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Rezensionen verfasst von
F. Peiler
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Die Katholisch-apostolischen Gemeinden in Deutschland und der "Fall Geyer"
Die Katholisch-apostolischen Gemeinden in Deutschland und der "Fall Geyer"
von Johannes A Schröter
  Taschenbuch
Preis: EUR 29,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine reichhaltige Fundgrube an Informationen, 23. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wer sich für die Geschichte der katholisch-apostolischen Gemeinden in Deutschland interessiert und mehr über den Spaltungsvorgang von 1863 als direkten oder doch indirekten Beginn aller noch heute existierenden apostolischen Gemeinschaften erfahren will, für den bietet das Buch von Dr. Johannes Albrecht Schröter, dem sich selbst gern „lutherisch-apostolisch“ nennenden Oberbürgermeister von Jena, eine Fülle von sachdienlichen Informationen.

Das umfangreiche Werk ist zwar als Doktorarbeit konzipiert, liest sich aber auch für den interessierten Laien recht gut, vorausgesetzt dieser hat kein Problem damit, dass einige Zitate in englisch (z.B. S. 396, 449 f., 535 f.) oder auch in niederländisch (S. 551) ohne Übersetzung verstanden werden müssen.

Geradezu spannend lesen sich die mit zeitgenössischen Zitaten und vielen wissenswerten Details versehenen Berichte über die Gründung und Entwicklung der einzelnen Gemeinden in Preußen – und das umso mehr, wenn man die genannten Orte selber kennt.

Fotos gibt es in Schröters Buch leider keine, denn diese sind in einem Extra-Buch mit dem Titel „Bilder zur Geschichte der KAG“ enthalten, das er 2001 als Ergänzung herausgegeben hat. Es enthält ca. 500 Bilder und ist natürlich nicht ganz billig.

Schröter schreibt mit unverkennbarer Sympathie für die katholisch-apostolische Sache und auch für die Allgemeine (christliche) apostolische Mission von Heinrich und Robert Geyer, über deren Entwicklung ab 1878 auf S. 243 – 256 ausführlich zu lesen ist.
Der neuapostolischen Kirche hingegen wirft Schröter vor, dass sie sich zu unrecht „auf die Anfänge der katholisch-apostolischen Gemeinden zurückzuführen sucht.“ (S. 267 f.)
Es erscheint mir so, als wäre auch der auf S. 231 eigens eingefügte Hinweis, F.W. Schwarz habe „die Auffüllung der Zwölfzahl des Apostolats“ zeitlebens nicht nur als „Ziel“ sondern als „Obergrenze!“ angesehen, ein kleiner „Nadelstich“ gegen die neuapostolische Auffassung, dass die Zahl der Apostel nunmehr unbegrenzt sei.
Mit der Berufung auf Schwarz widerspricht sich Schröter in diesem Punkt dann aber irgendwie selbst, denn auf S. 551 f. berichtet er davon, dass Schwarz in seinem Testament „mindestens 576 Ap.“ für möglich gehalten habe.

Interessant ist auch der umfangreiche Anhang einschließlich der ausführlichen Anmerkungen (Fußnotenerklärungen) mit „bisher unveröffentlichten Dokumenten zur Geschichte der katholisch-apostolischen Gemeinden in Preußen, zum ‚Fall Geyer’ und zur Allgemeinen christlichen apostolischen Mission“, wie der Autor auf S. 15 ankündigt.
Und damit verspricht er wirklich nicht zuviel, denn selbst wenn man manche Dokumente schon aus dem von Karl Weinmann, einem neuapostolischen Apostel, 1963 herausgegebenen Buch „100 Jahre Neuapostolische Kirche“ kennt, auf das sich Schröter übrigens sehr oft, zuweilen auch korrigierend, bezieht, wird man noch vieles entdecken, was einem bisher unbekannt war.

Schröters Buch bekommt von mir alle 5 Punkte, denn ich halte es für sehr gelungen, gut recherchiert, sachlich gehalten und interessant geschrieben.
Ich kann es also nur empfehlen.


Über den Schmerz
Über den Schmerz
von C. S. Lewis
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spekulativ, aber trotzdem lesenswert, 21. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Über den Schmerz (Taschenbuch)
Schmerz als Sühne für Schuld, als Weg zu Gott, als bittere Medizin zur Veredlung des menschlichen Charakters oder auch, wenn der Schmerz andere betrifft, als Mittel zum Hervorrufen positiv verstandenen Mitgefühls, - über all das denkt C.S.Lewis in seinem Buch „Über den Schmerz“ nach.

Doch wie bei Glaubensthemen wohl kaum anders zu erwarten, bleibt nach dem Lesen natürlich der Eindruck, dass es sich bei alledem letztlich nur um, wenngleich gut durchdachte, Spekulationen handelt, die zutreffen könnten oder auch nicht.

Besonders im Kapitel über den „Schmerz des Tieres“ (ab S. 131), wo auch über ein mögliches Weiterleben von Tieren nach dem Tod spekuliert wird, oder im Kapitel über den „Fall des Menschen“ (ab S. 67), wo Lewis phantasievolle Gedanken über den prähistorischen Menschen entwickelt, wird das sehr deutlich.

Konsequenterweise sagt Lewis selbst, dass sein Buch „einzig von dem Problem spricht, das der Schmerz für das Denken darstellt“ (S. 7).

Manches versteht man vielleicht nicht gleich auf Anhieb. Ich jedenfalls musste die folgende Aussage im Zusammenhang mit der von Gott Abraham auferlegten Gehorsamsprüfung (Opferung seines Sohnes Isaak) mehrmals lesen, um sie zu verstehen:
„Wenn ich sagen würde: ‚Gott hätte dieses Experiment nicht nötig gehabt’, dann würde das heißen: Weil Gott es wusste, brauchte das, was er wusste, gar nicht existieren.“ (S. 102)

Trotzdem fällt es meist nicht allzu schwer, die von C.S. Lewis auf den 157 Seiten des Buches anschaulich ausgebreiteten Gedanken mitzudenken und sich an Wortschöpfungen wie „selbstische Liebe“ (S. 47), „gottwärts gerichteter Wille“ (S. 99) oder „goldener Apfel der Selbstheit“ (S. 156) zu erfreuen.

Eingerahmt werden die Spekulationen „über den Schmerz“ von der interessanten Frage, ob „die Größe und Leere des Universums“ nun ein Indiz gegen (S. 9) oder für (S. 156 f.) Gott ist.
Der Schmerz jedenfalls ist für Lewis, den bekehrten Atheisten, kein Indiz gegen einen guten Gott – im Gegenteil.
Doch auch nach dem Lesen des Buches muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er dem zustimmt.

„Über den Schmerz“ ist nach meiner Meinung ein lesenswertes Büchlein, besonders für alle, die Lewis und seine Art zu schreiben (vielleicht aus „Pardon, ich bin Christ“), kennen und mögen.


Gott ist größer als ihr glaubt: Antworten auf atheistische Argumente
Gott ist größer als ihr glaubt: Antworten auf atheistische Argumente
von Thomas Williams
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 5,00

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Eher enttäuschend als überzeugend, 9. November 2012
Ich selbst bin zwar kein Atheist, muss aber ebenfalls sagen, dass mich das Buch „Gott ist größer als ihr glaubt“ inhaltlich eher enttäuscht als überzeugt hat.

Man kann viel Kritik über das methodische Vorgehen und die mangelnde Kompetenz der atheistischen Buchschreiber lesen, auf deren Argumente Thomas D. Williams antworten möchte, doch wirkliche Antworten, die auf besagte Argumente inhaltlich eingehen und sie – wie in der Buchbeschreibung behauptet wird – sachlich und fundiert widerlegen, findet man nur wenige.
Die interessante Fragestellung, ob Religion bzw. der Glaube an Gott nicht einfach nur Wunschdenken sein könnte, beantwortet der Autor z.B. mit folgendem Vergleich:
„Unser Bedürfnis nach Nahrung und menschlicher Gesellschaft bedeutet nicht, dass ein Filet Mignon und die Freundschaft Projektionen unserer menschlichen Vorstellungskraft sind.“ (S. 25)
Trotzdem bleibt die Tatsache, dass nicht alles, was man sich vorstellen kann und wonach man ein Bedürfnis verspürt, auch wirklich existieren muss. Man denke z.B. an die gute Fee, bei der man 3 Wünsche frei hat.

Ziemlich schwach finde ich auch die „Antwort“ auf Dawkins Behauptung, der Gott des Alten Testaments sei „die unangenehmste Gestalt der gesamten Literatur: Er ist eifersüchtig; … ein kleinlicher, ungerechter, nachtragender Überwachungsfanatiker; ein … Kinder und Völker mordender … launisch-boshafter Tyrann.“ (S. 106 ff.)
Wer schon mal versucht hat, die Bibel von Anfang an Seite für Seite durchzulesen, wird wohl diesen Eindruck nicht für völlig abwegig halten können. Thomas D. Williams meint dazu, Dawkins Gottesbeschreibung sei unausgewogen und hält dem lediglich 3 kurze Bibelstellen entgegen, die etwas über Gottes „nette“ Seite sagen (z.B. Jes 43, 1-3).

Wenn der Autor sich dann darüber ereifert, wie Dawkins und Konsorten behaupten könnten, dass niemand wisse, wer die vier Evangelisten waren und dass sie vermutlich nie persönlich mit Jesus zusammengetroffen sind (S. 113) oder dass Jesus „nie die Absicht gehabt habe, eine Kirche zu gründen“ (S. 121), dann fragt man sich ernsthaft, ob der Mann wirklich katholischer Professor sein kann, denn die angeblich atheistischen Vorwürfe sind heute in fast jeder katholischen Publikation, ja sogar in den Evangelien-Vorworten der Bibel-Einheitsübersetzung zu lesen und gelten von daher auch in der Kirche als anerkannt.

Ob nun – wie Thomas D. Williams abschließend untersucht – Atheisten oder Gottgläubige die besseren, glücklicheren, toleranteren bzw. großzügigeren Menschen sind und ein sexuell erfüllteres Leben haben, mag zwar interessant sein, ist aber wohl auch kein überzeugender Einwand gegen die Argumente des Gottesleugner.

Nach dem Lesen des Buches habe ich jedenfalls den Eindruck: Wenn die Atheisten Unrecht haben, muss es bessere Argumente geben.
Wahrscheinlich werde ich den „Gotteswahn“ nun doch mal selber lesen und herausfinden, ob dem so ist.


Reise Know-How Kauderwelsch Tschechisch AusspracheTrainer (Audio-CD): Kauderwelsch-CD
Reise Know-How Kauderwelsch Tschechisch AusspracheTrainer (Audio-CD): Kauderwelsch-CD
von Martin Wortmann
  Audio CD
Preis: EUR 7,90

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nicht wirklich zu gebrauchen, 26. März 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nachdem ich mir bereits die Kauderwelsch-CD "Polnisch - Wort für Wort" gekauft hatte und viele der darauf befindlichen Wörter bzw. Redewendungen im letzten Polen-Urlaub tatsächlich erfolgreich anwenden konnte, hatte ich die Erwartung, dass die Kauderwelsch-CD "Tschechisch - Wort für Wort" eine ähnlich hilfreiche Sache für die Vorbereitung auf einen Urlaub in Tschechien sein könnte. Leider wurde meine diesbezügliche Erwartung enttäuscht.
Zum einen ist die Themenanordnung völlig anders als auf der Polnisch-CD, zum anderen sind kaum solche Redewendungen zu hören, die man wirklich - so wie die nette Dame im Einleitungsteil ankündigt - im Reisealltag brauchen könnte.
Stattdessen gibt es eine Menge Redewendungen und Wörter, die man im Reisealltag gar nicht braucht. Dann werden lange (schon in deutsch schwer zu behaltende) Sätze angeboten, wie z.B. dieser: "Wenn das so nicht geht, machen wir es eben anders, irgendwie wird's schon klappen."
Andere Sätze wiederholen sich überflüssigerweise, wie z.B. die Frage nach der Toilette. Hier bietet man gleich folgende Varianten an: "Ich muss auf die Toilette.", "Wo ist die Toilette?", "Wo ist hier die Toilette?" und "Ist hier irgendwo eine Toilette?". Zum Thema "Rauchen" (Pkt. 7) werden 5 verschiedene Fragen angeboten, wobei die eventuell wirklich notwendige Frage "Darf man hier rauchen?" (so auf der Polnisch-CD) fehlt. Und anstelle der Frage "Sprechen Sie deutsch?" kann man nur fragen "Sprechen Sie tschechisch?" Will man die gebräuchlichen Wörter "bitte" und "danke" lernen, muss man sich erst durch die gesamte CD bis zu Pkt. 15 "Wörter, die weiterhelfen" durchhören, was der tschechische Sprecher durch seine sehr monoton und knatschig wirkende Sprechweise zu einer echten Herausforderung werden lässt. Der einzigste Vorteil im Vergleich zur Polnisch-CD besteht m.E. darin, dass bei den Zahlen auch Zusammensetzungen, wie z.B. 21 oder 137 genannt werden.
Mein Fazit ist deshalb: Wer sich ohne Vorkenntnisse sprachlich auf eine Urlaubsreise nach Tschechien vorbereiten will, dem ist mit dieser CD nicht wirklich geholfen. Schade!


Hirtenworte. Bd. 2. 1958 - 1963
Hirtenworte. Bd. 2. 1958 - 1963
von Ferdinand Piontek
  Gebundene Ausgabe

4.0 von 5 Sternen Gut zu lesen und in der Praxis anwendbar, 3. Dezember 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Bei den Recherchen für die Erstellung einer Festschrift zum 75. Kirchweihjubiläum unserer Gemeinde wurde ich in früheren Jahrgängen der Kirchenzeitung "Tag des Herrn" auf Bischof Dr. Ferdinand Piontek aufmerksam. Was ich über ihn dort las, war zumeist ein Lob seiner guten Predigten, die weit über die Bistumsgrenzen hinaus bekannt und beliebt gewesen seien. Nachdem ich in besagter Kirchenzeitung dann auch einige Hirtenbriefe dieses Bischofs bzw. Kapitelsvikars gelesen hatte, wurde ich neugierig auf mehr und die dort ebenfalls beworbenen, vom St. Benno Verlag herausgegebenen, Bände dieser "Hirtenbriefe, Predigten und Ansprachen", wie es im Untertitel der Bücher heißt, von denen das erste zum 80. Geburtstag von Dr. Ferdinand Piontek im Jahre 1958 und das zweite, hier zu rezensierende, 1964, kurz nach seinem Tode, herauskam. Ich habe mir beide Bände gekauft und lese sehr gern darin, wobei der zweite einige Druckfehler enthält, weshalb ich einen Stern abgezogen habe, was ja aber nicht zu Lasten des Verfassers geht. Der Kapitelsvikar und spätere Bischof von Görlitz behandelt viele zumeist immer noch aktuelle Themen des Glaubenlebens, wobei der größte Teil seiner Empfehlungen für einen gläubigen Manschen auch heute noch durchaus anwendbar ist. Was Bischof Piontek im vorliegenden Band auf S. 149 z.B. jenen sagt, die eine Sonntagspredigt halten müssen, hat er offenbar bei all seinen hier zu lesenden Predigten usw. zuerst selber beherzigt: "Geben Sie sich Mühe mit Ihrer Sonntagspredigt ohne Rücksicht auf die Zahl Ihrer Zuhörer. ... die (wenigen) Getreuen sollen nicht umsonst gekommen sein, sie verdienen eine Belohnung!"
Seine letzte Predigt, die er schon vorbereitet hatte aber nicht mehr halten konnte und die vom hl. Bischof Karl Borromäus handelt (2. Bd. S. 267-270) endet mit den Worten: "Gott geht mit den Heiligen Seine eignen Wege. Er schenkt sie in einem Zeitpunkt, der gar nicht danach aussieht, und Er nimmt sie in einem Zeitpunkt, wo es die Menschen nicht erwarten. Er ist der Herr! Wir können uns nur beugen und sprechen: Derr Herr hat es gegeben, der Herr hat es genommen, der Name des Herrn sei gepriesen."
Wer sich das Buch kauft, kann selber feststellen, welch ein Geschenk der Herr den Gläubigen mit Bischof Piontek gegeben und auch wieder genommen hat.


Petrus - Die wahre Geschichte
Petrus - Die wahre Geschichte
DVD ~ Omar Sharif
Wird angeboten von multitrade-4-you
Preis: EUR 8,50

27 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die wahre Geschichte?, 22. August 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Petrus - Die wahre Geschichte (DVD)
Um es vorweg zu sagen, ich halte den Film "Petrus - Die wahre Geschichte" durchaus für gelungen und auch für sehenswert, nicht zuletzt deshalb, weil mir der Petrus-Darsteller Omar Sharif in seiner Rolle sehr glaubwürdig erscheint. Ob der Film allerdings dem eigenen Anspruch, die "wahre Geschichte" des ersten Apostels zu erzählen, gerecht werden kann, muss wohl offen bleiben. Katholisch empfindende Gemüter mit einer gewissen Vorliebe für den im Jahre 2005 verstorbenen Papst Johannes Paul II. werden sicher auf ihre Kosten kommen. Erinnert doch der von Omar Sharif dargestellte Petrus durchaus in mancherlei Hinsicht an seinen bis 2005 regierenden polnischen Nachfolger. Und so lässt der Film auch keinerlei Zweifel an der Führungsrolle des Petrus im Kreise der ersten Christen aufkommen, wobei das letzte Bild des Filmes, eine Aufnahme des noch wegen der Renovierung eingerüsteten Petersdomes, die direkte Linie von Petrus zu seinen Nachfolgern in Rom ziehen soll. Der im Film ebenfalls vorkommende Apostel Paulus wirkt neben Petrus geradezu blass und selbst die angedeutete Kontroverse der beiden Apostel, von der die Bibel im Galaterbrief berichtet, ist kaum noch als solche erkennbar. Der erste Teil des Filmes hält sich inhaltlich weitgehend an die biblische Vorlage, wenngleich manches gestrafft bzw. neu sortiert wurde und das Bemühen erkennbar ist, sämtliche Wunder nicht allzu wunderbar erscheinen zu lassen. Für den zweiten Teil gibt es keine biblische Vorlage. Neben Kaiser Nero, dem Brand Roms, der bekannten Quo-Vadis-Geschichte und der mit dem Kopf nach unten erfolgten Kreuzigung des Petrus hat sich der Drehbuchautor deshalb noch die unterhaltsame Geschichte eines Christen, der heimlich Gladiator ist, und eine Liebesgeschichte zwischen dem Enkel des römischen Hauptmanns Kornelius und einer hübschen Christin einfallen lassen. Schliesslich rettet dann die Kreuzigung des Petrus im Film auch noch allen zunächst ebenfalls eingesperrten und dem Tode geweihten Christen das Leben.
Also, wie schon gesagt: ein insgesamt durchaus sehenswerter Film, bei dem man den Titel "die wahre Geschichte" nicht allzu ernst nehmen sollte. Deshalb ein Stern Abzug.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 9, 2013 5:55 PM MEST


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