Profil für F.J. Reinisch > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von F.J. Reinisch
Top-Rezensenten Rang: 321.076
Hilfreiche Bewertungen: 39

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
F.J. Reinisch "Sägezahn" (Steinbach, Österreich)

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2
pixel
Die Schriften von Accra
Die Schriften von Accra
von Paulo Coelho
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,90

2.0 von 5 Sternen Sammlung leichter Sprüche, 16. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Schriften von Accra (Gebundene Ausgabe)
Dieser Coelho liest sich wie eine Broschüre einer Sekte auf Kundenfang.
Die Geschichte, die diese Spüchlein zusammenhält, ist blutleer.
ganz besonders schrecklich aber ist die Wortwahl, vermutlich aber das Resultat einer schlechte Übersetzung.
Leider kann ich zuwenig brasilianisch, um dies zu verifizieren.
Es gibt Reizworte, die in einem guten Buch nichts verloren haben.
Da wurmt (sic!) einem höchstens, daß man das Buch gekauft hat.


Der Wettbewerb der Gauner: Über das Unwesen der Demokratie und den Ausweg in die Privatrechtsgesellschaft
Der Wettbewerb der Gauner: Über das Unwesen der Demokratie und den Ausweg in die Privatrechtsgesellschaft
von Hans-Hermann Hoppe
  Broschiert
Preis: EUR 12,00

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen einfach lesenswert, 6. Juni 2012
Man sollte schon ein wenig vertraut sein, mit der Gedankenwelt des Autors.
Aber die leicht lesbare und flüssige Form des Buches hilft einem doch, mit einfachen Worten selbst wiederzugeben, was im Detail natürlich nicht ganz einfach zu vestehen und vor allem selbst darzulegen ist.
Daher ist das Buch geradezu ein "Trainingsbuch" und Auffrischer zur Erklärung der eigene Positionierung. So man diese eben hat.
Einfach: Sehr gut.
Und dass der Autor damit Geld verdient, wie in einigen anderen Kommentaren angedeutet: Ja, das ist das Wesen des Kaufmanns.
Und schön, daß ein Philosoph als Kaufmann agiert und nicht als Staatszecke.
Das Buch ist die halbe Unze Silber ohne Zweifel Wert.


Das naturhistorische Museum in Wien
Das naturhistorische Museum in Wien
von Ing. Ernst Hausner
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen Prachtband über die Sammelwut, 3. März 2012
Der 20. Bildband von Ernst Hausner ist, wie gewohnt, ein Meisterwerk der Fotographie.
Der Anspruch, mit natürlichem Licht und ohne technischen Verzerrungen und Veränderungen auszukommen, hat sich auch in diesem Buch wieder gelohnt.
Zwar geht es wie im Vorgängerbuch, der Dokumentation zum Museum der gerichtlichen Medizin, auch um den Tod,
die Erfassung von Farben- und Masseneffekten ist erfrischend lebendig.

Der Titel des Bildbandes, wie immer nüchtern:

»Das Naturhistorische Museum in Wien«

"Das Buch enthält 1076 Farbbilder. Texte über die Kunst- und Wunderkammern und die Sammlungs- und Baugeschichte des Museums mit 126 Bildern sowie einen Abschnitt über Architektur und Bauschmuck mit 60 Fotos bilden die Einleitung. Der in 13 Kapitel geteilte Bildteil umfasst 844 Fotografien.
Informationen zu den einzelnen Sammlungen, zu den Bildern der Zwischenkapitel und Quellen, mit 43 Bildern illustriert, ergeben die textlichen Ergänzungen."

Die Zahlen und Fakten sind nüchtern, die Recherchen des Autors wie immer sehr umfangreich.

Neu hingegen, und weniger versteckt als in den bisherigen Büchern, ist aber die sogenannte Nachrede zu einzelnen Fragen.
So zieht der Autor ein recht scharfes Résumé über "den Habsburgern eigenen, ins monströse abgleitenden Tötungsdrang".
Die Zahlen und Fakten aus den diversen Jagdbüchern sprechen für sich.

Vordergründig ist es ein reiner Bildband zum entspannten Blättern und Betrachten der wunderschönen Bilder,
wer sich aber Zeit nimmt, wird erstaunliche Schätze aus den Rechercheergebnissen heben können.


Wirtschaft wirklich verstehen: Einführung in die Österreichische Schule der Ökonomie
Wirtschaft wirklich verstehen: Einführung in die Österreichische Schule der Ökonomie
von Rahim Taghizadegan
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,99

13 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pflichtlektüre für ALLE Politiker, 31. Juli 2011
Hat man sich als jemand, der nicht vom Philosophieren über die Ökonomie lebt, kaum oder nur mit Widerwillen an "Erklärbücher" über Wirtschaft, Geld und Zinsen herangewagt, kann dieses hervorragende Buch von Rahim Taghizadegan sogar als Strandlektüre empfohlen werden.
Die ausgezeichnete und flüssige Schreibweise ist ja bereits vielen Lesern seiner Scholien bekannt.
Diese Einführung in die Österreichische Schule der Ökonomie liest sich wie ein WirtschaftsRoman.
Ohne lehrmeisterhafte Fingerzeige, sonder locker und frei von der Leber.

Das Buch müßte allen Politikern und sonstigen Mitbürgern und Innen, die aus beruflichen Gründen ökonomische Wortmeldungen von sich geben müssen, als Pflichtlektüre aufs Auge gedrückt werden.

Zitat:
So zu tun, als käme der Staat nun zur Krise wie die Jungfrau zum Kind und müsse den Schaden wieder aufräumen,
den »die Wirtschaft« verursacht hat, ist reichlich naiv.

Von wertlosem Papiergeld über ungedeckte Kredite bis zum EURO-Rettungsschirm sind alle Themen angesprochen und die Hintergründe verständlich erklärt.

Es bleibt nur die eine Frage offen:
Reicht es, auf die Heilung der Gesellschaft zu warten, oder besteht nicht doch die Gefahr, daß der Wutbürger diese Heilung durch vorschnelles Eingreifen verhindert?
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 10, 2012 8:39 PM MEST


Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes: Erzählungen
Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes: Erzählungen
von Clemens J. Setz
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,48

3 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen was bringt die Zukunft?, 14. Mai 2011
Wenn jemand mit 20 Jahren so schreibt, stellt sich die Frage, was kommt, wenn er noch mal 20 Jahre viel liest und viel schreibt.
Hoffentlich wird er nicht allzuviel annehmen, sondern seinen Weg gehen, wie er ihn andeutet. Ich wünsche Ihm jedenfalls viel Erfolg dabei.
Und den Kritikern sei empfohlen, einfach mal ein paar Zeilen selbst zu veröffentlichen (wie Daniel Glattauer (Perversion Fussball) dies schon vorgeschlagen hat).


Hummeldumm: Das Roman
Hummeldumm: Das Roman
von Tommy Jaud
  Broschiert
Preis: EUR 13,95

4.0 von 5 Sternen unbedingt bis zum Ende lesen!!, 14. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Hummeldumm: Das Roman (Broschiert)
Wenn man zu lesen beginnt, hält man das Buch tatsächlich für eine Comedy-Endlosschleife.
Wenn man aber bereits einmal in Namibia war und auch die tatsächlich beschriebenen Lodges und Sehenswürdigkeiten kennt, kann man dann doch nicht aufhören.

Für Leser, die noch nie dort waren, ist das Buch sicher nur der halbe Spaß. Vermutlich merken viele Leser gar nicht, was sie in Namibia verpaßt haben und freuen sich nur, daß sie eben NICHT dort waren. Und die Weltrettung zum guten Ende ist fast eine Tränendrüsen-Attacke. Also nicht weglegen, sondern duchlesen.

Leser, die sich davon abhalten lassen, eine Namibia-Reise zu unternehmen, sollten sich im Klaus-Hess Verlag Anleitungen zur Vermeidung derartiger, durchaus realistischer Situationen holen. Oder auch eine andere Art der Reisebeschreibung versuchen:
Abenteuersuche in Namibia von F.Lorber. Abenteuersuche in Namibia: Tagebuchnotizen einer Reise zu Dritt

Wenn man keine Lust hat, sich outdoor-geil selbst in 4x4 Autos zu setzen, sondern eine geführte Gruppenreise unternehmen will, sollte man es sich zum hohen Anspruch machen, sich über die von Tommy Jaud geschilderten Zustände würdig hinwegzusetzen und trotzdem, oder gerade deswegen Spaß an dem wunderbaren Land zu haben. Das Buch ist in diesem Sinne also durchaus auch als Lehrbuch geeignet.

noo


German Submarine Warfare 1914-1918 in the Eyes of British Intelligence. Selected Sources from the British National Archives, Kew.
German Submarine Warfare 1914-1918 in the Eyes of British Intelligence. Selected Sources from the British National Archives, Kew.
von Hans Joachim Koerver
  Gebundene Ausgabe

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "must read" für U-Boot Interessierte, 9. Juli 2010
Das Buch beruht ausschliesslich auf unkommentierten Quellen aus den britischen National Archives, Kew und bietet eine Darstellung
des Ubootkrieges 1914-1918 auf mehreren Ebenen:

Vorwort des Herausgebers: 60 Seiten: ueber das deutsche Flottenprogramm 1900-1918,
die Fortsetzung der Schlachtschiff-Prioritaet gegenueber der Uboot-Ruestung innerhalb der Marine bis Sommer 1917,
die 3 Phasen des uneingeschraenkten Ubootkrieges 1915, 1916, und 1917-1918 und ihre strategisch-politischen sowie einsatztaktischen Hintergruende.
Mithilfe von Tabellen und Statistiken wird die Inkonsequenz der deutschen Marinefuehrung vorgefuehrt.
Eine klare Kontinuitaet der deutschen Marineruestung und Einsatzplanung von Ende 1918 zu den Anfaengen des II. Weltkriegs wird versucht aufzuzeigen.

Chapter I+II, 165 Seiten:
eine sehr detaillierte technische Beschreibung der deutschen Uboote und ihrer taktischen Einsatzmoeglichkeiten
fuer britische Marineoffiziere vom April 1918.

Chapter III, 75 Seiten:
eine Analyse der Britischen Marineaufklaerung (British Admiralty, Naval Intelligence Division, Room 40) des taktischen und strategischen Verlaufs
des deutschen Ubootkrieges, verfasst 1919-21.

Chapter IV - IX, 420 Seiten:
zeitnahe Augenzeugenberichte deutscher Uboot-Kriegsgefangener aus Einsaetzen von der Arktis bis zu den Azoren
und von der US-Ostkueste bis ins Mittelmeer, von Besatzungen angegriffener allierter Handelsschiffe, Einsatzberichte alliierter Kriegsschiffe im Anti-Ubootkrieg
und entzifferte deutschen Funkmeldungen.


Herero: Roman
Herero: Roman
von Gerhard Seyfried
  Taschenbuch

5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vorbereitungsbuch für einen Namibiabesuch, 30. Juni 2008
Rezension bezieht sich auf: Herero: Roman (Taschenbuch)
Neben der üblichen (auch notwendigen) Reiseliteratur ist Herero ein Pflichtbuch vor einem Namibiabesuch. Die sehr guten Recherchen führen dazu, daß man sich in allen Teilen des Landes irgendwie so vorkommt, als wäre man bereit schon mal da gewesen. Die Fahrt vorbei am Fort François fordert zum sofortig Stopp und zur Besichtigung der Einzimmer-Festung.
Entlang verschiedener Reiserouten findet man immer wider die Hinweise auf Stellungen und Marschrouten der im Buch beschriebenen Personen.
Selbst bei den Dinosaurierspuren (auf dem Grundstück des Schwaben Reinhold Strobel) findet man die Hinweise auf die Truppen, die damals auf dem Weg zum Waterberg waren.

Alleine der Spruch, daß
....die Deutschen daheim (in Deutschland) keinen Platz mehr haben und wie die Erdferkel über und untereinander wohnen müssen und daher nach Namibia kommen und den Nama und Herero das Land wegnehmen .....
ist den Kauf des Buches wert.
Ganz ausgezeichnet und empfehlenswert.


Abenteuersuche in Namibia: Tagebuchnotizen einer Reise zu Dritt
Abenteuersuche in Namibia: Tagebuchnotizen einer Reise zu Dritt
von Franz J. Lorber
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen Namibia selbst erlebt, 24. Juni 2008
Das Buch enthält natürlich mehr, als der Titel unterschwellig vorgibt.
Aus der Überlegung heraus, die Tagebuchnotizen der Reise in "lesbare Form" für einen kleinen Leserkreis zu bringen ist, ist eine aufregende Tourenbschreibung gelungen, die es nicht nötig hat, mit Begriffen wie "Outdoor" und "Adventure" zu spielen.

Man fährt Allrad, weil die Knie kaputt sind und der Weg eben mit normalem PKW nicht befahrbar ist. Und nicht weil es hipp ist. Man schläft unter freiem Himmel, weil es einfach schön ist, nicht weil es den ultimativen Kick gibt und man neben Skorpionen und gelegentlich Elefanten die Nacht überlebt hat.

Die Informationen zur Lebensweise der Himba, soweit sie in der Kürze der Zeit gewonnen werden konnten, sind interessant. Einige sehr seltene Schnappschüsse aus der Kamera des Autors ergänzen diese Informationen hervorragend. Insbesondere der Kopfschmuck auf frischem Fleisch ist eine fotografische Seltenheit.

Interessanter noch als die beschriebene Lebensweise der Himba ist die Tatsache, wie weit wir (West-Menschen) uns von einer naturverbundenen Lebensweise (unwiederrufbar?) entfernt haben.


Die historische Sammlung des Instituts für gerichtliche Medizin in Wien
Die historische Sammlung des Instituts für gerichtliche Medizin in Wien
von Ernst Hausner
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schöne Leichen....., 7. März 2008
Der brandneue 19. Bildband von Ernst Hausner vermittelt tiefe (und nicht nur bildliche) Einblicke in das Museum der Wiener Gerichtsmedizin und ist zudem eine hervorragende historische Aufarbeitung des Werdeganges des Institutes. Vom sperrigen Titel des Bildbandes soll man sich nicht abschrecken lassen.
Es geht um die Darstellung von Objekten rund um die Aufklärung von unklaren Todesfällen.
Zitat: 'Naturgemäß versammelt ein solches Museum alle erdenklichen Versatzstücke menschlicher Dramen und Grausamkeiten als ein Depot von Lehrmitteln über die widernatürlichen und gesellschaftsschädigenden Behandlungs- und Beendigungsformen menschlichen Lebens aber auch solche gewaltfreien Grausamkeiten des Schicksals'.

Mit diesem Zitat ist auch bereits alles gesagt, was auf erschrockene Fragen geantwortet werden kann. Warum muß man davon ein Foto machen? Ja warum? Weil es diese Objekte gibt.
Hausner versteht es blendend, wie bereits in seinem Vorgängerwerk über das Pathologisch anatomische Bundesmuseum im Narrenturm, Erschreckendes so zu präsentieren, dass sich das Künstlerische, das natürliche Licht, die weichen Farben aus seiner (analogen) Kamera und auch die Einschränkung nicht digital nachzubessern, in den Vordergrund schiebt.

Was wie ein Lehr- und Geschichtsbuch der Gerichtsmedizin beginnt wird nach wenigen Seiten zum Gesamtkunstwerk und endet mit der Sicherheit, dass hier akribisch recherchiert und nichts dem Zufall überlassen wurde.

Ein Schmuckstück, das den hohen Preis vergessen läßt.


Seite: 1 | 2