Profil für Dr. Rudolf Pichler > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Dr. Rudolf Pichler
Top-Rezensenten Rang: 11.117
Hilfreiche Bewertungen: 284

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Dr. Rudolf Pichler (Graz, Österreich)
(REAL NAME)   

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6
pixel
Die Wunderübung: Eine Komödie
Die Wunderübung: Eine Komödie
Preis: EUR 6,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ungeschliffener, billiger Trash von Glattauer, jammerschade., 20. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Knisternder, spannender Start, tolle Thematik und das dann noch von Glattauer aufgegriffen, das war vielversprechend und mit viel Vorfreude verknüpft - doch dann der jähe Absturz. Kein Spannungsbogen, kein Überraschungseffekt, alles vorhersehbar und dann nicht einmal das in Glattauers Sprach- und Witzkunst zu Ende geführt. Es bleibt nicht einmal ein Schmunzeln zurück, vielmehr große Enttäuschung. Jammerschade, dass hier Lektoren und Verleger nicht mehr Wert auf bleibende Qualität bei auch schon etalblierten Autoren Wert legen. Wenn sich jemand die Freude an Glattauer nicht verderben lassen will, dann sollte man von diesem Druckwerk die Finger lassen. Glattauer kann wesentlich mehr als dieses Produkt zeigt.


Das Weltgeheimnis
Das Weltgeheimnis
Preis: EUR 8,49

4.0 von 5 Sternen Spannende Wissenschaftsgeschichte, 9. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Weltgeheimnis (Kindle Edition)
Auch für nicht naturwissenschaftlich Interessierte sehr spannende Lektüre, die die Personen Kepler und Galilei in ihrem Charakter näher zeichnet, vor allem aber auch die schwierigen Umstände ihrer Arbeit aufzeigt (Religion, Großmachtpolitik, Inquisition, Hexenprozesse). Sehr lesenswert, weil flüssig geschrieben und gut nachvollziehbar.


Ein Mord den jeder begeht: Roman
Ein Mord den jeder begeht: Roman
von Heimito von Doderer
  Sondereinband
Preis: EUR 10,90

2.0 von 5 Sternen Der Zufälle zuviel, den Mord nicht erkannt, 13. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich befürchte, dass ich den Roman nicht verstanden habe und es droht mir wieder einmal die unerfreuliche Einsicht, dass die hohe Intellektualität eines Autors meine bescheidene Wahrnehmungfähigkeit überfordert hat. Auch wenn es nicht wirklich um den Tod der jungen Frau geht, aber wo ist hier ein Mord? Vor allem, einer, den jeder begeht? Die vielzitierte Entdeckung seiner selbst - die des Protagonisten Castilez - ist aus meiner Sicht so subtil beschrieben, dass sie, wie bereits erwähnt, meinen Wahrnehmungen deutlich entwischt oder nur Literaturwissenschaftlern und Kennern der Person H.v.Doderer zugänglich ist. Nur vereinzelt finden sich Stellen, die einen berühmten Autor erkennen lassen, über weite Strecken erzeugt das Buch Gähnen und wenig erkenntlichen Bezug zum Grundstrang der Erzählung (besagte Persönlichkeitsentwicklung von Castilez). Es braucht enorm viele Zufälle und unglaublich glückliche Begegnungen (dies alles nach 9 Jahren), damit die Handlung zu jenem Ende kommt, das am Schluss dann doch noch einmal Spannung aufkommen lässt und den Bogen einigermaßen schließt. So gesehen bin ich an diversen Kommentaren und Aufklärungen anderer Leser sehr interessiert.


Blasmusikpop oder Wie die Wissenschaft in die Berge kam: Roman
Blasmusikpop oder Wie die Wissenschaft in die Berge kam: Roman
Preis: EUR 9,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Intellektueller Silvia-Roman, 1. März 2014
Für ein Erstlingswerk verdient es seine jedenfalls seine Anerkennung. Sprachlich ansprechend, flüssig zu lesen und immer wieder erheiternd, die als Kontrapunkt eingesetzten älplerischen Kurz-Dialoge in beherztem Idioten-Stakkato. So ideenreich und dicht die Handlung ist, so sehr fehlt es ihr dann an Tiefe, es fehlt am Schluss die Botschaft. Die Geschichte rinnt dahin, aber ein wirklilcher Höhepunkt (z.B. im Spannungsfeld von Wissenschaft und ländlicher Tradition, oder ähnliches) fehlt. Es war vergnügliche Unterhaltung, zur Kategorie "Nachhaltige Literatur" fehlt noch einiges. Aber das muss ja auch gar nicht Absicht der Autoring gewesen sein.


The Picture of Dorian Gray (English Edition)
The Picture of Dorian Gray (English Edition)
Preis: EUR 0,00

5.0 von 5 Sternen a master piece of literature, 10. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
timeless, thrilling, excellent, richt in expression and full of wisdom.
for lovers of literature a must and worth to be read more often.


Die Akimuden: Roman
Die Akimuden: Roman
Preis: EUR 18,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Systemkritik auf höchst intellektuellem Niveau, 23. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Akimuden: Roman (Kindle Edition)
Obwohl ich kein Freund von Fiction-Romanen bin, hat mich dieses Werk schnell gefangen genommen. Die Erzählung über die drohende Errichtung eines Parallel-Regimes der Akimuden, oder gar deren Machtübernahme in Russland wird anhand höchst skuriler Szenen und vieler geschichtsträchtiger Wiederbelebungen von Politikern, Künstlern, Literaten aus und in Russland dargestellt. Da und dort wünschte ich mir dann auch mehr Kenntnis über Geschichte und soziologische Hintergründe, um die oft anspruchsvolle Metaphorik besser verstehen zu können. Die über dieses Buch letztlich transportierte Systemkritik ist stilistisch sehr hochstehend und zwingt daher oft zum neuerlichen Lesen von Passagen und man weiß, dass einem immer noch viel verborgen geblieben ist.

So einzigartig sich viele Abschnitte in diesem Buch auch darstellen, so sehr fehlt mir leider auch die Stringenz der Erzählung. Die äußerst originelle Idee von der Auferstehung der Toten wäre für mich schon ausreichend gewesen, um die anzuklagenden Umstände des gegenwärtigen Regimes auf die Schaufel zu nehmen und als Bühne für die letztlichen Botschaften von Jerofejew zu nutzen. So hat der Roman etwas sehr Sprunghaftes, Überflutendes, Inkohärentes, was den Leser mehr fordert, als vielleicht nötig. Das Buch wurde irgendwann dann auch sehr sehr lang, weil einfach der große Spannungsbogen fehlt. Insgesamt war es mir dennoch höchster Genuss, Jerofejew kennen gelernt zu haben und möchte ihn irgendwann auch wieder lesen.


Steirerherz: Sandra Mohrs zweiter Fall
Steirerherz: Sandra Mohrs zweiter Fall
von Claudia Rossbacher
  Broschiert
Preis: EUR 9,90

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen mit Clichees überfüllt und superseicht, 3. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
das Enttäuschedste ist, dass mir der erste Krimi von Frau Rossbacher recht gut gefallen hat und ich mich deshalb wieder auf einen pfiffigen Roman mit Grazer Lokalkolorit von ihr gefreut habe. Aber dieser Roman verkam sehr schnell zum totalen Absturz. Die Rahmenhandlung mit dem Grazer Ferrari-Händler war nur die Spitze einer Fülle von unüberbietbaren und unerträglichen Clichees, nervenden Boulevard-Meinungen und Sozialkritik im Stil einer Kronen-Zeitung. Dann sollte das alles mit stürmischer Verliebtheit bis hin zum WC-Sex aufgepeppt werden, und für die mühselige Ablenkung vom tatsächlichen Mörder musste dann noch blitzartig der eigene Liebhaber herhalten; alles läuft so platt und konstruiert wie in einem Silvia-Roman. Das Ende geht Ratz Fatz, der junge Mann lässt sich wiederstandslos festnehmen, über seine Motive erfährt man überhaupt nichts, als Leser wollte man denn doch noch gerne wissen, warum er z.B. das erste Opfer gepfählt hat. Zu guter letzt ist die gute Kommissarin auf Grund der letzten 14 Tage so supertollen Turbosex auch gleich noch schwanger. Großartig, denn jetzt kann die Hauptdarstellerin endlich in Langzeitkarenz gehen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 3, 2013 9:56 PM MEST


Roman eines Schicksallosen
Roman eines Schicksallosen
von Imre Kertész
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen literarisch misslungene Botschaft, welche Botschaft?, 5. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Roman eines Schicksallosen (Taschenbuch)
Wenn man Kertesz und die Biographie von Kertesz nicht kannte, müsste man schlicht und einfach sagen, es handelt sich hierbei um ein gründlich misslungenes Erstlingswerk. Es ist nicht einmal streckenweise literarisch ansprechend, es ist widersprüchlich und im zweiten Drittel mehr als inhaltsleer. Und die eigentliche Botschaft bleibt missverständlich.

Da man nun weiß, dass Kertesz selbst KZ-Häftling war, will man es sich trotz des nach dem Lesen ausbleibenden Nachklangs nicht allzu leicht machen. Wohlgemerkt bleibt, dass Kertesz in diesem Werk keine Autobiografie sondern einen Roman mit autobiografischen Zügen sieht. Jedenfalls ist beachtlich, dass dieser Roman bei 66 Bewertungen nur 5,4, und nur 3 x 3 Sterne hat. Ich führe das auch darauf zurück, dass die Hemmschwelle, einem früheren KZ-Insassen eine schlechte Kritik zu geben, einfach zu groß ist. Mein Respekt gegenüber jedem Menschen ist die, dass er eine ehrliche Rückmeldung bekommt.

Es wird die Geschichte eines 14 jährigen beschrieben, der vom Arbeitseinsatz in der Heimat, ohne dass seine Mutter noch etwas erfährt, weg in die Lager Birkenau und Ausschwitz deportiert. Die Sprache dieses Protagonisten, der in der Ich-Form erzählt, ist anfangs dem Jugendlichen entsprechend einfach und klar. Mit zunehmendem Verlauf des Romans entwickelt dieses Ich eine unverständliche Wandlung hin zu einer Sprachform, die der eines reifen Geisteswissenschaftlers oder Philosophen entspricht, mit langen, verschachtelten Sätze, sodass man den Bezug zum mittlerweile 15 jährigen verliert.Indem als Kern des Romans das Übel dieser Lager laufend aufs Höchste relativiert werden, kann ich die Sprachänderung auch nicht auf eine - was sonst durchaus nachvollziehbar wäre - radikale Änderung einer Geisteshaltung zurück führen. So gesehen, hat für mich leider unbewusst der frühere Häftling Kertesz das Roman-Ich übernommen.

Der gezeichnete Jugendliche wirkt wahrnehmungsschwach, stumpf, kalt, stroh-dumm oder naiv und alles passt letztlich doch nicht. Es war nicht nachvollziehbar, dass der Junge in dieser ganz pötzlichen neuen Lebenssituation nie wirklich seiner Mutter und Freunden zuhause nachweint, oder er auch nur bedauert, dass sie nicht weiß, wo er jetzt ist. Neben ihm werden hunderte Menschen erniedrigendst behandelt und er sieht die Leichenwagen mit den ausgehungerten geschundenen Leibern und es kommt nahezu zu keiner Regung, kein Mitleid, Unverständnis, Entsetzen oder ähnliches. Ganz im Gegenteil, der 14 jährige aus einfachsten Verhältnissen hat urplötzlich eine schwer nachvollziehbare Souveränität, nämlich die, dass das KZ nur eine andere Normalität ist und man diesem Leben hier viel Gutes abgewinnnen kann und dieser Gedanke, der des Nicht-Anklagens scheint ja das tragende Motiv des Autors für den Roman zu sein. Nach seiner Befreiung meint er:"Sehr viel Interessantes kann ich nicht erzählen" (wohlgemerkt, er sagt nicht: "ich will nicht erzählen")

Mit den zusätzlichen Aussagen "es war nicht die Hölle", "das Leben dort war reiner und schlichter" kommt mir als Leser nicht wenig oft der Begriff der Verharmlosung in den Sinn, was wiederum sicher nicht Absicht von Kertesz war, aber dann wird es eben auch gefährlich. Für so manchen damaligen Insassen werden diese so ganz andere Zugänge und Bewertungen eine ziemliche Zumutung sein und es darf selbstverständlich auch die Sichtweise des Herrn Kertesz sein, aber diese hohe Haltung einer 14-jährigen Romanfigur umzuhängen, ist mir doch zu gewagt und unglaubwürdig. Für mich hatte der Junge ab diesem Zeitpunkt sehr stark autistische Züge und ich denke, dass das aber nicht wirklich die Absicht des Autors war.

Widersprüchlich und eigenartig wird der Junge nach seiner Befreiung. So sehr er während der Haft (fast möchte man dieses Wort nicht verwenden, weil es ja aus seiner Sicht wie ein Abenteuer- Ferienlager geschildert wird) als durchaus interessanten, bereichernden Lebensabschnitt schildert, antwortet er auf die Frage, was er nach seiner Befreiung empfinde ("ich war, nätürlich, äußerst erfreut") kurz mit "Hass", nämlich "für alle". Kertesz lässt einen damit dann alleine. Man weiß nur, es geht auch einen Hass auf die Menschen auch außerhalb des KZ, aber warum plötzlich nun auch wieder auf die KZ-Aufseher und Betreiber, die ja nur das "für ein KZ Natürliche" tun?
Höchst patzig und arrogant antwortet der Jugendliche, auf die Frage, ob er Gaskammern gesehen hätte, mit "Nein, sonst wäre ich ja nicht hier" (??? Gibt es nur die Variante Gaskammern sehen und umkommen oder Gaskammer nicht sehen und nur deshalb überleben ??) Der Junge wird zur Gänze unsympathisch.

Herrn Kertesz ist es unbenommen und er verdient Hochachtung, wenn er es schafft, nach dieser für ihn sicherlich schrecklichen Zeit keine Anklage auf das Erlebte zu führen. Ich halte das aber für eine Leistung eines zum Zeitpunkt der Romanerstellung gereiften Mannes mit doch ca. 55 Jahren. Die Darstellung dieses Zugangs über einen Roman mit einem 14-15 jährigen Protagonisten darzustellen, halte ich für äußerst gewagt und ist im konkreten Fall für mich auch gründlich misslungen. Man findet keinen Zugang zum Protagonisten, man wird mit dem so schwierigen Thema des anderen Umgangs mit dem Thema allein gelassen, es ist widersprüchlich und rein literarisch ohne Wert.

Einen ebenso souveränen aber deutlich besser gelungenen Umgang mit diesen schrecklichen Erlebnissen finde ich in Viktor Frankls: "Trotzdem ja zum Leben sagen". Hierbei geht es ebenso um das Überleben im KZ und einer wesentlich autentischeren Auseinandersetzung mit dieser damaligen Form des Wahnsinns. Hiebei wird keine Kunstfigur bemüht, und hier sind die Gedanken, Motive und Eindrücke von einer ganz anderen Klarheit. Dieses Buch möchte ich in vielerlei anderer Hinsicht empfehlen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 25, 2014 4:12 AM MEST


Rasende Ruinen: Wie Detroit sich neu erfindet (edition suhrkamp)
Rasende Ruinen: Wie Detroit sich neu erfindet (edition suhrkamp)
von Katja Kullmann
  Taschenbuch
Preis: EUR 5,99

4.0 von 5 Sternen Flash auf die Motown, 4. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich wollte es genauo skizzenhaft und kompakt haben, wie es der Autorin hiermit gelungen ist. Der Bericht bringt eine Reihe von Blitzlichtern auf die heutigen Lebensumstände der Menschen, die bis heute den Glauben noch nicht verloren haben, oder einfach auch keine Möglichkeit haben, weg zu kommen. Es gelingt der Autorin, im Stil von nacherzählten Dialogen die Stimmungen und Emotionen ihrer betroffenen Gesprächspartner gut einzufangen. Es werden nicht zuletzt diverse Stadt-Entwicklungskonzepte skizziert und vor allem etliche Leute vorgestellt, die um das Überleben von Detroit über ihre eigenen Interessen hinaus kämpfen.


Der Metzger muss nachsitzen. Kriminalroman
Der Metzger muss nachsitzen. Kriminalroman
von Thomas Raab
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Kurzweiliger Krimi, garniert mit scharfer Gesellschaftssatire, 15. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Buch ist beste Unterhaltung. Der Plot des Krimis ist super, die bissigen Seitenhiebe auf vielfältigste Allüren der Gesellschaft garnieren die Story zu einem wunderbaren Gericht. Rein ins Vergnügen, lesen, lachen, gespannt sein, staunen, immer wieder herzhaft schmunzeln.


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6