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Songs of a Lifetime
Songs of a Lifetime
Preis: EUR 18,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Greg Lake wieder auf Tour, 2. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Songs of a Lifetime (Audio CD)
Das Konzept hinter dieser Tour scheint auf den ersten Blick fragwürdig: die Musik kommt mit Ausnahme von Stimme, Gitarren, Bässe und Keyboards, die Lake live spielt, vom Band, er steht alleine auf der Bühne. Dennoch ist das Ergebnis schon fast sensationell gut. Man darf nicht vergessen, dass Greg Lake seit 1967 im Musikgeschäft ist: dies ist der Mann, der mit King Crimson den Progressiv Rock aus der Taufe gehoben und dieses Genre in den 70-ern mit Emerson Lake & Palmer perfektioniert hat.

Lake nahm seine Autobiografie "Lucky Man" zum Anlss, mit Songs aus seinem Leben auf Tour zu gehen und dazu Anekdoten aus den jeweiligen Zeiten zum besten zu geben. Das Programm besteht aus King Crimson und ELP Klassikern, aus Solomaterial sowie aus Titeln anderer Interpreten, die ihn im Laufe der Jahre beeinflusst haben. Alle Titel wurden neu und absolut zeitgemäß arrangiert. Höhepunkte des Programms sind für mich die King Crimson Klassiker Confusion, In the court of the crimson king und I talk to the wind sowie die ELP Evergreens Still ... you turn me on und C'est la vie. Beeindruckend ist auch das Cover People get ready. Die neuen Arrangements in Verbindung mit Lake's unglaublicher Stimme sorgen für eine magische Athmoshpäre mit viel Gänsehaut.

Dazu kommt, dass Greg Lake wirklich guter Storyteller ist. Die Anekdoten zwischen den Songs trägt er mit Humor und Charisma vor.

Der Mann ist eine lebende Legende. Wenn man die Gelegenheit hat, eines seiner "Songs of a lifetime" Konzerte zu besuchen, sollte man diese auf jeden Fall nutzen.


Working Live Vol.3
Working Live Vol.3
Preis: EUR 19,27

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Carl der Große, 1. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Working Live Vol.3 (Audio CD)
Um das vorweg zu nehmen: "Working Live Vol. 3" ist mit Abstand das beste Album aus Carl Palmer's "Working Live" Serie. Palmer spielt hier mit einer lange nicht mehr gehörten Virtuosität und Präzision, er bestimmt Tempo und Stil seiner Band. Kernstück des Albums ist die komplette Fassung der "Pictures at an exhibition", die sich sehr stark am ELP Arrangement von 1971 orientiert. Zwar gehen einige ironische Elemente des ELP Originals verloren, diese werden jedoch durch die Power des Carl Palmer Trios locker kompensiert. Diese enorme Power ist es auch, die "Pictures" trotz der analogen Gitarre/Bass/Drums Besetzung von dem eher akademischen Arrangement der Gruppe Mekong Delta deutlich unterscheidet.

Weitere Highlights des Albums sind eine Kracher Version von "Peter Gunn" als Opener und der neue Titel "In a Maroccan market" mit Drumsolo.

Erwähnenswert ist auch die exzellente Aufnahmequalität des Albums, der "Working Live Vol. 3" von den beiden Vorgängern unterscheidet.

Carl Palmer ist trotz seines Alters von mittlerweile 60 Jahren 2010 mehr als ausgelastet: er ist parallel mit Asia und seiner eigenen Band auf Tour, ferner gab er ein Gastspiel mit Emerson Lake & Palmer, als diese im Sommer als Headliner des Londoner High Voltage Festivals auftraten. Obwohl die Carl Palmer Band mit ihrer Instrumentalmusik nur ein kleines Publikum erreicht, spricht es Bände, dass Carl in Interviews die Konzerte mit seinem eigenen Trio stets als Highlight herausstellt.


At High Voltage 2010
At High Voltage 2010
Preis: EUR 23,43

37 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ELP zurück für ein Konzert - High Voltage Festival 2010, 27. August 2010
Rezension bezieht sich auf: At High Voltage 2010 (Audio CD)
Bekanntlich waren Emerson Lake & Palmer eine der bekanntesten Bands der 70-er Jahre. Nach einem Comeback in den 90-ern trennte sich die Gruppe schließlich 1998. Nach fast 13 Jahren gaben nun die großen 3 wieder ein Konzert vor einem riesigen Publikum als Headliner des High Voltage Festivals im Londoner Victoria Park.

Um das vorweg zu nehmen: ELP haben sich wacker geschlagen. Sie hatten nur wenige Tage der Vorbereitung, da Drummer Carl Palmer auf Grund paralleler Tourneen mit Asia und seiner eigenen Band mehr als ausgelastet ist. ELP drehten das Rad der Zeit zurück und ließen den ebenso kunstvollen wie bombastischen Progressiv Rock der 70-er unter frenetischem Jubel der Zuschauer wieder aufleben. Kanonendonner zum Finale der "Pictures at an exhibition", das sich drehende Schlagzeug bei Palmer's Drumsolo, Greg Lake's legendärer Perserteppich und natürlich Emerson's Quälen der Hammond Orgel mit Dolchen zum Finale.

Opener war wie schon bei der Tourneen der Band in den 90-er Jahren "Karn evil 9 first impression pt. 2" mit den legendären Anfangszeilen "Welcome back my friends to the show that never ends". Weiter gings mit der Energie geladenen Bartok Adaption "The Barbarian", dem Powersong "Bitches Chrystal" und der Ballade "From the beginning". Danach die Klassiker "Knife edge" und "Take a pebble", das im Mittelteil in eine Klaviersound Version von "Eruption" als Einleitung zum Konzeptwerk "Tarkus" übergeht, das fast komplett gespielt wird. Die danach folgende Feuerzeugballade "Farewell to arms" vom '92-er Album "Black Moon" war sicher eine Überraschung im Programm, gefolgt vom Evergreen "Lucky Man" und Auszügen aus den "Pictures at an exhibition" mit einem wundervollen "The Sage" im Mittelteil (ohne Gitarre, nur Keyboards und Gesang). Zugabe ist das Instrumentalmedley aus "Fanfare for the common man" und "Rondo" inclusive Palmer's Drum Solo.

Wenn man sich die 3 alten Recken heute anschaut, machen sie einen durchaus unterschiedlichen Eindruck: Keith Emerson wirkt trotz seines Alters von 65 Jahren außerordentlich fit. Allerdings leidet er an der sogenannten "Pianistenkrankheit", einer Nervenlähmung, die ihm Probleme an den Fingern seiner rechten Hand bereitet. Er musste sich deshalb schon in den 90-er Jahren einer Operation unterziehen. Mittlerweile haben sich die Symphtome offenbar wieder verschlimmert - man sieht ihm an, dass er beim Spielen Schmerzen hat. Dennoch lässt sich über die ein oder andere Unsauberkeit in seinem Spiel leicht hinwegsehen: ein Keith Emerson mit 70 % seiner Fähigkeiten ist immer noch besser als die meisten Keyboarder mit 100 %.

Greg Lake sieht man sein Alter von 62 Jahren mittlerweile an. Als Musiker ist er jedoch in Topform. Sein Bassspiel ist präzise bis ins Detail und seine Stimme klar und Energie geladen. Der Mann bewegt sich kaum auf der Bühne und hat dennoch eine unglaubliche Ausstrahlung.

Carl Palmer, mit 60 Jahren der Jüngste des Trios, schlägt nach wie vor die Drums als sei er Zwanzig. Auch sein Spiel ist ebenso komplex und präzise wie immer - trotz der kurzen Vorbereitungszeit.

Dieses Konzert war wie eine Zeitmaschine. Eine Prog Rock Band, die wie keine andere den polarisierenden Zeitgeist der 70-er verkörpert, spielt 2010 vor einer Publikumszahl von der Größe eines Fußballstadions. Schon der Beginn war mehr als typisch: Ian Hunter kam zu spät zu seinem Auftritt mit Joe Elliot's Band und die ELP Roadies fingen schon wenige Minuten nach seiner Ankunft damit an, ihr Equipment aufzubauen. Emerson Lake & Palmer warten auf niemanden. Am Tag darauf einige gute und auch eine richtig miese Kritik in den Medien. Diese Band polarisiert. Man liebt sie oder man hasst sie. Welcome back my friends to the show that never ends ...
Kommentar Kommentare (10) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 29, 2010 8:34 AM MEST


Boys Club-Live From California
Boys Club-Live From California
Preis: EUR 7,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Emerson, Hughes & Bonilla live, 25. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Boys Club-Live From California (Audio CD)
1998, im Jahr der bisher letzten Trennung von ELP, taten sich Keith Emerson, Glenn Hughes, Marc Bonilla und die Begleitmusiker des "Dragon Choir" für dieses Konzert zusammen, das bislang nur als Bootleg erhältlich war. Das Programm bestand hauptsächlich aus ELP Klassikern und Coverversionen. Der Sound ist hervorragend. Die "ich bin ein seventies-heavy-Rockstar"-Stimme von Glenn Hughes klingt bei einem Titel wie "Tarkus" schon gewöhnungsbedürftig, aber dies ist eigentlich der einzige Kritikpunkt. Auch wenn die drei Musiker mit diesem Album nicht gerade das Rad neu erfanden, hatten sie hörbar Spaß - die Musik kommt frisch und gut gelaunt rüber. Was will man mehr?


Keith Emerson Band
Keith Emerson Band
Preis: EUR 11,87

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Emerson will's nochmal wissen, 25. September 2008
Rezension bezieht sich auf: Keith Emerson Band (Audio CD)
Seit sich ELP vor 10 Jahren zum bisher letzten mal getrennt haben, hat Keith Emerson einige Alben in unterschiedlichen Stilen (leider auch von unterschiedlicher Qualität) veröffentlicht. "Keith Emerson Band feat. Marc Bonilla" ist wieder ein echtes Progressiv Rock Album. Die ersten 15 Titel sind im Stil eines Konzeptwerks miteinander verbunden, die letzten 4 Titel sind separat. Von Stil und Instrumentierung her erinnert Emerson's Musik stark an die "Tarkus"- und "Trilogy"-Phase von ELP Anfang der 70-er - es werden zwar moderne Keyboards benutzt, diese werden jedoch sehr gut durch Hammond, Moog und Piano ergänzt. Sound und Musik klingen in keinster Weise antiquiert. Ein potenzieller Single Hit oder radiotaugliches Material findet sich nicht auf diesem Album. Aufgrund von Konzept und Machart drängt sich natürlich der Vergleich mit ELP in den 70-ern auf - was jedoch nicht fair wäre: Emerson Lake & Palmer waren zu dieser Zeit eine der größten Rockbands dieses Planeten, die meisten ihrer damaligen Werke sind zu Klassikern der Rockmusik geworden. Diesen Status wird "Keith Emerson Band feat. Marc Bonilla" sicher nicht bekommen. Was bleibt, ist ein Stück hervorragender Prog-Rock, dem man einen angemessenen Erfolg wünscht. Einen Stern Abzug gibt's wegen der Selbstzitate, die nicht wirklich sein müssten.


From the Beginning Box/5cd+Dvd
From the Beginning Box/5cd+Dvd
Wird angeboten von music-attack
Preis: EUR 120,78

37 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartig, 12. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: From the Beginning Box/5cd+Dvd (Audio CD)
Dieses Box Set enthält 5 CD's, die mit das beste von Emerson Lake & Palmer zwischen 1970 und 1997 enthalten. Ferner 3 pre-ELP Titel aus den späten 60-ern (von King Crimson, Atomic Rooster und The Nice) sowie je einen Titel von Emerson Lake & Powell ('86) und Three ('88). Abgerundet wird das ganze von der Doku-DVD "The Manticore Years" aus den 70-ern und einem umfangreichen Booklet mit aktuellen Textbeiträgen der drei Protagonisten und zahlreichen bislang unveröffentlichten Fotos.

Die History- bzw. Best of Auswahl ist gelungen - es findet sich kein einziger schwacher Titel auf dieser Box, auch die Soundqualität ist durchweg hervorragend.

Die Box enthält mehrere Alternativ Versionen einzelner Tracks, die sich mal weniger (Jerusalem, Still ... you turn me on) mal mehr (I believe in father christmas) von den Original Versionen unterscheiden.

Besonders hervorzuheben sind die fünfte CD mit der kompletten '72-er Aufnahme vom Mar-y-sol Festival (hervorragender Sound, kein Bootleg!, erstklassige Darbietung der ELP Klassiker) sowie der bis dato unveröffentlichte Greg Lake Song "Oh my father" von 1971. Hier handelt es sich um eine unglaublich schöne Feuerzugballade, deren Athmosphäre hauptsächlich von Greg's Stimme und seiner melodischen E-Gitarre lebt. Der Titel wurde wohl seinerzeit nicht veröffentlicht, da er nicht ins futuristische Konzept des damals aktuellen Albums "Tarkus" passte.

Dieses Album ist erste Sahne - für Fans ebenso interessant wie für Neueinsteiger in die Musik einer der erfolgreichsten Rockbands aller Zeiten.


The Original Bootleg Series From The Manticore Vaults, Vol.4
The Original Bootleg Series From The Manticore Vaults, Vol.4
Wird angeboten von thebookcommunity
Preis: EUR 319,59

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen für Fans, 29. August 2006
Die vierte Bootleg Box von ELP enthält 8 CD's, auf denen 4 vollständige Konzerte veröffentlicht sind. Besonders hervorzuheben sind die zweite Show aus dem Jahre 1977 sowie das erste der beiden '92-er Konzerte. In beiden Shows spielt die Band in bester Improvisationslaune, so dass auch allseits bekannten Titeln wie Peter Gunn oder der Fanfare for the common man neue Aspekte entlockt werden. Bei allen vier Konzerten vermittelt das Ausnahmetrio Power und Energie ohne Ende - was beim letzten Konzert - Jones Beach Sommer '92 - durch die relativ schlechte Aufnahmequalität teilweise verlorengeht.

Zusammenfassend lässt sich über diese vierte Bootleg-Box ähnliches wie über die ersten beiden Sets sagen: die Musik ist über jeden Zweifel erhaben - eine Fundgrube für Fans - die relativ schlechte Aufnahmequalität sorgt jedoch dafür, dass dieses Material tatsächlich nur für Fans interessant ist. Allen anderen kann - neben den offiziellen Live Alben von Emerson Lake & Palmer - eher die dritte Bootleg Box empfohlen werden, die von der Aufnahmequalität her locker mit den regulären Live CD's mithalten kann.


Off the Shelf
Off the Shelf
Wird angeboten von Lowe Records
Preis: EUR 18,30

12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ausverkauf, 15. Mai 2006
Rezension bezieht sich auf: Off the Shelf (Audio CD)
Keith Emerson hatte in den 80-er und 90-er Jahren solo und auch mit anderen Musikern recht intensiv an den unterschiedlichsten Projekten gearbeitet. Diese CD enthält Titel, die weitgehend während dieser Zeit entstanden sind, aber bisher nicht veröffentlicht wurden, da sie zu den letztendlich verwendeten Konzepten nicht gepasst hatten.

Das Album beginnt mit "Abaddon's Bolero orchestral", das ELP Fans schon seit 1977 kennen. Danach folgt "Pictures at an Exhibit", ein 5-minütiger Auszug aus den Bildern einer Austellung, lieblos auf dem Synthie heruntergedudelt. "And then January" ist ein emotionales, aber etwas flaches Klavierstück von Ende der 80-er Jahre, es folgen mehrere Jazz- und Filmsoundtrack Tracks, von denen nur wenige wirklich inspiriert klingen, die x-te Version des Nice Hits "America", die Single "Up the Elephant and round the Castle", die erst auf dem letztes Jahr erschienenen Sampler "Hammer it out" veröffentlicht wurde und so weiter. Abschluss der CD bildet der kommerzielle Titel "Sex & Drugs & Rock & Roll", der so zahm klingt, dass er locker als ungewollte Ironie durchgeht.

Bei jedem Musiker, der so lange im Geschäft ist, der seine wirklich großen Momente hatte, sammelt sich im Laufe der Zeit "Ausschuss" an. Dennoch haben nur wenige den Ehrgeiz, den gesammelten Schrott (eben das was übrig blieb) auf ein Album zu pressen. Diese CD hat nur wenige gute Momente - und die gehen in der völlig konzeptlosen Zusammenstellung fast völlig unter.

Keith Emerson hatte Ende letzten Jahres in Japan und Südeuropa einige sehr erfolgreiche Konzerte mit seiner inspirierten Band gegeben - vor bis zu 10.000 Zuschauern. Wie wir aus diesen Konzerten wissen, hat er auch die ein oder anderen gelungene Neukomposition im Repertoire. Er täte besser daran, mit seiner Band ein neues Studioalbum aufzunehmen. Die Zeit mit Alben wie "Off the Shelf" zu überbrücken, wird ihm selbst nicht gerecht.


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