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Rezensionen verfasst von
Ilja Schilling

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Ich hasse dich - verlass' mich nicht. Die schwarzweisse Welt der Borderline-Persönlichkeit
Ich hasse dich - verlass' mich nicht. Die schwarzweisse Welt der Borderline-Persönlichkeit
von Jerold J. Kreisman
  Taschenbuch

140 von 149 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ich hasse mich -Verlasse dich, 10. Dezember 2002
Nun, ich selbst bin Betroffener des Borderline-Syndroms, habe ebenfalls dieses Buch gelesen und muss sagen, dass ich es von ganzem Herzen hasse! Damit ich will widerum nich sagen, dass es sich um ein schlechtes Buch handelt. Ganz im Gegenteil. Auch für mich war es das treffenste, was ich je über die Thematik gelesen habe.
Aber genau das stellt für mich in gewisser Weise das Problem dar. Ich konnte mich mit mehreren der dargestellten Fallbeispiele derart 'gut' identifizieren, dass es mich innerlich sehr aufgewühlt hat, mich teilweise sogar stark runterzog. Die Tatsache, seine eigene Lebensgeschichte mehr oder weniger in einem Buch wiederzufinden und sich laufend zu denken "das bin ich", wenn man Borderliner ist, kann sehr schmerzlich ausfallen.
Daher war ich mir auch recht unschlüssig darüber, wie viele Punkte ich dem Buch nun geben sollte. Ich habe mich letztendlich dann für 4 Sterne entschlossen, da es sich trotz aller persönlichen Probleme, die sich bei mir durch das Lesen aufgetan haben, dennoch um ein wirklich gut geschriebenes, aufschlussreiches und informatives Buch handelt. Für Menschen, die das Los gezogen haben, mit einem Borderline-Erkranktem zu leben oder in naher Verbindung zu stehen ist es quasi wie geschaffen.
Selbstbetroffenen würde ich nach eigener Erfahrung allerdings vom Kauf des Buches (zum selbst lesen) abraten. Könnte in die Hose gehen... :-/
tab
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 27, 2014 7:28 AM MEST


Unplugged - Rock'n'Roll Realschule
Unplugged - Rock'n'Roll Realschule
Preis: EUR 17,99

11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das beste Unplugged der Welt..., 26. November 2002
Rezension bezieht sich auf: Unplugged - Rock'n'Roll Realschule (Audio CD)
Ja, da hat sich die selbsternannte beste Band der Welt wieder einmal etwas geleistet. An kleinere Überraschungen aus dem Hause Die Ärzte sind wir ja spätestens seit ihrem Band-Book "Ein überdimensionales Meerschwein frisst die Erde auf" gewöhnt, aber mit einem Unplugged-Konzert hatte wohl vorerst keiner gerechnet.
Und trotz aller Angst und Unsicherheit der Ärzte selber vor dem großen Spektakel, ist wieder einmal genau das herausgekommen, was man von den 3 Jungs aus Berlin (aauuss Berlin!) gewöhnt ist. Zwar bleibt die Frage im Raum stehen, in wie fern es sich hierbei noch um ein "unplugged"-album handelt, aber die Songs (und damit meine ich alle!) haben ihren Reiz nicht verfehlt. Im Gegenteil.
So ist es doch wunderschön, Stücke wie "Komm zurück", welches nie zuvor live aufgeführt wurde, hier in der orchestralen Akustik-Version mit Unterstützung des Albert-Schweizer-Gymnasium-Chors zu hören. Und auch wenn die Chorleinlagen an manchen Stellen etwas schief klingen mögen, sollte man nicht vergessen, dass der Gesang aus Kinder- und Jugendlichenmündern stammt und laut dem Regisseur des Ganzen vielleicht sogar gerade deswegen so durchaus symphatisch und niedlich-verspielt erscheint. Und damit behält er Recht!
Wer das MTV-Ärzte-Unplugged im TV gesehen hat, wird wissen wovon ich spreche, wird sich des weiteren über einige zusätzliche Songs auf der CD, die auf MTV nicht gespielt wurden freuen und mit Sicherheit noch viel mehr Gefallen an der prallen, am 06.12.02 (passend zu Nikolaus), erscheinenden Konzert-DVD finden.
So, rock on!


Breakfast of Champions
Breakfast of Champions
DVD ~ Bruce Willis
Wird angeboten von cinesky
Preis: EUR 20,28

18 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bis man tot ist, heißt alles Leben...., 20. November 2002
Rezension bezieht sich auf: Breakfast of Champions (DVD)
*****
Na da wurde der der deutsche "Montags-Videotheken-Besucher" mal wieder schön hinter's Licht geführt.
[Und ich betone an dieser Stelle das Beispiel einer Videothek, da der Film in unseren (und definitiv auch in den amerikanischen) Kinos kaum beachtet wurde, ja eigentlich völlig unterging.]
Und nun hat sich der besagte "Montags-Videotheken-Besucher" also daran gemacht, sich und seinem Anhang mal wieder erfrischend leichte Kost für den Feuerabend zu bieten.
"Oho, ein 'Willis'-Film. Kenn ich gar nicht..."
Jaja, ein Willis-Film. Ein echter Willes-Film? Wohl kaum. Oder doch? Zumindest ist es keiner, wenn man versucht den guten Bruce immernoch in seine "Sitrb Langsam"-Rolle zu quetschen, denn aus dieser ist er eindeutig herausgewachsen.
"Breakfast of Champions" ist alles andere als Popcorn-Kino für den Mainstream. Vielmehr spiegelt er genau die Mitte des Mainstreams wider, die uns beim anschauen des Films so absurd und irrational erscheint, dass man meinen könnte, eine minderbeachtete Subkultur amerikanischer Gesellschaft beim selbstzerstörerischen Treiben zu beobachten.
Und auch wenn es sich bei "Breakfast of Champions" am Ende aller Dinge immernoch um eine Satire handelt, so ist deren beängstigende Realitätsnähe alles andere als lustig. Damit will ich selbstverständlich nicht sagen, dass es norm-geregelt zur Tagesordnung gehört, wenn eure Ehefrauen euch als einzige Kommunikationsbasis im permanenten Tabelttenrausch Werbesprüche an den Kopf werfen, eure Kinder Schlagersongs im hauseigenen Atombunker produzieren und man als Gebrauchtwarenhändler früher oder später dem Wahnsinn verfällt. Nein, norm-geregelt plagt man sich mit noch vielen weiteren Problemen herum, die der Film nicht anspricht.
Und in all der Hülle und Fülle 'seiner' sarkastischen Kritik an die kleinbürgerliche US-Gesellschaft, kann man das einerseits wohl kaum verlangen und fährt andererseits wohl auch besser damit, sich erst diesen Teil der Henkersmahlzeit auf der Zunge zergehen zu lassen, bevor man zum "Dinner for Champions" schreitet.
Prost, Mahlzeit!
Tabasco 2002


Stachelhaut
Stachelhaut

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lüg nicht, ohne die Lüge zu glauben, 19. November 2002
Rezension bezieht sich auf: Stachelhaut (Audio CD)
Nun, Genuss ist immer eine Frage des Anspruchs, da habe ich keine Zweifel. Zweifelslos ist auch der neusten und somit letzten Scheibe Sandows ein nicht geringer Anspruch zu Teil geworden. Auf welcher Ebene der menschlichen Psyche sich dieser allerdings bewegt/bewegen sollte, kann nur der Hörer der akustischen Vergewaltigung selbst erleben. Wer Kai Uwe Kohlschmidt persönlich kennt, wird wissen, wie er zu fühlen hat und wird es wahrscheinlich dem zum Trotze gerade deshalb völlig anders empfinden. Sich einer Klangvielfalt wie der Sandows auszusetzen bürgt selbstverständlich immer Toleranz in sich, die nach Eintauchen in die Tiefe, abgründiger als die des Faust, eindeutig belohnt werden soll. Andere der Musik des "fatalen Ostblock-Quardetts" auszusetzen bringt widerum Verantwortung mit sich und soll wohlmöglich absichtlich für unheimliche Schwere auf den Schultern des Präsentanten wirken. Und das ist auch gut so!
...und wer am Ende dieser Platte immernoch nicht gelernt hat, den Odysseus in sich zuzulassen, hat entweder vergessen sich die Ohrstöpsel aus den Hörmuscheln zu ziehen, um den Klang der Sirenen genießen zu können, oder hat im Laufe seiner materiellen Einkäufe einfach vergessen, "dass da drin irgendwie auch noch was ist".
Bindet euch von den Masten los!
Tabasco 2002


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