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Rezensionen verfasst von
Steinwolf

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Der Name des Windes: Die Königsmörder-Chronik. Erster Tag
Der Name des Windes: Die Königsmörder-Chronik. Erster Tag
von Patrick Rothfuss
  Broschiert

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Starke Hauptfigur, 29. Oktober 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
In "Der Name des Windes" wird die Geschichte des Magiers Kvothe erzählt. Kvothe selbst schildert sie dabei einem Chronisten, um sie zu Papier zu bringen. Unterbrochen werden sie dabei nur von kurzen Ausflügen in die Gegenwart, in das Wirtshaus, das Kvothe als Kote (kein besonders origineller Deckname, wie ich meine) führt.

Diese Erzählform, die durchaus interessant und stimmig ist, bewirkt gleichzeitig eine starke Fokussierung auf den Charakter Kvothe, der sehr interessant ist und genau beschrieben wird. Das ist für mich aber auch der einzige große Schwachpunkt dieses Romans: Es gibt keine anderen Handlungsstränge, und das Geschehen in der Fantasy-Welt bleibt gegenüber dem Einzelschicksal von Kvothe im Hintergrund. Und da der im Mittelpunkt stehende "Held" noch kein ebensolcher ist, fehlen auch epische Schlachten im Stile von "Der Herr der Ringe". Daher ist auch ein
Vergleich mit Tolkien's Meisterwerk für mich unangebracht.

Ansonsten finde ich aber kein Haar in der Suppe. Wer Fantasy mit einem starken Hauptcharakter sucht - von Party keine Spur, Kvothe ist ein Einzelgänger - wird hier bestens bedient. Auch ich bin gespannt, wie es mit Kvothe weitergeht, also werde ich wohl auch Teil 2 lesen, vielleicht erfährt man da ja schon, warum er zum "Königsmörder" wird...


Kühlfach 4
Kühlfach 4
von Jutta Profijt
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

4.0 von 5 Sternen Tote Prolos nerven länger, 20. Oktober 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kühlfach 4 (Taschenbuch)
Klar, die Konstellation "Toter und Lebender klären zusammen Mordfall" gab es schon, aber das gibt Autorin Jutta Profijt ja auch zu, stellt sie in "Kühlfach 4" doch selbst den Bezug zu "Ghost - Nachricht von Sam" her.

Trotzdem kann ich nur sagen: Thema optimal umgesetzt.

Neben einer logisch aufgebauten und spannenden Krimi-Handlung sind die beiden lebendigen - pardon, eine lebendige und eine nicht lebendige - Hauptfiguren und ihre Dialoge - gedacht oder gesprochen - immer für einen Lacher gut. Die Ausdrucksweise von Autoknacker Pascha finde ich sehr gelungen, was ich nicht abgekauft habe, war seine plötzliche Läuterung als Toter - glaubwürdiger wäre gewesen, er hätte sich danach gleich verhalten wie vorher. Gerichtsmediziner Dr. Gänsewein ist als Figur dagegen durchwegs glaubhaft und dadurch auch sympathisch - kein Supermann, aber auch nicht blöde, mit eher theoretischem denn praktischem Wissen ausgestattet.
Das Ende bleibt etwas offen, und leitet so wohl schon die Fortsetzung "Im Kühlfach nebenan" ein, das ist aber schon legitim.

Kurzum, eine nette Krimikomödie für zwischendurch (liest man in ein paar Stunden), da werde ich wohl auch den Nachfolger lesen...


Vergebung, Bd. 3 (Millennium)
Vergebung, Bd. 3 (Millennium)
von Stieg Larsson
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

4.0 von 5 Sternen Krimi, Action- & Agententhriller, 16. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Vergebung, Bd. 3 (Millennium) (Taschenbuch)
- so etwa lassen sich die drei Teile von Stieg Larsson's Millennium-Trilogie umschreiben.

In "Vergebung" dreht sich alles um die Verschwörung innerhalb der schwedischen SiPo, wodurch das Ganze mehr wie ein Agentenroman wirkt (auch wenn an sich keine Agenten vorkommen!). In diesem Genre würde ich aber z.B. Altmeister John Le Carré bevorzugen.

Mir ist ein Rätsel, warum der Autor nicht beim klassischen Krimi geblieben ist, den er in "Verblendung" so wunderbar umgesetzt hat. Klar, die Geschichte seiner Hauptcharaktere Salander und Blomkvist sollte weitererzählt werden (und das wird sie auch), aber das hätte man auch mit einem weiteren Fall für die beiden verknüpfen können. So wird in "Vergebung" (wie auch schon in "Verdamnis") hauptsächlich in Salanders Vergangenheit gewühlt - das ist zwar nicht unerheblich, aber teilweise doch etwas langatmig. Wie ich schon beim zweiten Teil bemerkt habe, werden auch hier die Charaktere sehr genau beschrieben, auch die unwesentlichsten Nebendarsteller, das nimmt der Handlung zusätzlich an Fahrt - überhaupt ist das Buch ein wenig zu lang geraten. Die Logik ist in der Handlung jederzeit nachvollziehbar, nur die "Actionszenen" mit schmerzfreien Übermenschen und einer Salander, die sich in ausweglosen Situationen immer in James-Bond-Manier zu retten weiß, wirken hier fehl am Platze.

Schon aufgrund der beiden interessanten Hauptfiguren ist das Buch aber für alle ein Muss, die schon die ersten beiden Romane gelesen haben, von einem Einstieg in Teil 3 muß ich aber gänzlich abraten, für sich gelesen ergibt "Vergebung" wenig Sinn. Ich bin aber nach dem tollen ersten Teil von den beiden Nachfolgern etwas enttäuscht worden.


Schattennacht (Odd Thomas, Band 3)
Schattennacht (Odd Thomas, Band 3)
von Dean Koontz
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Besser als Teil 2, 17. August 2010
Im dritten Teil der Odd-Thomas-Reihe hat sich Dean Koontz meiner Meinung nach wieder gesteigert, Teil 2 war doch ziemlich zum Vergessen. Leider ist er damit aber noch immer meilenweit von seiner Bestform entfernt.
Spannung und Story sind für mich aber in "Schattennacht" wieder deutlich besser, es gibt wieder Bodachs (die ich im zweiten Teil vermisst hatte), und auch der Humor kommt nicht zu kurz. Am besten fand ich dabei die Wortgefechte zwischen Odd und dem "Bibliothekar" Romanovich.
Das Kloster als Ambiente wirkt für mich als Kulisse bedrohlich und trägt zur Athmosphäre bei. In den Momenten, wenn Koontz Spannung aufbaut durch rätselhafte Andeutungen der Kinder, wenn er die Stimmung im Kloster währned des Blizzards beschreibt, kann man erahnen, welche tollen Romane er schreiben kann (und geschrieben hat), wenn er eine gute Story hat.

"Schattennacht" ist leider wieder mal keine Glanztat, aber - wie ich schon mal geschrieben habe - ein durchschnittlicher Koontz ist immer noch besser als der Rest, richtigen Horror schreiben ja leider viel zu wenige...


Verdammnis (2): Roman (Millennium, Band 2)
Verdammnis (2): Roman (Millennium, Band 2)
von Stieg Larsson
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wo ist der "klassische" Krimi?, 17. August 2010
Im Vergleich mit dem ersten Teil fehlt mir in "Verdammnis" die "klassische" Krimihandlung. Der abgeschlossene Raum für das Verbrechen (die von der Umwelt abgeschnittene Insel), der begrenzte Täterkreis, den man nach und nach kennenlernt, das Verfolgen der Hinweise, usw.

Noch mehr als im ersten Teil konzentriert sich Larsson auf seine Hauptfiguren Blomkvist und Salander, vor allem die Vergangenheit letzterer spielt die Hauptrolle in dem Roman. Leider weiß man aber schon sehr früh, wer (zumindest so in etwa) die Morde begangen hat, die Spannung aus dem ersten Teil mit der Mördersuche fehlt so über weite Strecken.

Überzeugt hat mich wie schon im ersten Teil die detailgenaue Beschreibung der Charaktere, natürlich der beiden Hauptfiguren, aber auch der Nebenpersonen, diese geht manchmal fast schon etwas zu weit. Abschweifungen wie z.B. der "Maulwurf" von Milton bei der polizeilichen Ermittlung sind für die Handlung irrelevant und langweilig. Insgesamt aber wirkt die Welt in diesem Buch dadurch sehr lebendig und detailreich, was zwischendurch lange Passagen mehr als wettmacht.

Kurzum, Stieg Larsson schreibt sehr gut, auch wenn ich ihm im Gegensatz zum ersten Teil hier deutliche Mängel in der Story vorwerfen muß. Trotzdem sicher über dem Krimi-/Thriller-Durchschnitt, weshalb ich auch den dritten Teil lesen werde...


Der Knochenmann
Der Knochenmann
von Wolf Haas
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

3.0 von 5 Sternen Nicht Fisch und nicht Fleisch, 5. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Der Knochenmann (Taschenbuch)
Das ist so eine Sache mit diesen Haas-Romanen. Hin und wieder muß man schon schmunzeln, aber für ein reines "Witzbuch" ist das auch ein bisschen zu wenig. Die Krimihandlung an sich, die holt jetzt keine Katze hinterm Ofen vor. Die Sprache als solche finde ich schon witzig, aber wenn schon, dann gleich richtig "österreichisch" schreiben, d.h. in Dialekt. So wirkt das Ganze, wie wenn die Figuren zwar Deutsch reden, es aber nicht richtig können.
Ansonsten am besten mal probelesen, es gibt nichts Vergleichbares!


Silentium!
Silentium!
von Wolf Haas
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Irgendwie komisch, der Brenner, 3. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Silentium! (Taschenbuch)
Schon komisch im Sinne von zum Lachen, aber auch , naja, irgendwie eigenartig. Kein richtiger Krimi, Parodie, auch nicht so ganz, eher nur eben irgendwie witzig. Und von wegen Sprachstil, ja, sicher nicht Jedermanns Sache.

Was mir an der Story nicht gefallen hat, da geht es los mit Kirchenskandal und ob der Gottlieb "gedingst" worden ist, aber dann wird das alles zur Nebensache und für die eigentliche Krimihandlung nebensächlich. Hat den Autor da der Mut zur Kirchenkritik schon wieder verlassen?

Nach "Auferstehung der Toten", "Der Knochenmann" und "Silentium" werd' ich's jetzt erstmal sein lassen mit dem Brenner. Auf die Dauer kann ich mich mit ihm nicht anfreunden, obwohl, als Figur ist er schon einzigartig in der Kriminalliteratur. Vielleicht deswegen die ganzen Preise für den Haas, wegen der Handlung kann's nicht sein. Muß man mal lesen probieren, ob einen das taugt, ist schwer vorherzusagen, weil, eben irgendwie komisch...


Das Lied der Dunkelheit: Roman (Demon Zyklus, Band 1)
Das Lied der Dunkelheit: Roman (Demon Zyklus, Band 1)
von Peter V. Brett
  Taschenbuch
Preis: EUR 15,00

18 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nichts herausragendes, 5. Juli 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
"Das Lied der Dunkelheit" schildert den Werdegang von 3 Hauptprotagonisten, des Kriegers Arlen, der Heilerin (oder hier: Kräutersammlerin) Leesha und des Barden (Jongleurs) Rojer. Wie im Fantasy-Genre üblich wird aus den dreien am Schluß eine Party, aber der Weg dorthin ist steinig und lang.

Viel zu lang, meiner Meinung nach. Die ersten 300, 400 Seiten ziehen sich doch sehr, es passiert kaum Spannendes, und der Autor quält einen eher mit Dorfintrigen, als den eigentlich wichtigen Kampf mit den Dämonen in den Vordergrund zu stellen. Erst mit den Abenteuern Arlens in Krasia bessert sich etwas, ohne aber wirklich herausragendes zu bieten. Peter V. Brett hat ein paar neue Ideen, wie z.B. die Siegel und die Beschränkung der Dämonen auf die Dunkelheit, oftmals bietet er aber nur Bekanntes, so fühlte ich mich etwa bei den Krasianern auf den Wüstenplaneten versetzt, wegen der Ausdrücke, des Kultes um das Wasser, usw.

Unterm Strich höchst mittelmäßig, ein Vergleich mit "Der Herr der Ringe" ist lachhaft. Fantasy-Fans, die detailreich beschriebene Charaktere
wollen, und auch mit wenig Action leben können, könnten aber möglicherweise mit dem Buch etwas anfangen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 11, 2013 4:06 PM CET


Auferstehung der Toten
Auferstehung der Toten
von Wolf Haas
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

5 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen In diesem Stil ist das Buch geschrieben:, 19. Mai 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Auferstehung der Toten (Taschenbuch)
Aber jetzt. Hat der Wolf Haas den Brenner erfunden. "Auferstehung der Toten" geschrieben. Und dann, was glaubst du, deutscher Krimipreis, einer nach dem anderen, und dann die Filme mit dem Hader.

Aber angefangen hat das mit "Auferstehung der Toten", Krimi, der was in Zell spielt. Da muß man schon sagen, mutig von dem Haas, dieser Schreibstil, weil, na ja, das lateinische Wort fällt mir grad nicht ein, aber, was Neues halt. Trotzdem, ein paar Sachen haben mich dann schon gestört, also, an dem Buch. Erstens das Tempo, also wenn du kennst z.B. den Matthew Reilly, da Bumm-Krach-Peng, immer Höchstgeschwindigkeit, und hier, dass du denkst: Schlafwagen. Aber andererseits auch typisch Ösi, also hat das ja irgendwie gepasst.
Dadurch aber auch, wenn mal was Interessantes, für die Story Wichtiges, ist einfach untergegangen, hast du fast nicht bemerkt. Und die Story an sich, naja, nicht schlecht, aber halt auch nicht genial. Und wenn schon der Stil, so wie wenn zwei Ösis sitzen im Wirtshaus und der eine erzählt dem anderen die Geschichte, dann hätte ich gleich in Dialekt geschrieben. Aber da hat sich der Haas wahrscheinlich gedacht, Kohle, Deutscher Markt und so, die wollen ja auch lachen über die Ösis. Und den Trautmann haben sie in Deutschland ja auch nicht haben wollen, weil nicht zu verstehen, den sein Weanerisch.

Zusammengefasst also, tolle Idee, aber Geschmackssache. Ich fand es doch ziemlich mühsam zu lesen und die Story ist auch nicht herausragend. Positiv sind natürlich die Innovation im Schreibstil und wie gut Wolf Haas hier die österreichische Mentalität erfasst und in Tempo und Geschichte verpackt hat. Auch der Brenner als Figur ist schon einzigartig, kein Superdetektiv, sondern ein typischer Beamter, der einem aber auf Anhieb sympathisch ist. Drei "Sterndaln" für Originalität (nicht für den Krimi)!


Die Macht der sechs Steine (Ein Jack-West-Thriller, Band 2)
Die Macht der sechs Steine (Ein Jack-West-Thriller, Band 2)
von Matthew Reilly
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Keine würdige Fortsetzung, 17. Mai 2010
Nachdem mir der Vorgänger "Das Tartarus-Orakel" bis jetzt von allen Reilly-Büchern am besten gefallen hat, setzte ich große Erwartungen in "Die Macht der sechs Steine".
Leider haben sich diese nicht erfüllt.

Es ist irgendwie das besondere Flair des ersten Abenteuers verloren gegangen. Die Geschichte wirkt so, als habe der Autor "eben irgendwie" weitermachen müssen, ohne wirklich neue Ideen zu haben. Die Teilung auf 2 Bücher und das offene Ende stören mich dabei noch weniger. Es fehlt aber die Spannung, weil man ohnedies weiß, dass Jack West "unsterblich" ist und aus allen Situationen wieder rauskommt, auch wenn er eigentlich schon tot ist. Überraschende Wendungen fehlen, ein Verräter hier, einer da, das ist zu wenig. Und wenn man sich mal an das Tempo von Reilly gewöhnt hat, ist es auch nicht mehr so aufregend.

Kurz gesagt, fällt unter die Kategorie "wir brauchen unbedingt eine Fortsetzung, es fällt uns aber nichts ein".


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