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Beiträge von moviefreak
Top-Rezensenten Rang: 165.234
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Rezensionen verfasst von moviefreak "moviefreak" (Kerpen)
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Schnelle, einwandfreie Lieferung, 26. Februar 2011
Leider kann ich nur den Lieferer beurteilen. Die Auslieferung der Ware erfolgte zügig, ohne Beanstandung. Zur Beurteilung des Produkts selbst (DVD+R DOUBLE LAYER 8,5) sehe ich mich z.Zt. außerstande, weil ich die 50 Rohlinge noch nicht mal als Bruchteil verarbeitet habe. Ansonsten hängt wohl bei DVD-Rohlingen das Urteil davon ab, ob und wie dauerhaft die Datenspeicherung gelungen ist. Das wird sich frühenstens in einigen Jahren beantworten lassen.
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Warum ist der Film noch immer nicht vollständig?, 19. Februar 2011
Ich habe den Film erstmals 1967 im Kino gesehen, danach noch ein halbes Dutzend weiteres mal. Ich erinnere mich, daß der Blonde Tuco zweimal vom Strick abgeschossen hat, beim drittenmal schoß er dann daneben. Dann war lange Jahre nichts, bis das ZDF mit einer auf 130 Minuten verstümmelten Version uns zum Neujahr, 1983 überraschte. Inder Not frißt der Teufel Fliegen und so habe ich das auf VHS mitgeschnitten, aber kaum jemals angesehen. In den Neunzigern brachten dann Sat1 und Pro7 etwas längere Fassungen, aber Tuco hatte in allen Versionen, auch zuletzt bei der ARD nur zweimal das Vergnügen, abgeschossen zu werden. Bereits beim zweitenmal schoß der Blonde daneben. Weiß jemand, weshalb hier immer wieder gekürzt wird und ob es vielleicht noch eine vollständigere Version für diese Szene gibt?
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Mittelamerikanische Geschichte pur, 2. Mai 2010
Wem Roger Spottiswoodes "Under Fire" gefallen hat, dem möchte ich empfehlen, sich auch mal Oliver Stones "Salvador" anzusehen. Wurde in "Under Fire" eine spannende Handlung über mehrere US-Journalisten während des Freiheitskampfes der Sandinisten in Nicaragua thematisiert, befaßt sich Oliver Stone mit dem Kampf des Volkes von El Salvador gegen die einheimischen Unterdrücker und die dahinter stehenden USA in der Übergangsperiode von Jimmy Carter zu Ronald Reagan. Wieder sind es zwei amerikanische Journalisten, die u.a. Zeitzeugen der Ermordung des Erzbischofs von San Salvador Oscar Romeros am 24. März 1980 während eines Gottesdienstes wurden, ferner der Verschleppung und Ermordung von vier amerikanischen Nonnen, die ins Land gekommen waren um den Armen zu helfen, durch die Todesschwadrone. Man spürt hautnah den von der Regierung ausgeübten Terror gegen die Bevölkerung, man sieht Berge von Leichen, die von den Todesschwadronen und ihren amerikanischen Hintermännern im Namen der westlichen Freiheit und der einheimischen Bourgeoisie angerichtet wurden. Aber auch die moralische Verkommenheit von Journalisten der Mainstream-Medien, da anstatt kritisch zu berichten sich einen schönen Tag im Schatten der Obrigkeiten machten. Dann die Situation, in der der absehbare Wahlsieg Ronald Reagans Anlaß war, das durch seinen Vorgänger verhängte Waffenembargo aufzuheben, was die Befreiungsbewegung um den schon greifbaren Sieg brachte. Das alles in einer äüßerst spannenden Rahmenhandlung mit einem glänzenden James Wood als kaputtem Typen und beruflich gescheitertem Journalisten. Kein strahlender Held wie Nick Nolte in "Under Fire". Wenn ich die Filme Oliver Stones bewerten soll, bekommt "Salvador" einen Platz ziemlich weit oben an der Spitze. Das er sich beim deutschen Publikum nicht durchgesetzt hat, dürfte politische Gründe haben, da er dem Zeitgeist der achziger Jahre entgegen gesetzt war. Immerhin wurde die Videokassetten-Version von dem damaligen CDU-Bundestagsabgeordneten Jürgen Wohlrabe (von Herbert Wehner oft als "Übelkrähe" tituliert) vertrieben. Wer also sehen will, wie unsere Freiheit, die heute unter kriegsähnlichen Bedingungen am Hindukusch verteidigt wird vor einigen Jahren noch in Lateinamerika zur Begründung unmenschlicher Unterdrückung und Grausamkeit herhalten mußte, sollte sich diesen Film auf keinen Fall entgehen lassen.
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17 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen
Ein noch immer nicht ganz fertiges Gerät, 30. April 2010
Eigentlich hat das Gerät alles, was man von einem Receiver der 600-Euro-Klasse erwarten kann. Es liefert ein hervorragendes Bild (HD), ermöglicht es (eingeschränkt), ein drittes Programm anzusehen während 2 andere aufgenommen werden und arbeitet einigermaßen zuverlässig Vor allem bleibt es relativ kühl, was man nicht von jedem Fabrikat sagen kann. Alles in allem also ein Gerät, wie man es sich nur wünschen kann, wären da nicht noch einige Macken in der Firmware, die der Beseitigung harren. Da ist zunächst folgendes Problem: Ich programmiere über den GUIDE 2 Sendungen, die in einem Programm zeitlich nacheinander gesendet und aufgezeichnet werden sollen. Da die Pünktlichkeit der Sender sehr zu wünschen übrig läßt, benutze ich die ansonsten sehr nützlichen Optionen des Geräts zum Vor- und Nachlauf. Der Vorlauf ist auf 5 Minuten vorgegeben, den Nachlauf habe ich auf 15 Minuten eingestellt. Bei manchen Sendern muß man letzteren auf eine halbe Stunde erhöhen und kann dann noch nicht mal sicher sein, daß alles aufgezeichnet wird. Also Vorsicht, immr für einen ausreichenden Nachlauf sorgen. Mehrmals ist es mir dabei aber passiert, daß die 2. Sendung nicht aufgezeichnet wird, weil zum vorgegebenen Einschaltpunkt noch der Nachlauf der 1. Sendung läuft und der 2. Tuner andere Aufgaben erledigen muß. Es ist ärgerlich, wenn man später feststellen muß, daß eine programmierte Sendung nicht aufgezeichnet wurde. Der 2. Fall ist genauso ärgerlich. Ich sehe mir eine Sendung an, nach einer Stunde beschließe ich, sie dauerhaft zu speichern. Also fahre ich mit dem schnellen Rücklauf zu dem Punkt zurück, wo die Sendung beginnt und drücke dann die Aufnahmetaste, die mit dem roten Punkt in der Mitte. Jetzt beginnt der Receiver mit der Aufnahme. Wenn ich die anschließenden Operationen richtig einschätze, wird jetzt aber nicht die bisherige temporäre Timeshift-Aufnahme in die Aufnahme umbenannt wie etwa beim TF 4000 PVR, sondern in einem langwierigen Prozeß wird das vorhandene Material in eine neue Datei umkopiert. Das aber im langsamen Tempo mit 1-facher Geschwindigkeit. Die Folge ist, ich komme nicht mehr an den Echtzeitpunkt, den ich zuvor verlassen hatte, um zurück zu spulen. Die meisten Funktionen auf der FB sind nicht mehr verfügbar, ich habe nur noch die Alternative, die Aufnahme abzubrechen oder mir die ganze Sendung von Beginn an nochmals anzusehen. Desweiteren würde ich es begrüßen, wenn man den GUIDE so einstellen könnte, daß nur 1 oder 2 Programme auf dem Monitor aufgelistet werden. Ich würde diese Einschränkung gerne hinnehmen, wenn dafür nicht die angezeigten Titel durch Abschneiden auf wenige Zeichen total verstümmelt dargestellt werden würden. Ein schneller Durchlauf ist jetzt praktisch unmöglich und nervt enorm. Kritische Worte verdient auch die Bedienungsanleitung. So manches ist überhaupt nicht beschrieben, man kommt nur darauf, weil die Funktionen vom TF 4000 her bekannt sind. Z.B. man will zu Bett gehen, eine Sendung wird noch aufgezeichnet und man möchte, daß das Gerät am Schluß der Sendung abschaltet. Besonders unangenehm ist das Lesen der viel zu kleinen Abbildungen in der kontrastarmen unifarbenen kleinformatigen Broschüre. Für Brillenträger eine Zumutung. Noch immer nicht fertig, 30.07.2010 Inzwischen sind 3 Monate vergangen. Meine Festplatte ist inzwischen voll, ich mußte eine weitere Festplatte anschaffen und als 'externe Festplatte' einsetzen, um durch Umspeichern meiner Aufnahmen von der internen auf die externe Platte Platz auf letzterer für weitere Aufnahmen zu schaffen. Warum? Die Übertragung von Sendungen auf den PC, beim TF4000 ein Kinderspiel, funktioniert bei diesem 'Supergerät' einfach nicht. Die Gründe: Topfield ließ die Firmware für dieses Gerät nicht auf Windows-Ebene, sondern auf Linux programmieren. Damit geht jegliche Kompatibilität des Receivers zum PC verloren, weil der PC die Receiverplatte nicht lesen kann. Umgekehrt kann der Receiver zwar auf Festplatten und USB-Sticks mit FAT32- und NTFS-Formatierung lesend aber nicht schreibend zugreifen. Damit ist die Möglichkeit, meine Lieblingssendungen auf DVD zu brennen, verbaut. Topfield verspricht zwar seit nunmehr 10 Monaten ein Firmware-Update, das diese Probleme beheben soll, jedoch hat sich konkret in der Zwischenzeit nichts getan. Mit anderen Worten: Topfield läßt seine Kundschaft einfach hängen. Es gibt weder eine Erklärung noch eine Entschuldigung, man will anscheinend das Problem aussitzen. Inzwischen werden neue Modelle auf den Markt geworfen, die Fertigstellung des SRP 2100 ist Schnee von gestern. Wer sich jetzt zum Kauf eines dieser Geräte entscheidet muß sich darüber im Klaren sein, welche Einschränkungen er damit möglicherweise in Kauf nimmt. Auch ansonsten tut Topfield alles, um seine Stammkundschaft zu vergraulen. Wenn ich vorhin erwähnte, daß es seit 10 Monaten kein Firmware-Update mehr gegeben hat, bedeutet das auch, daß es in dieser Zeitspanne keine Beseitigung von Bugs und keine Verbesserungen mehr gegeben hat. Im Topfield-Forum kursieren zwar eine Menge von Usern erstellte TAPs, mit denen die schlimmsten Macken der Firmware umgangen werden können, aber es soll ja auch Anwender geben, die einen Receiver anschaffen, um damit Sendungen aufzunehmen und zu archivieren und die sich nicht erst nach der Anschaffung hinsetzen wollen, um den Neuerwerb erst mal zu tunen, was doch immerhin eine nicht ganz geringe Einarbeitung in die Materie nebst dem Erwerb von Grundkenntnissen bedeutet. Ein Vergleich: Wenn ich ein Auto kaufe, mutet mir auch niemand zu, daß ich den Wagen erst in eine Spezialwerkstatt schaffe und dort tunen lasse, damit er anschließend fehlerfrei funktioniert, Aber ich habe den Eindruck, daß Topfield glaubt, sich die Kosten der Fehlerbeseitigung sparen zu können und diese Aufgabe seinen Fans im Forum überläßt. Mein Rat: Wer künftig die Anschaffung eines Topfield-Gerätes in Erwägung zieht, sollte sich im eigenen Interesse vorher sehr sorgfältig informieren, was auf ihn zukommen kann und nicht nur die Bildqualität als alleiniges Kriterium ansehen.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Der absolute Spitzen-Western, 22. November 2008
Ich liebe seit Mitte der sechziger Jahre die Meisterwerke des Italo-Western, die hauptsächlich von Leone, Corbucci, Sollima und Petroni gedreht wurden. Auch wenn ich die Werke Leones sehr hoch einstufe, die absolute Spitzenposition hält bei mir "Il Grande Silenzio/Leichen pflastern seinen Weg". Schon 1969, als der Film in die deutschen Kinos kam, habe ich ihn mir etwa ein halbes Dutzend mal angesehen. Noch heute halte ich diesen Film, der tief in die sozialen Verhältnisse des "Wilden Westens" einblicken läßt, für das absolute Spitzenwerk des nicht nur italienischen, sondern des Western überhaupt, in dem jegliche Geschichtsklitterung wie im US-Western vermieden wird. Nur schade daß Sergio Corbucci dieses Niveau in seinen späteren Werken nicht mehr erreichen konnte und somit dieser Film eine einmalige Leistung darstellt.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Ein wertvolles Nachschlagewerk, 7. Oktober 2008
Seit 3 Jahrzehnten besitze ich das Mitte der siebziger Jahre erschienene "Western-Lexikon" und die "Western-Geschichte" des Joe Hembus. Ein hervorragendes Nachschlagewerk, das allerdings wegen des frühen Todes des Autors niemals aktualisiert worden ist. Da meine Vorliebe in Sachen Western weniger dem amerikanischen als vielmehr dem italienischen Western gilt, habe ich, als ich zufällig auf das vorliegende Werk von Ulrich P. Bruckner stieß und die vielen positiven Kritiken las, sofort zugegriffen. Es ist erfreulich, daß dem Italo-Western nunmehr ein ca 700 Seiten starkes Werk gewidmet ist. Gab es doch bis in die siebziger Jahre hinein eine hauptsächlich von den öffentlich rechtlichen Sendern der BRD ausgehende Initiative, dieses unfeine, abscheuliche, ja staatsgefährdende Genre nach Möglichkeit zu unterdrücken. Das beste Beispiel dafür sind die beiden damaligen ZDF-Redakteure Dieter Krusche und Jürgen Labenski, die sich in dem von ihnen verfaßten "Reclams Filmführer" von 1973 (!), also 9 Jahre nach der ersten Aufführung eines Spaghetti-Western in Deutschland, nicht entblödeten, diese Filmgattung vollständig zu ignorieren. M.W. lief der Leone-Western "Zwei glorreiche Halunken" als erster Italo-Western im ZDF überhaupt erstmals im Dezember 1982. Und das in einer gräßlich zerstückelten Version von 130 Minuten. Also immer noch zum Abgewöhnen. Doch genug davon, lassen wir die Vergangenheit. Zumal wir heute auf das Fernsehen nicht mehr angewiesen sind, wenn wir gute Filme sehen wollen. Nach einer ersten Durchsicht des Lexikons kann ich die vielen begeisterten Kritiken voll nachvollziehen. Der Autor hat hier eine Fleißarbeit abgeliefert und ist auf Filme eingegangen, von deren Existenz ich bisher überhaupt keine Ahnung hatte. Besonders hervor zu heben ist seine Detailgenauigkeit. Hier ein Beispiel: Seit Joe Hembus hält sich hartnäckig die fehlerhafte Behauptung, der Schauplatz von Corbuccis "Il grande Silenzio" würde an der mexikanischen Grenze liegen. Absurd, wenn man sich vorstellt, daß in jener Gegend wohl kaum die Temperaturen so tief fallen, daß die Schlösser der Schußwaffen einfrieren. Bruckner hat den Schauplatz dahin verlegt, wo der Gouverneur den Sheriff hin geschickt hat, nach Nevada.Die im Film dargestellte Landkarte dokumentiert das. Inhaltlich finde ich in dem Buch nichts kritikwürdiges. Hardwaremäßig allerdings schon. Das Buch ist für diesen Einband zu dick geraten was leider dazu führt, daß man es nicht aufgeschlagen ablegen kann. Es sei denn, man dreht es um.
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1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
Enttäuschend, 29. August 2008
Bis zur 6. Staffel hatte ich alle ZDF-Sendungen auf VHS mitgeschnitten. Die 5. Staffel habe ich dann wieder gelöscht. Warum? Nach dem grandiosen Ende der 4. Staffel empfand ich die folgende 5. Staffel als die Kopie eines gewöhnlichen Gangsterfilm US-amerikanischer Prägung. Alles italienische Flair der ersten 4 Staffeln und im übrigen einiger weiteren Mafia-Filme von Erst-Regisseur Dammiano Dammiani fehlt hier. Das ganze ist eine Geschichte, wie sich 2 Familien gegenseitig niedermetzeln. Auf die Anschaffung der DVD-Edition habe ich konsequenterweise verzichtet. Nunmehr warte ich auf die legendäre 10. Staffel. Vielleicht wird sie doch noch zu meinen Lebzeiten (79) veröffentlicht.
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22 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Lohnt es sich?, 28. Juni 2008
Um es gleich vorweg zu sagen: Dem Anfänger, der sich in Wagner "reinhören" möchte, ist diese Edition auf jeden Fall zu empfehlen. Für ca 40,- € wird man so schnell kein ähnliches Angebot in guter künstlerischer und teilweise auch guter aufnahmetechnischer Qualität bekommen. Wie sieht es nun bei den Wagnerianern, zu denen ich mich (allerdings nicht alles andere ausschließend) zähle, aus. Mein Schrank ist u.a. mit Wagner-Gesamtaufnahmen gefüllt. Referenz für den Nibelungen-Ring ist die bei DECCA produzierte Culshaw-/Solti-Aufnahme in der in den neunziger Jahren neu erstellten Abmischung, daneben existieren noch weitere, davon 2 in Bayreuth entstandene unter Boulez und Barenboim. Der "Lohengrin" ist etwa zehnmal vertreten, von Peter Anders und Rudolf Schock bis zu Peter Seifert in der Titelrolle. Bei allen anderen Opern verhält es sich ähnlich. Was konnte mich also reizen, diese Superbox anzuschaffen? Der "Holländer" oder der "Tannhäuser" von 1961 bzw. 1962? Bestimmt nicht, beide Aufnahmen sind sowohl in Vinyl als auch CD hier vorhanden. Zumindest aus aufnahmetechnischer Sicht gibt es da wesentlich besseres und der "Holländer" Wieland Wagners in der Frühfassung ohne Erlösungsmotiv und den beiden Verwandlungsmusiken ist gewöhnungsbedürftig. Ganz anders der in dieser Edition vermißte "Parzifal" Hans Knappertsbusch, der wie der "Tannhäuser" 1962 entstanden ist, aber akustisch wesentlich besser gelungen ist. Die um ca eine halbe Stunde längere Aufnahme von James Levine aus den Achzigern finde ich dagegen langweilig. Letzteres dürfte auch auf die in der Box enthaltenen "Meistersinger" zutreffen. Bei dieser Oper ist die Dresdener Aufnahme der EMI mein ungeschlagener Favorit. Was bleibt also? Nun, es gibt 2 Gründe und beide heißen Karl Böhm. Obwohl der "Tristan" bei mir in Aufnahmen von Carlos Kleiber, Georg Solti und Karajan vertreten ist, reizte mich dieser Bayreuther "Tristan" von 1966 unter Böhm und ich empfinde ihn als Bereicherung in meiner Sammlung. Noch mehr freut mich der Bayreuther Ring von Böhm von 1967 (nicht 1971 wie teilweise im Booklet vermerkt ist), der jetzt nach der Solti-Aufnahme den 2. Platz in meiner Ring-Sammlung,noch vor Boulez und Barenboim einnimmt. Künstlerisch gefallen mir beide Favoriten gleich gut. Eigentlich kein Wunder, wo doch die Besetzungen teilweise identisch sind. Wenn die Solti-Aufnahme ein klein wenig besser davon kommt, liegt das sowohl an der besseren damaligen Qualifikation der DECCA-Aufnahmeteams gegenüber dem der Philips, aber vielleicht war die Akustik in den inzwischen ausgebrannten Sofiensälen in Wien noch etwas besser für diese Aufnahmen geeignet als die sagenhafte Akustik in Bayreuth. Ich glaube somit ein gutes Schnäppchen mit dieser sehr preisgünstigen Edition gemacht zu haben und kann allen anderen Liebhabern der Opern Richard Wagners empfehlen, diese Box anzuschaffen wenn deren Kriterien ähnlich ausfallen.
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Puccini, knapp über dem Nulltarif, 7. Juni 2008
Diese Box enthält sämtliche Puccini-Opern (ausgenommen die Operette "La Rondine") in DECCA-Aufnahmen der fünfziger Jahre mit den Sängern Renata Tebaldi, Mario del Monaco und Carlo Bergonzi in den Hauptpartien. Del Monaco und Bergonzi teilen sich die männlichen Hauptrollen, während alle weiblichen Hauptfiguren mit Ausnahme der Turandot durch Renata Tebaldi verkörpert werden (In der Turandot singt sie die Liu). Aber auch die Nebenrollen sind hochgradig mit Spitzenstars wie George London, Fernando Corena, Inge Borgh, Fiorenza Cossotto besetzt. Dazu die internationale Elite der damaligen Operndirigenten. Alle drei Protagonisten hatten in den fünfziger Jahren künstlerisch ihre beste Zeit. Etwas nachteilig wirkt sich das Datum auf die damalige Aufnahmetechnik aus, gemessen an den heutigen Möglichkeiten, die allerdings nicht immer bei neuen Einspielungen voll genutzt werden. Die DECCA hatte zu jener Zeit allerdings die weltbesten Aufnahmeingenieure, weshalb die Defizite nicht durch schlechte Abmischungen, sondern die mangelhafte Dynamik der damaligen Speichermedien bedingt sind. Insgesamt klingen alle Aufnahmen transparent und durchsichtig. Die Streicher klingen in den oberen Lagen für heutige Verhältnisse zwar etwas hell, dafür aber sehr durchsichtig. Die Gesangsstimmen kommen wunderbar plastisch. Störend sind nur die mit größeren Lautstärken ansteigenden Verzerrungen, die durch Übersteuerung der Tonbänder entstanden sind. Interessant ist ein Vergleich dieser Edition mit früheren Ausgaben derselben Aufnahmen, die in den ersten Jahren nach Einführung der CD veröffentlicht wurden. Durch eine kluge Restauration der alten Aufnahmen konnte das lästige Bandrauschen völlig eliminiert werden ohne daß dadurch der Klangcharakter verschlechtbessert wurde. Diese Edition repräsentiert das Gesangsniveau der fünfziger Jahre und sollte für den Opernliebhaber, der vor allem die veristische Oper liebt, auch angesichts des sehr günstigen Anschaffungspreises ein Muß sein. Ich kann diese Box nur wärmsten empfehlen und die Hoffnung aussprechen, daß die DECCA eine 2. Box mit ihren alten Aufnahmen der Opern von Cilea, Catalani, Giordano und anderen dieser Box folgen läßt.
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6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Ein wohl statthafter Vergleich, 6. Mai 2008
Ich habe die 4 Krimis von Wolfgang Schorlau gelesen und möchte in aller Kürze mein Urteil wie folgt abgeben: Mit Begeisterung habe ich mir die Filme von Costa Gavras, Damiano Damiani, Yves Boisset und anderer politisch engagierten Regisseure angesehen und tue es immer wieder. Mit Wolfgang Schorlau bin ich auf einen Schriftsteller gestoßen, der dem entsprechend Kriminalromane schreibt. Ich bin versucht, Schorlau als den Costa Gavras des gedruckten Politthrillers zu bezeichnen.
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