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Rezensionen verfasst von
Platin

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Grand Declaration of War
Grand Declaration of War
Preis: EUR 20,99

5.0 von 5 Sternen Eigenwillig, orthodox, aggressiv - ein Meisterwerk, 26. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Grand Declaration of War (Audio CD)
Grand Declaration of War ist wie kein anderes Album ein Beweis dafür, dass Mayhem immer genau das machen was sie wollen. Scheiß auf irgendwelche Erwartungen der grauen Masse ach so trver Fans. Scheiß darauf, was Black Metal sein sollte.
Dieses Album hat musikalisch mit seinem Vorgänger praktisch nichts zu tun, geschweige denn mit dem genial brutalen Gerumpel auf "Deathcrush". Genial ist es dennoch. Es ist ziemlich abgedreht und nicht leicht zugänglich - und dennoch habe ich mich mit keinem Album zuvor so lange beschäftigt. Es hat mich von Beginn an gepackt und das tut es auch immer noch.
Die Songs sind ziemlich anders als gängiger Black Metal. Durch die (sehr gute) Produktion wirkt alles leicht steril und künstlich, aber das ist der ohnehin eigenwilligen Atmosphäre des Albums zuträglich. Die Songs sind relativ maschinell, wechseln von Militär Marsch zu Gebolze. Es sind Sprachpassagen und Sprechgesang eingebaut. Abgesehen davon bietet Maniac aber mal wieder die ganze Palette seines abartigen Organs.
Ich denke es bringt bei diesem Album nicht viel, jeden Song auseinander zu nehmen. Überzeugt euch einfach selbst - und erwartet einfach gar nichts, lasst euch überraschen. Und wenn ihr euch zu trve dafür seid - lasst es bleiben.


Fallen
Fallen
Preis: EUR 10,09

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rundum top - Für Altfans gewöhnungsbedürftig, 17. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fallen (Audio CD)
Mit Fallen gelang Varg nach Belus bereits das zweite Post-Knast Werk, das man schon eher wieder als Black Metal bezeichnen konnte. Aber klar, konventionellen Black Metal hat er noch nie gemacht und Fallen dürfte orthodoxer sein als alles was er bisher zuvor abgeliefert hat.
Eingeläutet wird das Ganze schon sehr gekonnt durch das einminütige Intro "Fraverdenstreet". Da gluckert und pocht es, das leise Knarzen im Hintergrund - es wird schnell klar, ein neues Ambient Album liegt hier nicht vor.

Im Gegenteil, "Jeg Faller" beginnt mit einem absolut Burzum typischen, messerscharfen Riff mit einer unheilvollen Melodie ausgestattet. Erstmal wird auch Burzum typisch gekeift...doch im Refrain entwickelt sich der Song zur wohl ersten amtlichen Hymne von Burzum, die man auch als wenig Black Metal freundlich gesinnt gut mitsummen/mitsingen können sollte. Ein genialer Song, definitiv.

"Valen" hat ebenfalls wieder diese "Neuzeit" Burzum-typische Eingängigkeit, tönt allerdings eine Ecke härter als sein Vorgänger und verzichtet auf Mitsing-Kompatibilität.

"Vanvidd" wiederrum hat wieder ein prägnantes, eiskaltes Riff und mixt erneut Black Metal typisches Gekeiffe mit murmelnd vorgetragenem Klargesang, allerdings diesmal deutlich von den Instrumenten überlagert.

"Enhver Til Sitt" hat schon fast Doom-Metal artiges Riffing (wobei es dafür dann doch einen Zacken zu "schnell" gespielt ist) und verzichtet bis auf kurze Passagen auf Klargesang. Wohl der Song auf dem Album, der am ehesten nach den alten Alben klingt.

"Budstikken" wiederrum ist dem eher orthodoxen Stil der neueren Burzum Alben zuzurechnen und "Til Hel blabla.." ein atmosphärisches Outro.

Kurzum: Für die, die Burzum über songs wie "Ea, Lord of the Depths" kennen gelernt haben, anfangs möglicherweise schwer verdaulich, aber eigentlich ein verdammt gutes Werk, das den alten Großtaten in nichts nachsteht.


Bis ans Ende der Zeit
Bis ans Ende der Zeit
Preis: EUR 5,99

1.0 von 5 Sternen Ein Stern am Volksmetal Himmel..., 20. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Bis ans Ende der Zeit (Audio CD)
...ist das neue Album der Amigos definitiv! Lieferten sie in der Vergangenheit bereits einige echte Perlen ab , so haben sie nun mit "Bis ans Ende der Zeit" ihr definitives Opus Magnum geschaffen, quasi ihr eigenes Black Album. Es ist voller bahnbrechender Hits, mit Melodien und Texten, die so noch nie zu hören waren.
Das ganze gehört zum Genre "New Volks'n Roll Death Metal", dem auch die Metalheads von den Wildecker Herzbuben angehören.
Die beiden Brüder, die allein durch ihr wahnwitziges Charisma solche angeblichen Legenden wie David Lee Roth, Elvis Presley und Eddie Van Halen wie lahme Pappfiguren erscheinen lassen. Dazu noch das virtuose Gitarrenspiel von dem Mann der eigentlich immer Heinz-Ulrich-Klaus-Dieter heißen wollte.

Ein wahrer Stern am Himmel anspruchsvoller Unterhaltungsmusik, fernab von neuzeitlich banalem Blödsinn wie den Beatles.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 3, 2014 4:33 PM MEST


The Final Countdown
The Final Countdown
Preis: EUR 13,60

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Klassiker des melodischen 80er Jahre Rocks, 8. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Final Countdown (Audio CD)
Dieses Album der schwedischen Hard Rocker von Europe ist hinter dem gleichnamigen Song, der das Album eröffnet, doch stark zurückgeblieben, in Sachen Bekanntheit und Anerkennung. Das ist aber vollkommen ungerechtfertigt, denn es enthält neben dem Über-Song Final Countdown noch einige andere erstklassige Melodic Rock Songs.

"Final Countdown"...muss man dazu wirklich noch etwas sagen? Evergreen wäre schon fast zu schwach formuliert...alleine schon die grandiose Melodie gleich am Anfang ist derartig bekannt, das ist selbst für einen Hit Song ungewöhnlich. Ein prächtiger Rock Song der wohl wirklich alle Zeiten überdauern wird.

"Rock the Night" ist sicherlich kein großer Wurf, nach dem pompösen Eröffnungstrack aber sicherlich bestens geeignet um wieder auf festem Boden anzukommen. Ein kurzweiliger Rocksong, der ebenfalls deutlichen Ohrwurm Charakter zeigt.

Mit "Carrie" naht dann auch schon die große Ballade der Band. Ich bin kein sonderlich großer Fan von Balladen, finde Carrie aber wirklich nicht schlecht, vielleicht ein wenig melodramatisch, aber bitte: Wir sind in den 80ern meine Herren!

"Danger on the Tracks"...ein wenig abwechslungsreicher als Rock the Night aber von ganz ähnlicher Bauart. Kommt live wesentlich besser rüber.

Dann kommt auch schon endlich "Ninja"...neben Final Countdown mein mit Abstand liebster Track auf der Scheibe. Melodiös, mit einprägsamem Rhytmus und wirklich coolem Gitarren Solo.

Danach kommen noch einige, allesamt recht gute Tracks, unter denen dann nur noch das auf Ninja folgende "Cherokee" wirklich heraussticht. Klar haben die Songs ne gewisse Ähnlichkeit miteinander, aber das tut ihrer Klasse keinen Abbruch.

Für mich bleibt dieses Album ein unterschätzter Teil der Diskographie einer sowieso maßlos unterschätzten Band.


Meine Soldaten
Meine Soldaten
Preis: EUR 1,29

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Lechzend nach Emotionen..., 6. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Meine Soldaten (MP3-Download)
Nach Dauerbeschallung durch die Werbung in meiner kurzen Viel-Fernseh-Phase, schlug dieser Song tief in mir wurzeln. Leider keinesfalls im positiven Sinne. Immer wieder kommt mir diese Zeile "...schicke ich meine Soldaten looos..." in den Kopf und immer wieder zittere ich vor Grauen. Gut, vielleicht etwas dick aufgetragen. Ich muss auch wirklich zugeben, es faellt mir schwer diesen Song objektiv zu bewerten, so sehr verabscheue ich ihn mittlerweile. Der ganze Text trieft meiner Meinung nach von Jammer-Poesie allerschlimmster Sorte, gipfelnd in dem von mir ausgewaehlten Zitat. Auf mich wirkt das so gewollt emotional und nach den Emotionen der Zuhoerer gierend, dass ich einfach nicht anders kann als diesen Song schlecht zu bewerten. Deshalb von mir 1 Stern - fuer technisch ausgereifte , in ihrer Wirkung aber einfach grauenvolle Lyrics.

Kommentare der Art "Dann bewerte es doch nicht wenn du es nicht magst!" koennt ihr euch sparen.


God Told Me To
God Told Me To
Preis: EUR 13,49

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Gitarrengott im Gewand des Schock Rockers, 21. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: God Told Me To (Audio CD)
Wenn man John 5's Referenzen kennt, wird man nicht all zu viel erwarten. Er war Gitarrist bei Marilyn Manson, wie auch Rob Zombie. Obgleich beide mir zusagen, sind sie nicht für ihre absolute technische Virtuosität bekannt. Wer herausfinden möchte, was der Saitenhexer mit der Clownsschminke wirklich drauf hat, sollte sich einmal dieses Album zu Gemüte führen. Kleine Warnung, da das nicht allen klar sein wird: Es ist ein REINES Instrumental Album, soll heißen ohne jeglichen Gesang.

Was John 5 zuweilen abliefert kommt mühelos an die ganz großen seiner Zunft heran. Killafornia oder The Hill of the seven Jackylls beweisen eindrucksvoll die Brillanz mit der dieser Mann seine Gitarre bespielt. Dabei ist vergleichsweise unbekannt - ein Jammer. Er gehört ohne Frage zu den meist unterschätzten Gitarristen auf dem Erdenrund.

1. Welcome to Violence

Ein Song in dem sich ruhige Parts (ich muss mich korrigieren, hier gibt es ein paar Vocal Fetzen ^^) mit rasend schnellen, brillanten Gitarren Parts abwechseln. Ein erster Vorgeschmack darauf, was John 5 zu bieten hat.

2. Beat it

Über den Song selbst muss man wohl nicht viele Worte verlieren. Natürlich kann auch John 5 nicht das geniale Solo von Eddie van Halen überbieten, doch er zieht ungefähr gleich...und der Rest des Songs gewinnt in diesem Cover so an Power, das man kaum glauben möchte dass es sich um einen Pop Song handelt.

3. Asland Bump

Hier werden John 5s spieltechnische Wurzeln im Country Bereich deutlich. Ein ruhiger Song, der dank virtuoser Spieltechnik dennoch zu überzeugen weiß.

4. Killa Fornia

Hier legt er gleich von Beginn an richtig los. Hier gehts wirklich von Anfang bis Ende ab. Keine ruhige Sekunde ^^

5. The Castle

Wiedermal ein Verteter der ruhigeren Fraktion. Mir persönlich gefallen die schnelleren Sachen besser, aber das mindert die Qualität dieses Songs nicht, der trotz aller fehlenden Heavyness durchaus etwas zu bieten hat und gar nicht mal so langsam ist. Western Klänge gibts inklusive. Hier stelle ich mir einen Cowboy vor der vor einem Saloon in die Saiten haut.

6. The Hill of the seven Jackylls

Auch hier verliert er keine Zeit. Von Anfang an frisst sich ein rhytmisches Gitarren Riff in die Gehörgänge des geneigten Zuhörers. Und genauso energiegeladen und gut geht der Song auch weiter. Reiht sich in die Riege einer Reihe von schnellen, absolut brillant gespielten Songs ein. Gegen Ende wirds sogar kurz ziemlich abgedreht. Ein weiterer Beweis des Facettenreichtums von John 5.

7. Noche Acosador

Tja was soll ich sagen? Kurzweilig, ruhig, rhytmisch. Die Gitarre klingt hier recht spanisch.

8. The Lust Killer

Klingt am Anfang ein bisschen nach Industrial. Klingt etwas schneller als die bisherigen Heavy Titel, ist aber dafür weniger hart, gefällt aber durch sein durchgängiges Tempo und den teilweise angenehm düsteren Rhytmus.

9. The Lie you Live

Schöner, angenehmes Gefühl erzeugender Song.

10. Creep Crawler

Gefällt mir nicht so gut wie die restlichen "Country" Songs, hält das hohe Niveau aber immer noch.

Tja was soll ich noch sagen? Dieser Mann kann's einfach. Für Gitarren Freaks unbedingte Kaufempfehlung.


Party Monster (International version)
Party Monster (International version)
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Wie der Film...eine einzige Party, 23. Januar 2013
So wie der Film kein gewöhnlicher ist, ist auch der Soundtrack nicht gerade normal. Den was ist die Background Musik in einem Party Film? Richtig, "Disco Mukke" wie man im Volksmund sagen würde.
Aber was soll ich sagen? Die Musik passt perfekt in diesen überdrehten, freakigen Film. Es ist lupenreiner Techno/House und auch Marilyn Manson darf ein paar Takte "singen".
Mein Favorit ist "Money, Success, Fame, Glamour", denn Macaulay Culkin hat einfach die perfekte Techno Stimme.
Also, wer diese Art von Musik mag sollte nicht lange zögern und sie sich auch kaufen.


My Girl - Meine erste Liebe
My Girl - Meine erste Liebe
DVD ~ Dan Aykroyd
Preis: EUR 6,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Berührend.....nur bedingt für Kinder, 17. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: My Girl - Meine erste Liebe (DVD)
Spontan beschloss ich eines Tages diesen Film zu sehen...ich gucke nicht all zu oft Filme in denen es sich mehr oder weniger um Liebe dreht, warum also nicht...dachte ich. Ich erwartete einen lustigen Film mit einem etwas traurigen Ende...aber ich hatte den Film unterschätzt.

Beide Hauptdarsteller, Dan Aykroyd und Macaulay Culkin , machen ihre Sache fantastisch, man nimmt ihnen ihre Rollen ab. Aykroyd spielt wunderbar das sensible, verletzte Mädchen, das nicht nur die erste große Liebe sondern auch den Tod der Mutter (die sie nie kennen lernte) überwinden muss. Und schließlich SPOILER!....auch den Tod ihres besten Freundes , Thomas J. (Macaulay Culkin). Dieser ist ein schüchterner aber liebenswerter kleiner Junge...mit einer Allergie gegen Bienenstiche...

So schön der Film den Großteil der Zeit über auch ist, gerade gegen Ende wird er wirklich sehr sehr traurig. Vedas (Dan Aykroyd) Trauer um ihren besten Freund ist überzeugend und geht sehr nahe, für mich das berührendste was ich seit langem gesehen habe.

Von mir also eine unbedingte Empfehlung. Für Kinder unter 12 oder 14 Jahren ist er meiner Meinung nach nur bedingt geeignet, da der Film ihnen vermutlich sehr nahe gehen würde. Ist aber natürlich bei jedem Kind anders.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 1, 2013 8:38 PM CET


Ozzy: Die Autobiografie
Ozzy: Die Autobiografie
von Ozzy Osbourne
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sex, Drugs and Rock n' Roll bis zum Exzess und der Mensch dahinter, 3. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Ozzy: Die Autobiografie (Taschenbuch)
Ich setze mich in die Buchhandlung und beschließe, der Ozzy Autobiografie eine Chance zu geben. Viel verspreche ich mir davon, vor allem natürlich jede Menge verrückter Geschichten. Einige Minuten später bin ich vollkommen in die Welt dieses Mannes versunken und nur wenig später ist das Buch in meinem Besitz.

Ich muss sagen, selten hatte ich so viel Vergnügen dabei eine Biografie durchzulesen. So viele Momente zum Schmunzeln, noch mehr zum herzhaften Lachen...aber auch viele die nachdenklich machen. All zu oft wird das Leben des John Michael Osbourne auf seine schrägen Aktionen in der Öffentlichkeit und seine Alkohol bzw. Drogenabhängigkeit reduziert, sowie auf diverse Schauergeschichten (die berühmte Fledermaus, der er den Kopf abbiss). Und natürlich wird auf die meisten dieser Gerüchte eingegangen, manche werden bestätigt, manche nicht. Überhaupt setzt sich Ozzy mehrfach mit seiner Darstellung durch die Boulevardpresse auseinander. Und natürlich bekommt man Storys serviert, die noch viel verrückter und heftiger sind als man sich das vielleicht sowieso schon gedacht hat. Man kann nicht anders als einem Arzt beizupflichten, der im Jahr 2004 treffend bemerkt : "Wieso zum Teufel leben sie eigentlich noch ?!" Aber ist das wirklich alles? Nein. Ozzys Leben bietet zwar einige heftige Storys, doch es wäre falsch ihn darauf zu reduzieren. Er berichtet über seine Kindheit, über seine Eltern und Geschwister, die erste Liebe, seine Orientierungslosigkeit nach der Schule und wie er zeitweilig das Gefühl hatte alles sei vorbei. Und wichtig: Ozzy reflektiert immer. Keine seiner Geschichten wird kommentarlos in den Raum geworfen, immer stellt er klar, wie er dazu steht. In den meisten Fällen macht er sich selbst Vorwürfe und geht recht hart mit sich selbst ins Gericht, mehr als einmal liest man auch eine offene Entschuldigung. Für Fans seiner Musik bietet die Biografie zwar nicht ganz so viel, aber immer noch genug. Sowohl seine legendäre Zeit bei Black Sabbath als auch seine Solo Karriere, in deren Verlauf er seine einstige Band an Bekanntheit überflügelte, kommen nicht zu kurz. Insbesondere im Falle seiner Black Sabbath Zeit sind die Geschichten wie schnell und unter welchen Bedingungen die Alben enstehen, immer wieder interessant und witzig.
Die Sprache ist nicht besonders detailliert, aber direkt und offen. Trotz eher schlichten Satzbaus wirkt sie keinesfalls statisch oder zu simpel, sondern einfach bodenständig.

Nach Beendigung der Autobiografie bin ich um einiges an Wissen reicher und habe Ozzy noch mehr zu schätzen gelernt. Nur wer weiß, was dieser Kerl alles durchgemacht hat, was er leider sich selbst und anderen angetan hat und wie verletzlich er unter der Schale des Rockstars eigentlich ist, kann ihn auch verstehen und klar von der bizarren Figur trennen, die die Yellow Press im Laufe der Jahre "erschaffen" hat.


Welcome To My Nightmare [+Bonustracks]
Welcome To My Nightmare [+Bonustracks]
Preis: EUR 7,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderschöne Grusel Oper, 3. Januar 2013
Aufmerksam wurde ich auf dieses Glanzstück aus Coopers Karriere beschämenderweise erst durch den 2011 erschienenen Nachfolger "Welcome 2 my Nightmare". Dieser gefiel mir unglaublich gut, als ich dann hörte er sei eine inhaltliche Fortsetzung eines Cooper Werks aus den 70er Jahren, war für mich klar: "Welcome to my Nightmare" musste her! Ich hoffte auf ein atmosphärisches Konzept Album, das eine interessante Story erzählt. Dahingehend hatte schon der Titel einige Erwartungen geweckt. Und sie wurden nicht enttäuscht.

Es beginnt mit dem wunderbar atmosphärischen Opener "Welcome to my Nightmare". Unaufdringlich wird der Hörer von dem träumenden in dessen Albtraum geführt, die Musik ist dabei gar nicht unheimlich, verbreitet aber eine interessante, schwer zu beschreibende Atmosphäre. Der ruhige Song lässt auf mehr hoffen.

Und dieses mehr kommt dann auch mit "Devil's Food". Ein sehr kurzer , spaßiger Song, der gute Laune macht, aber recht unerwartet endet. Es folgt ein Ansager, der scheinbar einem Publikum eine Sammlung von Spinnen vorstellt und sich über deren Harmlosigkeit bzw. Gefährlichkeit auslässt. Gegen Ende redet er zunehmend seltsamer und seine Stimme bekommt einen fanatischen Klang. Unterlegt von der Musik des Intros (gegen Ende) wird erneut eine ganz eigene Atmosphäre heraufbeschworen.

Dann folgen einleitende Worte von Horrorfilm Star Vincent Price, der zum nächsten Song überleitet, auf den auch schon das merkwürdige Ende von "Devil's Food" hindeutete: "Black Widow". Seine leicht unheimliche Stimme stimmt auf den im Vergleich zu den Songs davor recht düster gehaltenen Song ein. Hier sinniert Alice über die Gefahr die von der "Black Widow" ausgeht, was in einem unheilvollen Singsang gipfelt.

Es folgt ein längerer Song "Some Folks". Im Vergleich zum Vorgänger ein musikalisch eher heiterer, unbeschwerter Song, von Bläsern begleitet.

Auf Heiterkeit folgt hier nun Trauer. Der Song "Only Women Bleed" ist langsam und schwermütig, handelt er doch von einer Frau, die von ihrem Mann mehr oder weniger wie Dreck behandelt wird und sich Nacht für Nacht in den Schlaf weint. Ein schöner, nachdenklich machender Song.

Darauf beginnt "Department of Youth" ein "Mitgröhl" Song, der (soweit ich es verstanden habe) vom Aufbegehren der Jugend erzählt. Kurzweilig, aber spaßig.

Nun folgt der typische Gute Laune Song, inhaltich Cooper typisch enorm makaber : "Cold Ethyl". Ein nicht übermäßig schneller aber verdammt "cooler" (hehe) Song mit ziemlich fiesem Humor. Worum es geht...das sollte man selbst herausfinden, Spoiler fände ich hier unangebracht.

Nach dieser doppelten Gute Laune Dosis wird uns erneut bewusst gemacht, dass wir uns hier in einem Albtraum befinden. Begleitet von einer enorm unheilvollen Melodie wird erstmals der Name des Jungen erwähnt der den Traum träumt : Steven. Der Song beschreibt in etwa dass sich der Junge in seinem Albtraum verirrt hat (blöd ausgedrückt, aber der Text ist auch nicht besonders eindeutig). Am Ende noch scheinbare Rufe von Stevens Mutter..versucht sie ihn aufzuwecken und Steven ist in seinem Traum gefangen?

Mit "Steven" wird ein Höhepunkt des Albums erreicht. Steven ist einsam und verängstigt, versucht aus der Traumwelt zu entkommen, leidet, weil er hilflos den Rufen seiner Mutter zuhören muss. Der Song hat wie auch schon der Vorgänger eine düstere Melodie und gipfelt in den verzweifelten Rufen nach Steven, der aber am Ende des Songs immer noch in seinem Traum gefangen ist.

"The Awakening" verkündet, der Albtraum sei vorbei. Steven ist sich sicher, dass er durch seine echten Augen sieht, mutmaßt er habe nur geschlafwandelt. Doch dann stellt er fest, was er getan hat.... Die Melodie ist in diesem Song recht melancholisch und immer noch leicht düster.

"Escape" ist nun wieder von der Machart ein fröhlicher Song, inhaltich aber nicht. Steven ist unglücklich, weshalb er vermutlich Selbstmord begeht, was aus seinen beständigen Rufen er würde entkommen herauszuhören ist (jedenfalls für mich).

Es kann sein dass ich hier nicht alles richtig erklärt habe, da in dem Album auch immer wieder die Sichtweisen gewechselt werden und es viele Interpretationsmöglichkeiten gibt ^^ Es bleibt auch unklar, was Traum und was Wirklichkeit ist (und von wem , aus welcher Sicht). Letztlich ist "Welcome to my Nightmare" aber eine brilliante Horror-Mär, mit ungeheuer dichter Atmosphäre. In meinen Augen ein absolutes Meisterwerk, dass ich ohne die geringsten Bedenken empfehlen kann. Ich bitte aber wirklich hier auf die Lyrics zu achten, da Cooper nicht immer zu finsteren Ereignissen auch entsprechende Melodien verwendet. Wer den The Who Song "1921" kennt, weiß was ich meine.


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