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Beiträge von Nanni "fan...
Top-Rezensenten Rang: 776
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Rezensionen verfasst von Nanni "fantasie-und-traeumerei"
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5.0 von 5 Sternen
Ein berührendes Buch, das sehr zum Nachdenken anregt, 17. November 2012
KLAPPENTEXT: "Rachel, mach dich ganz klein! Versteck dich im Schrank unter der Spüle. Und egal was du hörst, ob Rufe oder Schreie - du darfst keinen Mucks von dir geben. Kein Wort, verstanden? Das ist ganz, ganz wichtig. Es geht um dein Leben." Das sind die letzten Worte, die die 10-jährige Rachel von ihrem Vater hört, als deutsche Soldaten das Judenhaus stürmen, in dem sie mit ihrer Familie lebt. Seitdem spricht Rachel nicht mehr. Kein Wort. Zu niemandem. Alle Hausbewohner werden deportiert und nur sie bleibt zurück. Ein deutsches Ehepaar erbarmt sich und nimmt Rachel bei sich auf. Erst nach dem Krieg begreift sie, dass es keine Hoffnung auf ein Wiedersehen mit Vater, Mutter und der geliebten Schwester geben wird. Doch dann geschieht ein Wunder - und Rachel findet nicht nur ihre Sprache wieder ... AUTORIN: (Quelle: moyasimons.com) Moya Simons wurde in Moree geboren wohnt aber nun in einem östlichen Vorort von Sydney. Sie schreibt manchmal lustige und manchmal ernste Kinder- und Jugendbücher. Ihr Traum ist es Astronaut zu werden, weswegen sie oft über Aliens schreibt. Sie liebt es Kinder zum lachen zu bringen. EIGENE MEINUNG: Egal wie viele Bücher man über den zweiten Weltkrieg und Judenverfolgung liest, es ist und bleibt ein ernstes und schockierendes Thema, das mich immer wieder sehr berührt, bewegt und sauer macht. Rachel ist ein nettes jüdisches Mädchen, das gut behütet in der liebevollen Umgebung ihrer Familie aufwächst. Ihr Vater ist Arzt und ein angesehener Mann. Bis Juden auf einmal nichts mehr wert sind. Rachels Familie muss aus der bisherigen Wohnung raus in die Enge eines Judenhauses, in dem sie sich mit der Familie von Rachels Onkel zusammenquetschen müssen. Und nicht nur das. Ihr Vater darf nicht mehr als Arzt arbeiten, sie müssen sich als Juden kennzeichnen, werden beschimpft und bespuckt. Und eines Tages ereilt auch sie das Schicksal, das viele Juden erleiden mussten. Die Familie wird abtransportiert. Nur Rachel kann sich verstecken und bleibt allein zurück. Doch sie hat Glück im Unglück und wird von einer deutschen Familie aufgenommen. Und sie befolgt auch weiterhin die Anweisung des Vaters: zu schweigen. Moya Simons hat sehr eindrücklich und bewegend die Facetten des zweiten Weltkriegs dargestellt. Seine Unsinnigkeit, die ganze Familien zerstörte, ausrottete und auf einem Wahnsinn basiert, der unbegründet und nicht nachvollziehbar ist. Dies wird in "Ein Flüstern der Nacht" besonders eindringlich aufgezeigt, da Rachels Familie so liebevoll, sympathisch und herzlich ist, dass man sie so sehr lieb gewinnt. Es ist eine Farce der Nazis, das ausgerechnet ein Mensch wie Rachels Vater, der ein guter Mediziner und ein noch viel besserer Mensch ist, als Abschaum bezeichnet wird. Doch Moya Simons beleuchtet nicht nur das Elend, mit dem die Juden zu kämpfen hatten, sondern auch die Schwierigkeiten, denen das deutsche Volk teilweise ausgeliefert war: Entscheidungen zu treffen, ob man das eigene Leben schützen oder das der Juden retten wollte, Vegiftung der Gedanken durch Hitlers Parolen und konditionieren der jungen Deutschen in der Hitler Jugend. Sprachlich ist das Buch genau auf die Zielgruppe der jungen Leser abgestimmt. Es ist deutlich, klar verständlich, jedoch keineswegs flach. Ich könnte mir dieses Buch gut als Schullektüe vorstellen, da es viele DInge aufzeigt, aber Freiraum lässt sich Gedanken darüber zu machen welche Handlungen richtig oder falsch sind und auch oft die Frage aufwirft wie man selbst gehandelt hätte. FAZIT: "Ein Flüstern in der Nacht" ist ein sehr bewegendes und tiefgründiges Buch über den Nationalsozialismus im zweiten Weltkrieg, das nichts beschönigt und die Schrecken dieser Zeit eindringlich darstellt. Es hat mich zu Tränen gerührt und hinterlässt einen Schatten, der zum Nachdenken anregt und dafür sorgt die Augen zu öffnen und schlimme Zeiten wie diese so im Gedächtnis zu verankern, dass sich hoffentlich viele wünschen, dass diese nie wiederkehren.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Eine schön erzählte Familiengeschichte voller Geheimnisse, 15. November 2012
KLAPPENTEXT: Als Valentina nach dem Tod ihres Vaters erfährt, dass ihre Cousine Irma in Wahrheit ihre Halbschwester ist, reist sie nach Sizilien, um sie ausfindig zu machen. Mehr als zehn Jahre haben sich die beiden nicht gesehen, zu tief verletzte es Valentina, dass ihr damaliger Freund Max sie verließ, um mit Irma nach Palermo zu gehen. Doch bei ihrer Ankunft muss Valentina erfahren, dass Irma nach einer scheinbar harmlosen Operation im Koma liegt. Während Valentina noch fürchtet, Max wieder zu begegnen, lernt sie ihre Verwandte Angelina kennen. Diese erzählt ihr eine bewegende Geschichte: von einem Jungen, der ohne Beine geboren wurde und dank der Fürsorge seiner Mutter trotz allen Unglücks die Liebe fand. Diese Geschichte ist der Schlüssel zum Geheimnis der Familie ihres Vaters, und Valentina erkennt, dass sich jetzt auch ihr Leben ändern wird. AUTORIN: (Quelle: Diana) Stefanie Gerstenberger, 1965 in Osnabrück geboren, studierte Deutsch und Sport, bis sie erkannte, dass sie keine Lehrerin werden wollte. Nach einem Wechsel in das Hotelfach lebte und arbeitete sie auf Elba und Sizilien, in der Karibik und in San Francisco. Während der folgenden Jahre als Requisiteurin für Film und Fernsehen musste sie viele Drehbücher lesen und begann selbst zu schreiben. Ihr erster Roman "Das Limonenhaus" (Diana, 2009) wurde von der Presse hoch gelobt und auf Anhieb ein großer Erfolg , gefolgt von ihrem zweiten Roman "Magdalenas Garten" (Diana, 2010). Heute lebt sie mit ihrer Familie in Köln. EIGENE MEINUNG: Valentina hat schon viele Enttäuschungen erlebt. Immer wieder ist sie von Menschen, die sie geliebt hat, verlassen worden. Dies hat sie so sehr herunter gezogen, dass sie kaum noch jemandem trauen kann. Als ihr Vater plötzlich verstirbt, ist sie gezwungen in dessen Heimat Sizilien zu fliegen und dort ihre italienische Familie näher kennen zu lernen. Dies war eigentlich nicht geplant, Valentina wollte endlich die Unabhängigkeit vom väterlichen Haushalt anstreben. Gemeinsam mit ihrem Freund Eric hatte sie sich bereits eine Eigentumswohnung angeschaut. Eric ist die Figur der Geschichte, die mir am unsympathischsten ist. Er und Valentina stehen irgendwie in einem Kontrast zueinander, aber es gibt auch eine Art Verbindung zwischen ihnen. Während Valentina nichts von sich preis geben möchte, ihr Innerstes gut behütet, ist Eric als Arzt so zu sagen täglich damit konfrontiert in den Menschen hinein zu schauen. Allerdings nur auf physischer Ebene und so bleibt er für mich immer recht oberflächlich und egoistisch. Er hält Valentina bewusst klein, indem er ihr immer wieder Spitznamen gibt, die das Adjektiv "klein" als Beiwort tragen. Valentina ist schon deswegen eine sympathische Protagonistin, da sie nicht perfekt und somit sehr authentisch ist. Sie ist ein Mädchen von nebenan, dass sich mit Problemen herumschlägt, die viele andere Menschen auch haben. Am meisten Sorgen macht ihr die Liebe, die sie irgendwie verlernt hat und der sie größtes Misstrauen entgegen bringt. In Sizilien lernt sie nicht nur die Geschichte ihrer Familie kennen, sondern auch viel über sich selbst und vor allem etwas über die Liebe. Denn die lohnt sich immer. "Trau dich, es ist ein Risiko, aber ohne Liebe, ohne Trauer, ohne Schmerz ist das Leben nichts. Wenn du nichts fühlst bist du tot!" FAZIT: Gern lauscht man Stefanie Gerstenbergers Erzählungen, denn sie hat einen angenehmen Erzählton und die Gabe das Meer im Kopf des Leser rauschen zu lassen und den Duft des Oleanders ins Zimmer zu zaubern. Allerdings muss man auch ein wenig Geduld mitbringen, denn der Stammbaum der Vitales ist umfangreich, ebenso wie all die Geschichten, die sie erlebt haben und für diese sollte man sich eben ein wenig Zeit nehmen. Dennoch sind Valentinas italienische Verwandte eine Familie, mit der man sich gerne umgibt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Bedrückend und spannend, 14. November 2012
KLAPPENTEXT: Ein junges Mädchen ohne Namen und Vergangenheit gelangt auf einem Heuwagen in den alten Moloch London, einer Stadt, die zwischen Pracht, Macht und Elend schwankt. Noch regiert der Absolutismus in Europa. Doch das Bürgertum erstreitet sich in einigen Ländern bereits Rechte. Das Mädchen kommt als Dienstmädchen im Haus eines Adligen unter und erhält den Namen Ramis. Dort ergeht es ihr schlecht. Ihr verzweifelter Befreiungsschlag endet mit einer Flucht, die sie nach Bristol und schließlich auf die Weltmeere führt. Sie erkämpft sich eine Existenz zwischen rauhen Piraten, immer mit dem Tod im Nacken. Auf der Suche nach ihrem Platz im Leben stößt sie an ihre Grenzen, aufgerieben zwischen dunklen Leidenschaften und einer unmöglichen Liebe und sie hat sich Feinde gemacht, die ihren Untergang wollen. AUTORIN: (Quelle: Lovelybooks) Elin Hirvi wurde 1983 in Deutschland geboren. Nach einem Studium der Politikwissenschaften arbeitet sie derzeit an ihrer Dissertation. Elin Hirvi ist freiberufliche Autorin. Bislang erschienen ist der zweibändige historische Roman "Dunkle Häfen". Die ersten Geschichten hat sich Elin Hirvi in Form von altersgemäßen Pferde- und Tiercomics ausgedacht. Als Jugendliche begann sie mit dem Schreiben, mit einer kreativen Pause während des Studiums und mehreren Auslandsaufenthalten. Jetzt hat sie den Faden wieder aufgenommen und mit dem zweibändigen "Dunkle Häfen" ihren ersten historischen Roman veröffentlicht. Weiterhin widmet sie sich Kurzgeschichten, die in Anthologien erscheinen werden sowie einigen neuen Romanprojekten. EIGENE MEINUNG: Ganz in Eigenregie hat Elin Hirvi ihre historischen Reihe um die junge Ramis aufgelegt. Ihr Mut diesen Schritt, der sicher einige finanzielle Kosten mit sich trägt, hat sich definitiv gelohnt, denn heruasgekommen ist ein Roman, der mit Spannung zu begeistern weiß und Lust auf mehr macht. Keiner weiß woher sie kommt, keiner weiß, wer genau sie ist. Das Mädchen ohne Namen und mit leerem Blick in den Augen landet in Maple House, dem Sitz eines englischen Adeligen, wo es ihr zunächst ganz gut zu ergehen scheint. Doch aus dem Mädchen wird eine junge Frau und dies bemerkt auch ihr Herr Sir Edward. Um seinen gierigen Fingern zu entgehen tritt sie die Flucht an und landet unter Piraten. Doch ob ihr die Freiheit der Meere zu einem besseren Leben verhilft? Elin Hirvi ist freiberufliche Autorin und hat schon einige Erfahrungen mit Schreiben sammeln können, was auch im Roman deutlich wird. Sehr gut hat sie das historische Setting recherchiert und konnte es dadurch authentisch und bildlich darstellen. Manchmal will sie jedoch zu viel des Guten. Dann wird alles bis ins kleinste Detail beschrieben und erklärt, weshalb der Text dann schnell flach und undurchsichtig wirkt. Eine weitere positive Eigenschaft der Autorin ist, dass sie Gefühle unglaublich gut transportieren kann. Schon auf den ersten Seiten hatte Protagonisten Ramis mein vollstes Mitgefühl und auch die ersten Tränen waren bereits geflossen. Dies zieht sich durchs ganze Buch, denn Elin Hirvi ist schonungslos mit ihrer Heldin. Sie erwischt ein Unglück nach dem anderen, so dass es mir manchmal schon zu viel wurde. So viel Leid kann ein Mensch kaum ertragen. Dies ging mir so nah, dass ich das Buch oft aus der Hand legen musste, um durchzuatmen, denn Ramis Situation ist oft wirklich bedrückend. Auch die Covergestaltung hat Autorin Elin Hirvi selbst übernommen. Das Buch zeigt ein Mädchen, das unter sich schaut und damit Ramis Verzweiflung sehr gut wiederspiegelt. Aber sie hält auch einen Degen in der Hand, denn egal was passiert: sie ist wie eine Katze, die sich immer wieder auf die Füße kämpft. FAZIT: "Dunkle Häfen Band 1" kann sowohl mit einer einnehmenden Protagonistin, als auch einer spannenden Handlung beim Leser punkten. Über kleine Schwächen kann man ganz gut hinweg sehen und das Ende des ersten Teils macht Lust auf den zweiten Band, der bereits im Taschenbuch und eBook Format erschienen ist.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Auf der Suche nach dem Glück ..., 6. November 2012
KLAPPENTEXT: "Ich bitte sie um ihren Mann. Nicht für lange, weil ... ich muss sterben." Dieser eine Satz und die Begegnung mit der ungewöhnlichen Amelie stellen Marlenes Leben mit einem Mal auf den Kopf. War sie, die erfolgreiche Ärztin, nicht eben noch glücklich verheiratet? Mit Markus, ihrem Markus? Marlene fasst einen Entschluss. Sie wird nicht zulassen, dass Amelie stirbt. Noch ahnt sie nicht, dass sie ausgerechnet von ihrer Rivalin mehr über das Leben lernen kann, als sie je vermutet hat. Denn das, was Amelie in ihr bewegt, lässt sich nicht mehr zurückdrehen. AUTORIN: (Quelle: Knaur) Nicole Walter hat Sprachen in München studiert und dann als Werbetexterin und freie Journalistin gearbeitet. Seit 1994 schreibt sie unter dem Namen Nicole Walter - Lingen überaus erfolgreich Drehbücher fürs Fernsehen und -filme. "Das Leben drehen" ist ihr erster Roman. Nicole Walter lebt mit Mann und Hund in der Nähe von München. EIGENE MEINUNG: "Ich werde für immer vermissen, was ich mit dir war." Marlene hat ihr Leben im Griff. Sie hat einen tollen Mann und ist Ärztin auf der Krebsstation eines Krankenhauses. Ärztin ist untertrieben. Sie ist Kämpferin. Sie kämpft darum kranken Menschen so viel Leben wie möglich zu erhalten und mit allen Mitteln dafür zu sorgen, dass sie wieder gesund werden. Doch dabei vergisst sie ihr eigenes zu leben. Vernachlässigt ihre eigenen Gefühle und Wünsche. Es kommt wie es kommen muss, denn wenn man sich nicht mehr um sich selbst kümmert, verkümmert auch die Liebe. Und doch trifft es Marlene wie ein Schlag als sie Amelie begegnet, die ihren Wunsch und somit die Tatsache ausspricht, dass Markus sich längst einer Anderen zugewandt hat. Einer Frau, die nicht nur davon lebt, ihre Aufgaben zu erfüllen und ihre eigene Vergangenheit zu verdrängen. Marlene ist eigentlich sehr einsam. Als junges Mädchen hat sie ihre Mutter verloren. Fühlt sich von ihr verlassen und vom Vater im Stich gelassen, denn er hat ihr nicht die Chance gegeben, sich mit ihrer Trauer bei ihm anzulehnen. Seit langer Zeit hat sie zu ihm keinen Kontakt mehr gehabt. Doch dann taucht Amelie auf und zeigt Marlene, was Leben heißt: Gefühle zulassen, Trauer und Wut empfinden und vor allem glücklich sein. Durch Amelie arbeitet Marlene ihr Leben auf und beginnt damit sich selbst zu finden. "`Amelie ist wirklich ein wunderbarer Mensch. Ein bisschen verrückt, kehrt immer gegen den Wind, aber sie hat ein Herz aus Gold.Ž" Amelie ist einer der Mensch, die man besonders nennen kann. Immer ein Lächeln und ein offenes Ohr für Andere, "kehrt sie gegen den Wind". Sie schwimmt gegen die Strömung, ist individualistisch, eine Kämpfernatur und doch anders als Marlene. Während Marlene langsam ins Leserherz hineinwandert, erstürmt Amelie es auf Anhieb, obwohl sie die "Böse" ist, die einer Frau den Mann ausgespannt hat. Und obwohl sie so liebenswert und herzlich ist, wird sie nicht als Übermensch dargestellt, was ihr weitere Sympathien einträgt. Auch sie hat mal schlechte Laune und kann ihre Wut lauthals heraus schreien. Und dennoch ist sie ein Lichtblick unter dunklen Wolken, denn es ist ihr Blickwinkel aufs Leben, der sie zu dem Menschen macht, der sie ist. Die Schreibe der Autorin liest sich schnell und flüssig. Die Thematik ihres Romans ist eigentlich eher traurig, doch mit Hilfe einer poetischen Leichtigkeit, ausgedrückt durch viel Metaphern und einer wunderbar bildlichen Schreibe, transportiert sie sehr gut herüber, dass auch ernste Themen die Menschen, die sich damit befassen, nicht bedrücken müssen. Dass man manchmal negative Erfahrungen machen muss, um das Positive mehr schätzen zu können, und das jede Erfahrung im Leben dazu führt, dass man sich individuell entwickelt. Alles trägt dazu bei unseren Charakter, unsere Art zu prägen und es liegt an uns, wie wir damit umgehen. Es ist an uns Augen und Herz zu öffnen und das Glück beim Schopf zu fassen ... "Hey Marlene, nicht wieder am Glück vorbeirennen. Hol es dir. Dann musst du auch nicht mehr so tun, als ob du glücklich bist. Dann bist du es auch!" FAZIT: "Das Leben drehen" ist ein sehr gefühlvolles Buch, das ernste Themen ernst nimmt und dennoch den Blickwinkel darauf so verändert, dass man sie mit einer neuen Leichtigkeit wahr nimmt. Eine Leseempfehlung für alle jene, die auch mal gern "am Glück vorbeirennen" und sich mal wieder etwas Zeit für etwas schönes nehmen sollten.
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5.0 von 5 Sternen
Spannend, lustig ... da macht lesen so richtig Spaß!!, 5. November 2012
KLAPPENTEXT: Die Missionskarte: Google Earth Die Teilnehmer: Sieben Milliarden Charaktere auf fünf Kontinenten Die Quest: Finde darunter den perfekten Mann für deine alleinerziehende Mutter! Die Regeln: Prüfe alle Bewerber auf ihre Charakterwerte hin, zum Beispiel in Masculinity, also Männlichkeit, Mood, Willenskraft, oder Mechanics! Außer Acht lassen kannst du Fighting Skills. AUTOR: Oliver Uschmann wurde 1977 in Wesel geboren. Seit er denken kann, erfindet er Geschichten. Mit zwölf begann er, sie aufzuschreiben. Er hat abitur gemacht und in Bochum Literatur studiert. In Berlin arbeitete er in einer Werbeagentur. Heute lebt er auf dem Land und erschafft dort gemeinsam mit seiner Frau Sylvia Witt viele Bücher, darunter die Romane "Das Gegenteil von oben" und "Nicht weit vom Stamm" für junge Erwachsene oder die Serie "Hartmut und ich" über eine chaotische WG, die man im Internet virtuell besuchen kann und die schon als reale Kulisse in einem Museum aufgebaut wurde. Er arbeitet als Journalist für Videospiele und Rockmusik und bringt Leuten, die selber schreiben wollen, in Seminaren das Handwerk bei. Seine Freizeit verbringt er mit Frau, Katzen und Fischen im Garten. EIGENE MEINUNG: Die eine Quest gerade abgeschlossen, haben die drei Freunde Finn, Flo und Lukas schon die Nächste im Kopf: einen Mann für Sophia Hertl, Flos Mutter, die eher wie eine zarte Elfe aussieht und nicht wie Mütter eigentlich so aussehen und sein sollten. Klingt zunächst nicht so abenteuerlich, ist es aber dann irgendwie doch, denn sobald erst mal die Liste der Charakterwerte erdacht ist, stellt sich schnell heraus, dass es gar nicht so einfach ist Sophias Ansprüchen genüge zu leisten. Doch dann taucht Heiner auf. Der Alleskönnende Superman, der nicht nur Spitzmäuse am Geruch erkennt, sondern auch noch wie zu Urzeiten Feuer machen kann. Und das allerwichtigste: er mag nicht nur Sophia, sondern auch Flo und seine Freunde. Höchstpunktzahl! Doch gibt es den perfekten Mann wirklich? Auch der zweite Band um die 3er Clique bestehend aus dem sportlichen Lukas, Geschichtenerzähler Finn und Gamer Flo birgt wieder jede Menge Lesevergnügen. Trotz des scheinbar romantischen Hintergrundes den perfekten Mann für Sophia und damit auch Ersatzvater für Flo zu finden, geht es auch in "Finn reloaded" ganz schön rund. Mit ihrem Vorhaben begeben sich die Freunde auf ganz schön dünnes Eis, denn beim ersten praktischen Eignungstest sammeln die Teilnehmer ganz ordentlich Minuspunkte und hinterher ist es im Haus der Hertls eher noch chaotischer. Auch diesmal lässt der locker leichte Erzählton des Autors die Zeit wie im Flug vergehen. Ruck zuck ist man wieder drin im Freundeskreis der drei Jungs, die so unterschiedlich sind, und dennoch zusammen halten wie Pech und Schwefel. Es ist, als würde man dazu gehören und einfach so mitmachen können. Und ein kleines bisschen Liebesgeplänkel kommt dann doch auf, denn nicht nur Sophia fliegen mal wieder die Herzen zu, sondern auch Lukas Freundin Vivienne scheint sich unglücklicherweise in ein Herz zu schleichen ... FAZIT: Es geht spannend weiter mit den drei Freunden Finn, Flo und Lukas. So spannend, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte und ziemlich schnell durch gelesen habe. Es ist ein Wiedersehen mit Freunden, ein Dazugehören und Mitmachen. Ich hoffe, Oliver Uschmann wird uns noch viele weitere spannende Quests mit den Dreien bescheren.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Wundervoll!! Einfach wundervoll!!, 2. November 2012
KLAPPENTEXT: Seit dem Tod seiner Frau sucht Ernest Pettigrew die Ruhe und hält sich an das, was ihm im Leben immer weitergeholfen hat: Höflichkeit, Pflichterfüllung und eine richtig zubereitete Tasse Tee. Seinem aufgeblasenen Sohn, der ihm fremd geworden ist und für dessen Verhalten er sich ständig schämt, geht er, wo er nur kann, aus dem Weg. Und auch von der aufgeregten Fürsorge seiner Nachbarinnen hält er sich fern. Früher war alles besser, seufzt Ernest sich daher in den Bart. Jeder kannte seinen Platz und stellte die Ordnung nicht in Frage. Ausgerechnet die begerzte Jasmina, Besitzerin eines Lebensmittelladens, bringt die starren Ansichten des Eigenbrötlers ins Wanken. Als die beiden sich näherkommen, löst diese ungewöhnliche Leidenschaft großes Unverständnis in ihrer Umgebung aus. AUTORIN: (Quelle: Droemer Knaur) Helen Simonson ist in East Sussex / England geboren und aufgewachsen. Nach dem Abschluss an der London School of Economics hat sie lange in der Werbung gearbeitet. "Mrs. Alis unpassende Leidenschaft ist ihr erster Roman, den sie in den wenigen Stunden, die ihr als Hausfrau und Mutter blieben, schrieb. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in Washington D.C. EIGENE MEINUNG: "Mrs. Alis unpassende Leidenschaft" ist eine der schönsten und vor allem charmantesten Liebesgeschichten, die ich jemals gelesen habe. Dafür verantwortlich ist vor allem der Protagonist des Romans: Major Pettigrew. Als Gentleman und Vertreter der alten Schule,- eingeschlossen all ihrer Höflichkeiten und Konventionen-, passt er hervorragend in das Setting des Romans: ein kleines Dorf in England, das scheinbar unberührt von neumodischen Dingen, verträumt und harmonisch vor sich hin lebt. Doch der Schein trügt, denn weder die Moderne, noch der allgemeine Drang, den eigenen Willen durch zu setzen, machen vor Edgecomb St. Mary halt. Ein Wirbelsturm von Umbrüchen, in Form eines Amerikaners und eines traditionellen Balls, der jedoch eher zu einer Maskerade auf allen Linien wird, bricht über das kleine Örtchen herein. Schnell gerät auch der Major in Angelegenheiten, von denen er sich eigentlich lieber fern gehalten hätte. Doch manchmal muss ein Mann eben tun, was ein Mann tun muss ... Major Pettigrew habe ich sofort in mein Herz geschlossen, auch wenn ich mir fast sicher bin, dass ich in der Realität Schwierigkeiten mit seinen eher spiesigen Ansichten hätte. Immer wieder lässt ihn Autorin Helen Simonson Erfahrungen mit der modernen Welt machen, die sie in sarkastische Geschichten und wundervoll, warmherzige Aussagen verpackt. Major Pettigrew hat einen Blick auf verschiedene Dinge, die von wunderbarer Klarheit sind und den Leser dazu bringen vielleicht selbst die Augen ein Stück weiter zu öffnen, oder sie aus einer anderen Persepktive auf Dinge oder Menschen zu richten. "Das ersparte ihnen nicht nur ein Übermaß an Sahnesauce, sondern auch den muffigen Charme der Kellnerinnen, die allesamt aus dem Reservoir unmotivierter ortsansässiger Schulabgängerinnen stammten und sich eine aus unterdrückter Wut bestehende Grundstimmung zum Markenzeichen gemacht hatten. Viele von ihnen schienen an einer Krankheit zu leiden, die Löcher im Gesicht hinterließ. Erst nach einiger Zeit hatte der Major heruasgefunden, dass die jungen Frauen laut Clubstatuten sämtlichen Schmuck abzulegen hatten und die Löcher ihrer Zierde beraubte Piercings waren." Ohne es zu wissen und eigentlich mit ganz ernsten Absichten, sprüht seine Figur vor Witz, weswegen er von Mitmenschen oft wegen seines trockenen Humors gelobt wird. "`Hör zu, Dad, ich wollte dir nur schnell eine aufregende Neuigkeit erzählen. Sandy und ich haben im Internet ein Cottage gefunden, das für uns in Frage kommt.Ž`Im Internet? Sei bloß vorsichtig, Roger. Ich höre ständig, dass es da nur Betrug und Pornographie gibt.Ž" Des Majors ewige dunkle Wolke vor dem Sonnenschein seines ruhigen Lebens ist sein Sohn Roger. Arrogant, egozentrisch und völlig ungeniert, wenn es darum geht sich im Sinne seiner Karriere irgendwo anzubiedern, geht er nun auch noch eine Beziehung zu einer Amerikanerin ein, zu der er noch nicht mal den gebührenden Abstand einhält, der in der ersten Zeit des Kennenlernens angebracht ist. Die Leben und Eigenschaften der beiden Männer sind so unterschiedlich, dass es kaum zu glauben ist, dass sie zu einer Familie gehören. Doch nicht nur der Major fragt sich, wie es dazu kommen konnte. Es gefällt mir ausgesprochen gut, dass die Autorin dem Leser dort Freiraum gibt, slebst ein Urteil zu fällen, oder sich Gedanken zu machen, wie Roger wohl zu seinen Charaktereigenschaften gelangt ist. Auch mit dieser scheinbar amerikanischen Lebensweise, die Roger für sich gewählt hat, kann Pettigrew so gar nichts anfangen. " `Roger hat ein Auge für gutes DesignŽ, sagte Sandy. `Er könnte glatt als Innenarchitekt durchgehen.Ž Roger lief rot an. ` Wirklich?Ž , fragte der Major. ` Das ist aber eine schwere Anschuldigung.Ž" Und obwohl der Major auch so seine eigenen und sehr strengen Ansichten zur Liebe hat, kann er nicht anders, als die sehr sympathische Nachbarin Mrs. Ali, Besitzerin eines kleinen Ladens, zu hofieren. Gemeinsame Lesestunden, das Interesse an Kipling und ihre guten Umgangsformen lassen sein Herz in ihrer Nähe höher schlagen. Selbst dann noch, als ihre pakistanische Familie in größte Aufruhr gerät. " ` In Liebesdingen sind alle Menschen gleich Ž, wandte der Major ein. ` Ein kompletter Mangel an Impulskontrolle verbunden mit kompletter Kurzsichtigkeit.Ž" FAZIT: "Mrs. Alis unpassende Leidenschaft" ist ein wundervoller Roman, der nicht nur mit einer zarten Liebesgeschichte, sondern auch fantastisch kreierten Charakteren zu begeistern weiß. Eine Geschichte, in der es nur so von Vorurteilen und verstockten Konventionen wimmelt, die auf sehr sarkastische Art und Weise und mit Hilfe eines niveauvollen und wunderbaren Humors aufs Korn genommen werden und den Leser nicht nur zum Mitdenken anhält, sondern auch ausgesprochen vergnügliche Lesestunden bescheren.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Absolue Leseempfehlung: Spannung, Spaß und Abenteuer, 30. Oktober 2012
KLAPPENTEXT: Drei Jungs, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Ein gemeinsames Ziel, das sie zusammenschweißt. Und ein Hindernis gefährlicher als das andere. DIE QUEST: Querfeldein, egal, welches Hindernis sich den Teilnehmern in den Weg stellt. DIE TEILNEHMER: Finn - aufmerksamer Beobachter und genialer Lügner Flo - begeisterter Gamer, der stundenlang zocken kann Lukas - leidenschaftlicher Fußballspieler mit ausgeprägtem Sixpack DIE REGELN: Die Teilnehmer gehen einen Tag lang immer geradeaus. Ein Tag ist definiert als mindestens zwölf Stunden. Die Teilnehmer bewegen sich in einem Korridor von sieben Meter Breite. Alles, was außerhalb dieses Korridors liegt, darf nicht betreten werden. AUTOR: (Quelle: Loewe) Oliver Uschmann wurde 1977 in Wesel geboren. Seit er denken kann, erfindet er Geschichten. Er hat Abitur gemacht und in Bochum Literatur studiert. In Berlin arbeitete er in einer Werbeagentur. Heute lebt er auf dem Land und erschafft dort gemeinsam mit seiner Frau Sylvia Witt viele Bücher. Die Romane "Das Gegenteil von oben" und "Nicht weit vom Stamm" für junge Erwachsene oder die Serie "Hartmut und ich" über eine chaotische WG, die man im Internet virtuell besuchen kann und die schon als reale Kulisse in einem Museum aufgebaut wurde. Er arbeitet als Journalist für Videospiele und Rockmusik und bringt Leuten, die selber Bücher schreiben wollen, in Seminaren das Handwerk bei. Seine Freizeit verbringt er mit Frau, Katzen und Fischen im Garten. Außerdem hat er ständig einen Ball am Fuß. EIGENE MEINUNG: Wer ein Buch sucht, das unglaublich viel Spaß und das Lesen zu einem Abenteuer macht und euch außerdem noch dazu bringt laut aufzulachen, der sollte dringend und ganz unbedingt zu "Finn released" greifen. Finn, Lukas und Flo sind nicht nur Nachbarn und Schulkameraden, sondern auch beste Freunde. Und das, obwohl sie unterschiedlicher kaum sein könnten. Finn lebt mit seinen Eltern in einem Häuschen, in dessen Keller sich die Druckerei der Eltern befindet, die jedoch dank der modernen Technologie nicht mehr so häufig in Betrieb ist, weshalb Finns Eltern unter Geldsorgen leiden, die sich auch der kluge Schüler sehr zu Herzen nimmt. Seine große Leidenschaft ist das Geschichten erzählen. Immer wieder denkt er sich Storys aus, um sich und seinen Freunden aus der Patsche zu helfen. Und manchmal auch nur, weil es so viel Spaß macht die Erwachsenen aufs Glatteis zu führen. Lukas ist der Sportler unter den Dreien. Er spielt erfolgreich Fußball und möchte später auf ein Sportinternat gehen, um Profifußballer zu werden. Er lebt in einer Patchworkfamilie und ist der ganze Stolz seines Vaters. Flo ist Gamer. Täglich sitzt er am Pc, um als Held in virtuellen Welten Schlachten zu schlagen. Leider geht ihm damit ein bisschen der Sinn für die Realität verloren, in der er leider nicht ganz so gut zurecht kommt, wie in seinen Computerspielen. Von Flos Spieleleidenschaft angesteckt und vom Sportlehrer motiviert, kommt den Jungs ein grandioser Gedanke. Warum soll man Abenteuer nur am Computer erleben, wenn so viele vor der eigenen Haustür warten? Die Idee zur eigenen und ganz realen Quest ist geboren. 12 Stunden nur gerade aus, egal was im Weg steht, egal welchen Gefahren sie sich aussetzen müssen. Und das sind so einige der unterschiedlichsten Art ... Oliver Uschmann bringt in seinem Roman wunderbar zum Ausdruck, dass es in einer Freundschaft ganz egal ist, welche Interessen man hat oder was für ein Typ man ist. Wichtig ist nur, dass man zusammen hält und füreinander da ist. Außerdem ist Vielfalt eine ganz großartige Eigenschaft für einen Freundeskreis, denn jeder kann sich auf seine Art einbringen. So auch im Fall der drei Freunde. Finns Pfiffigkeit, Lukas Sportlichkeit und Flos Erfahrung mit Quests machen sie zu einem perfekten Team, das so ein Abenteuer wunderbar zusammen bestehen kann. Nicht nur die liebenwerten Figuren, die viel Charakter haben, aber nicht aalglatt und öde sind, machen "Finn released" zu einem wahren Lesevergnügen, sondern auch das Abenteuer an sich. Es birgt nicht nur aufregende Überraschungen, sondern hält jede Menge Spaß und Situationskomik bereit. Es passiert nur selten, dass ich beim Lesen laut lache, aber Oliver Uschmann ist es gelungen dies aus mir heraus zu locken. Und trotz allen Witzes gelingt es dem Autor sehr gut Tiefgang in die Geschichte einzubauen. Er bearbeitet Themen, die Jungs bzw. Jugendliche beschäftigen können. Trennung der Eltern, Sorge um Finanzen, Verlassen des gewohnten Umfelds, Freundschaften etc. Dies lässt Oliver Uschmann auf so lässige Weise einfließen, dass es nicht bedrückt und dennoch so alltäglich erscheint, dass es sicher einige gibt, die sich damit identifizieren können und bemerken, dass sie nicht die Einzigen sind, die sich mit Problemen herum schlagen. Eine Eigenschaft, die mir an diesem Roman sehr gut gefallen hat. Das Cover des Buches lässt mit seiner Comicabbildung vom Protagonisten Finn darauf schließen, dass es sich um ein Kinder-/Jugendbuch handelt, doch für echte Abenteuer und ordentlich was zu lachen ist man einfach nie zu alt. FAZIT: "Finn released" ist ein wunderbares Abenteuerbuch, das mich so begeistern und mitreissen konnte, dass ich meiner Freundin eine SMS geschickt habe, ob wir uns ebenfalls eine Quest ausdenken wollen. Ein Lesevergnügen, das ich nur jedem dringend weiter empfehlen kann. Ich freue mich schon sehr auf den Folgeband "Finn reloaded", der zum Glück nicht nur bereits im Handel erschienen ist, sondern auch schon in meinem Regal steht.
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Zebulon
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von Rudolph Wurlitzer Gebundene Ausgabe |
| Preis: EUR 22,90 |
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3.0 von 5 Sternen
Lonesome Rider ...., 26. Oktober 2012
KLAPPENTEXT: Zebulon Shok heißt der Held dieses Western ohne Helden: Nachdem er Lobo Bill im Kampf um eine Frau, halb Irin, halb Indianerin, erschießt, verlässt der abgebrannte Trapper und Fellhändler seine Hütte am Gila in New Mexico und zieht Richtung Westen. Sein Weg führt ihn durch ein Land, wo kein Gesetz herrscht, durch ein Amerika in seinen Ursprüngen und über persönliche und zivilisatorische Grenzen hinaus. In einem Bordell trifft er seinen Stiefbruder Hatchet Jack, verliert beim Poker gegen die trickreiche und schöne Hure Delilah, fängt sich eine Kugel ein, und als er tags darauf erwacht, weiß er nicht, ob er noch lebt oder nur ein Geist ist unter Geistern. Auf der Suche nach seinem Vater macht er sich auf nach Kalifornien, wo der Goldrausch Exzesse feiert, trifft in einer Opiumhöhle Delilah wieder und wird als notorischer Outlaw von den Mächten von recht und Ordnung gejagt. Schließlich stößt er an die letzte Grenze, wo die Welt endet und etwas anderes beginnt ... AUTOR: (Quelle: Residenz Verlag) Rudolph Wurlitzer, geboren 1937 in Cincinnati, Ohio. Fünf Romane in knapp 40 Jahren, u.a. "Nog" (1969), "Slow Edge" (1984), und mehrere Filmdrehbücher, u.a. für Sam Peckinpah ("Pat Garrett jagt Billy the Kid", 1973), Alex Cox, Volker Schlöndorff und Bernardo Belucci, haben seinen Ruf als Kultautor begründet. "Zebulon" ist sein jüngster Roman, er erschien 2008 unter dem Titel "The Drop of Edge of Yonder" Wurlitzer lebt in New York und Nova Scotia. EIGENE MEINUNG: " `Von nun an wirst du wie ein Blinder zwischen den Welten treiben, ohne zu wissen, ob du tot oder lebendig bist, ob die unsichtbare Welt existiert oder ob du träumst. Drei Mal wirst du vor dir selbst verschwinden, und vor allen, die du kennst, und drei Mal wirst du - 'Sie sagte noch etwas, aber er verstand ihre Worte nicht mehr, während sie langsam unter dem Eis versank." (S.12) Zebulon Shok, der Held, oder besser gesagt Anti-Held dieser Geschichte, lebt in einer Welt, in der es noch klare Regeln gibt: entweder man tut was von einem verlangt wird, oder man wird abgeknallt. Ebenso, wenn man jemanden übertrumpft oder auch einfach nur, wenn demjenigen mit der schnelleren Schusshand deine Visage nicht passt. Regeln, deren Einhaltung Zebulon Shok nicht immer leicht fällt. Um dennoch ein besseres Leben führen zu können, als das, was er gerade hat, bricht er auf nach Kalifornien, um sich dem allgemeinen Goldrausch anzuschließen und mit wenig Anstrengung zu Reichtum zu gelangen. "Zebulon" ist ein Buch, das ich unbedingt lesen wollte. Meine Erwartungen daran waren hoch, doch wie so oft kam auch hier die nüchterne Enttäuschung. Erwartet hatte ich einen Western,. der sich mit dem Adjektiv "psychedelisch" schmücken kann und der mich ähnlich begeistert wie "True Grit" oder die Western zu denen Wurlitzer das Drehbuch geschrieben hat. Mit einem Protagonisten, der zwar nichts so richtig auf die Reihe kriegt, diverse Fettnäpfchen mitnimmt, von mir aus auch gegen Gesetze handelt, aber dennoch meine Sympathie erhascht. Dies war hier leider so gar nicht der Fall. Zebulon Shok war für mich eher so eine Art Mitläufer, ein Typ wie jeder andere. Ein Stehaufmännchen sehr wohl, aber aus meiner Sicht fernab jeder Individualität. Ein "lonesome Rider" wie man ihn in vielen Western trifft. Ausgefallener ist sein sogenannter "Ziehbruder" Hatchet Jack, der jedoch leider nicht der Protagonist des Romans ist. Die Schreibe des Romans ist atmosphärische und bildlich und doch will keine rechte Stimmung bei mir aufkommen. Ich habe das Gefühl ein stiller Beobachter zu sein und nicht ins Geschehen eingebunden zu werden. Das mag vielleicht der Stil von R. Wurlitzer sein, aber mein Ding ist es leider nicht. Ich mag das Gefühl erst in die Realität zurückkehren zu müssen, wenn ich ein Buch bei Seite lege. FAZIT: Wie soll man also ein Buch mögen, für dessen Protagonisten man keinerlei Gefühle - weder positiver, noch negativer Art- aufbringen kann? Der einem - inklusive seiner Taten - völlig gleichgültig ist, weswegen es mir völlig egal war, ob ich das Buch nun weiter lese oder nicht. Da ich weder das Gefühl hatte mich durchquälen zu müssen, andererseits aber auch nicht gefesselt wurde, Wurlitzer dennoch sprachlich einiges drauf hat, gibt es von mir für den Roman "Zebulon" leider "nur" eine mittelmäßige Bewertung.
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5.0 von 5 Sternen
Liebenswerte Figuren, etliche Schmunzler und eine ordentliche Portion Spannung ... ein Abenteuer für Jung und Alt, 22. Oktober 2012
KLAPPENTEXT: (Quelle: Loewe) Ein leises Klopfen in dunkler Nacht. Ein weit gereister Fremder sucht eine magische Lampe und eine unheilvolle Geschichte nimmt ihren Lauf: In Berlin flieht Olivia von zu Hause und versteckt sich im Kaufhaus des Westens. In New York ist Otis in der Freiheitsstatue gefangen. Und im düsteren Kellergewölbe eines schottischen Schlosshotels herrscht ein wahnsinniger Hausmeister über die verbotene Welt. Hier begegnen sich die beiden vermissten Kinder, während draußen das Chaos losbricht. Berühmte Bauwerke verschwinden. Paläste, Tempel, Brücken und Gotteshäuser lösen sich in Luft auf. Die Welt beginnt zu schrumpfen und um sie zu retten, müssen Olivia und Otis über sich selbst hinauswachsen. AUTORIN: Isabel Abedi, geboren 1967 in München, Autorin vieler erfolgreicher Kinder- und Jugendromane, darunter die "Lola" - Reihe und "Lucian". Weitere Infos auf ihrer sehr schön gestalteten Homepage (dort unbedingt alle Gegenstände anklicken!!) EIGENE MEINUNG: Vor etwa 5 Jahren besuchte ich das Flörsheimer Fantasy Festival, auf das mich mir mehr oder weniger bekannte Autoren/Innen lockten. Eine dieser mir bis dato unbekannten Autorinnen war Isabel Abedi, die mich vom ersten Moment, in dem sie zu lesen begann, begeistern konnte. Damals las sie aus einem Buch, das die Geschichte zweier Kinder erzählte, die es, durch gewisse Umstände ihres Familienlebens, nicht immer ganz leicht hatten. Eines Tages passierte ihnen jedoch etwas ganz unglaubliches: die Gebäude, in denen sie sich befanden begannen zu beben und plötzlich fanden sie sich an einem völlig neuen Ort wieder. Geschrumpft, einsam und völlig überrascht von der neuen Situation. Eine Geschichte, die nach Abenteuer und Spannung klang und mich schon damals zu fesseln wusste. Lange Zeit habe ich das Buch nun schon auf meiner Wunschliste gehabt, immer fest im Blick und nun ist es endlich so weit. Ich habe es endlich gelesen und all meine jahrelang gehüteten Erwartungen wurden erfüllt. Otis ist Zwölfeinhalb Jahre alt und lebt mit seiner Mutter Cherilyn, einer Kosmetikerin aus Leidenschaft, in New York. Seinen Vater kennt er nicht, aber er und seine Mutter kommen auch sehr gut allein zurecht. Obwohl Otis in einem Flugzeug geboren wurde, leidet er unter schrecklicher Höhenangst, weswegen er sich so gar nicht damit anfreunden kann, dass ihm und Cherilyn ein Umzug nach Schottland, inklusive Flug, bevorsteht und schon gar nicht damit, dass er die Zeit, in der Cherilyn schon mal alles Notwendige in Schottland vorbereitet bei seinem Schulkamerad Duncan Stomp, dem Klassenfiesling verbringen soll. Dieser macht seinem Ruf auch direkt alle Ehre und sperrt Otis auf einem Schulausflug ins Klo der Freiheitsstatur. Wer konnte auch ahnen, dass diese wie vom Erdboden verschwinden würde? Auch Olivias Leben ist alles andere als geregelt. Seit ihr Vater, ein Helikopterpilot vor vielen Jahren gestorben ist, geht es mit ihrer Mutter bergab. Immer wieder ertränkt diese ihre Trauer in Alkohol und wenn es dann mal wieder so schlimm war, dass sie bewusstlos geworden ist, ruft Olivia schnell den Notarzt und versteckt sich im Schrank, damit das Jugendamt sie nicht in ein Heim steckt. Als ihre Mutter mal wieder einen ganz schlimmen Zusammenbruch erleidet, nimmt Olivia ihr Leben selbst in die Hand und läuft weg. Zuerst zu ihrem Freund Carlos, dem spanischen Flughafenangestellten. Doch auch da kann sie nicht bleiben, denn selbst die Polizei sucht schon nach ihr. Also nimmt sie wieder Reißaus und landet im Kaufhaus des Westens, wo sie aus Versehen über Nacht eingesperrt wird. Was zunächst richtig cool klingt, entpuppt sich eher als Alptraum, denn auch das KadeWe verschwindet von jetzt auf gleich ... Die Idee hinter dem Roman klingt nicht nur spannend, sie ist es auch. Trotz einiger vorhersehbarer Ereignisse, ist es Isabel Abedi gelungen, mich immer wieder in Bann zu ziehen. Mit verantwortlich dafür ist sicher ihr toller Erzählstil. Sie schreibt sehr bildlich und so dass man immer wieder das Gefühl bekommt, selbst in der Geschichte drin zu stecken. Ihre Charaktere kreiert sie mit so viel Wärme, das man als Leser gar nicht anders kann, als diese lieb gewinnen. Vor allem die starken Frauen des Buches wachsen einem schnell ans Herz. Allen voran Cherilyn, die eine gute Mischung aus toller Mutter und verrückter Kosmetikerin ist. FAZIT: "Verbotene Welt" konnte mich wieder einmal davon überzeugen welch tolle Schriftstellerin Isabel Abedi ist. Sie entführt ihre Leser in Geschichten voller Fantasie und füllt diese mit unglaublicher Lebendigkeit, so dass es sehr schwer fällt, das Lesen zu unterbrechen. Liebenswerte Figuren , etliche Schmunzler und eine ordentliche Portion Spannung machen "Verbotene Welt" zu einem echten Leseabenteuer, das unbedingt von Lesern jeden Alters gelesen werden sollte.
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5.0 von 5 Sternen
Ich bin begeistert, 15. Oktober 2012
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Der Beem D2000 ist ein tolles gerät. Er kann und hält alles, was er verspricht und sogar noch ein bisschen mehr. Ob Marmorkuchen, Möhrenschnitze oder Cremesuppe. All das kriegt er hin und ist dabei leicht zu handhaben und zu reinigen, nimmt wenig Platz in der Küche weg und ist ein echtes Allroundtalent. Gerade richtig für meinen Zwei-Mann Haushalt.
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