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Rezensionen verfasst von
S.W.

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Marburg bei Nacht
Marburg bei Nacht
Preis: EUR 9,88

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erstklassiger Humor trifft spannende Fantasy, 23. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Marburg bei Nacht (Kindle Edition)
Wer sich dem Thema Vampire und (noch fast) Gegenwartsfantasy nicht verschließt, erlebt hier erstklassige Unterhaltung, vorrangig getrieben durch einen Humor, der mit seinen vielen Anspielungen jeden ansprechen dürfte, der die letzten 20 Jahre nicht in einer Gruft verbracht hat. Die Geschichte ist gut strukturiert und schlüssig erzählt, auch thrillerartige Spannung kommt nicht zu kurz. Dazu ist das ganze noch gewürzt mit einer kräftigen Dosis hessischen Lokalkolorits, was der Atmosphäre und dem Humor noch mehr zu Gute kommt.
Wer die Leseprobe verschlungen hat und sich fragt: Bleibt das so? Ja, es bleibt so gut, bis zur letzten Seite will man das Buch am liebsten nicht mehr aus der Hand legen.


Pegasus Spiele 51950G - Munchkin Quest "Das Brettspiel"
Pegasus Spiele 51950G - Munchkin Quest "Das Brettspiel"
Preis: EUR 28,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Leider bleibt es Munchkin..., 25. Juli 2013
= Haltbarkeit:5.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:2.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:1.0 von 5 Sternen 
(Diese Rezension setzt voraus, dass der Leser halbwegs mit dem Munchkin-Kartenspiel vertraut ist)
Dieses Brettspiel basiert auf dem Munchkin-Kartenspiel und fügt, im Vergleich zu diesem, ein paar Dungeon-Räume hinzu, die den Vorgang des Raum öffnens, Monster tötens und Raum durchsuchens etwas mehr illustrieren. Da könnte man was draus machen, was über die 100% glücksabhängige Vorlage hinausgeht - hat man leider nicht.

Gut ist, dass Monster nun persistent sind - werden sie nicht besiegt, bleiben sie im Dungeon und können sich auch zu anderen Abenteurern bewegen, die diese dann bekämpfen müssen (oder fliehen, wie bekannt). Gut ist auch, dass gegenseitiges Helfen zwischen Charakteren nur noch in angrenzenden Räumen funktioniert, sich also nicht immer alle gegenseitig helfen können, was besonders Elfenspieler etwas einschränkt. Allerdings kam es in unserer Runde während des Spiels niemals dazu, dass Charaktere beim Kampf in benachbarten Räumen standen (außer in der allerersten Runde) und sich so hätten helfen (oder in den Rücken fallen) können. Auch das Tauschen von Ausrüstung folgt diesen Regeln, folglich kam es nur sehr selten dazu. Karten wie das "Wandernde Monster" funktionieren jedoch wie gewohnt im gesamten Dungeon. Gut ist weiterhin, dass das Spiel nicht sofort auf Stufe 10 gewonnen ist, sondern erst, wenn ein Bossmonster besiegt ist. Auch positiv zu bewerten ist ein neuer Glücksfaktor im Kampfsystem, wobei nach allen Modifikatoren und Verstärkerkarten noch Würfel für Spieler und Monster addiert werden, so dass 1 Punkt mehr nicht automatisch den Sieg bedeutet.

Wie im Kartenspiel werden Monster und Beute zufällig gezogen, Monster und Sonderkarten wie Klassen und Rassen sind jedoch nun getrennte Stapel und Sonderkarten werden regelmäßig vergeben. Daher und durch die Monsterpersistenz wird das Auftreten von Kämpfen etwas berechenbarer, an der Problematik von Stufe-20-Monstern auf Charakterstufe 1 und Stufe-1-Monstern auf Charakterstufe 10 ändert das wenig. Auch an der ausschließlich glücksabhängig verteilten Ausrüstung ändert sich mit der Brettspielumsetzung leider gar nichts, die erhoffte zusätzliche taktische Komponente blieb aus. Ein paar Detailänderungen bei den Karten spielten sich jedoch ganz angenehm.

Noch mehr den Spieleabend vermiest haben uns dann ungeklärte Regellücken, die wir nur mit Internetsuche haben klären können (Kämpfe gegen mehrere Monster laufen genauso ab wie im Kartenspiel (alle Werte addiert), leider ist das in der Anleitung nirgendwo explizit beschrieben. Oder: was passiert wenn eine verschlossene Tür nach einer Aktion dann offen ist - wird der Durchgang ausgetauscht? Die Regeln schweigen.). Besonders ungünstig ist auch der Monster-Farbwürfel, der die Farben orange und rot aufweist - diese sind selbst im hellen Sonnenlicht nur im direkten Vergleich unterscheidbar. Ich verstehe nicht, wie man so etwas entwerfen kann.

Fazit: Wo Munchkin drauf steht, bleibt Munchkin drin. Glück bleibt leider auch in der Brettspielversion der spielentscheidende Faktor, was mir sowohl das Karten- als auch dieses Brettspiel reichlich vermiest. Der Spieler ist rein vom Karten- und bedingt auch Würfelglück abhängig, der Glücklichste gewinnt halt das Spiel. Die beschriebenen Zusatzelemente des Brettspiels lockern den Spielfluss jedoch etwas auf.
Wer über den Munchkin-Humor lachen kann, wird dies auch hier können; wer Spaß am Kartenspiel hat, wird ihn auch hier finden.


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