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Amarczon

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Muhammad Ali: His Life and Times
Muhammad Ali: His Life and Times
von Thomas Hauser
  Taschenbuch
Preis: EUR 17,10

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Mensch - Der Boxer - Die Legende, 18. Februar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Muhammad Ali ist ein Kandidat für den Titel bekanntester Mensch der Welt. Selbst heute, dreißig Jahre nach seinem Karriereende als Boxer, kennt man ihn selbst in den entlegensten Winkeln der Welt. Diese Berühmtheit erlangte er nicht nur aufgrund seiner überragenden Fähigkeiten als Boxer. Vielmehr ist sie Ausdruck der Bedeutung, die Muhammad Ali auf die amerikanische Gesellschaft in den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts hatte.

Thomas Hauser ist studierter Jurist und Schriftsteller. In seinem literarischen Werk beschäftigt er sich auch mit juristischen Themen, ist aber auch Romanautor und seit den späten Achtzigerjahren auch Boxexperte. In den Achtzigern begann er dann auch mit der Arbeit an seiner Biografie über Muhammad Ali, die er in Kooperation mit Ali selbst verfasste. Dabei ist es sowohl Hauser als auch Ali wichtig zu betonen, dass Ali ihn zwar unterstützte, indem er ihm Interviews gab und den Zugriff auf sonst nicht erreichbare Quellen, wie z.B. Arzt- und Krankenhausberichte ermöglichte, jedoch zu keinem Zeitpunkt direkten Einfluss auf den Inhalt des Buches nahm.

Insgesamt versucht Hauser dem Leser den Menschen Muhammad Ali im Ganzen näher zu bringen. So ist seine Boxkarriere zwar ein ganz wesentlicher Bestandteil des Buches, doch auch sein Leben außerhalb des Rings wird ausführlich erzählt. Interessanterweise hat Hauser für sein Buch das Interview-Prinzip gewählt. Er fasst also nicht alle Gespräche, die er während der Recherche für das Buch führte zu einem langen Fließtext zusammen, sondern druckt die einzelnen Interview-Passagen eins zu eins ab, und fügt selbst meist lediglich Übergänge zwischen die Interviewauszüge ein. Diese Idee erscheint zunächst etwas merkwürdig, und es besteht die Befürchtung, dass die Lesbarkeit des Buches darunter leidet, dem ist aber keinesfalls so - das Buch lässt sich ausgezeichnet lesen. Interessant bei dieser Art der Darstellung ist, dass Hauser gegensätzliche Aussagen von verschiedenen Akteuren direkt nacheinander präsentieren kann, und der Leser sich so selbst eine Meinung bilden kann. Zu Wort kommen neben Muhammad Ali selbst, so ziemlich alle Wegbegleiter, die er über die Jahre traf: Ehefrauen, Kinder, Familienangehörige, Gegner im Boxring, Gegner im Gerichtssaal, Freunde, Feinde, Bürgerrechtler, Anwälte, Gegenanwälte, Richter, Ärzte, Politiker... Niemand wird ausgelassen. Und so ergibt sich ein sehr rundes Bild der Person Muhammad Ali, mit allen Facetten und immer aus mehreren Blickwinkeln. So kann sich der Leser letzten Endes sein eigenes Bild dieser Person machen.

Insgesamt ist Thomas Hause hier eine ausgezeichnete Biografie von Muhammad Ali gelungen. Seine sportliche Karriere wird wunderbar nachgezeichnet, und der Mensch Muhammad Ali wird dem Leser ganz besonders näher gebracht. Auf diese Weise gelingt es Thomas Hauser auch zu erklären, warum Muhammad Ali zu solch einer außergewöhnlichen Berühmtheit werden konnte.


On the Move: Mein Leben
On the Move: Mein Leben
von Oliver Sacks
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,95

5.0 von 5 Sternen Sehr interessant, 16. Dezember 2015
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Rezension bezieht sich auf: On the Move: Mein Leben (Gebundene Ausgabe)
Der britische Neurologe Oliver Sacks gehört vermutlich zu den bekanntesten Vertretern seines Faches. Dies liegt natürlich in erster Linie an seinen populärwissenschaftlichen Büchern, in denen er der breiten Masse verschiedene neurologisch Krankeitsbilder und Beobachtungen, meist anhand von Fallgeschichten, näher bringt. Sein finales Buch ist diese Autobiografie, die in seinem Todesjahr 2015 auf den Markt kam.

Oliver Sacks ist nicht nur ein großer Wissenschaftler und Schriftsteller, er ist auch Abseits der Welt der Neurologie eine sehr interessante Persönlichkeit. Er war Bodybuilder, bevor es ein Sport für die Masse wurde, er war Biker, als Bikern noch ein negatives Image anhaftete, er experimentierte mit Drogen, und er outete sich bereits in den 1950er Jahren als homosexuell, was zu dieser Zeit in Großbritannien noch als Verbrechen angesehen wurde.

Das Buch ist im Grunde in zwei große Hauptteile gegliedert. Die erste Hälfte umfasst die Zeit bis ca. 1980, als Sacks endgültig als Neurologe und Schriftsteller etabliert und berühmt war. In diesen frühen Jahren beschreibt er das Verhältnis zu seinen Eltern, seine Jahre als Student, als er eigentlich gar nicht Medizin studieren wollte, und die Reaktionen seiner Angehörigen, als er sich als homosexuell outete. Es folgen die Jahre „on the move“, in denen Sacks von England in die USA zog. Dort wurde er Bodybuilder, unter anderem am berühmten Muscle Beach und fuhr als Biker durch das weite Land. Während dieser Jahre versuchte er sich zudem als Neurologe und, etwas später, als Schriftstelle zu etablieren, wobei ihm zahlreiche Hindernisse im Weg lagen.
Der zweite Teil des Buches behandelt schließlich die letzten Jahre seines Lebens, von Anfang der 1980er bis 2014. Oliver Sacks widmet sich in diesem Teil mehr seiner Arbeit und der Neurologie, als seinem Privatleben. Entsprechend handeln die Geschichten eher von Aufeinandertreffen und Korrespondenz mit anderen großen Wissenschaftlern, die Sacks bewundert, oder mit denen ihn eine lange Freundschaft verbindet. Die Krebsdiagnose aus dem Jahr 2006 wird hier ebenfalls behandelt, endet aber natürlich noch mit der vermeintlich erfolgreichen Therapie und dem scheinbaren Sieg über den Krebs.

Während der erste Teil des Buches ausgesprochen Interessant ist, kann es im zweiten Teil zuweilen etwas langweilig werden, wenn Sacks zu langatmig über sein Verhältnis zu anderen Wissenschaftler schreibt. Doch dies trübt das Lesevergnügen höchstens ein wenig gegen Ende des Buches. Davon abgesehen machen das bewegte und ungewöhnliche Leben Sacks’, sein sehr guter Schreibstil und seine angenehme Persönlichkeit dem Leser viel Spaß.


Street Poison: The Biography of Iceberg Slim
Street Poison: The Biography of Iceberg Slim
von Justin Gifford
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 25,50

5.0 von 5 Sternen Vom Kriminellen zur Identifikationsfigur - Das Leben von Iceberg Slim, 19. Oktober 2015
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Iceberg Slim, oder Robert Beck oder auch Robert Lee Maupin, ist heute ein Name, der zumindest jenen Personen irgendwie vertraut ist, die auf Hip Hop oder blaxploitation Filme stehen. Hier dient er meist als Paradebeispiel des Pimp, aber auch als eine Stimme der schwarzen Bürgerrechtsbewegung, zwei Punkte, die nicht völlig kompatibel scheinen. Iceberg Slim ist aber nicht nur der berühmteste Pimp aller Zeiten und eine Stimme der Bürgerrechtsbewegung, er ist auch einer der erfolgreichsten schwarzen amerikanischen Autoren und gilt als einer der Godfather des Hip Hop. Das klingt alles recht merkwürdig, verspricht aber auf jeden Fall eine interessante Biografie.

Justin Gifford ist associate Professor für englische Literatur an der Universität von Nevada mit Schwerpunkt afroamerikanische Literatur. Nun legt er mit „Street poison“ die erste vollständige Biografie Iceberg Slims vor.

Gifford portraitiert das gesamte Leben von Iceberg von der frühen Kindheit bis zum Tod. Es gelingt ihm dabei die Faktoren herauszuarbeiten, die den jungen Robert Maupin in Kindheit und Jugend so prägten, dass er letztlich über 25 Jahre als Kleinkrimineller und Pimp verbrachte, bevor er, 40-jährig, seine Kriminellenkarriere zugunsten einer Familie und eines stabilen Lebens beendete, und zu einem erfolgreichen Schriftsteller afroamerikanischer Literatur wurde. Das Buch ist im Grunde in zwei etwa gleich lange Hälften geteilt: Die erste umfasst die Jahre 1918 – 1962, also seine Kindheit und die Jahre als Kriminellen. In der zweiten Hälfte wird seine Transformation, die Karriere als erfolgreicher Schriftsteller, und sein Aufstieg zu einer Identifikationsfigur der Schwarzen in den USA beschrieben.

Der Autor greift dabei viel auf Icebergs autobiografische Bücher zurück, genauso wie auf Gespräche mit seiner Witwe, seinen Kindern und Weggefährten, sowie auf alle Aufzeichnungen in öffentlichen Archiven die er aufspüren konnte. Insgesamt ist so ein umfassendes Werk entstanden in dem das Leben von Iceberg Slim nicht einfach nur nacherzählt wird. Vielmehr gelingt es Justin Gifford zum einen ausgezeichnet herauszuarbeiten welche Faktoren, welche Einflüsse und Lebensumstände dazu führten, dass aus einem jungen Mann ein brutaler und emotionsloser Zuhälter wird, zum anderen aber auch wie er es schaffte aus diesem Leben auszubrechen, und wie er die Transformation zu einem erfolgreichen Autor und vor allem Vorbild und Sprachohr für Millionen schwarzer Amerikaner vollzog.


If It's Not Impossible...: The Life of Sir Nicholas Winton
If It's Not Impossible...: The Life of Sir Nicholas Winton
von Barbara Winton
  Taschenbuch
Preis: EUR 22,80

5.0 von 5 Sternen Die Heldentat ist zweitrangig, 27. September 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Im Sommer 2015 verstarb Sir Nicholas Winton 106-jährig im Kreis seiner Familie in Maidenhead, England. Und es ist schön zu hören, dass nicht alle Guten Menschen jung sterben müssen, wie es in einem berühmten Sprichwort heißt. In den Jahren 1938 und 1939 spielte Nicholas Winton eine entscheidende Rolle bei der Organisation von Kindertransporten von Prag nach London. Durch diese Transporte konnten über 600 Kindern vor den Nazis gerettet werden. Die verdiente Anerkennung für diese Tat erhielt er erst 50 Jahre später, als er in einer TV-Show mit einigen der damals geretteten zusammengeführt wurde und die Geschichte endlich öffentlich wurde. In den folgenden Jahren bis zu seinem Tod wurde er regelmäßig für seine Verdienste geehrt, im Jahr 2003 sogar von der britischen Königin zum Ritter geschlagen.

Nicholas Wintons Tochter Barbara verfasste die vorliegende Biografie über ihren Vater, die 2014 veröffentlicht wurde. Antrieb war dabei weniger, ihren Vater als Helden erscheinen zu lassen, als vielmehr ihren Vater als den Menschen zu präsentieren, der er tatsächlich war. Dazu gehört vor allem auch, dass sie mit dem Gerücht aufräumt ihr Vater hätte seine damaligen Taten aus Bescheidenheit für Jahrzehnte geheim gehalten.
Entsprechend diesem Vorhaben werden die Kindertransporte gleich zu Anfang des Buches abgehandelt, und nehmen nur etwa ein Zehntel des Buches ein. Bei der Schilderung der damaligen Ereignisse stützt sie sich vor allem auf die vorhandenen Aufzeichnungen. Lesern, die sich in erster Linie für die damaligen Ereignisse interessieren, seien daher andere Werke, die sich speziell mit diesem Thema befassen, nahegelegt. Im Folgenden wird Nicholas Wintons Leben dann chronologisch erzählt. Dabei versucht Barbara Winton dem Leser den Menschen Nicholas Winton näher zu bringen, reiht also nicht nur Daten und Fakten auf, sondern versucht auch darzustellen, warum er gehandelt hat, wie er es tat, und seine menschliche Entwicklung aufzuzeigen.

Es ist interessant, dass hier das Leben eines vermeintlichen Helden erzählt wird, ohne der eigentlichen Heldentat besonders viel Aufmerksamkeit und Platz im Buch einzuräumen. Doch gerade dies macht das Buch so interessant. Es bringt dem Leser den Menschen näher und macht deutlich, dass es noch viel mehr gab, was ihn ausmachte. Und vor allem auch, dass gute Taten und ein gutes Leben mit Kleinigkeiten im alltäglichen Leben beginnen.


The Holy or the Broken: Leonard Cohen, Jeff Buckley, and the Unlikely Ascent of "Hallelujah"
The Holy or the Broken: Leonard Cohen, Jeff Buckley, and the Unlikely Ascent of "Hallelujah"
von Alan Light
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,07

5.0 von 5 Sternen Ein Buch über ein musikalisches Phänomen, 13. August 2015
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Ein Buch über ein einzelnes Lied und seine Geschichte? Hat das einen Sinn? Ja, hat es! Denn das Lied 'Hallelujah' von Leonard Cohen ist ein kleines Phänomen. Geschrieben von Leonard Cohen, in einem Zeitraum über mehrere Jahre hinweg, umfasst es circa 80 Strophen. Als es 1983 veröffentlich wurde interessierte sich niemand dafür, nur wenig mehr Aufmerksamkeit erhielt die bekannteste Coverversion von Jeff Buckley, als sie 1994 veröffentlicht wurde. Seit 2001 wurde dann auf einmal kein Lied öfter aufgenommen, und Cohens Original sowie Buckley Cover verkauften sich besser als je zuvor.

Alan Light widmet sich nun der Geschichte dieses Liedes. Dabei geht er chronologisch vor, und beleuchtet zunächst in knapper Form die Karriere Leonard Cohens bis zu seiner Arbeit an Hallelujah und dem zugehörigen Album 'Various positions'. An diesem Punkt beschreibt er die Entstehung des Albums, und natürlich die Entstehung des Songs selbst. Hier geht er dann auch an die Textanalyse, die von Cohen behandelten Themen, textlichen Bilder, aber auch die musikalische Form, die Strophen und ihre Anordnung. Es folgen die Jahre der Evolution des Liedes, in der Cohen selbst, und dann auch John Cale sowohl die verwendeten Strophen und ihre Anordnung, als auch das Arrangement grundlegend variierten. Dies führte zur Coverversion von Jeff Buckley. An dieser Stelle beschreibt der Autor auch dessen Leben und Wirken knapp und geht dann genauer auf seine Version von 'Halellujah' ein. Bis zu diesem Punkt wurde das Lied von fast niemandem wahrgenommen, geschweige denn war es kommerziell erfolgreich. Im letzten Drittel des Buches, widmet sich der Autor schließlich dem plötzlichen Aufstieg des Liedes. Als im Jahr 2001 die Version von John Cale im Film 'Shrek' verwendet wurde (auch wenn auf dem zugehörigen Soundtrack-Album aus Labelpolitischen Gründen eine neue Version von Rufus Wainwright verwendet wird) und fast zeitgleich die Jeff Buckley Version zur Untermalung von Bildern des Anschlages auf das World Trade Center in New York verwendet wurde, wird das Lied mit einem Schlag einer breiten Öffentlichkeit bekannt und der Erfolg wächst in einem fast unglaublichen Ausmaß. In den folgenden Jahren wird es von zahllosen Künstlern aufgenommen, und ist ein fester Bestandteil von Casting- und sonstigen TV-Sendungen.

Es gelingt dem Autor sehr gut diese unglaubliche Geschichte zu erzählen und auch zu erklären. Die Hintergründe zum Lied, seine Entstehung und der Text selbst werden sehr interessant und ausführlich beschrieben. Auch die Wandlung, die der Song und seine Bedeutung durch die verschiedenen Version selbst erfahren hat, wie er von einem Song, der vor allem religiöse und sexuelle Themen behandelte, zu einem Song wurde, der vor allem mit Trauer verbunden wird, ist sehr schön beschrieben. So hat Alan Light ein kurzweiliges aber sehr interessantes Buch zu einem phänomenalen Song geschrieben, das sehr lesenswert ist.


Die Brüder Himmler: Eine deutsche Familiengeschichte
Die Brüder Himmler: Eine deutsche Familiengeschichte
von Katrin Himmler
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Couragiert, und ausgezeichnet recherchiert und dargestellt, 13. August 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Über das Deutschland der Nazizeit und die wichtigsten Persönlichkeiten aus den Reihen der NSDAP wurde in Deutschland wohl schon in jeder möglichen Form geschrieben und berichtet. Das hier vorliegende Werk über den Reichsleiter-SS Heinrich Himmler und seine Brüder Gebhard und Ernst unterscheidet sich jedoch maßgeblich von den sonstigen Massen an Publikationen zum Thema - denn hier ist es die Großnichte von Heinrich Himmler, Katrin Himmler, welche die Geschichte ihres Großvaters Ernst und ihrer beiden Großonkel erzählt. Dass Katrin Himmler noch dazu studierte Politikwissenschaftlerin ist, kommt dem Buch natürlich auch zugute.
Den Grund, aus dem heraus sich Katrin Himmler an die Recherche zu diesem Buch gemacht hat, erklärt sie im ersten Kapitel des Buches. In ihrer Familie galt Heinrich Himmler, wie auch sonst in der Welt, als ein Monster. Ein Massenmörder. Seine beiden Brüder Ernst und Gebhard dagegen sollen lediglich Mitläufer gewesen sein, die sich weder für Politik noch den Nationalsozialismus im speziellen interessierten. Erst als Katrin Himmlers Vater, der Sohn von Ernst, sie 1997 damit beauftragte herauszufinden ob es im Bundesarchiv Informationen über Ernst während der Jahre des dritten Reichs gab begann sie mit genaueren Nachforschungen. Als sie dann im Archiv erste Anhaltspunkte dafür fand, dass die Familie Himmler doch gemeinsam und im großen Stil Aktiv in der NSDAP und SS gewesen ist, begann sie auch innerhalb der Familie nachzuforschen. Ihre Ergebnisse veröffentlichte sie schließlich in dem 2007 erschienenen Werk 'Die Brüder Himmler ' Eine deutsche Familiengeschichte'.

Das Buch ist außerordentlich gut gelungen, was mit Sicherheit auch daran liegt, dass Katrin Himmler nicht nur in offiziellen Quellen, sondern auch Familienintern recherchieren konnte. Sie beginnt die Familiengeschichte mit den Eltern der drei Brüder, Gebhard Sr. und seiner Frau Anna. Hier beschreibt Katrin Himmler sehr anschaulich wie es Gebhard gelang, sich aus ärmlichen Verhältnissen durch Fleiß und Disziplin bis in die obere Mittelschicht und die feinere Gesellschaft hochzuarbeiten. Eine Leistung, auf die er zeitlebens stolz war, und die seinen Erziehungsstil stark prägte. Entsprechend wurden die Kinder erzogen, so dass sie zu disziplinierten, leistungswilligen und starken Deutschen werden sollten. Diese Frühzeit der Familie nimmt etwa ein Drittel des Buches ein. Im folgenden Mittelteil wird dann zunächst die Karriere von Heinrich Himmler, und sein Aufstieg zu einem der wichtigsten Politiker in der NSDAP und der SS beschrieben. Im Anschluss wird in je einem Kapitel dargestellt wie Gebhard und Ernst ebenfalls in der SS und mit Hilfe des Bruders die Karriereleiter emporstiegen. Schließlich geht die Autorin darauf ein, wie die Familie mit dem Ende des dritten Reiches umging, und wie der Umgang mit der eigenen Familiengeschichte in den kommenden Generationen gehandhabt wurde.

Das Buch von Katrin Himmler ist ausgezeichnet recherchiert und geschrieben. Der Autorin gelingt es zu zeigen, wie eine normale, spießig-bürgerliche Familie durch die damaligen Umstände und ein falsches Verständnis von Stolz und Disziplin völlig in der Nazi-Ideologie aufging. Es macht aber auch deutlich, dass Heinrich Himmler nicht das einzelne schwarze Schaf in der Familie war. Es zeigt vielmehr, dass alle innerhalb der Familie an einem Strang zogen, und jeder über alles bescheid wusste. Und gerade wegen diesem Punkt muss die Courage von Katrin Himmler erwähnt werden, die all dies nicht nur recherchiert, sondern eben auch veröffentlicht hat. Denn schließlich handelt es sich bei diesem distanzieren der Familien von einzelnen, überführten Familienmitgliedern, um eine gängige Art, sich im Nachhinein von einer Mitschuld reinzuwaschen. Es waren alles Einzelpersonen, die anderen hatten nichts damit zu tun, wussten nicht einmal im Einzelnen bescheid. Genau wie von den Konzentrationslagern niemand etwas mitbekommen haben wollte. Dabei ist wohl in den meisten Fällen davon auszugehen, dass es sich wie bei Familie Himmler verhalten hat: Alle wussten bescheid, alle machten mit und profitierten davon.


Kommandant in Auschwitz: Autobiographische Aufzeichnungen des Rudolf Höß
Kommandant in Auschwitz: Autobiographische Aufzeichnungen des Rudolf Höß
von Martin Broszat
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,90

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wichtiges Zeitdokument, 15. Juli 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die autobiografischen Aufzeichnungen von Rudolf Höß waren von Anfang an eine wichtige Quelle bei der Aufarbeitung der Geschehnisse und des Systems, welches das Vernichtungslager Auschwitz ermöglichte. Niedergeschrieben hat sie Rudolf Höß, ehemaliger Kommandant in Auschwitz, während seiner Haftzeit in Polen.

Die Aufzeichnungen lassen sich grob in drei Teile gliedern: Da wären zuerst die frühen Jahre im Leben von Rudolf Höß. Hier beschreibt er zunächst knapp seine Kindheit und Jugend, wobei er besonders auf die Beziehung zu seinen Eltern eingeht, und die Jahre als Soldat im ersten Weltkrieg. Es folgen die Jahre im (später illegalen) Freikorps Roßbach in den Jahren der Weimarer Republik, aufgrund derer er sich letztlich wegen Mordes im Zuchthaus wieder fand. Der Mittelteil umfasst die Jahre von Höß als Mitglied der SS. Nach seiner Entlassung aus der Haft trat er der SS bei, und wurde bald Blockführer im ersten KZ in Dachau. Nach seiner Ausbildung dort folgte zunächst die Station Sachsenhausen, bis er dann 1940 mit dem Aufbau des größten Lagers in Auschwitz betraut wurde. Seine Tätigkeit in Auschwitz füllt den letzten dritten Teil des Buches, der fast die Hälfte des Gesamtvolumens einnimmt.
Der Ton, in dem Höß über seine Tätigkeit schreibt, ist durchweg kühl und sachlich. Er gibt den Anschein eines pflichtbewussten immer auf Korrektheit bedachten Vorzeigeangestellten. Dies erscheint doch äußerst erschreckend, handelt es sich bei seiner Pflicht doch um die Massenvernichtung menschlichen Lebens. Selbst schlimmste Fälle von Misshandlungen und Mord durch SS-Mitglieder, die sogar innerhalb der Vernichtungsmaschinerie in Auschwitz als illegal angesehen waren, bedauert Höß zwar, tut sie aber als notwendiges Übel oder bedauernswerte Einzelfälle ab. Diese völlige Gleichgültigkeit gegenüber eines solchen Massenmordes wirkt außerordentlich erschreckend und auch merkwürdig, wenn Höß dann auf der anderen Seite immer wieder darüber schreibt, dass er stets bemüht war, den Lagerinsassen ein möglichst angenehmes Leben zu bieten. So schiebt er die mangelnde Versorgung mit Lebensmitteln, die fehlende Hygiene und die unmenschliche Unterbringung von tausenden von Menschen in engen Baracken lediglich auf die Kriegsbedingte Knappheit an Ressourcen – so als wären diese Elemente nicht Teil des Systems in den Konzentrationslagern gewesen, um die Insassen zu quälen, zu brechen und zu erniedrigen. Hier wird es nicht deutlich, ob Höß tatsächlich so naiv war, oder sich lediglich selbst wenigstens ein wenig reinwaschen wollte.

Trotz dieser schockierenden Art der Berichterstattung sind die Einblicke, die Höß ins Lagerleben gewährt außerordentlich interessant. Wichtig bei dabei sind auch die Anmerkungen von Herausgeber Martin Broszat, der wichtige Punkte und Daten in der Erzählung Höß’ aufnimmt und näher erläutert, oder grobe Fehler korrigiert. Auch das Vorwort des Herausgebers ist für die Einordnung der Aufzeichnungen wichtig und informativ. In dieser kommentierten Form ist das Buch mit Sicherheit ein einmaliges und wichtiges Zeitdokument.


Heil Hitler, das Schwein ist tot!
Heil Hitler, das Schwein ist tot!
von Rudolph Herzog
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

5.0 von 5 Sternen Eine sehr gute Übersicht über das Thema, 5. Juli 2015
Humor im Dritten Reich – Zwischen den zahllosen Büchern, Dokumentationen und Filmen, die sich in Deutschland zu den Jahren unter Hitler finden, findet sich dieses Thema eher selten. Dabei ist das Thema doch ein interessantes: Wurde der Witz benutzt, um versteckte Kritik am Regime zu üben, wie oft behauptet wird? Konnten Komiker unter dem Nazi-Regime überhaupt unbeschadet ihrer Arbeit nachgehen? Und falls ja, wie weit durften sie gehen? Welche Witze erzählten sich die Verfolgten selbst? Rudolph Herzog versucht in dem Vorliegenden Buch diese Fragen zu beantworten.

Das Buch ist in sieben Abschnitte unterteilt. Es beginnt mit einer generellen Übersicht zu politischem Humor im dritten Reich. Hier geht Herzog auch der Frage nach, inwiefern das deutsche Volk den Witz nutzte, um das Regime in der Öffentlichkeit indirekt zu kritisieren, und so ein Bewusstsein für die Machenschaften der Nazis zu schaffen. Es folgt eine Analyse der Entstehung des politischen Witz in den Jahren vor der Machtergreifung, und im folgenden Kapiteln zum Humor in den frühen Jahren des Regimes. Schließlich folgen drei Kapitel, die sich mit dem Humor im dritten Reich beschäftigen. Dabei hat jedes seinen eigenen Schwerpunkt: „Humor und Verfolgung“, „Humor und Krieg“, „Humor und Vernichtung“. Im finalen siebten Kapitel beschäftigt sich Herzig schließlich mit der Entwicklung des Humors im Bezug auf das dritten Reich in den Jahren nach 1945 bis zu den Neunzigerjahren.

Das Buch ist gut geschrieben und lässt sich gut lesen. Es ist liefert allerdings eher eine Einführung in das Thema, als eine tiefgehende Analyse. Besonders gelungen ist dabei die Beschreibung des Lebens der Komiker im dritten Reich. Denn natürlich gab es jene Mutigen, die den Witz nutzen, um Regimekritik zu üben. Und Herzog beschreibt sehr gut, wie diese mit den Repressalien, der Zensur und der Bestrafung umgingen. Deutlich wird mit der Lektüre des Buches allerdings auch, dass der Großteil des Volkes den Witz keineswegs nutzte, um Kritik an der Regierung zu üben, wie es nach dem Krieg gerne die behauptet wurde. Die nach dem Krieg erschienen Bücher mit Flüsterwitzen, die dies belegen sollten, erscheinen hier eher als kleine Neckereien als ernste Kritik. Insgesamt ist Herzog also eine gute und durchaus lesenswerte Übersicht über das Thema gelungen.


Kriegstagebuch 1914-1918
Kriegstagebuch 1914-1918
von Helmuth Kiesel
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 32,95

5.0 von 5 Sternen Der erste Weltkrieg aus der direkten Sicht eines Frontsoldaten. Endlich in Originalform!, 18. Mai 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kriegstagebuch 1914-1918 (Gebundene Ausgabe)
Als Ernst Jünger 1998 starb gehörte er zu den bekanntesten, wenn auch umstrittensten Schriftstellern Deutschlands. Der Soldat, Literat, Denker und Insektenkundler verdankt seinen Ruhm dabei in allererster Linie seinen Büchern über den ersten Weltkrieg, die auf seinen eigenen in Tagebüchern aufgezeichneten Erfahrungen der Jahre 1914 bis 1918 beruhen. Sein Hauptwerk, „In Stahlgewittern“, erschien erstmals 1920 und wurde schnell zu einem Standardwerk über das Leben eines Frontsoldaten im ersten Weltkrieg. Für seinen Dienst im Krieg erhielt er 1918 den Pour le Mérite. Später folgten zahlreiche zivile Ehrungen für seine Schriftstellerische Arbeit, darunter das Große Bundesverdienstkreuz 1959, das große Bundesverdienstkreuz mit Stern und Schulterband 1985 und Ehrendoktorate.

Die Kriegsbücher Jüngers sind allesamt in Romanform geschrieben, basieren aber auf den Tagebuchaufzeichnungen Jüngers. Diese Tagebücher wurden jedoch erst 2010 in ihrer Originalform herausgegeben. Helmuth Kiesel, Professor der Germanistik, veröffentlichte 2007 zunächst eine Biografie Jüngers und gab schließlich drei Jahre später die Originaltagebücher in kommentierter Form heraus. Da es aus dem ersten Weltkrieg nur wenige solche Aufzeichnungen gibt, und wenn dann meist von Militärs höheren Ranges, nicht aus der Sicht eines Frontsoldaten im Schützengraben, gelten Jüngers Aufzeichnungen als militärhistorisch außerordentlich wichtige Quelle.

Das Buch enthält drei Hauptteile: Da wären zunächst die Tagebücher selbst, die in unverfälschter Form, mit allen Fehlern, Zeichnungen und Unleserlichkeiten wiedergegeben werden. Es folgt das Käferbuch, ein Register aller vom Insekteninteressierten Jünger in der Kriegszeit gefundenen, gesammelten, präparierten und bestimmten Käfer. Schließlich folgen die Kommentare Helmuth Kiesels. Zunächst Kapitelweise direkte Anmerkungen zu den einzelnen Einträgen des Tagebuchs, die mit dem Tagebuch quer gelesen werden sollten, dann eine Einordnung der Erfahrungen und Beschreibungen Jüngers im geschichtlichen Kontext des ersten Weltkriegs.

Die Tagebücher sind insofern sehr interessant, da Jünger sich selbst als interessierten Abenteurer beschreibt, der gerne und mit Begeisterung in den Krieg zieht, ohne dabei in irgendeiner Form politisch zu sein. Er sieht den Krieg als Quell eines persönlichen Abenteuers und als Chance, sich als Mann zu profilieren und Ruhm und Ehre zu gewinnen. Zu keinem Zeitpunkt geht es ihm darum für Deutschland oder gar den Kaiser zu kämpfen, oder darum, einen verhassten Feind zu vernichten. Im Gegenteil schreibt Jünger ausnahmslos positiv über besonders mutige und fähige Soldaten - ganz gleich ob sie auf seiner oder der gegnerischen Seite kämpfen. Und ebenso schreibt er negativ über unfähige oder feige Soldaten – wiederum auf beiden Seiten. Auch wenn es um seine persönliche Sicht der Dinge geht nimmt er kein Blatt vor den Mund. So beschreibt er, wenn und warum er Befehle von Vorgesetzten nicht akzeptieren wollte, wenn sie aus seiner Sicht militärisch schlecht waren, und gibt sich gegen Ende des Krieges auch überzeugt, dass Deutschland den Krieg wohl nicht mehr gewinnen wird. Was den Tagebüchern fehlt ist der historische Kontext zu den einzelnen beschriebenen Stationen. Da Jünger nur am Alltag der Soldaten in den Gräben interessiert ist erfährt der Leser nichts über die jeweils aktuelle politische Situation oder die Bedeutung der Stellung, die Jüngers Mannschaft zum Zeitpunkt der Einträge hielt. Eine bessere Einordnung hier hilft jedoch beim Verständnis. Hierfür sind die Kommentare Helmuth Kiesels sehr hilfreich. Auch die Einordnung des gelesenen in den historischen Kontext hilft nach der Lektüre des Tagebuches, die Bücher besser zu verstehen.

So handelt es sich bei dieser Ausgabe der Originaltagebücher um ein lange überfälliges Projekt zu einem der wichtigsten Werke über den ersten Weltkrieg.


Turn Right at Machu Picchu: Rediscovering the Lost City One Step at a Time
Turn Right at Machu Picchu: Rediscovering the Lost City One Step at a Time
von Mark Adams
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,40

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super unterhaltsam und informativ zugleich, 17. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Ruinenstadt Machu Picchu auf einem Berggipfel in den Anden Perus gehört heute zu den berühmtesten und beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten der Welt. 2011 jährte sich das einhundertste Jubiläum der offiziellen Wiederentdeckung der Bergfestung im Jahre 1911. Dabei ist genau dieser Punkt heute sehr umstritten. Die einheimischen Bauern, die zum Zeitpunkt der „Entdeckung“ Machu Picchus ebendort lebten sind genauso der Meinung, dass Bingham die Stadt nicht wirklich entdeckt hat, wie mindestens zwei weitere Abenteurer, welche die Stadt schon im 19. Jahrhundert beschrieben hatten und zahllose Grabräuber, die sie vor der „Entdeckung“ mehrfach plünderten.

Diese Geschichte der vermeintlichen Entdeckung der Stadt durch den Yale Professor Hiram Bingham III faszinierte den Journalisten Mark Adams, der in den frühen Jahren des 21. Jahrhunderts in New York für ein Reisemagazin arbeitete. Mehr als Hobby denn für seinen Job beschäftigte er sich näher mit dieser Geschichte, und verspürte zunehmends den Drang, die Stätte einmal selbst zu besuchen. Allerdings nicht in der bequemen Form, in der es heutzutage Touristen ermöglicht wird den Gipfel auf einem schnellen Tagesausflug zu erstürmen, sondern genau in der Form, in der es Hiram Bingham III anno 1911 tat. Auf genau seiner Route, mit Eseln und lokalen Führern und Trägern. Dies ist umso erstaunlicher, da Adams nach eigener Aussage bis dato mit Abenteuertouren, Wanderungen und Camping nichts am Hut hatte und sogar noch niemals außerhalb des eigenen Gartens in einem Zelt geschlafen hatte.

Das Buch „Turn right at Machu Picchu“ ist jedoch mehr als nur eine Reiseerzählung. Adams springt in den sehr kurz gehaltenen Kapiteln immer wieder zwischen drei Erzählsträngen hin und her: Zum einen ist da die Geschichte Hiram Bingham III und seiner Entdeckung Machu Picchus, dann natürlich der Bericht von Adams eigener Abenteuerreise auf den Spuren Binghams, und schließlich ein Teil über Machu Picchu heute, bzw. die anhaltende Diskussion darüber, wer der rechtmäßige Entdecker der Ruinen ist und welche Bedeutung die heute haben. Dieses hin und herspringen tut dem Lesefluss dabei aber keinen Abbruch, da Adams es ausgezeichnet versteht, die drei Erzählstränge immer wieder an richtigen Stellen miteinander zu verknüpfen. Vielmehr wird es dem Leser durch diesen Erzählstil erleichtert, die historischen Zusammenhänge besser zu verstehen. So ist eine spannende, äußerst informative und vor allem absolut unterhaltsame Abenteuergeschichte rund um Machu Picchu entstanden. Mark Adams ausgezeichneter Schreibstil macht dem Leser dabei ganz besonders viel Spaß und es ist lediglich etwas schade, dass dem Buch nur einige wenige Schwarzweiss-Fotografien angehängt sind. Denn so leidenschaftlich und eindringlich Adams seine Eindrücke schildert, möchte man wirklich mehr davon zu sehen bekommen. Auch die Karten am Anfang des Buches helfen nur wenig weiter, um die Route des Abenteurers nachvollziehen zu können. Ansonsten macht das Lesen des Buches einfach nur Spaß und weckt die Reiselust. Ganz besonders natürlich die Lust auf einen Besuch in Machu Picchu.


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