Mit grosser Vorfreude aufgrund einiger Vorschusslorbeeren habe ich mich diesem Buch gewidmet, und ich muss sagen, der Anfang hat den Erwartungen standgehalten. Fluessig geschrieben, die idee originell, das macht Gusto auf mehr. Aber mit dem Auftritt der Mossad Agentin (warum nur, warum?) offenbaren sich die ersten Schwaechen. Peinlich hervorzuheben ist hier die beschriebene Duschszene (von der gebraeunten Haut perlende Wassertropfen ... uhhhh), hier musste ich wirklich laut lachen. Ansonsten geht die Schnitzeljagd gut lesbar weiter, macht Spass und regt zum Recherchieren der beschriebenen Plaetze in und um Wien an. Aber dann - der SCHLUSS! Man weiss ja nicht, was das Autorenduo hier geritten hat, aber so etwas unrealistisch-peinliches habe ich selten gelesen. Ohne diesen Agentenschmus und dem unfreiwillig komische Schlusszenario waere das Buch deutlich besser gewesen.
Die Story ist fluessig geschrieben, aber: -1 Punkt) die Uebersetzung tut weh und nervt (wer, um Gottes Willen schreibt am laufenden Band Zuckerschnaeuzchen?) -2 Punkte) es wird kaum ein Klischee ausgelassen. Jeder ist Weltmeister seines Fachs und super austrainiert. Der Killer umgeht alle(s) und ist zeitweise "unschnappbar" -1 punkt) Man kann einfach nicht darueber hinweglesen, dass hier ein Mann aus der Erzaehlsicht einer Frau schreibt. Das merkt man leider von der ersten Seite an, und sorgt fuer sehr holprig-unglaubwuerdige, unfreiwillig komische erotikangedachte Passagen. Nein Danke.