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Rezensionen verfasst von
Jutta Jordans
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Mobistel ES1 weiß (Handy ohne Branding)
Mobistel ES1 weiß (Handy ohne Branding)

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen klein und fein, 20. März 2010
Ich habe mir das ES1 vorgestern gekauft und bin sehr zufrieden. Ich wollte hauptsächlich ein Handy als mp3 Player und hier hat das ES1 durchaus seine Stärken. Vor allem hat es einen 3.5 mm Klinkenanschluss, so dass man normale Kopfhörer anschließen kann. Die Musik kann man entweder automatisch in einer großen Playlist verwalten lassen oder sich selber manuell Playlists anlegen.
Schwächeln tut das ES1 bei seiner Internetfähigkeit. Hier geht nur WAP. Wer also mit seinem Handy hauptsächlich surfen will, ist sicher mit einem anderen Gerät besser bedient. Auch einen GPS Empfänger gibt es nicht (weder eingebaut noch nachrüstbar), was aber in der Preisklasse auch keinen wundert. Ich fasse mal ein paar weitere Plus- und Minuspunkte zusammen:

+ das Handy ist klein und trotz Plastikgehäuse sehr elegant
+ die Menüführung ist verblüffend einfach und intuitiv, es gibt über Widgets und Schnellzugriffsymbole die Möglichkeit, wirklich leicht an häufig verwendete Anwendungen zu kommen
+ der Touchscreen mit 400x240 Pixeln ist erfreulich leuchtstark und brilliant in der Darstellung
- der Touchscreen reflektiert relativ stark, was bei direktem Sonnenlicht zum Problem wird
- es gibt keine gescheite Halterung für den mitgelieferten Styluspen, man kann den nur mit Faden durch eine Öse ziehen. Allerdings kann ich die meisten Tasten auch gut mit den Fingern bedienen und nutze den Pen kaum.
+ der Speicher ist über MicroSDHC auf bis zu 16 GB erweiterbar, Datenübertragung vom zum PC über das mitgelieferte Datenkabel problemlos (wenn auch etwas langsam), getestet habe ich das allerdings nur unter ubuntu Linux
- die Synchronisationssoftware (PCLink) gibt es nur zum Herunterladen auf der Mobistel Homepage, eine mitgeliederte CD-Version sucht man vergeblich, außerdem gibt es die nur für Windows und Mac, nicht für Linux
- die mitgelieferten Spiele sind schwach, es gibt drei eingebaute Spiele (ein Schiebepuzzle, ein Würfelspiel und das ganz witzige magicsushi) soweie 5 vorinstallierte Java-Spiele, von denen aber 4 Demoversionen sind, die man nur fünf Minuten lang spielen kann, bis man sie kaufen muss

Fazit: ich bin mit dem Handy sehr zufrieden, weil es seine Stärken in dem Bereich hat, der mir wichtig ist, aber ich würde auf jeden Fall empfehlen, es mal selber in die Hand zu nehmen und auszuprobieren, bevor man sich zum Kauf entschließt


Wort für Wort - oder Die Kunst, ein gutes Buch zu schreiben
Wort für Wort - oder Die Kunst, ein gutes Buch zu schreiben
von Elizabeth George
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,00

46 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schreiben und schreiben lassen, 22. Dezember 2004
Zur Zeit scheint es ja irgendwie chic zu sein, Bücher über das Schreiben herauszubringen. Nach Stephen King hat jetzt auch Elizabeth George sich diesem Thema gewidmet.
Elizabeth George schreibt in erster Linie Kriminalromane mit den Charakteren Inspektor Lynley und Barbara Havers, die in England spielen und international enorm erfolgreich sind. Man kann sie also problemlos als Bestsellerautorin einordnen. Trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen, kommt ihr "Wort für Wort oder Die Kunst ein gutes Buch zu schreiben" recht bescheiden daher. Elizabeth George legt großen Wert darauf, immer wieder zu betonen, dass sie nur einen möglichen Weg beschreibt, der für sie selber gut funktioniert, dass man das aber keinesfalls genauso machen muss.
Trotzdem erschöpft sich ihr Buch keinesfalls in persönlichen Anekdoten. Im Gegenteil, davon gibt es recht wenige. Es ist vielmehr eine wirklich fundiert geschriebene Übersicht darüber, wie man einen Roman oder eine andere längere Erzählung planen kann, wie man Schauplätze und Charaktere ausarbeitet, wie man einen Spannungsbogen aufbaut, Szenen plant etc.
Der Fokus liegt dabei auf der Entwicklung von Figuren, was sicher daran liegt, dass Elizabeth George in ihren Büchern sehr ausgefeilte Charaktere benutzt und ihr diese Thematik am wichtigsten ist.
Veranschaulicht wird das ganze an sehr vielen ausführlichen (für meinen Geschmack manchmal schon zu ausführlich) Textbeispielen aus Romanen verschiedener Autoren. Meine "was ich alles mal lesen muss"-Liste hat sich jedenfalls deutlich verlängert. Leider sind durch die Übersetzung ein paar Patzer hineingeraten (Titel, die falsch zugeordnet wurden, z.B.), die einem aber wohl nur auffallen, wenn man die Texte und ihre Originaltitel kennt.
Ein Kapitel widmet sich der Grammatik und verschiedenen Satztypen des Englischen. Man kann das nur teilweise auf das Deutsche übertragen, worauf aber vom Übersetzer nicht näher eingegangen wird. Dieses Kapitel ist daher eher nutzlos, wenn man deutsche Texte schreibt bzw. kann einen sogar in die Irre führen.
Insgesamt hat mir "Wort für Wort" sehr gut gefallen, besser als die meisten andern Bücher, die ich zum Thema Schreiben bisher gelesen habe, was zum einen natürlich am ausführlichen und nützlichen Inhalt, zum anderen aber auch an Elizabeth Georges Schreibstil liegt, der locker und unterhaltsam ist.


The Last Light of the Sun
The Last Light of the Sun
von Guy Gavriel Kay
  Gebundene Ausgabe

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zurück unter den zwei Monden, 7. Juli 2004
Rezension bezieht sich auf: The Last Light of the Sun (Gebundene Ausgabe)
Guy Gavriel Kay wird immer besser. Ähnlich wie in "The Lions of Al-Rassan" und dem "Sarantium Mosaic" nimmt er auch hier eine historische Person und ihre Zeit zum Vorbild, um eine Geschichte voller Poesie und Dramatik zu spinnen. Diesmal ist es König ALfred der Große, der englische Herrscher, der im 9. Jhdt. die Angelsächsischen Stämme in Großbritannien eint und somit eigentlich der erste war, der sich mit recht König von England nennen durfte. Aber wie immer beschränkt Kay sich nicht auf einen Hauptcharakter in seiner Geschichte, sondern verstrickt die Leben und Schiksale vieler Charaktere miteinander zu einem komplexen Gesamtbild. Seine Sprache ist dabei sehr poetisch und er versteht es nach wie vor, mit dem Tempo der Geschichte zu spielen und den Leser immer wieder durch ungeahnte Wendungen zu überraschen. Ein wunderschönes Buch.


Rosetta Stone Explorer 6 Sprachen
Rosetta Stone Explorer 6 Sprachen

72 von 74 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schnelle Wortschatzbildung aber keine Anwendung, 14. Januar 2004
Rezension bezieht sich auf: Rosetta Stone Explorer 6 Sprachen (CD-ROM)
Auf der Suche nach einem Spanischkurs für's Selbststudium im Internet stieß ich immer wieder auf die Rosetta Stone Sprachlernsoftware. Durch die Produktwerbung neugierig geworden wollte ich gerne herausfinden, wie diese Kurse genau aufgebaut sind und habe mir das 6 Sprachenpack bestellt (da gerade im Sonderangebot und günstiger als eine Einzelsprache).
Nach den großen blumigen Ankündigungen in der Werbung bin ich nun doch etwas enttäuscht. Zum einen ist das Programm für eine Bildschirmauflösung von 640 x 480 Pixeln geschrieben (die sich für meine Graphikkarte gar nicht mehr einstellen läßt), bei einer "normalen" Auflösung von 1024 x 768 oder mehr Pixeln hat man ein sehr klein wirkendes Anwendungsfenster in der Mitte des Bildschirms, dessen Größe sich auch nicht verändern läßt. Hin- und Herschalten zwischen diesem und anderen Programmen ist (zumindest unter Windows) auch nicht möglich, wie ich feststellen durfte, als ich dann mit F4 aus dem Programm heraus"tabben" wollte, um die Bildschirmauflösung herunter zu stellen.
Die wenigen Bedienelemente sind zwar mit recht deutlichen Icons versehen, die Bedienung auch nicht wirklich kompliziert. die Tooltips und die Programmhilfe jedoch nur in Englisch vorhanden (besonders sinnfrei für diejenigen, die die ebenfalls im Paket vorhandene englische Sprache ja erst lernen wollen). Man hat ein wenig den Eindruck, hier wurde extrem gespart.
Die Präsentation des Wortschatzes ist sehr gut. Durch deutliche und einprägsame Bilder und viele Wiederholungen kann man sich alle vorgestellten Vokabeln eigentlich sehr gut merken. Ehrlich gesagt wird es meist sogar etwas langatmig, alle 100 Übungen pro Unterkapitel bis zum Ende durchzuhalten. Man fühlt sich ein wenig in die Sesamstraße versetzt, wenn man zum 15. Mal eine Kombination aus den Zahlen 1 - 10 dem entsprechenden Bildchen zugeordnet hat. Aber danach dürfte auch der langsamste Lerner nie mehr vergessen, dass "seis" 6 heißt.
Ob man jetzt lieber ein Bild einem von vier möglichen Texten zuordnen oder einen Text einem von vier möglichen Bildern, kann man sich aussuchen. Auch, ob man den Text lieber nur hören, nur lesen oder gleichzeitig hören und lesen möchte. Außerdem gibt es noch die Option, den Text zu schreiben oder in ein Mikrophon zu sprechen. Die Spracheingabe wird dann mit der des Muttersprachlers verglichen. Die Grundidee bei dieser Spracherkennung ist eigentlich gut, leider führt das jedoch zum Teil zu Frust, weil man außer einer visualisierten (aber für einen Laien nicht sehr aussagekräftigen) Signalzerlegung kein Feedback darüber bekommt, was genau an der eigenen Aussprache noch falsch ist. Man weiß also nie, welche Laute man jetzt noch falsch ausspricht, ob die Betonung das Problem ist, oder ob doch das schlechte Mikrophon schuld ist. Bei einigen Sätzen war meine Gesamtwertung für die Aussprache (angegeben als eine Art Zeiger auf einer rot-gelb-grünen Skala) gleich im grünen Bereich, bei anderen konnte ich mich noch so sehr bemühen, ich kam aus dem roten Bereich nicht heraus (interessanterweise immer bei der weiblichen Originalsprecherin...). Es fehlt jegliche phonetische Einführung, wie die einzelnen Laute auszusprechen sind. Da das Lautsystem bei erwachsenen Sprechern schon ziemlich festgefahren ist, ist es eher illusorisch zu glauben, man würde durch das bloße Zuhören irgendwann auf die richtige Idee verfallen, wie und wo im Mund man denn jetzt das "r" zu rollen habe o.ä.
Die Sprecher sind sehr gut zu verstehen. Das ist natürlich gerade in den ersten Lektionen (und nur die sind ja in der Explorer Version enthalten) auch gut so. Ich habe aber ein bißchen die Befürchtung, dass einem hier ein recht wirklichkeitsfernes Spanisch (Englisch, Französisch etc.) vorgegaukelt wird und man dann, trotz aller Übung, in realen Situationen doch etwas auf dem Schlauch steht.
Die verwendete Grammatik wird nicht erklärt. Das habe ich jedoch als nicht so störend empfunden, denn erstens ist das Wissen, welches man sich problemlos aus einem beliebigen Grammatik-Lehrwerk besorgen kann und zweitens werden zumindest die grundlegenden Konzepte auch durch die präsentiertenn Beispiele klar. Vielleicht ist das wirklich vergleichbar mit dem, wie ein Kind seine Muttersprache lernt, ohne explizit die Grammatik erklärt zu bekommen (das ist laut Selbstdarstellung von Rosetta Stone ja wohl der Ansatz hinter der ganzen Geschichte). Eher analytische Lerner, die immer genau wissen wollen, warum etwas so ist, werden eine grammatikalische Einführung jedoch sicher ebenso schmerzlich vermissen wie die phonetische.
Das größte Manko ist für mich jedoch, dass keinerlei wirkliche Anwendung der gelernten Begriffe und Konstruktionen gefordert ist. Es geht immer nur darum, etwas wieder zu erkennen und eine vorgegebene Fragestellung einer von vier möglichen Lösungen zuzuordnen. Auch bei den Übungen, wo man spricht oder schreibt, muss man immer nur das gerade gehörte wortwörtlich wiederholen bzw. aufschreiben. Es ist keine Transferleistung gefordert. Man wird nicht aufgefordert, auch nur den einfachsten Satz selber zu bilden. So kann man vielleicht seinen passiven Wortschatz in einer Sprache erweitern, wirklich lernen kann man eine Sprache so jedoch mit Sicherheit nicht.
Richtig groß wurde meine Enttäuschung, als ich dann noch in eine der anderen Sprachen hereingeschaut habe, nämlich Russisch. Dort wurden genau die gleichen Beispiele benutzt und genau die gleichen Wörter eingeführt, wie im Spanischkurs auch. Und ein zweites Mal werden die einhundert Kombinationen der Wörter für Junge, Mädchen, Mann, Frau, Hund, Katze, Auto, Flugzeug, laufen, springen, schwimmen und tanzen dann doch schon fast schmerzhaft...Auch kann ich mir nicht vorstellen, dass ein solches "Alle über einen Kamm scheren" den Einzelsprachen wirklich gerecht wird.
Zusammenfassend bin ich der Meinung, dass die Einführung der Begriffe mit Hilfe des verwendeten Bildmaterials wirklich sehr gut gemacht ist. Als Vokabeltrainer ist das Programm nett und macht Spaß. Aber dazu, eine Sprache im Selbststudium zu lernen, gehört meiner Meinung nach mehr.


Ayla und das Tal der Pferde: Ayla 2 (Kinder Der Erde / Earth's Children)
Ayla und das Tal der Pferde: Ayla 2 (Kinder Der Erde / Earth's Children)
von Jean M. Auel
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sex and the Valley, 3. Dezember 2002
Als ich 14 war, habe ich ehrenamtlich in einer katholischen Pfarrbücherei gearbeitet. Dort stieß ich dann irgendwann auf „Das Tal der Pferde". Seien wir ehrlich: ich habe es, ebenso wie die anderen Jugendlichen in der Pfarrbücherei, vor allem deshalb gelesen, weil unsere moralisch immer etwas übereifrige Bibliothekarin immer wieder versucht hat, dieses Buch unauffällig aus dem Regal verschwinden zu lassen. Ich weiß nicht, wie oft einer von uns Jugendlichen es wieder einsortiert hat, nachdem es „zufällig" in einer Ablage verschwunden, unter den Karteikasten gerutscht oder in den Papierkorb gefallen war. Damals fand ich das Buch toll.
Dann habe ich es Jahre später noch mal gelesen, ebenso wie sämtliche bis dahin erschienen Fortsetzungen (und den Vorläufer „Ayla und der Clan des Bären"). Das hat meine Begeisterung geringfügig gedämpft.
Jetzt habe ich es noch mal vorgekramt, weil ich krank war und etwas Seichtes zum Lesen haben wollte, was mich nicht besonders anstrengt. Es ist und bleibt ein gut lesbares Buch, wenn auch das Strickmuster der Geschichte doch recht simpel ist.
Das Buch spielt in der Altsteinzeit, so vor ca. 35.000 Jahren, in einem kleinen Tal in der heutigen Ukraine, vielleicht 100km nördlich des Schwarzen Meeres. Ayla, eine CroMagnon Frau (also eine Homo sapiens sapiens), die durch einen tragischen Unfall in ihrer Kindheit ihre Familie verlor und fast von einem Höhlenlöwen gefressen worden wäre, ist bei einem Neanderthaler-Clan aufgewachsen. Dort wurde sie verstoßen und ist jetzt ganz alleine auf der Welt und hat sich in dieses Tal zurückgezogen. Jondalar, ein CroMagnon Mann, hat zusammen mit seinem Bruder seine Heimat im schönen Schwarzwald verlassen und ist dem Lauf der Donau bis zum Schwarzen Meer gefolgt. Der Bruder stirbt, aber dafür treffen Jondalar und Ayla aufeinander. Und weil sie beide schön, stark, intelligent und mutig sind, Supermenschen ihrer Spezies, sozusagen, passen sie auch besonders gut zueinander. Abwechselnd erfinden sie irgendetwas Neues und sehr Kluges (das Buch schafft es, die beiden ca. 20.000 Jahre menschlicher Evolution in etwa drei Jahren durchlaufen zu lassen) und haben Sex. Nicht gerade hohe Literatur, aber trotzdem recht kurzweilig und sehr anschaulich geschrieben. Man möchte geradezu mit erfinden.


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