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Rezensionen verfasst von
WhiteLace (St. Veit, Austria)

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Das wahre Leben
Das wahre Leben
von Franz Plendner
  Taschenbuch
Preis: EUR 11,95

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kein Krimi, aber trotzdem spannend, 21. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Das wahre Leben (Taschenbuch)
Da ich vor Jahren „Die Treppe“ mit einigem Genuss gelesen habe, habe ich mir auch den zweiten Roman dieses Autors ziemlich bald nach dem Erscheinen bestellt. Zum Lesen bin ich allerdings erst Wochen später gekommen. Jetzt bin ich durch und muss sagen: Ich wurde nicht enttäuscht! Obwohl es natürlich eine völlig andere Geschichte ist, ist der Stil unverkennbar, und der entspricht so richtig meinem Geschmack.
Ein wenig täuschen mag das Coverbild: Obwohl eine Messerattacke den Ausgangspunkt der Handlung bildet, handelt es sich nicht um einen blutrünstigen Krimi. Vielmehr geht es in dem Roman um eine Dreiecksgeschichte zwischen ehemaligen Schulfreunden – Robert, Leon und Lisa –, die gemeinsam die Comicseite einer Zeitung gestalten, bis durch ein rätselhaftes Messerattentat an Leon, dem Texter, die Beziehung aufzubrechen beginnt. Robert, der Protagonist, versucht die Hintergründe der Tat zu klären und begibt sich dabei auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle, wobei auch seine lange unterdrückte Leidenschaft für Lisa auf einigen Umwegen immer deutlicher zum Vorschein kommt.
Ich persönlich habe es als sehr spannend empfunden, wie sich die Beziehungsgeschichte immer weiter entwickelt und gleichzeitig die Hintergründe der Bluttat allmählich enthüllt werden.

==> Ich vergebe fünf Sterne, wenn ich in eine Geschichte so hineingezogen werde, dass ich sie wie eine der Figuren darin miterleben kann.


Der einsame Weg. Schauspiel in fünf Akten
Der einsame Weg. Schauspiel in fünf Akten
von Arthur Schnitzler
  Broschiert

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gemeinsam einsam, 21. Januar 2013
Es beginnt in einer vermeintlichen Idylle, der man aber keinen Augenblick lang traut; zu eingeengt, geradezu gefangen erscheinen die Figuren in diesem Stück (nicht nur räumlich in dem "beinahe gänzlich von Häusern umschlossenen Gärtchen" der Familie Wegrat, deren Schicksal im Mittelpunkt der Handlung steht). Sie stehen starr in ihrem Leben, kommen mir vor wie größere und kleinere flackernde Kerzen, die nur darauf warten, dass eine nach der anderen erlischt; manch einer hat man es schon zu Beginn angesehen, anderen erst im Verlauf des Stücks - und die (un)glücklich übrigbleibenden verströmen auch nur noch ein kümmerliches Licht.
Tragik, wie direkt aus dem Leben gegriffen - nur im Zeitraffer abgespielt.
Wer so etwas mag, ist damit bestens bedient. Ich jedenfalls freue mich schon auf die Aufführung am Grazer Schauspielhaus.

==> Ich vergebe fünf Sterne, wenn ich in eine Geschichte so hineingezogen werde, dass ich sie wie eine der Figuren darin miterleben kann.


Deutschstunde. Roman.
Deutschstunde. Roman.
von Siegfried Lenz
  Taschenbuch

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Man muss Siegfried Lenz schon mögen ..., 14. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Deutschstunde. Roman. (Taschenbuch)
... sonst verliert man sich womöglich bei dem teilweise doch recht gemächlichen Erzähltempo in den "maulwurfsgrauen Gräben entlang zum Deich". Aber mag man ihn und hat einen erst einmal das norddeutsche Flair der Geschichte gefangengenommen, dann ist es gut möglich, dass einen während der knapp 500 Seiten des Romans das Bild des Dorfpolizisten Jens Ole Jepsen nicht mehr loslässt, wie er auf seinem Fahrrad "mit prallem, geblähtem und fast explodierendem Umhang" auf dem Kamm des Deichs entlangfährt, auf dem Weg zu den "Freuden der Pflicht". Mir ist es jedenfalls so gegangen, und selbst jetzt noch - immerhin einige Wochen nachdem ich das Buch gelesen habe - erscheint dieses Bild immer wieder vor meinem geistigen Auge: ein wolkig-grauer Hintergrund, davor der wulstige Deichkamm und darauf die dunkle Gestalt des Dorfpolizisten mit windgeblähtem Umhang. Für mich ist dieses Bild symbolhaft für die Geschichte und überhaupt für den dargestellten Pflichterfüllungstyp: Und wenn die Widerstände noch so groß sind und die Vernunft einen eigentlich umkehren lassen müsste - nicht nachdenken, sondern Augen zu und durch. Ganz zwangsläufig ergeben sich dann auch die Konflikte zwischen dem Pflichterfüller und dessen Sohn Siggi, dem Ich-Erzähler der Geschichte.
(Darüber hinausgehende Inhaltsangaben erspare ich mir, da diese ohnehin reichlich vorhanden sind.)

==> Ich vergebe fünf Sterne, wenn ich in eine Geschichte so hineingezogen werde, dass ich sie wie eine der Figuren darin miterleben kann.


Faktotum: Roman
Faktotum: Roman
von Charles Bukowski
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,90

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Chinaski, Sie sind gefeuert!, 11. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Faktotum: Roman (Taschenbuch)
... ihm ist's egal, zumindest scheint dieser oft gehörte Satz von ihm abzuprallen.
Es ist sowieso alles einerlei, irgendwie wird er den Tag schon rüberbringen, vielleicht sogar den nächsten und den übernächsten. Aber so weit vorausdenken?
Chinaski lebt im Augenblick, den Drink, den er jetzt braucht, muss er organisieren; etwas zu Essen, wenn's hochkommt; eine Frau? Wenn es sich ergibt.
Aber zu nahe kommen darf die Welt ihm nicht, weder in Gestalt eines Jobs, einer Frau oder seiner Familie.
Nur nichts Festes!
Aber Irrtum! Etwas gibt es doch, wovon er zum Glück nicht lassen kann: das Schreiben.
Irgendwie ist er ja doch ein Teufelskerl, dieser Chinaski (oder sollen wir ihn Bukowski nennen?).

==> Ich vergebe fünf Sterne, wenn ich in eine Geschichte so hineingezogen werde, dass ich sie wie eine der Figuren darin miterleben kann.


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