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Rezensionen verfasst von
Monster Matleon

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The Wolves Go Hunt Their Prey
The Wolves Go Hunt Their Prey
Preis: EUR 5,00

2.0 von 5 Sternen Da schlich sich die Routine ein!, 24. Mai 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Wolves Go Hunt Their Prey (Audio CD)
Nach längerem Überlegen tat sich in meinem Geiste die Frage auf, wieso ich mir Album Nummer 3 nie zugelegt hatte?
Denn ich bin eigentlich von dem Schaffen der Herren Schwadorf und Konstanz echt überzeugt, weshalb ich mir die Platte dann (günstig) nachbestellte.

Nach dem ersten Durchlauf wußte ich dann, was mir so missfiel: Laaaaaaaaaaangweeeeeliiiiiiiig !!!!

Während "The Deathship..." und "Carpathia" in sich geschlossene Werke mit tollem Kopfkino-Effekt sind, hat sich bei "The Wolves..." Routine eingeschlichen, die dem Werk jegliche Dynamik nimmt.
Das The Vision Bleak natürlich immer einen gewissen Grundtenor haben, der ihrem Metal die einzigartige Stimmung von Gothic Novel trifft auf H.P. Lovecraft verleiht, ist mir bewußt.
Dass auf diesem Album das ganze durch die ständige Verwendung der gleichen Riffs erzielt werden soll, reicht einfach nicht.
Nahezu die gesamte Spielzeit über frage ich mich, ob immer noch das gleiche Lied läuft oder bereits das nächste begonnen hat.

Das Intro ist nichts Spektakuläres, muß es ja auch gar nicht sein, geht dann nahtlos in den ersten Song "She Wolf" über, der recht flott gespielt ist und mit coolem Refrain Lust auf mehr macht.
Das folgende "The Demon of the Mire" beginnt recht death-metal-lastig (yeah!), verliert dann aber an Fahrt und verliert sich in Belanglosigkeit.
Die Trilogie des schwarzen Pharaos darf dann versuchen orientalischen Flair zu verbreiten, scheitert aber an...tja, wieder Belanglosigkeit.
"The Eldritch Beguilement" klingt ähnlich wie "The Demon...", "Evil is..." bleibt auch nicht wirklich hängen.
Beschlossen wird das Machwerk vom verhältnismäßig epischem "By our Brotherhood with Seth". Der Song ist nicht schlecht, sowas haben die beiden aber auch schon mal besser gemacht.

Mein Fazit lautet also, dass zwei von neun Titeln gut sind.
Das ist unterm Strich zu wenig, der Rest klingt irgendwie austauschbar. Meine Enttäuschung wird umso größer, wenn ich mir die voran gegangenen Scheiben anhöre, die mich einfach nur weggeblasen haben.
Und auch der Nachfolger "Set Sail to Mystery" war wesentlich stärker.
Irgendwie nur für Komplettisten...


Kings & Queens of the Underground
Kings & Queens of the Underground
Preis: EUR 9,99

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hand auf's Herz: Durchschnitt, 16. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Kings & Queens of the Underground (Audio CD)
Es gibt halt Platten, an denen scheiden sich die Geister.
Ich kann und will das Album nicht schlecht reden, ebensowenig mag ich es in den Himmel loben.
Natürlich gibt es keine Fortsetzung von "Devils Playground" und wenn ein Fan noch immer auf den 80er Sound besteht attestiere ich ihm wehmütiges Klammern an die Vergangenheit.

"Bitter Pill" ist eine netter, ruhiger Softrocker, bei dem ich eher an Brian Adams denke, als an Billy und "Can't break me down" klingt für mich auch, wie die Vorstellung eines Rocksongs von Miley Cyrus, Katy Perry oder Pink.
"Postcards from the Past" finde ich auch eher mittelmäßig, als überragend, wie viele andere meinen.
Wenn dann ab der zweiten Hälfte eine Ballade nach der anderen folgt, ist irgendwie die Luft raus, da Songs wie "Eyes wide shut" oder "Love & Glory" dieses großartige Element fehlt, um sich in meinen Hörgängen richtig festzusetzen.
Gerettet werden die meisten Songs eher durch Billy Idols Stimme (die immer noch klasse hat), als durch überragendes Songwriting (hat Steve Stevens keine Lust gehabt???).

Meine persönlichen Hits sind "Save me now", das den großen Erfolgen aus den 80ern am nächsten kommt, und der Titeltrack, eine feine, ruhige Nummer, die ein britischen Flair (kann ich anders nicht beschreiben) besitzt.
Subjektiv gäbe ich der Platte wohl vier Sterne, objektiv sind es halt doch nur drei.

"Kings & Queens..." ist nicht der Hammer, aber auch kein Griff ins Klo.
Aber heutzutage kann man in neue Alben reinhören, was man hier auch dringlichst tun sollte, denn wie sich zeigt, ist das hier nicht jedermans Geschmack.


Abominator
Abominator
Preis: EUR 19,48

4.0 von 5 Sternen Der "Monster Man" sucht uns heim !!!, 15. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Abominator (Audio CD)
Doyle hat den Misfits-Schädel gegen den des Monster Man getauscht.
Zusammen mit Dr. Chud und Wolfman Alex liefert er hier ein Horror-Metal Album ab, mit dem ich gar nicht gerechnet hätte.
Die Platte klingt sehr modern, Metal ist maßgebend, Punk, bzw. Hardcore findet man eher selten.
Trotzdem werden einem schnörkellos und direkt die Songs um die Ohren gehauen.
Das empfand ich als sehr überraschend, hatte ich doch den nächsten Misfits-Klon erwartet.
Auf meisterliche Versatzstücke muss man natürlich nicht warten, das würde gar nicht zu Doyle passen.
Wolfman macht einen wahnsinnig guten Job und setzt seine Stimme doch recht variabel ein, sodaß man sich bei ruhigeren Momenten ein wenig an Danzig erinnert fühlt, bei den garstigen etwas an Phil Anselmo und die restliche Zeit über hört man eine räudig raue Stimme, die es hinkriegt, Melodien zu meistern.

Nun hat die Truppe das Rad aber auch nicht neu erfunden, öfter kommen einem die Riffs bekannt vor, textlich bewegt man sich wieder bei Monstern und Mördern, wenn auch etwas blutrünstiger als bei dem New Jersey Urverein.
Das macht aber immer noch Spaß (besonders im Auto) und läßt mich auf mehr hoffen.

Das sind solide drei..., ach, Schande das ist DER Doyle, das muß doch was wert sein, vier Sterne sind drin.


Ministry - Sphinctour
Ministry - Sphinctour
DVD ~ Ministry

2.0 von 5 Sternen Käse !!!, 15. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ministry - Sphinctour (DVD)
Tja, es wird schon auf dem Back-Cover angedroht: Ministry haben hier keine normale Konzertaufnahme veröffentlicht.

Nein, haben sie auch nicht, aber der wilde Zusammenschnitt (jeder Song besteht aus Aufnahmen von verschiedenen Festivals, die einfach in "bester" MTV Manier gemixt wurden) erzeugt bei mir Übelkeit.
Da das Hauptaugenmerk auf dem (immer völlig zugedröhnten) Alien Jourgensen liegt, ist es schwierig, sich vom Rest der Band ein vernünftiges Bild zu machen.
Zumindest der anderen Hälfte von Ministry Paul Barker hätte man die eine oder andere Sekunde mehr schenken können.
Mir persönlich machen die Aufnahmen so keinen Spaß.

Den zweiten Stern gibt's nur, weil die Musik aus der sehr starken Phase des "Filth Pig"-Albums stammt und ich die verschiedenen Outfits von Mr. Jourgensen unterhaltsam finde.

Der Rest stinkt gewaltig.


Lego Star Wars: Das Imperium schlägt ins Aus
Lego Star Wars: Das Imperium schlägt ins Aus
DVD ~ Guy Vasilovich
Preis: EUR 6,99

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Für Fans mit Humor, 11. März 2013
Ein neuer Streich aus dem Lego Star Wars Universum.
Wieder werden Handlungsstränge und Figuren aus den Episoden I-V wild vermengt, wobei das Hauptaugenmerk deutlich auf den Episoden IV und V liegt.
Und wieder beträgt die Spieldauer nur etwas über 20 Minuten, dafür ist dieses Machwerk randvoll mit Gags und Details, für die man oftmals einen zweiten Durchlauf braucht, um sie begreifen.
Bib Fortuna bietet "Android"-Telefone an ("Da, Droiden!"), auf Yavin 4 stehen "X-Wing Xing"-Verkehrsschilder, eine Werbetafel für "Admiral Snackbar", und, und, und.
Maul und Vader buhlen um die Aufmerksamkeit und Zuneigung des Imperators ( "Hörnchen", "Schnaufi"), während dieser mit "seinen Jungs" nach typischer Lego-Bauanleitung gemeinsam den neuen Todesstern bauen möchte.

Ja, das ist kein Abend füllendes Programm und der Anspruch ist auch nicht besonders hoch, aber bin auch nicht traurig darüber, dass Kinder nicht zu lange vor dem Bildschirm sitzen.
Technisch ist der Film gut gemacht, wer's mag, kann sich den Film auch auf englisch, dänisch, finnisch oder spanisch ansehen und für 9 Euro gab es halt eine limitierte Darth Vader Lego Figur dazu (mit dem Orden, der ihm am Ende verliehen wird).
Das ist zwar auch keine Revolution, aber wie heißt es schön in Hollywood? "IT'S THE WARS !!!"
Als alter Fan habe ich mich köstlich amüsiert und es soll ja Leute geben, die für originalverpackte Figuren weit mehr ausgeben...
Ein Stern Abzug aufgrund der kurzen Dauer.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 30, 2013 9:20 AM MEST


Early Trax
Early Trax
Wird angeboten von thebookcommunity
Preis: EUR 106,14

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Von Wave bis Pop, 8. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Early Trax (Audio CD)
Alle Ministry Fans, die erst ab "The Land of..." oder noch später eingestiegen sind, sollten Vorsicht walten lassen: unser guter Onkel Al hat hier die Singles seiner Frühphase (schon mal als 12"singles veröffentlich worden) zusammengefaßt.
Die Bandbreite reicht von düsterem Pop bis zu Wave.
"I'm falling"(in 2 Versionen) & "Overkill" machen sich prima in jedem Goth-Club (sagt hier irgendjemandem das ORPHEUM noch etwas?), "He's angry" sowie "Move" passen auf jeden 80er Sampler, der den Underground stärker in den Fokus rückt und "Everyday is Halloween"(2 Versionen) & "All day"(auch 2 Versionen) tendieren stark zur Popkultur.
Lediglich bei "Nature of Love"(2 Versionen)kann man erahnen, welche Trademarks sich später einmal durchsetzen werden.
Mit "Nature of Outtakes" enthält diese Compilation einen Track, der für mich persönlich nur schwer zu ertragen ist; reine Sample-Wut ohne jeglichen Hang zur Melodie.Den hätte man sich sparen und vielleicht einige B-Seiten der "Twitch"-Ära dazupacken können.
Insgesamt finde ich das Werk sehr stark, aber mein musikalischer Horizont ist auch sehr weit.
Wer in dieser Beziehung keine Vorurteile hat, darf mal ein Ohr riskieren, wenn auch nur, um zu erkennen, wie weit Mr.Jourgensen den Genregrößen seiner Zeit manchmal voraus war.
Mich wundert immer wieder, daß ich nie etwas von Ministry in den Charts gehört habe (vor 1985).
12 Tracks, 73:27 Minuten Spielzeit, habe die CD für weniger als 8,00 Euro erstanden, das hat sich gelohnt.


Bad Dream No.13
Bad Dream No.13
Preis: EUR 14,64

2.0 von 5 Sternen Kein Vergleich zum Schinken!, 17. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bad Dream No.13 (Audio CD)
Ich versuche meine Meinung mal besonnen zu äußern:

In mehreren Rezensionen (Zeitschriften, Internetforen,etc.) las ich von diversen Vergleichen zu Mr. Vons ehemaligem Arbeitgeber;
diese haben sich mir nach (gutmütigem) vierten Hördurchlauf immer noch nicht wirklich erschlossen.
Ich habe keine hohen Erwartungen an Produktion oder das Songwriting gestellt, aber ich warte immer noch darauf, daß Hape Kerkeling die Maske abnimmt und mir "HURZ!!!" entgegen schreit.

Monotonie kann man durchaus als Stilmittel verwenden, hier drängt sich mir bei jedem Track schnell das Verlangen auf, die Skip-Taste zu drücken.
Das rockt nicht, das rollt nicht, das wirkt einfach nur, als ob Du im Teenagertum in Deinem Zimmer sitzt, während plötzlich Deine Mutter die Tür aufreißt, den Lichtschalter betätigt, die 13 schwarzen Kerzen - die Du pedantisch nach Sternenkonstellationen ausgerichtet hast - mit angeleckten Fingern löscht und Dir sagt, daß Du ins Esszimmer kommen sollst, es gibt Schnittchen mit Leberwurst und Gurke.
Irgendwie geht die Stimmung flöten, sobald ich merke, daß da nichts von Bedeutung mehr passiert.
Dabei fehlt es Eerie Von nicht an passender Stimme (kann richtig schön dunkel), nicht an Grundtenor (soll schon finster-bluesig sein) und auch nicht an Können (spielt alle Instrumente selbst, soweit ich weiß).
Was ist da nur schief gegangen?
Könnte das Alles noch nicht mal an einzelnen Liedern festmachen, weil es ein einziger angebrannter Brei ist und es mir widerstrebt, die Platte nochmal zu hören.
Keine Ahnung, aber 'Kinda Country' und 'Spidercider' gefallen mir um Längen besser.

Schade.


Live
Live
Preis: EUR 8,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weiterentwickelt, 17. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Live (Audio CD)
Ein Live-Album, das zuerst nur für Crew, Freunde und die treusten Fans geplant war entwickelt sich zum sehr eigenständigen Werk.
Auch ich bin durch Zufall auf BBU gestoßen, als ich mich fragte, was denn aus meinem
unzählbar oft gehörten Zombie Joe geworden ist.
Aha, die Band hat sich umbenannt, singt nun ausschließlich in englischer Sprache und hat neben Album auch schon einen Live-Silberling veröffentlicht.
Da dieser günstiger zu erwerben war und mich nach angeschautem "Dancing Witches"-Clip Gänsehaut überfiel habe ich das gute Stück kurzerhand bestellt.
Mittlerweile bin ich auch mit dem Studio-Album vertraut und wage eine Rezension:

Zur Musik selbst kann ich sagen, daß ZJ ihre Entwicklung konsequent fortführten, an der ein oder anderen Stelle fühle ich mich doch an "Schlachthaus, Baby!" erinnert, der Schwerpunkt auf BBUs "Live" liegt jedoch auf verstärktem Einsatz einer Akkustikgitarre und wesentlich mehr Gefühl.
Melodien sind schöner ausgearbeitet, von leicht poppiger Natur; das Ganze klingt wesentlich weltoffener.
Durch die durchgehend englischen Texte löst man sich von den regional (GER) eingeschränkten Möglichkeiten, um Hörern anderer Nationen den lyrischen Zugang zu erleichtern (manchmal sehr schade, denn Sänger C.Ochs ist ein begnadeter Verfasser deutscher Texte!).
Im Gegensatz zu den Studio-Versionen klingt die Produktion natürlicher und es wird halt mehr
auf die Akkustik-Gitarre gesetzt.
Wie von vorherigem Rezensenten schon erwähnt, ist der Ort des geschehens recht klein und das Publikum erscheint etwas verhalten, dafür paßt die 'kleine Kaschemme'-Atmosphäre allerdings gut zur Musik; sie verleiht ihr die nötige Intimität.
Soundaussetzer sind keine zu vermelden, das ist schon eine feine Sache.
Es sind zwölf Tracks enthalten, von denen 'Black Sun Roll', 'A Ghost...', 'Alright...', 'Dancing Witches'(dieses Lied MUSS ich ausschreiben!!!), 'Dance...' & 'Bye...' auch auf dem Studio-Album enthalten sind.
Als Anreiz, für die (hoffentlich stolzen) Besitzer des Studiowerkes sich ebenfalls das Live-Album zu kaufen, haben BBU sechs (!!! manch erfolgreicher Musikus schafft es nach 20 Jahren des Schaffens nicht mal auf einen neuen Song auf 'ner Best-of-Compilation!!!) bisher unveröffentlichte draufgepackt, die qualitativ nicht einen Deut schlechter sind.
'Black Spider', 'Morning comes', 'Monkey Dance' aus eigener Feder, 'Holy Ground' & 'Dig my Life away' von Woody Guthrie (mit dem es bereits das Projekt "Z-Joe and the Dustbowlers" gab) sowie die P.I.L.-Nummer 'This is not a Love Song'.
Das ist echt schwäääär, Chef !
Während ich immer längere Zeit brauchte, um mit den Zombie Joe Alben warm zu werden, haben sie mich mit Baby Universal direkt ins Herz getroffen.
Zum Schluß noch Klugscheißerei: wußtet ihr schon, daß sich BBU nach dem gleichnamigen Album von David Bowies Tin Machine benannt haben?
Natürlich wußtet ihr das...
Ich bin begeistert.


Spidercider
Spidercider
Preis: EUR 16,96

3.0 von 5 Sternen Irgendwo in der Mitte, 21. Juni 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Spidercider (Audio CD)
Eerie Vons SPIDERCIDER driftet in die Punk-Richtung und vermengt etwas Misfits-Sound mit dem Feeling des 50er und 60er Rock'n'Rolls. Manchmal düster,meistens eher fröhlicherer Natur besitzen die Songs schon einen gewissen Charme, gerade für diejenigen, die ganz gerne eine spartanische Produktion bevorzugen.
Ausgefeilte Strukturen darf man hier nicht erwarten, schnörkelose Gitarren, simpler Rhythmus und ein (vielleicht zu) eindimensionaler Gesang.
Meines Wissens nach hat Mr. Von hier alle Instrumente selbst eingespielt. Zurweilen fühlt man sich an seinen ehemaligen Brötchengeber erinnert, der sich zwischenzeitlich ja auch in R'n'R-Retrogefilde begibt.
Irgendwo in der Mitte sämtlicher Evillive-Rillen und Elvis Presleys kommt dann Spidercider zustande.
Das ist alles nicht schlecht, ich persönlich bin mir aber nicht sicher, ob mich diese Platte auf Dauer fesseln kann.
Viel eher handelt es sich um eine Veröffentlichung, die ich wohl einmal pro Jahr rauskrame und nach Genuss mit einem wissenden Lächeln wieder verstaue.
Menschen, die nicht genug aus den 'Danzig-esken'-Universum bekommen können, dürfen ruhig mal vorurteilsfrei ein Ohr riskieren.

Zusatz: nach aufopfernden Feldversuchen muß ich zugeben, daß die Platte im Auto sehr gut funktioniert.
Hier würde ich dann 4 Sterne geben.


Danzig
Danzig
Wird angeboten von all-my-music-rheingau
Preis: EUR 8,99

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Fundament des Düsterrock, 4. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Danzig (Audio CD)
Dieses Album ist das erste, was mir in den Sinn kommt, wenn ich den Namen Glenn Danzig höre.
Klar stehe ich auf die Misfits, ja ich komme auch auf den Großteil der Samhain-Songs klar, aber das ist die erste gute Produktion. Verdammt, es ist die erste Produktion überhaupt in seinem Repertoire.
Hier hat Glenn den musikalischen Ausdruck gefunden,der am besten zu ihm paßt.
Weg von den textlichen Bezügen zu Horrorfilmen, die den Misfits oft einen naiven Charme geben,
weg von dem punkigen Krach, für den keine Proben nötig waren,
weg vom punkigen Aussehen und dem (hoffentlich) Kunstblut.
Der Teufel hat Stil und hier mag er's beweisen.
Finsterer Hardrock mit zwischenzeitlich starkem Bluestouch verleihen diesem Album eine Eigenständigkeit, die noch heute ihresgleichen sucht.
Die Texte gehen deutlich in eine ernsthaftere, philosophische Richtung und benutzen religiöse Motive ein ums andere mal als Metapher. Auf der anderen (lyrischen) Seite steht das typische Thema 'der unwiderstehliche, gefährliche Frauenheld', und im Grunde genommen ist ja auch mit diesen beiden Themen (fast) jeder Rockfan bedient.
Musikalisch hat die Platte viel zu bieten, von metallastig ('Am I demon','The Hunter',welches wohl ein Led Zeppelin-"Zitat" ist),über Hardrock ('Soul on fire','Evil Thing'), bis hin zum Bluesrock ('She rides','Not of this world') ist halt alles dabei.
Alles noch frisch und neu; einfach inspirierend.
Mit 'Twist of Cain' und 'Possession' haben es auch zwei späte Samhain-Songs dann in ihrer endgültigen Fassung auf das selbstbetitelte Debüt geschafft und natürlich auch enthalten der überall schon irgendwann einmal gespielte Überhit 'Mother'.
Glenns Stimme ist hier auf ihrem Höhepunkt, keine Passagen, die irgendwie nach Kermit klingen und auch keine unzähligen 'Ooooooohhhhhoooohuooooooho's; Merkmale, die sich später häufig eingeschlichen haben.
Somit war es damals auch gerechtfertigt, ihn den 'Elvis from Hell' zu nennen.
Ich glaube, daß Danzig mit diesem Album das Genre des Hardrocks in seiner düsteren Inkarnation wesentlich weiter gebracht hat und es einige Gruppen in ihrer heutigen Form ohne die Scheibe nicht gäbe.
Finster, rockig, bluesig, einzigartig.
Für mich persönlich eines der wichtigsten Alben.
Beide Daumen hoch !!!


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