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Rezensionen verfasst von
Kraftfahrzeugtechnikstudent

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Brennstoffzellentechnik: Grundlagen, Komponenten, Systeme, Anwendungen
Brennstoffzellentechnik: Grundlagen, Komponenten, Systeme, Anwendungen
von Peter Kurzweil
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 54,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Absolut überzeugendes und aktuelles Nachschlagewerk über die Brennstoffzellentechnik im Allgemeinen, 9. Februar 2013
Als fast fertiger Masterand im Bereich Kraftfahrzeugtechnik konnte ich in zahlreichen Vorlesungen Grundkenntnisse über die Brennstoffzelle in Fahrzeugen gewinnen.
Dieses Buch zeigt mir aber, dass dies nur ein kleiner Ausschnitt dieser faszinierenden Technik war.
Auf 235 Seiten Text wird dem Leser ein umfassender Einblick in diverse Aspekte der Brennstoffzellentechnik gegeben!

Das Buch, das sehr gut als Nachschlagewerk geeignet ist, gliedert sich grundsätzlich in zwei Teile: den Grundlagen der Brennstoffzellentechnik und der eigentlichen Technik und deren Anwendung.
In den Grundlagen werden sehr ausführlich und auch anspruchsvoll das Prinzip, die Thermodynamik und Kinetik der Brennstoffzelle erläutert. Für das gesamte Buch und im speziellen für den ersten Teil sind jedoch mindestens gute Grundkenntnisse in den Bereichen Chemie, Physik und Thermodynamik nötig um den Faden nicht zu verlieren.
Der zweite Teil des Buches (Technik und Anwendung) befasst sich explizit mit sieben verschiedenen Brennstoffzellen-Typen. Kenndaten, Thermodynamik, Bestandteile und Aufbau, Betriebsverhalten und Anwendungen der Brennstoffzell-Typen werden detailliert erläutert.
Abgeschlossen wird der Text mit einem Kapitel über die Wasserstofferzeugung aus diversen Energiequellen und Energieträgern.

Zusammenfassend hat mich das Buch überzeugt. Chemiker, E-Techniker, Physiker und Maschinenbauer werden gleichwohl angesprochen und auch gefordert. Die komplexen Zusammenhänge werden durch viele Farbabbildungen und durch zusätzliche Ergänzungen in Spaltenform am Rand der Seiten unterstützt.
Es werden geschichtliche Entwicklungen und Zusammenhänge gezeigt und auch die Firmen genannt, die diese Technik vorantreiben.
Der Autor konnte mich absolut von der Faszination dieser Technik überzeugen, nicht schlecht für ein Nachschlagewerk mit diesem fakultätsübergreifendem Thema.
Abschließend finde ich es teils unverständlich und enttäuschend warum wir unsere Energieversorgung und Mobilität immer noch mit thermischen Verbrennungskraftmaschinen sichern und nicht vermehrt auf die Brennstoffzellentechnik setzen. Geforscht wird seit über 100 Jahren an der Technik!


Ventiltrieb: Systeme und Komponenten (ATZ/MTZ-Fachbuch)
Ventiltrieb: Systeme und Komponenten (ATZ/MTZ-Fachbuch)
von Mahle GmbH
  Gebundene Ausgabe

4.0 von 5 Sternen Umfangreiches Nachschlagewerk mit leichten Schwächen, 21. Oktober 2012
Herausgegeben von der Firma Mahle, einem der führenden Unternehmen im Bereich des Motorentechnik, ist dieses Buch ein vielseitiges Fachbuch. Es beschreibt die Themenbereiche sehr vielfältig und leicht verständlich.

Das Buch beginnt mit einem einführenden Kapitel, das die grundlegenden Zusammenhänge von Verbrennungsmotor und Ventiltrieb vorstellt. In diesem Kapitel und auch im späteren Verlauf werden regelmäßig die unterschiedlichen Anforderungen von Pkw- und Nutzfahrzeugmotoren erläutert.
Danach folgen vier Kapitel mit den Themengebieten:
- Ventile, Ventilführungen und Ventilsitzringe
- Nockenwellen
- Nockenfolger
- und Variabilität in Ventiltrieben

Diese Kapitel sind jeweils sehr umfangreich und beschreiben die gängigsten Komponenten und Systeme der jeweiligen Themengebiete. Ob die Kapitel wirklich vollständig sind, kann ich leider nicht beurteilen, da ich mich bisher nicht allzu sehr mit dem Thema beschäftigt habe.
Häufig wird auf die aktuellen Themen der Kraftfahrzeugtechnik wie zum Beispiel Wirkungsgradsteigerung, Verringerung der Reibverluste und Downsizing von Verbrennungsmotoren und die Auswirkungen auf den Ventiltrieb eingegangen.

Das nachfolgende Kapitel zur Auslegung von Ventiltrieben ist leider nur eine Art Leitfaden, wie die Auslegung prinzipiell erfolgt. Man darf hier keine Berechnungsgrundlagen für die Maschinenelemente erwarten.
Das abschließende Kapitel zum Thema Erprobung zeigt den Stand der Technik, wie zum Beispiel die Firma Mahle Ventiltriebe vor Serieneinführung erprobt.

Das Buch fällt durch eine Vielzahl von einzelnen Themen in den Bereichen der Komponenten und Ventiltriebsysteme auf. Es ist sehr verständlich geschrieben und somit prinzipiell auch für Nichttechniker und Leser anderer Fakultäten geeignet.
Vielen Abbildungen in Farbe und Prinzipskizzen unterstreichen die Fakten im Buch.

Nun zu den, meiner Meinung nach, Schwächen des Buches. Das Buch besitzt zwar ein kurzes Glossar der gängigsten Fachbegriffe, aber keinerlei Stichwortverzeichnis mit Seitenzahlen. Sucht man beispielsweise Abschnitte zu "natriumgefüllte Ventile" so muss man zwangsläufig grob im Inhaltsverzeichnis suchen und dann blättern und weitersuchen.
Des weiteren irritiert die Gliederung mit bis zu fünf Gliederungsebenen den Lesefluss. In der Universität lernt man, dass eine weitere Gliederungsebene nur genutzt werden sollte, wenn mindestens zwei Gliederungspunkte in diese Ebene folgen. In diesem Buch wird dies nicht berücksichtigt. So folgt auf die Gliederungsebene 8.3.2.1 nur noch der Gliederungspunkt 8.3.2.1.1. Das irritiert meiner Meinung nach beim Lesen und ist handwerklich nicht allzu geschickt.
Die Folge der enormen Untergliederung sind Gliederungspunkte, die lediglich fünf Zeilen ausfüllen und somit sehr kurz und knapp daherkommen. Für meinen Geschmack zu knapp.
In den ersten fünf Kapiteln werden regelmäßig die neuesten und effizientesten Entwicklungen der Firma Mahle vorgestellt. Entwicklungen anderer Hersteller finden sich erst im Kapitel 6 zu der Variabilität von Ventiltrieben.

Zusammenfassend beurteile ich das Buch dennoch gut mit den oben genannten Schwächen.
Durch die speziellen Themengebiete richtet sich das Buch an Ingenieure im Beruf als Nachschlagewerk oder Studenten, die diese Themengebiete recherchieren wollen.
Für das allgemeine Studium der Kraftfahrzeugtechnik geht das Buch in Tiefen, in die vermutlich keine Universitätsvorlesung dringen wird.


Nutzfahrzeugtechnik: Grundlagen, Systeme, Komponenten (ATZ/MTZ-Fachbuch)
Nutzfahrzeugtechnik: Grundlagen, Systeme, Komponenten (ATZ/MTZ-Fachbuch)
von Erich Hoepke
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 49,95

5.0 von 5 Sternen Das Nachschlagewerk für Nutzfahrzeugtechnik im Bereich Lastenbeförderung, 9. Oktober 2012
Schon einmal zu Beginn vorweg, auch wenn der Titel des Buches Nutzfahrzeugtechnik lautet, es behandelt lediglich Nutzfahrzeuge zur Lastenbeförderung. Darunter fallen vor allem Kastenwagen, Pritschenwagen, Kleintransporter und Lastkraftwagen wie zum Beispiel Sattelschlepper oder Lastzüge. Baustellen-, Flurföderfahrzeuge oder Ackerschlepper werden nicht direkt behandelt.

Das Buch behandelt auf rund 600 Seiten die grundlegenden Eigenschaften der Einzelsysteme und Komponenten der zuvor genannten Nutzfahrzeuge. Dabei kommt das Buch trotz der Seitenstärke enorm schlank daher. Es wirkt nicht so klobig wie beispielsweise das "Handbuch der Kraftfahrzeugtechnik" (ich besitze noch die erste Auflage) mit vergleichbarer Seitenstärke.

Das gesamte Werk eignet sich hervorragend als Nachschlagewerk für diesen Themenbereich. Es behandelt die Technik der Nutzfahrzeuge umfangreich und dies meiner Meinung nach vollständig.
Interessant an dem Buch ist, dass man dazu verleitet wird einfach (mal) darin zu blättern und die Komplexität von Nutzfahrzeugen zu erkennen. Durch zahlreiche Prinzipskizzen und aktuelle(!) Abbildungen wird der Inhalt unterstützt. Diese Skizzen und Abbildungen sind meiner Meinung nach sehr gut für Lehrveranstaltungen und zum Füttern der eigenen Studienarbeiten geeignet. Oft finden sich in Fachbüchern nur Abbildungen von Fahrzeugen, die bei weitem nicht mehr dem Stand der Technik entsprechen. Diese ist hier definitiv nicht der Fall. Auch die angesprochenen Themen entsprechen meist dem aktuellen Stand.
Das Buch beleuchtet auch regelmäßig die Aspekte zukünftiger Herausforderungen im Bereich der Nutzfahrzeuge. Die anstehende Elektrifizierung und Maßnahmen zur Effizienzsteigerung werden vorgestellt und ein Ausblick in zukünftige Entwicklungen gegeben.

Als Student der Fahrzeugtechnik kann ich das Buch all jenen empfehlen, die etwas vergleichbares studieren oder Vorlesungen in dem Bereich hören. Man wird schnell feststellen, dass viele Lehrende sich an diesem Buch orientieren und Abbildungen daraus zeigen. Daher ist das Buch sehr gut zur Klausurvorbereitung geeignet, wenn man mehr lesen möchte als nur das Vorlesungsskript.
Auch für den im Beruf stehenden Ingenieur ist das Buch durchaus als Nachschlagewerk geeignet, da es viele Normen, rechtliche Hintergründe sowie grundlegende Überschlagsrechnungen erläutert.


Bussysteme (Automobilelektronik lernen)
Bussysteme (Automobilelektronik lernen)
von Konrad Reif
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,95

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gutes Heft zum Selbststudium für Einsteiger, 23. September 2012
Das Heft richtet sich eindeutig an den Leser, der sich im Selbststudium weiterbilden möchte.
Es ist kein Nachschlagewerk für eine kurze Recherche nach einer speziellen Problemstellung, es bietet kein Sachverzeichnis.

Dennoch bieten die einzelnen Kapitel einen guten Einblick in das jeweilige Thema.
Es werden grundlegende Themen der Vernetzung sowie der speziellen Vernetzung im Kraftfahrzeug erläutert. Hauptbestandteil des Heftes sind dann die einzelnen Bussysteme im Kraftfahrzeug. Diese werden jeweils in eigenen Kapitel sehr umfangreich vorgestellt und analysiert.

Die Kapitel sind leicht verständlich verfasst, sodass viele unterschiedliche Gruppen sich auch ohne Vorwissen in das Thema einarbeiten können.
Um den eigenen Wissenstand zu überprüfen, bietet das Buch Verständnisfragen (ohne Lösungsteil).
Durch sehr viele Abbildungen und Diagramme werden die Themen unterstützt. Diese Abbildungen eignen sich sicher gut als Unterrichtsmaterial.
Konkrete Beispiele für Anwedungen der einzelnen Themen im Kraftfahrzeug werden regelmäßig gegeben.

Ein Kritikpunkt an dem Heft, man erkennt, dass viele Autoren daran mitgearbeitet haben. Teilweise hat man den Eindruck, dass Themen doppelt angesprochen werden. Vielleicht ist das auch gewollt für das Selbststudium.

Als reines Nachschlagewerk ist es nicht besonders gut geeignet, da Informationen nicht gezielt gesucht werden können.
Dennoch kann man mit diesem Heft sehr schnell ein umfangreiches Grundwissen aufbauen und den eigenen Wissensstand überprüfen.


Leichtkollisionen: Wahrnehmbarkeit und Nachweis von Pkw-Kollisionen (ATZ/MTZ-Fachbuch)
Leichtkollisionen: Wahrnehmbarkeit und Nachweis von Pkw-Kollisionen (ATZ/MTZ-Fachbuch)
von Klaus Schmedding
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 42,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Umfangreiche Veröffentlichung zu einem sehr speziellen Themengebiet, 12. September 2012
Leichtkollisionen, mit denen sich das Buch beschäftigt, entstehen im Zusammenhang mit Rangiermanövern wie Beispielsweise beim Ein- bzw. Ausparken von Fahrzeugen. Die dabei entstehenden Schäden an den Fahrzeugen können schnell zu hohen Reparaturkosten führen. Entfernt sich der Unfallverursacher von der Unfallstelle, ohne den Kontakt zum Unfallpartner aufzubauen, kann dies vor Gericht als Unfallflucht ausgelegt werden.
Es stellt jedoch die Frage, ob eine solche Kollision vom Unfallverursacher überhaupt wahrgenommen wurde! Beschuldigte werden häufig durch subjektive Einschätzungen von Sachverständigen belastet. Objektive Kriterien zur Beurteilung der Wahrnehmbarkeit und Nachweis von Leichtkollisionen fehlen in der Regel.

An diesem Punkt setzt das Buch an, in dem es das Thema der Wahrnehmbarkeit und dem Nachweis von Leichtkollisionen wissenschaftlich untersucht.

Der Autor steigt mit einer kurzen Einführung in den juristischen Hintergrund des „unerlaubten Entfernens von der Unfallstelle“ ein. Diese richtet sich an Techniker, denen der juristische Hintergrund fehlt.
Es folgt eine detaillierte Vorstellung in die Grundsätze der Wahrnehmbarkeit von Kollisionen. Es wird praxisnah erläutert, wie der Mensch auf visuelle, akustische und taktile Weise Kollisionen wahrnimmt.
Im Anschluss daran erläutert der Autor knapp bisherige Forschungsergebnisse anderer Wissenschaftler auf diesem Themengebiet. Es fällt auf, dass der Autor sich primär nur auf eine andere Veröffentlichung bezieht. Womöglich sind die bisherigen Veröffentlichungen anderer Autoren auf diesem Gebiet von geringer Anzahl.

Nach diesen einführenden Kapiteln folgen die beiden umfangreichsten Abschnitte. Beginnend mit der detaillierten Beschreibung der Versuchsabläufe eigener Probandenversuche zur Wahrnehmbarkeit von Leichtkollisionen folgt die Anwendung der Ergebnisse auf Praxisbeispiele aus dem Alltag eines Sachverständigen. Diese Abschnitte zeigen den Charakter eines Nachschlagewerkes für die gängigsten Unfallkonstellationen und sind sehr ausführlich.

Das Buch zeigt deutlich die Komplexität der Wahrnehmbarkeit solcher Kollisionen für den Fahrer eines Fahrzeugs und die verschiedenen Einflussgrößen. So wird schnell verständlich, dass viele solcher Kollisionen von Verursacher unbemerkt bleiben und diese zu Unrecht einer Unfallflucht beschuldigt werden.

Als Student der Kraftfahrzeugtechnik sehe ich das Buch positiv, da es die Sachverhalte sehr praxisnah und nicht unnötig kompliziert darstellt. Für Personen, die sich beruflich mit der Untersuchung solcher Kollisionen beschäftigen wollen, bietet dieses Buch einen umfangreichen Einstieg in das Thema. Da die technischen Hintergründe verständlich und praxisnah beschrieben werden, ist es auch für Nicht-Techniker gut verständlich.


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