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Rezensionen verfasst von
Wieland Hoban
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Nightmares Made Flesh
Nightmares Made Flesh
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 19,95

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jetzt aber!, 29. Dezember 2004
Rezension bezieht sich auf: Nightmares Made Flesh (Audio CD)
War das Erstlingswerk "Resurrection Through Carnage" doch eigentlich nur ein Abklatsch des frühen Schweden-Deathmetals der Marke Nihilist, Carnage usw., und somit ein - natürlich sehr gut gemachter - Nostalgie-Artikel, ist diese Scheibe für mich ein völlig eigenständiger und überzeugender Beitrag zum modernen Death Metal. Wie andere Rezensenten schon gesagt haben, ist der neu besetzte Drumhocker zu bejubeln, ebenso Dan Swanös Umstieg auf sein wirkliches Instrument, die Gitarre. Während Peter Tägtgrens Vocals bei Hypocrisy mich nie so ganz überzeugten, zeigt er sich hier von einer wesentlich intensiveren und härteren Seite, die ich sogar besser finde als Akerfeldts Growls auf dem debut. Akerfeldt ist zwar ein toller Sänger, bei Opeth besticht aber vor allem sein Wechseln zwischen abgründigem Grunzen und wunderschönem Gesang; in einem reinen Death Metal-Kontext finde ich ihn einfach zu monoton. Tägtgren dagegen vermag es, selbst aus einer eigentlichen Splatter-Lachnummer wie "Eaten" einen ziemlich erschreckenden Genuß herauszuholen, seine häufigen Steigerungen in Richtung hohen Kreischens lassen mir schon gelegentlich die Haare zu Berge stehen! Die Produktion ist einfach klasse, sauber und hart zugleich, und das Songwriting erstaunt mich immer wieder dadurch, daß es zwar nicht besonders technisch oder progressiv ist, aber doch nie langweilig wird. Eigentlich mag ich lieber komplexere Songs wie von Theory in Practice, Death, Gorguts, Cryptopsy usw., aber hier findet man trotz relativer Einfachheit Originalität und Fantasie, und dazu auch noch ein todsicheres Gespür für Timing, was ein Stück Musik letztlich ausmacht. Somit hat die Platte nicht mehr den "Kult"-Wert des Debuts, m.E. ist das aber ein Fortschritt. Weiter so!


Traumwerk/String Quartet 2/Parjanya-Vata/+
Traumwerk/String Quartet 2/Parjanya-Vata/+
Preis: EUR 13,31

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine Dialektik zwischen Sinnlichkeit und Sprödigkeit, 31. März 2002
Da die bisher erhältlichen Dillon CDs vor allem ältere Werke enthalten, ist es eine Wohltat, endlich aktuellere Aufnahmen zu haben. Das neueste Stück ist TRAUMWERK für 2 Violinen, das trotz des unüberhörbaren Arditti-Stempels in seiner Differenziertheit zur Geltung kommt. Die Tonalität wird hin und wieder beschwört in Form von Anklängen, die überraschend gut in den Zusammenhang dieser Miniaturensammlung passen. Das älteste Stück ist das Cellosolo PARJANYA-VATA, das hier mit großer Wucht gespielt wird, meines Erachtens allerdings einige Minuten kürzer sein könnte. Dies gilt nicht für VERNAL SHOWERS für Violine und Ensemble, welches ohne Frage das sinnlichste Stück der CD ist, und die ungewöhnlichen Instrumentationsmöglichkeiten des Nieuw Ensemble wirksam einsetzt. Das SECOND STRING QUARTET nimmt ein wenig Abstand zu dieser Sinnlichkeit, überzeugt vor allem durch strukturelle Ausgewogenheit, auch durch Abwechslungsreichtum. Den Interpreten gelingt es, sowohl das Süße als das Herbe an Dillons Musik gleichermaßen in den Vordergrund zu rücken.


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