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Rezensionen verfasst von
I.W. (Wien)

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Die Eleganz des Igels: Roman
Die Eleganz des Igels: Roman
von Muriel Barbery
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sprachlich großartig, 25. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Eleganz des Igels: Roman (Taschenbuch)
Das war wieder eines dieser Romane, bei denen ich es zutiefst bedauere, ihn nicht im Original lesen zu können. Sind meine Französischkenntnisse schlecht, so hat es die Übersetzung anscheinend dennoch geschafft sprachliche Großleistungen zu vollbringen. Natürlich ist das Buch inhaltlich sehr spannend und sehr aktuell, geht es doch um die Unterschiede der Klassen und ihre dennoch sehr ähnliche Lebens- oder Denkweise. Ein trauriges Buch, das einerseits ein glückliches, andererseits leider ein trauriges Ende genommen hat. Die philosophischen Diskurse in den Monologen über Literatur, Kunst und Philosophie sind sprachlich wunderschön ausgearbeitet, sodass man plötzlich vorher nie Verstandenes zu begreifen scheint. Wie schafft diese Autorin das? Wunderschöne Metaphern und ein Stil, der für jeden Fan von Stilmittel ein wahrer Rausch ist. Nur als Beispiele: "[...] im Gewand der Ungerechtigkeit und des Dramas dahergekommen.", "[...] das Herz von Wut überwältigt, je mehr das Leiden unser Leben zugrunde richtete[...]" sowie "[...] die Verzweiflung umhüllt und das sich vor dem Spiegel die Lüge erzählt, die man glauben will."


Meine Reisen mit Herodot: Reportagen aus aller Welt
Meine Reisen mit Herodot: Reportagen aus aller Welt
von Ryszard Kapuscinski
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Reise durch zwei Welten, 15. August 2010
Mit fast schon kindlicher Naivität begibt sich Ryszard Kapuscinski auf eine Reise durch die halbe Welt und schildert seine Erfahrungen, die er als Außenkorrespondent für eine polnische Zeitung gemacht hat. Gefühle, die man als Reisender immer hat, beschreibt er mit wunderbaren Worten und auf eine Art, die für jeden nachzuvollziehen ist. Man fühlt sich fremd, man hat Heimweh, man versteht vieles nicht. Doch man ist offen und man will es verstehen. Man saugt alles auf wie ein Schwamm. Wen Geschichte interessiert, wird auch die Passagen von Herodot lieben und die beiden Parallelwelten nicht mehr missen wollen. Das Buch hätte ruhig doppelt so dick sein können.


The Lost Symbol (Robert Langdon, Band 3)
The Lost Symbol (Robert Langdon, Band 3)
von Dan Brown
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,32

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Teilweise spannend, aber hauptsächlich enttäuschend, 18. Juli 2010
Nach Illuminati und The DaVinci Code war The Lost Symbol das dritte Buch von Dan Brown, das ich gelesen habe. Leider muss man sagen, dass Dan Brown mit der Zunahme seines Erfolgs an Qualität und Schreibstil verloren hat. So spannend die Geschichte zu Anfang auch war und das Mysterium der Masons immer kryptischer wurde, so waren die letzten 100 Seiten eine Enttäuschung. Wieder hat Brown das Christentum in die Hauptrolle gestellt und wieder einmal war es die Bibel, die hier den größten Stellenwert bekam. 2/3 waren super spannend, aber nachher war es irgendwie einfach enttäuschend. Nichtsdestotrotz war es bestimmt keine Zeitverschwendung diesen Roman zu lesen, da er mich teilweise sehr gut unterhalten hat.


Ich habe sie geliebt: Roman (Fischer Taschenbibliothek)
Ich habe sie geliebt: Roman (Fischer Taschenbibliothek)
von Anna Gavalda
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,00

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Jeder ist seines Glückes Schmied, 31. Mai 2010
Anna Gavaldas Schreibstil mag vielleicht nicht besonders hervorstechend sein. Doch die Geschichte an sich - der Dialog zwischen zwei verletzten Menschen - ist doch etwas Besonderes. Der Schwiegervater, der sich der - wegen einer anderen Frau - sitzengelassenen Schwiegertochter anvertraut und ihr die Liebesgeschichte seines Lebens offenbart. Man weiß nicht, ob er das macht, weil er sie trösten will oder weil es ihn beschäftigt und er sich diese Geschichte von der Seele reden will. Eine gleichermaßen schöne als auch traurige Geschichte einer unerfüllten Liebe, die viel Schmerz hinterlassen hat. Hier wird eine Geschichte aus zwei Perspektiven beleuchtet. Mich persönlich hat die Geschichte sehr traurig gemacht und die große Frage, die mir am Ende geblieben ist: ist es wirklich besser auf sein eigenes Glück zum Wohle eines anderen Menschen zu verzichten?
Eine zum Nachdenken anregende Geschichte.


Der Schwimmer: Roman (Fischer Taschenbibliothek)
Der Schwimmer: Roman (Fischer Taschenbibliothek)
von Zsuzsa Bánk
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,00

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Subtile Emotionen, 5. Mai 2010
Ich weiß nicht, wie Zsuzsa Bánk das macht, aber in 'Der Schwimmer' versteht die Autorin es, Emotionen auf extrem subtile Art und Weise rüberzubringen.

Sie erzählt die Geschichte aus der Perspektive eines jungen Mädchens. Kata, das junge Mädchen, erzählt davon, wie ihre Mutter sie, ihren Bruder und ihren Vater einfach im Stich lässt und aus Ungarn flieht. Doch in der Geschichte geht es nur vordergründig darum. Denn für Kata und ihren Bruder Isti beginnt ein Nomadenleben. Der Vater, der nicht weiß, was er will und seine Kinder innerlich nicht erträgt, zieht von Ort zu Ort. Die Kinder besuchen weder eine Schule, noch bilden sie sich anderweitig. Der Gedanke an die geflohene Mutter verbindet die beiden aufs Tiefste.

So beginnen Kata und Isti verschiedene Spiele zu spielen und sich ihre eigene kleine Welt zusammenzubasteln. Traurig, wie man meinen möchte, doch man sieht an der Geschichte, wie einfach doch das Denken von Kindern ist. In dem Wunsch in einer Scheinwelt zu leben, erzählen Kata und Isti Fremden, dass ihre Mutter nur auf Kur ist oder auf Urlaub.

Eine tragische Geschichte folgt der nächsten, doch Zsuzsa Bánk erzählt diese Geschichte mit solch einer Nüchternheit, dass gerade diese Tatsache einen so sehr mitnimmt. Nicht nur nämlich die Geschichte der Mutter, die ihre Familie verlässt, um ein besseres Leben zu leben und dafür auf ihre Kinder zu verzichten. Sondern vor allem die Geschichte zweier Geschwister, wie man sie selten erlebt. Zwei Menschen mit dem selben Schicksal, die von einer Tragikomik gezeichnet in einer Traumwelt leben, die schöner nicht sein könnte.

Doch wird auch am Ende dieses geschwisterliche Bündnis durch ein Schicksal zerschlagen. Zsuzsa Bánk hat es sich nicht nehmen lassen der Geschichte ein Ende zu geben, wie man es wohl nicht lesen möchte.

Eine wunderschöne Geschichte.


Die dunkle Seite des Mondes. Roman
Die dunkle Seite des Mondes. Roman
von Martin Suter
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,90

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Guter Roman mit schlechtem Schluss, 22. Februar 2010
Martin Suter's Geschichte über einen Anwalt, der durch einen merkwürdigen Zufall sein ganzes Wesen verändert und es wieder rückgängig machen will. Suter's Stil, wenn er von einem Protagonisten zum anderen hüpft, macht es sehr spannend und interessant. Die Geschichte ist sehr humorvoll geschrieben, man muss an manchen Stellen schmunzeln und die Psycho-Ausflüge von Dr. Urs Blank sind sehr detailliert und nachvollziehbar beschrieben. Alles in allem ein guter Roman. Enttäuscht hat mich allerdings der Schluss. Ein Roman über 300 Seiten und ein Schluss, für den sich Suter im Endeffekt nicht mal eine halbe Seite Zeit genommen hat. Schade.


Kleine Lichter: Roman (Fischer Taschenbibliothek)
Kleine Lichter: Roman (Fischer Taschenbibliothek)
von Roger Willemsen
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,00

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Sprachlich gut, inhaltlich langweilig, 2. Februar 2010
Roger Willemsen ist sprachlich gesehen wirklich gut. Er kann sehr schöne Metaphern in seine Texte einbauen und weiß sich als Mann wirklich gut in die Gedankenwelt einer Frau reinzuversetzen. Auch seine Ehrlichkeit ist sehr angenehm. Gedanken kommen, Gedanken gehen. Das Buch ist ein Monolog einer verzweifelten Frau, deren Mann im Koma liegt. Verständlich und nachvollziehbar schreibt Willemsen über ihre Gedanken bzw. einen Monolog, den sie für ihn auf eine Kassette spricht. Leider hat das Buch keine wirkliche Handlung sondern ist ein großer Gedankenmix und verliert für mich dadurch sehr viel an Qualität. Aber Geschmäcker sind bekanntlich verschieden.


Und Nietzsche weinte
Und Nietzsche weinte
von Irvin D. Yalom
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Menschlich, ja allzu menschlich, 3. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Und Nietzsche weinte (Taschenbuch)
Da mir Nietzsche schon seit langem kein Fremder mehr ist und ich seine Philosophie sehr schätze, hatte ich keine sehr großen Erwartungen an diesen Roman, als ich begonnen habe, ihn zu lesen. Doch meine Erwartungen wurden mehr als nur übertroffen. Abgesehen von Nietzsches großartiger Philosophie und der Auseinandersetzung mit seinem Gedankengut, lernt man Nietzsche hier einmal als Menschen und nicht nur als Philosophen kennen. Obwohl die Begegnung Josef Breuers mit Friedrich Nietzsche reine Fiktion ist, so ist es Yalom hier gelungen zwei Genies ihrer Zeit gekonnt in Szene zu setzen. Es ist ein großartiger Roman, der den Menschen und seine Fragen nicht nur in den Vordergrund stellt, sondern auch einige Antworten bietet. Zudem erkennt man hier schon die Anfänge der Psychotherapie bzw. zum Teil auch der Psychoanalyse und ist "mitten im Geschehen", was für den Leser sehr spannend ist. Für mich war der Roman sehr bewegend, sehr realistisch und einer der besten, die ich in den letzten Jahren gelesen habe.


Sommerhaus, später: Erzählungen (Fischer Taschenbibliothek)
Sommerhaus, später: Erzählungen (Fischer Taschenbibliothek)
von Judith Hermann
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,00

3.0 von 5 Sternen Kurzgeschichten wie Kurzfilme, 16. November 2009
Hermann's Geschichten kommen mir vor wie Kurzfilme. Sie sind zwar nicht sonderlich aufregend, aber haben dennoch irgendwo ihren Sinn und ihre Berechtigung. Sie sind kurze Ausschnitte aus verschiedenen Leben. Und jeder von uns hatte schon das ein oder andere Erlebnis, das ihm selber vorkam wie ein kurzer Film. Ich finde, dass Judith Hermann diese Szenen, die nicht alltäglich und doch so vertraut sind, sehr gut eingefangen hat. Ich war stark am Überlegen, ob ich 4 oder 3 Sterne hergebe. Da ich allerdings Hermann's Stil nicht gar bahnbrechend oder hochinteressant finde und ihre Sprache auch nicht gerade spannend ist, ziehe ich 2 Sterne ab. Dennoch lesenswert!


Das schwarze Buch: Roman (Fischer Taschenbibliothek)
Das schwarze Buch: Roman (Fischer Taschenbibliothek)
von Orhan Pamuk
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,00

5 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ermüdend und substanzlos, 2. November 2009
Es war das allererste Mal überhaupt, dass ich ein Buch nach der Hälfte einfach weggelegt habe. Ich kann mit Orhan Pamuk's Schreibweise einfach nichts anfangen. Ich finde ihn langweilig. Ich finde es ermüdend, ermattend, anstrengend. Das Buch hat mir in keinster Weise gefallen. Schade. Ich habe mir zuviel erwartet. Die Geschichte an sich wäre ja vielleicht ausbaufähig, aber nicht in diesem Stil.


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