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Rezensionen verfasst von
Tristram Shandy
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   

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Rampart - Cop außer Kontrolle
Rampart - Cop außer Kontrolle
DVD ~ Woody Harrelson
Wird angeboten von brandsseller
Preis: EUR 8,49

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen „I Want You to Know: I Never Hurt Any Good People“, 20. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Rampart - Cop außer Kontrolle (DVD)
Mit diesen Worten versucht sich der brutale und verbitterte Polizist David Brown (Woody Harrelson) bei seinen Töchtern für sein Verhalten zu rechtfertigen – als eigentlich schon alles zu spät ist –, und die älteste der beiden, Helen (Brie Larsen), wird ihn traurig-lakonisch zurückfragen: „What about us?“ Diese Szene, in der der gescheiterte Vater und Ehemann – und Mensch – seine zwei Töchter in einem anonymen Hotelzimmer trifft und merkt, daß selbst seine jüngste Tochter dabei ist, sich von ihm abzuwenden, ist eine der gelungensten des Cop-Dramas „Rampart“, das Oren Moverman im Jahre 2011 drehte, denn hier sind deutlich die Verzweiflung und der Wunsch nach Nähe zu spüren, die Brown dazu bringen, auf linkische und verzagte Weise das Gespräch mit seinen Töchtern zu suchen – ein Versuch, der letztlich an den vergangenen Ereignissen sowie an der grenzenlosen Wut, die sich in dem Vietnamveteranen, der zwei kaputte Ehen hinter sich hat, ansammelte, scheitern muß.

Brown hält sich für einen ausgezeichneten Polizisten, der nicht viel Federlesens macht und der Neulinge mit Vorliebe seine Macht spüren läßt. Hispanics und Schwarze sind für den rassistischen Bullen untrennbar mit Drogen und Verbrechen verbunden, und von den neuen Entwicklungen in seinem Beruf will er nichts wissen. Eines Tages jedoch läßt er sich dazu hinreißen, einen Unfallflüchtigen, der seinen Polizeiwagen gerammt hat, schonungslos zusammenzuprügeln – vor einer laufenden Videokamera. Der nächste Skandal um die ohnehin in L.A. schon in Verruf geratene Polizei ist geboren, und Brown sieht sich gezwungen, um seine Existenz zu kämpfen, da er auf das Angebot der Staatsanwältin Confrey (Sigourney Weaver), ihn in den vorzeitigen Ruhestand zu versetzen, auf keinen Fall eingehen will. Während sich der interne Ermittler Timkins (Ice Cube) an seine Fersen heftet – da ist ja auch das Gerücht, daß Brown vor Jahren einen mutmaßlichen Vergewaltiger vorsätzlich getötet habe –, sucht Brown Rat und Hilfe bei dem zwielichtigen Hartshorn (Ned Beatty), einem ehemaligen Cop und Freund seines Vaters, der – wie sollte es anders sein – auch bei der Polizei diente. Hartshorn, der immer noch Verbindungen in die höchsten Chargen hat, suggeriert Brown, er sei Opfer einer gezielten Verschwörung, und schickt ihn seinerseits los, in einer Nacht-und-Nebel-Aktion eine illegale Runde von Glücksspielern auszuheben, um sich auf diese Weise Geld für seine Anwälte zu beschaffen. Doch dieser Coup verstrickt Brown nur noch tiefer in Korruption und Illegalität. Auch sein Privatleben, das ohnehin durch dysfunktionale Beziehungen zu seinen Ex-Frauen und seinen Töchtern und emotionslose sexuelle Begegnungen in Bars gekennzeichnet ist, gerät mehr und mehr aus den Fugen.

Ich hatte „Rampart“ eigentlich in der Erwartung geschaut, einen 08/15-Action-Film zu sehen, doch bekam ich viel, viel mehr, als ich vorausgeahnt hatte: „Rampart“ ist ein kleines filmisches Meisterwerk, das mit seiner Atmosphäre des Fatalismus und der Hoffnungslosigkeit fast schon dem Neo-Noir zuzuordnen ist, ohne sich allerdings deutliche Stilmittel des Noir zu eigen zu machen. Es ist, wie gesagt, eher die Atmosphäre, die mich an die Epigonen der Schwarzen Serie denken läßt. Moverman erzählt seine Geschichte bedächtig und in meist leisen Tönen, indem er fast gänzlich auf die explizite Darstellung von Gewalt und auf Action verzichtet. Er tappt dabei nicht in die Falle vermeintlich sozialkritischer Filme, die für sich beanspruchen, gesellschaftliche Mißstände anzuprangern, während sie doch recht eigentlich eher die primitiven Gelüste eines sensationsgierigen Publikums befriedigen, das sich sein Vergnügen durch den Verweis auf eine angebliche Botschaft des Filmes schönredet. Vor allem durch das intensive Spiel Woody Harrelsons, der hier Großes leistet, sind die schwelende Wut, der blinde Haß, die existentielle Leere im Innern des Cops so deutlich spürbar, daß den Zuschauer ein Gefühl der Beklemmung anwandelt, das durch den ruhigen Ton der Erzählung und den Verzicht auf die narrative Komplettierung noch intensiviert wird. „Rampart“ verurteilt Gewalt, ohne sie explizit zu zeigen, und bietet gleichzeitig mit all seinen Andeutungen und Querverweisen ein differenziertes Psychogramm eines an seiner Seele erkrankten Mannes. Der Film läßt erahnen, warum Brown zu dem geworden ist, der er ist, er zeigt uns an einigen Stellen auch die vergebliche Sehnsucht des Antihelden, den Kontakt zu denen, die ihm etwas bedeuten, zu erhalten – und gleichzeitig vermeidet er es, diesen Mann zu entschuldigen.

Kameramann Bobby Bukowski erzeugt auf subtile Weise eine Atmosphäre der kalten Orientierungslosigkeit und der Beklemmung, indem er immer wieder einzelne Einstellungen in kalten, monochromen Farbtönen dreht oder aber – so in einer Szene, die eine Anhörung Browns durch die Staatsanwältin und den Bürgermeister (Steve Buscemi) wiedergibt – eine Taumel erzeugende Kamera einsetzt. Jedoch drängen sich diese stilistischen Mittel niemals nach vorne, so daß jeder Manierismus vermieden wird und die Bilder niemals durch ein Zuviel an Ästhetisierung in ihrer Unmittelbarkeit entkräftet werden.

Einen spannenden, mitreißenden Thriller habe ich mit „Rampart“ ganz sicher nicht gesehen, sondern etwas ungleich Besseres – nämlich einen Film mit Wiedersehwert. Und vielleicht sogar ein modernes kleines Meisterwerk, das den Zuschauer erschlagen und nachdenklich zurückläßt.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 22, 2014 4:39 PM MEST


Sony AS20 ultrakompakte leichte Action-Cam (Full HD, Carl Zeiss Optik mit F2.8, Ultra-Weitwinkelaufnahmen, Bildstabilisator, WiFi integriert, Foto-Intervallaufnahmen) inkl. Unterwassergehäuse/Halterung
Sony AS20 ultrakompakte leichte Action-Cam (Full HD, Carl Zeiss Optik mit F2.8, Ultra-Weitwinkelaufnahmen, Bildstabilisator, WiFi integriert, Foto-Intervallaufnahmen) inkl. Unterwassergehäuse/Halterung
Preis: EUR 160,25

4.0 von 5 Sternen Eine ordentliche Kamera mit einigen Schwächen, 19. September 2014
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Die Sony AS20 Action-Kamera stellt erst einmal gewisse Anforderungen an die Geduld des Nutzers, denn zum einen kann er an die auf der Kamera gespeicherte Bedienungsanleitung nur dann heran, wenn der Akku, der – zusammen mit einem wasserdichten Gehäuse, einigen Halterungen und einem USB-Kabel – im Lieferumfang enthalten ist, aufgeladen wurde. Zum anderen ist eine Speicherkarte nicht im Lieferumfang inbegriffen, und möchte man nicht sogleich sein Smartphone plündern, dann muß eine solche Karte nachgekauft werden. Daß eine Karte fehlt, kann ich sogar nachvollziehen, denn schließlich wird es ja dem Anwender überlassen bleiben, welche Art von Karte er für seine Aufnahmen nutzen will, doch hätte man doch einen Gurt als eine weitere Befestigungsmöglichkeit beilegen können.

Die Kamera selbst macht einen hochwertigen Eindruck, ist klein, handlich und kompakt und durch das Plastikgehäuse auch gut gegen Umwelteinflüsse geschützt. Sie ist mir zudem gleich am Anfang einmal aus der Hand gefallen und hat den Sturz auf unser heimisches Parkett unbeschadet überstanden.

Was die Menüführung angeht, so ist diese einerseits insgesamt intuitiv zu erfassen, doch andererseits ob der geringen Anzahl an Bedienungsknöpfen auch ein wenig umständlich. Jedoch kann man sich schon nach kurzer Zeit eingewöhnen. Die Aufnahmen selbst sind bei günstigen Lichtverhältnissen für meine Ansprüche sehr überzeugend, da sie sich durch annehmbare Schärfe auszeichnen. Bei schlechteren und wechselnden Lichtverhältnissen hingegen büßen sie schon merklich an Qualität ein. Für meine Bedürfnisse ist die Bildqualität der Kamera mithin in der Regel ausreichend, da ich am liebsten bei schönem Wetter unterwegs bin, doch könnte ich mir vorstellen, daß sie den Bedürfnissen hartgesottener Out-Door-Freaks nicht unbedingt Genüge tun wird. Da ich kein Schwimmer bin, habe ich Unterwasseraufnahmen auch noch nicht ausprobiert, so daß ich über deren Qualität kein Urteil abgeben kann.

Vielleicht tut man gut daran, diese Kamera eher als Einsteigermodell zu sehen, da sie wirklich gute Ergebnisse eher bei gutem Wetter erzielt. Weil sie aber meine persönlichen Bedürfnisse befriedigt und ich aufgrund meines Laienstatus wenig Vergleichsmöglichkeiten habe, bin ich geneigt, die 3,5 Sterne, die ich ihr zubilligen würde, auf 4 aufzurunden.


Garmin GPS-Laufuhr Forerunner 15 LG, Schwarz, 010-01241-10
Garmin GPS-Laufuhr Forerunner 15 LG, Schwarz, 010-01241-10
Preis: EUR 123,00

5.0 von 5 Sternen Motivierende Laufuhr, 19. September 2014
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Gleich eingangs sollte ich vielleicht zugeben, daß ich von Hause aus eher ein Sportmuffel bin und jede sich bietende Ausrede vor meinem Über-Ich vorbeidefilieren lasse, um „ausnahmsweise“ einmal auf dem Sofa sitzen zu bleiben. Durch die Garmin Forerunner 15 LG Laufuhr wurde ich allerdings in den letzten paar Wochen dazu animiert, regelmäßig(er) zu laufen und auch an lauffreien Tagen darauf zu achten, nicht zu lange vor dem Computer zu sitzen, ohne mich zeitweise ein wenig zu bewegen. Es bleibt zu hoffen, daß dies nicht nur ein Neuigkeitseffekt ist, sondern daß die Uhr dauerhaft disziplinierend wirkt.

Die Uhr kommt mit einem USB-Kabel, über das sie aufgeladen werden kann und das außerdem die Möglichkeit bietet, Lauf- und Trainingsdaten auf ein kostenloses Trainingsprofil auf der Garmin-Homepage zu übertragen. Des weiteren befindet sich im Lieferumfang eine kurze sog. „Schnellstartanleitung“, in der die ersten Schritte für den Gebrauch der Uhr erläutert werden. Auf der Homepage von Garmin kann man sich auch zur Produktseite der Forerunner 15 LG durchklicken, wo man vier kurze Videos findet, die den Einstieg in bestimmte Funktionen des Gerätes erleichtern. Alles weitere ist, alles in allem, selbsterklärend. Besonders die Videos empfinde ich als eine benutzerfreundliche Alternative zu einem mehr oder weniger umfangreichen Handbuch, das Garmin natürlich auch online bereitstellt.

Ein Herzfrequenzsensor und ein Laufsensor sind allerdings nicht mit im Gesamtpacket enthalten, doch lassen sich beispielsweise Herzfrequenzsensoren von anderen Garmin-Geräten kompatibel mit der Uhr verwenden.

Die Uhr benötigt für ein vollständiges Aufladen ungefähr 3 Stunden und kann dann, laut den Produktinformationen 8 Stunden Lauftraining ohne neues Laden aushalten. Nutzt man sie zwischendurch als Uhr im Alltag, dann hält eine Ladung natürlich um ein Vielfaches länger vor. Ein Lauftraining beginnt man, indem man die Uhr draußen nach dem GPS-Signal suchen läßt, was durchaus eine halbe Minute dauern kann – doch normalerweise wärmt man sich vor dem Laufen ja ohnehin ein wenig auf, so daß man keine Zeit verliert. Die Uhr mißt dann die gelaufenen Kilometer, die dafür benötigte Zeit, den Laufpace sowie die verbrauchten Kalorien und – hat man einen Herzfrequenzsensor – auch die Herzfrequenz.

Allerdings ist die Garmin Forerunner 15 LG nicht nur eine reine Laufuhr, sondern kann auch im Alltag getragen werden. Hier zählt die Uhr dann die im Laufe des Tages zurückgelegten Schritte (wie ich finde, recht genau) samt den dabei verbrauchten Kalorien. Auf Basis der am Vortag zurückgelegten Schritte wird für den jeweils nächsten Tag ein neues Ziel (die Uhr startet mit 7500 Schritten) festgelegt. Sollte man mehr als eine Stunde an einem Ort verharren, dann macht die Uhr ihren Träger mit einem dezenten Piepton und der im Display erscheinenden Aufforderung „Move!“ auf diesen Umstand aufmerksam. Auf diese Weise wird man daran erinnert, vielleicht mal eine kleine Bewegungspause einzulegen.

Die Uhr mag manchem ein wenig klobig erscheinen, um sie im Alltag zu nutzen, und auch das große Display ist für den Alltagsgebrauch unter Umständen nicht nach jedermanns Geschmack, doch habe ich, der ich seit längerem sehr zufrieden mit der noch wuchtigeren Garmin Fenix durchs Leben gehe, keine wirklichen Probleme damit. Einzig das Armband gefällt mir nicht so gut, denn anders als z.B. bei der Fenix läßt es sich nicht so leicht austauschen. Doch dieser eine Punkt trübt den Gesamteindruck dieser wirklich benutzerfreundlichen und motivierenden Uhr nicht nachhaltig.


Ravensburger Spieleverlag 00715 - Tiptoi: Adventskalender
Ravensburger Spieleverlag 00715 - Tiptoi: Adventskalender
Preis: EUR 19,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbare Weihnachtswichtel, 10. September 2014
= Haltbarkeit:4.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:5.0 von 5 Sternen 
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Bevor man sich den Ravensburger Tiptoi Adventskalender ins Haus holt, sollte man sich darüber im klaren sein, daß dieser ohne den Tiptoistift nicht funktioniert UND daß dieser Tiptoistift NICHT im Lieferumfang des Adventskalenders enthalten ist. Man kann ihn separat kaufen oder aber in einem von verschiedenen Startersets, bei denen man noch ein Buch oder ein Spiel erwirbt.

Nun aber zum Adventskalender, den ich für überaus gelungen halte: Hinter jedem der 24 Türchen versteckt sich eine Überraschung, wie beispielsweise insgesamt fünf Wichtelfiguren, Rätsel, Puzzle, Weihnachtslieder, zusammenbaubares Inventar für die Wichtelwohnung, um die es in der Rahmenhandlung geht, und andere kleine Spielzeuge. Als roter Faden dient eine Geschichte um fünf im Wald lebende Wichtel, die das Kind mit jedem Tag, da es ein Türchen öffnet, besser kennenlernt. Die Geschichte ist oftmals interaktiv gestaltet, d.h. das Kind muß beispielsweise ein Glockenrätsel lösen (Tür 1) oder einen Stuhl zusammenbauen (Tür 2), um auf diese Weise die Handlung voranzutreiben. Auch fällt auf, daß wirklich Wert auf eine angemessene und den Wortschatz manches Kindes dezent erweiternde Sprache gelegt wird. In erster Linie aber sind diese kleinen Geschichten auch einfach packend und interessant anzuhören und werden z.T. mit Geräuschen untermalt. Besonders die sprechenden Elfen mit ihren individuellen, sehr humorigen Persönlichkeiten haben mir auf Anhieb gefallen.

Ein besonderes Plus dieses Kalenders ist, daß er aufgrund der Vielfalt von Gegenständen und Ideen, die sich hinter den Türchen verbergen, eigentlich für jeden Tag eine neue Überraschung bereithält, während doch Schokoladenadventskalender eben Schokolade bieten. Außerdem sind die Kinder, die sich mit diesem Kalender auseinandersetzen, für mehr als nur ein paar Minuten beschäftigt – allein schon, um der Erzählung zuzuhören –, und sie werden angeregt zu singen, zu basteln, zu backen, zu spielen und nachzudenken. Vielleicht mag der Preis auf den ersten Blick hoch erscheinen, aber wenn man bedenkt, daß auch andere Hersteller Adventskalender zu ähnlichen Preisen anbieten, diese dann aber ausschließlich mit Spielzeug – und nicht etwa auch mit Geschichten und phantasievollen Impulsen – füllen, dann wird m.E. deutlich, daß der Tiptoi-Adventskalender seinen Preis auf jeden Fall wert ist.

Ich hoffe nur, daß Ravensburger weiterhin an dieser schönen Adventskalenderidee festhalten wird.


babies best Magics Wickelunterlagen 10 Stück, 3er Pack (3 x 10 Stück)
babies best Magics Wickelunterlagen 10 Stück, 3er Pack (3 x 10 Stück)
Preis: EUR 13,88

5.0 von 5 Sternen Sehr gute Qualität, 10. September 2014
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Die babies best Magic Wickelunterlagen mögen zunächst einmal verhältnismäßig teuer erscheinen, doch gehören sie zu den besten Unterlagen, die mir – oder vielmehr meiner kleinen Tochter – bislang untergekommen sind. Sie überzeugen durch die Wabenstruktur, die Flüssigkeiten zuverlässig aufsaugt, sowie durch die Tatsache, daß die Unterlage von der Unterseite her keine Flüssigkeit aufnimmt, was die Verwendung öffentlicher Wickelunterlagen hygienischer werden läßt.

Besonders gut gefällt meiner Frau und mir, daß sich diese Unterlagen sehr platzsparend wieder zusammenfalten lassen und daher auch für den mehrmaligen Gebrauch (und Transport) geeignet sind. Andere Unterlagen geraten hier nämlich nicht selten sehr schnell außer Form und nehmen dadurch sehr viel Platz in der Wickeltasche weg. Da dies bei babies best Magic nicht der Fall ist, ist man eher geneigt, sie wiederzuverwenden, solange sie sauber und trocken sind, und sie nicht einfach entnervt in den Mülleimer zu werfen, so daß man den Preis wieder hereinholt.

Alles in allem für uns ein sehr überzeugendes Produkt!


Spiel mit dem Tode
Spiel mit dem Tode
DVD ~ Charles Laughton

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen „Isn’t It a Pity? The Wrong People Always Have Money.“, 9. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Spiel mit dem Tode (DVD)
So seufzt es die Kunstmalerin Louise Patterson (Elsa Lanchester), als ihr der angetrunkene Redakteur George Stroud (Ray Milland) dabei in die Quere kommt, wie sie eines ihrer Bilder von einem Trödler zurückkaufen will. Aus dem Munde dieser leicht exzentrischen Künstlerin kommend verliert diese Aussage sicher ein wenig von ihrer sozialkritischen Schärfe, so daß sie Regisseur und Drehbuchschreiber wohl kaum hat in Schwierigkeiten bringen dürfen, doch könnte man diesen Satz, erweitert um den Zusatz „The wrong people also always have power“, durchaus als Prämisse dieses 1948 von John Farrow inszenierten Noirs namens „The Big Clock“ ansehen, geht es hier doch um nichts weniger als den Kontroll- und Machtwahn eines Zeitungstycoons, der mit seinen Angestellten umspringt wie ein verwöhntes Kind mit seinen Spielfiguren.

George Stroud arbeitet erfolgreich als Chefredakteur für „Crimeways“, eines von vielen Magazinen, die von dem Medienzaren Earl Janoth (Charles Laughton) verlegt werden. Stroud ist sehr gut darin, untergetauchte Gesetzesbrecher aufzuspüren, indem er mittels eines von ihm entwickelten Systems der scheinbar irrelevanten Hinweise, die von der Polizei gewöhnlich nicht weiterverfolgt werden, ein Psychogramm der gesuchten Person erstellt und somit wohlbegründete Vermutungen hinsichtlich eines möglichen Aufenthaltsortes anstellen kann. Was tut allerdings Janoth mit seinem erstklassigen Mitarbeiter? Er preßt ihn aus wie eine Zitrone und glaubt, nach Gutdünken über seine Zeit verfügen zu können, so daß es Stroud trotz seines Wohlstandes nach sieben Jahren immer noch nicht geschafft hat, mit seiner Frau Georgette – ja, sie heißt wirklich so! – (Maureen O’Sullivan) die Hochzeitsreise anzutreten. Diesmal jedoch ist alles gebucht, und der Ehefrau sind heilige Versprechen gemacht worden. Kurz vor der Abreise indes möchte Janoth seinen Mitarbeiter wieder einmal auf ein neues Projekt ansetzen, doch dieser bleibt hart: Die nächsten Wochen gehören der Familie! Janoth verlegt sich kurzerhand aufs Drohen, er werde Stroud nicht nur feuern, sondern auch noch dafür sorgen, daß er nie wieder bei einem anderen Magazin einen Job finden werde. Stroud läßt sich indes nicht einschüchtern, schmeißt seinen Job und feiert die Präsenz seiner cojones, indem er in einer Bar ein paar Drinks kippt. Leider tut er dies nicht allein, sondern mit Pauline York (Rita Johnson), einer eleganten jungen Frau, die jedoch ihre ganz bestimmten Gründe hat, die Bekanntschaft Strouds zu kultivieren. Sie ist, was Stroud indes nicht weiß, die Geliebte seines Bosses, und möchte nun – da die Liebschaft abzukühlen droht – ihr Wissen über Janoth zu Geld machen. Stroud hat an all dem kein Interesse, und so bleibt es bei einer durchzechten Nacht, die er ganz brav auf Paulines Sofa beschließt. Aus diesem Über-die-Stränge-Schlagen entwickelt sich jedoch – wie so oft im Film noir – eine Katastrophe, denn der am nächsten Morgen unverhofft auftauchende Janoth erschlägt seine Geliebte in einem Anfall von Eifersucht und versucht nun, diesen Mord der Person anzuhängen, mit der Pauline die Nacht verbracht hat. Ironischerweise beauftragt er Stroud, die Identität dieses Mannes festzustellen.

Dies ist die Ausgangssituation für einen sehr temporeichen und spannenden Film Noir, der ungewöhnlich oft durch skurrilen Humor aufgelockert wird. Für letzteren ist vor allem Elsa Lanchester, die Ehefrau Charles Laughtons, zuständig, die hier in der Rolle der leicht überdrehten Malerin für manchen Lacher – und einen insgesamt eher albernen Schlußpunkt – sorgt. Wo wir gerade dabei sind, können wir an dieser Stelle kurz ein Wort über die anderen Darsteller verlieren: Über allen thront natürlich der unglaublich wandelbare Charles Laughton, der einen durch und durch manierierten – für die damalige Zeit könnte dies als Code für Homosexualität gelten – und dabei stets bedrohlichen, selbstsüchtigen Firmenchef gibt. Stets ist Janoth bemüht, die Kontrolle über seine Untergebenen zu behalten – selbst über die Glühbirnen in den Putzmittelräumen wacht er –, und greift rücksichtslos in ihr Privatleben ein. Seine Besessenheit von der namensgebenden großen Uhr in der Eingangshalle seines Geschäftsgebäudes legt beredtes Zeugnis ab von seiner Neigung, über die Zeit seiner Mitmenschen nach Belieben zu verfügen und sie sich in großen Portionen einzuverleiben. Unter der Maske dieses Tyrannen ist – Laughton macht dies durch ein stetes Zupfen Janoths an seinem Oberlippenbart deutlich – ein gewisses Maß an Unsicherheit versteckt. Wenn Pauline davon redet, daß Janoth keinerlei biographische Informationen an die Öffentlichkeit gehen läßt, ist man versucht zu fragen, was dieser Mann denn zu verbergen habe, doch dürfte dem zeitgenössischen Publikum klar gewesen sein, welcher Art die Beziehung zwischen Janoth und seinem treuen Adlatus Hagen (George Macready), der ihm vorbehaltlos hilft, den Mord an Pauline jemand anderem anzuhängen, ist. Auch der stumme (!) Bill Womack (Harry Morgan), der seinem Chef sogar Massagen verabreicht, scheint über Janoths Geheimnis genau Bescheid zu wissen. Janoths Maske beginnt allerdings buchstäblich zu zittern – dank der großartigen Schauspielkunst Laughtons und der souveränen Kameraarbeit John F. Seitz‘ („Double Indemnity“, 1944; „This Gun for Hire“, 1942) –, als Pauline ihm boshaft ins Gesicht schleudert, wie unattraktiv er auf Frauen wirkt.

Laughtons Gegenspieler, wenn man so will, wird von Ray Milland verkörpert, den ich eher für einen nur begrenzt überzeugenden Mimen halte. Vielleicht klingt die Bezeichnung „Cary Grant des kleinen Mannes“ zu böse, vor allem wenn man Millands sehr überzeugende Leistung in Wilders „The Lost Weekend“ (1945) bedenkt, doch scheint mir der Brite durch seinen leicht distanziert-selbstironischen Touch, den er nie zur Gänze abzulegen vermag, nicht immer die beste Wahl zu sein, wenn es darum geht, einen Mann zu spielen, den wirkliche, drängende Verzweiflung antreibt, wie sie in den Worten, mit denen die noirtypische Rückblende in „The Big Clock“ beginnt, anklingt: „Thirty-six hours ago, I was a decent and law-abiding citizen with a wife and a kid and a big job.“ Dennoch bleibt Milland in „The Big Clock“ insgesamt glaubwürdig, wenngleich es ein wenig verwundert, wie kaltblütig er auf den Tod einer Frau reagiert, in deren Wohnung er erst vor einigen Stunden aufgewacht ist.

Der Reigen der Nebendarsteller ist ebenfalls erstklassig: Über Elsa Lanchester wurde bereits gesprochen. Macready überzeugt als zugeknöpfter, glatter Intrigant, und Harry Morgan ist ein typischer Noir-Heavy. Rita Johnson gibt eine mondäne Femme fatale, der ich mehr Leinwandpräsenz gewünscht hätte, und auch Maureen O’Sullivan geht auf in ihrer Rolle als leicht spröde, spießige Hausfrau, der man es wirklich zutrauen würde, pünktlich zum Bahnhof zu fahren, ohne auf ihren Mann, der immerhin gerade seinen Job für die Familie aufgegeben hat, zu warten. Freilich ist diese Konsequenz nach sieben Jahren geduldigen Wartens nur nachvollziehbar und paßt zu dem Zeitmotiv, das den Film durchzieht, in dem beide Seiten – der Mörder und seine Gehilfen sowie der auserkorene Fall Guy – einen Wettlauf gegen die Uhr führen.

Insgesamt ist „The Big Clock“ ein ausgesprochen unterhaltsamer und mitreißender Film, der vor allem durch seine Handlung und die schauspielerischen Leistungen (gerade auch der Nebendarsteller). Die fatalistische Düsternis, die für den Noir so oft bestimmend ist, mag trotz der obenerwähnten Noir-Versatzstücke angesichts des vorherrschenden Humors nicht so recht aufkommen, vor allem auch, weil Kameramann Seitz nur an wenigen Punkten dezidiert seine Handschrift sehen läßt. Betrachtet man jedoch das Gesamtergebnis, kann man wohl sagen, er hat gut daran getan, hier Bescheidenheit walten zu lassen.


Samsung Galaxy K zoom C115 Smartphone (12,2 cm / 4,8 Zoll HD Super-AMOLED-Display, 8 GB interner Speicher, 20,7 Megapixel Kamera, 10-fach optischer Zoom, Android 4.4) Electric-blue
Samsung Galaxy K zoom C115 Smartphone (12,2 cm / 4,8 Zoll HD Super-AMOLED-Display, 8 GB interner Speicher, 20,7 Megapixel Kamera, 10-fach optischer Zoom, Android 4.4) Electric-blue
Wird angeboten von Handyserie
Preis: EUR 399,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kamera mit Telefonfunktion, 6. September 2014
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Jedenfalls kam mir dies nach einiger Zeit so vor, denn angesichts der Leistungsfähigkeit der Kamera traten die anderen Funktionen des Samsung Galaxy K zoom C115 recht bald für mich in den Hintergrund, was nicht heißen soll, daß dieses Smartphone nur als Kamera tauge.

Mein erster Eindruck war zunächst einmal ernüchternd: Das Gerät ist recht groß und auch schwer, und meine erste bittere Frage an mich selbst war: „Warum ist eigentlich keine Kordel dran, damit ich es mir um den Hals hängen kann, denn in die Hosentasche paßt das K zoom wohl nicht ohne weiteres?“ Doch im nachhinein sei gesagt, daß ich mich schneller als erwartet an diese neuen Dimensionen gewöhnt habe und auch meine Befürchtung hinsichtlich der Hosentaschen erwies sich als unbegründet. Es paßt in die meisten Hosentaschen hinein, wirkt dabei von außen auch nicht so, als hätte ich einen Malkasten eingesteckt, und erlaubt es einem sogar, sich hinzusetzen. Also: volle Entwarnung.

Da ich eigentlich zu den Leuten gehöre, die nicht an jedem Ort und zu jeder Zeit potentiell ins Internet gehen können müssen und die auch keine Apps nutzen, bin ich bislang mit einem normalen Handy immer gut gefahren, und so ist das Galaxy K zoom mein allererstes Smartphone. Was mich an ihm überzeugt, ist, daß man hier eine ziemlich gute Kamera für den Alltagsgebrauch bekommt. Zunächst einmal merkt man dies vielleicht nicht so ohne weiteres, aber die Qualität der Photos ist wirklich bestechend und kann sich mit der normaler Digitalkameras ohne viel Federlesens messen. Ich habe sogar eines der von mir ausgedruckten Photos in Serie gehen lassen und für die Gestaltung der Frontseite einer Einladungskarte genutzt. Zum einen überzeugt die Kamera durch das sehr leistungsstarke Xenon-Blitzlicht, zum anderen aber definitiv durch den 10fachen optischen Zoom, mit dem sich blitzschnell scharfe Bilder schießen lassen, und der noch durch einen digitalen Zoom ergänzt wird. Hinzu kommt eine Vielzahl von Aufnahmemodi, die dem Nutzer das Photographieren in bestimmten Situationen erleichtern, nützliche Aufgaben erfüllen (Makromodus) oder auch nur reine Modeerscheinungen – ich sage nur „Selfiemodus“ – bedienen. Eine meiner Lieblingsfunktionen ist die Virtuelle Tour, mit der sich eine Photostrecke durch eine Wohnung oder ein Haus erstellen und anschließend abspielen läßt – eine tolle Idee und technisch perfekt umgesetzt! Zudem lassen sich mit der Videokamera ebenfalls gestochen scharfe HD-Aufnahmen machen.

Die hohe Qualität der Bildaufnahmen erfordert allerdings auch ihren Tribut in Form von Speicherplatz – und da das Smartphone auch eine gute Tonwiedergabe ermöglicht, war ich schnell versucht, meine Lieblingsmusik als mp3 aufzuspielen, was den Speicher natürlich ebenfalls stark beanspruchte –, so daß man bei einem internen Speicher von 8GB, der sich für einen Laien wie mich erst einmal nach viel anhörte, durchaus irgendwann gezwungen ist, Photos und Filme andernorts zu speichern oder aber eine SD-Karte anzuschaffen, um den Speicherplatz zu erweitern. Da die Lösung dieses Problems recht einfach ist, konnten der begrenzte interne Speicher meine Begeisterung für das Smartphone nicht nachhaltig abkühlen lassen.

Es ist wohl charakteristisch für das K zoom C115, daß ich erst an dieser Stelle überhaupt ein Wort über die Telefonfunktion verliere, weil mich einfach die Kamera so begeistert hat. Hier kann ich es kurz machen: Das K zoom C115 leistet als Telefon einwandfreie Dienste, und auch die wenigen Male, in denen ich das Internet benutzte – wie gesagt, muß ich nicht ständig online sein –, war ich von der Geschwindigkeit beeindruckt. Auch das beeindruckend scharfe Display ermöglicht, Internetseiten noch in recht kleiner Darstellung gut lesen zu können.

Die Laufzeit des Akkus ist für mich völlig in Ordnung. Mit meinem alten Mobiltelefon kam ich bislang stets mit einer Ladung mindestens eine Woche lang aus, oft sogar noch länger, was vielleicht zeigt, daß ich mich am Telefon meist sehr kurz halte. Bei dem Smartphone ist es natürlich anders: Hatte ich anfangs schon nach zwei Tagen den Akku aufgebraucht – das Teil verleitet eben zum Herumspielen und Ausprobieren –, so komme ich jetzt, ruhiger geworden, mit einer Akkuladung auch fünf Tage hin. Sehr positiv herauszuheben ist in diesem Zusammenhang auch die kurze Ladezeit des Gerätes.

Insgesamt bin ich sehr froh, an das Galaxy K zoom C115 geraten zu sein: Aus mir wird wohl weniger ein eingefleischter Smartphone-Nutzer werden, der ständig im Internet herumsurft und sich eine App nach der anderen herunterlädt, und sicher auch kein Technikexperte. Doch mit der Qualität der Kamera hat dieses Smartphone bei mir genau ins Schwarze getroffen, so daß ich eine volle Empfehlung ausspreche.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 10, 2014 9:50 PM MEST


Braun Face 810 Gesichtsreinigungsbürste und -epilierer
Braun Face 810 Gesichtsreinigungsbürste und -epilierer
Preis: EUR 59,00

4.0 von 5 Sternen Gründlich, aber auch Gewöhnungssache, 4. September 2014
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Der Braun Face 810 bietet zwei Geräte in einem, nämlich einen ziemlich harten, aber gründlichen und schnellen Epilierer und eine sehr sanfte und angenehme Gesichtsbürste. Der Kopf des Epilierers ist so ausgelegt, daß durch den drehenden Kopf recht schnell die Härchen einer bestimmten Gesichtspartie erfaßt und entfernt werden können, wobei das Ergebnis alles in allem gründlich und überzeugend ist. Als meine Frau das Gerät zum ersten Mal ausprobierte, da hörte ich Worte von ihr, die ich eigentlich sonst beim Autofahren benutze, und als ich den Epilierer dann aus Neugierde bei mir am Bartansatz ausprobierte, da durchzuckte mich – unter anderem – der Gedanke, daß die Worte meiner Frau noch recht milde gewählt waren.

Allerdings hat meine Frau, anders als ich, den Epilierer wiederholt genutzt und meint nun, daß man sich an das unangenehme Gefühl durchaus gewöhnen kann und daß auch die Haut bei wiederholter Anwendung nicht mehr so gereizt sei wie am Anfang. Die Haut im Gesicht ist eben sehr sensibel und das serielle Ausrupfen von feinen Härchen dürfte wohl immer eine unangenehme Angelegenheit sein. Mit dem Ergebnis ist meine Frau insgesamt zufrieden, doch wendet sie ein, daß der Stift (auch laut Gebrauchsanweisung) nicht für die Hautpartien unterhalb der Augenbrauen anwendbar ist – man stelle sich nur einmal den Schmerz vor – und daß doch gerade auch diese Hautpartie mitunter zu bearbeitendes Terrain enthält. Hierin liegt also ein Nachteil des Geräts.

Die Anwendung unter der Dusche, die laut Anleitung möglich ist, dürfte wohl in der Praxis wenig gewinnbringend sein, da man sich unter der Dusche ja „blind“ epilieren müsste, wenn man nicht auch noch einen Spiegel mitnimmt – und wer tut dies schon?

Gut ist allerdings, daß sich die Rotationsrichtung – anders als die Geschwindigkeit – ändern läßt, so daß das Gerät sowohl mit der rechten als auch der linken Hand bedient werden und somit jede Gesichtshälfte bequem behandelt werden kann.

Die Gesichtsbürste weiß insgesamt uneingeschränkt zu überzeugen, denn ihre Anwendung ist weitaus angenehmer als die des Epilierers, und hier ergibt auch die Möglichkeit der Verwendung unter der Dusche durchaus ihren Sinn. Auch hier läßt sich die Rotationsrichtung selbstverständlich ändern. Der sanfte Druck der Bürste stimuliert die Durchblutung der Haut, entspannt sie und hinterläßt ein Gefühl der Weichheit.

Es wird empfohlen, die Bürste nach drei Monaten zu ersetzen, um gleichbleibend gute Ergebnisse zu erzielen. Hierdurch – wie auch durch die Notwendigkeit, neue Batterien nachzukaufen – entstehen allerdings laufende Kosten.

Wünschenswert wäre es allenfalls gewesen, im Lieferumfang ein Etui oder einen Beutel vorzusehen, in dem die Einzelteile – unter anderem die kleine Reinigungsbürste für den Epilieraufsatz – bequem aufbewahrt und transportiert werden können, denn auf diese Weise könnte man sich der insgesamt platzraubenden Verpackung entledigen.

Insgesamt bleibt zu sagen, daß die Bürste völlig überzeugte, der Epilierer jedoch nur mit den oben angeführten Einschränkungen.


Der eiserne Sommer: Reitmeyers erster Fall. Kriminalroman (suhrkamp taschenbuch)
Der eiserne Sommer: Reitmeyers erster Fall. Kriminalroman (suhrkamp taschenbuch)
von Angelika Felenda
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Ruhe vor dem Sturm, 3. September 2014
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Eines vorweg: Angelika Felendas Kriminalroman „Der eiserne Sommer“ ist kein tempo- und actionreicher Reißer, der die niederen Instinkte des Lesers mit detaillierten Beschreibungen von Gewalt und Grausamkeit kitzelt und einen Helden präsentiert, der eigentlich auf alles eine Antwort hat und unbeirrt seinen Weg geht.

„Der eiserne Sommer“ ist statt dessen eine solide, nicht allzu atemberaubende Kriminalgeschichte UND ein wirklich sehr gelungener Historischer Roman. Kommen wir zunächst zum Aspekt der Kriminalgeschichte und fassen kurz die Handlung zusammen, ohne freilich etwas von der Auflösung zu verraten: Es ist der schicksalhafte Sommer 1914, in dessen Verlauf der Erste Weltkrieg ausbrechen wird, und der Schauplatz ist das scheinbar so gemütliche München. Der Kommissär Sebastian Reitmeyer wird mit dem Mordfall an einem Kellner betraut, der – wie sich im Laufe der Ermittlungen herausstellt – Kontakte ins zu jener Zeit noch illegale Homosexuellenmilieu pflegte und die Tatsache, daß in diesem Milieu auch Männer aus den sogenannten besseren Kreisen und dem Militär verkehrten, dazu nutzte, sich mit Erpressung ein Zubrot zu verdienen. Als wenig später ein Komplice des Opfers getötet wird, dämmert es Reitmeyer, daß dort jemand versuchen könnte, einen politischen Skandal zu vertuschen, und kurz darauf wird ihm ebenfalls klar, daß dieser Jemand genügend Macht besitzt, um auch der Polizei Knüppel zwischen die Beine zu werfen.

Felenda erzählt die Kriminalgeschichte aus zwei Perspektiven. Da ist zum einen die eines auktorialen Erzählers, der – abgesehen von wenigen Kapiteln – ganz in der Perspektive des Protagonisten aufgeht und so den Leser an der Ermittlungsarbeit Reitmeyers, wie auch an seinen privaten Problemen, teilhaben läßt. Zum anderen werden immer wieder Tagebuchausschnitte eines in die Mordserie verstrickten Offiziers sowie kurze Memoranda von Militärs dazwischengeschaltet, die die Perspektive des Lesers erweitern, ihm allerdings bei aufmerksamer Lektüre schon im letzten Drittel erkennbare Hinweise auf die Auflösung geben. Der Spannung tut dies indes meiner Meinung nach keinen wirklichen Abbruch, denn als Leser ist man nachgerade fasziniert von der Welt, die die Autorin da auf den Seiten ihres Buches wiederauferstehen läßt.

Und hier sind wir schon beim Historischen Roman, einem Genre, in dem gerade in heutiger Zeit manch ein überehrgeiziger Germanist mit historischem Grundstudium den Leser mit unbeholfenen Gehversuchen zur Verzweiflung treibt. Da werden den Figuren dann seitenlange Exkurse über den geschichtlichen Hintergrund in den Mund gelegt, damit der Leser weiß, woran er ist, oder die Protagonisten denken und handeln wie Menschen unserer Zeit (besonders, wenn der Leser Sympathie für sie aufbringen soll), und – besonders übel – die Sprache paßt nicht zum Zeitkolorit, weil sie entweder zu modern oder zu „Moses, you splendid, adorable fool“-mäßig ist.

Bei Angelika Felenda ist all dies – glücklicherweise! – nicht der Fall: Ihre Sprache ist insgesamt nüchtern, was gut zu der Krimihandlung paßt, und dabei grammatikalisch und stilistisch sicher. Die Dialoge wirken so, als könnten sie von den Menschen der damaligen Zeit wirklich gesprochen worden sein – manchmal mit einem leichten Dialekteinschlag –, und meiden alles Deklamatorische. Vielleicht ist dieses geschickte Händchen für Sprache, das die Autorin in ihrem Erstling zeigt, eben auch ihrem Beruf als Übersetzerin geschuldet, denn diese Tätigkeit schult ja darin, den Ton und Geist einer Vorlage möglichst genau wiederzugeben. Die Personen wirken ebenfalls so, als entstammten sie dem Kaiserreich, von dem uns nun fast 100 Jahre – und doch so viel mehr – trennen. Sie wirken dabei leicht distanziert, so als betrachte man alte Schwarzweißbilder, doch lassen uns die diversen Probleme des so nüchtern und ernst wirkenden Kommissärs dabei nicht etwa kalt: Wir fühlen mit ihm die Frustration, die sich daraus ergibt, daß er als Polizist gegen Militärs nicht ermitteln darf, weil diese einer eigenen Gerichtsbarkeit unterstehen, und daß er den Weisungen von Vorgesetzten folgen muß, die die Doppelmoral der damaligen Zeit bedingungslos unterstützen und dabei von „Staatsräson“ schwafeln. Auch die privaten Probleme Reitmeyers – seine Quasiverlobung mit einer Frau, die er gar nicht liebt, und sein Verlangen nach einer anderen Frau, die für ihn gesellschaftlich unerreichbar scheint, lassen es in dem Roman menscheln. Zum Reichtum der Atmosphäre tragen nicht zuletzt die zahlreichen Nebenfiguren bei, wie etwa der pedantische Brunner, der unfähige Inspektor Klotz, Reitmeyers pragmatischer Kollege Steiger, der ehrgeizige und zu leichter Selbstüberschätzung neigende Polizeischüler Rattler und der zynische Polizeipräsident. Hier liegt sicher noch Potential für manch weiteren Fall Reitmeyers, denn von dieser Polizeitruppe möchte man gerne wiederlesen.

Insgesamt ergibt sich aus dem Treiben dieser – und anderer – Figuren ein differenziertes und glaubwürdiges Sittengemälde der damaligen Zeit, das nicht durch allzu plakative Farbtöne aus dem Rahmen fällt. Die Sonderstellung des Militärs, die gesellschaftlichen Hierarchien und Klassenunterschiede, der Einfallsreichtum, mit dem die linksgerichtete Presse gesellschaftliche Mißstände anprangern mußte, Standesdünkel und Heuchelei – all dies wird geschickt dargestellt, ohne daß die Autorin der Verlockung von Besserwisserei und überheblicher Satire erläge. Allerdings sind die historischen Bezüge und Anspielungen oftmals so behutsam (und dadurch eben glaubhaft), daß ein gewisses historisches Hintergrundwissen beim Leser hilfreich ist. Auch ein gutes Namensgedächtnis sollte man für dieses Buch mitbringen.

Mir hat „Der eiserne Sommer“ ausnehmend gut gefallen, vielleicht weil ich das Buch nicht in erster Linie als reine Kriminalgeschichte gelesen habe. Aber dennoch funktioniert der Roman natürlich auch als solche. Besonders gut ist es der Autorin gelungen nachzuzeichnen, daß der Sommer 1914 für die meisten Zeitgenossen trotz des Attentats in Sarajewo erst einmal ein ganz gewöhnlicher Sommer war, daß sie alle ihren Alltagsgeschäften nachgingen und sich um ihre Alltagssorgen und -vergnügungen kümmerten und kaum erkannten, in welche Katastrophe die Politiker der Großmächte die Welt in Kürze steuern würden. So gebe ich denn alles in allem eine uneingeschränkte Leseempfehlung und freue mich schon auf den nächsten Reitmeyer-Fall.


Apache in agguato [IT Import]
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DVD ~ Audie Murphy
Wird angeboten von inandout
Preis: EUR 14,49

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen „Your Eyes – the Way They Make a Man Go Lonely Inside …“, 27. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Apache in agguato [IT Import] (DVD)
[Vorsicht, Spoiler!]

Auch wenn die liebreizende Kelly (Joan O’Brien) zweifellos ihren ganz besonderen Eindruck auf den wurzellosen Frank Jesse (Dan Duryea) hinterläßt und er immer wieder beteuert, er würde nicht nur ein Pferd, sondern eine ganze Pferdeherde für sie geben, so ändert all dies nichts an seiner Entschlossenheit, die Blondine um 2.000 Dollar zu erleichtern. Doch wie weit Jesse dafür gehen würde, das wird seinem neuen Freund Ben Lane (Audie Murphy) erst ziemlich spät klar. Natürlich kennen Lane und Jesse einander auch erst seit ein paar Tagen, und Lane steht zudem in Jesses Schuld, hat dieser ihn doch davor gerettet, wegen eines Irrtums als Pferdedieb gelyncht zu werden. Dieser Vorfall schweißt die beiden Männer zusammen, die doch in entscheidenden Punkten so unterschiedlich sind, denn während der skrupelhafte Ben sogar das von ihm für ein Wildpferd gehaltene Roß wieder zurückgeben will, lautet Franks Devise: „Never do an honest day’s work until it’s absolutely necessary“, und er versucht Ben sogar, allerdings vergeblich, davon zu überzeugen, sich als Revolverheld zu verdingen. Daß Ben schnell und präzis mit der Waffe ist, beweist er, als er sich zusammen mit Frank zweier Gunslinger erwehrt, die ihnen auf nächtlicher Straße auflauern. Da die Beerdigungskosten für die beiden unbekannten Killer von Ben und Frank getragen werden müssen, kommt ihnen das Angebot der jungen Kelly, sie durch Apachengebiet zu ihrem Ehemann zu begleiten, gerade recht. Kelly hat allerdings ihre eigenen Motive für dieses Angebot: Da sie in Frank den Mann wiedererkannt hat, der ihren Gatten erschoß, möchte sie ihn auf der Reise töten. Allerdings wendet sich das Blatt schneller, als Kelly es erwartet, und sie wird gegen ihren Willen von Frank immer tiefer ins Indianerland verschleppt. Nun ist es an Ben, sich für eine Seite zu entscheiden …

An „Six Black Horses“ (1962) wirken gleich vier Westernveteranen mit: Neben den vor der Kamera agierenden alten Haudegen Audie Murphy und Dan Duryea, die sich beide hier hervorragend die Bälle zuspielen, haben wir Harry Keller auf dem Regiestuhl, einen Mann, der seine Karriere ja in diesem Genre begann und immer wieder zu ihm zurückkehrte. Doch auch die Handschrift des Drehbuchschreibers, Burt Kennedys, ist hier unverkennbar. Wie mein geschätzter Westernfreund Holden bereits erwähnte, war Kennedy maßgeblich für das Script diverser Western des Ranown Cycle verantwortlich, und so wie er dort ganz ungeniert immer wieder bei sich selbst abschrieb, so finden wir auch viele der Ranown-Elemente in „Six Black Horses“ wieder. Das geht von kleineren Versatzstücken – wie der Wiederverwendung der berühmten Dialogzeile „There are some things a man can‘t ride around“ aus „Ride Lonesome“ (1959) und auch „The Tall T“ (1957) oder des Namens Ben Lane, der in „Comanche Station“ (1960) allerdings von Randolph Scotts Widersacher Claude Akins getragen wird – bis hin zu größeren Handlungselementen wie der Reise durch wildes Land, in deren Verlauf zwei Männer, die unter anderen Umständen dauerhafte Freundschaft hätten schließen können, gezwungen werden, gegeneinander anzutreten. Freilich ist der von Audie Murphy verkörperte Ben Lane um einiges weniger ambivalent als die meisten der von Randolph Scott gespielten Protagonisten.

In „Six Black Horses“ ist es eher der Antiheld, der seine Deckung fallen läßt und der dabei in mancherlei Hinsicht sehr menschlich wirkt. Daß es ausgerechnet ein Schurke ist, dem unser Protagonist sein Leben verdankt, ist für Ranown-Freunde nichts Neues. Aber daß der Bösewicht hier so deutlich weniger als eingefleischter Übeltäter gezeichnet wird denn als auf die schiefe Bahn geratener Drifter, das ist relativ ungewöhnlich. So erscheint Frank als jemand, der sich von den Umständen treiben läßt und dabei möglichst wenig Schwimmbewegungen aus eigener Kraft machen will, wenn er etwa auf die Frage hin, warum er bei seinem Lebensmotto denn die Arbeit bei einem Viehtrieb angenommen habe, antwortet, er habe ohnehin die vom Viehtrieb genommene Wegstrecke vor sich gehabt und die Gelegenheit ergriffen, hierbei auch noch Geld zu verdienen. Auch in der Folge wird sich Franks Handeln immer wieder von rein pragmatischen und materialistischen Erwägungen leiten lassen, doch gibt es beizeiten auch Situationen, in denen er ein anderes Gesicht zeigt. Das fängt schon damit an, daß er sich selbst um seinen Lohn für die geleistete Arbeit bringt, als er sich entscheidet, den von seinem Arbeitgeber angeordneten Lynchmord an Ben zu verhindern. Seiner grundsätzlichen Lebenseinstellung nach ist diese Entscheidung eher irrational, so daß man sich fragen muß, was ihn zu dieser selbstlosen Handlung bewogen hat. Auch verrät er Ben später im Gespräch, daß er sich sehr über Kellys Auftrag freue, denn endlich werde er einmal nicht dafür bezahlt einem Menschen das Lebenslicht auszublasen. Daß er hiermit indes generell keine Probleme hat und daß er vielmehr seine Auftragsmorde rationalisiert, indem er aufzeigt, daß es ohne Auftraggeber auch keine bezahlten Killer gäbe, [1] verdeutlicht nochmals die Ambivalenz dieser Figur, für die wir als Zuschauer lange Zeit unsere Sympathien bewahren. Zusätzlich menschelt es noch, wenn der Film seinen Antagonisten davon sprechen läßt, mit welchen Begräbnisfeierlichkeiten er dereinst aus dem Leben scheiden will und Frank dabei bemerkt, daß ein Mann schon von sechs schwarzen Pferden – dies scheint dem Film so wichtig zu sein, daß diese Pferde titelgebend sind – zum Friedhof gezogen werden sollte. Der Gedanke an seinen eigenen Tod läßt Frank denn auch recht nachdenklich werden, und so wischt er die damit aufkommende Unsicherheit denn auch möglichst rasch wieder weg mit den Worten: „But that’s a long way off.“

Wegen seiner spannenden Handlung, die mit der geschickten Inszenierung des Reisemotivs einhergeht, seiner mal witzigen, mal sehr doppelbödigen Dialoge, des erfolgreichen Zusammenwirkens Murphys und Duryeas sowie seiner sehr sympathischen weiblichen Hauptdarstellerin verdient „Six Black Horses“ es auf jeden Fall, in eine anständige Westernsammlung aufgenommen zu werden. Hätten sich Keller und Kennedy dazu entschließen können, auch den Protagonisten noch ein wenig ambivalenter und nicht von vornherein so grundanständig anzulegen, wäre vielleicht sogar ein Vorstoß ins Ranown Country dabei herausgekommen.

[1] Ähnlich rationalisiert er sein Verhalten gegenüber Kelly: Sie habe ihm den Auftrag gegeben, sie zu ihrem Mann zu geleiten, wo sie ihn bezahlen werde. Daß ihr Mann tot sei und ihr Zielort von den Apachen belagert werde, ändere nichts an dem von ihm zu erfüllenden Auftrag, und somit werde er ihn allen Nachteilen für Kelly zum Trotz ausführen und auch die Bezahlung einstreichen.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 1, 2014 7:20 AM MEST


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