noch in der Stiftung Morgenstern, wo die Verbindungsfäden der Verunglückten und drei weiteren Frauen zusammenlaufen, eine scheinbar verwirrte Frau sagt, dass es ein Mord war.
Durch intensive Recherche und einer besprochenen Musikkassette, die ihr von Konstanze Deppendorf zugespielt wird, stößt Ira auf unsägliche Verbrechen, an Kindern. Begangen zur Zeit der Umsiedlungen nach dem zweiten Weltkrieg.
Diese Verbrechen schweißten die vier Frauen zusammen, die die Stiftung Morgenstern, die sich zum Ziel setzte, Frauen und Mädchen in Not zu helfen, gründeten.
Als die zweite dieses Kleeblattes auf tragische Weise ihr Leben verliert, setzt Ira sich zum Ziel, die Morde und die rätselhafte Vergangenheit der Frauen im Palais aufzuklären und rechnet nicht damit, dass es noch schlimmer kommen könnte….

Mein Eindruck:

Carla Berling lieferte hier einen spannungsgeladenen Kriminalroman ab, der ausgefeilter nicht sein kann. Sie befasst sich mit an Kindern begangenen Verbrechen, die leider zu keiner Zeit an Aktualität verlieren. Die Morde an den alten Damen stellt sie sehr realistisch dar, sodass man ihr glaubt, dass diese für die ermittelnden Beamten erstmal nicht nach Morden, sondern eher nach Unfällen aussehen.
Die Autorin bringt den Leser nicht mit unsinnigem Geplänkel oder langweiliges Um-den-Brei-Gerede zum Gähnen. Nein, sie zieht den roten Faden zielgerichtet durchs Geschehen, sodass man mit jeder gelesenen Seite gespannt zur nächsten blättert.
Sehr gut hat sie die Unterhaltungen zwischen Ira und den alten Tanten auf dem Hof ihres Freundes gestaltet. Hier zeigte sie, dass sie den Westfälischen Dialekt mit einem Augenzwinkern ins Geschehen einbauen kann, ohne den Ablauf ins Lächerliche zu rücken.
Die flüssige und zielgerichtete Schreibweise hält einen im Geschehen gefangen, sodass es fast unmöglich scheint, das Buch zur Seite legen zu können, bevor man die letzte Seite erreicht hat.

Auch wenn dies der zweite Ira-Wittekind-Fall ist, so war es für mich der erste und sicherlich nicht der letzte, den ich gelesen habe.

Mein Fazit:

Ein vollends gelungener Krimi aus deutscher Feder, den ich sehr guten Gewissens jedem Krimifan ans Herz lege

Danksagung

Mein besonderer Dank geht an Carla Berling, die mir für meine Rezension das Cover zur Verfügung stellte


Die Mutter
Die Mutter
von Petra Hammesfahr
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Tiefgründig, nervenzerreissend und absolut realistisch, 26. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Mutter (Taschenbuch)
Klappentext:

Vera Zardiss lebt mit ihrem Mann Jürgen, einem erfolgreichen Gynäkologen, den Töchtern Anne und Rena sowie ihren Eltern auf einem ehemaligen Bauernhof. Die ländliche Idylle findet ein jähes Ende, als Rena kurz nach ihrem sechzehnjährigen Geburtstag plötzlich verschwindet. Nur ihr Fahrrad wird in der Nähe des Bahnhofs gefunden.
Bei der verzweifelten Suche nach ihrer Tochter kommt Vera Geheimnissen auf die Spur, an im Dorf niemand zu rühren wagt.

Mein Umriss:

Endlich hat Rena ihre aufmüpfige Phase überwunden, mit der sie ihren Eltern zeigen wollte, dass ihr der Umzug von der Stadt aufs Land überhaupt nicht gefallen hat. Aus dieser Phase halfen ihr ein Pferdehof und die Pferde, für die Rena alles geben würde.
Auf ihren sechzehnten Geburtstag freut sie sich ganz besonders, denn sie rechnet fest damit, dass die zu dieser Gelegenheit von ihren Eltern den halbwüchsigen Hengst Mattho bekommen wird. Sie rechnet nicht nur damit, sondern sie war felsenfest davon überzeugt und schafft es kaum, ihre Enttäuschung zu verbergen, als es dann letztendlich ein anderes, etwas ruhigeres Pferd wurde.
Kurz danach kommt Rena überraschend nicht vom Pferdehof nach hause. Mehrere Stunden machen sich ihre Eltern keine Sorgen, denn es herrscht ein heftiges Unwetter und sie nehmen an, dass der Inhaber des Pferdehofes, ihre Tochter mit dem Auto fahren wird.
Je weiter die Nacht voran schreitet, umso unruhiger wird ihre Mutter Vera. Diese ruft auf dem Pferdehof an und macht sich kurz darauf selbst auf den Weg. Sie trifft weder unterwegs noch im Pferdestall auf ihre Tochter. Auch der Pferdehofbesitzer weiß nicht, wo Rena abgeblieben ist, die unmittelbar nach dem Anruf ihrer Mutter den Hof fluchtartig verließ. Es beginnt eine Zeit zwischen Hoffen und Bangen, die die Familie zu zerstören droht….

Mein Eindruck:

Petra Hammesfahr hat mit diesem Psychothriller um ein spurlos verschwundenes Mädchen und dessen verzweifelte Familie wohl genau das Empfinden Betroffener in Worte gefasst. Worte, die den Leser mit hoffen und bangen lassen, ihn aber auch teilweise in blankes Entsetzen stoßen. Entsetzen über das Verhalten scheinbar Außenstehender und nicht Betroffener ebenso, wie über die lasche und unbeholfene Arbeit der ermittelnden Polizeibehörde.
Die Autorin zeigt das seelische Leid der Familie und wie dieses jeden in eine andere Richtung triften lässt. In dieser Situation zeigt sich, wie unterschiedlich Menschen mit so einem Schicksal umgehen und in Trauer, Verzweiflung, Wut und Teilnahmslosigkeit versinken und wie leicht sie sich dadurch in Schuldzuweisungen anderen gegenüber ergehen.
Als Leser taucht man gleich zu Anfang tief in die Geschichte ein und vermag sich nicht mehr daraus zu lösen. Zumal Hammesfahr den Leser immer wieder auf falsche Fährten lockt und zeitweise auch das Gefühl, dass am Ende alles gut werden wird, schürt.
Sie zeigt die betroffenen Familienmitglieder von einer sehr verletzten und verletzlichen Seite. Insbesondere nachdem die Tagebücher von Rena auftauchen und sie feststellen, dass die wusste, dass sie kein Wunschkind war und eigentlich gar nicht zur Welt kommen sollte.
Gefangen in einem Strudel von Gefühlen hetzt die Autorin einen von Kapitel zu Kapitel und lässt die Hoffnung bis zuletzt mitschwingen.

Mein Fazit:

Ein Buch, das niemanden kalt lässt und das ich jedem Leser unbedingt empfehlen kann


Luftgrab - Ki und der Gott der Fliegen - Thriller
Luftgrab - Ki und der Gott der Fliegen - Thriller
Preis: EUR 0,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ritual nach dem Mord, 23. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Mein Umriss:

Endlich Urlaub für Martin Bender und Kirsten Stein. Dieser Urlaub führt sie auf die Ostseeinsel Rügen. Es sollen zwei entspannte Wochen werden, aber es kommt anders als geplant.
Auf einer Führung findet Ki einen Knochen, den sie mit ins Hotel nimmt, fotografiert und an ihre Freundin mailt.
Schnell steht fest, dass es sich nicht wie angenommen um einen Knochen aus der Jungsteinzeit handelt, sondern um den Knochen eines Toten, der erst vor kurzer Zeit abgelegt wurde. Bei der Führung wurde auf verschiedene Begräbnisriten verwiesen, die Ki bisher fremd waren.
Erklärt wurde, dass an der Grabstätte zu der sie geführt wurden, früher die Toten abgelegt wurden, damit das Skelett von Insekten und anderen Tieren vom Fleisch befreit wurde. Erst danach wurden die Gebeine in einem Zweitbegräbnis bestattet.
Gefangen von dieser Geschichte recherchiert Ki über diverse Begräbnisriten und stößt auf Informationen, die sie nicht mehr los lassen. Ohne Führer will sie wieder an die Fundstelle, in deren Nähe sie und Martin eine weitestgehend verweste Leiche in einem Netz an einem Baum hängend finden.
Entgegen Martins Willen geht Ki der Sache intensiver nach und nachdem sie ihn allein nach hause reisen läßt, gerät sie in höchste Gefahr….

Mein Eindruck:

In der Kürze liegt die Würze trifft hier voll und ganz zu. Cornelia Lotter hält sich nicht mit langem Wortgeplänkel auf, sondern steigt von Anfang an sehr spannungsgeladen ein. Sie beschreibt den Leichenfund so detailgenau, dass einem nicht nur einmal ein kalter Schauer über den Rücken läuft.
Trotz der teils ekligen Szenen, die jedoch hier nicht fehlen dürfen, baut sie ihre Recherchen über die diversen Begräbnisriten der unterschiedlichen Völker sehr lehrreich ins Geschehen ein. Ebenso detailgenau beschreibt sie die Insel Rügen, sodass man das Gefühl hat, selbst vor Ort zu sein.
Kis Recherchearbeit ist realistisch und absolut glaubhaft dargestellt, ebenso ihr Zusammenspiel mit der Polizei.
Die Autorin setzt den Spannungslevel von Anfang an sehr hoch an und läßt ihn die ganze Zeit über nicht abflachen, bis es am Ende zum großen Knall kommt.

Mein Fazit:

Wortgewandtheit, aufwändige Recherche und sehr gute Ortskenntnisse vereint Cornelia Lotter zu einem absolut empfehlenswerten Thriller, den man so schnell nicht vergisst

Danksagung:

Mein herzlicher Dank geht an Cornelia Lotter, die mir das Cover zu diesem eBook zur Verfügung stellte und die Erlaubnis erteilte, es in Verbindung mit meiner Rezension zu veröffentlichen
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 2, 2014 7:29 PM MEST


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