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Beiträge von Dirk Engel
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Rezensionen verfasst von
Dirk Engel (Frankfurt)

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Wie Zahlenmenschen ticken: Stärken - Grenzen - Potenziale
Wie Zahlenmenschen ticken: Stärken - Grenzen - Potenziale
von Angelika Leder
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,90

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mit Empathie und Eleganz, 4. April 2013
Was ist ein Zahlenmensch? Dasselbe wie ein Erbsenzähler? Nicht wirklich. Als Zahlenmenschen beschreibt die Beraterin Angelika Leder eine ganz bestimmte Art von Managern: Sie haben überdurchschnittliche analytische Fähigkeiten, sind Schnelldenker, ziel- und erfolgsorientiert, und dabei unabhängig vom Urteil anderer - also hervorragend geeignet für gehobene Management-Aufgaben.

Allerdings haben sie oft auch Schwächen: Sie interessieren sich zu wenig für Beziehungen, neigen zum ständigen Kritisieren, loben wenig, verstehen die Emotionen anderer oft nicht und ecken deshalb früher oder später bei ihren Kollegen, Vorgesetzten und Geschäftspartnern an. Erfolg und Scheitern liegen da eng beieinander. Gestern noch der gefeierte Stratege oder der effiziente Sanierer, doch dann stolpert der Zahlenmensch über sein mangelndes Verständnis für die politischen Strukturen im Unternehmen oder die persönlichen Befindlichkeiten der Kollegen.

Dazu werden sie in der Öffentlichkeit als unsensibel kritisiert und merken, dass sie aus den eigenen Reihen trotz aller Erfolge wenig Rückhalt bekommen. Keine Frage, auch im Marketing und Media-Geschäft findet man solche Zahlenmenschen. Angelika Leder hat als Coach viele solcher Top-Leute beraten und hat darüber nun ein sehr aufschlussreiches Buch geschrieben: Wie Zahlenmenschen ticken". Es sucht seine Leserschaft in der Zielgruppe, die im Titel angesprochen wird - doch davon unabhängig ist die Lektüre für alle relevant, ob sie sich nun selbst für einen Zahlenmenschen halten oder mit solchen zusammenarbeiten müssen.

Zahlenmenschen sind keine Autisten oder Roboter, doch häufig haben sie ein Problem, die Gefühle, Befürchtungen und Wünsche ihres Gegenübers einzuschätzen. Oft überfordern sie ihr Umfeld, da sie von anderen die gleiche Schnelligkeit im Denken und Ergebnisorientierung erwarten wie von sich selbst. Die Autorin erkennt aber nicht nur die Defizite dieser Spezies von Managern, sondern auch ihre Stärken: Sie sieht nicht nur schwarz und weiß (obwohl sie das Kapitel über die Stärken mit Weiß" und das über die Schwächen mit Schwarz" betitelt hat).

Aber sie liefert auch ein drittes Kapitel mit der Überschrift Bunt". Darin zeigt sie, welche Eigenschaften erfolgreiche zahlenorientierte Manager sich aneignen sollten, um langfristig erfolgreich und kooperativ zu bleiben. Wichtig ist der Autorin dabei die Empathie - wobei sie damit keine Gefühlsduselei meint, sondern ein professionelles Arbeiten, bei dem man die Perspektive der anderen verstehen lernt. Angelika Leder nennt das die kognitive Empathie".

Eine andere Eigenschaft beschreibt sie als Eleganz" - ein sicheres Umgehen mit anderen Menschen ohne Arroganz oder Anstrengung. Stattdessen müssen die Zahlenmenschen eine Leichtigkeit entwickeln, die laut der Autorin durch Reduktion, Konzentration und Reflexion erreicht wird. Elegant ist auch das Buch, das Angelika Leder geschrieben hat: Kein übertriebener Psycho-Jargon, kein Anprangern von falschen Verhaltensweisen und kein Ausrufen von Revolutionen und Paradigmenwechseln, mit denen die Ratgeber-Literatur ansonsten überquillt.

In kurzen, knappen erzählerischen Skizzen beschreibt sie Alltagssituationen von Managern mit viel Empathie und aus verschiedenen Sichtweisen. Das Buch Wie Zahlenmenschen ticken" hilft dadurch jedem, über seinen eigenen Management-Stil nachzudenken und ihn damit zu verbessern.


Sexy Little Numbers: How to Grow Your Business Using the Data You Already Have
Sexy Little Numbers: How to Grow Your Business Using the Data You Already Have
von Dimitri Maex
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 26,93

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Praxisnah und mit Leidenschaft, 27. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dmitri Maex ist Chef des internationalen Dialogmarketing-Networks OgilvyOne und ein Experte für die Analyse jeder Art von Markting-Daten. Nun hat er ein Buch (in englischer Sprache) geschrieben - nicht um für seine Agentur zu werben (wie man befürchten dürfte), sondern um seine Profession vorzustellen. Sexy Little Numbers" - der Buchtitel soll klarstellen: Hier geht schreibt nicht ein Erbsenzähler für andere Erbsenzähler, sondern hier wirbt ein Daten-Analytiker um Aufmerksamkeit.

Sein Publikum sind Entscheider in Marketing und Werbung, die wahrscheinlich keine Experten für Statistik, Database-Management oder Web-Analytics sind. Deshalb hat der Autor eine Gliederung gewählt, die sich eng an der Alltagserfahrung seines Zielpublikums hält. Er geht Schritt für Schritt ein imaginäres Briefing durch. Dabei behandelt er die spannenden Themen des Marketing-Alltags: Kunden-Segmentationen, Bedürfnisse identifizieren und die richtigen Werbebotschaften daraus ableiten, Kommunikationskanäle auswählen, Budget-Bestimmung, Erfolgsmessung. Obwohl der Autor zweifelsohne ein Experte für statistische Analysen und Modellings ist, driftet er aber nie in höhere Sphären ab, in die ihm seine Leser nicht mehr folgen können.

Wer sich schon etwas mit dem Thema beschäftigt hat, wird deshalb den einen oder anderen alten Hut finden, doch sind die Grundsätze eines datengetriebenen Marketings noch nicht so selbstverständlich, dass man auf solche Wiederholungen wirklich verzichten dürfte. Sein Buch ist in einem lockeren, manchmal fast zu saloppen Plauderton geschrieben, immer mit der deutlichen Absicht, niemanden mit Forschungs-Details zu verschrecken. Auch wenn Maex seine Instrumente und die Prinzipien seines Vorgehens recht genau erklärt (ohne dabei Formeln und Gleichungen zu benutzen), so doch immer mit dem Ziel, Interesse für die Ergebnisse und ihren praktischen Nutzen zu wecken.

Dabei ist er bewunderungswürdig pragmatisch: Beispielsweise erklärt er auch, wie man Werbewirkungs-Kurven ohne Daten erstellen kann - die natürlich nur eine wackelige Krücke seien, aber immer noch besser, als einfach ins Blaue hinaus zu planen. Sexy Little Numbers" ist kein Lehrbuch für Datenanalyse und auch kein wirklicher How-To-Do"-Ratgeber (trotz der vielen enthaltenen Tipps und Rezepte), sondern in erster Linie eine Einladung, sich mit den Möglichkeiten der Datenanalyse zu beschäftigen.

Das gelingt ihm besser als den meisten Big Data"-Propheten, die sich zu sehr im Abstrakten und Komplexen verirren. Eine Schwachstelle hat das Buch allerdings (was der Autor auch selbst zugibt): Das Thema Datenschutz wird nur ganz am Schluss kurz gestreift und eher vom Tisch gewischt als wirklich reflektiert. Dabei ist es nicht ganz unwichtig, da die Befürchtungen der Konsumenten und veränderte Gesetze den Rahmen für die Datensammlung im großen Stil und somit auch für viele Analyse- und Marketing-Möglichkeiten bilden. Davon abgesehen hat man mit Sexy Little Numbers" ein Buch, das Lust auf Forschung macht. Es ist zu hoffen, dass dieses Buch bald auch ins Deutsche übersetzt wird.


Die Macht der Gewohnheit: Warum wir tun, was wir tun
Die Macht der Gewohnheit: Warum wir tun, was wir tun
von Charles Duhigg
  Gebundene Ausgabe

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wie man den Autopiloten austrickst, 30. Januar 2013
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, so hört man immer wieder. Doch welche Konsequenzen hat das eigentlich: Wie kommen Gewohnheiten zustande? Kann man sie ändern? Sind wir überhaupt für unser Tun verantwortlich, wenn wir nur ein Sklave unserer Gewohnheiten sind? Das sind wichtige Fragen, nicht nur für das Marketing. Doch Marketing-Leute müssen sich noch mehr als andere mit Ritualen und Routinen beschäftigen, da unser Konsumverhalten viel stärker von ihnen geprägt werden als wir uns eingestehen wollen. Die populäre Marketing-Literatur vermeidet den dröge klingenden Begriff Gewohnheit meistens und redet lieber impliziten Marketing" oder Autopiloten", was sich anscheinend cooler anhört.

Der Psychologe Charles Duhigg hat ein sehr lesbares und fundiertes Buch zum Thema geschrieben, dass jetzt auch in einer deutschen Ausgabe vorliegt: Die Macht der Gewohnheit - Warum wir tun, was wir tun". Das Werk ist voll mit anschaulichen Beispielen und Anekdoten - die Bezüge zu den wissenschaftlichen Studien wurden in den sehr umfassenden Anmerkungsteil verbannt und stören beim schnellen Lesen nicht. Auch wenn es sich nicht um ein Marketing-Buch handelt, nimmt der Autor doch viele seiner Beispiele aus der Marketing-Praxis oder der Werbegeschichte - etwa, wie der legendäre Werbepionier Claude Hopkins Anfang des 20. Jahrhunderts den in Sachen Mundhygiene eher nachlässigen Amerikanern beigebracht hat, sich jeden Morgen mit Pepsodent die Zähne zu putzen. Wer genau aufpasst, bekommt eine Menge Consumer Insights geliefert.

Hier nur ein Beispiel: Menschen ändern ihre Konsumgewohnheiten leichter bei einschneidenden Lebensereignissen. Deshalb möchte eine US-Supermarktkette herausfinden, wann ihre Kundinnen schwanger sind noch bevor die es ihren Freunden und Verwandten erzählt haben (was auch gelingt, dank der Analyse der elektronisch erfassten Einkäufe). Das Buch liefert aber eine große Bandbreite an Anschauungsmaterial. Wenn es darum geht, zu zeigen, wie man sich etwas abgewöhnt, dienen die Anonymen Alkoholiker oder erfolglose Football-Teams als Paradebeispiele. Denn es ist durchaus möglich, den inneren Autopiloten auszutricksen, wenn man die Belohnungsmuster und Auslösereize des eigenen Verhaltens schonungslos beobachtet.

Das spannende an Duhiggs Buch: Er beschränkt sich nicht nur auf individuelle Gewohnheiten - auch Unternehmen und Organisationen leiden unter ausgetretenen Pfaden und nicht mehr hinterfragten Routinen. Und selbst da ist ein Wandel möglich - doch manchmal muss es erst zu einer Katastrophe kommen. Ein beeindruckendes Kapitel des Buches beschreibt, wie es zu einer tragischen Brandkatastrophe in der Londoner U-Bahn kommen konnte, weil alle Beteiligten nur auf ihre eigenen Alltags-Arbeiten fokussiert waren und so die Verantwortung für die Sicherheit der Fahrgäste im Kompetenz-Durcheinander unterging. Die Macht der Gewohnheit" ist ein unterhaltsames Buch, in dem man viel über Unternehmen, Konsumverhalten, aber auch über sich selbst lernt.


Deutsche Standards. Marke¹º
Deutsche Standards. Marke¹º
von Florian Langenscheidt
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,80

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eine wenig glanzvolle Feier der Marken-Idee, 30. Januar 2013
Seit zehn Jahren gibt Florian Langenscheidt den Bildband Deutsche Standards" heraus, in dem deutsche Markenartikel vorgestellt werden. Nun werden die wichtigsten Marken der letzten Jahre nochmal in einem dicken Wälzer gefeiert: Unter dem Titel Die Marken des Jahrhundert" seien - so die Herausgeber - jene Marken, die emblematisch für ihre ganze Gattung stehen". Das schwergewichtige Werk zum Blättern soll aber hier gar nicht besprochen werden, sondern daneben geradezu mickrig aussehender Essay-Band, der als Ergänzung zum Bilderbuch herausgebracht wurde: Marke¹º" versammelt zehn kurze Autorenbeiträge, die sich alle mit unterschiedlichen Aspekten der Markenführung beschäftigen. Das Spektrum der Themen ist durchaus breit.

Werber, Unternehmer und Marketing-Professoren sind unter den Autoren. So doziert etwa Franz-Rudolf Esch über das Thema Markendehnung und berichtet von erfolgreichen und gescheiterten Beispielen. Einige Themen sind schon recht abgedroschen und die Lektüre einiger Beiträge liefert wenig Neues. Andere Aspekte, die sonst vernachlässigt werden, kommen hier zu ihrem Recht, etwa das Thema Marke und Verpackung" - Frank Ohle weist darauf hin, dass Schachteln, Flaschen und Packungen auch Kommunikations-Instrumente sind und das wichtigste Aushängeschild einer Marke.

Wie bei vielen Sammelbänden ist das Niveau der einzelnen Beiträge schwankend. Manche dienen immerhin als kompakte Einführung in ein Thema - sei es der Einsatz von Testimonials oder die Globalisierung. Andere wirken eher wie eine Predigt oder ein Lobbisten-Vortrag, so der Text von Aleander Dröge zur Markenpiraterie. Doch es gibt auch Artikel, die neue Sichtweisen liefern: Tom Ramoser berichtet vom Markenting im wichtigsten Import-Land - nämlich China - und stellt sogar eine interessante Typologie der chinesischen Konsumenten vor. Peter Englisch und Johannes Rettig behandeln das Thema Marke und Familienunternehmen" - ein wichtiges Feld, schließlich ist der deutsche Mittelstand immer noch stark durch Unternehmerfamilien geprägt und selbst große Konsumgüter stellen den Firmengründer vor die Kamera und lassen ihn mit seinen guten Namen für sich werben.

In Zeitalter kurzfristiger Gewinnorientierung stehen Familien oft für das Gegenteil: Sie haben eine langfristige, generationsübergreifende Perspektive. Davon können auch die Nicht-Familien-Firmen sich eine Scheibe abschneiden. Auch wenn dieses Büchlein mit einer schlicht-edlen Optik (von einer renommierten Design-Agentur entworfen) daherkommt und ausdrücklich als Beibuch zu den reich bebilderten Marken des Jahrhunderts" konzipiert wurde, ist es doch schade, dass es kaum Abbildungen enthält - Themen wie Marke und Verpackung" hätten durch Bildern von Beispielen sehr profitiert. So zahlt der Leser doch eine ganze Menge Geld für ein schmales und durchwachsenes Lektürevergnügen. Den Glanz der großen Marken kann es so nicht vermitteln.


Brand Media Strategy (Advertising Age)
Brand Media Strategy (Advertising Age)
von Antony Young
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 33,13

3.0 von 5 Sternen Strategie statt Streudienst, 6. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Bücher zur Media-Strategie gibt es wenig. Dabei ist das Thema Mediaplanung - also wie erreiche ich mit meiner Werbebotschaft die richtigen Leute zum richtigen Zeitpunkt - heute komplizierter als früher. In vielen BWL-Lehrbüchern wird Mediaplanung immer noch so behandelt, wie sie vor 30 Jahren stattfand - damals wurde die Werbung "gestreut", also unter das Volk gebracht, was einfach war, da es nur eine begrenzte Anzahl an Werbeträgern gab.

Heute ist die Sache komplizierter und das Buch "Brand Media Strategy" gibt einen Einblick, mit was sich moderne Mediaplanung heute beschäftigen muss. Dabei gibt es mehr Inspiration als konkrete Hilfsmittel, hat einen sehr US-amerikanischen Fokus und benutzt die aufgeblähte Marketing-Jargon der Agenturen, bei der auch die altbackenen Banalitäten immer wie der neuste Schrei verkauft wird.

Trotzdem ist das Buch lesenswert für alle Marketing-Verantwortlichen, da es den Blick auf die aktuellen Herausforderungen der Marketing-Kommunikation richtet. Wer eine deutsch-sprachigen Beitrag zum Thema Media-Strategie sucht, dem empfehle ich meinen Artikel "Strategie statt Streudienst" in dem von Prof. Andreas Baetzgen herausgegebenen Band "Brand Planning". Brand Planning: Starke Strategien für Marken und Kampagnen


Der clevere Metzger
Der clevere Metzger
von Claus Bernd Kütscher
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 48,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Es geht nicht nur um die Wurst, 6. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der clevere Metzger (Gebundene Ausgabe)
Marketing-Fachbücher, die richtig nah dran am Leben sind, gibt es gar nicht so viele. Viele Händler und Handwerker denken, Marketing ist nur etwas für große Konzerne mit hohen Werbe-Budget. "Der clevere Metzger" zeigt aber, dass Marketing in erster Linie eine Geisteshaltung ist und das gerade kleine Unternehmen ein konsequentes Marketing benötigen.

In der Fleisch- und Wurstwaren-Branche ist eine klare Positionierung, ein Mehrwert durch Kommunikation, ein Verständnis von Trends und Kundenwünschen und ein souveräner Umgang mit den zur Verfügung stehenden Kommunikationsmitteln überlebenswichtig - schließlich hat sich in den letzten Jahren der Wettbewerb für Metzger- und Fleischer-Geschäfte ausgedehnt. Konsumenten kaufen heute Würste und Schnitzel überall ein - beim Discounter, im türkischen Supermarkt, bei Bio-Bauern oder bestellen einen Parma-Schinken online beim Spezialitäten-Versand. Selbst im Tankstellen-Shop geht Aufschnitt und Würstchen über die Theke. Hier müssen sich Fleischer- und Metzger-Fachgeschäfte schon was einfallen lassen, damit ihre Stammkunden bei der Stange bleiben.

Der "Clevere Metzger" gibt dazu sehr einfache und praxis-nahe Hinweise. Das Buch ist auch für Nicht-Metzger interessant, da auch andere Einzelhandelsgeschäfte oder Handwerksbetriebe vor ähnlichen Herausforderungen stehen.


Geistersprache: Zweck und Mittel der Lyrik
Geistersprache: Zweck und Mittel der Lyrik
von Heinz Schlaffer
  Gebundene Ausgabe

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Wurzeln des Gedichts, 5. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Literaturwissenschaft ist manchmal etwas abgehoben und elitär - als komme sie aus höheren Sphären, die weit weg von unserer Alltagserfahrung sind. Das gleiche Gefühl haben viele Menschen heutzutage, wenn sie es mit Lyrik zu tun haben - abgehoben, künstlich, manchmal fast unverständlich. Ein literaturwissenschaftliches Buch über Lyrik birgt also das Risiko einer doppelten Abgehobenheit.

Doch die Gefahr ist bei "Geistersprache: Zweck und Mittel der Lyrik" gebannt: Der Autor zeigt, wie Lyrik schon immer tief in den Alltag der Menschen eingebunden war. Gedichte und Lieder hatten früher immer eine Funktion - Gebete, Klagen, Lobpreisungen - und immer einen Adressaten. Erst in der Moderne ging diese kommunikative Funktion verloren und die Lyrik verselbständigte sich und wurde zu der elitären Spielwiese für wenige Kenner (wobei die Popmusik die alten Gedichte beerbte).

Der Autor versteht es, anschaulich und mit Liebe zum Untersuchungsgegenstand zu schreiben. Für mich als Nicht-Literaturwissenschaftler eröffnete das Buch eine interessantge und neue Perspektive auf Lyrik und die menschliche Kommunikation im Allgemeinen.


Die Befragung in der Medien- und Kommunikationswissenschaft: Eine praxisorientierte Einführung (Studienbücher zur Kommunikations- und Medienwissenschaft)
Die Befragung in der Medien- und Kommunikationswissenschaft: Eine praxisorientierte Einführung (Studienbücher zur Kommunikations- und Medienwissenschaft)
von Wiebke Möhring
  Taschenbuch
Preis: EUR 27,99

4.0 von 5 Sternen Sehr hilfreich - nicht nur für Kommunikationswissenschaftler, 5. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
In den Sozialwissenschaften sind Umfragen die wichtigste Methode zur Erhebung von Daten. Methodenkenntnisse sind deshalb notwendig, wenn man die Erkenntnisse des sozialwissenschaftlichen Forschung richitg beurteilen will, entsprechend gibt es viele Lehrbücher zur Umfrageforschung in den verschiedenen sozialwissenschaftlichen Disziplinen. Viele dieser Bände konzentrieren sich sehr stark auf Fragen der Stichprobenziehung oder Datenanalyse.

Dabei wird übersehen, dass eigentlich der Fragebogen und die richtig formulierten Fragen entscheidend für die Qualität der Daten sind. Das Buch "Die Befragung in der Medien- und Kommunikationswissenschaft" ist ein sehr gutes Lehrbuch, da es die verschiedenen Stufen und Aspekte eines empirischen Umfrageprojektes behandelt, inklusive der Projektplanung, der Interviewsituation und natürlich auch die Formulierung der Fragen.

Das Buch ist eher schlank und nicht aufgebläht wie viele andere Methodenbücher. Ich konnte es in der Lehre in einem Umfrage-Seminar in einem kommunikationswissenschaftlichen Studiengang sehr gut einsetzen. Aber auch für Umfrage-Praktiker in der Markt- und Mediaforschung ist es wegen seiner klaren Sprache und der Fokussierung auf praktische Aspekte des empirischen Forschens sehr hilfreich und instruktiv. Für Studierende ist es abseits von Seminaren und Klausuren empfehlenswert, da Methoden- und Umfragekenntnisse immer zu den Lehrinhalten gehören, die in der beruflichen Praxis von großen Nutzen sind.


Wie soll ich leben?: oder Das Leben Montaignes in einer Frage und zwanzig Antworten
Wie soll ich leben?: oder Das Leben Montaignes in einer Frage und zwanzig Antworten
von Sarah Bakewell
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,95

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der erste Blogger, 5. Januar 2013
Bei der Lektüre von "Wie soll ich leben? oder: Das Leben Montaignes" fühlte ich mich oftmals erinnert an Diskussionen über Social Media. Viele Menschen fragen sich, was andere Zeitgenossen dazu bewegt, ihr privates Leben in Facebook & Co. auszubreiten. Wen interessiert es denn, was irgendjemand zu Mittag gegessen hat oder welches Buch der gerade liest? Auch die Essays von Montaigne waren solcher Kritik über die Jahrhunderte ausgesetzt.

Und doch haben Sie Millionen von Lesern zu ganz unterschiedlichen Epochen fasziniert und inspiriert. Dabei war Montaigne keineswegs diskreter oder selektiver als heutige Social-Media-Enthusiasten: Er berichtete über seine Krankheiten genauso detailiiert wie über seine Erektionen, nebenbei grübelte über die banalsten Alltagsbeobachtungen nach. All das schildert die Autorin sehr anschaulich und durchaus auch mit einer ironischen Distanz.

Der Reiz des Buches liegt meiner Ansicht nach in dieser Mischung aus Biografie und Rezeptionsgeschichte. Das der Stoff nicht chronologisch, sondern eher thematisch aufbereitet wurde - nämlich anhand der Frage "Wie soll ich leben?" und den entsprechenden zwanzig Antworten - ist auf dem ersten Blick eine ungewöhnliche Gliederung, die aber perfekt den formlosen und umherschweifenden Räsonierens Montaignes entspricht.

Montaigne ist den Verfassern von Personal Blogs und Facebook-Posts näher verwandt als den vielen Memoiren-Schreibern, die im Interesse ihres Nachruhms ihre eigene Biografie glätteten und schönten. Gedanken flossen bei Montaigne weitgehend ungefiltert in die Feder - und landete vermittelt über die Druckerpresse zwischen Buchdeckeln und in den Stuben des Lesepublikums. Im Zeitalter des Social Web hat sich dieser Weg verkürzt - die Blogger heutzutage können ihre Gedanken in Sekunden-Schnelle in die Welt hinaus schicken. Das hätte Montaigne vielleicht gefallen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 5, 2013 10:52 PM MEST


Social Media Is a Cocktail Party
Social Media Is a Cocktail Party
von Jim Tobin
  Taschenbuch
Preis: EUR 13,84

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der Titel ist das beste, 18. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Social Web hat seine Regeln - und das Schöne daran ist: Sie kennen Sie schon. Es sind die gleichen wie bei einer Cocktail-Party. Den Gästen zuhören, niemanden sein Thema ins Ohr drücken, dem Fluss der Konversation folgen. Und natürlich: Die Party läuft - ob sie dabei sind oder nicht! Die Idee des Buches Social Media is a Cocktail-Party" ist eine wunderbare Einführung für alle, die noch etwas mit der Social-Media-Welt fremdeln.
Die Lektüre des ganzen Buches ist hingegen nicht immer so faszinierend und überzeugend. Einige Punkte werden zu sehr ausgewalzt und sind nicht immer auf den Punkt. Trotzdem gibt es viel Inspiration und schöne Beispiele. Ein Buch, das uns dabei hilft, das Social Web besser zu verstehen. Eine gute Lektüre, auch wenn der Titel schon fast das Beste ist.


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