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Rezensionen verfasst von
Lila

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Independent Study (The Testing Trilogy)
Independent Study (The Testing Trilogy)
Preis: EUR 5,46

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend und gelungen, 27. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich fand den ersten Band schon sehr spannend und der zweite hat mich nicht enttäuscht.
Die Welt ist (im Gegensatz zu Büchern wie Divergent) schlüssig und logisch aufgebaut. Warum die Welt so geworden ist wie sie jetzt ist, warum The Testing so funktioniert wie es eben funktioniert und warum die Menschen in diesem Buch diese und jene Wertevorstellung haben (will hier nichts spoilern)- passt alles. Finde alles wirklich nachvollziehbar und es wirkt als hätte die Autorin lange daran gesessen, geschichtliche Details und Feinheiten im System auszuarbeiten. Wirklich gelungen.

Zum Hauptcharakter: Cia ist bis jetzt mein Lieblingscharakter aus all den Büchern, die ich je gelesen habe. Sie nervt mich nicht. Sie macht keinen Zickenaufstand, ist nicht dumm oder macht wirklich nervige Sachen (wie z.B. jemandem vertrauen, dem der Leser schon gleich ansieht, dass mit dem etwas nicht stimmen kann). Ich kann aber auch verstehen, wenn man sie nicht mag, schließlich ist das wirklich etwas sehr subjektives und es gibt nicht DIE Protagonistin, die jeder mag.

Zur Handlung an sich (keine Sorge, ohne Spoiler):
Ich habe das Buch geradezu verschlungen. Es gab eigentlich kein Kapitel, das sich irgendwie in die Länge gezogen hat. Das Buch war voll mit überraschenden Momenten und Wendungen. Ich hab nur manchmal den Überblick über die Namen verloren, also merkt sie euch besser gleich. Man war eigentlich immer damit beschäftigt, zu überlegen ob die und die Person Cia schaden will oder nicht. Es ist auch sehr schön, dass es keine so schwarz-weiß-Moral gibt, sondern auch die Personen, die man mag, Dinge "falsch" machen.

Zur Kaufentscheidung: Ich kann natürlich nicht garantieren, dass euch das Buch gefällt, aber vielleicht gefällt es ja Leuten die einen ähnlichen Geschmack haben wie ich: Ich war Fan der Hungerspiele, habe aber den letzten Band nicht gelesen, weil ich leider für den Typ in der Dreiecksbeziehung war, der am Ende leer ausgegangen ist. Divergent fand ich ein furchtbar oberflächliches Buch mit unlogischer Hintergrundwelt. Die Delirium-Trilogie hingegen fand ich wundervoll und das sind unangefochten meine Lieblingsbücher. Also wer sich mit dem Meinungsbild identifizieren kann, der sollte The Testing auf jeden Fall versuchen!

Ich liebe das Buch und werde mir auf jeden Fall den letzten Band bestellen!


Divergent (Divergent Series)
Divergent (Divergent Series)
von Veronica Roth
  Taschenbuch
Preis: EUR 6,36

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Spannend, aber nicht in sich schlüssig, 21. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Divergent (Divergent Series) (Taschenbuch)
Gleich das beste vorweg: Das Buch ist und bleibt spannend. Es folgt ein Event auf das nächste und ich wollte unbedingt weiterlesen.
Außerdem muss ich einigen widersprechen: Ich sehe deutlich eine Charakterveränderung von Tris, die aber für die folgenden Bände noch (sicher absichtlich) Raum nach oben lässt.

Auch finde ich jetzt keinen der Charaktere unsympathisch, nur finde ich das Pärchen in dem Buch passt nicht so ganz zusammen. Tris wirkt noch wahnsinnig unreif und kindisch, während Four von den Beschreibungen her genauso gut 30 sein konnte. Ich persönlich fand das nicht passend.
Was ich auch nicht so gut fand, ist dass die Autorin so eindeutig in Gut und Böse unterteilt. Während Tris' Factions als die guten mit kleinen Macken dargestellt werden gibt es eine Faction die scheinbar grundlos das Böse verkörpert. Vorsicht Spoiler:

Die Autorin sagt hinten im Bonus Material selbst dass die Factions von Tris auch ihre Wahl wären und das bekommt man zu spüren. Erudite ist "das Böse". Das klingt geradezu so, als wären alle klugen Menschen, bzw. alle, die sich der Wissenschaft und des Lernens verschrieben haben böse, weil sie alle gierig und gefühllos sind. Das ging mir während des Buches übel auf den Keks. Gerade die mutige Faction hätte ich als die eingeschätzt, die am ehesten die bösen sein könnten, so sehr wie die auf Wafffen, töten, verletzten und kämpfen ausgelegt sind. Das alles wirkt einfach nicht logisch nachvollziehbar.

Ein weiterer Kritikpunkt sind einfach gewisse Logikfehler. So pingelig wie das auch klingt, aber Tris hat nach einer Woche training festgestellt, dass sie dicke Muskeln bekomen hat. Ich glaube kaum das irgendjemand nach einer Woche Training schon Erfolge sehen kann, schon gar nicht dann, wenn das Training aus zusammengeschlagen werden besteht. Das sind einfach so Kleinigkeiten die sich anhäufen.
Auch dieses groteske ihrer neuen Faction: Von Zug zu Zug springen und wer runterfällt ist nicht mutig genug. Also ganz ehrlich, so einen Quatsch glaubt bestimmt nur ein Einzelner aber nicht eine ganze Bevölkerungsgruppe. Das ist doch total an den Haaren herbeigezogen.
Außerdem- Warum gibt es diese Factions überhaupt? Wie hier schon mehrmals bemängelt wird, ist der Grund,dass es sonst Krieg gibt wirklich einfach nur grotesk und willkürlich. Geht gar nicht.

Also in sich eigentlich nette Charaktere, eine wirklich wirklich spannende Story, aber der Hintergrund und die Moral in der Geschichte wirkt doch schon sehr künstlich und unbegründet. Da empfehle ich ganz klar Delirium als Alternative. Da hat sich die Autorin wirklich Gedanken gemacht, warum und wie es zu der Entstehung ihrer Dystopie kam und sie vermittelt nicht so ein Schwarz-Weiß.Bild.

EDIT:
Ich habe mittlerweile noch mehr Dystopien gelesen und Divergent ist so schwach dagegen, dass ich mich für einen Stern entschieden habe. Wenn es gehen würde, würde ich gar keinen vergeben. Tris ist die schlechteste Protagonistin, die ich je gelesen habe und ich werde mir auch die letzten Bände der Trilogie definitiv nicht kaufen. Und vor allem ist die Welt einfach komplett an den Haaren herbeigezogen. Von daher - NICHT EMPFEHLENSWERT


Delirium
Delirium
von Lauren Oliver
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,50

5.0 von 5 Sternen Suuuper, 23. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Delirium (Taschenbuch)
Da ich ja immer sehr kritisch bin was meinen Lesestoff betrifft, war ich das auch bei diesen Buch. Und ich muss eins sagen: In Zukunft werde ich wohl noch kritischer, denn dieses Buch hat neue Maßstäbe gesetzt.
Zuerst einmal fällt der wunderschöne, lebendige Schreibstil auf. Die Autorin benutzt viele stilistische aber passende Mittel und das hilft ungemein, sich die Situation und die Gefühle vorstellen zu können. Es ist manchmal schon unheimlich wie gut sie es schafft, dass man Lenas Gefühle mitfühlt. Aber absolut wundervoll.
Viele hier bemängeln, der Roman würde sich anfangs so hinziehen. Ich weiß, was sie damit meinen, denn anfangs wird man sehr intensiv in Lenas alltägliches Leben und ihre Gefühlslage hineinversetzt. Aber gerade das würde ich als gut bezeichnen. Zum ersten mal habe ich wirklich das Gefühl die Handlungen eines Charakters 100% nachvollziehen zu können und man bekommt erst einmal das richtige Gespür für diese Welt, die wir noch nicht kennen. Das ist enorm wichtig und alles andere als langweilig.
Zum Hauptcharakter Lena. Ich muss sagen, mir gehen die typischen Liebesgeschichten Mädchen auf den Nerv. Deswegen bin ich echt glücklich, dass Lena weder dieses heulende, abhängige Etwas ist, noch eine dieser perfekten, hübschen Alleskönnerinnen. Sie ist wie sie selber sagt auf den ersten Blick "nichts besonderes". Da ist keine besondere Gabe, keine besondere Schönheit oder Beliebtheit, einfach normaler Durchschnitt, aber genau das ist es, was Lauren oliver schafft: Zeigen, dass jeder einzigartig und besonders sein kann. Dies gelingt mit Lena, die im Verlauf eine realistische Entwicklung durchmacht. In meinen Augen zieht sich das weder, noch wirkt es übertrieben schnell. Aber spannend mitanzusehen ist es auf jeden Fall.
Zuletzt zu der Liebesgeschichte. Das ist eigentlich das, was mich meistens vom Kauf abhält, denn entweder fehlt die liebe in einem Roman gänzlich oder sie ist in zu kitschigem, übertriebenem Maße enthalten. In delirium findet sie definitiv ein gesundes Mittelmaß. Die Autorin bringt keine künstlich wirkende Tragödien hinein á la Twilight oder Abhängigkeitsverhältnisse. Es wirkt einfach nur schön und glückselig, wenn man so manche Szenen liest. Alles wirkt wirklich realistisch und nicht idealisierend. Man merkt tiefe Gefühle und keinen oberflächlichen Kitsch.
Noch als kleiner Zusatz: Mich stört bei den meisten Büchern auch immer das starke gut-böse-denken. Darum muss man sich hier keine Gedanken machen. Die Autorin geht durchaus kritisch mit dem Thema Liebe um und lässt dem Leser auch Raum eigene Schlüsse zu ziehen.
Alles in allem kann ich das Buch nur weiterempfehlen. Natürlich ist es auch immer Geschmackssache, aber dieses Buch ist mit Abstand mein Lieblingsbuch. Es ist so facettenreich, wundervoll geschrieben und regt zum Nachdenken an. Absolute Kaufempfehlung meinerseits.!:)


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