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MvW

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Shure SRH-940 E
Shure SRH-940 E
Wird angeboten von Notenmühle
Preis: EUR 269,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vielleicht Nichts für den breiten Geschmack...aber wenn's passt, dann richtig., 19. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Shure SRH-940 E (Elektronik)
In den letzten Wochen habe ich ca. 15 geschlossene Kopfhörer in der Preisklasse zwischen 200 und 500 Euro (...einige Ausreißer lagen deutlich darüber) in Hifigeschäften sowie -zum kleineren Teil- über mehrere Tage zuhause angehört. Im Ergebnis habe ich den Shure 940 gekauft, welcher preislich eher im untersten Bereich angesiedelt war (229,- bei Thomann). Das hat mich selber überrascht, wenn ich ehrlich bin. Es entspricht aber -unabhängig vom Preis- dem Ergebnis meiner Hörtests - was ihm im Vergleich ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis bestätigt.

Zur Charakteristik:
Der Shure ist alles, aber kein gefälliger Kopfhörer. Er spielt ausgesprochen präsent und ehrlich, so dass es sicher nicht jedermanns Hörgewohnheiten und Geschmack entspricht. Zum stundenlangen "bedudeln lassen" gibt es dankbarere KH auf dem Markt. Auch wenn man tendenziell eher seine MP3-Sammlung zum KH-Hören verwendet, anstatt Aufnahmen in CD-Qualität und/oder HiRes-Aufnahmen, dann lässt man besser die Finger vom Shure. Er gehört absolut nicht zu den Kopfhörern die "viel aus wenig" machen, sondern eher zu den wenigen KH die "das meiste aus viel" machen...wenn man versteht, was ich damit sagen möchte. Kurz: Er folgt dem Prinzip "Garbage in, Garbage out" und fügt Nichts in "gütiger" Weise hinzu. Umgekehrt gilt jedoch: Das was er wiedergibt, wenn man ihn mit entsprechendem Material füttert, gehört zu dem Feinsten was meine Ohren in den letzten Wochen vernommen haben. Da mussten schon KH im Bereich deutlich über 500 Euro her, um ihn in Bedrängnis zu bringen - wohlgemerkt: Meinem subjektiven Geschmack folgend. Dazu nun ein wenig mehr...

Mich persönlich hat der "Charakter" des Shure dermaßen elektrisiert, dass mir danach alle anderen KH "verlogen" oder auch zu "indirekt" vorkamen - inkl. meines (seeeeehr offenen) Sennheiser HD 650, welchen ich seit Jahren eher lustlos verwendet habe (...richtig warm wurden wir zwei zuvor nicht wirklich - deswegen der Neukauf). Ich mag es einfach, wenn ich auf Grund der Unmittelbarkeit (Direktheit?) und Ehrlichkeit der Musik in selbige hinein gezogen werde...und Nichts, ich wiederhole...NICHTS hasse ich mehr, als aufgeblähte Bässe oder eine über das gesamte Spektrum "warm-weiche" Darstellung (HD 650). Genau dort hat der Shure seine Stärken. Die Bässe sind einfach nur trocken und ehrlich - schlicht perfekt für meinen Geschmack. Bei Oscar Peterson's "You look good to me" kann man zudem die Pferdehaare auf dem Bogen zählen wenn er über die Basssaiten streicht. So habe ich das Lied noch nie zuvor gehört - und ich habe es oft gehört...sehr oft. Auch spielt er beinahe erschreckend räumlich - nicht nur in der Liga der -diesbezüglich auf Grund der Bauweise latent benachteiligten- geschlossenen KH.
Dazu muss ich vielleicht auch sagen, dass ich ebenfalls gewohnt bin über eher analytische und ehrliche Lautsprecher Musik zu hören (Sonics Anima). Wenn man also geschmacklich eher auf dieser Seite angesiedelt ist, dann sollte man den Shure unbedingt probehören. Ich persönlich liebe ihn. Er ist halt was er ist: Ein KH für den Tonstudiobereich - und für diesen Zweck sogar noch einer der besseren. Damit wäre eigentlich alles gesagt und ich könnte mir die vielen Worte sparen.

Ein Hinweis noch: Ich weiss, dass Thema "Einbrennen" wird bei KH von vielen als "Esoterik" abgetan. So wie auch ich vieles im Hifibereich als Esoterik abtue, wenn es denn stimmt...:) Da ich den Einbrenn-Effekt jedoch von meinen Sonics Anima her kannte und selbst erlebt habe, was er ausmachen kann, habe ich auch den Shure über zwei Tage mit einer Einbrenn-CD (Rosa Rauschen) "verwöhnt" (...malträtiert?). Ich mache es kurz: Vorher mochte ich ihn nicht so wirklich. Danach war er ein Traum. Das kann jetzt gerne jeder Kritiker des Einbrennens aus der Ferne verneinen - es lässt mich unbeeindruckt. Der Unterschied war schlicht frappierend. Ist also sehr zu empfehlen, ihm etwas Einspielzeit zu gönnen. Das sollte man vielleicht beachten, wenn man ihm eine faire Chance geben möchte.

..und wenn's dann am Ende passt: Viel Spass damit!!


Musical Fidelity - V-DAC II - Digital Analog Wandler
Musical Fidelity - V-DAC II - Digital Analog Wandler

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich bin sprachlos... (...versuche mich aber trotzdem gerne an einer Rezension ;) ), 11. Januar 2014
Über mehrere Monate betreibe den V-Dac nun an meinem MacBook Pro in Kombination mit einer sehr hochwertigen Audio-Software, welche sich an iTunes andockt (Amarra). Der Klang war bereits ein großer Zugewinn im Vergleich zum vorherigen Dac (Tascam) hat mich aber noch nicht "zwanghaft" zum Schreiben einer Rezension angeregt. Nun kam jedoch ein einschneidendes Klangerlebnis hinzu und es gibt kein Halten mehr. Here we go:

Seit langem hat mich die Musikwiedergabe über meinen CD-Player "genervt" (Harman Kardon HD 970). Wann immer ich über diesen Musik hörte (über 80 Prozent der Hörzeit) störte mich irgendwann der helle/kantige Klang und schürte in mir den Wunsch nach einer Hörpause. Leider hatte ich dieses Phänomen bislang instinktiv auf meine Lautsprecher geschoben, welche nicht gerade für ihre vollmundige und sanfte Spielweise bekannt sind, sondern eher für ihre sehr klare, analytische Spielweise (Sonics Anima). Ich stand kurz davor in ein Paar neue Boxen zu investieren und mich dabei in Richtung einer sanfteren Klangausrichtung zu orientieren (z.B. B&W) als ich auf die (..eigentlich sehr nahe liegende) Idee kam meinen CD-Player einmal über seinen Digitalausgang (Koax) an den V-Dac anzuschließen, anstatt wie zuvor ohne Umwege (analog) an den Verstärker.
Um es abzukürzen: Ich tüftele als "Musikjunkie" bereits seit Jahren an dem Klang meiner Anlage und habe mit sehr soliden Boxenständern, gezielter Aufstellung, Absorbern und Diffusoren etc. schon sehr viel erreicht. Nichts konnte mich jedoch darauf vorbereiten was nach Anschluss meines HD 970 an den V-Dac passierte: Es klingt nicht nur danach als hätte ich einen "neuen CD-Player" sondern eher danach als hätte ich eine gänzlich neue Stereoanlage. Ein Zugewinn auf allen klanglichen Ebenen. Erklären kann ich mir diesem überaus starken Effekt noch nicht ganz. Der Klang, welcher jetzt aus den Lautsprechern kommt, hat einfach Nichts mehr mit dem "alten" Klang zu tun. Kein Ton strengt mehr an, die Musik fließt zum ersten Mal, so wie sie es soll. Es handelt sich sogar um einen deutlich besseren Klang als über Mac/V-Dac.
Der Wunsch nach neuen Lautsprechern ist in weite Ferne gerückt. Der Klang in Kombination von Sonics Anima, HD 970, V-Dac II und etwas optimiertem Hörraum ist schlicht ein Traum. Indirekt ist dies natürlich auch ein Nachweis bzgl. der schonungslos erfolgten Offenlegung, welche die Sonics Anima in Bezug auf das zuvor "verschenkte" Potential ermöglichen. Die Box bietet auf brutale Weise "das Zeug zu Großem" - dies gilt in beide Richtungen. Das ist mir nun noch klarer als zuvor. Anyway...lediglich interessant für Besitzer derart monitoresker Lautsprecher, also zurück zum DAC:

Fazit

Volle 5 Sterne für den V-Dac und eine dicke Empfehlung an jeden, der meint er hätte das "Tuning-Potential" seiner bestehenden Anlage bereits ausgeschöpft. Diese Empfehlung mag ganz sicher nicht für ausgewiesene High End-Anlagen jenseits eines gewissen Budgets gelten, aber für Anlagen auf dem beschriebenen Niveau (sowie insbesondere bei Verwendung von "sensiblen" Lautsprechern) ist der V-Dac mehr als einen Versuch wert. Der klangliche Zugewinn fiel in meinem Fall immens aus - gemessen am Preis des V-Dac ist er kaum passend zu beschreiben. Ein CD-Player, welcher auf diesem Niveau musiziert kostet ganz sicher ein Vielfaches des V-Dac. Ich ärgere mich über jeden Tag, an welchem ich den V-Dac nicht zwischen CD-Player und dem Rest der Anlage eingebunden habe. Was für eine Verschwendung ihn nur am Mac zu betreiben.

Ich weiß...eine latent schwelgerische Rezension...but I mean it! ;)
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 27, 2014 3:35 PM MEST


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