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Sagittarius "Hans"

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Israel in Aegypten Hwv 54. Klavierauszug
Israel in Aegypten Hwv 54. Klavierauszug
von Haendel Georg Friedrich
  Musiknoten

1.0 von 5 Sternen Fast unbrauchbar, 7. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
In der Regel werden die Stücke heute im Original gesungen. Hier gibt es nur eine deutsche Fassung.
Mit dieser kann man nicht singen.

Als Notenmaterial zum Singen unbrauchbar

Soweit man das Werk singen will,bedarf es einer anderen Ausgabe.


Handel: Concertos
Handel: Concertos

13 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Als Ergänzung ausgezeichnet!, 1. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Handel: Concertos (MP3-Download)
Das neue Album „Concertos“ vereint alle Orgelkonzerte von Händel auf drei verschiedenen Tasteninstrumenten, begleitet von drei Ensembles.

Natürlich lieben alle,die hier musizieren, ihren Händel. Es wird mit soviel Elan musiziert. Das springt über. Aber Orgelkonzerte auf dem Klavier?

"Wer die CD-Aufnahme der Händelschen Suiten von Ragna Schirmer für modernen Konzertflügel kennt, weiß, dass sich hier eine spannende Klangwelt eröffnen wird." hiess es für Cembalo-Stücke. Dazu meinte Frau Schirmer im Interview:

"Weil es so schwer ist, die musikalischen Besonderheiten der barocken Musizierweise auf ein modernes Instrument zu übertragen. Ich kann nicht versuchen, das Cembalo zu kopieren, dann werde ich dem heutigen Flügel nicht gerecht. Ich kann aber auch nicht den Händel der Barockzeit komplett in unsere heutige Zeit übertragen und eine hochromantische Fassung spielen, dann werde ich der Musik nicht gerecht. Es ist also eine Gratwanderung zwischen den Stilen, an der ich gerade intensiv arbeite. Vielleicht auch in Fortsetzung meiner Beschäftigung mit der Musik Haydns, für die ich mich ja auch auf die Suche begeben habe, um eine für mich persönlich stimmige stilistische Mischung zwischen alt und neu zu finden."
Für Cembalo-Stücke meinte sie dann:". Als Interpretin ist es meine Aufgabe, diese Musik in die heutige Zeit zu transportieren. Daher muss für mich die primäre Frage sein: Was hätten Händel und Bach gemacht, wenn sie unsere modernen Flügel zur Verfügung hätten. "
Diese Meinung kann ich uneingeschränkt teilen, aber Orgel auf Klavier transkribiert? Säße ich auf dem hohen Roß einer Karl-Richter-Orgel und seiner Wiedergaben der Händel'schen Konzerte, würde ich die Frage stellen: Klavier, was ist denn das?
Nun finde ich die Interpretation von Karl Richter ( die erste, die kennenlernte)gar nicht so überzeugend.Klang-Gigantismus, muss nicht sein,aber die herrlichen Interpretationen eines Daniel Chorzempa oder eines George Malcom oder eines Dantone. Da sind Orgelklangfarben, die durch nichts ersetzbar sind.
Gerade die langsamen Stücke machen diesen Verlust deutlich. Das spricht Frau Schirmer auch im Werbe-Video zu dieser Aufnahme an.
"So macht der Hörer eine faszinierende Reise vom Barock bis in unsere heutige Zeit und staunt über die Schönheit, Vielfalt und Zeitlosigkeit der Händelschen Musik. " heißt es in der Werbung für diese Versionen, im Vorfeld eines Konzertes in Halle.
Die Zeitlosigkeit dieser Musik,unbestreitbar,aber braucht es diese Veränderung, um diese Musik an den Hörer zu bringen?
Ich nehme die Frage von Frau Schirmer nochmals auf, was hätten Händel und Bach getan, wenn sie einen Flügel gehabt hätten.Statt der Orgel diesen gewählt? Beide waren Organisten höchsten Grades ( Bach eigentlich am Ende seines Leben eigentlich nur als Organist bekannt). Wären sie auf einen Flügel umgestiegen?

Diese Rezension wird aus einem einzigen Grund so lang: einerseits schätze ich die Pianistin außerordentlich und genieße sehr die Vitalität aller Musizierenden, andererseits fehlt etwas: die Orgel. Wenn ich die Klavierversion op. 7 Nr. 1 höre und dann die Orgelversion, ist für mich klar, wo mein Herz schlägt. Wie würdige ich diese Neuerscheinung?

Also: eine sehr bemerkenswerte Ergänzung, aber niemals ein Ersatz für die Orgel.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 2, 2013 7:27 PM CET


Streichquartett C-Moll/Verklärte Nacht
Streichquartett C-Moll/Verklärte Nacht
Preis: EUR 18,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 23, 1. November 2013
Mitglieder dieses so sehr erfolgreichen ensembles aus den Niederlanden, die gerne Bearbeitungen spielen;aktuell touren sie mit einer für sie bearbeiteten Fassung der vier ernste Gesänge vom Brahms.

Die Bearbeitung des Streichquartetts von Brahms stammt von Schönberg:"To illustrate the progressiveness of Brahms's harmonic style, Schönberg quoted his String Quartet opus 51 in C minor, arguing that Brahms's 'developing variation technique' and phrase structure were among the essential materials of Verklärte Nacht."

Ich finde die Bearbeitung sehr hörenwert,wenn ich ehrlich schreibe, gefällt sie besser als das Original.

Warum?

Brahms hat oftmals kleine Formen gewählt. weil er sich die große nicht zutraute,aber die große Form steckte in den Stücken drmn und wurde von seinen Freunden, wie Clara Schumann oder Joseph Joachim durchaus erkannt.

So geht es mir mit diesem Streichquartett.Ich finde die von Schönberg gefundene Form absolut adäquat.

Die Kritik sieht dies teilweise anders:" Dass der Funke dennoch nicht überspringen will, liegt an dem unhörbaren Willen, Brahms und Schönberg zu Brüdern im Geiste machen zu wollen. Und dafür setzt man auf ein Dauer-Espressivo irgendwo zwischen schönster Trunken- und Wildheit, zwischen großem Melos und sentimentaler Zerrissenheit. Viel Platz für eine musikalische Ausdrucksentwicklung bleibt da nicht mehr. Und gerade darum sollte es eigentlich bei einer Gegenüberstellung dieser Komponisten gehen" so G.Fischer in rondo magazin.

Sicher bleiben manche Valeurs einer Streichquartett-Fassung bei einer Bearbeitung für Streichorchester nicht erhalten.
Ich kann nur von meiner Erfahrung berichten. Brahms steht mir immer schon sehr nahe, die Streichquartette allerdings beeindruckten mich nie besonders.

Erst in dieser Fassung kommt mir die Musik nahe.

Ich finde diese Aufnahme also sehr hörenwert. Man sollte hineinhören und dann seine Entscheidung treffen.


Mozart: Don Giovanni (The Originals - Gesamtaufnahme)
Mozart: Don Giovanni (The Originals - Gesamtaufnahme)
Preis: EUR 19,97

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Forcieren, 31. Oktober 2013
Welch wunderbar dunklen,vollen Baßbariton hat Kohn als Leporello.

Und dann der Don? Natürlich war Fischer-Dieskau ein "Monolith". Ein Ausnahme-Sänger allemal. Und zugleich doch einer, der wenig Selbstkritik besaß und von niemanden auf seine Grenzen hingewiesen wurde ( vielleicht weil eine solche Legende war?).
Er selber berichtete immer stolz, 1948 habe man über ihn geschrieben: Berlin hat wieder einen italienischen Bariton. Daran hat er sich ein Leben gehalten und immer wieder und viele zu lange Partien gesungen, die seiner Stimme gar nicht lagen.

Ein italienischer Bariton?

Das war ein großer Irrtum. So groß Fischer-Dieskau als Person war, so wenig an Volumen hatte seine Stimme. Oftmals, wenns dramatisch zuging, mußte Fischer-Dieskau forcieren und verlor damit wesentliche Qualitäten seiner Stimme. Wenn ich ihn Vergleich mit London, Siepi oder Ghiaurov hörr, wird das Defizit offenbar. Bereits die Einleitung zum Finale " gia la mens é preparata" wird forciert. Dieskau sind nicht aus dem Volumen seiner Stimme. sondern mit von außen eingebrachter Kraft.Wenn andere ihn mit Wächter vergleichen, wird der falsche zum Vergleich herangezogen. Man hat immer das Gefühl, dieser Don habe keine Kraft, sondern müsste sich dazu antreiben. Sicher kann Fischer-Dieskau Wut,Aggression herüberbringen aber nicht Kraft.

Als Liedsänger war er ebenso fast unerreichbar wie als Bach-Sänger,aber als Don schätze ich ihn deutlich weniger als die genannten. Im Gegenteil halte ich Fischer-Dieskau für einen gewissen Schwachpunkt dieser Aufnahme.

Friscay hat nicht dunkle Dramatik eines Klemperer, aber er wunderbare Transparenz des Orchestersatzes.Da geht nichts verloren,etwa die absteigenenden Linien in dramatischen show-down des Giovanni.


Mozart: Piano Concertos Nos. 20 & 27
Mozart: Piano Concertos Nos. 20 & 27
Preis: EUR 9,89

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Aber das piano-forte...., 30. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Orchester zeigt mal wieder seine Meriten. Ich möchte sogar schreiben, bei KV 466 Referenz. Es wird natürlich nicht so dick aufgetragen,als wenn ein klassisches Orchester spielt, es ist keine romantische Musik. Anderereits nicht so gegen den Strich gebürstet, dass der Rokoko-Charme verloren geht. Eine echte Grat-Wanderung. Das Werk ist dramatisch, aber ein Werk des Rokoko.

Ein Groß-Kritiker(Csampai)meint:": Das ist die aufregendste Synthese von historischem Klangideal und aktuellem Lebensrhythmus, und ein weiteres klar durchstrukturiertes Manifest einer aufgeklärten und empfindsamen Mozart-Rationalität, die vor allem im d-Moll-Konzert allem wabernden Pathos, aller wattierten Sentimentalität, endgültig abschwört, um auf dem historischen Fortepiano von 1802 zum „Klartext“ der Mozartschen Botschaften zurückzufinden. Dagegen hat ein moderner Konzertflügel keine Chance mehr"

Der Dirigent sagt Interview, er sagt lieber ein Konzert ab, als auf ein forte-piano zu verzichten.

Ich räume ein, dass das Klavier nicht so schrecklich historisch klingt wie andere Instrumente.Und dennoch,für mich ist,gegen alle Expertenmeinung dies ein mindere Variante.Gerade hat Knauer mit Norrington vorgeführt, wie sehr auch moderne Instrumente alles falsche Pathos vermeiden können,auch dort findet man keine wattierte Sentimentalität. Wenn ich höre, wie Brautigam mit diesem Instrument durch die Romenze von KV 466 tobt, wird mir eher bange ( abgesehen davon, dass einige Passagen klingen, als veralbere er das Stück, er sollte mal Chick Chorea hören, wie er diese Passage gestaltet.)

Wenn Mozart einen wunderbaren modernen Flügel zur Verfügung gehabt hätte,würde er darauf zugunsten eines " historischen" Intruments darauf verzichtet haben?

Ich schreibe genau anders herum als Csampai,bei mir hat gegen einen guten Konzertflügeln( vielleicht die besten Blüthner aus den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts) ein wie auch immer wiederherstelltes oder konstruiertes piano-forte keine Chance.

Sehr schade, bei dieser herrlichen Interpretation durch das Orchester!

und als P.S. Mit großer Freude verziert Brautigam in den langsamen Sätzen. Das ist sicher historich korrekt,eigene Verzierungen anzubringen,aber gefällt es auch? Edle Einfalt und stille Größe postulierte Winkelmann für die Kunst. Und sagte nicht Mozart angeblich zum Kaiser: genau so viele Noten wie nötig? Wenn man das spielt, was in den Noten steht, tritt die Göttlichkeit dieser Musik hervor. Da bedarf es keiner Verbesserung, weil sie keine ist.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 7, 2013 7:16 AM CET


Händel: Messiah
Händel: Messiah

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Warum?, 30. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Händel: Messiah (MP3-Download)
Vorweg, diese Aufnahme ist durchaus anhörbar. Und dennoch. Warum eine Wiedergabe des Messiah ? Benoit Haller hat höchst interessante Aufnamen von Heinrich Schütz gemacht, für mich wirklich Referenz. Er hat eine besondere Aufnahme der Johannes-Passion vorgelegt.

Und warum dann eine durchschnittliche Aufnahme des Messiah ?

Weder die Solisten noch der Chor, weder das Orhester oder die Interpretation stechen besonders hervor.Nein, in allen Bereichen gibt es überzeugendere Versionen. Andere haben bessere Solisten,ich könnte schreiben,deutlich bessere. Der Chor kann gegenüber anderen Aufnahmen mit Profichören ebenfalls nicht punkten. Die Interpretation ist ebenfalls in keiner Weise so zwingend wie genannten Aufnahmen von Schütz oder Bach.

Es ist eine live-Aufnahme. Live den Messiah spielen it eine Sache, davon eine Aufnahme zu machen eine andere. Das sollte man nur tun, wenn man eine besondere Aussage machen kann. Geht das heute noch? Bei dieser Unzahl von Aufnahmen? Doch gelegentlich kommen Neu-Aufnahmen von Werken, die bereits sehr gut am Markt vertreten sind.Die Johannes-Passion war eine solche.
Dieser Messiah nicht.

Für einen so durchschnittlichen Messiah ist absolut kein Bedarf.


Mozart: Adagio and Fugue in C Minor - Schubert: String Quartet No.15
Mozart: Adagio and Fugue in C Minor - Schubert: String Quartet No.15
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Kammermusiker!, 27. Oktober 2013
Gideon Kremer ist sicher ein bedeutender Geiger,aber ein viel bedeutender Kammermusiker. So oft hat er im Zusammenspiel mit anderen Referenzaufnahmen produziert.
So auch diese.

Hat man dieses wunderbare Streichquartett D.887 je so intensiv gehört? Er steht ja etwas im Schatten von D 810 ( Tod und das Mädchen).Wenn man diese Wiedergabe hört, vollkommen zu Unrecht.

Ich finde dies Musizieren ungeheuer spannend, verschweige aber nicht, dass andere zu dieser Aufnahme eine ganz andere Meinung haben:"Ich habe mir kürzlich die CBS-CD zugelegt (die auch Mozarts KV 546 als Zugabe enthält) und bin bislang nicht sonderlich begeistert, obwohl meine bisherigen Aufnahmen (Brandis- und Amadeus Quartett) sicher nicht das Gelbe vom Ei sind. Der Kopfsatz ist mir mit 23 1/2 Minuten einfach zu zerdehnt. Mir fehlt es an einem gespannten Musizieren - es muss ja nicht gerade dauernd auf der Stuhlkante sein, aber hier hat man den Eindruck, die vier wollen das Werk einfach nur akkurat und sauber herunterspielen. Was das Werk insbesondere auszeichnet, das Gefühl von Zwiespalt, Angst, innerer Zerrissenheit und Unsicherheit - es wird hier einfach nicht hörbar gemacht. Hinzu kommt ein für meinen Geschmack viel zu trockenes Klangbild, was mich bei SQ-Aufnahmen regelmäßig abtörnt."so Lavine aus dem Capriccio-Forum.

Interessant, wie unterschiedlich eine Aufnahmen wahrgenommen werden.Ich war über die himmlischen Längen des ersten Satzes gerade dankbar .Niemals wäre ich auf die Idee gekommen, dass diese Musiker nur akkurat herunterspielen.Ich finde diese Aufnahme aufregend und höre, dass ein Weltklasse-Geiger und entsprechende Partner noch instrumentale Fertigkeiten haben, die normalen Quartett-Spielern nicht eigen sind.

Dankbar, dass es diese Aufnahme noch immer-und nunmehr so preiswert gibt!


Furutech ADL X1 Kopfhörerverstärker und 24-Bit/192kHz D/A-Wandler schwarz
Furutech ADL X1 Kopfhörerverstärker und 24-Bit/192kHz D/A-Wandler schwarz
Wird angeboten von hifimedia
Preis: EUR 399,00

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Deutlicher Hörgewinn, 26. Oktober 2013
Von der Technik verstehe ich nichts. Hatte Rückmeldungen gelesen und mir dieses Teil angeschafft.Für einen Laien schwer zu installieren, weil man dafür ein extra Programm herunterladen muß( die Bedienungsanleitung ist wahlweise in Englisch oder Japanisch), ein Programm, das auch erst noch entpackt werden muß,also gar nichts für Laien. Man sollte Kundige um Hilfe bitten.

Der Höreindruck, nachdem das Gerät "flott" gemacht wurde, ist allerdings ein deutlicher Hörgewinn.Ich höre ausschließlich Klassik,meist mit einem Kopfhörer von Sony oder Shure SRH 940.

Das Klangbild ist recht " warm",transparent,aber nicht hart. Selbst massive Klangeeindrücke ( Beginn von op 23 b moll Tchaikowsky) werden gut verarbeitet.

Ich habe keinen unmittelbaren Vergleich mit anderen Wandlern,nur vor kurzen einen sehr teuren von Sennheiser gehört,den ich aber gar nicht substantiell besser fand.

Ob dieses Gerät zuverlässig ist, kann ich derzeit nicht beantworten.

Für mich ist es jedenfalls ein deutlicher Hör-Gewinn.


Bach: Missæ Breves, BWV 232-236 (Complete Recordings)
Bach: Missæ Breves, BWV 232-236 (Complete Recordings)
Preis: EUR 13,98

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen All die Ehrungen!, 23. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Mit seinen gerade mal 28 Jahren kann Raphael Pichon bereits auf eine erstaunliche musikalische Karriere zurückblicken, die ihn zu einem der bemerkenswerten Nachwuchsdirigenten in der Alten Musik macht. Seine beiden Einspielungen der Missa breves BWV 233–236 erhielten herausragende Kritiken in der Fachpresse. Seine jetzt vorliegende Aufnahme der Missa von 1733 bestätigt erneut die großen Hoffnungen, die in ihn gesetzt werden." so die Produktinformation. In Frankreich seit 2008 mehr prämiert.

Auch hierzulande schwärmen Kritiker:

"Der Dirigent Raphael Pichon denkt seine Interpretation deutlich von der Instrumentalbegleitung her, was ihn einen beschwingten, lichtdurchfluteten Ansatz wählen lässt. Dadurch wirken die Messen trotz der chorischen Besetzung leicht und schwebend. Dem Ensemble Pygmalion kommt zugute, dass es seit 2005 als Einheit von Chorsängern und Instrumentalisten fungiert, also bestens aufeinander eingespielt ist. Der Chorklang ist angenehm körperlich, das Orchester spielt auf hohem Niveau und mit großer Sensibilität für die klangfarblichen und harmonischen Reize.Sven Kerkhoff."oder:

"Erst vor drei Jahren von dem damals 21-jährigen Countertenor Raphaël Pichon gegründet, zeigen die jungen Musiker an Bachs Missae breves, dass sie durchaus in der europäischen Spitzenklasse mitspielen können. Herz des Unternehmens ist offenbar der fantastische Kammerchor. Nach der reduzierten Besetzung in Konrad Junghänels Gesamteinspielung (harmonia mundi) zeigen die Franzosen, dass man polyfone Sätze wie die "Cum sancto spirito"-Teile auch in größerer Besetzung noch absolut durchhörbar, wortdeutlich und voller Elan singen kann. Denn Pichon dirigiert seinen Bach mit heißem Herzen und lässt die Verzückung beispielsweise in den "Gloria"-Teilen fast überschwappen – die spirituelle Botschaft ergibt sich als Summe aus traumwandlerischer Leichtfüßigkeit und elektrisierender Emphase. Königsdorf."

Allerdings bemängeln die Kritiker die Qualität der Solisten. Darin möchte ich mit ihnen übereinstimmen. So munter und transparent Chorsätze daherkommen, so wenig überzeugen mich die Solisten.Die gehören aber auch dazu.

Wenn ich bedenke, welche Solisten zB Helmut Rilling für diese Stücke zur Verfügung standen,ziehe ich ihn bei Solisten eindeutig vor. Es immer wieder schade, dass historisch informierte Interpreten bei den Solisten nicht an die Qualität heranreichen, die einem Richter oder Rilling zur Verfügung stand,ob sie nun Herreweghe oder Gardiner oder Jacobs oder eben auch Pichon heißen.

So kann ich diese Aufnahme nur mit Einschränkungen empfehlen.

Inzwischen, so liest man, ist die h moll Messe auf dem Programm.Eine Aufnahme wird sicher nicht lange auf sich warten lassen.


J.S. Bach: St Matthew Passion, BWV 244 (Matthäus-Passion)
J.S. Bach: St Matthew Passion, BWV 244 (Matthäus-Passion)
Preis: EUR 11,99

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Andere Variante, 22. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Jacobs steht seit Jahrzehnten für besondere Interpretationen. Mit dieser Besetzung hatte er 2012/13 einige Aufführungen und nun diese Aufnahme gemacht.In der Berliner Zeitung liest man heute dazu:"So hat sich Jacobs dazu entschlossen, den CD-Hörer tontechnisch in der Nähe des ersten Chores zu platzieren, so dass der zweite wie aus der Ferne erklingt – leiser und im Hall etwas verschwommen. Dieser Effekt ist gewöhnungsbedürftig und würde ohne den so exakten und klanglich präsenten Rias-Kammerchor auch nicht funktionieren, aber der Zugewinn an Dynamik ist erheblich: Man hört gleichsam in 3D, Nähe, Ferne, Übergänge, schroffe Wechsel werden plastisch. Die Doppelchörigkeit wird zum differenzierten Instrument der Textdeutung: Der entfernte zweite Chor steht dem Geschehen und seinem heilsgeschichtlichen Sinn noch fern, stellt Fragen („Seht!“ – „Wohin?“ – „Auf unsre Schuld!“) oder versucht das Geschehen noch zu wenden („Lasst ihn! Haltet, bindet nicht!“)."

Zur Aufnahme meint der Rezensent Uehling:"Obwohl die meisten Solisten kaum zur Spitze des gegenwärtigen Bach-Gesangs zählen und stilistisch eher nach Belieben agieren, ist dem Musik-Regisseur René Jacobs eine so energische wie innerliche Referenzaufnahme gelungen."

Der Höreindruck mit einem normalen Stereokopfhörer ist ungewöhnlich, wahrscheinlich nicht wirklich befriedigend. Im surround Klang kann das vielleicht besser klingen.

Die Interpretation ist ebenfalls ungewöhnlich.Keine der mir bekannten Aufnahmen geht so an dieses Werk heran: es ist ein Drama.Man versteht, dass die Leipziger damals, wann immer es war, sehr irritiert waren und dem "Opernhaften" dieser Passion fremd gegenüberstanden. Es ist eine wirklich andere Hör-Erfahrung. Ob sie mir mehr zusagt? Für mich war die Matthäus-Passion bisher eigentlich das innigere Stück ( gegenüber der Johannes-Passion). Deswegen sprechen mich die Choräle in der Wiedergabe von Jacobs nicht so sehr an. Einem Solti, der ja gar kein Experte alter Musik war, ist das Innige zB besser gelungen.

Die Solisten, da stimme ich dem Kritiker zu,sind nicht Spitzenklasse; die Konkurrenz ist einfach zu groß.Keine einzige Wiedergabe habe ich nicht schon intensiver,überzeugender gehört. Ob es der Evangelist, Jesus oder die Solisten sind( bei Jacobs sehr aufwendig doppelt besetzt).Kann man gegen eine Ameling, eine Ludwig, einen Schreier oder Fischer-Dieskau eine Chance haben? Das ist immer schwer. Rilling hatte bei seiner zweiten Einspielung dieses Werks Hochkaräter zur Verfügung, so das man schreiben könnte, das ist eine Alternative.

Bei Jacobs, ich verstehe es wirklich nicht, sind die Solisten für mich oftmals der schwächste Punkt. Da er selbst ein formidabler Sänger war, zweifle ich an meinem Sachverstand,denn er wird nicht SängerInnen aussuchen, die seinem Anspruch nicht genügen. So stehe ich zu meiner Unfollkommenheit und schreibe, die Solisten sprechen mich nicht so an, wie andere, die Aufnahmen gemacht haben.Natürlich ist ihr Niveau sehr hoch,aber es gibt es eben auch sehr berührende Wiedergaben in dem großen Angebot der Matthäus-Passion.

Eine kleine Anmerkung zum Schlußchor.Furtwängler hat diesen Chor fast unerträglich romantisch gestaltet,aber mit großer Trauer.Das finde ich angemessen. Es ist nicht Ostern, Karfreitag ist nun einmal Trauer,sogar tiefe Trauer.Das optimistische Tempo von Jacobs passt dazu nicht. Ich weiß, dass beide Chöre das Stück zu singen haben, träume aber immer noch davon, dass dieser Chor pp gesungen wird: eine stlle abschließende Trauer. Nichts davon bei Jacobs.

Kann ich diese Aufnahme also empfehlen? Als einen anderen Blick auf das Werk JA,sonst NICHT.


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