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Happy End Bücher - Nicole "Happy End Bücher- Nicole"
(TOP 50 REZENSENT)   

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Das Haus der vergessenen Träume: Roman
Das Haus der vergessenen Träume: Roman
von Katherine Webb
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

26 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein fesselnder Frauenroman um einen ungeklärten Mord und dunkle Geheimnisse die es aufzuklären gilt…, 5. November 2012
Im Jahre 2011:

Als ein unbekannter Soldat, der im zweiten Weltkrieg auf dem Schlachtfeld fiel, knapp hundert Jahre später mit zwei mysteriösen Briefen in seiner Tasche aufgefunden wird, engagiert ein Mitarbeiter der Kriegsgräberfürsorge seine Ex-Freundin Leah Hickson, die sich als Journalistin bereits einen Namen gemacht hat. Obwohl Leah ihren Exfreund niemals wieder sehen wollte, der sie mit einer anderen betrog, kann sie dennoch nicht widerstehen, sich den Toten und die besagten Briefe einmal näher anzusehen. Und am Ende ist Leah zu neugierig, wer der unbekannte Soldat war, um „den Fall“ abzulehnen. Sie begibt sich mitten aufs Land, weit entfernt vom turbulenten London, in das beschauliche Dorf Cold Ash Holt bei Thatcham, wo die Verfasserin der Briefe, eine H. Canning, als Frau des hiesigen Dorfpfarrers gelebt hat. Dort begegnet sie einem Nachfahr der Frau, doch dieser scheint zunächst kein großes Interesse daran zu haben, mit Leah zu sprechen. Besonders als er erfährt, dass sie Journalistin ist.

Im Jahre 1911:

Die Hausangestellte Cat tritt eine neue Stelle in Cold Ash Holt an, weil sie ihr ehemaliger Arbeitgeber nach ihrem zweimonatigen Gefängnisaufenthalt nicht mehr in seinem Hause beschäftigen möchte. Sie kommt beim Pfarrer des Ortes, Albert Canning und seiner Frau Hester unter. Doch Cat hat große Mühe damit sich unterzuordnen. Und auch die Nachwirkungen ihres Gefängnisaufenthaltes haben ihre Spuren bei der jungen Frau hinterlassen. Als sie jedoch in dem Dörfler George eine verwandte Seele entdeckt und sich in ihn verliebt, scheint ihr Leben plötzlich nicht mehr so düster. Aber dann erreicht ein vom Pfarrer hochgeschätzter Gast, der Theosoph, Robin Durrant die kleine Pfarrei und damit nimmt das Unheil seinen Lauf…

Meine Einschätzung:

Ich kann an keinem Roman vorbeigehen, der mit einer geheimnisvollen Story wirbt und da mir auch bereits der Erstlingsband „Das geheime Vermächtnis“ der Autorin so gut gefiel, war ich schon ganz gespannt auf das aktuelle Buch von Katherine Webb. Auch diesmal hat sich die Autorin entschieden, an ihrem bewährten Schreibstil festzuhalten. Abermals treibt sie ihre Geschichte, immer abwechselnd, auf gleich zwei Zeitebenen handelnd, voran. Dadurch lernt man sowohl Cat, Sufragette aus tiefster Überzeugung besser kennen und wird gleichzeitig mit den Widrigkeiten, mit denen die Frauen dieser Zeitepoche zu kämpfen hatten, vertraut gemacht und zum anderen darf man auch der Heldin des Romans in der Gegenwart, Leah, bei ihren Recherchen den toten, unbekannten Soldaten betreffend sozusagen „über die Schulter“ schauen.

Beide Handlungsstränge, ob Vergangenheit oder Gegenwart sind sehr spannend beschrieben, doch ehrlich gesagt fehlte mir dieses Mal zu einer Höchstbewertung ein wenig mehr Ausführlichkeit beim Handlungsstrang, der in der Gegenwart spielt. Leah blieb mir dabei leider ein wenig fremd; zwar erfährt man, dass sie eine gescheiterte Liebesbeziehung hinter sich hat, doch auf eine Vertiefung anderer charakterlicher Facetten hat die Autorin zugunsten des Handlungsverlaufs leider verzichtet, was ich sehr schade fand. Dennoch, interessant ist Leahs Recherche allemal beschrieben und man möchte als Leser stets erfahren wie es weitergeht.

Dafür hat mir die Handlung, die um 1911 spielt umso besser gefallen. Cats Ängste nach ihrem Gefängnisaufenthalt wurden sehr eindringlich und unter die Haut gehend geschildert und man kann sich dabei gut in ihre Gedanken und Gefühlswelt einfühlen. Erschütternd sind auch die Romanpassagen, in denen sich Cat an ihre Zwangsernährung im Gefängnis erinnert. Cat ist dabei keine einfache Romanheldin; durch ihre Lebenserfahrungen und modernen Einstellungen eckt sie überall an, denn nicht jede Frau in dieser Zeit teilt ihr Gedankengut. Besonders groß sind dabei die Unterschiede im Vergleich zur Hausherrin und Frau des Pfarrers, Hester, die völlig naiv und unbedarft wirkt.
In mir drängte sich beim Lesen der Verdacht auf, dass die Autorin Hester besonders naiv darstellen wollte, um damit die Kluft zwischen Hester und Cat für den Leser hervorzuheben und nebenbei zu verdeutlichen, wie wenig Rechte Frauen in dieser Zeit hatten und wie ihr tägliches Leben aussah.
Meiner Meinung nach hat Katherine Webb diesen Punkt sehr gut herausgearbeitet und auch ein weiterer Themenschwerpunkt dieses Romans, die so genannte Lehre der Theosophie (durch religiöse Bestrebungen, Erkenntnisse über das Göttliche (oder übersinnliche, höher gestellte Wesen) zu erfahren und gegebenenfalls dieser Wesen ansichtig zu werden) wurde verständlich erläutert.
Zwar habe ich dieses Mal recht früh erahnt, wie der Roman am Ende ausgeht und wer der tote Soldat, dessen Identität Leah herausfinden möchte, gewesen ist, doch das minderte die Spannung trotzdem nicht.

Fazit: Ein fesselnder Frauenroman um einen ungeklärten Mord und dunkle Geheimnisse die es aufzuklären gilt… 4.5 von 5 Punkten. Eine Rezension von Happy End Bücher.de (NG)

Zwillingsbrut: Thriller
Zwillingsbrut: Thriller
von Lisa Jackson
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannender dritter Teil der Alvarez & Pescoli Reihe..., 21. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Zwillingsbrut: Thriller (Taschenbuch)
Nachdem die beiden weiblichen Detectives Regan Pescoli und Selena Alvarez in den Vorgängerromanen „Der Skorpion“ und „Der Zorn des Skorpions“ auf der Suche nach dem „Unglücksstern-Mörder“ waren, bekommen sie es in ihrem dritten Buch mit einem Serienkiller der ganz anderen Art zu tun, denn zunächst häufen sich nur die tödlichen Unfälle von Frauen, die sich optisch alle sehr stark ähnelten.
Als auch Dr. Acacia Collins Lambert, genannt Kasey, diese starke Ähnlichkeit auffällt die sie mit den Getöteten gemein hat, wird sie neugierig und beginnt damit, auf eigene Faust Nachforschungen anzustellen. Denn sie ist vor einigen Jahren selbst bereits Opfer eines versuchten Mordanschlags geworden und hat seit kurzem das Gefühl, als würde sie in ihrem abgelegenen Haus ständig unter Beobachtung stehen.

Trace O’ Halleran hat ferner ebenfalls triftige Gründe dafür, sich an diesen Nachforschungen zu beteiligen. Der Ex- Army Ranger der mit seinem Sohn im beschaulichen Grizzly Falls lebt, kannte zwei der Frauen, die verschwunden bzw. ermordet wurden und fürchtet nun, dass die Polizei ihn als Hauptverdächtigen in Betracht ziehen könnte. Als Eli, Trace Sohn wegen eines Schulunfalls im Krankenhaus in dem Kacey arbeitet, behandelt werden muss, lernen sich die Krankenschwester und der Ex- Army Ranger zum ersten Mal kennen und Trace ist verblüfft wegen der großen Ähnlichkeit die Kacey mit der gerade verstorbenen Lehrerin Jocelyn Wallis hat, die Trace vor einiger Zeit mehrfach datete. Beide fühlen sich zueinander hingezogen, doch während sich Kasey und Trace besser kennenlernen, steht Kasey längst im Visier des übermotivierten und irren Killers.
Während der Killer sich noch in relativer Sicherheit wähnt, ist ihm jedoch auch das Ermittlerduo Alvarez und Pescoli auf den Fersen…

Zugegeben, ich habe mich mit Lisa Jacksons Alvarez & Pescoli Reihe zunächst etwas schwer getan, da ich sowohl beim Einstiegsband als auch beim Nachfolger (beide behandelten den gleichen Kriminalfall) mit dem Problem zu kämpfen hatte, mich neu orientieren zu müssen, was bei den vielen neuen Haupt und Nebenfiguren auch gar nicht so einfach war. Ebenfalls vermisste ich bei Teil 1 & 2 einen schnelleren Handlungsverlauf. Daher bin ich mit recht zwiespältigen Gefühlen an „Zwillingsbrut“, dem dritten Teil der Serie heran gegangen.

Doch meine Sorgen waren diesbezüglich unbegründet, da dieser Teil schneller in Fahrt kommt. In „Zwillingsbrut“ zeigt die Autorin endlich wieder auf wo ihre Stärken liegen und hat nebenbei einen recht undurchsichtigen Kriminalroman geschaffen, der den Leser neugierig auf die Auflösung werden lässt. Sicher ahnt man im letzten Drittel des Romans hier und da, wie alles zusammengehören könnte, doch das mindert die Spannung keineswegs und das Showdown am Ende hat mich dann so richtig fesseln können.

In „Zwillingsbrut“ lässt die Autorin sowohl Trace und Kasey, als auch Alvarez und Pescoli genug Raum zur Entfaltung, wobei Alvarez jedoch immer noch ein wenig mehr Nebenfigur bleibt, aber wahrscheinlich in weiteren Teilen mehr Komplexität und Tiefe auf den Leib geschrieben bekommt. Dafür erfährt man in diesem Teil, wie es nach Pescolis Entführung (wird im Vorgängerband geschildert) weiterging und ob dieser Vorfall ihre Familie am Ende etwas mehr zusammenschweißen konnte.
Auch eine kleine Love Story entwickelt sich in diesem Roman, allerdings sollte man in dieser Hinsicht nicht zuviel in Sachen Liebeszenen erwarten. In „Zwillingsbrut“ steht die Kriminalhandlung stets im Vordergrund und so ist die Love Story eher schmückendes Beiwerk am Rande (vielleicht gar unnötig, da der Fall als solches spannend genug ist), was mich jedoch auch nicht weiter gestört hat, weil ich bereits im Vorfeld wusste, was mich bei einem Lisa Jackson Thriller erwartet.

Fazit: Lisa Jackson gelingt es, sich im dritten Teil um ihr weibliches Ermittlerduo Alvarez & Pescoli um 100 Prozent zu steigern, so dass ich dem nächsten Teil der Serie nun praktisch entgegenfiebere.
Eine Rezension von Happy End Bücher.de (NG)

Dirty Talk
Dirty Talk
von Janet Mullany
  Broschiert
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nur für Leser zu empfehlen, die keinerlei Romantik erwarten!, 20. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Dirty Talk (Broschiert)
Jo hat gerade eine sehr schmerzliche Beziehung hinter sich gelassen, doch ausgerechnet, als sie sich ihrem Ex ein letztes Mal hingibt, wird sie dabei von Patrick überrascht, ein potentieller, neuer Untermieter, der sich die Wohnung anschauen möchte. Jo, die sich nach dem Ende ihrer Beziehung sexuell neu orientieren möchte, was auch beinhaltet neue Grenzen auszuloten, erzählt von dieser amüsanten Eskapade in ihrer Wohnung, auch dem geheimnisvollen Mr. D, der Jo regelmäßig im Studio anruft, nachdem sie ihre Radiosendung hinter sich gebracht hat. Mr. D’s und Jos Telefonate werden in der Folgezeit immer heißer, doch als Mr. D, Jo um ein echtes Date bittet, lehnt sie zunächst ab. Aber in Sachen sexuelle Entdeckungsreise ist ihr Hunger noch längst nicht gestillt. So weckt nicht nur ein jüngerer Radiokollege ihr Interesse, sondern sie lässt sich unter anderem auch von einem erfolgreichen Geschäftsmann dazu überreden, einer mysteriösen Vereinigung beizutreten, in der alle nur ein Ziel besitzen- sexuelle Befriedigung zu erreichen. Kann das Jo auf Dauer glücklich machen, oder wird ihr mittlerweile frischgebackener, geschiedener Untermieter Patrick sie doch am Ende „bekehren“ und was ist überhaupt mit dem geheimnisvollen Mr. D. ?

Meine Einschätzung:

Erotische Romane wecken höchstens mein Interesse, wenn sie mit einer ungewöhnlichen Ausgangssituation aufwarten und/oder auch die Nebenhandlung vor lauter Bettakrobatik nicht vernachlässigt wird. Die erste Hälfte des Romans „Dirty Talk“ lässt sich recht gut an und die Autorin versäumt es dabei auch nicht, die Geschichte aus der Sicht von Jo (Ich – Form) und Patrick voranzutreiben, so dass man Einblicke in die Köpfe beider Hauptfiguren bekommt. Und anfangs sorgt auch der eingängige Schreibstil (ich fand einige Situationen in dem Roman und Jos Gedankengänge witzig beschrieben) für nette, unterhaltsame und bezogen auf die Liebeszenen, prickelnde Lesemomente.

Leider gibt es auch ein „Aber“.
Je weiter die Story voranschritt, umso weniger konnte ich mich mit der Heldin des Romans, Jo, anfreunden. Ich schwankte immer mehr zwischen Mitleid (weil die vertrauensselige Jo von den Männern so fürchterlich an der Nase herum geführt wird), Genervtheit (weil es sich bei ihr um eine unbelehrbare, absolute TSTL-Heldin handelte) und stetig wachsendem Unwohlsein; ausgelöst durch den Storyverlauf, da die Autorin für „Dirty Talk“ eine Heldin geschaffen hat, die wirklich keinerlei Tabus kennt und mit absolut jedem männlichen Wesen (ob alt, ob schön, ob unattraktiv, nett oder unsympathisch) in diesem Roman Beischlaf praktiziert.

Wer wie ich eine kleine romantische Ader besitzt und Dinge wie Untreue des Heldenpaars nicht akzeptieren mag, sollte sich lieber zweimal überlegen, ob er zu dieser Lektüre greift. In der zweiten Hälfte des Romans nimmt der Erotika- Anteil immer mehr zu, darunter finden sich dann auch zahlreiche erotische Spielarten wie Soft SM, Ménage à trois etc. worauf man als Leser vielleicht lieber im Vorfeld vorgewarnt werden sollte.

Mir wäre es lieber gewesen, der Klappentext wäre in dieser Richtung etwas genauer formuliert gewesen, denn dann hätte ich diesen Roman eher nicht ausgewählt und mir wäre eine Leseenttäuschung erspart geblieben.
Witzigerweise nimmt der „Dirty Talk“ eine recht kleine Rolle in diesem Roman ein, auch wenn Mr. D eine wichtige Rolle in dieser Story spielt.
Eine andere Rezensentin bemängelte in ihrer Rezension, dass ihr die ständigen Wiederholungen des erwähnten „feuchten Höschens“ gegen den Strich gingen, was ich ebenfalls nur bestätigen kann. Wenn ich nun die positiven gegen die negativen Punkte aufrechne, kann ich leider nicht mehr als 3 Punkte für Janet Mullanys Erotik-Roman vergeben.

Fazit: Nur für Leser zu empfehlen, die keinerlei Romantik erwarten! Ein Erotik- Roman, der mit dem individuellen Lesegeschmack und den persönlichen Vorlieben des Einzelnen steht und fällt. Mich konnten die Story als auch die Heldin leider nicht wirklich überzeugen. Eine Rezension von Happy End Bücher.de (NG)

Von sündiger Anmut: Roman
Von sündiger Anmut: Roman
von Gayle Callen
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,00

4.0 von 5 Sternen „1000 Mal berührt“- der 2. Teil der „Scandalous Lady“ Serie, 17. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Von sündiger Anmut: Roman (Taschenbuch)
Noch immer ist die Frage aller Fragen offen: Wer ist die attraktive nackte Schönheit, die als gemalter Akt die Wand eines Herrenclubs ziert? Auch Peter Derby, einer der drei Männer die kürzlich drei Damen in Männerkleidung dabei überraschten, wie sie besagtes Gemälde aus dem Club entwenden wollten, hat eine bestimmte Idee und wettet zusammen mit seinen Freunden und den drei Damen darum, herauszufinden, wer sich von ihnen malen ließ. Sein Verdacht fällt auf Lady Elizabeth Cabot, obwohl er eigentlich so gar nicht glauben kann, dass seine Freundin seit Kindheitstagen sich auf ein solches gewagtes Unterfangen eingelassen hat. Doch es schürt auch seine Neugierde und so heftet er sich an ihre Fersen, während die anderen beiden, verdächtigen Frauen, Elizabeths Cousinen, aus London abreisen und glauben, somit ihren Häschern zunächst entkommen zu sein.

Obwohl Peter und seine Freunde nichts über die vermutliche Identität des Aktmodels ausgeplaudert haben, sickern die ersten Gerüchte diesbezüglich durch und so sieht sich Elizabeth plötzlich von aufdringlichen Verehrern umringt. Einer von ihnen, Lord Thomas Wythorne, konnte es nicht verwinden, dass Elizabeth ihn vor einem Jahr abwies und so versucht er sie mit seinem angeblichen Wissen um ihren Part als Aktmodel in eine Ehe hineinzupressen. Elizabeth sieht nur eine Möglichkeit- sie muss eine Verlobung vortäuschen und wer wäre als fiktiver Bräutigam besser geeignet als ihr Freund Peter? Dieser lässt sich auch tatsächlich auf eine Scheinverlobung ein und geht mit Elizabeth auf Tuchfühlung; nur zu Lernzwecken versteht sich. Als er jedoch erfährt, dass Elizabeth einen anderen liebt, gerät seine Welt aus den Fugen, denn er ist unsterblich in sie verliebt. Wird Elizabeth sich am Ende doch für ihn entscheiden?

Meine Einschätzung:

Nach dem ersten Band der Trilogie „Ein verführerischer Akt“, der zwar eine spannende Ausgangssituation zu bieten hat, deren Umsetzung ich allerdings eher mäßig fand, folgt nun Band 2, der sich um Susanna und Rebecca Lelands Cousine Elizabeth Cabot dreht. Diesmal bekommt man es mit einem Heldenpaar zu tun, dass sich bereits seit Kindesbeinen an kennt und freundschaftlich zugetan ist.

Doch auch wenn die Autorin ihren Protagonisten genug Zeit einräumt, um sich über ihre Gefühle klar zu werden, fehlten mir wieder mehr Tiefgang und der bestimmte Aha-Effekt beim ersten Kuss der beiden und zunächst kommt die Story etwas mühsam in Fahrt. Der Roman ist solide geschrieben, lässt sich gut lesen und gefiel mir durchaus besser als der erste Teil, doch das gewisse Etwas, das das Buch zu etwas Besonderem macht war leider für mich auch diesmal nicht vorhanden. Positiv an „Von sündiger Anmut“ waren jedenfalls die dialogreiche Handlung, die vielen interessanten Nebenfiguren (köstlich vor allem Peters billiardspielende Schwester zum Beispiel)und die bildhafte Ausdrucksweise der Autorin, die den Leser schnell in die Handlung abtauchen lassen.

Während Peters Versuche Elizabeth klar zu machen, dass er sie liebt, sehr sympathisch wirken ließen und ihn schnell für mich einnahmen, (denn er geht bei seinen Verführungsversuchen durchaus geschickt zu Werke ;-) ) benötigte ich dagegen ein wenig länger um mit der Heldin dieses Romans warm zu werden, denn ehrlich gesagt fand ich ihre Notlüge, die dafür sorgte, dass sie ihre Familie betrügen musste, (zu der sie eine liebevolle Beziehung hatte) nicht so wirklich annehmbar und dieses Verhalten rückte die Heldin (trotz Gewissensbisse ihrerseits) in meinen Augen in ein schlechteres Licht. Von ihrer Hartnäckigkeit was ihren Wunschpartner anging ganz zu schweigen.
Trotz meiner Kritikpunkte vergebe ich dennoch 4 Punkte, da mir Gayle Callens Schreibstil an sich gut gefallen hat, die Geschichte unterhält und zudem keineswegs schlecht geschrieben ist.

Fazit: „1000 Mal berührt“- der 2. Teil der „Scandalous Lady“ Serie wartet mit einem Heldenpaar auf, dass sich bereits seit der Kindheit kennt- ein im Großen und Ganzen unterhaltsamer Historical trotz kleiner Schwächen.
Eine Rezension von Happy End Bücher.de (NG)

Die Serie:

1. Teil. Ein verführerischer Akt
2. Teil: Von sündiger Anmut
3. Teil: Ein skandalöses Geheimnis (Dezember 2012)

Sophies Melodie
Sophies Melodie
von Susanne Schomann
  Broschiert
Preis: EUR 8,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen „Normalo Frau liebt Pop-Star Plot“- interessante Ausgangssituation, doch leider mit einem Heldenpaar..., 16. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Sophies Melodie (Broschiert)
Sophie lebt und arbeitet in Hamburg. Sie ist mit Leib und Seele Journalistin und schreibt mitunter eine Kolumne in einer Zeitung. Eines Tages wird sie ins Büro ihres Chefs, der gleichzeitig ihr Stiefvater ist, gerufen und glaubt zunächst ihren Ohren nicht trauen zu können als sie erfährt, dass ausgerechnet sie dazu ausgewählt wurde ein Buch über den beliebten Sänger Constantin Afra zu schreiben. Der Sänger ist sehr menschen- und pressescheu und lebt abgeschieden in einem eleganten Haus mitten in den schottischen Highlands. So soll Sophie nach Schottland reisen um ihr Buch über Constantin/Conny dort zu schreiben.

Während ihre erste Begegnung mit Connys Bruder und dessen Frau Hannah sehr positiv verläuft, entpuppt sich Conny dagegen als echtes introvertiertes, arrogantes und beleidigendes Scheusal. Sophie bereut zum ersten Mal den Moment, als sie den bindenden Vertrag unterschrieben hat, doch so bleibt ihr nichts anderes übrig, als in Schottland auszuharren und den widerstrebenden Künstler über sein Leben und über Privates auszufragen, um an Stoff für ihr Buch zu kommen.
Obwohl sie Conny nicht leiden kann, ist von Beginn an eine unterschwellige sexuelle Anziehungskraft zwischen ihnen. Nachdem Sophie jedoch mehr über die Umstände von Connys traurigem Schicksal erfährt, (seine Frau wurde von ihrem Liebhaber und besten Freund Connys erschossen, der sich nach der Tat selbst umbrachte) und darüber aufgeklärt wird, dass er und sein Bruder Findelkinder waren, entwickelt sie etwas mehr Verständnis für den Sänger und auch Conny fühlt sich mehr und mehr zu Sophie hingezogen. Das Unvermeidliche geschieht: Beide schlafen miteinander, doch während Sophie glaubt, dass Conny nur eine flüchtige Affäre mit ihr im Sinn hat, will Conny eine echte Beziehung. Kann solch eine, Hals über Kopf geschlossene Beziehung überhaupt Bestand haben, oder steht immer noch Connys tote Frau zwischen ihnen?

Meine Einschätzung:

Der Plot „Normalo Frau liebt Pop-Star“ hat mich neugierig auf „Sophies Melodie“ werden lassen und dass als Schauplatz der Story Schottland ausgewählt wurde, war für mich ein weiterer Anreiz, dem Buch der Autorin eine Chance zu geben. Zunächst einmal weiß Susanne Schomann sich gut auszudrücken und ihre Geschichte ist dazu sehr eingängig. Man findet schnell in die Geschichte hinein und zunächst ließ sich „Sophies Melodie“ auch sehr gut an. Da wären eine taffe junge Journalistin, ein undurchsichtiger, attraktiver Popstar mit dunklem Hintergrund, der echte „tortured hero“ Qualitäten besitzt und eine nicht ganz so einfach gestrickte Liebesbeziehung zwischen beiden.

Eigentlich genug Potential um mir ein wahres Lesevergnügen zu bescheren, doch leider konnte mich der Roman nicht so richtig gefangen nehmen.

Das lag zum einen daran, dass die Dialoge zwischen den Protagonisten auf mich so manches Mal ein wenig hölzern und gestelzt wirkten und obwohl ich es sehr spannend fand, endlich zu erfahren, was damals vor fünf Jahren wirklich zwischen Connys Frau und seinem Freund Leonard geschah, hat es mir die Charakterisierung von Constantin sehr schwer gemacht, den Roman überhaupt weiterlesen zu wollen. Denn Constantin hat in meinen Augen nichts Sympathisches an sich. Er ist ein Despot wie er im Buche steht; selbst wenn man seine Vergangenheit bedenkt, kann man nicht nachvollziehen, wieso sich eine so selbstbewusste Frau wie Sophie in ein solches Scheusal verliebt, da er ihr kaum Anlass dazu gibt. Er befiehlt, alle anderen müssen springen.
Zudem fand ich seine Umgarnungsversuche bevor sich beide einander hingeben so geschmacklos und vulgär, dass ich an Sophies Stelle wahrscheinlich umgehend die Koffer gepackt hätte. Ein Beispiel:

(Zitat Anfang: „Sein überhebliches Grinsen sprach Bände. „Glaub mir, ich kann sehr gut beurteilen, wann bei einer Frau das Höschen feucht wird, Schreiberling“. Zitat Ende aus Sophies Melodie, Seite 69, Zeile 16- 18/ )

Auch das Timing der Geschichte hat mir leider nicht sehr gut gefallen. Ein Mann, der so misstrauisch und in sich gekehrt ist wie Constantin und der von seiner ersten Frau nach Strich und Faden betrogen wurde, verliebt sich plötzlich Hals über Kopf in eine Journalistin und will sie gleich nachdem sie miteinander geschlafen haben, heiraten? Dieser Punkt wirkte mir viel zu konstruiert und unglaubwürdig. Und erschwerend kam dazu, dass Constantin Sophie auch hier schon so sehr bedrängt, das er wie ein Mann mit 1a Stalkerqualitäten und somit sehr abschreckend auf mich wirkte.
Interessant fand ich dagegen wie sich die Liebesgeschichte entwickelt, bzw. wie beide Akteure ihre Probleme angehen, wobei mir Sophie auch hier leider zu passiv blieb und lieber still und leise vor sich hin litt, als Constantin sofort den Laufpass zu geben. Ich habe leider ein großes Problem mit Romanheldinnen, die sich den Launen ihrer Helden so unterordnen, wie es Sophie hier macht und daher kann ich auch, so leid es mir auch tut, für den Roman als Gesamtwerk und trotz des guten Schreibstils nicht mehr als 3 Punkte vergeben.

Fazit: „Normalo Frau liebt Pop-Star Plot“- interessante Ausgangssituation, doch leider mit einem Heldenpaar, dass mein Leserherz nicht berühren konnte.
Eine Rezension von Happy End Bücher.(NG)

Haus des Sturms: Roman
Haus des Sturms: Roman
von Titania Hardie
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein berührender Roman über starke Frauen, Selbst-und Schicksalsfindung!, 12. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Haus des Sturms: Roman (Gebundene Ausgabe)
Madeline Moretti, eine lebenslustige junge Frau und Anwältin bereitet alles in ihrer Wohnung auf die Ankunft ihres geliebten Verlobten Christopher vor, doch dann erreicht sie eine traurige Nachricht: Christopher hatte in Oxford einen tödlichen Unfall. Madeline fällt danach in ein tiefes Loch, aus dem sie sich kaum selbst befreien kann. Nur ihr Job in der Kanzlei Harden Hammond Cohen, bietet ihr ein wenig Ablenkung und so stürzt sie sich Hals über Kopf in einen spektakulären Fall.

Die Firma Stormtree beschäftigt seit vielen Jahren Mitarbeiter aus ärmlichen Verhältnissen und nun, nachdem übermäßig häufige Krankheits und Todesfälle von Mitarbeitern bekannt wurden, vermutet eine ehemalige Angestellte dort, dass sie jahrelang mit bestimmten Stoffen in Berührung kam, die im Verdacht stehen krebserregend zu sein und will für sich und weitere Erkrankte klagen. Madelines Kanzlei setzt sich sehr für ihre Klienten ein und so lernt Madeline nacheinander zwei erstaunlich starke Frauen kennen, die im Angesicht des Todes noch für andere kämpfen wollen, was sie sehr berührt.

Doch die erste wirkliche, seelische Linderung findet sie nur mit Hilfe ihrer Großmutter, die ihrer Enkelin ein Flugticket schenkt, dass Madeline zu einer Freundin der Großmutter, Jeanette, die in der Toskana lebt, bringen soll. Jeanette hat dort zusammen mit ihrem Mann eine alte Villa gekauft, die sie mit viel Liebe zum Detail restaurieren lassen und welche später einmal zum Hotel umfunktioniert werden soll. Madeline freundet sich schnell mit Jeanette, ihrem Mann und Søren an; einem Freund der Familie, der sie bei ihrer Arbeit an der Villa und der Gestaltung des Gartens unterstützt und findet in ihnen allen verwandte Seelen. Doch Søren geht ihr dabei am meisten unter die Haut.
Doch auch ein weiterer Mann buhlt um ihre Gunst; ausgerechnet Mr. Pierce Gray, der Eigentümer von Stormtree. Seine Motive sind Madeline dabei völlig unklar. Will Pierce Freundschaft, Liebe oder ist es nur die pure Berechnung, die ihn immer wieder dazu verleitet, Madeline Einladungen und Geschenke zu schicken? Und auch die gefundenen Skelette auf dem Grundstück der Villa, die aus dem Mittelalter stammen, geben nicht nur Madeline und Jeanette ein großes Rätsel auf…

Meine Einschätzung:

„Haus des Sturms“ erzählt abwechselnd auf zwei verschiedenen Zeitebenen (Toskana um 1347 und San Francisco und die Toskana im Jahre 2007) die Geschichten über zwei Frauen, die jede für sich mit Schicksalen und Widrigkeiten ihrer Zeitepoche zu kämpfen haben. Während die junge Mia nach der Ermordung ihrer Mutter verstummte und nur durch die Freundschaft und Geduld einer jungen Heilerin, die sich mit ihrem Ehemann auf der Flucht befindet, wieder das Sprechen erlernt, ändert sich Madelines Leben in der Gegenwart abrupt, als ihre große Liebe stirbt. Beide Frauen müssen nun lernen einen neuen Weg einzuschlagen, ihre Trauer zu überwinden und dem Leben wieder offen gegenüber zu sein und ihm Mittelpunkt des Ganzen; um Vergangenheit und Gegenwart wieder in Einklang zu bringen, stehen Familienbande, die Villa und der besondere Garten des Hauses.

Titania Hardies Roman ist keine leichte Kost. Es ist ein Roman, der dem Leser Geduld und Aufmerksamkeit abverlangt, denn die Autorin besitzt einen sehr ausdrucksvollen, fast poetischen Schreibstil, der besonders dann zum Tragen kommt, wenn sie Landschaften, Gärten, Örtlichkeiten beschreibt. Man muss für diese besondere Art von Lektüre geschaffen sein, denn nur dann, wenn man Geduld beweist und sich nicht an der gewissen Langsamkeit der Erzählung stößt, wird man mit einem unter die Haut gehenden Roman belohnt, der viel Lokalkolorit verströmt. (fabelhaft auch die Beschreibungen diverser italienischer Städte)
Besonders gut gefallen haben mir die Dialoge der Haupt und Nebenfiguren, die sehr tiefschürfend sind und mich zwischenzeitlich immer wieder zum Nachdenken angeregt haben. Dabei hat Titania Hardie ein Händchen dafür, den Gefühlen, Ängsten und Sorgen ihrer Figuren Ausdruck zu verleihen. Sowohl der historische als auch der kontemporäre Handlungsstrang haben mich, sehr neugierig geworden auf den Ausgang der jeweiligen Story, unermüdlich weiterlesen lassen und mich mit einem lachenden und weinenden Auge zurückgelassen, denn in diesem Roman wechseln sich schöne, beinahe fröhliche Momente mit melancholisch traurigen und rührenden Romanpassagen ab und spiegeln gekonnt das wahre Leben wieder.

Fazit: Ein berührender Roman über starke Frauen, Selbst-und Schicksalsfindung!
Eine Rezension von Happy End Bücher.de (NG)

Wellentraum: Roman: Children of the Sea 01 (Knaur TB)
Wellentraum: Roman: Children of the Sea 01 (Knaur TB)
von Virginia Kantra
  Broschiert
Preis: EUR 9,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessante, märchenhafte, neue Para- Light-Romance- Serie über Selkies, Liebe und dem ewigen Kampf um „Gut gegen Böse“!, 9. Oktober 2012
Margred ist ein Selkie und liebt ihr unsterbliches Dasein eigentlich über alles. Doch seitdem sie ihren Gefährten verlor, ist da eine seltsame Leere in ihr und so entschließt sie sich eines Tages dazu, in menschlicher Gestalt an Land zu gehen, um sich einen Mann auszusuchen, mit dem sie sich schnell und unverbindlich paaren möchte. Ihre Wahl fällt auf den Cop des Ortes, Caleb Hunter, der nach seiner Scheidung ebenfalls ohne Partnerin ist und der etwas in ihr zum Klingen bringt. Dennoch verlässt sie ihn nach ihrem erotischen Intermezzo und kehrt erst drei Monate später zurück, da Selkies ein anderes Zeitgefühl als Sterbliche besitzen.

Doch ein ihr unbekannter Dämon hat ihr bereits am Strand aufgelauert, schlägt sie zusammen und verbrennt schließlich ihr Selkiefell, das für Margreds Dasein als Selkie überlebenswichtig ist, denn ohne das Fell kann sie nicht zurück ins Meer. Caleb, der sich zur gleichen Zeit am Strand befindet, eilt Margred zu Hilfe und bietet ihr Schutz und Unterkunft für die nächsten Tage bei ihm an. Doch während Caleb sich Hals über Kopf in Margred verliebt hat, tut sich die Selkiefrau noch schwer damit, sich an ihr neues Dasein zu gewöhnen. Gefühle, die sie nie vorher hatte, strömen mit aller Macht durch sie hindurch und dann ist da auch noch der Dämon, der die Selkies ausrotten will. Können Caleb und Margred seinen Plan vereiteln?

Meine Einschätzung:

Ich bin zugegebenermaßen nicht unbedingt ein Fan von paranormaler Liebesromanlektüre und sobald es etwas düsterer darin zugeht, mache ich lieber einen großen Bogen darum, doch wenn die Story dazu auch ein wenig märchenhafte Elemente beinhaltet, verleitet mich das wiederum dazu, einen näheren Blick gen Buch zu riskieren. Virginia Kantras „Wellentraum“ lag daher voll auf meiner Wellenlänge, denn es ist in erster Linie ein Liebesroman und eher etwas für Para-Light- Leser, wie ich es einer bin.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr eingängig, man findet schnell hinein in die Story und ein wenig beschlich mich beim Lesen das Gefühl, als ob ich eine leichte Para-Romance von Nora Roberts in Händen halten würde, denn ich empfinde den Schreibstil beider Autorinnen als sehr ähnlich. Ich kann nicht sagen, dass die Story nägelkauend spannend gestrickt wurde; dazu kann man die Handlungsstränge einfach zu schnell durchschauen und ahnt früher als die Protagonisten selbst, wie alles enden wird, doch das habe ich auch nicht unbedingt als Nachteil empfunden, da die Story dennoch unterhaltsam ist. Ein wenig hätte ich mir gewünscht, dass Caleb und Margred mehr miteinander geredet hätten und nicht nur durch gegenseitige sexuelle Anziehungskraft zueinander fanden, aber dafür fand ich es sehr gut beschrieben, wie die Autorin Margreds andere Art zu Denken (viel nüchterner und differenzierter als es bei Menschen der Fall ist) in die Story mit eingeflochten hat, so dass die Figur dadurch nicht unsympathisch und egoistisch wirkte. Anrührend auch der Moment, als Margred ihre Gefühle für Caleb entdeckt- langsam aber stetig aufbauend und wie sich schließlich Beschützerinstinkte in ihr regen.

Caleb wurde ein wenig facettenärmer dargestellt. Er ist einfach nur beschützend, gut und familiär, hat seit seinem Kriegseinsatz immer wiederkehrende Alpträume und ist ansonsten recht einfach gestrickt. Nichtsdestotrotz habe ich ihn schnell in mein Leserherz geschlossen und fand auch die paranormalen Elemente in der Story als wohldosiert eingesetzt. Das Showdown sorgte dann am Ende des Romans nochmals für spannende Momente und Calebs Geschwister, der undurchsichtige Dylan und die liebeswerte Lucy bergen durchaus genug Potential in sich, für eigene Geschichten. Die Liebeszenen in diesem Roman sind schon etwas prickelnder, als man es normalerweise gewohnt ist, dennoch bin ich der Meinung, dass dies kein Buch für Fans von reiner Erotik-Lektüre sein dürfte; dafür geht es noch zu zahm darin zur Sache. ;-)

Die Hintergrundgeschichte selbst, über die Selkies und ihre mächtigen Gegner, die ihre Art ausrotten möchten, also der ewige Kampf „Gut gegen Böse“ wurde interessant erzählt und ich glaube ganz fest daran, dass der weitere Storyverlauf in den Fortsetzungen bestimmt noch für einige Überraschungen sorgen wird.

Fazit: Interessante, märchenhafte, neue Para- Light-Romance- Serie über Selkies, Liebe und dem ewigen Kampf um „Gut gegen Böse“!
Eine Rezension von Happy End Bücher.de (NG)

Die Serie:

1. Teil: Wellentraum / Sea Witch/Caleb Hunter
2. Teil: Sea Crossing Lucy Hunter
3. Teil: Sea Fever /Dylan Hunter
4. Teil: Sea Lord/ Conn
5. Teil: Immortal Sea/Morgan of the Finfolk
6. Teil: Forgotten Sea/ Lara Rho

Bullet Catcher: Wade
Bullet Catcher: Wade
von Roxanne St. Claire
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Gentleman & seine Lady- prickelnder und spannender Teil der Bullet Catcher Reihe!, 7. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Bullet Catcher: Wade (Taschenbuch)
Nachdem Eileen Staffords erste Tochter Miranda gefunden wurde, die einst zusammen mit ihren zwei Schwestern (Drillinge) zur Adoption frei gegeben wurde und als Knochenmarkspender für Eileen nicht in Frage kommt, suchen die Bullet Catcher immer noch verzweifelt nach den beiden anderen Töchtern. Bald ist auch die zweite Tochter identifiziert, doch sie befindet sich momentan auf einer Kreuzfahrt in der Karibik. Lucy Sharp, Chefin der Bullet Catcher, bittet den smarten Südstaatler und Ex-Marine Wade Cordell, Vanessa Porter zu finden und zurückzubringen, denn die Zeit drängt- Eileen befindet sich bereits im Koma und wird, sollte sich keinen Knochenmarkspender finden, bald sterben.
Doch als Wade Vanessa endlich gegenüber steht, ist diese alles andere als begeistert, als sie erfährt, dass sie ihrer leiblichen Mutter als Spenderin dienen soll. Sie glaubt nämlich nicht an Eileens Unschuld und will mit einer Mörderin nichts zu tun haben.

Aber Vanessa benötigt ebenfalls dringend Hilfe. Ihr Arbeitskollege und Freund Clive ist verschwunden und alles deutet darauf hin, dass er jemanden getötet hat. Vanessa kann und will das nicht glauben und durchkämmt auf der Suche nach Clive sämtliche Karibikinseln, was Clives Mitstreitern und Gegnern nicht verborgen geblieben ist- Vanessas Suche bringt sie schließlich in große Gefahr. So ist sie schließlich froh darüber, dass sie mit Wade einen Handel abgeschlossen hat- er hilft ihr dabei Clive zu finden und im Gegenzug reist sie mit ihm anschließend in die Vereinigten Staaten zurück, um Eileen zu helfen. Doch während ihrer gemeinsamen Zeit in der Karibik knistert es gewaltig zwischen Vanessa und Wade…

Meine Einschätzung:

Nach „Adrien“ folgt nun Wade“ , ein weiterer Teil der Bullet Catcher Reihe, allerdings sollte man „Adrien“, „Wade“ und „Jack“ (2013) unbedingt in der richtigen Reihenfolge lesen, da die Rahmenhandlung um die angebliche Mörderin Eileen Stafford und ihre Drillinge, die nach der Geburt zur Adoption frei gegeben wurden in allen Teilen besteht und diese Bücher von der Story her aufeinander aufbauen.
Während mich die Love Story in „Adrien“ nicht ganz so begeistern konnte, wie es in den anderen Büchern der „Bullet Catcher“ Serie der Fall war, konnte sich die Autorin in „Wade“ nun wieder steigern und hat meiner Meinung nach einen erstklassigen, spannenden und vor allem prickelnden Romantic Suspense abgeliefert.

Auch das Heldenpaar ist diesmal viel interessanter gestrickt. Wade, Ein Ex-Marine und Südstaatler, der irgendwann des Tötens müde wurde und deshalb zu den Bullet Catchern wechselte; ein Gentleman vom Scheitel bis zur Sohle, für denen Frauen „Ladys“ sind und Vanessa, eine junge, entschlossene und quirlige Investment-Bankerin, die gerne mal in Notsituationen unflätig herumflucht und die es gelernt hat, mit beiden Beinen mitten im Leben zu stehen und sich in der Männerwelt zu behaupten weiß, prallen in diesem Roman zusammen und es ist für den Leser eigentlich bereits von Beginn an klar, dass Vanessa und Wade zusammenpassen wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge. Nur Vanessa und Wade haben völlig unterschiedliche Ansichten dahin gehend, wie eine ideale Liebesbeziehung auszusehen hat. Während Wade die altmodische Variante bevorzugt (verliebt, verlobt, verheiratet), will Vanessa höchstens eine heiße Affäre, glaubt jedoch dabei nicht an die große Liebe. Und nun ist es an Wade, seine Lady zu überzeugen. Ob er es schafft verrate ich an dieser Stelle natürlich nicht. ;-)

Zumindest wird die Neugier des Lesers hinsichtlich der Rahmenhandlung ein Stück weiter befriedigt, aber auch erneut angestachelt, da man erst in dem nächsten Teil der Bullet Catcher Reihe erfahren wird, wer Eileen Stafford und ihre Töchter ausschalten will und vor allem warum! Und auch das nächste Paar klingt allzu verlockend- Lucy Sharpe die Chefin der Bullet Catcher und Jack.

Roxanne St. Claires Schreibstil ist sehr mitreißend, die Story ebenfalls (man erfährt erst sehr spät sämtliche Fakten, die mit Clives Verschwinden zu tun haben und tappt somit zusammen mit dem Heldenpaar lange Zeit im Dunkeln) und in Sachen Liebeszenen geht es wieder mal hoch her.

Fazit: Der Gentleman & seine Lady- prickelnder und spannender Teil der Bullet Catcher Reihe! Eine Rezension von Happy End Bücher.de (NG)

Die Gouvernante und ihr geliebtes Ungeheuer
Die Gouvernante und ihr geliebtes Ungeheuer
von Courtney Milan
  Taschenbuch
Preis: EUR 3,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wunderbarer, unter die Haut gehender Historical, 7. Oktober 2012
„Die Gouvernante und ihr geliebtes Ungeheuer“ ist der Auftaktroman einer neuen Serie und zugleich ein wunderbarer Kurzroman, mit dem die Autorin beweist, dass es nicht immer üppig vieler Seitenzahlen bedarf, um eine interessante Geschichte erzählen zu können, die auch nebenbei nichts an Tiefe vermissen lässt.

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen eine schwangere, arbeitslose Gouvernante, die seitdem sie von ihrem letzten Arbeitgeber gekündigt wurde, mit ihrer Schwester zusammen in einem Haus zur Miete lebt. Das Geld ist auch ohne das Kind, dass Serena erwartet, schon sehr knapp bemessen, die Eltern der Schwestern sind bereits tot und da Serena unverschuldet in diese Notlage geraten ist, versucht sie an das Herz des Mannes, zu appellieren, der sie geschwängert hat- der Duke of Clermont jedoch ist alles andere als begeistert, als Serena eines Tages vor ihm steht. Er hat sich kurz vorher mit seiner Frau überworfen und sollte diese herausbekommen, was er Serena angetan hat, würde diese ihn endgültig verlassen und somit würde dem Duke auch der Geldhahn endgültig abgedreht werden, da der Schwiegervater des Dukes einen Großteil des Vermögen seiner Tochter immer noch treuhänderisch verwaltet. Serena dagegen erwartet, dass ihr zukünftiges Kind vom Duke Unterstützung erhält, in finanzieller und menschlicher Hinsicht; auch was die zukünftige Schulbildung des Kindes angeht. Doch der Duke zeigt sich äußerst verärgert und setzt stattdessen seinen bislang härtesten Mitarbeiter auf Serena an.

Ab dem Zeitpunkt als Serena und Hugo Marshall das erste Mal aufeinander treffen, sprühen die sprichwörtlichen Funken zwischen den beiden und es folgen amüsante und geistreiche Wortgefechte, die verdeutlichen, dass sich Serena und Hugo absolut ebenbürtig sind- beide sind aus dem gleichen Holz geschnitzt und mussten in ihrem Leben bereits durch eine harte Schule gehen. Während Serena jedoch nun an einem Punkt angelangt ist, an dem sie sich nicht mehr von anderen herumschubsen lassen will, ist es Hugos größtes Anliegen ein Vermögen anzuhäufen und Karriere zu machen, um sich zu beweisen, dass sein Vater mit dessen verletzenden Worten, die er einst Hugo gegenüber aussprach im Unrecht ist und auch um seine verstorbene Mutter zu ehren. Serenas Beharrlichkeit und ihre Offenheit imponieren Hugo und zum ersten Mal in seinem Leben muss er zu seinem wachsenden Entsetzen feststellen, dass ihn eine Frau die er für seinen Arbeitgeber loswerden soll, unter die Haut geht.

Sowohl Serena als auch Hugo sind zwei sympathische Romanfiguren, die, was ich immer erfrischend in Liebesromanen finde, völlig normale Menschen mit durchschnittlichen Aussehen sind, die also nicht durch ihre Attraktivität wirken, sondern durch ihren Witz, ihre Intelligenz und ihr Herz. Die Liebesgeschichte zwischen den beiden hat mich berühren können und der Epilog am Ende des Roman sorgte zusätzlich dafür, dass ich nun bereits sehr neugierig auf den nächsten Roman „Der Herzog und seine geliebte Feindin“ bin, der laut Angaben am Ende des Romans im nächsten Jahr (2013) erscheinen wird.
Wie immer hat mich auch Courtney Milans Schreibstil begeistert und dank der guten Übersetzung von Ute Christine Geiler (lediglich in den ersten drei Sätzen finden sich kleine Wortholprigkeiten) steht einem rundum gelungenen Lesevergnügen nichts im Wege. Wer Historicals von Autoren wie Lisa Kleypas, Loretta Chase oder Sabrina Jeffries mag, sollte Romane der Autorin unbedingt einmal ausprobieren.
Eine Rezension von Happy End Bücher.de (NG)

Ghostwriter
Ghostwriter
von Jesko Wilke
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schön schräge Lektüre für Menschen mit schwarzem Humor- Empfehlenswert!, 4. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Ghostwriter (Taschenbuch)
Ja, der gute Volkmar hat es nicht leicht. Gestraft mit einer geldgierigen Exfrau, die gewillt ist ihm das letzte Geld aus der Tasche zu ziehen und zwei Kindern, die Papa auch gerne mal anpumpen wenn sie shoppen gehen möchten, müsste Volkmar oder auch Volvo, wie er von seinen Freunden genannt wird, schon beruflich sehr erfolgreich sein, um über die Runden zu kommen, doch leider wurde sein schriftstellerisches Talent bislang nicht gewürdigt. Als er eines Tages wieder mal eine Absage eines Verlags bekommt, dreht er durch und bedroht einen Verlagsmitarbeiter, der sein Manuskript ablehnte mit einer Waffe und zwingt diesen, (weil Volvo glaubt dass seine Manuskripte nie gelesen werden) dazu, Volvos geistige Ergüsse laut und deutlich vorzulesen- Stunden später ist der Verlagsmitarbeiter erschöpft und Volvo ernüchtert.

Als Volvo glaubt, dass er die nächste Zeit wohl im Gefängnis verbringen muss, winkt ihm jedoch endlich das Schicksal. Ein berühmter Kriminalromanautor, der von Volvos Manager betreut wird, wird tot in seinem Zuhause aufgefunden. Pikant an der Sache- Verlag und Fans warten bereits händeringend darauf, dass der Autor seinen bislang unfertigen Roman beendet und da hat Volvos Manager eine rettende Idee. Volvo soll Ghostwriter werden, sprich sie packen die Leiche in die Gefriertruhe und Volvo schreibt den Krimi zu Ende. Eigentlich eine geniale Idee, doch ein Hund, die attraktive Tochter des Autors und eine Halloween-Party von Volvos Sohn, könnten dem ehrgeizigen Projekt gefährlich werden…

Meine Einschätzung:

Ich lese sehr gerne sogenannte „Guy-Lits“; also leichte Unterhaltungsromane, in denen ein Mann im Mittelpunkt des Geschehens steht und viele turbulente Situationen überstehen muss, bis es für ihn zum hoffentlichen Happy-End kommt und so habe ich auch gleich Jesko Wilkes „Ghostwriter“ näher ins Auge gefasst. Ich habe eine amüsante und schräge Story erwartet und auch bekommen. Zudem ist Volvo, der Held des Romans, ein äußerst bemitleidenswerter Anti-Held, den man schnell in sein Leserherz schließt, weil bei ihm im Leben zunächst wirklich alles schief läuft. Sehr witzig beschrieben fand ich die Situationen, in denen Volvos Leiche im „Keller/Gefrierschrank“ vor einer Fast-Entdeckung durch andere steht. Man leidet mit der Hauptfigur dieses Romans ordentlich mit und ein wenig erinnerten mich diese Momente an einen alten Louis de Funès Kinofilm, in denen ebenfalls eine Leiche und ein Pavillon im Mittelpunkt des Geschehens stehen (Hasch mich, ich bin der Mörder). Jesko Wilkes Schreibstil ist gefällig und sein Humor schön trocken und schwarz. Wer ein Faible für diese Art von Lektüre hat, wird sich bestimmt wunderbar beim Lesen dieses Romans amüsieren.

Fazit: Schön schräge Lektüre für Menschen mit schwarzem Humor- Empfehlenswert!
Eine Rezension von Happy End Bücher.de (NG)

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