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Rezensionen verfasst von
Walter Bender (Rheinfelden)
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Witterung und Klima: Eine Einführung in die Meteorologie und Klimatologie
Witterung und Klima: Eine Einführung in die Meteorologie und Klimatologie
von Peter Hupfer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 59,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Entsetzt!, 27. Juni 2013
Dies ist das bisher erste Buch das ich mit "Einstern" beurteile. Normalerweise würde ich das aus Respekt zu der geleisteten Arbeit von Autoren nicht tun, selbst wenn ich so urteilen würde. - Zudem ist es das erste Buch, dass ich Amazon zurückschicke, das von einer dreistelligen Anzahl gekaufter Bücher, (Amazon kann das gerne bestätigen). Habe mich auf das Buch gefreut. Wollte endlich auf sauberer, physikalischer Grundlage herausfinden weswegen eine so grosse Diskrepanz in der wissenschaftlichen Meinung herrscht zwischen IPCC und Politik auf der einen Seite und einer riesigen Anzahl von Wissenschaftlern (allein 30'000 haben die Oregon-Petition unterzeichnet), die der Meinung sind, dass es ganz anders sei und es keinen antropogen verursachten Klimawandel gibt.
Jedenfalls habe ich im frisch ausgepackten Buch ein paar Stichworte nachgeschlagen und war zuerst ungläubig, dann erstaunt, dann sauer und schliesslich so empört, dass ich das Buch gar nicht haben will, nicht mal umsonst! Es kann einfach nicht sein, dass in einem Lehrbuch (Leerbuch) unter Spurengase (p27) und Kohlendioxid (p28) ohne jegliche Literaturangabe ohne jegliche eigene Herleitung ohne Hintergrund steht schlicht und einfach, dass die Spurengase zusammen mit Wasserdampf für etwa 98% des Treibhauseffektes verantwortlich seien. Auf der Seite hat es, im Unterschied zur Bildzeitung dann noch eine Diffgleichung. - Vor über 30 Jahren haben mich solche Dinger noch ins Schwitzen gebracht, aber heute beeindruckt mich das nicht mehr, bekomme längst keine Noten mehr dafür aber verteile sie hier einmal. - Schwache Leistung - Durchgefallen! Keine Silbe weswegen die Spurengase so wirken sollten, keine Silbe zu dem Schliessen von Abstrahlungsbereichen in den Atmosphärischen Fenstern bei Wellenlänge x und y. Keine Silbe über Veränderung der Absorption bei Erhöhung der Konzentration. Einfach nichts, Fehlanzeige. - Dafür etwas vorher so eine interessante Feststellung, dass die Erde die erste gasförmige Atmosphäre vor 1.5 Milliarden Jahren bekommen hat. - Verzählt, verschrieben oder einfach ein Quatsch? - Waren die ersten Atmosphären etwa flüssig oder dispers oder was? - Habe dann, die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben, unter atmosphärischen Fenstern nachgelesen. - Ein Lehrbuch, dass einfach feststellt, dass die Erde im Bereich von über 4 Mikrometern abstrahlt braucht es heutzutage, im Zeitalter des Internets, wirklich nicht mehr. Ein paar Klicks und jeder weiss, dass die Aussage stimmt. Relevant ist für die Abstrahlung nämlich das Fenster bei rund 8 bis 13 Mikrometer, das ist auch der Wellenlängenbereich, wo die Wettersatelliten messen und warum wohl, weil man da die Temperatur der Erdoberfläche messen kann und die Wolken sieht. CO2 macht hier rein gar nichts, unabhängig von der Konzentration. Das hat Dr. Hug von der Uni Würzburg allerdings schon 1998 publiziert aber acht Jahre waren offenbar zu wenig für das Autorenteam um darauf einzugehen und das zu diskutieren. Dafür findet man auf Seite 284 die zweite Publikation (1999) mit dem Hockeystick von Mann (die erste war ein Jahr früher und ging nur bis ins Jahr 1400 zurück). Jeder einigermassen wache Zeitgenosse sieht dieser Kurve an, dass die Mittelalterliche Warmzeit genauso fehlt, wie die kleine Eiszeit. Wenn jemand dann aber weiss, dass Mann eindeutig und klar, seit 2006 sogar amtlich belegt, des Betrugs bezüglich Daten und Kalkulation überführt worden ist (nachzulesen in "The Hockey Stick Illusion"; Andrew Montford oder in kurz im englischen Wikipedia-Eintragt zu McIntrey, der deutsche ist leider schlecht) dann wundert es schon, dass diese Kurve ohne Kommentar zu der Diskussion über ihre Richtigkeit abgedruckt ist (notabene 2006, 3 Jahre nach der ersten Publikation von McIntrey zu dieser Sache). - Wenn ich so einen Käse lesen will, dann lade ich mir den 3. Sachstandsbericht von IPCC runter und bestelle mir nicht ein Buch, von dem ich erwarte, dass es sich mit dem Sachverhalt konstruktiv auseinandersetzt. - Nicht mal ein glühender Fan dieses grössten und erfolgreichsten pseudowissenschaftlichen Betrugs (H. Lewis, Austrittsschreiben aus der amerikanischen physikalischen Gesellschaft) kann damit zufrieden sein. Diese Aussagen bekommt er schon mit den Nachrichten und die Erklärung dazu besser in jeder Tageszeitung.
Wo es einem dann schlecht werden kann, ist wenn man im Buch noch über die Erklärung zu Rückstrahlung fällt. Da strahlen Körper langwelliger aus als die Einstrahlung. - Meine Herren Professoren: Gase und um die geht es hier, werden bei exakt definierten Wellenlängen angeregt und die Emission ist exakt bei der gleichen Wellenlänge. Falls Sie das vergessen haben sollten, so Kleckerleskram wie Spektroskopie beruht auf solchen Dingen.
Vielleicht könnte man in diesem Buch lernen, wie man Wetterentwicklungen vorhersagt, das kann ich nicht beurteilen, aber nach so viel Quatsch auf so wenigen Seiten wollte ich das auch nicht mehr zu beurteilen versuchen, obwohl mich der Sachverhalt schon sehr interessierte, aber Lehrer die so patzen sind für mich keine und ein Buch, das in den paar Punkten, die mich brennend interessieren, das Niveau eines Revolverblattes nicht übersteigt, ist keines, das ich lesen wollte und ohne auf Argumente und Gegenargumente auf wissenschaftlicher Basis zu einer gesellschaftlich enorm wichtigen Frage einzugehen, halte ich es auch als Lehrbuch für vollkommen ungeeignet und halte es für bedenklich, wenn man den akademischen Nachwuchs mit solcher unausgewogener, nicht gewerteter und diskutierter Meinung, die nichts anderes ist als politisch korrekt und dem Mainstream folgend, somit mit öffentlichen Geldern gefördert, heranzieht. Naturwissenschaften funktionieren wirklich anders und Meteorologie ist eine Naturwissenschaft, Klimatologie ist allerdings keine, aber das wundert wenig, denn Glauben hat sich schon immer der Möglichkeit zur Falsifizierung entzogen.


Das Rätsel der Menschwerdung: Die Entstehung des Menschen im Wechselspiel der Natur
Das Rätsel der Menschwerdung: Die Entstehung des Menschen im Wechselspiel der Natur
von Josef H. Reichholf
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,90

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Interessant, spannend und packend geschriebener Weg zu uns, 28. Februar 2009
Habe zuerst gezögert diese Buch, dass nun doch schon etwas in die Jahre gekommen ist, zu kaufen. Schliesslich waren zum Zeitpunkt der Verfassung viele gentechnologische Methoden noch weit vom heutigen Stand und einige spektakuläre fossile Funde nch nicht gemacht oder ausgewertet. Beispiele: die "molekulare Uhr", Dawkins greift in seinen neueren Publikationen sehr oft darauf zurück, hatte nicht den aktuellen Stand oder auch das Genom des Menschen war bei der Erstauflage noch unheimlich weit weg von der Aufklärung, Hugo war noch sehr "gläsern". - Habe das Buch dann doch gekauft und unmittelbar anschliessend an Reicholfs "Eine kurze Naturgeschichte des letzten Jahrtausends" gelesen. - Kurz, das Buch begeistert vollends. Es ist ein absolut kurzweilig geschriebener Überblick zur Menschwerdung wo alle Aspekte wie Klima, Eiszeiten, Plattentektonik, Schädlinge, Nüzlinge, Nahrungsangebot, verwandte Arten, Vorläufer, physische Möglickeiten usw. in einfachen Sätzen aber präzise und spannend beschrieben werden. Der Autor macht dabei viele Einschübe, nur um zwei Beispiele zu nennen, die Entwicklung des Pferdes und seiner Ausbreitung vor dem Hintergrund der Entwicklung des Paarhufers, des globalen Klimas usw. oder die Bedeutung der Tse-Tse-Fliege zur Besiedelung von Afrika. - Der Autor entschuldigt sich beim Leser jeweils beinahe für diese Einschübe und holt ihn wieder zum Hauptthema zurück. - Diese nicht als solche deklarierten Einschübe, heute geschrieben würde man dafür möglichwerweise eine Box, wie auch immer genannt, verwenden, sind für das Gesamtbild des Werkes unheimlich wertvoll und auf jeden Fall eine tolle Bereicherung. Mir hatte es fast zu wenige davon, jedenfall hätte ich gerne noch mehr erfahren. Dieses Buch ist jedenfalls fantastisch geschrieben, hat meine Erwartungen weit übertroffen und die Buchdeckel sind sich bei diesem Buch sehr viel zu nahe (was nicht bedeutet, dass das Papier dicker sein sollte)! Wenn jemand die Menschwerdung mit den fehlgeschlagenen und dem gelungenen Versuch gesamtheitlich, d.h. unter Berücksichtigung der klimatischen Gegebenheiten, der Geographie, der Ernährung und der entscheidenden Mitbewohner und der Vorfahren auf äussserst spannende Weise dargestellt, zudem sehr lesefreundlich aber präzise geschrieben, lesen oder besser lesend geniessen will, dann ist das der absolut richtige Titel.


Eine kurze Naturgeschichte des letzten Jahrtausends
Eine kurze Naturgeschichte des letzten Jahrtausends
von Josef Reichholf
  Gebundene Ausgabe

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessane Aspekte zur Klimaänderung, 28. Februar 2009
Zuerst die Punkte, die zu einem Stern Abzug geführt haben: Reicholf zeigt räumlich und zeitlich ziemlich unsortiert historische Ereignisse, vorwiegend aus der Geschichte Europas, in einem, selbst für einen breit interessierten Vielleser mit technsich/naturwisscenschftlicher Ausbildung wie mich, nicht immer einfach nachvollziehbaren Zusammenhang zum jeweils vorherrschenden Klima und der Auswirkungen auf Lebensumstände und -erwartung der Bevölkerung und qualitativer und quantitativer Ernteerträge, der Verhältnisse der Jahreszeiten usw. der jeweils vorwiegend herrschenden Kulturen. Für Laien wie mich wäre ein klarer, linearer Zeitstrahl, begründet und geografisch sauber verortet, der Klima, Bevölkerungsdichte, qualitaives und quantitatives Nahrungsangebot, Zentrale Aspekte der Politik wie z.B. Expansionsbemühungen der Reiche, soziale Strukturen, Lebenserwartung, oder Kindersterblichkeit oder irgendwie anders ausgedrückt "Lebensqualität" zum historischen Ereignis direkt herstellt, einfacher verständlich.
Reicholf macht Aussagen, die einem oder präziser direkt mich selbst sehr schnell und direkt ins Lager des ökologischen Romantikers und Nichtverstehers verweist, weil ich selbst vielleicht ein etwas unexaktes Bild und diffuse Vorstellungen zu den Ursachen und Wirkung in der Umwelt habe oder den Zeitstrahl der Beobachtungen zu kurz fasste und deshalb zu einer anderen Beurteilung gekommen bin oder eine gängige andere Beurteilung teile oder teilte, als wenn das Ganze vor historischen Dimensionen gesehen wird (zum Glück nicht gleich auf der geologischen Zeitskala sondern nur über ein Jahrtausend), auf was vieles hinausläuft. - Ich hätte deshalb das Lesen des Buchs beinahe abgebrochen. - Zum Glück habe ich es nicht getan sondern habe versucht dem Autor zu folgen und meine "Vorurteile" überwunden und einfach versucht der Argumentation des Autors zu folgen und auf Plausibilität und Kausalität zu prüfen. - Vom Ende her betrachtet hat Reicholf da voll bestanden (wären somit fünf Sterne, hätte er mich nicht zwischendurch fast verloren). Sein Buch gibt sehr interessante Aspekte und eine für mich sehr andere Perspektive der Betrachtung der aktuell gemessenen Klimaveränderung, nämlich der Erwärmung der Erde und eine neue Sicht auf langfristige Zusammenhänge und eine spannende, etwas andere, als die vom Mainstream vertretene Interpretation. Stichworte sind da die industrialisierte Landwirtschaft, die als "Grüne Hölle" ohne diversifizierten Lebensraum beschrieben wird oder die Gewässer, die zu sauber sind um potentielle oder exakter, ihre ehemaligen Bewohner heute noch zu ernähren.
Das Buch hat für mich klar, schlüssig und nachvollziehbar die Art und Anzahl der Argumente und Betrachtungsweisen erhöht und den Betrachtungswinkel beträchtlich geöffnet und ist für mich somit wertvoll, selbst wenn ich langfristig zu der Überzeugung kommen sollte, dass vieles nicht exakt stimmen sollte. Das Buch gehört zu denjenigen, die ich als echte Bereicherung empfinde und es ist das erste freiwillig gelesene Buch, wo ich zwischenzeitlich absolut keinen Konsens gefunden habe, fast nur noch trotzig weiter gelesen habe (um zu sehen, wohin der Autor noch will) um dann nach und nach die Argumente zu verstehen und klar als in sich stimmig und nachvollziehbar zu empfinden und nun sogar bereit bin, sie weitestgehend zu übernehmen. - Falsifiziere wer kann, bin gespannt!


Sternenstrasse und Pilgerweg - Der Jakobs-Kult von Santiago de Compostela. Wahrheit und Fälschung
Sternenstrasse und Pilgerweg - Der Jakobs-Kult von Santiago de Compostela. Wahrheit und Fälschung
von Rolf Legler
  Gebundene Ausgabe

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen eine Perle zu Geschichte(n), Mythen und Politik um den wahren Jakob, 24. September 2008
Habe das Buch vor Jahren gelesen, vor der Reise in Galicien, auch nach Compostela, in Spanien entlang dem Jakobsweg fahrend, nicht wandernd, dazu reichte die Zeit nicht und zudem ist der Weg über grosse Strecken einfach zu hässlich, sondern fokusiert auf Kultur, Geschichte und Landschaften. - War jetzt interessiert zu sehen was es von Rolf Legler so alles gibt, was mich interessieren könnte, schliesslich ist mir dieses Buch, überdeckt von vielen tausend Seiten weiterer Literatur nie aus dem Sinn und habe nun festgestellt, dass das Buch offenbar nicht mehr verlegt wird. - Das ist jammerschade! - Es ist somit fast sinnlos eine Rezension über ein Buch zu schreiben, das es nicht mehr zu kaufen gibt, zumindest im Moment nicht. - Dann lassen Sie mich einfach sagen, es ist ein verspätetes Dankeschön an den Autor. Er hat auf knapp 400 Seiten die Geschichte der Pilgerei erzählt, die politischen Interessen des Christentums aufgezeigt, den verlorenen Westen wieder zurückzuerobern und das mit dem zu erobernden angeblichen Apostelgrab ganz im Westen Spaniens schliesslich auch erreicht. Er zeigt die Wurzeln von Geschichte und Geschichten über den Jakobskult, nimmt den Leser mit nach Ägypten, zum Menaskult, genauso zu den Kelten, die den Weg entlang der Sternenstrasse gebaut haben, den Römern, die ihn ausgebaut haben und zu vielen anderen Orten und Gegebenheiten, zum Beispiel nach Chartres, dahin bin ich dem Autor auch schon gefolgt oder zu den Megaliten, auch vor dieser Kultur hat er mir einiges erzählt und Bewunderung ausgelöst. - Ein Buch, das ich unbedingt nochmals lesen muss, gerade jetzt, wo ich aus grosser zeitlicher Distanz etwas darüber schreibe, habe ich das Bedürfnis dazu. - Das Buch ist faszinierend, einen sehr grossen zeitlichen und räumlichen Bogen schlagend, es handelt räumlich überwiegend in Westeuropa und Nordafrika, beginnt zeitlich im alten Ägypten und endet mit dem Tod von Lady Diana und ist ohne jegliche Polemik aber sehr präzise analysierend geschrieben. Es ist eher anstrengend als rein unterhaltsam zu lesen und zu verstehen, die Kost, wenn auch nicht leicht, ist aber excellent aufbereitet dargereicht. - Wenn Sie ein interessantes Buch zum Jakobs-Kult und Compostela lesen wollen, dabei vieles über Kelten, Römer, Pilgertum, Mittelalter, Kulte, Geschichte und Betrügereien erfahren wollen, dann versuchen Sie es irgendwoher zu bekommen, es lohnt sich wirklich. - Es ist zu wünschen, dass dieses Buch noch intensiv und extensiv geklont wird (heisst nachdrucken)!


TomTom Go 930 Traffic Navigationssystem inkl. Europa-Karten, USA, Kanada, TMC, Fahrspurassistent und Freisprechfunktion
TomTom Go 930 Traffic Navigationssystem inkl. Europa-Karten, USA, Kanada, TMC, Fahrspurassistent und Freisprechfunktion

19 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Überbewertetes Spielzeug, 23. September 2008
Wir haben seit etwas mehr als zwei Jahre ein GPS von Medion, gekauft beim Discounter über dem Rhein. Da wir diesen Sommer in Kanada in den Ferien waren, standen wir vor der Frage, Kartenmaterial aufrüsten oder gleich was Neues. - Uns hat die Kartenabdeckung des Medion in Portugal und Spanien nicht so überzeugt, wenn es auch zu keinen gröberen Fehlern geführt hat, aber öfters wurde nur die Ortsmitte des Zielortes angeboten. Deshalb haben wir, auf Basis von hervorragenden Kritiken, das TomTom Go 930 Traffic angeschafft. Hier die Erfahrungen und Bemerkungen:
Test 1: Rheinfelden Schweiz nach Rheinfelden Deutschland; Navi schickt uns verkehrt in die Einbahnstrasse (seit Jahren als Einbahnstrasse ausgeschildert) durch die Altstadt, sind dem nicht gefolgt, sondern so gefahren wie erlaubt. Navi will uns bis und mit der letzten Rondelle zum neuen Autobahnzoll zurückschicken, offenbar ist die Karte nicht nachgeführt, müsste aber auf Grund des Erscheinungsdatums schon längst so sein, ist schliesslich keine Nebenstrasse. - Bei der Rückfahrt, aus Deutschland, kennt das Navi diese Autobahnbrücke erstaunlicherweise. - Offenbar ist die Karte über die Landesgrenze hin nicht zusammengeführt worden.
Test 2: Autobahn A1 und A2; Maximalgeschwindigkeiten werden fast durchwegs falsch angegeben, nämlich mit 80km/h, die Minimalgeschwindigkeit der Strecke. - Arm, wer sich akustisch vor Geschwindigkeitsübertretungen warnen lässt. - Ausfahrten kommen grundsätzlich zu spät, wer nach diesem Navi ausfahren würde, endete im betonierten Spurteiler, was mit dem Medion nicht passiert. Die Distanzen zur Ausfahrt sind auf dem Navi normalerweise mit 300 m mehr angegeben als die Beschilderung, die aber stimmt.
Test 3: Akku war nach 5 Tagen im Handschuhfach leer, Navi konnte über Kabel auch nicht sofort gestartet werden, da Minimalladung erforderlich. Vollständige Entladung in weniger als 120 Stunden, ein Mobiltelefon bringt es locker auf mehr Standbyzeit.
Test 4: Rheinfelden - Elm, Alternativroute am Start berechnen lassen und dann Normalroute gewählt. Navi schickt einem für drei Autobahnausfahrten zurück auf die berechnetete und absurde Alternativroute, die doppelt so lange ist, bis es endlich die neue Route berechnet. Dies macht das Gerät grundsätzlich viel zu lange, das Gerät ist für Umfahrungen schlicht ungeeignet und hat keine Chance gegen die Flexibilität des angejahrten und mehr als dreimal billigeren Medion, das übrigens die Spurführung sehr gut beherrscht.
Test 5: Rheinfelden - Weissenstein. Wegen Unfall auf der A2 in Arisdorf runter und über die Landstrasse bis Liestal, Gerät hat erst am Stadtrand von Liestal die Neuberechnung vorgenommen und bis dahin auf Wenden gepocht.
Beobachtungen: Akustische Ansage stimmt nicht mit Karte überein, z.B. "bitte links halten" hat bei mir einmal zu einem falschen Auffahren auf die Autobahn geführt, weil die rechte Spur richtig gewesen wäre, Korrektur 2x5km, wäre bei bewusstem Fahren nach Beschilderung nicht passiert.
Habe das Gerät die letzten paar Monate einige Male auf der Dokingstation gehabt. In dieser Zeit hat es über 7 GB!! vom Gerät auf die Festplatte geladen, der gesamte Ordner TomTom hatte so eine Kleinigkeit von etwas über 10 GB auf meinem Notebook bis vor kurzem gehabt..
Wenn sich das Gerät mal aufhängt gibt es nur noch eins: RESET. Wenn man's da gerade wirklich brauchte, dann hat man halt etwas zu warten.
Öfters ist der Fahrpfeil auch nicht auf der Strasse sondern deutlich daneben, d.h. entweder ist die Karte oder das GPS dann sehr ungenau.
Zeit von Einschalten bis das Sattelitensignal vorhanden ist, ist viel zu lange. TomTom sollte in ihrem Film auf der Homepage einen klaren Schnitt anzeigen, ev. mit Sanduhr von Windows.
Einschalten der Gerätesperre ist mir nicht gelungen, das obwohl die Besitzerinformationen angenommen worden sind. Es ist allerdings kein grosser Schaden, das Aufstarten dauert sowieso schon zu lange.


Darwins Werk und Gottes Beitrag: Evolutionstheorie und Intelligent Design
Darwins Werk und Gottes Beitrag: Evolutionstheorie und Intelligent Design
von Christopher Schrader
  Taschenbuch

38 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Evolution versus Schöpfung/ID, kurz, sachlich und fair, 2. Juli 2008
Christopher Schrader betrachtet das Leben auf der Erde aus vier Perspektiven, der wissenschaftlichen Evolutionstheorie, die klar als Leitfaden des Werks in Erscheinung tritt, die auch die Messlatte für die anderen Betrachtungsweisen legt, den Kreationismus und das Intelligent Design. Die Geschichte der drei Perspektiven und einige ihrer Vertreter und Opfer werden kurz skizziert. Die Wirkung und Einflussnahme auf Ausbildung und Meinungsbildung durch Kreationismus und ID werden aufgezeigt. Von Kreationismus und ID werden 23 Thesen ihrer Anhänger aufgenommen und sachlich, fair, leicht lesbar und verständlich diskutiert.
Bei dieser Diskussion erklärt Schrader die Unterschiede der Arbeits- und Betrachtungsweisen auch auf der Basis der populär und wissenschaftlich verschieden verwendeten Begrifflichkeiten und zeigt so auch auf, wie naturwissenschaftlich nicht ausgebildete Personen gezielt in die Irre geleitet werden. Das Ziel von Kreationismus und ID ist eine Argumentation aufzubauen, zu verbreiten und zu erhalten, die die Bibel, insbesondere das erste Buch Moses, die Genesis, wortgetreu genommen gegen das Wissen aus Physik, Astronomie, Geologie und Biologie stellt und für die Allgemeinheit als gültig durchsetzen will, in den USA manchmal sogar vor Gericht.
Die vierte, eher nur andiskutierte Sichtweise, ist die der katholischen Kirche, die bei der Evolutionstheorie naturgemäss in einem für sie argumentativ furchtbar gefährlichen Minenfeld steckt.
Das Buch ist auf jeden Fall lesenswert, sei es, dass Sie die Richtigkeit der Evolutionstheorie mit ihrer soliden Beweiskette nicht anzweifeln oder sich durch irgendwelche andere Sichtweisen gefühlsmässig angesprochen fühlen, sich möglicherweise erst im Prozess der Meinungsbildung befinden oder um sich über die Meinung anderer ein recht neutral aufgebautes Bild zu verschaffen.


Biotechnologie für Einsteiger
Biotechnologie für Einsteiger
von Siegfried Süßbier
  Gebundene Ausgabe

12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klar dargestellt, faszinierend geschrieben, super visualisiert, phantastisch vernetzt, 9. Juni 2008
Nur zur Horizonterweiterung und aus persönlicher Neugierde an Naturwissenschaften habe ich mir das Buch gekauft und begonnen darin ein wenig rumzulesen, Inhaltsverzeichnis überflogen, die Bilder und Schemen angeschaut, diese und jene Box gelesen und dann hat es mich gepackt, zum Anfang um das Werk von da an konsequent durchzulesen, die Übungen zu lösen, teilweise das Internet als Erweiterung einzubeziehen, auch als Glossar. - Auf knapp 300 Seiten voller Bilder, Grafiken, Formeln, Schemen und Diagrammen, mit vielen spannenden und abgeschlossenen Exkursen und natürlich der Text. Packend, leicht lesbar geschrieben, vollgespickt mit Wissen zur Biotechnologie, ihrer Geschichte und Gestalter. Biotechnologie in der gesamten Breite, ihrer Einbindung in die Gesellschaft, Ökonomie, Politik, andere Wissenschaften wie Ökologie, Physische- und Humangeographie, Chemie, Verfahrens- und Prozesstechnik, Messtechnik, Diagnostik und Medizin, Recht und Ethik, über den Zeitstrahl der Geschichte dieser Wissenschaft und ihrer Anwendungen. Diese Vernetzung des eigentlichen Sachthemas in das gesamte Umfeld macht einen grossen Teil der Faszination aus, die das Buch auf mich hat. Renneberg kommuniziert mit den Lesenden auf vielen verschiedenen Ebenen, die er wahrlich meisterhaft vernetzt. - Sie lernen die Fragestellungen und Lösungen soweit kennen, dass Sie sie gut einordnen können. Renneberg öffnet in diesem Buch alle Zimmer des grossen Hauses Biotechnologie und zeigt das Inventar der Räume, aber wie man mit dem Flügel im Wohnzimmer und dem Herd in der Küche, der Zentralheizung im Keller sachgerecht umgeht, dass muss und will er offen lassen. Was dieses Buch somit nicht bietet und auch nicht bieten soll und kann ist eine konkrete Anweisung zum technischen und experimentellen Handeln. Das Prinzip wird erklärt aber die Anleitung oder Rezeptur ist nicht da, aber man könnte recht leicht daran kommen, den Schlüssel zum Schrank hat man erhalten.
Sich Wissen mit diesem Buch anzueignen macht riesig Spass. Die Begeisterung vom Autor zum Thema ist allgegenwärtig und vor allem sie spring rüber, Langeweile kommt nie auf, unnötige Wiederholungen gibt es keine, dafür viele gute Querverweise und immer wieder spannend vernetzt und eingebettet in das ganze grosse Bild, das Haus steht am Schluss auf dem Grundstück und das Grundstück im Ort.
Die 2,3cm Breite des Buches gehört jedenfalls zum Besten unter vielen Laufmeter Bücherrücken in meinen Regalen. Um den Schluss des Vorworts von Professor Renneberg aufzunehmen: Für dieses Buch stirbt kein Baum umsonst!


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