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Rezensionen verfasst von
H. Djavaher "Wandersmann" (Mainz, Rheinland-Pfalz)
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Pale Communion
Pale Communion
Preis: EUR 15,99

5 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Enttäuschend, blutleer und spannungsarm von vorne bis hinten!, 1. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Pale Communion (Audio CD)
Viele Musiker haben es geschafft, mich nach über 20 Jahren Existenz und zahlreichen Albumveröffentlichungen mit jeder neuen Scheibe immer noch mitzureißen. Bei ihnen ist jedes neue Album für mich eine neue Offenbarung, ein Moment, bei dem ich nichts anderes tuen kann, als niederknien, da diese Alben einen Gänsehautmoment nach dem anderen erzeugen. Und hier geht es für mich nicht darum, wie sehr eine Band mit ihrem neuen Album zahlreiche andere Bands und die Szene beeinflusst oder mal wieder Stangenware, mit der jeder Fan aufs Neue zufrieden gestellt wird, abgeliefert hat. Hier geht es um die musikalische Intensität, mit der besagte Künstler es schaffen, diese von Album zu Album zu steigern, sei es durch das Einbringen von komplexeren, progressiven oder experimentellen Elementen, durch die Verdichtung von mehr Atmosphäre und epischen Momenten... oder einfach, indem man sämtlichen Bombast der Vorgängeralben über Bord wirft und den Sound auf das basischste Grundfundament freilegt, um so möglicherweise wieder mehr Rauhbeinigkeit zu erlangen.
Das trifft auf die alten Legenden der 70er und 80er Jahre, wie Black Sabbath, Iron Maiden, Grave Digger, Budgie oder auch Girlschool (um die Frauen nicht zu vernachlässigen) genauso zu, wie die Gruppen der aufkeimenden Extrem-Metal-Szene Anfang der 90er Jahre wie Necrophagia, Unleashed, Darkthrone, Asphyx, Master oder seit neuestem auch Morgoth, bei denen eine technische Entwicklung und Weiterentwicklung Menschen ebenso hörbar war wie eine Steigerung der Spannung in den Liedern und eine unglaubliche, zusätzlich hinzu gekommene Wut und Urgewalt und sei es nur der Gesang des Frontmannes.

Leider zogen Opeth ihre Entwicklung nicht in diese Richtung, sondern taten das genaue Gegenteil. Sie haben sämtliche musikalische Einzigartigkeiten aus beiden Welten obengenannter Bands von einem Album zum nächsten hin über Bord geworfen. „Pale Communion" ist ein außergewöhnliches Album geworden und zwar ein außergewöhnlich langweiliges. Doch bevor diese Rezension wie eine Hasstirade gegen Opeth rüberkommen sollte, gehe ich hier mal der Reihe nach einen Song nach dem anderen durch:

,,Eternal Rains Will Come" fängt noch sehr vielversprechend an. Ein komplexer Rhythmus mit einem virtuosen Orgelaufbau und einem längeren Instrumentalteil bauen Spannung auf, bevor ein ruhiges Piano-Intermezzo Luft zum Atmen lässt. Dieser ruhige Teil weckt bei mir Erinnerungen an ,,A Passion Play" wach, bevor wieder ein längerer Dudelpart á la Iron Maiden folgt. Dann endlich, nach drei Minuten, kommt der Gesang zum Einsatz, der aber jetzt nicht sonderlich herausragend ist und in dieser Form schon von Pink Floyd und Konsorten in besserer Form gemeistert wurde. Das Stück baut zwar stimmungsvoll 70er-Jahre-Atmosphäre auf, aber man hat die ganze Zeit das Gefühl, dass gleich eine majestätische Gitarrenwand kommen müsste, die den Hörer wie mit einem mitreißen sollte.

,,Cusp Of Eternity" fängt da ganz ähnlich an. Auf feines Gitarrenpicking folgt ein markantes Gitarrenriffing, über das Akerfeldt mit sauberer Stimme und ein bisschen Led-Zeppelin-Attitüde versucht, der wenig spektakulären Nummer etwas Leben zu geben. Doch so sehr er sich auch Mühe gibt, dem Stück mit seiner Stimme mehr Seele zu geben, es funktioniert einfach nicht. Kein Wunder: vom Aufbau her passiert nicht viel, alles ist nach ein paar Mal Hören schon abgesteckt, da kann man nicht viel machen. Lediglich das saubere Solo, das nicht zu technisch rüberkommt, rettet das Stück vor einem Totalausfall, das dann auch noch mit kitschigen "Aaah-aah-aaah"-Chören beendet werden muss.

Opeth waren in ihrer Vergangenheit ja dafür bekannt, in ihre einzelnen Songs mehr Ideen hinein zu stecken, als andere Bands das bei ganzen Alben machen. Auf ihren früheren Platten machte das auch Spaß und zwang den Hörer entweder zum Niederknien oder Headbangen. Doch bei diesem Album habe ich das Gefühl, dass die vielen Ideen nur noch ein Vorwand sind, um die Songs unnötig in die Länge zu ziehen.

Der Beginn des über 10minütigen ,,Moon Above, Sun Below" klingt mir mit seinem berechenbaren 6/8-Rhythmus und der schwülstigen Atmosphäre zu sehr an Within Temptation, die für ihr Genre zwar einen guten Job machen, aber Opeth darin total fehl am Platz sind. Mit Akustik-Gitarren (Wahnsinn! Auf diese Idee wäre ich nicht nie gekommen!!!) und einem Gesang, bei dem offensichtlich die Hormone und ein halber Lungenflügel auf der Strecke geblieben sind, versucht man, wieder Spannung aufzubauen. So klar es ist, dass dafür ein ruhiges Zwischenspiel herhalten muss, so sicher wie das Amen in der Kirche ist auch die Tatsache, dass darauf wieder ein härterer Teil mit verzerrten E-Gitarren kommt, dem dann im ruhigen Teil wieder ein schönes Akustik-Solo folgt. Sollte mit dem einen Solo tatsächlich Stimmung aufgebaut werden, so wird diese mit Akerfeldts lustlosem Gesang und den völlig deplatzierten Frauen-Gospelchor wieder weg gespült. Danach kommt nichts mehr Spektakuläres und ich frage mich wirklich, ob man statt einer lustlosen Aneinanderreihung von verschiedenen Parts nicht die besseren Passagen nur hätte nehmen und diesen mehr Raum hätte geben, von mir aus auch wiederholen können. Hätte man beim Schlusspart nicht zumindest die Spielereinen weglassen und den Gesangspart weiter ausbauen können? Für mich ein grandioses Beispiel, wie Passagen, die Gänsehautpotenzial gehabt hätten, gnadenlos zugebuttert werden.

,,Elysian Woes" ist da nicht sehr viel anders. Eine unspektakuläre 70s-Pop-Nummer, die mit Akustik-Gitarren beginnt, sich ganz langsam aufbaut und dann wieder schon zu Ende ist. Das wirkt alles klar kalkuliert und berechnet, während Emotionen und Spielfreude, die einfach zur Musik gehören, hier eindeutig vernachlässigt wurden.

Das Instrumental ,,Goblin" macht da mit seinem melodischen Gitarrenpicking schon einen vielversprechenderen Anfang, wird dann aber schnell wieder von einer Leadgitarre und der Hammond-Orgel, die unisono zusammen spielen, abgelöst. Hier frage ich mich wirklich, ob die Band zusammen spielt oder hat Frederik Akesson den Job von Mikael Akerfeldt gleich mit übernommen, die Gitarre am Anfang loopen lassen, um darüber eine weitere Gitarre aufzunehmen? Das klingt schon ziemlich leblos, aber damit nicht genug, wird auch ein kurzer Mittelteil im Song, der Coolness-Faktor besitzt, gleich wieder von einer Ladung ach so innovativer und komplexer Parts weggefegt.

Ab diesem Instrumental stellte ich beim ersten Hören fest, dass irgendwo der Platte auch ein roter Faden fehlt, eine Grundstimmung, die zum einen jedem Song eine Daseinsberechtigung geben, aber andererseits auch das Album kompakt und schlüssig erscheinen lassen sollten. Doch mit mehreren Hördurchgängen wird nur die Einsicht größer, dass alle Songs gleich klingen (gleich langweilig, so dass kein Song für sich eine Grundstimmung hat) und zum anderen das Album total zerfahren und lieblos zusammen geschustert wirkt. Dabei kam mir immer wieder die Frage auf: hätte man nur einen der acht Songs vermisst, wäre er nicht auf ,,Pale Communion" gewesen?

Aber weiter im Text: ,,River" beginnt mit stimmungsvoller akustischer Gitarrenmusik, die aber wieder vom Gesang kaputt gemacht wird. Das Lied baut sich zumindest spannend auf, aber auch hier schafft es Akerfeldt mit seiner Mannschaft nicht, das Lied kompakt und schlüssig über die Ziellinie zu bringen. Zu stark sind die Stimmungswechsel in einem Lied, die einfach nicht glaubwürdig und authentisch rüberkommen, zu früh wechselt die Band in andere Gefilde. Zumindest ist es das einzige Lied auf dem Album, bei dem dann auch endlich mal beide Gitarren, die synchron solieren, effektiv und unabhängig voneinander heraus hören kann. Bei diesem Lied kommt dann endlich auch eine härtere Gitarrenwand am Ende zum Vorschein, die zeigt, was man aus dem Album hätte machen können.

,,Voice Of Treason" bietet fett eingesetzte Streicherpassagen, die der langweiligen Grundstimmung des Albums zumindest ein bisschen Dramatik geben. Hier werden dann auch harte E-Gitarren mit Flamenco-Flair eingesetzt, der komplexe Drum-Rhythmus tut sein übriges. Nur frage ich mich manchmal, was bei der Aufnahme des Schlagzeugs schiefgegangen ist? Mikael Akerfeldt betont ja immer wieder, dass er einen möglichst erdigen Sound hinbekommen möchte, aber hier hätte das Schlagzeug vom Sound her auch aus der Musik der automatischen Telefonweiterleitung (>>bitte warten! Wir leiten Sie gleich weiter<<) stammen können. Um das Album wenigstens ein bisschen rauhbeiniger und organisch klingen zu lassen, hätte er sich ein Beispiel an CATHEDRAL, die ihr, ebenfalls vom 70er-Jahre-Sound inspiriertes Hit-Album ,,The Carnival Bizarre" im Gefängnis aufgenommen hatten, nehmen sollen. Crunchige Gitarren, ein schepperndes Schlagzeug, das dem zahnlosen Tiger zumindest ein paar neue Plomben, sprich: dem ohnehin langweiligen Sound ein paar zusätzliche Nuancen gegeben hätte. SO hätte ,,Pale Kommunion" klingen können.

Bei ,,Faith In Others" wirken die Streicher dagegen total deplatziert. Die Musik vom Anfang hätte auch aus einer klischeehaften Liebesschmonzette stammen können und hat leider überhaupt nichts mehr mit dem zu tun, wofür Opeth früher standen: für einen energiegeladenen Mix verschiedener Musikstile, für das Verbinden von Extremen und vor allem für die Kompromisslosigkeit, mit der die Band knallhart ihr Ding durchgezogen hatte, ohne auf den Rest der Welt Rücksicht zu nehmen. Doch mit diesem Album, das zu sehr auf Nummer Sicher geht, welches versucht, irgendwo auch massenkompatibel zu klingen und in kompositorischer Hinsicht fast überall scheitert, frage ich mich, ob die Band sich nicht lieber auflösen sollte, um zumindest ihre gute Phase in positiver Erinnerung zu behalten?! Ich bin auf jeden Fall dermaßen ernüchtert, dass ich etwas anderes mir nicht lieber wünschen würde und ich auch nicht nicht mehr daran glaube, dass man das wieder besser machen könnte.

Was mich an alledem am meisten ärgert, ist die Tatsache, dass das neue Album überall in den Himmel hochgelobt wird und eine Vorschusslorbeere nach der anderen abkassiert. Da fehlt mir wirklich jede Form von objektiver Kritik. Stattdessen wird das Fehlen der Death-Metal-Growls ebenso als positive Weiterentwicklung betrachtet wie eine deutliche Weichspülung des Sounds ohne Ecken und Kanten. Erschütternd finde ich dabei auch, dass selbst ansonsten seriöse Musikmagazine, die seinerzeit ,,No Prayer for the Dying" von Iron Maiden (eine der unterbewertetsten Metal-Scheiben überhaupt) wegen der Rückbesinnung auf die Wurzeln schamlos in Grund und Boden gestampft haben, ,,Pale Communion" bedingungslos abfeiern, obwohl es auf dieser Scheibe keinen einzigen Song mit Gänsehautmomenten zum Niederknien oder spannungserzeugenden Songaufbauten gibt. Woran soll man die vermeintliche Klasse dieses Albums dann noch festmachen? Am tatsächlich vorhandenen, technischen Können der Musiker? Sorry, aber dann kauf ich mir eine Gitarren- oder Schlagzeug-Workshop-CD mit der Vorführung der einzelnen Licks usw. . Unabhängig davon, ob es bei Opeth Death-Metal-Elemente gibt oder nicht, konnte ich bisher alle Werke von Akerfeldt und Co. in die Genialität von Künstlern wie Devin Townsend, Virus, Pant.Thy.Monium oder Voivod einreihen, doch stattdessen bekommen wir durchgekautes Material zuhören, das Tausende von anderen schon in besserer Form aufgenommen haben. Dieser Ansatz war auch schon auf ,,The Devil's Orchard" erkennbar, aber man hatte es dort noch versucht, es als etwas Besonderes zu verkaufen, teilweise war es sogar hörbar. Und bevor hier jetzt jemand aufschreit: ich bin unter anderem mit den Frühwerken von Genesis, Jethro Tull, King Crimson und Emerson, Lake und Palmer aufgewachsen und weiß, was für geniale Musik in den 70er-Jahren produziert wurde. Dass man diese in die Neuzeit nicht 1:1 kopieren kann, ist klar, dass aber dabei trotzdem statt einem unterhaltsamen Album ein Rohrkrepierer wie dieser herauskommt, ist einfach nur enttäuschend, vor allem bei einer Band, die so lange dabei ist. Und so reiht sich Mikael Akerfeldt in die Riege von Künstlern wie Rock'n Rolf (Running Wild), Steve Rowe (Mortification) oder Joey DeMaio (Manowar) ein, die den Status ihrer einstigen Meisterwerke mit neuen, halbherzig aufgenommenen Platten immer mehr in ein falsches Licht rücken, welche nicht mal ansatzweise an die alten Platten heranreichen können und wo sich die Bands ebenfalls vorher hätten auflösen sollen. Somit haben wir eine Platte mit einer kleinen Handvoll von guten Ideen, die aber niemals das Niveau dieser alles andere als großartigen Platte überstrahlen können. Und deshalb, zusammen mit dem technischen Können der Musiker, (die trotz allem auf dem Boden geblieben und nicht zu Egonummern verkommen sind), kriegt diese Platte von mir nur zwei Sterne.
Kommentar Kommentare (16) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 3, 2014 8:28 AM CET


Cast in Stone
Cast in Stone
Wird angeboten von goodtasterecords
Preis: EUR 3,01

5.0 von 5 Sternen Eines der besten Alben der 90er Jahre., 18. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Cast in Stone (Audio CD)
Cast in Stone war das erste Album nach dem 1985er Album "Possessed", das Venom wieder in der klassischen Besetzung aufgenommen hatten. Fünf Jahre waren seit dem Vorgängeralbum "The Wastelands" vergangen, das zum Zeitpunkt der Veröffentlichung, 1992, verrissen oder komplett ignoriert wurde, weil viele ursprüngliche Fans der Band ihren Kultstatus abgesprochen hatten, sie nicht mehr für relevant hielten, oder Venom einfach nicht ohne Kronos akzeptieren konnten. Das führte zur Auflösung der Band, bevor sie sich wieder 1996 wie aus dem Nichts wieder zusammen tat und der Welt zeigte, dass mit ihnen immer noch zu rechnen ist. Dabei muss ich allerdings noch hinzufügen, dass "The Wastelands" alles andere als ein schlechtes Album ist - im Gegenteil, die Mischung aus musikalischem Anspruch, Atmosphäre (u.a. durch den Einsatz von Synthesizern), komplexen Songaufbauten und ruhigen Passagen, veredelt von Tony Dolans Gesang, macht diese Platte zu einer Scheibe, die ich mir immer wieder gerne anhöre und es genieße, zu Liedern wie "Cursed", "Riddle of Steel", "Need to Kill", "Crucified" oder "Clarisse" stundenlang das mega-geniale Coverartwork mit der verwüsteten Landschaft anzuschauen (natürlich in der Vinyl-Version, die allerdings längst vergriffen und heutzutage nur sehr schwer zu bekommen ist). Doch den Schritt, den Venom dann mit "Cast in Stone" gemacht hatten, war bemerkenswert. Auf einmal war wieder die Unbeschwingtheit und Kompromisslosigkeit der frühen Venom-Tage da, die charismatische Stimme von Cronos und sein rumpeliges Bassspiel, die einfach zu der Musik von Venom dazu gehören und heutzutage nicht mehr wegzudenken sind, gaben dem Album den nötigen Punch, veredelt mit einer Produktion, die die druckvollste und rauhbeinigste in der Geschichte der Band zu diesem Zeitpunkt war (in den fünf Jahren seit der Auflösung kamen ja viele neue Techniken zum Aufnehmen auf den Markt und hier schafften es Venom tatsächlich, das für sie wichtigste Equipment zum Aufnehmen, wahrscheinlich auch mit dem Harddisc-Verfahren, zusammen zu bekommen und damit eine zeitgemäße und fette Produktion zu erreichen, die aber zu keiner Sekunde steril rüberkam und trotzdem organisch klang) und die "Cast in Stone" noch vor "Metallica", "Chaos A.D.", "Vulgar Display of Power", "Roots", "Korn" und Konsorten zu einer der besten Metal-Platten der 90er Jahre machte. Auf diesem Album gab es alles, Stampfer zum Mitgröhlen, wie "The Devil One" "Bleeding", "Kings of Evil" oder "Judgement Day", groovigere Midtempo-Rocker, wie "Infectious" oder "You're all gonna die", ruhigere und längere Nummern mit Hammermelodien, wie "Destroyed and Damned", experimentellere Lieder mit elektronischen Elementen, wie "Domus Mundi" und "Swarm" (wobei hiermit interessanterweise auch eine Brücke zum Vorgängeralbum geschlagen wurde, weil diese Passagen in "Need to Kill" und "Domus Mundi" identisch sind) und natürlich schnelle Nackenbrecher wie "Raised in Hell", "Hydra", die einfach unverzichtbar für ein Venom-Album sind. Im Gegensatz zu den früheren Alben waren Venom gereifter und kompromissloser geworden, die satanistischen Elemente und das Image spielten nur noch eine untergeordnete Rolle, die Lieder wurden nicht einfach nur chaotisch herunter gerockt, sondern wurden mit jeder Sekunde spannend in Szene gesetzt, trotz der unglaublichen Wucht dieser Platte hörte man jedes Instrument, jede Spur heraus, man konnte sogar eine leichte Progressivität ausmachen und VOR ALLEM zog die Band trotz der damaligen Trends mit Schwerpunkt auf Grunge, Nu Metal, Modernem Metal, Industrial und Alternative Rock (dem auch viele bekanntere Bands folgten) unbeirrbar ihr Ding durch und zeigte, dass sie sich in keinster Weise davon haben einschüchtern lassen, dass der Großteil der damaligen Musikhörer ihre Musik nicht hören wollte. Doch der Wille der Band trug seine Früchte, denn während viele damalige Bands, die sich durch die damaligen Trends gegründet, bzw. neu orientiert haben, mittlerweile aufgelöst haben oder für ihren Stilwechsel ordentlich federn lassen mussten, sind Venom nach wie vor dabei, größer und stärker als je zuvor (wenn auch nicht so groß wie Iron Maiden) und können von sich behaupten, alles in ihrer, bzw. Cronos Karriere (denn die Alben, die er ohne Venom aufnahm, sind auch sehr stark) richtig gemacht zu haben. Was die musikalische Entwicklung und Ausdauer angeht, kommt der Band fast schon eine Bedeutung zu, die man mit ebendieser von der kanadischen Band Anvil vergleichen kann, auch, wenn bei Venom nie ein Mitglied von der Gründung bis heute durchgehend dabei gewesen ist und heute Cronos als einzig verbliebenes Gründungsmitglied mit Dante und Rage die Fahne der Gruppe hochhält.
Diese Platte ist nicht nur eine musikalisch sehr gute Platte mit guten Stücken geworden, zu der man ordentlich die Rübe schütteln kann. Diese Platte ist eine unglaubliche Inspiration, die zeigt, dass selbst in den schwersten Momenten, die aus negativen Resonanzen und Ablehnung bestehen, jeder das beste aus einer Situation machen und seine Ziele und Träume erreichen kann. DAS ist Metal, DAS ist Leben, DAS ist Venom und deshalb sind hier 5 von 5 Sternen mehr als angebracht.


Lemmy - The Movie [Blu-ray]
Lemmy - The Movie [Blu-ray]
DVD ~ Lemmy Kilmister
Preis: EUR 19,98

1.0 von 5 Sternen Eine wunderbare Dokumentation, aber mit einem sehr großen Schönheitsfehler!, 18. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Lemmy - The Movie [Blu-ray] (Blu-ray)
Über Lemmy braucht man, glaube ich, nicht mehr viel zu sagen. Er ist eine Kultfigur, der Inbegriff des Rock'n Rolls, 1000mal totgesagt, nur selten wirklich krank, bei einem Lebensstil, bei dem andere ins Gras gebissen hätten. Er IST Motörhead und er IST Rock'n Roll, und Motörhead IST er. Moment, den letzten Punkt versuchen zwar auch die Macher dieses Filmes zu vermitteln, aber ob man das so stehen lassen kann, darauf komme ich später noch einmal zu sprechen.
Fakt ist auf jeden Fall: dieser Film handelt NICHT von dem Leben eines Rockstars, der in 5-Sterne-Hotels übernachtet, auf dem roten Teppich sich abblitzen lässt, ständig auf Parties ist und sich in Limousinen herumfahren lässt. Im Gegenteil - dieser Film zeigt auf eine sehr unterhaltsame und sympathische Weise, wie man trotz eines millionenschweren Erbes für die Musik ein immer noch beschauliches und einfaches Leben führen, dieses aber auf eine viel intensivere Weise genießen kann als bei vermeintlichen Stars (wie es bei den Rolling Stones, Aerosmith, Ozzy Osbourne o.ä. der Fall ist). Lemmy hat kein freistehendes Einfamilienhaus mit Einbauküche, eine feste Beziehung oder gar so etwas wie eine Familie. Er lebt alleine in einer Zwei-Zimmer-Wohnung, sammelt Plattenauszeichnungen seiner Band, sowie Orden, Medaillen, Dolche aus Kriegszeiten, vornehmlich solche aus dem 3. Reich. In seiner Freizeit verbringt er Zeit im Rainbow, trinkt Jim Bean mit Cola und spielt an Glücksspielautomaten herum. Dazu kommt seine lockere Beziehung zu seinem Sohn, den er aber nicht eigenhändig großziehen konnte, sein gutes Verhältnis zu Frauen, geprägt durch die Erziehung seiner Mutter und Großmutter, die von seinem Vater sitzen gelassen worden sind und erkennbar an den zahlreichen Liebschaften, die er in seiner Musikkarriere gehabt hatte - und selbst aus diesen Beziehungen macht Lemmy in dem Film keinen großen Hehl und hängt es, wie es andere Musiker machen würden und damit ihre Anerkennung und Selbstbestätigung zu demonstrieren, nicht an die große Glocke. Auch, wenn man über die eine oder andere seiner Vorlieben streiten kann, muss man hier attestieren, dass er zu jeder Sekunde ehrlich und niemals abgehoben rüberkommen ist. Hier können sich die Macher des Filmes auf die Schulter klopfen, eine wirklich gute Dokumentation gemacht zu haben, die ohne große Effekthascherei und unverfälscht zeigt, wie man, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, die harte und ehrliche Meinung anderen ins Gesicht sagen, dabei aber respektvoll und freundlich sein kann. Und vor allem zeigen sie eines: dass Lemmy trotz seines musikalischen Schaffens und seines Kultstatus am Ende des Tages ein Mensch aus Fleisch und Blut ist mit Fehlern, zu denen er auch steht - nur tickt er eben ein bisschen anders. Und vor allem hat er immer das gemacht, wozu er Lust gehabt hatte, ohne sich zu sehr von den Meinungen anderer beeinflussen zu lassen oder sich anbiedern zu müssen. Das sieht man alleine daran, dass Motörhead eine der wenigen Hard'n-Heavy-Gruppen sind (die sich in den 70er Jahren gegründet haben), die auch Mitte-Ende der 80er Jahre unbeirrbar ihr Ding durchgezogen und die Fangemeinde mit knallhartem Rock'n Roll beglückt haben - während viele andere sich dem amerikanischem Markt angebiedert haben, versuchten, in Richtung Hair-Metal/Glam Rock á la Bon Jovi zu gehen und dabei grandios gescheitert sind. Dieser Status von Motörhead und Lemmy wird in dem Film auch von zahlreichen Musikern, Crew-Leuten, Produzenten, Freundinnen und und und unterstrichen. Die meisten dieser Personen sind mit ihm schon seit über 30 Jahren befreundet und viele davon nennen Motörhead als wichtigen musikalischen Einfluss und Lemmy eine Inspiration als Persönlichkeit.

Doch soviel Mühe sich die Filmemacher gegeben haben, wieviel Arbeit sie auch in diese Dokumentation gesteckt haben, haben sie eine wichtige Person nur am Rande behandelt, obwohl sie zu allem, was ich bis jetzt positiv erläutert habe, zwangsläufig immer mit verantwortlich gewesen ist: die Rede ist von Phil Campbell.

Und damit komme ich wieder zu der Frage vom Anfang: Ist Motörhead deshalb zwangsläufig Lemmy? Die Antwort ist für mich ein klares "Nein". Das wird sicherlich viele Motörhead-Fans verärgern, aber es ist immerhin meine Einschätzung zu dem Geschehen. Ich bin seit acht Jahren Motörhead-Fan, habe die Gruppe schon zwei Mal gesehen, und ohne dabei den Kultstatus von Lemmy als Musiker und Persönlichkeit klein reden und alle Fans, die auf der Show "Lemmy" schreien, schmälern zu wollen, ist es doch das Gitarrenspiel von Phil Campbell, das ein wichtiger Grundpfeiler für die Band seit über 30 Jahren ist (so wie das Gitarrenspiel von Dimebag Darrell [R.I.P.] für Pantera ihr wichtigster Grundpfeiler war). Für mich ist Phil Campbell die eigentliche Kultfigur und DER Mann bei Motörhead, die treibende Kraft der Band und ohne ihn würden Motörhead vielleicht nicht mehr existieren. Hand aufs Herz, welcher Musiker kann schon von sich behaupten, die Musik seiner Band in so einem langen Zeitraum immer bereichert zu haben, dabei aber niemals im Rampenlicht gestanden und dazu noch den komplett gegenteiligen Lebensstil seines Mitmusikers (normales Familienleben mit langjähriger Ehe und keinem Alkoholkonsum), der hier tatsächlich die größte Alkohol- und Drogenvernichtungsmaschine aller Zeiten ist, geführt zu haben? Klar, es ist ein Film über Lemmy, aber ich bin mir sicher, dass es alle oben genannten Geschehnisse, die Lemmy zur Kultfigur gemacht haben, ohne die Einwirkung von Phil in dieser Form nicht gegeben hätte. Phil hat Lemmy zur Kultfigur gemacht, die er heute ist, denn ohne ihn wären alle Platten nach "Another Perfect Day" niemals so gut geworden und ohne ihn wären die neueren Platten nie so gut ausgefallen. Vermutlich hätten Motörhead mit wechselnden Gitarristen bis heute damit zu kämpfen gehabt, dass ihr neues Album möglichst nahe an die Klasse ihrer früheren Alben herankommt. Dass Bands wie AC/DC, Saxon oder Black Sabbath die mehr als verdiente Popularität und den Kultstatus genießen, den die Gruppen bis heute ausmacht, ist ja auch in erster Linie auf Angus Young, Paul Quinn und Tony Iommi zurückführen, die den Kultstatus ihrer Frontmänner Brian Johnson, Biff Byford oder Ozzy Osbourne geebnet haben, während Leute wie Glenn Danzig, Bobby Liebling (Pentagram), Tom Angelripper (Sodom) der lebende Beweis dafür sind, wie Kultfiguren ihren eigenen Status zerstören können, weil kein Gitarrist lange in der Gruppe bleiben kann und ihre neuen Alben immer Wackelkandidaten sind, die mit den alten Klassikeralben verglichen werden müssen (das soll jetzt aber keine negative Bewertung über die Musiker sein, die mit den Gitarristen in einer Band spielen, denn es gibt so viele Faktoren, die für eine langjährige Zusammenarbeit verantwortlich sind und von denen ich keine Ahnung habe). Für mich hat Phil Campbell dementsprechend einen Status als Musiker, dessen Einfluss auf Motörhead und Lemmy als Persönlichkeit nicht hoch genug einzuschätzen ist (Und jetzt soll mir niemand damit kommen, dass er kein Gründungsmitglied von Motörhead ist! Mann, er ist acht Jahre nach der Gründung dazugekommen, und diese liegt immerhin schon fast 40 Jahre zurück). Und deshalb bekommt der Film von mir nur einen Stern, weil es absolut inakzeptabel ist, wie der Mann in diesem Film zusammen mit Mickey Dee zum Statisten verkommt und behandelt wird, als wäre er für die Musikgeschichte total unwichtig. Eine Person, die an dem schwer erarbeiteten Erfolg einer legendären Band maßgeblich mitbeteiligt ist und diese nur in einer kurzen Stelle gezeigt wird, wie sie sich Family Guy anschaut, hätte in so einem Film deutlich mehr zu Wort kommen müssen, bzw. die anderen Musiker hätten nicht nur über Lemmy, sondern auch über ihn reden müssen. Andernfalls kommt es so rüber, als ob Lemmy's Bandkollegen bewusst wenig Spielraum in diesem Film bekommen, damit sie keine Möglichkeit bekommen, etwas negatives über den Bandboss zu erzählen. Deshalb kann ich es auch voll und ganz verstehen, wenn Phil Campbell darüber verärgert ist, dass er nur in dieser einen Stelle gezeigt wird. Da hätte man deutlich mehr rausholen können, zumal er als der langlebigste Begleiter von Lemmy sicherlich einiges über ihn hätte erzählen können. Wenn die Filmemacher wenigstens gesagt hätten: "Keine Sorge, er kommt in diesem Film nicht so viel zu Wort, dafür werden wir aber noch eine Dokumentation über ihn drehen, wo er die Aufmerksamkeit bekommt, die er verdient hat"... Aber nicht mal das ist Fall und die Filmemacher sehen ja auch nicht ein, dass sie damit einen großen Fehler gemacht haben (der Erfolg gibt ihnen ja auch Recht), bekommt der Film von mir nur zwei Sterne: einen, weil der Film wirklich unterhaltsam ist, den anderen für Lemmy, weil er nun einmal Lemmy ist. Abzüglich der fehlenden sieben Minuten über Lemmys Vorliebe für Nazi-Devotionalien und fehlender Untertitel auf der Bonus-DVD bleibt somit nur noch ein Stern. Schade, da hätte man wirklich mehr draus machen können :(
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 18, 2014 11:01 PM MEST


Jason Becker: Not Dead Yet [DVD] [UK Import]
Jason Becker: Not Dead Yet [DVD] [UK Import]
DVD ~ Jesse Vile
Wird angeboten von dodax-online
Preis: EUR 4,92

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein bewegender Film, der leider auf Untertitel verzichtet, 18. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Um es vorwegzunehmen: Not Dead Yet ist einer der bewegendsten Filme, die ich in meinem ganzen Leben gesehen habe. Man erfährt sehr ausführlich über den musikalischen Werdegang des aufbegehrenden Gitarristen Jason Becker, der schon in frühester Kindheit dafür sorgt, dass bei seinen Mitmenschen der Atem wegbleibt. Was er auf Gitarre technisch und gefühlsmäßig hervorzaubert, ist nicht von dieser Welt - und das in einem Alter, wo viele andere Musiker und Bands noch in den Kinderschuhen stecken. Passend dazu kommen zahlreiche Wegebegleiter, Mitmusiker, Verwandte und Produzenten zu Wort, die Jason ohne Effekthascherei als einen wunderbaren Menschen beschreiben, der trotz seines Talentes und seines Erfolges immer auf dem Boden geblieben und seinen Freunde und seiner Familie positiv aufgeschlossen ist - keine Selbstverständlichkeit, bedenkt man, wie viele talentierte Musiker und Kultfiguren, leider auch im Metal-Bereich, später auch mit Negativschlagzeilen von sich zu reden machen.
Jason befindet sich also auf einer angehenden Erfolgswelle, die ihn, u.a. durch seine Mitwirkung in David Lee Roth's (Van Halen) Soloband zu einem der größten Rockstars in den Rockolymp hieven sollte. Bis er eine Veränderung in seinem Körper bemerkt und er die Diagnose ALS bekommt. Die Ärzte geben ihm nur noch drei Jahre Lebenszeit, die meisten Freunde schreiben ihn ab und auch, was neues Musikmaterial angeht, geben alle jegliche Hoffnung über seine Zukunft auf. Ich will nicht zuviel verraten. Aber Fakt ist auf jeden Fall: mehr als 20 Jahre sind nach der Diagnose vergangen, die meisten Wegbegleiter haben sich schon längst mit der Situation abgefunden, dass er nicht mehr da ist, als eines Tages einer von seinen Freunden überraschend eine Email von Jason erhält, wie es ihm denn geht. Denn nach über 20 Jahren lebt Jason immer noch, schreibt immer noch Musik über den Computer und kommuniziert mit einem System, das sein Vater entwickelt, mit seinen Mitmenschen. Absoluter Wahnsinn - mehr glaube ich, brauche ich nicht zu sagen ;) Vielmehr ist dieser Film der Beweis, dass man in einer aussichtslos scheinenden Situation immer noch für seine Träume und Ziele kämpfen und das Leben leben kann. Und wenn Jason in einem Interview zu hören bekommt, dass er mit seinem Lebensweg andere Menschen sogar vor dem Selbstmord abhalten konnte, sind fünf Sterne für diesen Film mehr als rechtfertigt.

Eigentlich!

Allerdings hat diese DVD zwei große Defizite, die zwar technischer Natur sind, die aber trotzdem bei der Veröffentlichung der DVD hätten berücksichtigt werden sollen: das Fehlen von Untertiteln in deutscher Sprache für Menschen (v.A. Kindern), die der englischen Sprache nicht mächtig sind und das Fehlen von englischen Untertiteln für gehörgeschädigte. Vor allem bei einem Film, der für alle Menschen ein Genuss sein sollte, ist es einfach ein Unding, sich nicht die Zeit und Mühe zu nehmen, Untertitel drauf zu packen, zumal der Film auch eine Botschaft vermittelt. Durch das Fehlen der Untertitel wird der Kreis von Zuschauern stark eingeschränkt und die Menschen, die Untertitel bitter nötig gehabt hätten, v.A. Hörgeschädigte, werden dadurch mit Füßen getreten. Ich meine, dieser Film lebt in erster Linie von seinen Kommentaren und Dialogen, weniger von seinen Bilder, Special Effects, oder ähnlichem. Und aus diesem Grund kann ich es auch nicht schönreden und sagen, dass der brilliante Inhalt des Filmes diese Defizite übersteigt.


Nation (Digipack)
Nation (Digipack)
Preis: EUR 17,75

5.0 von 5 Sternen Sehr guter Artikel, weiter so., 25. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nation (Digipack) (Audio CD)
Ich bin schon lange ein Sepultura-Fan, da war es für mich klar, diese CD zu kaufen. Würde ich wieder so machen.


Vermächtnis: Was wir von traditionellen Gesellschaften lernen können
Vermächtnis: Was wir von traditionellen Gesellschaften lernen können
von Jared M. Diamond
  Gebundene Ausgabe

5 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Überbewertet, schlecht recherchiert und gegen sämtliche Prinzipien, die ein harmonisches Zusammenleben ermöglichen., 11. Februar 2013
Leute, kauft dieses Buch nicht! Es lohnt sich wirklich nicht. Ein erzkonservativer Schreiberling propagiert hier, wie toll und fortschrittlich unsere ach so tolle westliche Gesellschaft ist und tretet dabei die Lebensweise vieler anderer Menschen auf der Erde mit Füßen. Zu schreiben, Indigene Völker seien lebende Fossilien, die das selbe Leben wie unsere Vorfahren von vor 10.000 Jahren schreiben, grenzt an Ignoranz, Selbstverliebtheit und Unverschämtheit. Den Vogel schießt der Autor aber mit seiner Überzeugung ab, dass indigene Völker viel wilder seien und mehr Krieg führen als "wir". Auf den kommenden Seiten erläutert er, dass kleinere Kulturen zum Scheitern verurteilt seien und nur größere, mächtigere "Kulturen" strukturiert genug seien, um solche Konflikte komplett zu vermeiden. So, so, Herr Diamond, wer hat hier denn dafür gesorgt, dass die Menschen in Afrika, Asien und Australien in menschenunwürdigen Verhältnissen leben und massakriert und schamlos ausgebeutet worden sind? Wer hat das Ideal heraufbeschworen, dass nur die weiße Rasse, die von Gott heraufbeschworen wurde, über die Erde herrschen soll und mit diesem "Manifest Destiny" Millionen von Menschen auf dem Gewissen hat? Und wer hat durch eingeschleppte Krankheiten dafür gesorgt, dass kleinere Völker auf Inseln, o.ä. fast ausgerottet worden wären (oder schon sind)? Die Zo'é aus Brasilien? Die Yali aus Neugineau? Die Pygmäen aus Kamerun? Ha, das ist der mit Abstand schlechteste Witz, den ich seit Beginn des neuen Jahrtausends gehört habe. Und Sie sagen, dass all diese Menschen gewalttätig und gefährlich und vornherein zum Scheitern verurteilt sind? Und nur Ihre eigene bescheuerte Rasse und Zivilisation zählt, oder was? Haben Sie in der Schule nicht aufgepasst, oder warum glauben Sie immer noch, dass der American Way of Life so toll ist? Haben Sie überhaupt etwas verstanden, was Sie je gelesen oder geschrieben haben? Und ist es nicht so, dass Sie Menschen aus anderen Kulturkreisen am liebsten mit einem Fußtritt heraus befördert hätten?

Es ist echt unglaublich, wie rückständig und konservativ, aber gleichzeitig auch renommiert und erfolgreich ein Schriftsteller in unserer heutigen Zeit sein kann. Das, was Jared Diamond hier betreibt, ist Propaganda auf fiesestem Niveau und nichts anderes als das. Mit dem Blödsinn, den er hier verzapft, sorgt er dafür, dass die Menschheit sich ein paar Jahrhunderte zurück bewegt und nicht, wie es sein sollte, zu einer akzeptablen Harmonie untereinander findet.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 2, 2014 10:14 PM MEST


Arise from Blackness
Arise from Blackness
Preis: EUR 12,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wahrer Hörgenuss!!!, 7. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Arise from Blackness (Audio CD)
Hier haben sich Century Media was ganz feines ausgedacht, um alle JüngerInnen der härteren Gangart zu beglücken. "Arise from Blackness" enthält alle Songs, die Krisiun von 1992 bis 1994, also in der Zeit vor ihrem allerersten richtigen Album "Black Force Domain" aufgenommen haben. Sprich: alle Lieder, die auf der Split-EP "Cursed of the Evil One" und dem Mini-Album "Unmercyful Order" zu finden waren, wurden hier wiederveröffentlicht. Das besondere dabei ist, dass beide Veröffentlichungen schon lange vergriffen waren und wenn man denn mal fündig wurde, nur ein gebrauchtes Exemplar im dreistelligen Bereich ersteigern konnte. Ein besonderes Lob an die Plattenfirma muss ich aussprechen, weil man hier sogar "Insurrected Past" mit auf die Platte getan hat. Soweit ich weiß, kam der Song nur auf einer streng limitierten Vinyl-Edition von "Unmercyful Order" vor, welche noch rarer und seltener war als die CD-Pressung (kann man noch mehr Superlativen einbringen?) und für unendlich hohe Preise verkauft wurde. Wahnsinn!!! Doch das wichtigste an allem ist immer noch die Musik und die ist hier ein wahrer Hörgenuss. Obwohl keiner der Musiker damals das 20. Lebensjahr erreicht hatte, bieten Krisiun auf "Arise From Blackness" dem Hörer eine 40minütige Lehrstunde, wie man technisch auf die härteste Weise anspruchsvoll sein, aber gleichzeitig packende Lieder schreiben kann, welche vor Energie, Breaks, Solos, Tempowechseln (in diesem Falle von nicht so schnellen zu ganz schnellen Blastbeats) und ein-bis zweisekündigen Verschnaufspausen strotzen. Zwar waren im Gegensatz zu den späteren Alben die damaligen Aufnahmen produktionstechnisch noch nicht ganz so optimal und auch bei den Musikern kann man ein paar unsaubere Töne und Timingschwankungen heraushören, aber trotzdem (oder vielleicht sogar deshalb?) macht das Album einfach nur Spaß, weil man hört, mit welchem Enthusiasmus die Jungs an die Aufnahmen gegangen sind, man hat das Gefühl, die Band zockt gerade im Proberaum nebenan alle in Grund und Boden. Auch wenn ich mir vorstellen kann, dass die Brüder im Nachhinein nicht mehr mit den Aufnahmen so zufrieden sind, gefallen sie mir bei weitem besser als die heutigen Hochglanzproduktionen bei größeren, etablierten Death-Metal-Bands (will jetzt keine Namen nennen) mit getriggerten Drums, fehlender Wärme und dem Ausmerzen kleinster Spielfehler, die eigentlich den Reiz der Aufnahme ausmachen. Maximiliano malträtiert sein Schlagzeug, dass es nur so staubt (ein Güterzug mit über 300 km/h fällt mir da als erstes ein), Moises liefert sich mit seinen damaligen Sidekicks (ja, damals war die Band noch zu viert!!!) ein Gitarrenduell nach dem Anderen und Alexandre brüllt sich die Seele aus dem Leib und lässt alteingesessene Veteranen des Death Metal (wobei ich diese Stilbezeichnung wegen der Energie und weil sie so lebendig ist, mittlerweile unpassend finde) alt aussehen. Hier noch einzelne Lieder hervorzuheben macht für mich eigentlich gar keinen Sinn mehr, da man Ausfälle auf der CD nicht mal mit dem Mikroskop finden kann und sich besondere Favoriten dadurch nicht mehr hervorheben lassen, weil einfach ALLE Lieder im Hochgeschwindigkeitstempo durch die Hörgänge knallen, ohne dass es langweilig wird. Eine Ausnahme will ich aber noch mal für "Insurrected Past" machen, da es in 40 Sekunden nur mit cleanen E-Gitarren-Klängen aufwartet, welche aber überhaupt nicht die Stimmung schmälern - im Gegenteil. Durch den Einsatz ruhiger Klänge in der Todesmetalltrutzburg sorgen diese für umso mehr Spannung und zeigen, dass Death-Metal nicht immer mit Pseudo-Ambitionen, so brutal wie möglich sein zu wollen, zu tun haben muss und auch anderen Stilrichtungen, sogar klassischer Musik, gegenüber aufgeschlossen sein kann. Ich könnte hier noch ellenlang weiterschreiten, aber da dies eine Kundenrezension ist, möchte ich nur eine Empfehlung aussprechen: KAUFEN!!!


Die kleine Märchensammlung Vol. 6 (Der Froschkönig, Die drei goldenen Haare des Sonnenkönigs, König Drosselbart) [3 DVDs]
Die kleine Märchensammlung Vol. 6 (Der Froschkönig, Die drei goldenen Haare des Sonnenkönigs, König Drosselbart) [3 DVDs]
DVD ~ Iris Berben

9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Bin enttäuscht, 16. Februar 2009
Drei starke Märchenfilme auf einen Streich... bemerkenswert, dass die Filmstudios auf die Idee kommen, so eine DVD zum Schnäppchenpreis anzubieten, zumal der legendäre König-Drosselbart-Klassiker hier zum ersten Mal in dem entsprechenden Format veröffentlicht wird. Trotzdem bin ich enttäuscht, weil sich eine DVD eigentlich durch ein besseres Bild und einen besseren Ton als auf VHS auszeichnen und mit vielen Bonusmaterialien und Eastereggs, etc. vollgepackt sein sollte, man als Käufer dafür aber in diesem Falle überhaupt nicht auf seine Kosten kommt.

Ich war total überrascht, als ich erfuher, dass KSM eine Märchenbox-DVD mit dem noch nicht auf DVD veröffentlichten und beinahe in Vergessenheit geratenen Version vom tschechisch-slowakischen König-Drosselbart-Film veröffentlicht. Als Besitzer der VHS mit diesem Film (siehe hierzu auch meine Kundenrezension bei diesem Artikel) habe ich mich darüber natürlich gefreut wie ein Schneekönig, die DVD von einem Freund ausgeliehen und aufgeregt in den DVD-Player gelegt. Mit voller Hoffnung, den Film in neuem Gewand, mit knalligeren Farben und mehr Details zu sehen, wurde ich wenig später eines besseren belehrt. Bild und Ton stimmen mit der VHS-Fassung überein. Stattdessen haben die DVD-Macher den oberen und unteren Rand des Bildes weggeschnitten, sodass nun sogar noch weniger Details erkennbar sind. Der Ton ist zwar nach wie vor in Ordnung, aber ich hätte mir als weitere Sprachspur die Originalfassung mit den Originalstimmen der tschechischen Schauspieler dazu gewünscht. Den Film gibt es nur mit deutscher Sprachspur. Außerdem hätte man der schönen Musik von Stivin wegen zur DVD eine Extra-CD mit dem Filmsoundtrack, den es auch noch nicht gibt, beilegen sollen. Ich frage mich dabei, ob eine Neuauflage der VHS nicht sinnvoller und vor allem billiger gewesen wäre. So hinterlässt die halbherzige Verarbeitung des Filmes doch einen sehr faden Beigeschmack.

Soviel zu der Qualität der DVD-Version. Ich habe mich natürlich noch durch das Bonusmaterial geklickt und im Vorfeld gehofft, dass die DVD-Macher ein bisschen in den Archiven rumgestöbert und unveröffentlichtes Material für die DVD an das Tageslicht gebracht haben. Von wegen. Es ist kein Bonusmaterial in Form von Video vorhanden, weder Interviews mit den Beteiligten, noch Kommentare der Darsteller zu dem Film oder gar Making-Ofs, Outtakes, unveröffentlichte Szenen oder ein Bericht zu der Preisverleihung auf dem Filmfestival in Karlsbad, was wirklich nicht so berauschend war. Stattdessen eine billige Bildergalerie mit vier, fünf Bildern des Filmes in grottenschlechter Qualität. Den Brüller schmissen aber die Biographien, die keine Biographien der Darsteller sondern ein kurzer Querschnitt durch die Geschichte der Gebrüder Grimm und ihrer Märchen sind, und das Vordercover, auf dem die Namen der deutschen Darsteller ganz gross draufgedruckt sind, obwohl diese ja noch nicht mal in den Hauptrollen spielen. Wieso? Als Werbezweck, oder, um den Film für Außenstehende interessant zu machen? Es sind doch die tschechischen Schauspieler, die den Reiz und Charme des König-Drosselbartes-Film ausmachen!? Gerade im Falle der wunderschönen Prinzessin-Darstellerin, die hier ihren einzigen Auftritt im deutschsprachigen Film hatte, wäre das DVD-Format doch ideal gewesen, um (nicht nur) sie mit einer ausführlichen Biographie beim Publikum bekannter zu machen ?!

Stattdessen steht der hartgesottene König-Drosselbart-Fan mit leeren Händen zurück und fragt sich, ob man den Film nicht hätte einzeln mit einer umso schöneren Bearbeitung herausbringen können... Es grenzt schon fast an ein Sakrileg, dass die Macher der DVD auch noch stolz dafür sind, dass einer der besten Märchenfilme überhaupt in so einem Sammelsurium untergeht und somit an Bedeutung verliert.

Somit nur einen Stern für den (nach wie vor großartigen) König-Drosselbart-Film selber. Die anderen beiden Filme sind zwar auch richtig gut, verdienen aber keine Bewertung, da sie aber bereits vorhin auf DVD veröffentlicht worden sind. Deshalb ist diese Sammlung nur für Leute interessant, die noch keinen der drei Filme im Regal stehen haben. Den Märchenfans, die den König-Drosselbart-Film noch nicht kennen, empfehle ich nach wie vor, ihn sich ans Herz zu legen, aber erst nach der raren VHS-Version Ausschau zu halten, bevor sie sich wohl mit dieser Fassung anfreunden müssen.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 16, 2009 9:28 AM CET


Pride
Pride
DVD ~ Suzanne Borsody
Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 30,80

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Was für ein Reinfall !!, 6. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Pride (DVD)
Meine Erwartungen dieses Filmes waren nicht sehr hoch. Von der Story her klang er ziemlich interessant und war für mich, bevor ich ihn mir überhaupt erst ansah, etwas anderes als der Mist, den man sonst aus dem Fernseher kennt. Eine Geschichte über ein Löwenrudel, das von einer anderen Gruppe von Löwen aus ihrem Revier zu vertrieben werden droht. Nach Kassenschlagern wie "101 Dalmatiner - Diesmal sind die Hunde echt!" oder "Der Bär" war ich aber doch gespannt, ob jetzt ein Film, in dem nur Löwen spielen, den Standard der beiden obengenannten Filme toppen kann. Und die Antwort hierzu lautet: Nein, er kann es nicht!
Als der Film bei mir anfing, war ich schon ziemlich skeptisch, weil im Vorspann neben den Namen der Filmemacher plötzlich auch Namen von Schauspielern gezeigt wurden. (Hä? Doch mit Menschen? Aber der Film wird doch jetzt nicht...?) Und als dann die Handlung des Filmes begann, trat genau das ein, was ich befürchtet und nie zu hoffen gewagt habe: Die ganzen Löwen wurden mit Menschenstimmen versehen und synchronisiert, sodass der Film einen alles andere als sympatischen ersten Eindruck machte. Ich war enttäuscht, aber guckte erstmal weiter, bis ich dann auch feststellte, dass hier vor allem die Löwenkinder besonders stark beleuchtet wurden und dass bei ihnen die Stimmen sich extrem anhörten, als ob sie aus einem Walt-Disney-Film kämen. Damit noch nicht genug, wurden die ganzen Dialoge noch auf ein babyhaftes Nievau reduziert, dass einem erwachsenen Zuschauer schlecht wird (wie z.B.: "Wir müssen zusammenhalten wie die Sterne").
Problem des Filmes ist nicht, dass hier Stimmen verwendet wurden, sondern, dass der Film auf diese Weise dermaßen zerrissen wurde, dass es nicht mehr viele Leute geben wird, die ihn mögen werden. Da der Film wegen der sehr kindlichen Dialoge für 2-6-jährige beschränkt wurde (was eigentlich kein Problem darstellt, weil in "Schweinchen Babe" dies auch gemacht wurde), dieser aber auch mit sehr vielen realistisch blutigen, brutalen Kampfszenen, sowie Kadavern angereichert wurde (welche für Kinder ein Gräuel sein müssten), hätten sich die Macher ihn eigentlich komplett sparen können.
Einen Stern gebe ich für die tollen Savanne-Aufnahmen, einen für die naturgetreuen Tierlaute. Mehr ist nicht drin, weil es, erstens, unverschähmt von den Herausgebern der DVD ist, dass sie nicht die Namen der Schauspieler und eine dazugehörige Anmerkung auf die Rückseite der Hülle geschrieben haben und zweitens, weil der Film dadurch auf ein unterdurchschnittliches Niveau reduziert worden ist. Ohne diese hätte der Film vielleicht sogar einen Welterfolg feiern können. Schade... :(


Ur Jordens Djup-Limited Edit
Ur Jordens Djup-Limited Edit
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 36,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach Genial...!!!!, 5. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Ur Jordens Djup-Limited Edit (Audio CD)
Als ich das Album in den CD-Player schob, da war mein erster Eindruck, dass es ein ziemlich schweres, düsteres Album sein muss und ich die Musik innerlich mehr vertiefen müsste. Aber schon nach dem zweiten Lied wusste ich, womit ich hier zu tun hatte. Es sind düstere Riffs und Melodien, die auf der CD dominieren. Aber dieses Düstere wirkt kraftvoll und majestätisch und besitzt im Bezug auf die Texte auch etwas Erzählerisches, wie von einem Roman oder einen Film. Und zwischen diesen düsteren Melodien und dem Troll-Geschrei stechen auch immer wieder fröhliche, folkig angehauchte Melodien und Chorgesänge hervor, die die Lieder nicht zu schweren Klumpen machen und den Hörer die Musik schneller verarbeiten lassen. Es ist wie unter der Erde oder in einem stockdunklen Wald, wenn nur ab und zu mal Sonnenstrahlen dazwischen treffen und dieser düsteren Kälte, die man fühlt, immer wieder angenehme Wärme hinzugefügt wird.
"Ur Jordens Djup" ist ein musikalisches Meisterwerk, womit das finnische Sextett wieder mal bewiesen hat, dass die Band auch mit einem neuen Sänger immer noch damit weitermachen kann, wo sie vor dem Ausstieg des alten Sängers aufgehört hat.
PS: Die Videos auf der DVD haben es auch in sich, allerdings hätte man da noch ein paar Clips mehr hinzufügen können. Meiner Meinung nach lohnt es sich nicht, eine DVD mit einer Länge von gerade mal 10 Minuten zur CD beizupacken und es dann zu einem DigiPack hochzuhypen. Die Videos hätte man genauso gut als CD-Rom-Tracks dazumachen können. Vermutlich hatte man bei den Aufnahmen Rücksicht auf den Keyboarder genommen, der fast die ganze Musik auf dem Album geschrieben hat und wegen seiner Bruder-Band "Moonsorrow" auch dieses mal wieder nicht mit auftreten konnte.


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