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Rezensionen verfasst von
Martin Schürmann

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Shadows of the Dying Sun (Limited Edition)
Shadows of the Dying Sun (Limited Edition)

10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragend!, 25. April 2014
Ich denke ich habe mir nun einen ausreichenden Eindruck vom neuen Album der Melodic Death-Meister machnen können und ich kann erneut sagen: SEHR überzeugend! Ich werde im Folgenden zu jedem Song ein paar Worte verlieren (ohne aber erst große Analysen dabei anzustellen):

The Primeval Dark
Absolut geniale Atmosphäre und die Melodie, die man schon aus diversen Videos im Vorhinein kannte wird sehr schön wetergeführt und zelebriert. Ich wage zu behaupten, dass Insomnium wahrlich die Meister der Introsongs sind!

While We Sleep
Hieran neu ist, dass der Klargesang von Ville Friman weiter in den Vordergrund tritt als zuvor. Ich war zuerst eher skeptisch was den Gesang angeht, aber ich finde ihn letztlich in Ordnung. Ville hat eine sehr kernige Stimme und seine Gesangspassagen wirken glücklicherweise nicht penetrant oder übertrieben, sondern fügen sich neben den gewohnt tiefen Growls von Niilo besser als gedacht in den Song ein. In der zweiten Hälfte des Songs wirds dann ziemlich entspannt und verträumt, sodass der Song am Ende mit einer Gitarren-Solopasage abgeschlossen wird. Insgesamt durchaus schön, wobei es vom Riffing her nichts Besonders ist und die Eingängigkeit bzw der große Aha-Moment etwas fehlt.

Revelation
Eines meiner Lieblingsstücke auf der Scheibe. Der Song war genau wie der davor bereits via YouTube veröffentlicht worden und hat meinen Geschmacksnerv sehr gut getroffen. Meine Lieblingsstelle ist eindeutig der Sprechpassage "Here at your feet [...]" Erste leichte Gänsehaut zu verzeichnen, sehr gut! Zum Ende hin wirds genau wie bei While We Sleep etwas ruhiger, Tonleitern fliegen durch die Gegend und ein Solo schließt das Stück ab.

Black Heart Rebellion
Wohl die düsterste und härteste Nummer auf dem Album, gefällt mir ebenfalls ausgesprochen gut. Sehr dichte Atmosphäre und viel Melancholie. Mehr muss ich dazu eigentlich nicht sagen.

Lose To Night
Auch hier wieder mehr Klargesang, der auch wieder selbstbewusster in den Vordergrund gerückt wird. Die Rhythmik ist sehr ruhig und angenehm, sodass sich Villes Gesang sehr gut einfügen kann. Der Song macht insgesamt einen sehr schönen verträumten, aber auch erfrischenden Eindruck.

Collapsing Words
Der Anfang erinnert mich vom Riff her sehr an Weather The Storm, geht sehr gut voran. Im Vergleich zum Rest des Albums sehr schnell und er weckt einen zudem aus den Tagträumen von "Loose To Night" (auf positive Weise versteht sich), um dann aber selbst auch zum Midtempo zu wechseln. Könnte ne gute Livenummer werden (freu mich schon!)

The River
Von der länge her der Brocken des Albums. Acht Minuten müssen erstmal verdaut werden, aber der Song lässt sich zum Glück sehr entspannt durchqueren. An dieser Stelle verzichte ich sehr gerne darauf, den Song jetzt noch weiter zu thematisieren, weil man einfach viel zu viel erwähnen müsste. Macht euch einfach selbst ein Bild!

Ephemeral
Da muss ich sagen, dass mir die EP Version irgendwie besser gefällt. Der Einstieg ist hier nicht so mitreißend und wuchtig wie zuvor, aber der neue Mix ändert nichts an der sehr hervorragenden Songqualität und der Botschaft, die dahinter steckt.

The Promethean Song
Kann mich nicht komplett überzeugen. Wirkt eher langatmig und mit 6:41 Minuten Spielzeit für meinen Geschmack leicht gestreckt, und Villes Gesang kann mich hier nicht so mitreißen wie bei den Stücken zuvor. Aber den kann man bestimmt gut zum Einschlafen hören ;)

Shadows Of The Dying Sun
Übel gut. Vielleicht sogar mein Lieblingssong des Albums. Ville und Niilo in Kombination hauen beim Refrain richtig rein (Gänsehaut!) und die bassigen Passagen zwischendurch bauen eine sehr düstere und melancholische Atmosphäre (welch Überraschung..) auf. Außerdem gefällt mir besonders die Botschaft, die dahintersteckt... ~"We are dust of the stars!"

Wenn jemand noch bis hierhin gelesen hat, noch ein paar generelle Dinge:
Mit dem Sound hat man nichts falsch gemacht, WOBEI man den Einfluss des neuen Gitarristen (Markus Vanhala) deutlich raushört, auch beim Songwritig. Ich sagte bereits bei "Revelation", dass sehr viele Tonleitern durch die Gegend fliegen, denen aber leider die Aussagekraft fehlt. Ich komme damit eigentlich gut klar und mag so dichte Soundteppiche, aber es wird bestimmt einige Kritiker geben, die diese Entwickling zu Omnium Gaetherum zurecht bemängeln (ich mag die zwar auch nicht besonders, aber solange Insomnium unterm Strich Insomnium bleibt, ist alles in Ordnung).
Der Sound ist im Vergleich zu One for Sorrow etwas weicher geworden, was ich etwas schade finde. Ich mochte die kernigen und rauen Gitarren auf dem Vorgänger sehr, aber das ist kein allzu großer Abbruch an dieser Stelle.
So, als letztes möchte ich hier nochmal Markus Hirvonen und seine Drums betonen, die wirklich SEHR überzeugend sind und die gesamte Rhythmik des Albums zu etwas besonderem macht (zumindest für mich, einen Hörer ohne sonderliche Ahnung von Musiktheorie, Drums und dem ganzen Zeug). "The Primeval Dark" ist da meiner Meinung nach ein gutes Beispiel.

Bisher zusammen mit The Satanist von Behemoth das beste Metal-Album dieses Jahr! (Bis dann Time II endlich rauskommt....)

-> Kaufempfehlung!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 22, 2014 7:37 AM MEST


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