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Amazon Customer "Jil Aimée"

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Hollys Manuskript
Hollys Manuskript
Preis: EUR 1,99

4.0 von 5 Sternen Ein Manuskript mit Herzblut und Liebe - vom Abschied, Umziehen, der ersten Liebe und anderen wichtigen Lebensabschnitten, 26. Februar 2015
Rezension bezieht sich auf: Hollys Manuskript (Kindle Edition)
Mit ‚hollys manuskript‘ hat die liebe Mira einen sehr temporeichen, tiefgreifenden Kurzroman der etwas anderen Art geschaffen, der mich ins Grübeln gebracht und mir einige schöne Lesestunden geschenkt hat. ‚Etwas anders‘ deshalb, da es in ihm drei Ebenen der wahrnehmbaren Realität gibt, in die man in fließendem Wechsel eintaucht. Das heißt, da wäre zunächst einmal Mays Leben. Durch die Scheidung ihrer Eltern wird ihre Welt erschüttert und sie wird gezwungen mit ihrer Mom umzuziehen. Das bedeutet eine neue Umgebung, das Zurücklassen der alten Freunde, ein schwieriger Start neue Vertraute an der neuen, öden Schule zu finden und vor allem ein kleineres Zimmer. May muss lernen ihren Schmerz über die Trennung ihrer Eltern zu verarbeiten. Das resultiert zunächst in häufigem Schulschwänzen und der Rebellion ihrer Mutter gegenüber.

„Dadurch bleibst du Außenseiter und sehnst dich nur noch mehr nach deinem alten Zuhause.“

Dass es so nicht weitergehen kann, merkt sie, als sie auf einen äußerst anziehenden Privatschüler trifft, der ihr den Kopf verdreht.

- Aber wie soll May in ein geordnetes Leben zurückfinden, wenn es doch nie wieder so sein kann wie ihr bisheriges?
- Wird sie es schaffen, neue Freunde zu finden und in der Schule nicht den Anschluss zu verlieren?
- Wie soll sie sich dem schönen Unbekannten gegenüber verhalten, wenn sie noch keinerlei Erfahrung in dieser Hinsicht hat?

Bei all diesen Fragen hilft ihr ihre beste Freundin Holly, die ihr zum Abschied ein selbstverfasstes Manuskript schenkt, das ihr in ‚dunklen‘ Stunden beistehen soll.

Genau dieses Manuskript liefert uns in Miras Roman die zweite Ebene der Realität. Es geht um das Mädchen Raven aus einer weiter zurückliegenden Zeit, die nach dem tragischen Verlust beider Elternteile von ihrem Onkel und ihre Tante in ein Waisenhaus abgeschoben wird. Ein dunkler Ort, an dem ‚böse‘ Mädchen verschwinden und es kein Zurück in ein eigenes Leben mehr gibt. Oder vielleicht doch?

„Vor ihren geschlossenen Lidern zogen all die Bilder und Eindrücke der vergangenen Tage vorbei. Die Nachricht, dass ihr Vater gefallen war.“

May jedenfalls liebt die Geschichte um Raven und entwickelt gemeinsam mit dem Leser eine Art Freundschaft zu der Heldin aus Hollys Manuskript. Eine Freundschaft, die ihr selbst in dunklen Stunden hilft und die nötigen Ratschläge für den Neustart, der da heißt ihr Leben, parat hält. Diese Freundschaft zwischen May und Raven ist so etwas wie eine Metaebene und dient hier als dritte Schicht unserer Wahrnehmung, in jener beider Leben miteinander verwoben werden und mehr gemein haben, als es zunächst scheint. Sie sind einander nicht nur beste Freundin und Trost, sondern auch Kraftspender und Zufluchtsort. Eben all das, was man als Leser auch häufig erfährt und spürt, wenn man in eine Geschichte vollends eintauchen kann.

Und das ist auch gerade der Grund, warum mir dieses Buch so sehr gefallen hat. Wer kennt es nicht, sich in einer Geschichte zu verlieren und mit den Hauptcharakteren wie mit guten Vertrauten zu agieren. Geschichten helfen oft über schwere Lebenssituationen hinweg und daher war es umso spannender mal ein solches Buch, das genau darauf seinen Schwerpunkt legt, lesen zu dürfen. Vielen lieben Dank für die Chance liebe Mira.

Natürlich ist es für eine etwas jüngere Generation geschrieben bzw. stellen die einzelnen Charaktere Teenager im jungen Alter dar. Daher ist auch der Schreistil sehr locker, flockig leicht und einfach gehalten und die Geschichte innerhalb dieser Geschichte bedient sich auch genau diesem Schema um authentisch zu bleiben ohne dabei an Komplexität zu verlieren. Das hat dem ganzen sehr viel Charme verliehen und mir großen Spaß beim Lesen bereitet. Die einzelnen Personen sind zuckersüß durchdacht und auch das Cover finde ich passend und ansprechend, da ich mir Hollys Manuskript - innerhalb der Geschichte ja von einer ca. 14 Jährigen verfasst - genauso vorstelle. Der Ebenenwechsel der Geschichte macht diese sehr tiefgreifend und bedient mit Verlust, Liebe und Angstgefühlen viele wichtige Themen, die einem in jedem Alter begleiten. Dadurch, dass Mira eine sehr durchdachte Struktur von einzelnen Unterkapiteln (1. May / 2. Raven / 3. Beide) und wiederkehrendem Schemata hinsichtlich der verschiedenen Ebenen gewählt hat, verliert man nie den roten Faden und kann somit vollauf in diese schöne Geschichte eintauchen und sich mitreißen lassen. Lediglich am Ende hätte ich gerne ein paar Seiten mehr gelesen, vor allem, da sich Ravens Geschichte doch sehr abrupt löst. Dies ist aber keine Kritik, sondern einfach die Lust auf mehr.

Abschließend kann ich sagen, dass die liebe Mira mit ‚hollys manuskript‘ eine besondere Geschichte geschrieben hat, die mehr als nur ein Leben wieder ins Gleichgewicht bringt und die man hüten möchte wie einen kleinen Schatz. Packend und ergreifend. Weiter so!

-- Jil Aimée


Mondtochter: Die Nacht der Elemente 1
Mondtochter: Die Nacht der Elemente 1
Preis: EUR 3,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Elemente bewegen, Elemente verändern – den Lauf der Welt bestimmst Du!, 13. Februar 2015
In ‚Mondtochter: Die Nacht der Elemente 1‘ begegnen wir zunächst der 18-jährigen Lucija, die sich seit ihrer Kindheit anders fühlt, als würde sie nicht so recht zu dem Rest der Welt passen. Sie liebt die Ruhe und Friedlichkeit von Friedhöfen und schon im Kindesalter trifft sie auf die Krähe Kapua, jene sie die ‚Krähensprache‘ lehrt. Folglich kann sie die Krähen nicht nur verstehen, sondern sich auch mit diesen unterhalten, was ihr nicht nur mehr als einmal Ungläubigkeit und Gelächter ihrer Mitmenschen entgegenbringt. Lediglich ihrer treuen und besten Freundin Elin kann sie in dieser Geschichte vollstens vertrauen.

• Doch was für eine Geschichte ist das eigentlich?
• Was stimmt mit Lucija nicht?
• Warum kann gerade sie - die normale, stets höfliche und intelligente Lucija - mit Krähen sprechen?

Sie kann es sich selbst nicht erklären. Kapua (hawaiianisch ‚ Die Blume‘) sagte ihr einfach nur einst, sie sei eben nicht normal, sondern jemand Besonderes. Und dieses Besondere scheint sie zu Beginn der Geschichte, an jenem sie kurz vor ihrem 19. Geburtstag steht, einzuholen…

Sie trifft eines Nachts auf dem Friedhof auf einen merkwürdigen und faszinierenden, überaus anziehenden Unbekannten, der ihr die nächste Zeit nicht mehr aus dem Kopf zu gehen scheint und sich in den unmöglichsten Momenten in ihre Gedanken schleicht. So auch auf ihrer Arbeit bei einem Goldschmied, dem sie als Schmuckdesignerin dient. Dort kommt es auch schon zur nächsten merkwürdigen Begegnung in ihrem Leben mit einer harten und eiskalten Kundin, deren Aura einem das Gefühl von ewigen Winter vermittelt und die sich später als der Bösewicht der Geschichte – Umbra Jones – entpuppen wird.

„Mit dieser Stimme konnte sie sicher Regen in Hagel verwandeln.“

Genau für diese Frau soll sie Schmuckstücke und einen silbernen Brieföffner mit Mondsteinen anfertigen und in diese den Namen Celandrine eingravieren. Ein Name, der ihr alsbald nach dem Leben trachten wird und ein silberner Brieföffner, der mehr einer dolchartigen Waffe gleicht, denn einem Postutensil. Alsdann mit dieser Begegnung kommt es für Lucija Schlag auf Schlag. Sie erfährt um ihr Geheimnis, das Mysterium ihrer Existenz, warum zum Beispiel gerade sie mit Krähen sprechen kann. Und dieses Geheimnis treibt sie in die Arme des rätselhaften Unbekannten vom Friedhof, der sich ihr als Sander, ein Arantai und Mondsohn, vorstellt, wie auch sie bald eine Mondtochter sein wird. Mondkinder sind besondere Menschen, die alle 19 Jahre an einem bestimmten Tag geboren werden und denen zu ihrem 19. Geburtstag eine besondere Gabe offenbart wird: Das Beherrschen eines der vier Elemente. Dazu müssen sie sich verwandeln und ihrer Menschlichkeit entsagen. Fortan können sie als Kinder der Nacht nicht mehr bedingungslos im Sonnenlicht wandeln und sich auch nicht ihrem alten Leben und alten Vertrauten offenbaren.
Und Lucija erfährt von Sander, dass genau sie, eine solche Mondtochter ist und das er ihr helfen würde in dieses neue Leben zu finden. Dabei kommen sich die beiden Schritt für Schritt näher und entwickeln eine tiefe Verbundenheit zueinander. Eine Verbundenheit derer sich Umbra Jones, die noch eine Rechnung mit Sander zu begleichen hat, bedienen möchte, um diesen in ewigen Schmerz zu stürzen und ihm der Liebe Lucijas zu entrauben. Sie schmiedet einen perfiden Racheplan, der sich gewaschen hat und nicht nur Lucija und Sanders Leben in Gefahr bringt sondern auch Elin in ein tödliches Unglück stürzt. Umbra ist wie ein Wirbelwind mit Eisspitzen, der durch alles so schön durchdachte und erarbeitete durchfegt und es zu ihrem Nutzen für andre zunichtemacht…

• Wird es Umbra gelingen, ihre Rache an Sander zu vollziehen und Lucija aus seinem Leben zu verbannen?
• Was bedeutet diese neue Welt, dieses neue Ich für Lucija und wird sie endlich dort ankommen, wo sie sich mit ihrer eigenen Andersartigkeit versöhnt und sich vollkommen fühlen kann?
• Wie kommt es dazu, dass sie sich so schnell zu Sander hingezogen fühlt und welche morbiden Geheimnisse hält dieser aus seiner Vergangenheit noch für Lucija bereit?
• Wird sie damit und dem Verlust ihres bisherigen Lebens und den unzähligen Abschieden, die sie erwarten, fertig werden?
• Wird einer dieser Abschiede der zu ihrer besten Freundin Elin sein und von Trauer durchzogen werden?

Um dies alles zu erfahren, müsst ihr die Geschichte um die ‚Mondtochter: Die Nacht der Elemente 1‘ schon selbst lesen und ich kann euch eines versprechen: Es wird sich mehr als bezahlt machen diese wunderschöne Fantasy-Romanze zu lesen, denn sie lohnt sich wirklich.

Lia Haycraft hat mit der ‚Mondtochter‘ den faszinierenden Auftakt einer Paranormal-Romance Geschichte geschaffen, wie man sie so sicherlich noch nicht erlebt hat. Eine neue Grundidee – die der Elemente und Elementarwesen – was für mich nicht nur erfrischend anders und ausnehmend abwechslungsreich wirkte, sondern mich auch rundum überzeugt und in ihren Bann gezogen hat. Ich kann nicht umhin zu sagen, dass mich das Abenteuer um Lucija vollständig abgeholt und in eine neue Welt geführt hat, in der ich noch so vieles Unbekanntes entdecken möchte.
Neben dem neuen Touch und Thema der Fantasy-Geschichte ist diese auch sprachlich überaus durchgereift und ausgearbeitet. Sie hat genau die richtige Länge, um nicht zu kurz und zu holprig zu sein, aber auch um nicht in überzogenen Erklärungen zu ermüden. Man wird mit der Protagonistin häppchenweise in diese fremde, neue Welt der Elemente eingeführt und entschlüsselt nach und nach die Geheimnisse dieser, sodass es bis zur letzten Seite spannend bleibt und man in der Geschichte aufgehen kann. Der Schreibstil ist angenehm und recht einfach gehalten damit man neben den vielen neuen Eindrücken, die das Leser-Ich erst einmal verarbeiten muss, nicht erschlagen wird. Die Seiten fliegen beim Lesen einfach so dahin und man wird mehr und mehr durch malerische Ausweitungen in das Geschehen der Ereignisse gesogen und findet sich mit den Charakteren mitfiebernd direkt dort wieder.

„In diesem Moment riss die Wolkendecke auf und die Blätter der Ahornbäume malten im Mondlicht tanzende Muster auf den Weg.“

Dabei wird einem durch den, stets an den passenden Stellen vollzogenen, Perspektivenwechsel ein rundes Bild vermittelt. Die Charaktere sind sehr gut ausgefeilt und haben emotionalen Tiefgang, der viel Verständnis und Sympathie für sie beim Leser rührt – nicht nur für die ein oder andere übereilte Reaktion, bei der man mal lächelnd oder erstaunt den Kopf schüttelt, sondern auch Sympathie für die Bösewichte der Geschichte schenkt, da man ihre Beweggründe nachvollziehen kann und sie somit echter, tragischer wirken. Zwischen den einzelnen Protagonisten und Nebencharakteren werden stets erwachsene, intelligente Dialoge geführt, was mir trotz des noch jungen Alters Lucijas sehr gefallen hat. Auch das Cover ist sehr ansprechend gestaltet und vereint in mystischer Form Einzelheiten, die bedeutend für die Geschichte sind. So findet sich im Ansatz beispielsweise auch Kapua als Vorbotin des sich ankündigenden Wandels in Lucijas Leben auf diesem wieder. Generell wirkt es sehr anziehend. Ebenso das Setting der Geschichte hat es mir angetan, da diese in England spielt und dem Ganzen einen weiteren magischen Hauch verleiht, der der Erzählung das passende Kleid webt.
Mein Highlight in diesem Roman war allerdings die bedeutungsschwangere und interessante Namensgebung der Hauptcharaktere. Mit so etwas bekommt man mich immer: Lucija – abgeleitet von Lucia – bedeutet so viel, wie ‚die ins Licht Geborene‘ und ‚die Lichtbringende‘ wohingegen Umbra für ‚Schatten‘ steht und Sander – abgeleitet von Alexander – für das Schützen und Verteidigen (der Männer / Menschheit) gilt. Auch Kapua – die Blume – als Sinnbild des Aufblühens eines neuen Lebenskapitels steht dem in nichts nach. Sehr passend zu ihren jeweiligen Eigenschaften und ihrem Werdegang innerhalb der Geschichte. Mein einziger Kritikpunkt ist, gemessen an den vielen Höhepunkten ist dieser relativ unbedeutend und klein, dass ich es an manchen Stellen etwas zu gehetzt empfunden habe und die Protagonisten doch sehr schnell in ihrer Entscheidungsfindung (vor allem am Ende) agierten. Aber ich schätze manchmal ist es eben so, und die Dinge entwickeln sich schneller als man sie sich denkt.
Abschließend bleibt mir nur noch zu sagen: Rundum wunderschöne, malerische Sprachgestaltung, die dem ganzen einen mystischen und geheimnisvollen Touch verleiht, den man so bisher garantiert noch nicht gelesen hat und der der Story angemessen ist. Es wurde ein gewisser Sogeffekt und wachsende Neugierde beim Lesen vermittelt. Neugier darauf, was die Fähigkeiten, Grenzen und Aufgabe der Arantai bilden und Lust auf diese fremde Welt Axikon. Fabelhaftes, fantastisches Abenteuer, bei dem ich es gar nicht erwarten kann Teil 2 zu lesen. Liebe Lia vielen Dank.

--Jil Aimée


SITTENLOS (3): die versöhnung
SITTENLOS (3): die versöhnung
Preis: EUR 2,99

4.0 von 5 Sternen eine unerwartete Reise 3, 10. Februar 2015
Im dritten Teil der Sittenlos-Saga kommen sich Babs und Ilona endlich auch körperlich Näher und beginnen sich fast grenzenlos zu vertrauen. Ilo führt Babs mehr und mehr in die von ihr so schön betitelte Welt der ‚Sittenlosen‘ ein und diese findet zunehmend Gefallen daran und an den männlichen Schätzen, die ihr diese Welt zu bieten hat. Besonders an zwei Brüdern namens Alex und Peter, die sie noch in den Wahnsinn – körperlich, wie geistig gesehen – treiben werden.
Babs innere Gelüste auf ein sexuell offeneres Leben sind geweckt und mit Ilos Hilfe gibt sie sich diesen mehr und mehr hin und lernt zu genießen. Als es mit Ilos Geschäft beginnt bergauf zu gehen, machen die beiden Freundinnen einen Ausflug mit Babs Porsche, der ihr neu gewonnene Vertrautheit auf die Probe stellen wird.

„Vorher einfach nachdenken und planen und schon klappt es auch mit den Schmuddelklinken.“

Zurückgekommen geht es Schlag auf Schlag und Babs gerät in eine handgreifliche Auseinandersetzung mit dem einen Mann, der sie verrückt macht und von dem sie trotz all ihrer guten Vorsätze einfach nicht die Finger lassen kann und sie zur Rache treibt. Dabei geht mehr zu Bruch als nur ein teures Auto, ein guter Ruf und eine Freundschaft?

- Wird die Freundschaft zwischen Babs und Ilo Bestand haben?
- Wer ist dieser sexy Kerl, der Babs Blut zum Kochen bringt?
- Gegen wen wird sie ihre ganze Kampfeskunst einsetzen müssen und wird ein Krankenhausaufenthalt das Ende für Babs neu gewonnene Welt bedeuten?

Der dritte Teil führt die sinnliche und prickelnde Erotik des ersten Teils und die sich vertiefende Freundschaft der beiden Frauen zusammen und gipfelt in einem Feuerwerk aus Feuer und Wasser und einer Vielzahl von Missverständnissen und unzähligen Höhepunkten. Lest selbst und lasst euch überraschen.

Fazit:
Mit den Sittenlos-Romanen hat das Autorenpaar Alexander eine humorvolle und sehr erotische Buchreihe geschaffen, die leicht zu lesen ist und mit einem erfrischenden Schreibstil glänzt. Männer sind in dieser Geschichte eher schmuckes Beiwerk und kommen nicht unbedingt gut weg. Es sind eben Romane für Frauen über die Liebe zum eigenen Körper und das Selbstbewusstsein sich Dinge zu trauen, die vielleicht nicht der gesellschaftlichen Norm entsprechen. Durch die angenehmere Sprache wird dem Thema gegenüber mehr Niveau entgegengebracht und die entscheidenden Szenen sind allesamt sinnlich und erfrischend geschrieben. Lediglich hin und wieder flacht es in die ‚Aufklär-/Erklär-Schiene‘ ab, was es manchmal etwas zu nüchtern gestaltet. Für jene, die dieses Genre lieben braucht es die Erklärung an sich nicht. Die Handlung entbehrt nicht einer gewissen Komik, die das Lesen und mitfühlen authentischer macht, aber sprachlich an manchen Stellen sicher ausbaufähig ist. Auch merkt man, dass die Bücher von zwei Personen geschrieben wurden, da der Schreibstil innerhalb des Buches merklich hin und her wechselt. Dies hat es für mich aber alles in allem charmanter gemacht. Lediglich von den Covern bin ich nicht so recht überzeugt, aber das ist ja bekanntlich Geschmackssache.
Persönlich finde ich die Reihe sehr gelungen und es hat mir sehr viel Spaß gemacht, mich von ihr in eine aufregende Welt entführen zu lassen, denn sie strotzt von Offenheit, Ehrlichkeit und befreit ein Stück weit von gesellschaftlichen Konventionen. Die Kapitel sind Band-übergreifend fortlaufend und aufeinander aufbauend, daher empfiehlt es sich dringend, sie in der vorgegebenen Reihenfolge zu lesen. Jedes Buch startet mit einem Rückblick zum Vorband, was es dem Leser leichter macht wieder ins Geschehen einzusteigen. Was mir auch sehr gut gefallen hat, ist das, jedes Kapitel mit einem kleinen Bild eingeleitet wird, was passend zum Thema der Geschichte ist. Diese ist generell sehr mitreißend und beschert einem das ein oder andere Hochgefühl mit der gewissen Prise an Erotik, aber auch Humor für die Sache selbst. Ich bin gespannt, ob und wie es weitergeht. Ich werde sie auf jeden Fall weiterlesen, denn sie hat mich gepackt. Danke dafür und meine Leseempfehlung an alle, die mal aus den typischen Liebesgeschichten ausbrechen und mehr Erotik erfahren wollen.

--Jil Aimée


SITTENLOS (2): zwei freundinnen
SITTENLOS (2): zwei freundinnen
Preis: EUR 0,99

4.0 von 5 Sternen eine unerwartete Reise 2, 10. Februar 2015
Im zweiten Teil der Sittenlos-Saga wird vielmehr die freundschaftliche Beziehung der beiden weiblichen Hauptcharaktere Babs und Ilo thematisiert, denn die pure Sexeslust und Erotik. Sie lernen sich langsam immer besser kennen und so bleibt es auch nicht aus, dass Hintergründe aus beider Vergangenheiten offengelegt werden, was der Geschichte neben der erotischen und sinnlichen Komponente mehr Greifbarkeit verleiht. Die Charaktere beginnen echter und haptischer zu wirken und man lernt mit ihnen mitzufühlen. Man entdeckt Geheimnisse, an denen sowohl Babs als auch Ilo festhalten und diese werden gehen lassen müssen, wenn ihre Freundschaft funktionieren soll. Ilona wird immer mehr erkennen, was es mit dem Luxus ihrer ‚neuen‘ Freundin wirklich auf sich hat und wer sie zu der Eisfrau machte, die nun langsam ihre Hüllen fallen lässt. Babs im Gegenzug erfährt um die prekäre finanzielle Situation Ilonas, jene droht ihr den Shop aus den Händen zu reißen. Um sich gegenseitig zu helfen und genau das zu geben, was die jeweils andere dringend braucht (Geld und Wirtschaftskenntnis in Ilonas Fall / ein Sexleben, eine Körperliebe und Orgasmen auf Babs Seite) handeln die beiden nach gegenseitigem Beichten einen knallharten Deal aus.

„Mein Gehirn ist klar und deutlich dagegen. Nur da unten, in meinem neu erwachten Zweithirn, da denkt anscheinend jemand ganz anders darüber.“

- Aber kann Ilonas mangelnde Geschäftskompetenz wirklich durch Babs Wissen ausgeglichen und der Shop gerettet werden?
- Wird es den gegenseitigen Benefit geben?
- Ist Babs wirklich dazu bereit, ihr braves altes Ich über Bord zu werfen und sich gegenüber ihrem eigenen Verlangen bewusster zu werden?
- Und welche Rolle spielt ein rüder Bankier, gegen den sie sich zu Wehr setzen müssen, in dieser Geschichte?

Lest es selbst und erfahrt in Teil Zwei um den Beginn und die Entwicklung einer frischen Freundschaft und wie wackelig diese am Anfang noch ist und welchen Ängsten es bei beiden Frauen zum Trotzen gilt, um ihre Verbundenheit auf Dauer bestehen zu lassen.

Fazit:
Mit den Sittenlos-Romanen hat das Autorenpaar Alexander eine humorvolle und sehr erotische Buchreihe geschaffen, die leicht zu lesen ist und mit einem erfrischenden Schreibstil glänzt. Männer sind in dieser Geschichte eher schmuckes Beiwerk und kommen nicht unbedingt gut weg. Es sind eben Romane für Frauen über die Liebe zum eigenen Körper und das Selbstbewusstsein sich Dinge zu trauen, die vielleicht nicht der gesellschaftlichen Norm entsprechen. Durch die angenehmere Sprache wird dem Thema gegenüber mehr Niveau entgegengebracht und die entscheidenden Szenen sind allesamt sinnlich und erfrischend geschrieben. Lediglich hin und wieder flacht es in die ‚Aufklär-/Erklär-Schiene‘ ab, was es manchmal etwas zu nüchtern gestaltet. Für jene, die dieses Genre lieben braucht es die Erklärung an sich nicht. Die Handlung entbehrt nicht einer gewissen Komik, die das Lesen und mitfühlen authentischer macht, aber sprachlich an manchen Stellen sicher ausbaufähig ist. Auch merkt man, dass die Bücher von zwei Personen geschrieben wurden, da der Schreibstil innerhalb des Buches merklich hin und her wechselt. Dies hat es für mich aber alles in allem charmanter gemacht. Lediglich von den Covern bin ich nicht so recht überzeugt, aber das ist ja bekanntlich Geschmackssache.
Persönlich finde ich die Reihe sehr gelungen und es hat mir sehr viel Spaß gemacht, mich von ihr in eine aufregende Welt entführen zu lassen, denn sie strotzt von Offenheit, Ehrlichkeit und befreit ein Stück weit von gesellschaftlichen Konventionen. Die Kapitel sind Band-übergreifend fortlaufend und aufeinander aufbauend, daher empfiehlt es sich dringend, sie in der vorgegebenen Reihenfolge zu lesen. Jedes Buch startet mit einem Rückblick zum Vorband, was es dem Leser leichter macht wieder ins Geschehen einzusteigen. Was mir auch sehr gut gefallen hat, ist das, jedes Kapitel mit einem kleinen Bild eingeleitet wird, was passend zum Thema der Geschichte ist. Diese ist generell sehr mitreißend und beschert einem das ein oder andere Hochgefühl mit der gewissen Prise an Erotik, aber auch Humor für die Sache selbst. Ich bin gespannt, ob und wie es weitergeht. Ich werde sie auf jeden Fall weiterlesen, denn sie hat mich gepackt. Danke dafür und meine Leseempfehlung an alle, die mal aus den typischen Liebesgeschichten ausbrechen und mehr Erotik erfahren wollen.

--Jil Aimée


SITTENLOS (1): wie alles begann
SITTENLOS (1): wie alles begann
Preis: EUR 0,99

4.0 von 5 Sternen eine unerwartete Reise 1, 10. Februar 2015
Band 1 der Sittenlos-Saga beginnt mit dem Leben von Barbara Bach – eine besondere Frau Ende ihrer Zwanziger. Diese besondere Frau verdient auch ein besonderes Auto – ein 911er Porsche Turbo S Cabrio – das sie mit einer ihrer Platinkreditkarten einfach mal so aus ihrer ‚Portotasche‘ bezahlen kann. Warum? Barbara Bach, auch Babs genannt, ist reich, verdammt reich sogar. Dies hat sie aber nicht, wie es der Anschein zu Beginn vielleicht vermuten lässt, dadurch erzielt, dass sie als ‚Edelliebchen‘ fungiert. Nein! Sie hat sich jeden einzelnen Euro hart verdient, auch wenn sie im Verlauf der Geschichte immer wieder einen gesellschaftlichen Stempel aufgedrückt bekommen wird, der sich nicht die Mühe macht, hinter ihre Fassade zu blicken. Da wären wir auch schon bei einem wichtigen Punkt in dieser Geschichte angelangt: Es geht viel um gesellschaftliche Konventionen und Idealbilder oder besser gesagt, um das Freimachen davon und das alles ohne die übliche Scham zu spüren, die uns durch ein stringentes Konstrukt von Regeln und Leitbildern nur allzu oft vermittelt wird. Für mich eine Hauptbotschaft, die ich aus dieser Reihe mitnehme ist es, sich nicht für sich selbst und wie man ist zu schämen. Man sollte zu sich stehen. Punkt!
Zurück zu Babs. Sie ist Leiterin einer Corporate Finance Abteilung in Köln und verdient im Jahr so um die 500.000 €, den Bonus noch nicht eingerechnet. Sie ist gebildet, absolut selbständig, verdammt gutaussehend, aber auch gefühlskalt, im Beruf berechnend und erfolgsorientiert. Alles Eigenschaften, die ihr früh den Beinnamen ‚Eisfrau‘ einbrachten. Aber das war nicht immer so. Vor Jahren war sie der komplette Gegensatz und nahezu wirklich das Edelliebchen, das sie niemals sein wollte. Zu 100% abhängig vom Luxus eines reichen Schnösels namens Bernd, der außer grenzenlosem Reichtum nur noch die typische Freitag-Abends-Null-Acht-Fünfzehn-Nummer von langweiligem Sex zu bieten hat. Das gepaart mit der Abhängigkeit sind eine Kombination, die Babs damals einfach nicht mehr ertragen hat und der Grund für den Ausbruch und den Aufbau der eisigen Business-Powerfrau, die sie heute ist.

„Emotionen blendeten den Geist und verhinderten logisches Denken.“

Unabhängig und voll gnadenlosem Businesskalkül! Und eben diese Frau holt sich nun in Stuttgart ihren neuen Luxusschlitten. Aber, unverhofft kommt oft und so ergibt es sich, dass sie in der Heimat Porsches auf die einzigartige und weltoffene Ilona Ilgner trifft. Ihr totales Gegenteil. Zwar auch eine Geschäftsfrau mit einem eigenen Laden – ein Erotikshop nur für Frauen – aber nicht von Regeln getrieben, sondern direkt, forsch, und sexuell mehr als offen. Beide Frauen sind vom ersten Augenblick von ihrem jeweiligen Gegenüber magnetisiert und können der Versuchung sich besser kennenzulernen einfach nicht widerstehen. Zwei ungleiche Frauen, die ihre Gefühlswelten ordentlich durchrütteln werden bilden eine sehr interessante Kombi. Warum? Ilona ist lasziv, frivol, ja sogar verrucht und das lässt sie Babs auch von der ersten Minute an spüren. Sie führt sie in eine Welt fernab aller gesellschaftlicher Zwänge und in den Kosmos der puren Erotik hinein, während Babs Sexleben mehr als nur eingeschlafen ist, sondern bereits Spinnweben angesetzt hat. Sie lernt sie Offenheit und Loslassen und das Lieben des eigenen Körpers für das, was er ist, ein Tempel der Lust und Hingabe. Von gegenseitiger Neugierde geweckt werden sie sich beide Schritt für Schritt gegenseitig helfen. Jede auf ihrem Paradegebiet und der gesellschaftlichen Scham vollkommen entfliehen…Taucht ein in den ersten Teil eines erotischen Abenteuers um die Freundschaft zweiter Fremder…

Fazit:
Mit den Sittenlos-Romanen hat das Autorenpaar Alexander eine humorvolle und sehr erotische Buchreihe geschaffen, die leicht zu lesen ist und mit einem erfrischenden Schreibstil glänzt. Männer sind in dieser Geschichte eher schmuckes Beiwerk und kommen nicht unbedingt gut weg. Es sind eben Romane für Frauen über die Liebe zum eigenen Körper und das Selbstbewusstsein sich Dinge zu trauen, die vielleicht nicht der gesellschaftlichen Norm entsprechen. Durch die angenehmere Sprache wird dem Thema gegenüber mehr Niveau entgegengebracht und die entscheidenden Szenen sind allesamt sinnlich und erfrischend geschrieben. Lediglich hin und wieder flacht es in die ‚Aufklär-/Erklär-Schiene‘ ab, was es manchmal etwas zu nüchtern gestaltet. Für jene, die dieses Genre lieben braucht es die Erklärung an sich nicht. Die Handlung entbehrt nicht einer gewissen Komik, die das Lesen und mitfühlen authentischer macht, aber sprachlich an manchen Stellen sicher ausbaufähig ist. Auch merkt man, dass die Bücher von zwei Personen geschrieben wurden, da der Schreibstil innerhalb des Buches merklich hin und her wechselt. Dies hat es für mich aber alles in allem charmanter gemacht. Lediglich von den Covern bin ich nicht so recht überzeugt, aber das ist ja bekanntlich Geschmackssache.
Persönlich finde ich die Reihe sehr gelungen und es hat mir sehr viel Spaß gemacht, mich von ihr in eine aufregende Welt entführen zu lassen, denn sie strotzt von Offenheit, Ehrlichkeit und befreit ein Stück weit von gesellschaftlichen Konventionen. Die Kapitel sind Band-übergreifend fortlaufend und aufeinander aufbauend, daher empfiehlt es sich dringend, sie in der vorgegebenen Reihenfolge zu lesen. Jedes Buch startet mit einem Rückblick zum Vorband, was es dem Leser leichter macht wieder ins Geschehen einzusteigen. Was mir auch sehr gut gefallen hat, ist das, jedes Kapitel mit einem kleinen Bild eingeleitet wird, was passend zum Thema der Geschichte ist. Diese ist generell sehr mitreißend und beschert einem das ein oder andere Hochgefühl mit der gewissen Prise an Erotik, aber auch Humor für die Sache selbst. Ich bin gespannt, ob und wie es weitergeht. Ich werde sie auf jeden Fall weiterlesen, denn sie hat mich gepackt. Danke dafür und meine Leseempfehlung an alle, die mal aus den typischen Liebesgeschichten ausbrechen und mehr Erotik erfahren wollen.

--Jil Aimée


Auf der Suche nach Mr. Grey: Autsch ist ein schlechtes Safeword
Auf der Suche nach Mr. Grey: Autsch ist ein schlechtes Safeword
von Emily Bold
  Taschenbuch
Preis: EUR 4,50

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bastle dir Deinen Christian Grey oder die etwas andere Art genau das zu bekommen, was frau will!, 6. Februar 2015
Die etwas schüchterne und wenig selbstbewusste Anna sucht ihren eigenen Romanhelden – die perfekte und nur leicht verruchte Version eines Christian Grey! Genau passend zu ihrer Lieblingsbuchreihe. Warum? Sie ist einsam, seit Jahren Single und fühlt sich in ihrer eigenen Welt und in ihren eigenen Moralvorstellungen eingeengt. Sie möchte ausbrechen und allen anderen – allen voran aber sich selbst – beweisen, dass mehr als nur Anstand, Nettigkeit und ein kluges Köpfchen in dem Mäuschen und der Anwaltsgehilfin Anna stecken. Sie möchte sich wandeln, unglaublich sexy und lasziv auf Männer wirken und sich ihrer devoten Ader hingeben, die sie sich nach dem Vorbild von Shades of Grey einredet, auch wenn diese nicht wirklich zu ihr zu passen scheint. Sie möchte einfach ein auffallender, selbstbewusster und sexy Vamp werden, der das Devote genießen und das Leben in vollen Zügen auskosten kann. Somit das komplette Gegenteil zu der tatsächlichen Anna, die sich auch äußerlich mit ein paar überschüssigen Pfunden, jene der Vorliebe zu Süßem geschuldet sind, noch ändern möchte.

„Aber die Pfunde lachten sich eins über meinen Versuch, durch Bewegung gegen sie anzukämpfen, denn sie wussten nur zu gut, dass ich der Versuchung nicht widerstehen konnte, am Abend eine große Schüssel Schokodrops zu verschlingen.“

Aber sie kann der Versuchung einfach nicht oft genug widerstehen. Das muss sie auch eigentlich gar, wenn sie einfach nur mal genau in ihrer Welt hinschauen würde. Denn alles was sie braucht ist wirklich bereits da. Frau muss sich nicht in irgendwelche Romanideale flüchten und hinter falschen Fassaden verstecken, um wirklich glücklich zu werden…

Dann gibt es in Annas Welt noch ihren Mitbewohner Marc, ein Weiberheld wie es im Buche steht. Er scheint seine weiblichen Gespielinnen öfter zu wechseln, als manch ein anderer ein Paar Socken und dabei lässt er keine Gelegenheit aus, Anna aufzuziehen und in ihren eigenen vier Wänden bloßzustellen. Sie kann diesen Lackaffen nicht leiden, dennoch ist sie auf ihn angewiesen. Das Gehalt einer Anwaltsgehilfin allein reicht einfach nicht für eine schicke Wohnung aus. So wünscht sie sich nicht nur einmal, ihre Freundin würde noch bei ihr wohnen und nicht dieser arrogante Marc. Und arrogant ist er wirklich, denn als Anna beschließt, in einem Forum nach Männern à la SoG zu suchen und sich darüber hinaus selbst noch das ein oder andere Spielzeug bestellt, kann er nicht anders, als ihr ein unmoralisches und vielleicht auch nicht ganz ernst gemeintes Angebot zu machen: Sie dürfte auch mal zu ihm ins Schlafzimmer kommen, wenn sie doch so einsam sei.

„Ha! Du hast mehr Verkehr dort drin als die Münchner U-Bahn. Du erwartest also nicht, dass ich auf diesen Zug auch noch aufspringe?“

Nein! Da sucht Anna doch lieber weiter, auch wenn sie dabei an die merkwürdigsten Gestalten, Betrüger und Feiglinge - die sich ebenfalls nur hinter Fassaden verstecken - gerät und dabei die vielen Einsatzmöglichkeiten eines Pfannenwenders schätzen lernt. Was man damit alles Schönes anstellen und was dieser so alles bewirken kann…? Findet es selbst heraus…Ihr werdet es lieben…

Mit ‚Auf der Suche nach Mr. Grey‘ begibt sich Emily auf ein ihr bisher fremdes, humoriges Parkett, auf jenem sie einen klasse Tanz durch die Welt von SoG hinlegt. Dabei nimmt sie diese auf eine so charmante Art und Weise auf die Schippe, die sich gewaschen hat, dass frau gar nicht anders kann, als den Liebeskurzroman zu verschlingen, zu lieben. Eine neue Art des Schreibens, eine gewagter Weg und Emily meistert beides hervorragend. ‚Auf der Suche nach Mr. Grey‘ ist aber neben den Einflüssen von der erotischen Welt des Christian Grey auch etwas geprägt von Bridget Jones und Doktors Diary, was dem Ganzen mehr Greifbarkeit, Leichtigkeit und Humor verleiht, ohne dabei abgeflacht zu wirken. Wirklich eine neue Richtung. Sie steht Emily, meine hohe Anerkennung! Auch die Charaktere sind trotz der Kürze der Geschichte sehr gut durchdacht und wirklich fassbar. Hinter Anna verbirgt sich mehr, als der erste Eindruck offenbart und so einen Marc (übrigens mein Lieblingscharakter in diesem Bucht) kennen wir doch alle irgendwie:). Die gesamte Geschichte ist einfach erfrischend anders, man kann gar nicht anders als an manchen Stellen mit Anna den Kopf zu schütteln oder mit Marc zu lachen. Dabei bleibt die Story um Anna selbst aufheiternd, denn sie zeigt einem, dass es dem Verändern der eigenen Person bzw. dem Fliehen in etwas Fremdes, das man an sich nicht ist, nicht unbedingt bedarf, um loszulassen und glücklich zu werden. Manchmal reicht es einfach, die Augen zu öffnen und zu sehen, dass was sich liebt, sich gerade auch oft neckt.

‚Auf der Suche nach Mr.Grey‘ ist lustig, unkompliziert ehrlich und behält sich dabei genau das bisschen exotisches und erotisches Prickeln, das man sich für regnerische und kalte Tage wünscht  einfach rundum gelungen!

Unfassbar humorvoll und wer SoG liebte und auch ein bisschen über sich selbst lachen kann, wird hier von einem Hochgefühl zum nächsten gebracht. Es hat mir sehr gut gefallen und ich kann es jedem nur empfehlen, ebenfalls in diese schöne Geschichte – passend zur Valentinstags-Zeit veröffentlicht – einzutauchen, herzlich zu lachen und einfach einmal zu genießen.

-- Jil Aimée


Die Gwailor-Chronik (1): Im Schatten der Prophezeiung
Die Gwailor-Chronik (1): Im Schatten der Prophezeiung
Preis: EUR 6,99

5.0 von 5 Sternen – Aus dem Schatten heraus ins Licht treten und über sein eigenes Schicksal mächtig sein (Gwailor-Chronik (1+2))!!!, 25. Januar 2015
ACHTUNG: Diese Rezension enthält auch ein paar wenige Angaben zu Teil zwei, die aber nicht spoilern!!!

Zu Beginn des ersten Teils der Gwailor-Chronik erfährt der Leser, wie es zu der Aufteilung des einstigen Reiches Gwailor in die zwei Königreiche Tarell und Lumaar kommt. Vor einigen Generationen wurde dem damaligen Herrscher Gwailors ‚Judenor Gordenai‘ von seiner Gemahlin das Geschenk von Zwillingssöhnen gemacht. Da beide zur nahezu selben Zeit das Licht der Welt erblickten, wollte er keinem das Recht des Thronfolgers rauben und teilte sein Königreich friedvoll in zwei Herrschaftsgebiete auf, dass jeder Sohn eines davon führen möge. Dies geschah zwischen den Zwillingsbrüdern auch in friedliebender Art und Weise, doch schon die Enkel Judenors führten ihre Reiche in erbitterter Feindschaft und tiefem Streit zueinander, da ein jeder sich für den rechtmäßigen Erben und Gebieter über ganz Gwailor hielt. Der daraus entstandene Zorn wurde fedenhaft über Generationen weitervererbt, sodass zu Beginn der Geschichte des ersten Buches die beiden Königreiche sich feindlich gesinnt gegenüber stehen.
Im Königreich Tarell sowie Lumaar kommt es zur selben Zeit zu Nachwuchs und während König Kronot Tarell durch die Geburt seines Sohnes Dayin und die Königstochter Lumaars auf eine friedliche Einigung der beiden Reiche in der Zukunft hofft, so ist König Rohn Lumaar über die Geburt einer Thronerbin mehr als nur enttäuscht. Für Rohn Lumaar zählen nur männliche Erben als wahre Thronfolger, da nur sie seiner Meinung nach die nötige Härte, taktisches Kalkül und Weitsicht in sich haben, um ein ganzes Land zu regieren. Da ihm aber ein männlicher Erbe versagt bleibt, versucht er seine Tochter Lilell durch hartes Waffentraining früh zu formen. Dies vermag ihm aber nicht zu gelingen, denn seine Tochter ist zart, weich und durch große Gutmütigkeit und Nächstenliebe gekennzeichnet. In seinem Hass gegenüber Tarell würde Rohn niemals einer Hochzeit und somit friedlichen Wiedervereinigung der beiden Völker gleichen Ursprungs zustimmen. Die Geschichte um die beiden Königskinder wird in sich abwechselnden Teilen erzählt, die sich zwangsläufig irgendwann verweben müssen.

In Gwailor gibt es aber noch mehr Einfluss auf die Entwicklungen der Zukunft, als die Entscheidungen der Könige. In beiden Reichen ist es üblich, dass den Königskindern nach ihrer Geburt durch Berührung einer Seherin eine Prophezeiung über ihre Lebensrichtung ausgesprochen wird. Im guten, wie im schlechten Sinn. Seherinnen bestimmen das Machtbild der Zukunft unterbewusst. Dass die Seherinnen das Schicksal bzw. die Zukunft der Bewohner bezeichnen, gibt der Geschichte einen neuen Touch.

„Die Prophezeiung kann … sie kann alles verändern.“

So kommt es, dass dem gutherzigen Kronprinzen Dayin Tarell von der höfischen Seherin die schlimmste aller Weissagungen zuteilwird:
Es heißt, er würde noch vor Erreichen des Krönungsalters von 25 seinen eigenen Vater hinterrücks ermorden und somit zum Königs- und Vatermörder werden. Diese dramatische Prophezeiung über ein noch unschuldiges Baby wird den Lebensweg des Prinzen von Tarell auf düstere Weise verzerren und brandmarkt ihn nach Bekanntgabe in beiden Reichen als Mörder, obgleich seine Eltern alles versuchen, ihn nie dazu werden zu lassen. Sein Vater lässt ihn aufgrund des Ratschlags seines höfischen Beraters Torelk Medell vom Waffentraining sowie nach Geburt des zweiten Sohnes Gerrent auch von der Thronfolge ausschließen. Durch das Bekanntwerden der Prophezeiung kommt es von Kindestagen an zu einem drastischen Mistrauen gegenüber Dayin und zu vermehrten Mordattentaten, die auf seinen Tod abzielen, damit er niemals der Mörder werden könne, den das gesamte Volk in ihm sieht. Sein Bruder Gerrent wird zur Thronfolge ausgebildet und von seinem Vater bevorzugt. Dayin muss in Folge auch sehr unter der Hetzerei und Tyrannei seines Bruders sowie dem Imstichlassen und Mistrauen seines Vaters leiden. Hätte er nicht seine Mutter und Großeltern, die ihn bedingungslos lieben und in ihm den gutherzigen und liebenswerten Jungen, der er ist, sehen, an seiner Seite, so würde er kaum das Erwachsenenalter erreichen.

„Wenn nur nicht der traurige Ausdruck in ihren Augen gewesen wäre, der sie so gewiss begleitete, wie Schatten dem Licht folgte.“ (Zitat über Dayins Mutter als Zeichen der fast einzig Verbündeten)

Als die Attentate auf sein Leben zunehmen, bekommt er in dem einzigen Gardisten Tarells, der nicht an die Prophezeiung glaubt, einen Leibwächter und Freund: Wendar Krenn. Aber ob ein Mann alleine genug ist, ihn vor den äußeren Angriffen einer ganzen Nation und dem Hass Tarells zu schützen und vor innerlichen Zerbrechen zu bewahren, wird sich im Verlauf der Geschichte zeigen. Wendar Krenn, der mit Leib, Leben und Seele für ihn einsteht ist auch mein Lieblingscharakter im gesamten ersten Teil. Nur eines vorab: Als Dayin über seine eigene negative Prophezeiung erfährt, beginnen die Dinge sich zu überschlagen. Eine Katastrophe folgt der nächsten und reißt sein ganzes vertrautes Umfeld, das sowieso nur aus nicht einmal einer Handvoll Menschen besteht, die keinen Mörder in ihm sehen, in den schieren Abgrund. Für Dayin beginnt eine düstere Zeit, die ihm jeden Lebensmut nimmt und jeder Lebensfreude versagt. Demütigungen, Anfeindungen und Zermürbung folgen Schlag auf Schlag für Dayins geschundene Seele. Der Tod scheint an ihm zu haften, auch wenn er sich selbst versucht, gegen die Prophezeiung zur Wehr zu setzen und seinen Vater als auch ganz Tarell verzweifelt davon überzeugen möchte, dass er ein guter Mensch ist.

Der Kronprinzessin von Lumaar, Lilell, hingegen wird zu ihrer Geburt vorhergesagt, dass sie eine gütige Königin wird, der von ihrem Volk nichts als Liebe und Dankbarkeit entgegen getragen werden würde. So gut sich diese Worte anhören, so schlimm werden sie durch ihren Vater für Lilell werden. Denn dieser versucht mit aller Macht einen gewaltvollen Weg zu finden, sich die Herrschaft beider Reiche anzueignen und Lilell dem hingehend zu formen. Dafür begegnet er ihr mit Härte und Eisernheit und ohne Liebe. Egal, was Lilell in ihrer Kindheit und Jugend auch tut, selbst, als sie eigens die Gabe einer Seherin zeigt, für ihren Vater ist sie nie gut genug. Und längst keines Thrones würdig. Dies lässt er sie stets spüren und sein Hass und Zorn gegenüber ihrem Geschlecht versucht sie über die Jahre zu zermürben. Nur durch ihre liebvolle Mutter, die ihr den Weg fernab vom Hofe in das Dorf der Seherinnen zur Schulung ihrer Fähigkeiten ermöglicht, kann sie ihre Herzlichkeit behalten, ohne an dem nicht vorhandenen Stolz ihres Vaters in Bezug auf ihre Person zu zerbrechen. Aber auch im Dorf der Seherinnen scheint sie über die Jahre keinen wirklichen Erfolg zu erleben und hätte sie dort nicht ihre treue Freundin Gwaina gefunden, die ihr trotz ihrer königlichen Position die beste Gefährtin wird, so wäre sie vielleicht der Einsamkeit und Schuldgefühlen des Versagens erlegen. Neben der loyalen, mutigen und klugen Gwaina, die selbst eine hervorragende Seherin wird, hat Lilell stets in ihrem Leibwächter eine Person, der sie in der schweren Zeit vollstes Vertrauen schenken kann. Generell scheinen die Leibwächter in dieser Geschichte eine wichtige und ehrliche Rolle einzunehmen und den Leib ihres Schützlings auch gegenüber dem jeweiligen König zu verteidigen. Eines Tages erfährt Lilell, dass ihr auch die Gabe einer Heilerin innewohnt. Sie hat die Fähigkeit, das Leben der Menschen von Verletzungen und Krankheiten zu heilen und es zu erhalten. Eine Gabe, die sie wirklich beherrscht und die sie von innen heraus mit größter Wärme und Selbstvertrauen erfüllt. Sie darf an den Hof Grentnor von Lumaar zurückkehren, doch ihr Vater sieht wieder nur eine Enttäuschung in ihr. Er zweifelt daran, ob es wirklich möglich ist, dass eine Person sowohl die Gabe des Sehens als auch des Heilens in sich haben kann und unterzieht sie einer harten Prüfung, die seine Verachtung ihr gegenüber unterstreicht.

- Ob sie diese Prüfung bestehen wird und welchen grausamen der König Lumaars seiner Tochter entgegentritt, lohnt es sich durch Lesen des Buches selbst zu erfahren.
- Ebenso gilt es auch die Frage zu beantworten, ob es zu einem brutalen Krieg der beiden Völker kommen wird oder sich König Kronots Wunsch zu einer friedvollen Einigung doch noch erreichen lässt.
- Wird Prinz Dayin seinem Vater und der Welt beweisen können, dass er kein Mörder ist oder wird er selbst an den Folgen der dunklen Prophezeiung zugrunde gehen und welche weiteren Opfer wird diese fordern?
- An welcher Stelle im Verlauf dieser Geschichte kommt es zu einer Verwebung der Lebenswege Dayins und Lilells und wird es ihr vielleicht sogar als Heilerin möglich sein, seine geschundene Seele zu heilen?
- Oder ist es den Heilerinnen nur möglich, den Körper nicht aber das Ich zu erhalten?
- Welche grausame Rolle wird Tarells Thronerbe Prinz Gerrent in dieser Geschichte noch einnehmen und wie passen die von allen so hoch geachteten Seherinnen in dieses Bild und was sind die Grenzen und Möglichkeiten ihrer Gabe?
--> Lest und erfahrt es selbst!!! Mehr werde ich zum Inhalt nicht verraten, ich kann euch nur empfehlen, beide Bücher selbst zu lesen.

Wenn in Buch 1 das Heranwachsen und die Hintergründe der beiden (Lilell und Dayin) sowie die Wege der Königreiche veranschaulicht werden, so erwartet Euch in Buch 2 ein spannender Kampf auf Leben und Tod, Ehre und Verachtung, Mut und Angst, Selbstlosigkeit und Versagen, Hoffnung und Untergang. Mehr wird nicht gespoilert. Lest selbst!!!

Die liebe Susanne hat mit den Gwailor-Chroniken ein fantastisches Epos geschaffen und in solch einer Detailtreue gezeichnet, dass es einen packt und lange nicht mehr loslässt. Während ‚ Im Schatten der Prophezeiung‘ ein herausragender Auftakt eines einmaligen Leseabenteuers ist, so liefert ‚Schicksalspfade‘ einen mehr als würdigen Fortgang und Abschluss der Geschichte und führt Wege zusammen. In beiden Teilen wird mit einem gekonnten Perspektivenwechsel zwischen den Königreichen dem Leser ein breites Bild um Gwailor vermittelt und in ein mittelalterliches Gewand gewoben. Dies wird auch durch eine entsprechend zeitgemäße Begriffsverwendung mit Authentizität im Ganzen belohnt. Susanne hat eine sehr durchdachte Welt mit außergewöhnlicher, passender Namensgebung der Charaktere und Schauplätze (man kann es sich auf einer Karte gezeichnet genauso vorstellen) erschaffen und dabei Stil treu, geografisch und malerisch ausgereift und umfassend die Kulisse des Geschehens gestaltet. Sie verwendet stets farbenreiche und bildhafte Beschreibungen, die mit der jeweiligen Szenerie und Charakter-Stimmung im Einklang stehen.

„Sein Frösteln wurde heftiger, und sein Blick verlor sich in der Ferne, im düsteren, toten Grau des Horizonts, wo sich gewaltige Wolkenberge finster und bedrohlich wie die Grabsteine gefallener Riesen über die Wipfel der Bäume und die flachen Hügel schoben und die Welt in schattendunkles Zwielicht tauchten.“

„Tau glitzerte unter den Strahlen der aufgehenden Sonne an Büschen und auf Grashalmen, verwandelte Spinnennetze in filigrane Kunstwerke aus Kristall und Blumen in zerbrechliche Glasskulpturen.“

Abschließend lässt sich sagen, es ist ein überaus gelungenes Epos der Fantasy, das durch den Hauch von Mittelalter einen echten Touch und Greifbarkeit vermittelt. Die Charaktere sind tiefgründig und wirken absolut rund. Man kann sich in sie hineinversetzen und ihre Gedanken- und Handlungsgänge sehr gut mitfühlen. Beide Teile sind mittellang und lassen sich angenehm lesen. Man hat das Geschehen bildhaft stets vor Augen und denkt auch nach dem Lesen lange über das ‚Erlebte‘ nach. Meine einzigen Kritikpunkte sind, dass ich die persönliche Anrede der Königskinder an ihre Eltern zu der Zeit in der es spielt etwas befremdlich finde und mir die Cover-Bilder einen sehr harten und düsteren Eindruck vermitteln. Dieser wird, wenn man die Geschichte um Dayin kennt, wieder verständlich, da durch die Cover Düsterkeit, Schrecken und Schmerz vermittelt wird. Im ersten Teil mochte ich besonders, wie zwischen den beiden Königreichen perspektivisch hin und her gesprungen wurde. Dies wurde auch jeweils vor den Kapiteln entsprechend angekündigt, was mir sehr gefallen hat. Im zweiten Teil, ist das etwas anders gestaltet, was aber daran liegt, dass sich die beiden Lebenspfade der Hauptcharaktere kreuzen. Alles in allem finde ich, dass die Erzählung um die beiden viele Höhepunkte und Schicksalsschläge erlebt, die man mitfühlt. Dies macht die Geschichte so packend, dass man sie nicht aus der Hand legen kann. Auch vermittelt sie einem den guten Rat, stets selbst für seinen Lebensweg Verantwortung zu übernehmen und sich nicht vor(weg)bestimmen zu lassen. Es zeigt auch, dass die Mitmenschen sich nicht von vorgefertigten Meinungen, sondern einem persönliche Bild, leiten lassen sollen. Sie vermittelt Vertrauen in sich selbst, wie steinig der eigene Weg auch sein mag.
In Bezug auf die Geschichte bedeutet das, dass man die einzelnen Leben nicht durch eine Prophezeiung auf fatale Weise verzerren und in nicht immer positive Richtungen lenken lassen sollte, sondern stets für sich, seine Kinder und Mitmenschen respektvoll und ehrlich einstehen muss.
Liebe Susanne, vielen Dank für diese wundervolle Geschichte. Meine Leseempfehlung an alle die Fantasy-Geschichten mögen, die auch der Realität in manchen Zügen nicht fremd sind.
--Jil Aimée


Drei kleine Worte
Drei kleine Worte
Preis: EUR 0,99

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vom Millionär zum Tellerwäscher und von Gleichgültigkeit zu wahren Gefühlen, 22. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Drei kleine Worte (Kindle Edition)
Olivia stammt aus reichem Hause und hat alles wovon man oberflächlich betrachtet nur träumen kann. Jeder Luxus ist für sie weniger als nur einen Wimpernschlag entfernt. Materielle Träume und Wünsche lassen sich mit einem Fingerschnipsen im Handumdrehen verwirklichen. Alles dem Dank ihres Vaters – ein Workaholic wie es im Buche steht, der erfolgsversessen und Gier getrieben von einem aussichtsreichen Geschäft zum nächsten tadellosen Abschluss kommt. Das war nicht immer so. Es gibt eine Zeit vor dem Erfolg, die den wenigsten Vertrauten in Erinnerung geblieben ist, derer sich Olivia – auch Liv genannt – aber zu Beginn der Erzählung schmerzlich bewusst wird. Eine Zeit, in jener es noch die Familie Bennett gab und nicht nur die Mogul-Marke. Eine Zeit, in der ihrem Vater neben Geld, Erfolg und Ansehen auch noch andere Dinge, wie Verstand, Liebe und Gemeinsamkeiten wichtig waren. Eine Zeit, in der SIE ihrem Vater noch wichtig war. Dies schien nun nicht mehr so. Und all die Vorteile, die ihr ein goldener Käfig auch zu bringen vermochte – beruflicher Erfolg, finanzielle Sicherheit, Freunde in den elitärsten Kreisen – ersetze doch eines nicht: Echtes Gefühl und wahre Zuneigung. Mit dem Erfolg des Vaters kam nämlich auch eine neue Frau. Eine Frau, der die Dollarzeichen aus den Augen spiegeln und der nichts höher geht als Luxus oder ein gehobenes Prestige. Für echten Spaß und Familiensinn, ja Nähe, ist da kein Platz mehr. Es zählt nur noch die nach außen schön polierte Fassade, dass diese von innen heraus bereits zerbröckelt ist, ist nicht von Belang. Dies alles kann Liv zu Beginn der Geschichte nicht länger dulden. Sie möchte aus gewohnten und als Millionärstochter überaus behüteten Bahnen ausbrechen und ein eigenes Leben fernab der Entscheidungen ihres von Gier nahezu erfolgszerfressenden Vaters führen und entscheidet sich zu einem Abschied von New York. Sie möchte eine Weile bei ihrer Tante Tessa in London leben, um sich ein wirklich eigenes und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Ein Einfaches, fernab von unnützem Reichtum, der doch nur die Menschen verschlechtert.

„Eines hatte Liv gelernt: Geld veränderte die Menschen. Es ließ sie oberflächlich werden und den Blick fürs Wesentliche verlieren.
Reiche lebten in ihrer eigenen Luftblase und sie konnte nicht länger ein Teil davon sein.“

Um die ersten Wochen nicht allein in London verbringen zu müssen wird Liv von ihrer besten Freundin Claudia – ebenfalls aus stinkreichem Hause, aber mit dem Herz am rechten Platz und der Offenheit auf der Zunge – begleitet.

„Manchmal glaube ich, du redest nur, um Geräusche zu machen. Du bist echt bescheuert. Was du brauchst, ist ein Psychiater, der die Herausforderung schätzt.“ (Liv zu Claudia)

Sie wird ihr zu einer wichtigen Stütze in einer für sie noch viel wichtigeren Zeit. Der Zeit des Lossagens von alten Grenzen. Denn manchmal weist das Leben einen in die Schranken und manchmal kann man auch aus diesen Schranken ausbrechen. Und das versucht Liv, sobald sie in London ankommt. Natürlich fällt es ihr nicht unbedingt leicht, von einem zum anderen Tag auf jeglichen Luxus zu verzichten. Aber das einfache Haus ihrer Tante kommt ihr schon ein großes Stück entgegen. Angefangen damit, dass sich die beiden für die Dauer von Claudias Besuch ein Zimmer werden teilen müssen, da das zweite Gästezimmer an einen Untermieter vergeben ist. Dies allerdings zum Entsetzen Claudias, denn so liebevoll und loyal sie als Livs Freundin auch sein mag, genauso sehr schätzt und liebt sie allerdings ihren Luxus. Es wird eine spannende Zeit für die beiden. Und gemeinsam beginnen sie Livs neue Heimat zu erkunden. Ihre Tour durch die schönsten Plätze Londons führt sie auch in eine Bar. Von Hunger und Durst getrieben bleibt ihnen auch nichts anderes übrig. Womit sie allerdings nicht gerechnet haben, ist das der Charme des Legolas-Barkeepers mehr als nur zu wünschen übrig lässt und er ihnen gegenüber sehr ausfallend wird, was ihre offensichtliche Herkunft aus reichem Hause angeht. Augenscheinlich, da die Luxuskleidung der beiden Bände spricht. Leicht angesäuert versuchen Liv und ihre Freundin sich in Zukunft auch optisch gesehen besser anzupassen und suchen im Anschluss einen Secondhand-Store auf. Leider ist es damit allerdings nicht getan. Denn als sie wieder bei ihrer Tante ankommen, müssen sie feststellen, dass der unfreundliche Traum von einem Barkeeper auch der Untermieter Eric ist, mit dem sie sich in Zukunft werden arrangieren müssen. Die Begeisterung hält sich auf allen Seiten in Grenzen…

Bei weiteren Touren durch London lernen Liv und Claudia zwei attraktive junge Männer kennen, deren Interesse sich nicht verbergen lässt. Sie verbringen viel Zeit mit den beiden und Claudia fängt mit einem von ihnen eine Beziehung an. Auch wenn sie sich dafür zunächst nur den Spott ihrer Freundin zuzieht, da diese nicht umhin kommt anzumerken, dass Claudia ihre Freunde schneller wechselt als manch einer von ihnen seine Unterwäsche. Liv kann und will sich so schnell einfach nicht auf etwas Neues einlassen, zum Leidwesen von dem zweiten attraktiven Begleiter, der es nicht müde wird immer wieder seine Chancen bei ihr auszutesten. Liv hingegen beschäftigt aber viel mehr Eric, der Barkeeper und Mitbewohner, der ihr trotz seiner schroffen Art zunehmend beginnt unter die Haut zu gehen. Dies kann sie allerdings nicht nur auf sein hinreißendes Äußeres abschieben, sondern es baut auch auf den wenigen Momenten, in denen er wie ausgewechselt freundlich zu ihr ist und der einzige zu sein scheint, der sie versteht, auf. Um diesen Gedanken auszuweichen stimmt sie etwas widerwillig zu, sich mit Claudia und den beiden jungen Männern auf einer angesehen Halloweenparty zu treffen. Und dort kommt es Schlag auf Schlag:

Liv wird einmal mehr bewusst, dass sie sich nicht Gefühlen und Avancen hingeben kann, die sie einfach nicht erwidert. Ganz egal, wie charmant ihr Begleiter auch sein mag. Freundschaft ist Freundschaft und Liebe ist Liebe. Zudem mag sie zu sehr angetrunkene Männer einfach nicht, schon gar nicht, wenn diese ihr ungebeten auf die Pelle rücken. Zum Glück ist Eric da, um sie vor größerem Schaden zu bewahren. Und das gleich mehr als nur in einer Hinsicht an diesem Abend. Leider bleibt er aber nicht ihr knight in shining armor oder besser gesagt ihr Legolas mit Pfeil und Bogen, denn ein ungebetener Gast aus der Vergangenheit hat es nach London geschafft, um Liv das Leben und den Neuanfang schwer zu machen: Belinda Parker – ihre versnobte, stinkreiche und verzogene Erzrivalin aus den USA.

„Ein Paradebeispiel dafür, dass Reichtum mangelnde Intelligenz nicht ersetzte, war Belinda Parker.“

Sie versucht nicht nur einen Keil zwischen Liv und Eric zu treiben und deren beginnende Freundschaft zu torpedieren, sondern hetzt ihr auch die Polizei auf den Hals. Eine weitere Sache, die Liv neben ungebetenen Gästen einfach nicht gebrauchen kann, da noch eine andere Schreckensnachricht sie ereilen wird und ihre Welt aus den Angeln hebt: Eine schwere Krankheit, die das Leben eines Nahestehenden fordern möchte. Liv versucht alles in ihrer Macht stehende zu tun, dies zu verhindern, aber ohne Geld - denn ihr Vater hat ihr den Zugang zu diesem verwehrt, da auch er mehr ist als er zu sein scheint – und mit der Polizei gegen sich, ist es fraglich, ob ihr dies gelingen wird.

So, jetzt habe ich ganz schön viel geschrieben, ohne Euch wirklich viel über den eigentlichen Inhalt zu verraten. Aber ich wollte euch einfach ein bisschen Lust auf diese etwas andere und nicht minder schöne Geschichte machen. Ihr denkt vielleicht, ihr wisst schon viel darüber, aber so ist es nicht. Die Geschichte selbst birgt viele überraschende Wendungen und Geheimnisse, Stolpersteine für Freundschaften und Gefühle und wirft eine Unmenge an Fragen auf, deren Antwortsuchen ein spannendes Leseabenteuer durch eine der schönsten Städte Europas ist. Fragen, wie:

- Wer sind die zwei Unbekannten, mit denen sich Liv und ihre Freundin treffen und was führen sie im Schilde?
- Was wird aus Claudia und ihrer neuen Liebe, wenn sie bald wieder nach NY zurückkehrt?
- Woher kommt Eric und was sind seine Beweggründe für sein widersprüchliches Verhalten Liv gegenüber? Hat er vielleicht eine ähnliche Vergangenheit wie Liv?
- Mit wem wird Liv trotz aller guten Vorsätze, erst einmal keinen Mann an sich ranzulassen, prickelnde erotische Momente und echte Gefühle erleben und kann das gut ausgehen?
- Und wie passt ein düsterer Vampir da rein?
- Welchen Dreck hat ihr Vater am Stecken und was verheimlicht er ihr?
- Lässt sich mit einem Neuanfang in London die Hürde der zerrütteten Familie überwinden und mit etwas Distanz wieder zusammenfinden?
- Wer ist lebensbedrohlich erkrankt und wird es Liv schaffen, zu helfen?
- Was hat Belinda Parker vor und warum hetzt sie Liv die Polizei auf den Hals?
- …!
Ich könnte euch noch viele weitere Fragen anbieten, aber das mache ich nicht. Lest die Geschichte einfach selbst, denn es lohnt sich. Sie scheint wie ein klassischer Liebesroman zu sein, bedient sie doch alle Gefühle, die man sich darin nur erwünschen kann und doch bleibt es am Ende offen, ob es eine Liebe geben wird. Oder nicht? Findet es selbst heraus, ihr habt meine absolute Leseempfehlung für Drei kleine Worte! Diese Geschichte ist einfach so viel mehr.

Petra hat es mit dieser Geschichte wieder einmal geschafft mir am Ende des letzten Satzes einen leicht wehmütigen und doch überaus freudigen Seufzer zu entlocken. Vorab, das deshalb, weil es einen zweiten Teil geben wird, der hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten lässt. Ich liebte diese Geschichte und wollte, dass sie noch nicht zu Ende ist, als ich virtuell die letzte Seite umblätterte. Dies ist nicht nur den überaus gut durchdachten und stark ausgebildeten Charakteren geschuldet, mit jenen diese Episode glänzt, sondern auch auf Petras angenehmen und humorvollen Schreibstil zurückzuführen, der einem hin und wieder an passender Stelle die nötigen Herzaussetzer beschert, die ein Erzählabenteuer unvergessen machen. Sie verwendet einfach den unterschiedlichen Charakteren entsprechend passende und interessante Ausdrucksweisen.

„Diese telepathischen Pimmelattacken sind ja nicht zum Aushalten.“

Neben ganz viel Humor und Sarkasmus in Bezug auf z.B. die Sitznachbarbeschreibung auf dem Hinflug der beiden Freundinnen (‚Füße aus Parmesan‘ / ‚Flugzeugtoilette als Luftkurort‘) trifft man auch auf starke Emotionen. Drei kleine Worte ist spannend, voll knisternder Erotik an genau den richtigen Stellen. Auch Tränen sind dabei, es wird einfach die gesamte nur vorstellbare Gefühlspalette mit einem hinreißenden Charme serviert, dass man gar nicht anders als zuschlagen und vollends darin aufgehen kann. Die Charaktere sind echt und greifbar und überaus identitätsstiftend. So findet man zum Beispiel in Claudia nicht nur das Luxusmädchen, sondern vor allem auch eine loyale Freundin, die nicht auf den Mund gefallen ist. Ihre Ausdrucksart ist so spitz und explosiv, wie eine Handgranate wenn sie hochgeht, wenn es darum geht, ihrer Freundin den Rücken zu stärken. Ich musste einfach während dem Lesen herzlichst lachen und habe mich trotz der vielen Schreckmomente rundum wohlgefühlt, da ich mir eine solche Geschichte auch genauso im echten Leben vorstellen kann. Großes Kompliment auch an Petra dafür, dass sich eine potenzielle Liebe innerhalb dieser Geschichte nicht von heute auf morgen entwickelt sondern über die Dauer des Buches hin, vielleicht sogar darüber hinaus, erst heranwachsen muss. Der Weg dahin ist langsam und steinig. Das hat mir diese Geschichte einfach noch greifbarer gemacht. Drei kleine Worte habe ich mit meinen 26 Jahren denke ich in genau dem richtigen Alter gelesen und kann es kaum erwarten, auf viele noch unbeantwortete Fragen im zweiten Teil Auskunft zu erlagen.

--Jil Aimée


Der Sehnsucht wildes Herz
Der Sehnsucht wildes Herz
Preis: EUR 3,99

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn der Ruf des Wilden Westen lockt, so beschütze deinen Frauenrock, 15. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Der Sehnsucht wildes Herz (Kindle Edition)
Wenn der Ruf des Wilden Westen lockt, so beschütze deinen Frauenrock – oder auch Der Liebe Herz ist dem gegeben, der es schafft mit Ehr im Westen zu überleben

"Hätten wir sie mitfahren lassen, wär sie nur im Weg gewesen... und ich wär mit ihr im Bett gelandet." (~ Film Wild Wild West)
Mit diesem Zitat muss ich einfach meine Rezension zu Emily Bold’s neuestem Meisterwerk ‘Der Sehnsucht wildes Herz’ beginnen. Warum? Weil es einfach so unschlagbar passend ist. Passend für den Verlauf der Geschichte. Passend für ihre Charaktere. Und passend einfach deshalb, weil ich binnen der ersten Seiten direkt in das Leben des Wilden Westen eingesogen wurde. Und das obgleich dies mein erster Historical von Emily ist. Sozusagen meine Feuertaufe und eine neue Erfahrung für mich als Leser. Und was für eine das war. Aber dazu später mehr…
Sarah Olsen – eine schlagfertige Powerfrau mit goldblondem Haar und Pickel in der Hand – ist vor allem eines: verzweifelt. Es ist 1886 und sie lebt alleine auf einer Ranch nahe Silver Reef, Utah. Dort versucht sie sich seit des Ablebens ihres Vaters und dem von ihm durch Spielsucht getriebenen vererbten Nachlass der Armut so gut es eben geht durchs Leben zu schlagen. Außer ihrer Ranch, ein paar wenigen Longhorn-Rindern und der nahezu aussichtslosen Hoffnung auf das Finden einer Silberader in der nahegelegenen eingestürzten Mine, ist ihr nichts geblieben. Nichts, außer ihrem Stolz, ihrer Eigenständigkeit, ihrem Starrsinn gegenüber gesellschaftlichen Konventionen und ihrer untrüglichen Hoffnung. Wie sie in jedem neuen Morgen einen Neubeginn sieht und in jeder Nacht einen Abschied, so glaubt sie fest an bessere Zeiten.

“Der hatte sein nachtschwarzes Kleid bereits abgelegt, […].[…] Dabei liebte sie diesen Übergang von Nacht zu Tag, wenn die Welt durch das Licht neu geboren wurde.”

So schuftet sie sich beinahe ohne Unterlass und Pause durch die von Trümmern quasi unpassierbare Mine in der geringen Aussicht auf einen Fund, der ihr den nötigen Ertrag zum Erhalt ihres Zuhauses einbringen könnte. Dabei ist sie waghalsig und begibt sich mit ihrem treuen Begleiter – dem Pferd Smoke – mehr als nur einmal in Gefahr. Dies geschieht natürlich sehr zum Missfallen der Bewohner von Silver Reef – allen voran dem Marshal Buck Wilkins und dem Deputy Lester Mason, dessen Umwerbungen sie vehement ablehnt. Lester ist ihr ältester Freund und hilft ihr bei all jenen Arbeiten auf der Ranch, die eine Frau alleine nicht zu bewältigen vermag. Nur zu gerne würde er sie sich zur Frau nehmen und in der Stadt bei ihm in Sicherheit wissen. Aber für Sarah gehen die Gefühle nicht über Dankbarkeit und Freundschaft hinaus, obendrein liebt sie ihre hart erarbeitete Unabhängigkeit und sehnt sich nach ihrer eigenen Freiheit. So bleibt sein Werben vergebens und Sarah weiterhin eine Außenstehende von Silver Reef.
Silver Reef, jene Stadt, die einst als ‘Oase des Wohlstands’ für ihre Bewohner und Zureisende galt. Der Knotenpunkt im Silbererwerb, denn in den Minen des angrenzenden Leekly Mountain strotzte es angeblich nur von Silberadern. Die Stadt schien praktisch ein wahres Silberriff zu sein, das sich in den umliegenden Bergen erhob. Dies machte die Stadt nicht nur für Goldgräber, Kaufleute und die Einheimischen interessant, sondern auch für jede Menge diebisches Gesindel. Aber das war alles vor der großen Explosion, die die Minen um den Berg zum Einsturz und das Silberschöpfen zum Erliegen brachte. Jetzt dient Silber Reef mit der einen langen Straße nur noch als Stadt zum Proviantkauf. Einem Ziel, dem sich auch Sarah, der langsam aber stetig die finanziellen Mittel abhandenkommen, immer wieder nähern muss, um notwendiges Utensil zum Überleben zu erwerben. Auf einer ihrer Touren trifft sie dort eines Tages am Saloon auf den gefürchteten Kopfgeldjäger Trevor Nolan. Eine Begegnung, die ihr Leben verändern wird. Denn so stark und attraktiv, wie er mit seinen nachtschwarzen Augen, Haar und muskelbepackter Brust auf sie anziehend wirkt, so gefährlich, gerissen und gefürchtet ist er. Er bringt ihre Welt ins Wanken und verfolgt sie in unzüchtige und überaus erotische Träume, die sie nur zu gern Wirklichkeit werden lassen würde.
Dann kommt es Schlag auf Schlag: Ein Feuer bricht aus und droht mit absolutem Ruin für Sarahs Farm, Lester verschwindet ohne jeglichen Grund einfach spurlos und Sarah entdeckt die gefürchtetste Ganovenbande im Wilden Westen um den berühmt-berüchtigten grausamen Star, als diese eine Leiche in ihrer Mine verstecken. Sie scheint in Lebensgefahr. Was soll sie nur tun? In ihrer Verzweiflung gibt es für sie nur einen, an den sie sich wenden kann und ob dieser ihr helfen wird und zu welchem Preis bringt Sarah in noch weit schlimmere Gefahren, als bisher befürchtet…

An dieser Stelle mache ich einen Cut, denn ich möchte dieser absolut fesselnden Geschichte mit ihren mitreißenden Wendungen und erotischen Höhepunkten die kleinen prickelnden Schätze nicht vorweg nehmen. Ich hoffe, Euer Interesse ist geweckt und Ihr schnappt Euch schnell ‘Der Sehnsucht wildes Herz’ als Eure nächste Lektüre. Ansonsten könnt Ihr nur schwerlich auf folgende Fragen Auskunft finden und diese Antworten alleine sind schon mehr als lohnenswerter Grund in das Wild-West-Historical einzutauchen:
• Welche Geheimnisse verbirgt Trevor Nolan hinter seiner gestählten Brust und seinem scharfen, durchdringenden Blick?
• Und wie passt Sarah in dieses ganze Wirrwarr bzw. ist es ihr möglich seine Mauern einzureißen und der Fassade trügerische Maskerade Lüge zu strafen?
• Werden sich ihre erotischen Träume erfüllen oder bleibt ihre Sehnsucht nach echten Gefühlen ungestillt?
• Welche Rolle spielt ein alter Indianerstamm um die Rettung der Stadt und vielleicht sogar Sarahs Hab und Gut?
• Und aus welchen Gründen baut Sarah tiefe Gefühle und eine starke emotionale Bindung zu Jake – einen bisher von mir unerwähnten Charakter – auf?
• Wird sie am Ende doch Lesters Werbungen nachgeben oder bleibt er für immer verschwunden und fristet sein Fortleben als vage Erinnerung Sarahs?
• Wie wird der bevorstehende Machtkampf um Stars Gang seinen Abschluss finden und wer überhaupt ist dieser von allen gefürchtete Mann?
• Was wird aus der Leiche in ‘Sarahs Mine’ und gibt es tatsächlich noch Silber?
• Aber die wohl entscheidendste Frage: Welchen Tribut verlangt das Leben im Wilden Westen von Sarah und ihren Begleitern durch dieses Abenteuer und ist ihr Herz stark genug den Preis dafür zu tragen?

Mit ‚Der Sehnsucht wildes Herz‘ hat mich Emily endgültig auch für historische Erzählungen begeistert. In meiner Jugendzeit - und ja, das ist schon eine Weile her – las ich des Öfteren Historicals, verlor aber irgendwann die Lust an ihnen. Wie das so ist, verändern sich Geschmäcker, wie man selbst es auch tut, über die Zeit. Emily hat es aber mit dieser Erzählung geschafft, mir aufzuzeigen, dass ich sie immer noch liebe und es die Zeit vielleicht wieder wert ist, in sie einzutauchen. Sie hat gewissermaßen meinen Durst mit ihrer malerischen Beschreibung -

“Sie sah in den Himmel, wo die glühende Sonne ganz offensichtlich ihr Bestes gab, ihren Verstand zu zerkochen – […]”

– geweckt, der nur durch weitere Romane dieses Genre gestillt werden kann. Vielen lieben Dank dafür. Im Speziellen gefiel mir Emilys unverkennbarer Schreibstil, der einen in die Geschichte entführt und einem den ein oder anderen Seufzer, ganz viel Gefühl und ein paar Herzaussetzer beschert. Sie hat es wieder einmal geschafft mit Eleganz und Charme in ihren tiefgründigen Charakteren zu überzeugen und eine Kulisse des Wilden Westen illusioniert, wie man sie sich direkt vor Augen beim Lesen erträumt. Es ist spannend, unsagbar schnelllebig im Lesefluss und purer Nervenkitzel der angenehmen Art. Dabei beschreibt sie ihre Szenerie greifbar und echt und gibt dem Ganzen mit malerischem Kalkül den nötigen Feinschliff, sodass man quasi mit auf Smoke aufsattelt und die brennende Sonne in seinem Nacken spürt. Durch die Verwendung zeitgemäßer Begriffe gewinnt die Geschichte umso mehr an Authentizität und wirkt haptisch. Lediglich das Cover hat mich nicht ganz abgeholt. Dies liegt hauptsächlich daran, dass ich mir Trevor beim Lesen einfach anders vorgestellt habe :) Liebe Emily, vielen Dank für den aufregenden Ritt durch den gefürchteten Westen im 19. Jahrhundert und bitte mehr davon.

--Jil Aimée


Hoffnung auf Kirschblüten (Roman)
Hoffnung auf Kirschblüten (Roman)
Preis: EUR 3,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen froh + bunter auf ins Lebens – lasst uns den Sorgen Hoffnung geben, 13. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Mia begibt sich nach einem schweren Unfall, der den Verlust ihrer Liebe eingeläutet und bekräftigt hat auf eine Reise. Eine Reise in die Stadt der Liebe selbst. In die Stadt der Liebe um von ihrer alten Liebe ein für alle Mal loszukommen und einen endgültigen Abschluss finden zu können. Es hört sich vielleicht zunächst etwas kurios an, dass man um ein tragisches Liebesaus zu verstehen selbst in die eine Stadt reist, die in der Welt für Liebe schlechthin steht. Dies mag aber nur auf den ersten Blick so erscheinen.
Ich persönlich finde es ganz passend, denn man sagt ja auch ‚Wenn eine Tür sich schließt, dann öffnet sich eine andere‘.
Und für Mia und die verlorene Liebe zu Rik hatte Paris eine große Bedeutung. Dort haben sie die Ewigkeit ihrer Gefühle für einander mit einem Liebesschloss an der Pont des Arts ver- / besiegelt. Ein Schloss, das nun für immer verschlossen bleibt. Verständlich, dass Mia es einfach gerne abhängen möchte.
Abhängen, um sich von schmerzlicher Vergangenheit zu befreien. Abhängen, dass eine neue Tür geöffnet werden kann. Abhängen auch vielleicht deshalb, dass neben den äußerlich bereits fast verheilten, auch die inneren Wunden eine Chance zum Schließen bekommen. Denn wenn das tragische Unglück mit Rik eines bedeutet, dann doch sicherlich, dass es als Weckruf für Mia in ihr eigenes Leben zurück gilt. Paris scheint dafür genau der richtige Ort zu sein. Und so macht sich Mia kurz vor Weihnachten auf die Reise, die ihr Leben verändern wird. Auf dem Weg bekommt sie am Barbaratag einen Kirschblütenzweig geschenkt, der ihr, sofern er an Weihnachten die ersten Blüten zeigt, im Neuen Jahr Glück verheißt. Es ist ein liebevoller Wegbegleiter und darüber hinaus hat er eine heilende Geste und Wirkung für jemanden wie Mia. Jemanden, der einen Aufbruch im Leben beginnt. Denn Glück brauchen wir doch alle.
In Paris angekommen wohnt sie bei Nina, zu der sie wider aller Erwartungen eine gute Freundschaft entwickeln wird. Dort lernt sie auch in dem bunten und schrillen Vincent, den zweiten WGler, einen aufrichtigen und lebensfrohen Freund kennen. Und Vincent wird die erste Überraschung auf Ninas Weg sein, denn er ist auf den zweiten Blick anders als man vermutet. Vincent hat den Traum ein großer Fotograf zu werden und mit Mia hat ihn die Muse für einen Fotowettbewerb um die Liebe in der Stadt der Liebe geküsst. Er überredet sie, sein Modell zu sein. In einem rosa Tutu. Richtig gelesen: ein rosa Tutu. Die beiden ergänzen sich kreativ gesehen perfekt.

Dank Mia kommt es zu eindrucksvolleren Motiven als dem üblichen ‚Was-die-ganze-Welt-durch-Touristen-von-Paris-schon-kennt-Abklatsch‘ und Vincent ist ein echtes Naturtalent um Mias Unfallzeugnisse, wie Narben und blaue Flecken, verschwinden und ihre Schönheit erstrahlen zu lassen. Ein wahrer Künstler des Make-Up, der es schafft Mia mit nichts als einem Tutu in die Leichtigkeit des Lebens zurückzuführen. Manchmal braucht es einfach nicht mehr.
Auf ihrem Streifzug durch Paris begegnet Mia dem undurchschaubaren und rätselhaften Noah, der ein zweites Geheimnis im Laufe der Geschichte preisgeben wird und ihr mit seiner einfühlsamen Art jene Plätze zeigt und näher bringt, die hinter der lichterreichen Kulisse Paris‘ verborgen liegen und die wahrhaftige Schönheit der Stadt ausmachen. Manchmal lohnt es sich eben von den offiziellen Wegen abzuweichen und man kann echte Überraschungen entdecken. Der gerade Weg ist nun mal nicht immer der richtige. Das erfährt auch Mia. Noah inspiriert sie zu neuen Motiven für Vincents‘ Fotografie. Aber er inspiriert sie zu noch so viel mehr: neuen, tiefen Gefühlen.
Aber kann sie diesen trauen? Um das herauszufinden, müsst ihr die Geschichte um Mia selbst lesen. Nur so viel: Es lohnt sich, denn Vincent und Noah sind nicht die einzigen überraschenden Wendungen in dieser Geschichte. Es bleibt auch die Frage, was Rik bei dem Unfall Schlimmes widerfahren ist? Wird Mia mit der Trauer fertig und findet ihren Abschluss? Was passiert mit ihrer Kunstwerkstatt froh+bunter während sie den Abschied in Paris sucht? Wird der Barbarazweig wirklich zum Vorboten des Glücks und will es das Schicksal – wie so oft – doch anders? Und für alle, die die vorherigen Bände bereits gelesen haben: Welches lustige Geheimnis lüften der charmante Opa Willy (man muss ihn einfach lieben) und Mia’s Dad? Fragen über Fragen, deren Antworten es sich im Lesen zu erfahren lohnt.

Warum ich ‚Hoffnung auf Kirschblüten‘ liebe:

Auf ‚Hoffnung auf Kirschblüten‘ von Katrin Koppold habe ich mich sehr gefreut. Nicht nur, weil ich bereits der gesamten Sternschnuppenreihe verfallen bin. Auch nicht nur, da ‚Sehnsucht nach Zimtsternen‘ zu meinen Lieblingsgeschichten der letzten Jahre gehört. Ebenso ist nicht nur Katrins überaus einfühlsamer, malerischer und einnehmend harmonischer Schreibstil dafür verantwortlich, dass ich es kaum erwarten konnte, die Seiten – virtuell betrachtet – endlich umzublättern. Das wunderschöne Cover allein mit dem Sinnbild der Liebe und dem Wahrzeichen einer Weltstadt kann unmöglich der einzige Grund für meine Begeisterung zu dieser Geschichte sein. Und wenn auch all diese aufgeführten Punkte natürlich allein schon als genügende Ursache für das Abenteuer Lesen gelten können und es auch tun, so war es doch das Zusammenspiel ihrer.
Ein Zusammenspiel, jenes mit ganz viel Gefühl und Herzblut um die Geschichte selbst durch Katrin ergänzt wird. Beim Lesen fühlte es sich so an, als würde Katrin mich in- und auswendig kennen, ist sie doch mit der Geschichte um Mia eine unglaubliche Reise durch die Stadt der Lichter und der Liebe angetreten, die in mir wunderschöne Erinnerungen an meine Zeit in Paris ausgelöst hat. Es ist die eine Stadt – wenn auch nicht mein Zuhause – in die ich immer wieder zurückkehren werde, da ich mein Herz, meinen Verstand, mein Ich an sie verloren habe. Oder habe ich es gerade dort wiedergefunden? Warum? Ich weiß es nicht. Manchmal ist das einfach so. Die Schönheit überrollt dich und du kannst nicht mehr anders, als diese Stadt für immer in dein Herz zu schließen. Das lässt sich gleichermaßen auch auf Katrins Sternschnuppen-Reihe übertragen und daher freut es mich umso mehr, dass der Abschlussband gleich mehrere wichtige Dinge in meinem Leben zusammenführt und die wunderbarsten Erinnerungen und Gefühle in mir auslöst. Das konnte Katrin natürlich nicht wissen, es macht es umso schöner und bedeutsamer für mich, diese Geschichte gelesen zu haben. Oder lasst es mich lieber so sagen:
Und dann haut die liebe Katrin einfach mal so nebenbei ein Buch raus, dass mich überrollt hat, wie eine Lawine des Glücks. Ein Buch, das in meiner absoluten Weltlieblingsstadt - Paris – spielt und die Liebe und Einzigartigkeit des Place du Tertre mit seinen kunstvollen verschiedenen Individuen in so einer detailgetreuen Verliebtheit widerspiegelt und dessen Hauptcharaktere mit Namen beschenkt sind, die in meinem privaten Leben eine hohe Bedeutung haben – Rik (mein Bruder), Fee (mein Hund aus Kindertagen) und Noah (mein absoluter Lieblingsname schlechthin…)! Ein Buch das mich vollends eingenommen und abgeholt hat. Ein Buch, das ich zum Jahresbeginn genau im richtigen Zeitpunkt gelesen habe. Es war ein Abschied zum alten Jahr und eine glückliche Einleitung in ein hoffentlich ebenso schönes 2015.

Katrin hat mit ‚Hoffnung auf Kirschblüten‘ einen rundum gelungenen und runden Abschluss ihrer ‚Sternschnuppen-Reihe‘ um die 4 Schwestern Fee, Helga, Lilly und Mia geschaffen, den es sich zu lesen einfach lohnt. Es ist eine Geschichte über das Loslassen schmerzlicher Beziehungen und Dinge, die dich in deinem Leben nur aufhalten. Eine Geschichte über das Lossagen von Schuldgefühlen, die das eigene Ich und andere einem zu lange versuchten einzureden. Vor allem aber ist es eine Geschichte über das sich selbst Wiederfinden in dem Dschungel, der da heißt: LEBEN! Es ist eine Geschichte, die zeigt, dass es einen Akt des Loslassens in Form eines Schlossentfernens nicht unbedingt braucht, sondern der Entschluss zum Aufbruch das Entscheidende ist. Denn genauso wenig, wie sich manchmal ein Liebesschloss als Zeichen des Abschiedes entfernen lässt, genauso wenig lässt sich selbst Erlebtes aus dem Herzen streichen. Das braucht es auch nicht. Manchmal reicht es einfach loszulassen.

Die Geschichte um Mia ist melancholischer und ernster als ihre Vorgänger. Sie ist nicht so sehr von Leichtigkeit durchzogen, sondern dem Thema angemessen gefühlsbetont und schwer, was mir sehr gefallen hat. Katrin vereint die tiefe der Geschichte durch ihre ganz eigene Art des malerischen und romantischen Erzählens zugleich auch mit viel Ehrlichkeit und dem nötigen Humor, den man in manchen Zeiten einfach braucht. Trotz der oder gerade durch die Schwere der Geschichte wird dem Leser ein großes Stück Lebensfreude vermittelt und der Mut zu neuen Aufbrüchen und Veränderungen geweckt. Überaus passend zum Abschluss des alten Jahres und zum Finale der Reihe um die vier Schwestern. Vier Schwestern, die man alle wiedertrifft und in Erinnerung gerufen bekommt, warum man sie so sehr ins Leserherz geschlossen hat. Es ist nicht nur ein gelungener Abschluss einer Buchreihe. Es ist so viel mehr als das. Oft ist es schwer eine Buchreihe über mehrere Teile gleichwertig zufriedenstellend fortzuführen und die Erwartungen an einen Abschlussband sind sehr hoch. Katrin hat es geschafft und diese übertroffen. Sie vereint Abschied, Loslassen und Neubeginn und hat das Wiedersehen mit alten Bekannten mit ihrem einzigartigen Stil und Charme ihrer Worte eingefangen. Sie lässt uns daran teilhaben, wie Mia zu den Wurzeln ihres eigenen Ichs zurückkehrt und aufhört, sich anzupassen, sich schuldig zu fühlen. Man lernt dank Katrin mit Mia wie wichtig es ist, in seinem Leben die Hauptrolle zu spielen und nicht nur eine Übriggebliebene darzustellen.

Zum Abschluss möchte ich mich mit einem weiteren Zitat von Katrin bei ihr bedanken, dass sie genau das, jenes das Zitat ausdrückt, mit ihren Werken für mich schafft:

„Im Geheimen bewunderte ich Menschen, die mit Worten so tiefe Gefühle transportieren konnten und durch ihre Texte dafür sorgten, dass diese Emotionen unvergessen blieben.“
--Jil Aimée


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