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Rezensionen verfasst von
Alexander Jensko "kreaftwerk" (Lübeck und Hamburg)
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   

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Bowers & Wilkins Z2 Wireless Music System und Apple iPhone-Dock mit AirPlay und Lightning-Connector für Apple iPhone 5 schwarz
Bowers & Wilkins Z2 Wireless Music System und Apple iPhone-Dock mit AirPlay und Lightning-Connector für Apple iPhone 5 schwarz
Preis: EUR 204,67

4.0 von 5 Sternen Gnade vor Recht, oder: Des Klanges wegen werden sie gekauft., 19. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Eigentlich müssten hier zwei separate Rezensionen entstehen:

Die eine wegen des Sounds. Für diese wären die vollen fünf Sterne noch knapp zu wenig.

Die eine wegen der Bedienung im Allgemeinen sowie vor allem ob der WLAN-Einbindung – oder, besser: Nichteinbindung, denn eine WLAN-Verbindung mit diesem Gerät funktioniert nicht. Diese Rezension müsste mit null Sternen auskommen. Wer viel Wert auf schnurlose Streaming legt und weniger auf Sound, der halte von diesem Gerät Abstand.

Nun der Reihe nach:

Der Klang. Hier brauche ich wohl kaum zu wiederholen, was Andere hier ausführlich darstellten. Ich habe mir die Box "blind" gekauft, alleine aufgrund der positiven Erfahrungen mit dem Hersteller, was das Klangerlebnis angeht. Ich wurde nicht enttäuscht. Es brauchte eine Weile, bis ich begriffen habe, dass die kleine ellipsoide Kiste kein Nahfeld-Lautsprecher ist und daher auf dem Schreibtisch vor der Nase des Hörers nichts zu melden hat. Da sind die MM-1 aus demselben Hause konkurrenzlos. Diese kapitulieren aber in größeren Entfernungen / Räumen. Gerade da ist der Z2 aber zu Hause! Erstaunlich, was die kleine Box klanglich von sich gibt, wenn sie ein mittelgroßes Wohnzimmer einmal vertretungsweise beschallen darf.

Natürlich ist das Erlebnis nicht mit der "großen" Anlage vergleichbar, aber alle mir bekannten "Microanlagen" fürs Schlafzimmer usw., selbst doppelt bis dreifach so teuer wie der Z2, dürfen hier getrost einpacken. Wer mit dem doch recht charakteristischen, betont unaufgeregten SB&W-Sound auch ansonsten klar kommt, wird hier begeistert sein. Gut produzierter Klangmaterial vorausgesetzt, wie immer bei B&W.

Wir nahmen als Hörproben Sachen, die wir sonst gut kennen – unter anderem "Dominos" von Julianna Raye, das erste Cembalo-Konzert von JSBach (Linn Records, Interpret: Retrospect Ensemble), Prelldes von Chopin (Linn Records, Ingrid Filter), Remaster von Massive Attack "Mezzanine", Linn-Remaster von "Equinoxe" von JM Jarre, Beth Gibbons / Rustin Man "Out of Season", ein paar ECM-Aufnahmen neueren Datums. Der Abend war gesichert, die Ohren lachten.

Die Musik kam dabei grundsätzlich als Apple Lossless vom per Line-in angeschlossenen iPod Classic.

Warum kein Streaming?

Nun, da kommen wir zum Part 2 der Rezension. Dem mit den null Sternen. Bedienung. Verbindung. Anbindung. Verwirrung.

Erstes Streaming kam recht schnell zustande, das Gerät war via iPhone im Nu eingerichtet. Die Qualität der gestreamten Musik… na ja. Sie erinnerte mich an die alten Transistor-Radios aus den 1970er bei schlechtem UKW-Empfang – oder an die Aufnahme auf Compact Kassette mit Dolby B aus der Zeit von DIN 45500.

Dann das Gerät in einen anderen Raum getragen, natürlich zwischendurch vom Stromnetz getrennt. Hoppla, was ist denn das? Keine Verbindung mehr? Hah, alles neu einrichten. Was für eine Freude. Rotes Licht, Lila, Orange, blink, blink. Was bedeutet das? Reset? Das wird ja immer besser. Passwort neu eingeben, auch das noch. Zumal dieses hübsch im Klartext angezeigt wird. Hmmm.

Nach dem dritten Versuch dieser Art vermute ich, dass das Gerät tatsächlich nach jeder Trennung vom Stromnetz neu mit dem WLAN verbunden und "resettet" werden muss. Da ich mir so eine Box hauptsächlich zum Musikhören kaufe, verzichte ich fortan auf das Streaming, zumal akustisch ohnehin von für mich fraglicher Qualität, und bleibe beim alten analogen "Wiring". Da gibt es wenigstens keine Überraschungen – alles funktioniert auf Anhieb.

Schade, dass das Gerät keinen USB-Eingang für digitales Audio besitzt wie etwa die MM-1. Aber auch so habe ich klanglich nichts zu beanstanden. Der Lightning-Anschluss liegt meistens brach, weil ich auf einem iPhone normalerweise keinen Platz für qualitativ gut kodierte Musik habe. So bliebt anschlussmäßig ein gemischtes Gefühl. Aber für ein Gerät für die Reisen – mit diesem Ziel habe ich es gekauft – reicht es ja.

Insgesamt bleiben Fragen offen:
-> Warum kein Bluetooth statt dieser unfreiwilligen WLAN-Komik?
-> Warum kein USB-Digital-Audioeingang?
-> Warum ist die Fernbedienung noch schlechter als die der MM-1?

Dagegen stehen aber absolut im Plus:
+ der über jeden Zweifel erhabene Klang.
+ die solide Bauweise, schwer, gummiert, Metallgitter, nichts wackelt oder klappert.
+ der recht günstige Preis.

Deshalb bleibt das Gerät in meinem Besitz. Wen interessiert schon WLAN.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 23, 2014 11:03 AM CET


Think Kong
Think Kong
Preis: EUR 111,93 - EUR 159,90

4.0 von 5 Sternen Durchaus ein Hingucker, 16. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Think Kong (Schuhe)
Bei uns Jungs sind rote Schuhe sehr wohl ein Blickfang. Man(n) gehe mal am Samstagabend durch die Stadt in diesen Tretern. Die sexistisch interessierten Blicke der Girlzzz jedweden Alters seien einem gewahr. ;-) Ansonsten typisch Think!: Bequemer geht es kaum, die Verarbeitung lässt kaum Wünsche offen. Das zufriedene Quietschen der Schuhe lässt sich nach Betriebsanleitung mühelos minimieren. Die Farbkombination entspricht den Abbildungen – mein Fall ist sie allemal. Zu blauen Jeans ein exzellenter Kontrapunkt, zu englisch-grünen Chinos eine Herausforderung (gut, je nach Alter des Trägers… jemand, der halb so alt ist wie ich, erregt damit wohl kaum ein öffentliches Ärgernis…). Die Schuhe lassen sich wie alle mir bekannten Think! neu besohlen, was für mich ein weiteres Kaufargument ist.

Die Schuhe fallen – für Herren mit schmalem Fuß – etwas groß aus, wie alle anderen Kong, die ich habe. Macht aber nichts, ruhig die übliche Größe bestellen, es lässt sich so oder so wunderbar darin laufen.


ESPRIT Collection Herren Anzugjacke 044EO2G005, Einfarbig, Gr. 94, Grau (BASALT GREY 052)
ESPRIT Collection Herren Anzugjacke 044EO2G005, Einfarbig, Gr. 94, Grau (BASALT GREY 052)
Preis: EUR 179,99

5.0 von 5 Sternen Bequem, leicht und unauffällig., 16. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Um ein Kompliment von Kolleginnen im Büro einzufangen, ist die Jacke erstaunlicher Weise recht gut geeignet. Sie liegt körpernah, in meinem Fall bei 182 cm Körperlänge und 75 kg Lebendgewicht exakt das Richtige in der Größe 94. Da engt sie weder ein noch hängt sie kleiderbügelmäßig herunter. Der Stoff fällt angenehm, die Fütterung lässt keine Wünsche offen, die Ausstattung dito. Bei dem (reduzierten) Preis nicht zuzugreifen wäre grob fahrlässig.


ESPRIT Herren Jacke Casual Sakko, Gr. Medium, Beige (FLAX BEIGE 187)
ESPRIT Herren Jacke Casual Sakko, Gr. Medium, Beige (FLAX BEIGE 187)

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Formloser, eng geschnittener Sommer-Sakko, 26. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: ESPRIT Herren Jacke Casual Sakko (Textilien)
Der leichte, ungefütterte Baumwollsakko trägt sich gerade zu wärmeren Jahreszeiten höchst angenehm. Allzu breite Schultern darf man(n) allerdings nicht besitzen. Es ist ein Kleidungsstück für Herren mit schmalen Schultern. Dann sitzt es aber perfekt. Der Stoff ist leicht und – obwohl Baumwolle – atmend, die Verarbeitung stimmt. Die Jacke will schon mal gebügelt werden – knitterfrei ist anders. Sie passt zu legerem Freizeit-Outfit, im Büro eher weniger am Platz.


Think Kong 82653 Herren Schnürhalbschuhe, Blau (ocean/kombi 82), EU 44
Think Kong 82653 Herren Schnürhalbschuhe, Blau (ocean/kombi 82), EU 44

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen „Think! different.“, 26. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Meine ersten Think! in dieser Form trage ich seit etwa 2007, die letzten paar Jahre hauptsächlich „indoor“, etwa im Büro. Neulich habe ich sie erstmals zum Hersteller zum Neubesohlen geschickt – was in etwa die Produktqualität der Österreicher verdeutlicht. Das Oberleder der „Alten“ hält, mit guter Pflege, hoffentlich noch einmal ein paar Jahre.

Diese Qualität hat natürlich ihren Preis, deswegen habe ich hier bei Amazon beim Sonderangebot zugeschlagen. Wie schon von Think! gewohnt: Die legere und doch zeitlose Form der Treter passt sowohl zum formlosen Anzug als auch zu Jeans oder Chinos. Das Wort „bequem“ beschreibt den Tragekomfort von Kong nur ungefähr. Die Verarbeitung scheint nach wie vor einwandfrei zu sein –ein Langzeittest steht noch aus. Die Größe fällt für mich minimal zu üppig aus, eine Viertelnummer kleiner wäre auch gegangen. Auch das hat sich seit Jahren nicht geändert.

Das Einzige, was negativ auffällt: die Schuhe quietschen, auch mit alten Einlagen. Laut Think! (beiliegendes Infoblatt) tun sie dies vor lauter Freude, das alles stimmt. Sei’s drum. Der im nächsten Satz verratene Trick 17 mit einer Prise Talkum-Puder zwischen Brand- und Einlegesohle funktioniert auf jeden Fall.

Überhaupt, dieses Infoblatt! Die Think!-Produkte kommen sehr liebevoll verpackt und mit ebenso gestalteten, augenzwinkernd geschriebenen Infos zur Pflege versehen daher. So etwas ist ja nicht lebensnotwendig – schön ist es allemal.


Kein Titel verfügbar

5.0 von 5 Sternen Hochwertiges Unikat, 21. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Materialien lassen keine Wünsche übrig: Außen Leder, innen glatt gefüttert. Da fühlt sich der Classic gut drin. Es gibt keine Schnörkel, keinen Verschluss, keine Stahlfedern, kurz: nichts, das kaputt gehen könnte. Ein Langzeitbericht steht noch aus. Der Preis stimmt dabei ebenfalls. In einem einschlägigen Smartphone-Laden in der Sadt wurden mir zuvor ähnliche Hüllen für das doppelte bis dreifache Geld angeboten.

Zu betonen ist der gute Service des Vekäufers/Herstellers – respektive der Herstellerin. Nachdem die erste Lieferung irgendwo in den Wirren der Postwege verschollen war, wurde prompt eine zweite Hülle gesendet. Irgendwann kamen beide bei mir an, so dass ich unfreiwillig die Gelegenheit zum Vergleichen bekam: In der Tat ist jedes Teil ein Einzelstück, die Unterschiede sind fein, aber bemerkbar – sie betrafen die Beschaffung des Leders, wobei in beiden Fällen die Qualität gleich hoch blieb.

Von mir ganz klar eine Empfehlung für das kleine Gadget.


M&L Mobiles® | Neuheit - 4in1 Ladegerät mit micro USB Anschluss + 2x Akku wie CT-3650 CT3650 mit Infochip · 100% kompatibel mit Contour GPS HD 1080P
M&L Mobiles® | Neuheit - 4in1 Ladegerät mit micro USB Anschluss + 2x Akku wie CT-3650 CT3650 mit Infochip · 100% kompatibel mit Contour GPS HD 1080P
Wird angeboten von M & L Mobiles
Preis: EUR 24,95

2.0 von 5 Sternen Völlig losgelöst…, 10. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Gerät habe ich samt zweier Akkus für meine Contour +2 gekauft. Der einzige Vorteil dieses Sets ist seine schlichte Existenz. Über die Haltbarkeit der Akkus kann ich noch keine Aussagen treffen, aber wenn sie der des Gerätes selbst ähnelt, dann sehe ich schwarz.

Die „Bolzen“ des Steckernetzteils haben sich nach dem vielleicht zehnten Einsatz von ihrer Umgebung unabhängig gemacht und ziehen es nun mehr vor, sich leicht federnd ins Innere des Netzteils schieben zu lassen, versucht der gemeine User, Letztgenannten einer 230-V-Steckdose zuzuführen. Was bildet sich denn User denn alles ein. Solch noble Geräte haben doch ihren Platz in der Vitrine und nicht in so ‚nem wilden Reisegepäck.

Zum Glück gibt es von anderen Herstellern die ganzen (funktionsfähigen) Universal-USB-Netzteile und mit ihnen auch passende Kabel, so dass sich das Ladegerät immer noch fremdspeisen läßt. Da bei Amazon Marketplace bei einem Drittanbieter erworben, kann ich das Ganze nur noch einschicken – und warten. Könnte ich, ja, aber wozu? Nach vier Wochen bekäme ich das gleiche Gerät und so weiter.

Bleibt auch noch die Möglichkeit, ein Kaltgerätekabel direkt anzuschließen – ein Netzteil ist also auch mal drin. Eiserne Logik! Alleine, ein hier zu Lande übliches Kaltgeräte-Kabel lässt sich nur mit dosiertem Kraftaufwand so anschließen, dass auch ein elektrischer Kontakt entsteht. Sprich: die Steckdose dafür ist zu eng. Das alles macht nachdenklich. Jedenfalls lasse ich dieses Gerät sicherheitshalber nie an einer Steckdose, wenn ich aus dem Haus gehe. CE-Zeichen hin oder her.

Alles in allem ein Billigprodukt, das ich guten Gewissens nicht empfehlen kann. Zwei Sterne dennoch: einen für die schlichte Existenz (im Gegensatz zu einer solchen im Lieferumfang einer Contour 2+), einen für die zwei Akkus, die sich noch zu bewähren haben.


allocacoc PowerCube DuoUSB Extended, 4x Verteiler, 230V Schuko
allocacoc PowerCube DuoUSB Extended, 4x Verteiler, 230V Schuko
Wird angeboten von duregExpress
Preis: EUR 22,75

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aus der Reihe: „Warum kam niemand früher auf solche Idee?“, 7. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Den Cube von allocacoc (wie um Himmelswillen kommt man denn auf solchen Firmennamen?) habe ich auf der Suche nach einer möglichst schlanken Schuko-Leiste für den Urlaub entdeckt. Eigentlich ist das auch nichts anderes als eine normale Steckdosenleiste, nur eben in Quader-Form. Das ist der eigentliche Witz dabei: irgendwie passt immer alles dran – oder fast alles. Notfalls steht der Cube mal schräg. Auf Reisen lässt sich so etwas verzeihen.

Die Verarbeitung ist sehr ordentlich und mutet solide an. Das bewusst etwas klobige Aussehen und „Anfassen“ erinnert an das Look & Feel von Miele-Küchengeräten oder älteren Vorwerk-Staubsauger. Es gibt keine Lämpchen, keine Piepser und keine Apps zum Runterladen. Das nenne ich mal „Plug & Work - don’t play“.

Die zwei USB-Ausgänge lassen nur eines vermissen: noch einen weiteren USB-Ausgang. Oder noch zwei… Ansonsten große Klasse, spart gleich mehrere nervige Steckernetzteile im Gepäck. Mit den USB-Outs konnte ich bislang alles aufladen, was USB-Ladegeräte erfordert – sogar der iPad der 1. Generation und ein 10 Jahre alter Nokia, der sich bislang jedem Fremdgerät verweigerte, ließen sich damit betanken. Da hat jemand die Hausaufgaben gemacht.

Der Tisch-Dock ist eine Idee, die man, daheim wieder angekommen, nutzen kann – oder auch nicht. Immerhin wird damit temporär eine Steckdose blockiert. Im heimischen Arbeitszimmer aber halb so wild.

Der einzige Kritikpunkt ist das riesige 230-V-Kabel, das nicht abnehmbar ist. Sofern ich das verstanden habe, ist dies aus rechtlichen Gründen so – ein solches Gerät mit abnehmbarem Kaltgerätekabel wäre in .de wohl unzulässig. Ich lasse mich aber gern eines Besseren belehren. Auf jeden Fall war mir das „Feature“ vor dem Kauf bewusst – daher kein Punkteabzug.

Noch ein Wort zu der Verpackung des Ganzen. Auf den ersten Blick erscheint sie überdimensioniert, so dass die besonders Umweltbewussten unter uns ob so viel Plastik die Stirn in Falten werfen mögen. Doch stopp! Erstens: kein Blister-Pack, eine Seltenheit in der Branche, und ohne Schutzhandschuhe zu öffnen. Außerdem erweist sich die Verpackung am Ende als logisch aufgebaut und dadurch doch materialsparend. Auch solche Kleinigkeiten machen gute Waren aus.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 18, 2014 9:31 AM CET


Apple iPod Classic MP3-Player schwarz 160 GB (aktuellstes Modell)
Apple iPod Classic MP3-Player schwarz 160 GB (aktuellstes Modell)
Wird angeboten von Enterprise Plus

70 von 72 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Requiem for a Dream., 29. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Eine Rezension von dem iPod Classic zum gegebenen Zeitpunkt – wir schreiben den 29. September 2014 – verfassen zu wollen, trägt durchaus absurde Züge. Schließlich gibt es den iPod Classic offiziell seit etwa 20 Tagen nicht mehr. Nicht im Apple Store, nicht bei Apple-Händlern vor Ort, und auch nicht direkt von Amazon. Aus, vorbei, Ende Legende. Still und heimlich stellte die Firma Apple den ureigensten der iPods ein. Damit endet eine Epoche, die so nicht wieder kommen wird.

Derweil erreichen die Preise bei den Anbieter im Amazon Marketplace tagtäglich neue Rekordhöhen. Kostete der Classic 160 GB jahrelang konstant um die 230 bis 250 Euro, so kletterten die Preise binnen weniger Tage nach der Hiobbotschaft auf circa 340 bis 350 Euro. Heute wollen die flinken Geschäftsleute bereits noch weitere 50 Euro mehr für den kleinen Handschmeichler sehen. Ein Ende ist nicht in Sicht: für gebrauchte, weiß der Geier wie misshandelte und zerkratzte iPod Classics werden auch schon Preise ausgerufen, die deutlich über dem neulich noch gültigen Neupreis liegen. Geschäftssinn müsste man haben.

Was macht den Classic denn aus, dass er, wenngleich technisch objektiv veraltet, stets so begehrt? Nun, zuerst einmal: die Offline-Eigenschaft. Das Gerät ist – pardon: war – vollkommen autark. Einmal mit iTunes betankt, kann es mit dem Programm jahrelang glücklich sein. Es baut keine Internetverbindung auf -– kann’s ja auch nicht – es werden keine Apps geladen, nichts, was ablenkt. Das Gerät ist nur eines: ein Media-Player. Dafür aber ein richtiger.

160 GB. Das ist genau richtig im Zeitalter der hoch auflösenden Musikdateien. Verlustfreie Komprimierung hört man den Files durchaus an – vernünftige Tonwandler vorausgesetzt. 160 GB: das reicht gerade mal so. Das war 2009, als der 160er Classic vorgestellt wurde, unerreichbar. Das bleibt es heute auch – immer noch: konkurrenzlos. Selbst die sich „High-End“ nennenden Player warten mit 32 (kein Tippfehler!) bis maximal 128 GB Speicherkapazität auf – kosten dabei das Mehrfache selbst der aktuellen Wucherpreise des letzten Classic.

Die Steuerung ist ebenfalls klassisch: eine Melange aus mechanisch und virtuell, wie die modernen Automatik-Getriebe, die bei Bedarf aus stufenloser Übersetzung künstlich feste Gänge zaubern. Kein Touchscreen, keine hüpfenden Icons, einfach nur Clickwheel und unbewegliche, aber doch bewegliche Tastenfelder. Es gibt eine taktile Rückmeldung, auf Wunsch auch akustisches Feedback. (Dieser Legende gewordene Klack-klack-klack… Kinners!) So lässt sich der Player auch blindlings bedienen – praktisch in vielerlei Hinsicht, und sei es, dass man die Lesebrille nicht aufzusetzen braucht.

Dann das Befüllen mit Musik, das Sortieren, das Auffinden! Bei dieser schieren Menge, die drauf passt, ist die Betriebssoftware des Players nach wie vor ein Paradebeispiel der Benutzerfreundlichkeit. Das Bespielen mit Medien übrigens ebenfalls. Vielen schmeckt das Bestücken via iTunes nicht; warum das so ist, konnte mir bislang niemand überzeugend erklären, der im besten Mainstream -Modus über iTunes meckert. Eine vergleichbar simple, leistungsfähige Musik-Verwaltungssoftware kenne ich von anderen Herstellern ebenfalls nicht. Anschließen – der Rest passiert von alleine. Das ist bei den ganzen iPhones auch nicht anders, erfordert aber etwas mehr Kombinationsgeschick angesichts der vergleichsweise mickrigen Speicherkapazitäten dieser Multifunktions-Technikwunder.

Wie auch immer. Das Gerät markiert ein willkürliches Ende einer Epoche. Schade. Einer Epoche, in der zum Musikhören kein Internetanschluss zwingend vorausgesetzt war.

Ist das ein Zufall, dass der iPod bei seiner Einstellung genau 13 Jahre alt war und der Classic genau 7 Jahre jung?

Ich hoffe, dass mir der Letzte seiner Art noch lange treue Dienste leistet, wie es mit seinem Vorgänger auch schon der Fall war. Im Übrigen habe ich bei der Gelegenheit den allerersten iPod ausgegraben: stolze 5 GB, dabei gefühlt backsteindick, Firewire, Mac-only – das Ding werkelt nach 13 Jahren immer noch wie neu, mit erster Festplatte und zweitem (vor 10 Jahren selbst gewechseltem) Akku. Der besagte Vorgänger führ mit mir mehr als 300.000 Kilometer in wechselnden Autos herum, grundsätzlich im Dauereinsatz als Musikplayer im Handschuhfach, Sommers wie Winters, anfangs noch ohne Klimaanlage. Temperaturschwankungen, marode Straßen Norddeutschlands, Holperpisten Norwegens steckte das Kästchen locker weg. Es funktioniert ebenfalls immer noch. Ich behalte ihn auf alle Fälle – neben dem nun neuen, alten Classic – und hoffe, dass er die Küchen/Esseck-Anlage noch lange, lange bespielen kann.

Im Übrigen ist die Soundqualität aller mir bekannten iPods als tadellos zu bezeichnen. Es ist die Frage des Kopfhörers und nicht zuletzt der gehörten Musik sowie der Hörgewöhnheiten des Einzelnen – von dem technischen Niveau des Klangmaterials ganz zu schweigen. Gute Kopfhörer / Lautsprecher entlarven spielend jede angeblich nicht hörbare Komprimierung. Zu Hause dagegen spielt der Kleine über den fabelhaften Wandler des T+A-Receivers. Universeller und einfacher geht es nicht.

Es war keine Rezension. Sorry. Es war eine Art Nachruf: für eine Zeit, die nun vorbei ist.

(Oder vielleicht erscheint doch 2016, zum 15. Geburtstag des iPods, eine Jubiläums-Sonderedition?)
Kommentar Kommentare (16) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 8, 2014 3:50 PM CET


Filigree & Shadow (Limited Edition)
Filigree & Shadow (Limited Edition)
Preis: EUR 21,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer hat Angst vor bösem Remasterer?, 7. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Über die Musik des Projekts This Mortal Coil, ganz speziell über dieses (nicht nur meines Erachtens das beste aller drei) Album, wurde schon einiges geschrieben. Von meiner Seite also nur so viel: unerreicht und kaum erreichbar, exzellente Aufnahme, kongeniale Covers (musikalisch wie grafisch). Als ich die Musik vor rund 30 Jahren (!) zum ersten Mal hörte, hieß es, es sei die Musik der Zukunft. Heute ist die Zukunft da, aber "Filigree and Shadow" kann den Titel weiterhin behalten.

So viel der Superlative – inhaltlich weiter über dieses einmalige Album zu schreiben wäre mir zu subjektiv und vor allem zu persönlich.

Nun zu dieser speziellen, nicht ganz billigen Ausgabe. Es handelt sich um eine eine japanische Edition mit entsprechender Banderole.

Die Originalaufnahme auf meiner betagten CD aus den 1980er habe ich immer für makellos gehalten. Das war sie auch. Aber was auf dieser Limited Edition aus den alten analogen Tapes noch unter wachsamen Auge von Ivo Watts-Russell herausgeholt wurde, kann mir nur eines entlocken: Alle Achtung, chapeau bas. Das ist ein Remaster, der die Bezeichnung durchaus verdient. Hier wurde endlich der damalige, merkwürdige digital-analoge Klang dieses Albums würdigend auf Silberscheibe gebannt. Es klingt wie eine analoge Schallplatte, nur ohne die typischen Knackser und Rauschen, dafür mit durchgehend hohem Dynamikumfang digitaler Tonträger. Die Klänge stehen oder wandern im Raum herum, es sind Klänge zu hören, die auf der alten CD meiner Aufmerksamkeit entgingen.

So etwas geht also doch – immer wieder. Dieses Meisterwerk hat auf jeden Fall ein solches Re-Meistern verdient.

Die Limited Edition kommt in einem dem alten LP-Doppelalbum-Cover nachempfundenen Pappklappschuber, der deutlich größer ist als die üblichen Verpackungsformen für CDs. Die LP-Illusion geht noch weiter: die CD liegt in einem bedruckten Pappumschlag, wie damals die LP, und zwar auch nicht blank, sondern in einer dezent knisternden Plastikfolienhülle. Da hat sich jemand ganz schön viel Mühe gemacht und das Analoge auch hier bis in die letzte Ecke nachgebaut. Den Platz für die zweite Platte (analog war es ja ein Doppelalbum) nimmt das Booklet ein.

Die grafische Gestaltung war ohnehin ein wesentlicher Teil der 4AD-Alben; bei This Mortal Coil war sie, der Musik entsprechend, recht aufwändig und zukunftsweisend. Was da die beiden Herren von 23 Envelope auf die Beine stellten, war damals bahnbrechend – heute immer noch fasznierend. Die Grafiken wurden dem Medienformat entsprechend ebenfalls dezent "remastered", alte SW-Fotos neu gescannt. Das alles steht in knappen Worten, teils zwischen den Versen, in der auch sonst lesenswerten Danksagung am Ende des Booklets.

Dort steht im übrigen auch deutlich, wann das Remastering stattfand (2010). Die Behauptung eines anderen Rezensenten, es handle sich um eine uralte Ausgabe, entbehrt somit jeder Grundlage.

Fazit: Exzellentes, dezentes Remastering eines – könnte man meinen – klanglichen Non-plus-ultra macht deutlich, wie viel Potenzial in gut aufgenommenen, wohl erhaltenen analogen Bändern immer noch steht. Ein Kunstwerk wie die kunstvoll von Mönchen abgeschriebenen Bücher im Mittelalter – wenn ich mir diesen etwas holprigen Vergleich erlauben darf.

Zum Schluss schnell die kleinen Meckerpunkte:

-> Kein CD-Text. Schade. Gerade bei diesem Album, wo die ineinander gehenden Stücke nur in den Tiefen der Schatten und Schnörkel des Booklets versteckt sind, wäre dieses Hilfsmittel sinnvoll. So steht da nur "Audio-Disk: Track 4" usw. Weder schön noch zeitgemäß.

-> Gerade für Leute meiner Generation, die das Album bei seinem Erscheinen atemlos auf Dauer-Rotation die ganzen Nächte hindurch auflegten, sind so manche Schriftgrößen im Booklet doch sehr, na ja, filigran.

Dem Ganzen tut es keinen Abbruch. Kaufen, und seien auch die alten Ausgaben auf LP und CD zu Hause.


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