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Sagittarius "Hans"

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Molière auf dem Fahrrad
Molière auf dem Fahrrad
DVD ~ Fabrice Luchini
Preis: EUR 14,99

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alceste, 14. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Molière auf dem Fahrrad (DVD)
Im französischen Titel enthalten, im deutschen nicht. Wer kennt schon Alceste, hier in Deutschland? Die Zahl derer, die sich für diesen Film interessiert, ist ohnehin klein.

Schade.

Ein sehr gelungener Film über Konkurrenz.
Auf der Bühne gibt es keine Freundschaften,nur Konkurrenten,Freundschaften kann man spielen, schließlich ist mn Schauspieler, aber dahinter steckt immer Konkurrenz. Wer ist der Größte?

Diese Konkurrenz wird in diesem Film subtil und differenziert vorgestellt. Ein großer Mime, der sich zurückgezogen hat und einer, der für groß gehalten wird ( und sich selbst sicher dafür hält), erfolgreich im Fernsehen ist,aber zugleich ein bedeutender Schauspieler sein möchte,indem er Moliere auf der Bühne spielt.

Diese beiden treffen aufeinander und verstrickten sich in einen Machtkampf, der durchausauch komische Züge hat. Derjenige, dessen Fahrrad keine Bremsen hat,muß zum Ausweichen in den Kanal fahren,weil er eben nicht bremse kann. Wer fährt also dieses Fahrrad?
Alceste ist die Hauptrolle im " Menschenfeind" von Moliere. Die kann nur einer spielen? Aber wer?

Der Film ist sehr texthaltig.Man probt eben Moliere. Wahrscheinlich wäre der Genuß noch größer gewesen, wenn man den Film im Original hätte sehen können? Moliere ist ein Dichter, seine Texte sind ungeheuer elaboriert und zugleich verdichtet.

Ich habe den Film sehr genossen.

Der Stoff ist sehr ansprechend, die Inscenierung sehr intelligent und die Schauspieler großartig.

Mehr kann man von Kino nicht erwarten.


Walter Berry. Die Biografie
Walter Berry. Die Biografie
von Elisabeth Birnbaum
  Gebundene Ausgabe

3.0 von 5 Sternen Ein ganz Großer(Marcel Prawy), 13. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Was könnte der Grund sein?

"Walter Berry verfügte über eine unerhört differenzierungsfähige, mit einem sofort wieder zu erkennenden Timbre gesegneten Stimme, die ihm ein weit gespanntes Rollenspektrum ermöglichte, von den lyrischen Spielpartien (sogar Operettenbufforollen hat er dank der leichten Höhe zu Beginn seiner Karriere übernommen!) bis zu den schweren Rollen des Heldenbaritonfachs und tiefen Basspartien wie dem Ochs auf Lerchenau, wobei besonders erstaunlich ist, dass Berry all diese verschiedenen Rollen beinahe zur selben Zeit gesungen hat" so Tillmann im online music magazine.

Das kann mit Hilfe einer Box great moments of...nachhören.

Berry war ein vielseitiger Sänger mit einer großen Zahl verschiedener Partien,dennoch bleibt er am ehesten als Leporello oder Papageno in Erinnerung.Interessant, dass zB eine Paraderolle von ihm, der Wozzeck, in der Kompilation gar nicht enthalten ist.
Als Lieder-oder Bachsänger beeindruckt mich Berry weniger, aber sein Mozartgesang gehört mit zum besten Vorhandenen.

Wenn eine Schülerin eine Biographie schreibt, besteht die die Gefahr , dass es eine Hagiographie wird. So äußert sich der eben angesprochene Tillmann kritisch: "Und so freut man sich über ein gut lesbares, vielleicht insgesamt ein bisschen zu weitschweifiges Buch, dessen freilich mitunter das Niveau von - pardon! - Frauenillustrierten streifender Plauderton und die vielleicht doch etwas unkritische Sicht auf das Idol allerdings nicht jedermanns Sache sein dürfte. "

Frau Birnbaum verschweigt nicht die Niederlagen in Berrys Leben, begnügt sich aber im Privaten mit Allgemeinplätzen, wie, sie haben sich auseinandergelebt. Berufliche Niederlagen, wie der nicht ganz freiwillige Verzicht auf den Hans Sachs in den Meistersingern, ein von Berry lang gehegter Traum, werden genauer,konkreter dargestellt..

Der Vorwurf des Unkritischen bezieht sich wohl eher auf die künstlerischen Aspekte des Sängers.Überdies wird Frau Birnbaum vorgeworfen,die Dokumentation vernachlässigt zu haben."Umso ärgerlicher fällt die freilich als nicht vollständig angekündigte Diskographie am Ende des Buches auf:..."

Ich wurde schon über das Leben dieses Menschen und Sängers informiert,hätte aber dafür sicher nicht den geforderten Pres entrichtet,gottseidank gibt es gebrauchte Exemplare.


Hannah Arendt, Martin Heidegger
Hannah Arendt, Martin Heidegger
von Elzbieta Ettinger
  Broschiert

3.0 von 5 Sternen Der Schurke steht fest, 13. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hannah Arendt, Martin Heidegger (Broschiert)
Heidegger erscheint in einem denkbar schlechten Licht. Ein feiger Womanizer,bereit zu jeder Lüge. Ein leicht kränkbarer Kindskopf, der nur eifersüchtig darüber zu wachen trachtete, dass er der Mittelpunkt der Aufmerksamkeit sei.

Diese Sichtweise wird Frau Ettinger vorgeworfen: " Für den Leser bleibt die Treue dieser doch offenbar so ungleichgewichtigen Beziehung ein Rätsel, dessen "Lösung" mit kleiner Münze erkauft wird - als masochistisch-asymmetrische Bindung, in der Heidegger immer die "Oberhand" behalten habe. Diese Deutung kann nur bestehen, weil und solange die intellektuelle Spannung ausgeblendet bleibt. Es wäre reizvoll gewesen, die vielen Dreiecksbeziehungen dieses Kreises auszuleuchten - zwischen Arendt, Heidegger und Jaspers; zwischen den erstgenannten und Heideggers Frau Elfriede; zwischen Arendt, Jaspers und Arendts Mann Heinrich Blücher. Aber das alles bleibt in Andeutungen stecken." liest man von Klaus Naumann in der ZEIT von August 1995..

Steht Heidegger wirklich in so schlechten Licht da?
"Darin liest sie dem Schwerenöter die Leviten: Er werde wohl nie "begreifen", schreibt sie am 28. Juni 1956, "wie ich - durch Dich - aus meiner Mitte geworfen bin". Sie müsse den "unmenschlichsten Missbrauch" ihres "Vertrauens" - "nicht einmal, sondern immer wieder durch 4 Jahrzehnte" - ertragen; "kann denn das ein Mensch, wenn er nicht oberflächlich ist oder versteinert? Immer wieder sagst u. schreibst Du, dass Du mir verbunden seist - was ist das Band? Liebe ist's nicht, Vertrauen ist's nicht, bei anderen Frauen suchst Du ,Heimat' - ach Martin - wie sieht's in mir aus - und diese eisige Einsamkeit". aus einem Brief der Ehefrau, herausgegeben von seiner Enkelin.

Interessanter ist eher, wieso Hannah Arendt diesen Mann einerseits diesen Mann verteidigte, half, ihn nach dem Krieg zu rehabilitieren,zugleich etwa an Jaspers schrieb, er gehöre zu den "Mördern".
"Rahel Jaeggi macht auch auf ein Doppelspiel der Hannah Arendt aufmerksam: Der “huldigend erhebenden Ton”, in dem sie an Heidegger schreibt, wird konterkariert durch die scharfzüngigen, Heidegger durchschauenden Beschreibungen, die sie an Jaspers oder ihren Ehemann Blücher liefert. "

"Die" Wahrheit wird nicht ausgebreitet,sondern eine Sichtweise auf dieses Verhältnis. Scheinbar sind die Karten klar verteilt,aber das Verhalten von Hanah Arendt ist rätselhafter als das von Heidegger. Bei ihm gibt es Kontinuitäten,bei ihr doch einige Brüche.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 15, 2014 4:42 AM MEST


Rameau: Le Grand Théâtre de l'amour
Rameau: Le Grand Théâtre de l'amour
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Wäre da nicht....., 10. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ja, wäre da nicht die Delunsch mit Minkowski,man kann es auch sehen, würde einem diese Darstellung sicher vorbehaltlos gefallen. Aber was die Delunsch aus diedem Stück macht, ist so umwerfend, dass es leider nur die Version dieser "verrückten" Arie geben kann, die vollkommen zusagt!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 10, 2014 9:19 PM MEST


Mozart: Piano Concerto No.15 in B flat, K.450 - 3. Allegro
Mozart: Piano Concerto No.15 in B flat, K.450 - 3. Allegro
Preis: EUR 0,99

5.0 von 5 Sternen Funf-Sterne-Stunde, 8. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
"Eine phantastische Arbeitsatmosphäre auch im Morgen bei einer Plattenaufnahme in den Sophiensälen: Bernstein dirigiert und spielt selbst den Solopart in Mozarts B-dur-Klavierkonzert KV 450. Die Kontakte zwischen Solist und Orchester, die gegenseitigen Anregungen („auch Orchestermusiker müssen den Solisten einmal auf etwas Neues hinweisen können“) – nur so, glaubt man, könnten gute Musiker miteinander arbeiten." schrieb der Kritiker Herbort 1966 in der ZEIT.und wieiter: "Die Wiener Philharmoniker, die doch nun schon unter allen nur erdenklichen Berühmtheiten spielten und dazu ihre Kritik gelegentlich nicht nur hinter vorgehaltener Hand aussprachen, sie sind des Lobes voll, sie schwärmen. Bernstein ist auch hier bei den so nüchternen Musikern zu einem Idol geworden."

Man hört es. Das Vergnügen aneinander. Bernstein besteht den Test mit Brillianz. Was für ein Mozart-Spiel-Großartiger Anschlag, ausgewogene Tempi. Perfekt.

Die Aufnahme ist nun bald 50 Jahre alt und immer noch Referenz. Weltstars, die in den "Flitterwochen" sind


Schumann & Dvo?ák: Piano Quintets
Schumann & Dvo?ák: Piano Quintets
Preis: EUR 8,99

4.0 von 5 Sternen Gelungen, 6. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Den Pianisten und das Quartett verbindet der über Jahre angelegte Plan, Beethoven komplett aufzunehmen, die Sonaten und die Streichquartette.

Sie legen hier zwei der bekannten Kammermusiken von Schumann und Dvorak vor.
Im englisch-sprachigen Raum wird diese Produktion wahrgenommen und gewürdigt, ja für einen Preis vorgeschlagen.

Im Deutschsprachigen Raum hingegen keine Resonanz. Die üblichen Kulturredaktionen schweigen sich dazu aus.

Hat diese Aufnahme dies verdient?

Nein, beide Aufnahmen sind sehr gut anhörbar. Transparent, differenziert, mit lucidem Anschlang, zweiter Satz von Dvorak op. 81.
Deswegen kann ich diese Aufnahme durchaus empfehlen.

Warum nicht die volle Punktzahl?

Wenn ich an die Version von op. 44 denke, die Bernstein eingespielt hat, wird der Schumann zerrissener , weniger geglättet gespielt. Wenn ich Biss richtig gelesen habe (Im Rausch der Einsamkeit) versteht er Schumann auch so, aber so wird es eben nicht gespielt.

Und bei Dvorak kann ich von meinem Favoriten, dem Alban Berg Quartett mit der Leonskaja lossagen. Irgendwie sind sie ,auch räumlich, an Dvorak näher dran. So wie ich mir halt bömische Musik vorstelle.

Wie immer, ist das nur meine Einstellung zu dieser Aufnahme.
Ich möchte in jedem Falle empfehlen, sich einen eigenen Hör-Eindruck zu verschaffen.

Gelungen allemal-


In Beethovens Schatten: Erinnerung (Kindle Single)
In Beethovens Schatten: Erinnerung (Kindle Single)
Preis: EUR 1,99

4.0 von 5 Sternen Einblicke, 5. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Biss, ein noch recht junger Pianist, hat, wie so viele andere, den Vorsatz,das "neue Testament", die 32 Beethoven-Sonaten einzuspielen.
Und läßt uns an seinem Leben mit diesen Werken teilnehmen.
Seine erste Begegnung mit dem Zyklus, seinem Lehrer Fleisher,desse Lehrer Schnabel, der Konfrontation mit Serkins Auffassungen.
Vielen Werken widmet er sich seit Jahren,um immer wieder neue Aspekte kennen zu lernen, irgendwann fragend und staunend vor einem Kosmos zu stehen.
Viele interessante Begegnungen mit dem Werk werden vorgestellt, eine wichtige Frage fehlt mir: wo kommt der Mut her,heute einen solchen Zyklus einzuspielen? Was ist die Botschaft von Biss? In bezug auf Feisher thematisiert er das,in bezug auf de Überfülle von Interpretationen nicht.
Was kann heute zu diesen Sonaten vorgestellt werden, dass noch nicht bekannt ist?
Eine Appassionata verrückt ( Gould),leidenschatlich ( Say und Richter), auf großer Erfahrung beruhend ( Brendel, Buchbinder), was wird und Biss dazu mitteilen,auch wenn er sich seit vielen Jahren mit dem Stück beschäftigt ?
Wenn er den wilden LvB zeigen will,wird es anders,besser werden als Say oder Richter ( Moskau 1953?).

Jemand, der sich so tief in Beethovens Schatten begibt,so tief in die Werke einsteigt, könnte vor diesem Ergebnis kapitulieren.
Höre ich in die ersten drei Ausgaben dieser geplanten Gesamtaufnahme hinein, kann ich nicht hören, dass hier grundsätzlich Neues, nicht einmal Bewegendes vorgestellt wird.

Schade,dass dieses Thema nicht angesprochen wird.

Ansonsten habe ich diese kleine Schrift gerne gelesen.


Matthäuspassion, BWV 244
Matthäuspassion, BWV 244
Preis: EUR 20,88

3.0 von 5 Sternen Repertoire, 4. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Matthäuspassion, BWV 244 (MP3-Download)
Eine neue Aufnahme nach so vielen. Wer dieses Werk seit Mengelberg,Ramin oder Furtwängler beobachtet, hat zwischenzeitlich so viele Aufnahmen kennengelernt..

"Die J. S. Bach-Stiftung führt innerhalb von rund 25 Jahren das gesamte Vokalwerk von Johann Sebastian Bach auf. Jeden Monat wird im appenzellischen Trogen eine der über 200 Kantaten von Bach gespielt. Sämtliche Konzerte, Werkeinführungen und Reflexionen erscheinen auf DVD und CD, die Texte als "Bach-Anthologie".

Das ist für sich genommen nicht einzigartig. Wer wird Rilling je das Wasser an Bacherfahrung reichen können? Gardiner mit seiner pilgrimage, Suzuki, Harnoncourt oder Koopman mit ihren jeweiligen Gesamtaufnahmen.Alle haben sich viele Jahre mit Bach beschäftigt.

Wenn René Jacobs eine Neuaufnahme dieser Passion bringt, stellt er eine Konzeption vor. Daran wird man sich reiben können, aber es ist Ungehörtes daranter.

Eine gute Aufnahme hört man immer gerne. Live allerdings.

Warum aber noch eine Aufnahme? Was hat diese Aufnahme, das andere nicht haben?
Die Solisten sind gut,aber überragend, wie etwa diejenigen, die mit Rillng seine zweite Aufnahme gemacht haben? Oder Karl Richter, 1959 und 1979 ?

Chor und Orchester sind ebenfalls sehr gut. Aber nichts, was man in anderen Aufnahmen nicht auch hören könnte, oftmals mit einem deutlich hörbaren Konzept.
Das Tagblatt aus St. Gallen sieht dies ganz anders. "Lutz legt nicht nur eine Studioaufnahme vor, die keinen internationalen Vergleich zu scheuen braucht, sondern eine Interpretation, in der man einen persönlichen Stil heraushört – klares Markenzeichen seiner Auffassung von Bach."
Im Internaen Vergleich, so meine Meinung, diese Wiedergabe nicht wirklich mithalten.

Drei Sterne bedeutet, es ist nicht schlecht. Nein, aber leider keine Bereicherung des vorhandenen Angebots.


Mozart: Piano Concertos Nos. 15, K. 450 & 27, K. 595
Mozart: Piano Concertos Nos. 15, K. 450 & 27, K. 595
Preis: EUR 9,89

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spitzengruppe, 31. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Als 1966 Bernstein und die Wiener zusammenkamen, entstand eine Aufnahme von KV 450. Wie beglückt war ich damals.Man hörte förmlich, wie sehr sich die Wiener und Bernstein schätzen. Hatte ich meine blaube Blume gefunden?

Schon vorher hatte ich Haskil mit Friscay KV 595 musizieren hören, war im siebten Himmel.

Beide Aufnahmen kenne ich nunmehr um die fünfzig Jahren, finde sie noch immer herrlich. Warum sucht man weiter,wenn man die blaue Blume bereits in Händen hält? Sammeltrieb, Neugier? Ich finde jedenfalls jungen Künstler,und Helmchen ist nach wie vor einer, mutig, bei dem Angebot zu diesen Konzerten noch eine eigene Version vorzulegen.

Wer hat nicht alles Mozart gespielt und dies hervorragend.

Helmchen wagt es. Und lohnt es sich?

"Der Pianist verbindet Klarheit und Eleganz. Mit einem reich differenzierten Anschlag formt er viele kleine Nuancen, die oft einen großen Unterschied ausmachen. Zum Beispiel, wenn er einen Spitzenton ein kleines bisschen zurücknimmt und der Musik so eine delikate Note verleiht.
Helmchen gibt jeder Phrase Richtung und Ziel. Auch die virtuosen Passagen klingen bei ihm nie nach leerem Gedudel, sondern bleiben charmant und leicht wie im Konzert KV 450." meint Marcus Stäbler beim NDR. Auch andernorts wird diese Aufnahme sehr freundlch aufgenommen.

Helmchen ist kein gehypter Pianist, aber bringt seit Jahren sehr hörenswerte Aufnahmen, in großer Kontinuität. Ich finde seinen Anschlag nicht so überragend wie denjenigen der Haskil oder Pires bei ihren sehr guten Aufnahmen, aber dennoch von einer Subtilität, dass er heutezutage in der Spitzenklasse spielt.

Das Angebot ausgezeichneter Aufnahmen der Mozart-Konzerte ist fast unüberschaubar.
Helmchen mit den Amsterdamern ist in jedem Fall in der Spitzengruppe.


Schumann: The Symphonies
Schumann: The Symphonies
Preis: EUR 16,99

4.0 von 5 Sternen Schumann "bath", 31. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Schumann: The Symphonies (MP3-Download)
Eine neue,moderne Begleitung einer Neu-Aufnahme ist ein blog. Die DG bietet erfreulicherweise eine Schuman-blog von Nézet auf ihrer webside und man erfährt manches.
zB, dass er und das Orchester nie zuvor Schumann gespielt haben, dass das Projekt innerhalb einer Woche durchgezogen wurde, dass es eine Mischung aus live und Studio- Aufnahmen ist.

Nostalgisch denke ich da an Geza Anda. Er machte mit der camerata eine Tournee mit Mozart-Konzerten und nahme sie DANN im Studio auf. Andere Zeiten.Vergangen.

Nézet sprüht vor Lebendigkeit.

Hört man das bei seinen Aufnahmen?
Gewiß.
Der Kritiker Beaujean meint im BR: "Nézet-Séguins zügige Tempi, seine federnde, rhythmisch pointierte Gangart verleiht Schumanns Symphonien etwas ungemein Vitales, über weite Strecken kühn nach vorne Drängendes, was ihnen bestens bekommt. ". Dem kann ich zustimmen, auch wenn es dafür natürlich kein Alleinstellungsmerkmal gibt, denn es gibt Aufnahmen von Gardiner oder Norrington oder Harnoncourt,in denen man so etwas ähnlich hören kann.

Die Neu-Aufnahme reiht sich also unter den interessanten Versionen ein. Warum ich sie nicht ganz nah vorne setze? Sie macht mich nicht neugierig. Ich kenne diese Art der Versionen und ihr fehlt ein wenig das Zerrissene, wie es so sehr die Version von Riy Goodman mit der Hannover band vormacht. Ein Glatter war Schumann ja nun wahrlich nicht. Gerade die zweite Sinfonie spricht da eine ganz andere Sprache und Goodman kann es hörbar machen.Hier höre ich es zu wenig.

Ich höre die Version von Nézet gerne,aber bin von ihr nur begrenzt eingenommen.


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