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Rezensionen verfasst von
Steinwolf

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Credo: Das letzte Geheimnis
Credo: Das letzte Geheimnis
von Douglas Preston
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ich glaube nicht, 10. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Credo: Das letzte Geheimnis (Taschenbuch)
Ich glaube nicht an diese neue Wissenschafts-Religion, diese neue Scientology, die am Ende des Buches gegründet wird. Warum nicht, wissen ja alle, die das Buch zu Ende gelesen haben.

Ich glaube aber auch nicht, daß Douglas Preston hier ein gutes Buch vorgelegt hat. Obwohl routiniert geschrieben, hielt sich die Spannung bei mir in Grenzen. Ganz gleich auch, ob man lieber glauben will, daß Gott so leere Phrasen drischt wie hier, oder, daß so eine Art von Betrug möglich ist, wie er als Alternative geschildert wird: Beides ist an den Haaren herbeigezogen. Und wenn sich am Ende ausgerechnet die "ungläubigen" Navajos mit einem beherzten "bei Gott!" in die Schlacht stürzen, um die - ihnen verhaßten - Wissenschaftler vor dem Lynchen durch den "christlichen" Mob zu bewahren, löst sich Gott endgültig in ein Logikwölkchen auf (siehe "Per Anhalter durch die Galaxis") und der Leser kann angesichtes des Treibens von Herrn Preston nur den Kopf schütteln.
Wenn man schon einen schlechten Thriller schreibt, kann man wenigstens Gott aus dem Spiel lassen und nicht seinen Roman als mehr darzustellen versuchen, als er ist.

Ich glaube aber doch - nämlich fest an meinen Entschluß, von weiteren Büchern der Herren Preston/Child - ich hatte bereits das nicht viel bessere "Mount Dragon" gelesen - die Finger zu lassen!


Der Täuscher
Der Täuscher
von Jeffery Deaver
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gut getäuscht!, 29. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Täuscher (Taschenbuch)
Als Quereinsteiger - "Der Täuscher" ist nicht nur mein erster Jeffery Deaver, sondern auch der erste aus der "Lincoln Rhyme"-Serie - muß ich sagen, daß man sich auch ohne Kenntnis der anderen Bücher gut zurechtfindet. Trotzdem wäre es wohl hilfreich, die Bücher der Reihe nach zu lesen, zumindest bei dem in England spielenden Teil stand ich etwas daneben.

Vom Plot her bin ich als Computer-Insider nicht so von den technischen Möglichkeiten überrascht worden, wie es vielleicht bei anderen der Fall ist, ich kann aber zumindest sagen, daß mir in dieser Hinsicht alles sehr plausibel erschienen ist - keine gröberen logischen Ungereimtheiten.
Die Story wird flüssig und spannend erzählt und es gibt auch einige Wendungen (zwischendurch denkt man schon, man hat den Täter und dann kommt es doch wieder anders). Was mich als einziges gestört hat: da gibt es oft seitenlange Auflistungen, welche Fakten die Ermittler über Täter "522" schon zusammengetragen haben - diese Passagen habe ich dann aber einfach ausgelassen!

Bei der Kategorisierung würde ich das Buch eher unter Krimi denn unter Thriller einreihen - es gibt zwar auch Action, aber im Vordergrund steht die Ermittlung und das Täterraten. Wie auch immer, "Der Täuscher" ist sehr gut gelungen und ich würde ihn allen Krimi/Thriller-Fans nur empfehlen!


Lobgesang: Roman
Lobgesang: Roman
von Ken Scholes
  Taschenbuch

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Achtung, 2. Teil!, 5. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Lobgesang: Roman (Taschenbuch)
Wie man am englischen Titel "Psalms of Isaak 02 - Canticle" erkennen kann, handelt sich hierbei um eine Fortsetzung, was aber in der Übersetzung kontinuierlich verschwiegen wird! Weder im Titel, noch am Klappentext, noch in der Beschreibung bei Amazon findet sich darauf ein Hinweis, ich verstehe nicht, warum! Gerade bei einem Buch wie diesem, das sehr von seinen Charakteren und deren Werdegang lebt, wäre ein Einsteig bei Teil 2 sehr schwierig, wenn nicht unmöglich!

"Lobgesang" setzt sehr gut fort, was in "Sündenfall" begonnen hat. Die liebgewonnenen, detailreich geschilderten Charaktere und die spannende Story werden konsequent weiterentwickelt. Die Action dagegen - sprich große Schlachten und aufregende Einzelduelle - fehlten mir schon im Vorgänger, auch hier wird wieder nur am Rande gekämpft, dafür mit umso mehr Hingabe gefoltert und vor allem intrigiert.

Trotzdem (vielleicht auch gerade deshalb) ist Ken Scholes ein toller Fantasy-Roman gelungen, ich warte schon mit Spannung auf den dritten Teil!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 6, 2011 9:33 AM MEST


Meer der Finsternis: Odd Thomas 4
Meer der Finsternis: Odd Thomas 4
von Dean Koontz
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Odd wird brutaler (und besser!), 23. März 2011
Vorab zur Info:
"Meer der Finsternis"("Odd Hours") ist der vierte Teil in der Saga um Grillkoch Odd Thomas, nach "Die Anbetung"("Odd Thomas"), "Seelenlos"("Forever Odd") und "Schattennacht"("Brother Odd").

Auch wenn Dean Koontz nicht mehr so gute Bücher schreibt wie früher, ist mir diese Reihe doch ans Herz gewachsen, was vor allem an Titelheld Odd Thomas liegt. Der junge Grillkoch hat ja schon eine Menge in seinem Leben mitgemacht, aber in "Meer der Finsternis" wird es noch brutaler, auch er selbst wird "zum Killer, aber nicht zum Mörder". Trotzdem, oder vielleicht auch gerade deshalb, bleibt er einem sympathisch - er will kein Held sein, er tut nur, was getan werden muß.
Die Story ist meiner Meinung nach gut gelungen, etwas weit hergeholt, aber nicht gänzlich unlogisch (und auch nicht so utopisch wie in "Schattennacht") - eher jener in "Die Anbetung" ähnlich (mehr verrate ich nicht). Und ich lese Koontz-Romane zwar nicht wegen dem Humor - witzig fand ich die Wortgefechte von Odd mit den Bösen, vor allem mit dem Polizeichef, und einige andere Stellen aber trotzdem. Was den Autor immer schon ausgezeichnet hat, war die greifbare Spannung in seinen Büchern, auch "Meer der Finsternis" bildet da keine Ausnahme.

Fazit also, ich freue mich auf weitere "Odd Thomas"-Romane, in diesen kommt Koontz derzeit seinen Glanzzeiten am nächsten!


Tiefe Wunden: Der dritte Fall für Bodenstein und Kirchhoff (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi, Band 3)
Tiefe Wunden: Der dritte Fall für Bodenstein und Kirchhoff (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi, Band 3)
von Nele Neuhaus
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr guter Krimi ohne größeren Lokalbezug, 15. März 2011
"Tiefe Wunden" ist kein Lokalkrimi im eigentlichen Sinn, die Handlung ließe sich problemlos z.B. nach Köln, München oder sonstwohin verlagern. Wenn die Autorin Bezug auf den Taunus - ich gestehe, ich weiß nicht mal, wo in Deutschland das liegt :-) - nimmt, dann geschieht das eher in Nebensätzen und ohne Relevanz für die Handlung.

Umso besser, ich bin eigentlich kein ausgesprochener Krimi-Fan und noch weniger von diesen Regionalkrimis. Nele Neuhaus hat hier aber einen klassischen Krimi abgeliefert, beim Finale bringt sie sogar ein wenig Action (und somit eine Annäherung ans Thriller-Genre) ins Spiel. Es gibt eine große Anzahl von Charakteren, die zueinander die verschiedensten Verwandtschafts- und Bekanntschaftsgrade haben, manchmal ist das vielleicht etwas übertrieben und verwirrend, dennoch bleibt alles logisch und wird eingängig geschildert. Absurd fand ich nur die Episode zwischen Kommissar Bodenstein und der Politikerin Jutta Kaltensee, die hätte man vielleicht weglassen können!

Kompliment an die Autorin, eine tolle Story, die man kaum besser und spannender erzählen kann! Daher eine klare Empfehlung von mir, nicht nur für Krimi-Fans - und nicht von der Etikette "Regionalkrimi", die für dieses Buch teilweise vergeben wird, täuschen lassen!


Sündenfall: Roman
Sündenfall: Roman
von Ken Scholes
  Taschenbuch
Preis: EUR 15,00

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Noch etwas mehr Action, bitte!, 7. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Sündenfall: Roman (Taschenbuch)
Ich fange mal gleich mit der Kritik an: Es gibt mir in "Sündenfall" zu wenig an Kampfhandlung! Da wird zwar der Krieg erklärt, und als er aus ist, sind alle erleichtert, aber dazwischen passiert nichts (außer einem kleinen Überfall mit Ablenkungsmanöver)! Es gibt keine einzige große Schlacht und auch Einzelkämpfe sind absolute Mangelware.

Sonst habe ich aber nichts zu bemängeln, Ken Scholes hat hier eine Fantasy-Welt mit sehr interessanten Charakteren geschaffen. Er erzählt eine gute Story auf spannende Art und Weise, auch gibt es neue Ideen wie z.B. die Magifizienten. Die - immer schwierige - Einflechtung der Technologie in das Fantasy-Szenario bleibt auf die Mechoservitoren und eine primitive Schusswaffe beschränkt, und das ist auch gut so.
Ansonsten kennzeichnet sich "Sündenfall" hauptsächlich durch politische Intrigen und viel Interaktion der Charaktere miteinander. Daß die Kapitel immer in Unterkapitel - mit dem Namen der Person, um die es gerade hauptsächlich geht, als Überschrift - unterteilt sind, zeigt auch, wie wichtig dem Autor seine Hauptfiguren sind.

Wenn Herr Scholes es noch schafft, mehr Action in die Story hineinzubringen - und die Vorschau auf "Lobgesang", die ich gelesen habe, verheißt ja schon mal Gutes - ist er für mich ein neuer Stern am Fantasyhimmel. Um noch Luft nach oben zu lassen, gebe ich ihm diesmal 4 Sterne - mit einem dicken Plus dahinter...


Racheherz: Roman
Racheherz: Roman
von Dean Koontz
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Es wird immer schlimmer..., 25. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Racheherz: Roman (Taschenbuch)
"Racheherz" ist - wenn ich mich nicht verzählt habe :-) - mein 33. Koontz-Roman.

Und leider, mit jedem Buch scheint mein Lieblings-Horrorautor schlechter zu werden. Schreiben kann er noch immer, keine Frage, und er versteht es auch immer noch, Spannung zu erzeugen - aber die Story! Immer abstruser werden die Geschichten. "Racheherz" ist ein Thriller mit übernatürlichem Einschlag, aber beides bleibt irgendwie auf halbem Weg stecken: Die Thrillerhandlung (Was passiert mit den "Bösen" - dem organhandelnden Chirurgen und dem chinesischen Racheengel?) und das Übernatürliche (Gibt es eine Erklärung für die wiederauftauchende tote Krankenschwester? Was hat das alles mit dem Tod von Teresa zu tun? War sie auch ein Opfer des Organhandels?).

Früher löste der Autor seine Andeutungen immer mit einem überraschenden und dennoch schlüssigen Aha-Erlebnis auf, diesmal bleibt als Erkenntnis des Hauptcharakters, der immer wieder nach einem verborgenen Detail auf dem Foto der toten Teresa sucht ... NICHTS! Und ein alter Film, der irgendwas mit China im Titel hat, soll ihn darauf hinweisen, daß ihn eine Chinesin abmurksen will? Flacher geht's wirklich nicht...

Hätte Dean Koontz nicht früher mal wirklich tolle Bücher (und eine Zeit lang nur tolle Bücher!) geschrieben, ich hätte ihn schon längst zu den Akten gelegt - aber wenn sich das nicht bald ändert, werde ich das trotzdem tun.
"Racheherz" ist wirklich eine Katastrophe, ich kann nur davon abraten!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 2, 2012 12:15 AM MEST


Der goldene Mann. ( Science Fiction).
Der goldene Mann. ( Science Fiction).
von Philip K. Dick
  Broschiert

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht Dick's beste Kurzgeschichten..., 9. Februar 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Auf das Buch aufmerksam geworden bin ich durch den Film "Next" mit Nicholas Cage, aber alle, denen es ebenso erging, seien gewarnt: Die Story im Film hat mit der im Buch so gut wie nichts - nur die Grundidee vom In-die-Zukunft-sehen - gemein. Aber nachdem ich Philip K. Dick und auch andere Verfilmungen ("Minority Report", "Paycheck", "Impostor", usw.) schon kannte, hatte ich das auch so erwartet.

"Der goldene Mann" ist eine kleine Sammlung von Kurzgeschichten, die Philip K. Dick in einer frühen Phase seines Werkes geschrieben hat. Wie das bei ihm öfter der Fall ist, bilden diese Geschichten teilweise die Grundlage für spätere Romane des Autors.
Auch in diesem Buch zeigt sich immer wieder die Genialität Dicks in seinen Ideen, die ihn als einen der besten SF-Autoren ausgezeichnet haben. Leider passiert in diesen Shortstories etwas, das oft auch Dick's Romane kennzeichnet: Er schafft es nicht, die Idee in eine in sich stimmige Geschichte mit schlüssigem Ende zu verwerten. Oder, wie er es selbst einmal formuliert hat, an irgendeiner Stelle entwickeln Story und Charaktere ein Eigenleben und der Autor ist nur noch Zuschauer. Das erklärt auch, warum Romane wie "Das Orakel vom Berge" (oder in diesem Buch z.B. "Das unvergleichliche M") so unvermittelt und unspektakulär enden. Selten nur ist ein Dick-Roman von vorne bis hinten genial wie z.B. mein absolutes SF-Lieblingsbuch "Do androids dream of electric sheep?". Das Vor- und Nachwort des Autors fand ich sehr interessant, man erfährt hier sehr viel über Dick, und man kann seine ständige, fast paranoide Angst vor Staat und Authoritäten besser nachvollziehen.

Mir persönlich hat die Kurzgeschichten-Sammlung "Der unmögliche Planet" viel besser gefallen - als Fan von Dick kann man aber nie genug Geschichten von ihm lesen. Fans des Films "Next" seien aber gewarnt, es ist nichts so, wie es scheint - auch das ist ja typisch für Philip K. Dick...


At the Queen's Command (Crown Colonies)
At the Queen's Command (Crown Colonies)
von Michael A. Stackpole
  Taschenbuch
Preis: EUR 11,65

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen A fantsatic trip into never-been history!, 31. Januar 2011
Being a big fan of Michael Stackpole I couldn't await his latest novel translated into German, so I fought my way through it in English (takes a lot of time more to read for me).
But it really paid off. After his "The Age of Discovery"-Trilogy - which was rather confusing and not that good in my opinion - he has once again written a great fantasy book.

"At the Queen's Command" plays at the time of the American War for Independence - well, actually it doesn't, it's settled in a Fantasy country named Mystria - but there are hints enough for what is really meant. Into this "Dances with Wolves"-like scenario he mixes classic fantasy-elements such as magic, necromancy and dragons and therefore makes it a whole new experience.

However, there were a few disappointments for me: There are no maps in the book, which makes the - as always with Stackpole - very strategic battles harder to follow. I would have liked to actually "see" the model of the "Fortress du morte".
Also, the end came surprisingly, the so-powerful enemy in the end being captured rather easily - well, I expect to still hear from him in the sequels.

Nevertheless, this book is one great piece of fantasy, showing what the author is capable of (as he did, for example in his "The Dark Glory War" series or in "Once upon a Hero"). I had great joy exploring Mystria along with Captain Strake and Mr. Woods, reading about the diplomatic intrigues of the Norillians, and was thrilled by the grand battle at the end. So there's no choice, I will have to read the second part of the trilogy in English as well, looking forward to it as hard as I am...


Labyrinth der Spiegel: Roman
Labyrinth der Spiegel: Roman
von Sergej Lukianenko
  Taschenbuch
Preis: EUR 15,00

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zukunftsweisendes aus der Vergangenheit, 10. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Labyrinth der Spiegel: Roman (Taschenbuch)
Bevor ich die anderen Rezensionen gelesen hatte, war mir gar nicht bewusst, daß dieses Buch 1996 geschrieben worden ist. Sicher, an manchen Stellen läßt sich dies erahnen, weil die Technik schon sehr veraltet ist. Auch, daß hier von einem Tolkienschen Fantasy-Szenario die Rede ist, anstatt das erfolgreichste und beste RPG aller Zeiten, "World of Warcraft", einzubeziehen, ergibt dann einen Sinn (WoW gab es 1996 natürlich noch nicht).

Umso mehr muß ich daher die Leistung von Sergej Lukianenko bewundern. Er hat hier in einem sehr schnelllebigen Bereich wie der Computer(spiel)industrie vor 15 Jahren in eine Zukunft geblickt, die auch heute keineswegs abwegig oder veraltet wirkt. Das ist zwar nicht so beeindruckend, wie es George Orwell 1948 mit "1984" geschafft hat, aber trotzdem sehr beachtlich.
Wer Lukianenko kennt, weiß auch was ihn sonst erwartet: Ein Roman, der einen sofort mitreißt (in diesem Fall also in die "Tiefe") und einen erst am Schluß wieder los läßt. Obwohl, gerade dieser Schluß ist mir bei "Labyrinth der Spiegel" etwas zu philosophisch ausgefallen. Ich hätte mir doch erhofft, zu erfahren, was es denn nun mit dem Loser auf sich hat. Aber auch der philosophische Einschlag ist typisch für den Autor und vor allem bei seinen SF-Büchern wie "Spektrum", "Sternenspiel" und "Sternenschatten" kennzeichnend - vielleicht ist diese Nachdenklichkeit ja in der russischen Natur verankert.

Wie immer bei den Büchern von Sergej Lukianenko hatte ich auch hier zwischendurch ein Lesevergnügen, daß seinesgleichen sucht. Kaum ein zweiter Autor kann einen so in die Geschichte hineinziehen, kaum ein zweiter hat in der SF so gute und bahnbrechende Ideen (zumindest nicht seit Phillip K. Dick). Ich warte sehnsüchtig auf weitere Romane (auch wenn es zeitlich "ältere" sind)!


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