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Mixoparthenos "Schlangenjungfer" (Germany)

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Höllenschlucht: Ein Allgäu-Krimi
Höllenschlucht: Ein Allgäu-Krimi
von Peter Nowotny
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

3.0 von 5 Sternen unspektakulär, 1. Oktober 2014
Höllenschlucht, ein Allgäu-Krimi von Peter Nowotny, erschien 2013 im Verlag Tobias Dannheimer und erzählt auf 327 Seiten vor einer grandiosen Allgäuer Bergkulisse den neuesten Fall von Hauptkommissar Paul Wanner.

Zwei Leichen werden in einer Höhle in den Oberstdorfer Bergen entdeckt. Die Spuren führen einerseits nach Schweden, 8 Jahre in die Vergangenheit und zu einem unaufgeklärten Banküberfall und andererseits in das Jahr 1893, in dem ein Gerstrubener Bauer spurlos verschwunden ist. Den vier verdächtigen Bankräubern aus Schweden steht das Ermittlerteam gegenüber. Florian Brunner aus dem Kleinwalsertal, Bertil Lund aus Schweden sowie die Allgäuer Polizisten Eva Lang und Alex Riedle unter ihrem Chef Paul Wanner. Der Streit um die noch immer nicht aufgetauchte Beute aus einem Banküberfall nimmt trotz einiger Leichen aber leider nur langsam Fahrt auf.

Der Prolog beginnt mit den Ereignissen im Jahr 1893 und schon bald ahnt der Leser im zweiten Kapitel, dass die gefundenen Leichen mit den Vorfällen im 19. Jahrhundert in Zusammenhang stehen könnten. Leider hat der Anfang bei mir nicht genügend Spannung erzeugt, denn er kommt in meinen Augen recht behäbig erzählend daher. Dieser Eindruck bestand bei mir leider das gesamte Buch hindurch, so dass ich eigentlich keinen richtigen Höhepunkt entdecken konnte und auch die Auflösung des Falles insgesamt eher uninteressant bzw. konsturiert empfand.

Dieser Eindruck wird auch durch die meiner Meinung nach langsame Erzählweise verstärkt. Das Tempo der Erzählung ist durchweg gering, wobei die Gliederung in 43 Kapitel, die meistens nur eine Szene umfassen, die Gleichförmigkeit unterstreicht.
Informationen werden auch eher weniger geschickt in den Text eingebaut. So erfährt der Leser z.B. bei der jeder Einführung einer neuen Figur gleich im Anschluss daran das genaue Aussehen bzw. die Eigenschaften der betreffenden Person (siehe z.B. S. 36: „Eva Lang lächelte. Sie war Ende zwanzig, hatte schulterlange Haare, war hübsch, gescheit und absolut verlässlich.“ oder S. 214, als der Staatsanwalt Dr. Hornung beschrieben wird: „Hornung trug eine für sein schmales Gesicht zu breite dunkle Hornbrille, die ihm das Aussehen eines Parodisten gab. Er mochte Ende zwanzig sein, das blonde Haar war kurz geschnitten und verjüngte das glatt rasierte Gesicht noch mehr.“).

Aus der Erinnerung heraus, kann ich mich nicht an Grammatik- oder Rechtschreibfehler erinnern, wie auch der gesamte Text angenehm zu lesen war, mit einem klaren Satzbau und passender Wortwahl ohne auffällige Wiederholungen.
Zusammenfassen finde ich den Stil von Nowotny aber eher behäbig, sehr erzählend, wohingegen der Leser (zumindest geht es mir so) den „zeigenden“ Erzählstil und damit eine tiefere Einsicht in die handelnden Figuren bevorzugt. Insgesamt wirkt der Krimi daher sehr distanziert auf mich, obwohl gerade die Nebenhandlung Sympathie für die Figuren wecken soll. Ist aber meiner Meinung nach nicht so gelungen, denn die Nebenhandlungen z.B. um Eva Land und Florian Brunner oder die privaten Erlebnisse von Paul Wanner, seiner Frau Lisa und dem schwedischen Kommissar könnten genausogut weggelassen werden, denn sie tragen nichts zur Lösung des Falles bei und erwecken bei mir den Eindruck eines Fremdkörpers innerhalb der Krimihandlung.

Das Hauptproblem liegt wahrscheinlich in der Wahl der auktorialen Erzählperspektive, die ich persönlich für weniger geglückt halte. Die personale Erzählperspektive bringt meiner Meinung nach den Leser einfach näher an die Figuren und macht sie lebendiger.
Die Dialoggestaltung fand ich dagegen schon besser. Die Figuren reden authentisch miteinander und auch der gemäßigte Dialekteinschlag trägt dazu bei ohne störend zu wirken.
Die Handlung wirkt, wie schon kurz angeschnitten, konstruiert (zumindest auf mich). Vor allem die Verbindungen zwischen Schweden und Oberstdorf fand ich jetzt nicht so plausibel. Die Lösung des Falles fand ich jetzt auch nicht so spektakulär, denn der Zufall wurde in meinen Augen doch stark beansprucht und auch eine große überraschende Wende gab es nicht wirklich. Der Leser ist den ermittelnden Beamten stets im Vorteil, weil der allwissende Erzähler vorgreift und Details verrät. Auf alle Fälle kein Mitratekrimi, wie ich ihn eigentlich bevorzuge.

Dafür überzeugen die handelnden Personen durch Glaubwürdigkeit, was ich bei einem gewissen anderen Allgäu-Krimi-Kommissar vermisse.
Für Krimileser aus der Region bestimmt ein interessanter Fall, der auch die schwierigen Verhältnisse der Bergbauern im vorletzten Jahrhundert mal wieder ins Bewusstsein ruft. Wer sich nicht an einem allwissenden Erzähler stört und die ruhigeren Töne zu schätzen weiß, für den kann „Höllenschlucht“ ein netter Krimi für zwei oder drei gemütliche Abende bei schlechtem Wetter sein.

Leider ist Dr. Peter Nowotny im Mai 2014 gestorben, so dass es keine neuen Krimis von ihm geben wird. Schade, denn die Geschichten um Hauptkommissar Paul Wanner habe ich (trotz der nur 3 vergebenen Sterne) immer ganz gern gelesen.


Erntezeit... ist Einmachzeit: Zeit zum Einkochen. Einwecken, Entsaften, Ansetzten
Erntezeit... ist Einmachzeit: Zeit zum Einkochen. Einwecken, Entsaften, Ansetzten
von AVA-Agrar Verlag Allgäu GmbH
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,50

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schmackhafte Sachen zum Selbermachen, 20. Juni 2013
Das vorliegende Buch bietet eine breite Palette an Anregungen zum Einkochen, Einwecken, Entsaften, Ansetzen …
Es ist aufgeteilt in folgende sechs große Kapitel:

1. Deftiges und Gemüse:
Von Pesto über eingemachte Zucchini, nussigem Brotaufstrich oder selbst hergestellter Suppenwürze reichen die zumeist unkomplizierten Rezepte. Der Schwerpunkt liegt in diesem Kapitel eindeutig bei den Zucchini in verschiedenen Varianten.
2. Chutneys:
Warum nicht einmal selber Ketchup machen? Oder ein leckeres Chutney für den nächsten Grillabend? In diesem Kapitel finden sich dafür reichlich Rezeptideen. Praktisch auch, wenn man immer einen Vorrat Tomatensauce für Nudeln oder Pizza zur Hand hat. Leider überwiegen auch in diesem Kapitel wieder die Zucchini.
3. Obst:
… mal anders: Amarenakirschen, Apfelkompott oder Rotweinzwetschgen passend zum Vanilleeis oder Naturjoghurt.
4. Gelee/Marmelade/Konfitüre:
Viele (auch außergewöhnliche) Rezepte von Adventsmarmelade über Granatapfel-Holder-Gelee bis hin zur Zwetschgen-Heidelbeer-Konfitüre inspirieren zum Nachmachen. Neben den Klassikern wie Erdbeerkonfitüre gibt es auch außergewöhnliche Marmeladen aus Tomaten, Kürbis oder Rosenblüten und viele Anregungen auch mal verschiedene Zutaten zu kombinieren. Mir hat besonders der Tipp gefallen, Holderblüten z.B. mit ins Holderblütengelee hineinzugeben. Gibt einen netten Effekt, vor allem, wenn man seine Eigenkreationen als Mitbringsel oder zu Weihnachten verschenkt.
5. Saft/Sirup:
Ein recht kurzes Kapitel, das wenig aufregende Ideen bietet. Beerensaft, Holderlimonade oder -sirup in verschiedenen Varianten. Wer gerne Sirup oder Limonade selber macht, findet hier die Standardrezepte.
6. Likör/Wein/Schnaps:
Das letzte Kapitel ist wieder etwas ausführlicher gehalten. Die Hauptakteure sind: Johannisbeere, Himbeere, Heidelbeere, Erdbeere, Holder, Hagebutte, Pflaume, Schlehe, ob als Bowle, Likör oder Schnaps, die in einem schönen Fläschchen abgefüllt und liebevoll dekoriert, ein wunderbares, persönliches Mitbringsel sind.

Insgesamt ein nettes Buch mit vielen Anregungen, die Mut machen auch selbst einmal zu experimentieren und das Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten (wenn man einen hat oder auch gekauftes wie z.B. Ananas) kreativ zu verarbeiten. Das Buch selbst (4. Auflage 2012) hat einen stabilen Einband, ausreichend dicke Seiten, die nicht so schnell verknicken, und eine praktische Spiralbindung, so dass man bequem das gewünschte Rezept aufschlagen und ablegen kann, ohne dass es wieder zuklappt. Die Rezepte sind kurz und übersichtlich und zumeist bebildert, die Mengenangaben und Zutaten stehen separat daneben und die Beschreibung der Zubereitung ist einfach nachzuvollziehen. Es werden immer wieder kleine Tipps eingestreut, z.B. zur Haltbarkeit oder Varianten. Am Ende des Buches gibt es ein nützliches Stichwortverzeichnis.
Da es einige Rezepte gibt, die sich nicht unwesentlich voreinander unterscheiden und aufgrund der etwas zu großzügigen Verwendung von (gekauftem?) Ketchup bei einigen Chutneys, denn zumindest ich möchte so viel wie möglich selber machen und so wenig wie nötig auf verarbeitete Produkte zurückgreifen, ziehen ich einen Stern ab.


Shades of Grey - Geheimes Verlangen: Band 1 - Roman
Shades of Grey - Geheimes Verlangen: Band 1 - Roman
Preis: EUR 9,99

16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Lektion 23: Wir backen einen Bestseller!, 25. Februar 2013
„Willkommen liebe Kursteilnehmer zu unserem heutigen Seminar.“ Mit diesen Worten begrüßt die Leiterin des Backkurses die Teilnehmerinnen und teilt bereits die Zutatenliste für die Torte aus, die laut Kursprogramm gebacken werden soll.
„Was für einen Kuchen backen wir denn genau?“, fragt die kleine, pummelige Daniela neugierig.
„Eine erstklassige Bestseller-Torte“, grinst die Kursleiterin breit, „... und das ganz ohne Kalorien“ woraufhin von allen Seiten überraschtes Luftschnappen zu hören ist.
„Ja, aber wird der dann nicht ganz fürchterlich fade schmecken?“, wirft die bebrillte, intellektuell angehauchte Sybille ein.
„Ich verstehe Deine Befürchtung, Sybille, aber lass Dich überraschen, was am Ende für eine fantastische Torte dabei herauskommt. Der Renner auf jeder Hausfrauen-Küchenutensilien-Verkaufs-Party.“
Nachdem alle ihre Plätze eingenommen haben, Schüssel und Mixer bereitliegen, schleppt die Kursleiterin einen riesigen Sack aus dem Vorratsraum herbei.
„Meine Damen, bitte halten Sie ihre Schüsseln bereit! Ich verteile jetzt die unerlässliche Grund-Zutat: feingemahlenes Twilight-Pulver, Type 00.“
Ein kurzes „Jippie, das wird lecker“ ist von der schüchternen Laura zu hören, die dann auch gleich als Erste ihre Portion abgeholt. Etwas pikiert schöpft am Schluss auch Sybille eine gehörige Portion Twilight in ihre Rührschüssel.
„Als nächstes geben wir Wasser dazu und rühren mindestens 10 Minuten, bis sich die Masse verkleistert.“
Alle rühren hingebungsvoll, bis sich eine tapetenkleisterartige, homogene Masse gebildet hat, die sich mittlerweile leicht gräulich verfärbt. Die pummelige Daniela steckt vorwitzig ihren Finger in die Schüssel, schleckt ihn ab und meint enttäuscht: „Schmeckt aber nach gar nichts.“
„Keine Angst, Daniela, das kommt schon noch. Wir geben jetzt das geheime Gewürz, die Zusatzstoffe und noch eine ganze Menge Farbstoff hinzu“, beruhigt die Kursleiterin.
„Woraus besteht denn das geheime Gewürz?“, bohrt die intellektuelle Sybille nach.
„BDSM!“, flüstert die Kursleiterin. Für einen Moment ist es still in der Seminarküche, bis die schüchterne Laura laut aufschreit. „Igitt! So etwas möchte ich nicht essen. Das ist doch ganz ekelig, fast so schlimm wie Froschschenkel.“
„Liebe Laura, gaaaanz ruhig. Ich meine doch kein richtiges BDSM. Sie her! Hier ist die Tüte mit dem BDSM.“ Laura riecht an dem silbernen Pulver und ist beruhigt. Das ist ja nur ein BDSM-Imitat.“
Die Kursleiterin nickt. „Natürlich, mit richtigem BDSM würden doch nicht so viele unsere Torte essen wollen. Die würde dann viel zu anspruchsvoll schmecken. Dieses Imitat hier ist aber absolut geschmacksneutral und leicht verdaulich.“
Die Teilnehmerinnen schütten eine leichte Prise BDSM in ihre Schüsseln und rühren weiter. Jetzt wird eine kleine Flasche Geschmacksverstärker der Marke „Liebes-Sülz“ herumgereicht, von dem schon weit mehr Gebrauch wird. Dann folgen noch ein paar kräftige Spritzer roter Farbstoff und der Tortenboden kann bei 50°C gebacken werden.
„Solange der Teig im Ofen ist, widmen wir uns der Glasur. Wir brauchen eine ganze Menge Süßstoff und für die Optik ein paar Zuckerblüten.“ Aus dem Süßstoff der Firma „Simple-Grammatik“ und etwas Zitronensaft der Marke „ständige Wiederholung“ plus etwas „E-Mail“-Füllmasse stellen die Damen des Backkurses eine erstklassige, klebrige Tortenglasur her.
„Meine Damen, teilen Sie jetzt bitte den Tortenboden und verteilen ein bisschen von der „Innere-Göttinnen-Marmelade“ auf die Hälften.“ Die angehenden Konditor-Amateurinnen setzen danach die Torte wieder zusammen und schmieren sie mit der Pseudo-Zucker-Glasur ein.
„Ich finde aber, dass die Torte immer noch etwas langweilig aussieht“, wirft Daniela in die Runde, als die Teilnehmerinnen ihre fertigen Kreationen begutachten.
„Es fehlt ja auch noch das wichtigste: die Zuckerblüten“, erklärt die Kursleiterin. „Ich kenne doch den Inhaber der Konditorei „Schleck und Schluck“ und der meint, wenn die Torte gut aussieht, wird sie auch gegessen. Also, meine Damen, ich warte auf Vorschläge, wie wir unsere Torte etwas aufmotzen können.“
„Ähhhm“, macht die schüchterne Laura auf sich aufmerksam. „Wir haben doch jetzt so viel S – E – X in unserer Torte und hihihi“ Laura wird knallrot „wie wär’s mit einer Orchidee auf der Glasur ... na ihr wisst schon, Orchideen haben doch ihren Namen von .... den - hihihihi - Dingern da unten beim Mann – hihihihi.“ Laura wird noch röter. Sybille verdreht genervt die Augen und fängt an zu dozieren: „Die Orchideen sind eine weltweit verbreitete Pflanzenfamilie. Die zwei hodenförmigen Wurzelknollen der Knabenkräuter haben der gesamten Pflanzenfamilie ihren Namen gegeben. Von griechisch orchis, was ‚Hoden‘ bedeutet.“
„He, ich finde die Idee aber gar nicht mal so schlecht“, meint Daniela und auch die Kursleiterin stimmt zu. „Wir dekorieren die Torte mit einer Zucker-Orchidee. Das versteht sogar die unbedarfteste Torten-Esserin und sieht gut aus, vor allem in einem dezenten rosa Farbton.“ Alle nickten zustimmend.
„So, und jetzt wollen wir alle aber auch noch ein Stück unserer Torte probieren.“
Die schüchterne Laura nimmt einen großen Bissen, kaut genüsslich, schluckt und ein seliges Lächeln breitet sich auf ihrem Gesicht aus. „Das schmeckt herrlich nach Twilight. Vielleicht sogar noch ein bisschen leichter.“ Und schaufelt sich den ganzen Rest der Torte hinein.
Die pummelige Daniela probiert vorsichtig, nimmt noch einen Bissen und grinst vor sich hin. „Also das BDSM-Imitat ist wirklich klasse. Hätte nie gedacht, dass mir eine Torte mit S - E – X-Geschmacksverstärkern schmecken könnte. Und das beste: absolut keine Kalorien! Ich liebe diese Torte.“
Als letztes versucht auch Sybille ein Stückchen Torte. Angewidert spuckt sie es wieder aus. „Das schmeckt ja so was von künstlich; nur Geschmacksverstärker und nichts dahinter. So eine Unverschämtheit. Ich geh jetzt erst mal ne Black-Dagger-Curry-Wurst essen, die gibt wenigstens nicht vor, etwas zu sein, was sie nicht ist.“
Die Kursleiterin nickt verständnisvoll. „Ja, Sybille, da hast Du natürlich recht. Aber Du wirst sehen, die Bestseller-Torte wird gerne gegessen, denn die Wenigsten möchten eine gehaltvolle Sahne-Torte mit anspruchsvollerer Glasur. Hauptsache sie sieht gut aus und macht nicht dick, auch wenn sie schmeckt wie nasser Karton.“
Sybille stapft empört aus dem Kursraum und meckert noch laut und deutlich auf dem Flur. „Und dafür habe ich jetzt Geld ausgegeben. Nächste Woche gehe ich in den Kurs für kreatives Schreiben.“
Die Kursleiterin wendet sich an die verbliebenen Teilnehmerinnen. „So, das war’s für heute und nächste Woche gibt’s dann eine Butter-Creme-Torte ohne Butter.“
Kommentar Kommentare (15) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 25, 2013 10:57 AM MEST


Eclipse - Bis(s) zum Abendrot
Eclipse - Bis(s) zum Abendrot
DVD ~ Kristen Stewart
Preis: EUR 9,49

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das Märchen vom schönen Schwan, dem eiskalten Prinzen und dem sabbernden Wolf., 6. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Eclipse - Bis(s) zum Abendrot (DVD)
(Achtung: Sollte wider Erwarten irgendjemand den Film und den Inhalt desselben nicht kennen, sei er hiermit gewarnt: Ich verrate wesentliche Bestandteile der Geschichte!)

Es war einmal ein schöner Schwan, der in Liebe zu einem eiskalten, wunderhübschen Prinzen entbrannte. Nun trug es sich zu, dass eine bitterböse rothaarige Hexe das junge Glück der beiden nicht ertrug und einen fürchterlichen Racheplan schmiedete, um Vergeltung für ihren vom Prinzen dahingemetzelten Gemahle zu üben. Das Ziel ihrer Rache war der schöne Schwan, um dem Prinzen seine Herzallerliebste zu entreißen. Im Verborgenen schmiedete die rothaarige Hexe ihre üblen Ränke, die jedoch von der guten, in die Zukunft blickenden Fee durchschaut wurden. Daraufhin erklärten sich die Wölfe bereit, den schönen Schwan zu beschützen. Doch wie das Schicksal den hübschen, heißen Wolfsjungen immer wieder mit dem schönen Schwan zusammenbrachte, war auch er in unauslöschlicher Liebe zu dem holden Schwan entbrannt. Dem eiskalten Prinzen gefiel das natürlich gar nicht. Die beiden Galane wetteiferten um die Gunst des schönen Schwanes, doch der Schwan wollte sich für keinen der beiden Anwärter um ihre Gunst wirklich entscheiden. Doch dann erschien die böse Hexe mit ihren Schergen und eine gar heftige Schlacht um das Leben des schönen Schwanes entbrannte. Die böse Hexe wurde vernichtet und der schöne Schwan entschied sich für den bleichen Prinzen und ließ das Wölflein wie ein besabbertes Päckchen Hundekuchen fallen. Der schöne Schwan und der bibberkalte Prinz lebten von nun an glücklich .... stopp – halt – es kommen doch noch zwei Teile ... Das mit dem entgültigen Happy End wird also noch zwei Filme lang dauern und dauern und dauern.

Anmerkung der Rezensentin:

Nachdem Twilight zum Gähnen ist, New Moon in meinen Augen besser als der erste Film abschneidet, aber immer noch zum Einschlafen, gefällt mir Eclipse eigentlich gar nicht mal so schlecht. Die Filmmusik ist gut, die Landschaftsaufnahmen sind schön und es gibt sogar etwas Action. Rileys Darstellung hat mich überzeugt und Jasper entwickelt sich zu einem recht interessanten Charakter.
Allerdings geht mir das (meiner Meinung nach ziemlich unglaubwürdige und aufgesetzte) Liebes-Gesülze ziemlich auf den Nerv.
Die Idee, dass Vampire und Wölfe zusammenarbeiten fand ich hingegen nicht schlecht und wäre ausbaufähig gewesen. Leider erfolgte die kooperative Zusammenarbeit dermaßen schnell, dass ich mich schon frage, ob es eine soooooo tiefgreifende und unüberbrückbare Feindschaft zwischen den Spezies überhaupt gab, wie zuvor immer behauptet wurde. Da hätte man den Wölfen ruhig mehr Leinwandzeit gönnen können und es wäre um einiges glaubwürdiger geworden, und das nicht nur, weil ich die Quileute-Jungs ganz nett finde.

Fazit: Da mir einige Szenen (z.B. die Kampfübungen) recht gut gefallen haben und ich Eclipse im Vergleich zu den übrigen Filmen der Twilight-Welt, die ich bisher gesehen haben (1-4) recht amüsant finde, vergeben ich 3 Sterne, nicht zuletzt wegen des Vergnügens, das mir das Schreiben des Märchens bereitet hat.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 24, 2012 8:36 AM CET


The Ring Thing
The Ring Thing
DVD ~ Edward Piccin
Preis: EUR 10,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Grenzdebil oder herrlicher Blödsinn?, 18. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: The Ring Thing (DVD)
Warum nur nehmen wir manchmal sogar den Humor so fürchterlich ernst? Einfach mal Blödeln ohne nachzudenken, warum denn nicht? Zugegeben ich liebe auch eher einen subtileren Witz, aber trotzdem wurde ich von diesem (herrlich) blöden und absurden Film einen Abend lang ganz gut unterhalten.

Der Inhalt (eigentlich nebensächlich) ist rasch erzählt: Wiederbeschaffung eines verlorenen Rings (erinnert mich doch an irgendetwas, oder?). Die Schweizer (wer’s versteht, sollte den Film unbedingt im Original anschauen – um Längen besser) und wie sie den Herrn der Ringe interpretieren, das kann, muss man aber nicht unbedingt gesehen haben.

Freilich, der Humor von „The Ring Thing“ ist flach, niveaulos und dümmlich aber he, es geht meiner Meinung nach noch schlimmer. Und natürlich gibt es auf der anderen Seite eine Menge besserer Filme, die nur so vor Witz und intelligentem, hintersinnigen Humor sprühen. Irgendwo dazwischen tummelt sich The Ring Thing und ich finde, er macht sich dort ganz gut und zwar aus folgenden Gründen:

Mit Selbstironie und einer gehörigen Portion Schenkelklopfen nehmen sich die Schweizer liebenswert und unverkrampft selbst auf die Schippe.
Neben dümmlichen Witzen (ich habe auch ein paar Mal laut gelacht) gibt es auch nette, kleine und versteckte Anspielungen (mit hohem Schmunzelfaktor).
Sehenswerte Landschaftsaufnahmen (man muss nicht unbedingt in Neuseeland drehen) und netter Sound.
Ein (ab und an misslungener) Gag folgt dem anderen ohne auf einem Witz länger als nötig herumzureiten.

Als Fazit lässt sich zusammenfassen: Ein harmloser netter, dummer, lustiger, trashiger, (unterschätzter?), drolliger, alberner aber auch manchmal gelungener Film, der mich nicht stört. Peinlichkeitsfaktor mittel, Nervfaktor erträglich, Anspruch gering.
Kommentar Kommentare (45) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 9, 2013 12:03 PM MEST


New Moon - Bis(s) zur Mittagsstunde
New Moon - Bis(s) zur Mittagsstunde
DVD ~ Kristen Stewart
Preis: EUR 7,99

18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Gebrauchsinformation: Bis(s) zur Mittagsstunde 250 mg Schlafzäpfchen, 29. Dezember 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: New Moon - Bis(s) zur Mittagsstunde (DVD)
Wirkstoff: Stepheniana meyerinalis aufgelöst in 125 Minuten dröge Langeweile

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, denn sie enthält wichtige Informationen für Sie:
Dieses Schlafmittel ist ohne Verschreibung erhältlich. Um einen bestmöglichen Behandlungserfolg zu erzielen, muss "Bis(s) zur Mittagsstunde 250 mg Schlafzäpfchen" jedoch vorschriftgemäß angewendet werden.
- Heben Sie diese Rezension sorgfältig auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
- Fragen Sie die Rezensentin, wenn Sie weitere Informationen oder einen Rat benötigen.
- Wenn sich Ihre Schlafstörungen verschlimmern oder nach dreimaligen Ansehen dieses Filmes keine Besserung eintritt, müssen Sie auf jeden Fall die Dosis verringern und auf keinen Fall Eclipse ansehen.
- Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt, sind Sie selber schuld und können dafür nicht die Rezensentin verantwortlich machen.

Was ist "Bis(s) zur Mittagsstunde 250 mg Schlafzäpfchen" und wofür wird es angewendet?
"Bis(s) zur Mittagsstunde 250 mg Schlafzäpfchen" behandelt die langweilige Liebesgeschichte einer langweiligen Teenagerin ("die Schöne"), die sich in einen noch langweiligeren Vampir ("Eddie") verliebt hat.
"Bis(s) zur Mittagsstunde 250 mg Schlafzäpfchen" wird angewendet zur symptomatischen Behandlung von
- leichten bis mäßig starken Schlafstörungen.
- chronischer Lästerneigung.

Was müssen Sie vor der Anwendung von "Bis(s) zur Mittagsstunde 250 mg Schlafzäpfchen" beachten?
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von "Bis(s) zur Mittagsstunde 250 mg Schlafzäpfchen" ist erforderlich, wenn
- Sie überempfindlich gegen Liebesschmonzetten oder sonstige Bestandteile von "Bis(s) zur Mittagsstunde 250 mg Schlafzäpfchen" sind (wie z.B. glitzernde Vampire, bisslose Werwölfe oder schmalzige Dialoge).
- Sie an keiner schweren Beeinträchtigung der logischen Gehirnfunktionen leiden.

Wechselwirkungen sind möglich mit:
- Filmen, die eine durchdachte Handlung aufweisen.
- Filmen, die durch gute schauspielerische Leistung beeindrucken.

Wie ist "Bis(s) zur Mittagsstunde 250 mg Schlafzäpfchen" anzuwenden?
Die Dosierung richtet sich nach den Angaben in nachfolgender Tabelle:

Alter..............................Einzeldosis................................Maximale Dosis
12 bis 18 Jahren.........1 Zäpfchen (entspricht 125 Minuten)....so oft wie nötig
18 bis 30 Jahren.........1 Zäpfchen (entspricht 125 Minuten)....1 mal reicht meistens
ab 30 Jahren.............1/10 Zäpfchen (entspricht 12 Minuten)...mehr auf einmal wäre nicht vertretbar

Art der Anwendung: Ganz, ganz vorsichtig!
Dauer der Anwendung: So kurz wie möglich, wenn vom Arzt nichts anderes angeordnet.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Filme kann "Bis(s) zur Mittagsstunde 250 mg Schlafzäpfchen" Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
- Sehr häufig: Rhythmisches Schlagen des Kopfes gegen einen harten Gegenstand begleitet von guturalen Schreien, die sich anhören wie "Oh, mein Gott, dass darf doch nicht wahr sein!" oder "Herr, wirf Hirn vom Himmel!".
- Häufig: Leichter Anstieg der Frustrationsgrenze hinsichtlich unlogischer, schlechter, langweiliger, überflüssiger, kitschiger Liebesschmonzetten.
- Gelegentlich: Allergische Reaktion auf blasse, glitzernde Typen ohne ausgeprägte Eckzähne.
- Selten: Nervöse Zuckungen des Kopfes und Austrocknen der Mundschleimhaut aufgrund eines ständig geöffneten Mundes, verbunden mit "Auf-der-Unterlippe-Kauen".
- Sehr selten: Zwanghaftes Entblößen des Oberkörpers sowie unmelodisches Heulen wie ein Wolf.
- Unbekannt: Veränderungen der Gehirnstruktur bei Überdosierung.

Weitere Informationen: "Bis(s) zur Mittagsstunde 250 mg Schlafzäpfchen" enthält als Hauptbestandteil den Wirkstoff "Langeweile". Sonstige Bestandteile sind "schöne Landschaftsbilder", "passable Filmmusik" sowie (in der Fan-Ausgabe) 3 Stunden Extras und ein Miniposter, das nur bei akuter Magenverstimmung zur Erleichterung der Beschwerden angewendet werden sollte.
Kommentar Kommentare (25) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 28, 2012 7:46 PM CET


Star Trek, Die Ehre der Klingonen
Star Trek, Die Ehre der Klingonen
von Marc Okrand
  Broschiert

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Qapla', 23. Oktober 2010
In Zeiten wie diesen, wenn ich glaube, nein, überzeugt bin, für einen Ferengi mit Gestaltwandlerfähigkeiten zu arbeiten und wenn ich auf unerträgliche Kunden und nervende Geschäftspartner reagiere wie ein Klingone auf Tribbles, dann nehme ich dieses Buch immer wieder gerne zur Hand und fühle mich gleich ein kleines bisschen besser, wenn ein klingonisches Sprichwort mir Mut für die nächste Auseinandersetzung mit meiner Umwelt macht.

Natürlich ist dieses Buch eigentlich für den durchschnittlichen Terraner gedacht, der einen ersten groben Einblick in die Denkweise der einstigen Feinde und unberechenbaren Verbündenten der Förderation gewinnen möchte.

Nach einer kurzen Einleitung führt Marc Okrand durch sämtliche Aspekte des klingonischen Denkens, indem er Aussprüche, Zitate, Sprichworte und Redewendungen erläutert und gespickt mit Hintergrundinformationen die besten Krieger des Alpha- (und in meinen Augen auch Beta-, Gamma- und Delta-) Quadranten dem geneigten Leser näher bringt.

Die Aussprüche (zumeist mit Bezug auf die bekannten Star-Trek-Serien und -Filme) werden auf Deutsch und Klingonisch vorgestellt und dann ausführlich erklärt, soweit es einer Erklärung bedarf, um einen tieferen Einblick in das Innenleben der am besten ausgearbeiteten Außerirdischen des gesamten Star-Trek-Universums zu liefern. Aufgelockert wir das ganze durch zahlreiche schwarz-weiß Fotos bekannter und beliebter Klingonen.

Wer bisher noch nicht so viel Kontakt mit den Klingonen hatte, für den ist dieses Buch der ideale Einstieg in die Welt der raubeinigen, poetischen, ehrenhaften, trinkfesten, tiefgründigen, stolzen und gefürchteten Krieger. Wer Blut geleckt hat (nicht wörtlich gemeint), dem empfehle ich eher Star Trek. Das offizielle Wörterbuch Klingonisch - Deutsch / Deutsch - Klingonisch und die Fortsetzung Star Trek, Klingonisch für Fortgeschrittene, wobei sich vor allem letzteres mit allen Aspekten der klingonischen Gesellschaft auseinandersetzt; ein unverzichtbarer Begleiter für alle, die einen Ausflug nach Qo'noS planen.

Noch ein Hinweis (frei nach dem Vorwort zu deutschen Ausgabe) für alle, die den Klingonen in sich zu entdecken meinen: Don't try this at home und wenn doch, dann denkt bei einer romantischen Begegnung mit einem Klingonen wenigstens an das medizinische Notfallset unterm Bett.

Um an den Anfang dieser Rezension zurückzukehren, möchte ich die letzte vorgestellte Redensart dieses Buches zitieren: "Kauf oder stirb." Auf klingonisch: "blhe'bechugh vaj blHegh. Eine gebräuchliche Redensart unter klingonischen Händlern, die normalerweise angewandt wird, wenn Kunden im Laden Waren begutachten oder vergleichen, ohne etwas zu kaufen. ..." (Aber zugegeben, um meinen Chef zu verstehen, wäre dieses Buch Star Trek. Deep Space Nine. Die Mythen und Legenden der Ferengi: Eine Sammlung von Geschichten, Fabeln, Volksliedern, philosophischen Betrachtungen ... auf der Grundlage der Ferengi-Erwerbsregeln wahrscheinlich nützlicher.)
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 21, 2013 7:57 AM CET


Dog Soldiers
Dog Soldiers
DVD ~ Sean Pertwee
Wird angeboten von audiovideostar_2
Preis: EUR 24,25

10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen netter Wurstteller nach Art des Hauses, 22. März 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dog Soldiers (DVD)
Man nehme als Zutaten für diesen Film:
- einen Haufen Soldaten
- einen Einsatz fernab jeglicher Zivilisation (die Schottischen Highlands)
- einen bedrohlichen (zunächst unbekannten) Feind (ein Rudel Werwölfe)
- einen Stinkstiefel in den eigenen Reihen
- eine hilfreiche Frau
- ein einsames Haus
Gut rühren, mit ein bisschen Schockeffekt und etwas Gedärm würzen und noch leicht blutend und dampfend servieren.

Jetzt fehlen nur noch die Gäste (ein Rudel Freundinnen), die richtige Atmosphäre (Vollmond) und die passenden Getränke (reichlich Guinness - ich weiß, ist irisches Bier, schmeckt aber so gut - oder wahlweise, da stilechter, einen Single Highland Malt) sowie, zur Krönung dieses britischen Vergnügens, großzügige Portionen Fish and Chips .... Aaaahwouuuuhhhh .... und fertig ist ein Filmabend ganz nach meinem Geschmack:

Glaubwürdige Charaktere mit gut besetzten Schauspielern (keine botox-erstarrten Hollywood-Gesichter) und, wie ich finde, durchaus realistisch dargestellt (endlich mal keine geschleckten Schönlinge oder Super-Männer, sondern echte Kerle mit authentischen Macken und Schwächen, aber auch Stärken).
Eine unkomplizierte Handlung (dies soll schließlich auch kein intellektuell herausfordernder Film sein), einer kleinen überraschenden Wende am Schluss und mit viel Action in einer grandiosen Landschaft. Ich hab mich keine einzige Minute gelangweilt.

Und nicht zu vergessen: Humor. Natürlich weiß ich nicht, wie es anderen dabei geht, aber mich hat es vor lauter Lachen fast vom Sofa geschleudert. Sergeant Wells (dargestellt von Sean Pertwee - ich liebe ihn) kämpft nicht nur grandios mit den Werwölfen sondern auch noch mit seinen eigenen Eingeweiden. Noch nie fand ich das Innenleben eines Mannes so erheiternd.

Was lässt sich sonst noch über diesen netten, kleinen Film sagen?
Nun, die Werwölfe fand ich eigentlich auch nicht gruselig, aber ich denke der Film würde auch mit mutierten Killer-Kanninchen funktionieren. Die Maske der Werwölfe ist für mich nebensächlich, denn für mich stehen die Soldaten im Vordergrund, ihr Kampf ums Überleben und wie sie mit dieser Bedrohung fertig werden. Und dies ist in meinen Augen durchaus überzeugend dargestellt.
Was ich besonders erfrischend fand: endlich ein Film, der mit (sparsamer) Handlung und Schauspielern zu überzeugen versteht und es nicht nötig hat mit viel Budget und technischen Spielereien (sprich: perfekt animierten Werwölfen o.ä.) von handwerklichen Mängeln abzulenken.

Die DVD ist solide ausgestattet mit Audiokommentaren, nicht verwendeten Szenen,Making of, Gag-Reel, Kinotrailer, Interviews und und (und schlagt mich, wenn ich was vergessen hab). Auf Deutsch (DTS + DD 5.1) und Englisch (DD 5.1) sowie mit deutschen und englischen Untertiteln (mein Tipp: es spricht nichts dagegen, den Film auch mal auf Englisch anzuschauen).

Fazit: Ein Film mit Biss, den ich mir gerne wieder ansehen werde. Na denn: Mahlzeit.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 6, 2013 4:25 PM MEST


Der längste Tag
Der längste Tag
von Ann Cleeves
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die langen, ruhigen Sommertage auf den Shetlands..., 11. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Der längste Tag (Taschenbuch)
...finden ihr unerwartetes Ende durch den Tod eines Unbekannten mit Clowns-Maske. Inspector Jimmy Perez muss der Frage nachgehen, wer er war und findet letztendlich die Lösung des Falles in den verwirrenden Beziehungen der Verdächtigen in der Vergangenheit.

Anne Cleeves zeichnet ein vielschichtiges Krimi-Gemälde mit den diffusen Mittsommernachts-Farben auf den Inseln. Ruhig schreitet die Handlung voran, genauso unaufdringlich wie Jimmy Perez' Ermittlungsmethode. Und fast kam es mir so vor, dass die Lösung des Falles so lang auf sich warten ließ wie ein Mittsommertag auf den Inseln dauert.

Doch in der ruhigen Erzählweise von Anne Cleeves stehen die Beziehungen der Menschen im Vordergrund, denn sie sind der Schlüssel zur Lösung des Falles.

Für manch einen mag sich das Erzähltempo ewig hinziehen, doch mir gefiel die einfühlsame Art, in der die Verdächtigen und auch die Polizisten beschrieben werden. So wird auch die vorsichtige Annäherung von Jimmy Perez und Fran Hunter, die sich schon im ersten Teil der Krimi-Reihe andeutete, geschickt in die Handlung mit eingebaut ohne als Fremdkörper zu wirken.

Die wechselnde Erzählperspektive erlaubt wieder einmal einen tiefen Einblick in die Motivation der Menschen, die in diesen Fall verstrickt sind und so bekommt der Leser eine Fülle möglicher Motive für den Mord geliefert. Doch mir hat alles spekulieren nicht viel geholfen, bis zum Schluss war ich im unklaren über die wahren Hintergründe des Mordes und der Identität des Mörders. Trotz vieler Hinweise, die im Text geschickt angedeutet werden, schafft es Anne Cleeves den Leser bis zum Schluss im Zwielicht der Mittsommernacht rätseln zu lassen und den Fall mit einem kühnen, aber gelungenen Pinselstrich ganz unerwartet enden zu lassen.

In meinen Augen ein wirklich schöner Krimi für all jene, die die ruhigen Zwischentöne lieben, mit einem sympathischen Ermittler, verschlossenen Inselbewohnern, zugereisten 'Engländern', Schafen, Möwen und jede Menge wildromantischer Landschaft.


Die Nacht der Raben
Die Nacht der Raben
von Ann Cleeves
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannende Kost für verregnete Tage, 13. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Nacht der Raben (Taschenbuch)
Das neue Jahr beginnt auf den Shetland-Inseln wahrlich nicht beschaulich. Die neu zugezogene Fran Hunter findet die Leiche eines 16-jährigen Mädchens und die eingeschworene Gemeinschaft der Einheimischen hat auch schon bald einen Verdächtigen auf ihrer Liste.
Doch es ist nicht alles so eindeutig wie es auf den ersten Blick scheint. Inspektor Perez merkt bald, dass noch mehr hinter dem Mord steckt als der ehrbaren Einwohnerschaft lieb ist.

Ob es nun die Polizeibeamten sind, die Verdächtigen, die Dorfbewohner oder Zugezogenen, meiner Meinung nach gelingt es Ann Cleeves die Charaktere lebendig und glaubwürdig zu schildern. Das schwierige und chaotische Verhalten Jungendlicher kann sie genauso treffend darstellen wie die komplexen und verwobenen Beziehungen der Erwachsenen. Durch die wechselnde Erzählperspektive ermöglicht sie es dem Leser tieferen Einblick in die Gedankenwelt der Beteiligten zu nehmen und somit auch die Personen noch realistischer in ihren Beweggründen, und letztendlich auch die Motivation des Mörders, erscheinen zu lassen.

Die ungekünstelte Sprache und der flüssige Schreibstil scheinen in ihrer Klarheit die winterliche Landschaft der Shetland-Inseln wiederzuspiegeln, die in ihrer Einsamkeit gleichsam das Gegenstück zum emotionalen Zustand der Menschen darstellen.

Die Aufklärung des zunächst so einfach anmutenden Mordfalles erweist sich mir als gelungen und spannungsreich aufgebaut. Die vielen versteckten Hinweise und Andeutungen gaben mir eine Ahnung von der wahren Identität des Mörders ohne allerdings die komplette Auflösung vorwegzunehmen. So steuern auch die Ermittlungen gleichsam auf den Höhepunkt des Jahres, der in dem Wikingerfest "Up Helly Aa" seinen Ausdruck findet, zu und die Auflösung bleibt bis zum Schluss überraschend und originell.

Für mich bietet dieser spannende Krimi Unterhaltung pur für einen verregneten Nachmittag und schon jetzt bin ich auf den nächsten Band dieser Reihe gespannt.


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