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Rezensionen verfasst von
alma "K-E.S" (leipzig)

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Vegan, regional, saisonal: Einfache Rezepte für jeden Tag
Vegan, regional, saisonal: Einfache Rezepte für jeden Tag
von Lisa Pfleger
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Könnte etwas mehr Pfiff vertragen, 29. Juli 2014
Ich kann mich den vielen sehr positiven Rezensionen fast vollumfänglich nur anschließen, hätte mich aber doch hier und da über die ein oder andere "Überraschung" gefreut. Für sehr ambitioniert-passionierte vegane Köchinnen und Köche fehlt ein klein wenig das i-Tüpfelchen. Sonst fehlt diesem Buch gar nichts außer, dass das Papier nach Essen riecht :)
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 27, 2014 3:21 PM MEST


Deutschland von Sinnen: Der irre Kult um Frauen, Homosexuelle und Zuwanderer
Deutschland von Sinnen: Der irre Kult um Frauen, Homosexuelle und Zuwanderer
von Akif Pirincci
  Broschiert
Preis: EUR 17,80

32 von 165 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Große Traurigkeit.., 7. April 2014
.. erfasst mich angesichts der Tatsache, dass ein paar Dutzend seiner Kneipenfreunde sich tatsächlich die Mühe gemacht haben, das Pamphlet des verhinderten Predigers zu rezensieren. Wenn man sich ganz fest vornimmt, das Buch als Satire zu verstehen und es einem auch gelingt. Sätze wie
"Dann wirkt der Protest richtig, finde ist.. mit so Brustwarzen, die nach oben ragen.." .. als solche zu interpretieren, dann ist es erträglich. Ansonsten ist es eine peinliche Hobelvorlage für traurige einsame menschlich ungebildete Zyniker. Wahrscheinlich muss man dafür angetrunken bis schwer alkoholisiert sein. Soll's ja geben.
Kommentar Kommentare (10) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 7, 2014 11:11 PM MEST


Das Leitwolf-Training: Sprachfrei kommunizieren mit Hunden
Das Leitwolf-Training: Sprachfrei kommunizieren mit Hunden
von Mirko Tomasini
  Broschiert
Preis: EUR 16,90

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anwederbericht, 16. Juli 2013
Ich habe das Buch geschenkt bekommen und dachte "oh nein, nicht noch eins, wieder so ein gut gemeintes Ding, dabei weiß ich doch schon alles"
soweit die Theorie.
Nach der Lektüre, die bei flotten Lesern nicht mehr als 3 Stunden in Anspruch nimmt, konnte ich es nicht erwarten, aus dem Flieger zu kommen, mir den erstbesten Hund zu schnappen und in Erfahrung zu bringen,
ob die sprachfreie Kommunikation funktioniert, beide Seiten näher zueinander bringt und darüber hinaus auch noch nachhaltig ist.
In allen drei Punkten ist mit einem klaren ja zu antworten. Die Übung am lebenden Objekt vollzog sich an einem 11monatigen Dobermannmischling, viel Schäferhund, etwas Jagdhund, vielleicht Weimaraner, wir werden es nie erfahren.
Anyway: der junge Paul ist gesegnet mit einem enormen Spieltrieb, Bewegungsdrang, jugendlichem Leichtsinn und endloser Naivität, kolossalem Eifer und pubertärer Impertinenz - ein Prachtkerl und ohne Dünkel.
Seine Besitzerinnen hatten mit Paule viel gearbeitet, er war (wie in dem Alter durchaus normal) dennoch oft erst beim 4. oder 5. Mal bereit, sich einen Befehl nicht nur anzuhören sondern auch in die Tat umzusetzen - und zwar dauerhaft. Manchmal.
Paule war nicht verlässlich, hüpfte und sprang, zerrte gern an der Leine und brauche gefühlte 14 "Fuß" etc., bis klar war, wohin die Reise geht - alles keine Beinbrüche, so lange der junge Mann ein gutes Herz hat und weder gegen andere Hunde noch gegen Radfahrer oder sonstige bewegliche Objekte aggressiv wird. Wurde er aber - aufmüpfig, würde man sagen, rüpelhaft, schließlich richtiggehend frech. Immer noch ein echter Schmusetiger in den heimischen vier Wänden hatte er sich im freien Feld immer seltener im Griff, dafür aber seine beiden Menschen. Bei Sitz saß er, klar - doch seine Aufmerksamkeit war überall - nur nicht bei den Hundeführerinnen.
Ein vertrautes Bild? Wenn ja, dann long story short: ich habe auf Grundlage des Buches und mit einiger Erfahrung in der Aufmerksamkeitsökonomie des Hundes ein dreistündiges Training (ich kannte den Hund bereits, sonst würde ich immer dringlich ein Kennenlernen anraten, um abschätzen zu können, wie druckempfindlich ein Tier ist!) durchgeführt, an dessen Ende seine ungeteilte Aufmerksamkeit auf mich, später auf seine Besitzerinnen gerichtet war, er ohne Leine oder sonstige Führhilfen nie weiter als ein paar Fuß Abstand suchte und sich die allermeiste Zeit und in jedem Falle bis zur Freigabe friedlich im Hintergrund hielt. Bamm.
Bei einem zweiten Hund, einer älteren aus Ungarn stammenden Hütehündin unbekannter Abstammung funktionierte das Training ebenfalls auf Anhieb und sogar allein durch die genau instruierte Besitzerin - für mich hat dieses Buch einen erstaunlichen Beitrag geleistet vor allem im Umgang mit selbstbewussten Hunden, die nicht per se am Besitzer kleben und solchen, die sich auf Futterbelohnungen nichts machen. Absolute Empfehlung!


Wasserfarbe für Gestalter
Wasserfarbe für Gestalter
von Felix Scheinberger
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 32,00

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen In Kombination mit "Mut zum Skizzenbuch".., 9. Februar 2013
... die sichere Eintrittskarte in ein erfülltes und erfüllendes Amateurkünstlerleben.
Beide Bücher sind schwer aus der Hand zu legen, das Talent des Autors, sowohl darstellerisch als auch didaktisch zu überzeugen, lässt kaum Fragen offen - nur eine:
Wann fängst du an zu malen?!


Mut zum Skizzenbuch: Zeichnen und Skizzieren unterwegs
Mut zum Skizzenbuch: Zeichnen und Skizzieren unterwegs
von Felix Scheinberger
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,80

157 von 163 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das schönste Buch seit Langem, 14. März 2010
Ich habe nie gern gemalt, noch weniger gern gezeichnet und am allerwenigsten gern mochte ich schönes Schreiben - die Verbindung zwischen meiner Hand und meinem Hirn, vielleicht besser: meinen Augen, meiner Hand und einem Hirn, empfand ich immer als gestört, als bestenfalls unausgeprägt oder schlicht: nicht vorhanden. Und kreativ war ich schon gar nicht und in Perspektiven denken, einen Bildaufbau konstruieren oder Abstraktionen zulassen konnte ich nicht und darstellerische Spinnerei zulassen hatte mir irgendwie nie jemand erlaubt - und dann dieses Buch, dass so reich und wunderschön bebildert ist, dass einer das Herz aufgehen MUSS - jeder und jede, der und die mich besucht und dieses Buch in die Hand nimmt, ist von seiner Haptik, Optik, Liebe zum Detail und schlicht: SCHÖNHEIT so begeistert, dass mir glänzende Augen Geburtstagswünsche für nächstes Jahr einflüstern!
Das Buch übers Skizzenbuch ist kein Zeichen- oder schlimmer: Lebensratgeber [mach deinen Weg und sei kreativ!] sondern eine Sammlung wunderbarer Ideen, Umsetzungsanregungen und SKIZZEN - Charakterstudien, Müllhaufen, Geschmiere.
Geschmiere mit mehr Charakter als der ganze Haufen Müll, der sonst so ein Zeichenlernbüchern eher Druck macht als Mut - und das ganz ohne Studium.

Daumen hoch - ein geiles Buch, ich zeichne jetzt. Kritzele, Kliere und Schmiere und bin damit sehr glücklich.
Also doch ein Ratgeberbuch, ein Bisschen.. naja.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 19, 2013 4:54 PM CET


Die Kunst, die Welt zu sehen: Ausgewählte Schriften 1911-1936
Die Kunst, die Welt zu sehen: Ausgewählte Schriften 1911-1936
von Frederick Choate
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,90

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Großod russische Kultur-, Literatur- und Sozialgeschichte, 11. Oktober 2009
Aleksander Woronski ist einer der bedeutendsten Essayisten Russlands, der akribisch, gewissenhaft, scharfsinnig und freigeistig Stellung nahm zu politischen Ereignissen, Kunst und Kultur, gesellschaftlichen Veränderungen und schließlich der umfassenden Neustrukturierung der Verhältnisse im Russland des 20. Jahrhunderts, einem von Bürgerkrieg und Revolution, Umsturz und final Terror bestimmten Land am Rande der westlichen Zivilisation.
In diesem Band finden sich, erstmalig in deutscher Veröffentlichung, seine wichtigsten Schriften der Jahre 1911 bis 1936, in denen er als Wegbegleiter Trotzkis zu den hereinbrechenden Scheußlichkeiten des Stalinismus Position bezieht und dafür bitter bestraft wurde: A.K. Woronski wurde zunächst aus der Kommunistischen Partei ausgeschlossen, später verbannt und schließlich im Jahre 1937 hingerichtet. Seine Werke wurden verboten und vernichtet, sein Andenken jedoch bis heute bewahrt und ist dankbarerweise nun auch des Russischen unkundigen Lesern und Leserinnen zugänglich.


Club Kalaschnikow: Kriminalroman (Polina Daschkowa)
Club Kalaschnikow: Kriminalroman (Polina Daschkowa)
von Polina Daschkowa
  Taschenbuch

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wie viel Spannung verträgt ein Krimi?, 11. Oktober 2009
Katja, eigentlich Jekatarina Fillipowna Orlowa, hat es nicht leicht: ihr Mann Gleb, Casinobesitzer und ein ziemlich räudiges Exemplar des russischen Emporkömmlings mit mafiösem Hintergrund, väterlich schützender Hand und nicht weniger Affären als Vollräuschen, wird nach einer von Katjas Premieren (die Schöne ist Prima-Ballerina, erste Geige quasi, in dem Theater das von Gleb finanziert wird, aus Geldern über deren Herkunft Katja nachzudenken lieber geflissentlich unterlässt) vor der eigenen Haustür erschossen. Unglücklicherweise standen die beiden zu diesem Zeitpunkt so dicht beieinander, dass zunächst nicht ergründlich ist, wem der Schuss galt und der Theorien gibt es viele.
Zwar hatte Gleb nicht nur Freunde, das ist in der Mafia wohl so, und sowohl sein fetter Geschäftsführer als auch ein gewisser Täuberich waren scharf auf das Casino doch scheint es bald offensichtlich, dass eine seiner unzählige Affären, namentlich die eine ernsthafte mit der blutjungen engelsgesichtigen Dame Olga, aus den Fugen geraten ist und eigentlich Katja die Kugel in den Kopf kriegen sollte. Keine unübliche Steigerung der jüngst bei ihr eingehenden Drohanrufe einer hämischen Rivalin..
Alsbald wird Olga auch verhaftet und damit sind sowohl Mafia als auch bürgerliche Familie überraschend schnell zufrieden: die kluge Katja allerdings, merkwürdig zäh in ihrer Weigerung etwas Trauer zu Tage zu tragen und von ihrem Verehrer Pawel unterstützt, wird (angesichts zweier weiterer Toter in ihrem direkten Umfeld nicht unüblich) hellhörig, steckt ihre hübsche Nase in weniger hübsche Angelegenheiten, findet sich unerwartet und doch so selbstverständlich in einem unangenehmen Erbstreit wieder und landet schließlich gefesselt auf dem Rücksitz ihres Wagens (Von wo sie in einem ziemlich furiosen Countdown errettet werden muss).

Der Plot klingt gewöhnlich, fast unspannend, etwaskonstruiert sogar, denn die ganze Geldelite Moskaus mit ihren politischen Beziehungen und merkwürdigen Ehrenkodizes erscheint der deutschen Leserin doch zumindest ungewöhnlich wenn nicht gar unglaubwürdig. Was diesen Krimi allerdings zu einem absolut sogartigen (Plattitüde, ich weiß) Abendteuer werden lässt, sind die Dutzenden Einschübe, Rückblenden, Handlungsstränge und Ebenen, die uns nicht nur zunehmend involvieren, sondern auch die Motivationen der Protagonisten offen legen: irgendwie wird alles logisch und konnte nur so kommen, wenn Polina Daschkowa aus der Kindheit Glebs, den Jugendjahren Olgas und schließlich dem Leben der Mörderin - oder des Mörders? Oder der Mörder erzählt?


Wald ohne Hüter: Im Würgegriff von Jagdinteressen und Forstwirtschaft. Ein Förster erzählt
Wald ohne Hüter: Im Würgegriff von Jagdinteressen und Forstwirtschaft. Ein Förster erzählt
von Peter Wohlleben
  Broschiert

4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verliebht in eine Buche, 2. Oktober 2009
Ich bin verliebt. Verliebt in eine Buche. Ach - was sage ich - verliebt in alle Buchen, verliebt in den Wald! So wie Peter Wohlleben, der Förster mit dem ökologischen Weitblick.
Was, ein Förster schreibt ein Buch des Titels 'Wald ohne Hüter'?
Tut er ' und er tut mehr: Peter Wohlleben nimmt uns zunächst mit auf einen Waldspaziergang und erklärt uns, wie so ein Wald überhaupt zu Stande kommt; wie 40 Meter hohe Elternbuchen ihre Kinderstuben vor zu viel Sonneneinstrahlung beschützen, jede der über 3000 Tier- und Pflanzenarten im Leben der Buche und damit des Buchenwaldes eine nicht zu ersetzende Rolle spielt und welchen Beitrag ein einzelner Baum in seinem bis zu 400 jährigen Dasein zu unserem Klimahaushalt leistet. Er erzählt das nicht wie ein Wissenschaftler sondern gleichermaßen wie ein liebender Vater, wie ein Freund aber auch wie Kind seines Waldes ' er steckt an.
Wenn Wohlleben beschreibt, wie auch das letzte Stück deutschen Urwaldes längst unwiederbringlich zerstört wurde (und wir weiter mit dem Zeigefinger nach Südamerika weisen, wo ja schrecklich abgeholzt wird nicht?), wie eine für Jäger und Trophäensammler subventionierte Wildpopulation längst die Oberhand und damit die Nachwuchshoheit gegenüber jungen Bäumchen inne hat, fällt es schwer, trocknen Auges einfach weiter zu blättern. (oder wie geht es Ihnen, wenn Sie lesen, dass ein einziger sogenannter Harvester beim Fällen fast ausgestorbener Arten den Boden für bis zu 100 Jahre, in manchen Fällen für immer, so zerstört, dass nicht nur Pflanzenarten sondern auch viele von ihnen abhängige Tierpopulationen schlichtweg aussterben?)

Wohlleben geht damit tief und in die Tiefe ' er klärt selbst chemische Zusammenhänge bis hinein in den Boden einfachst verständlich und verliert trotzdem nie seine Muse, seine Liebe zum Wald und seinen Optimismus ' ein Buch, dass so liebevoll und fundiert ist, kann man nicht weglegen und ich hoffe, dass es viele Leser und Nachahmer findet.


Simpel: Gelesen von Martin Baltscheit, 4 CDs, Digifile, ca. 4 Std. 45 Min.
Simpel: Gelesen von Martin Baltscheit, 4 CDs, Digifile, ca. 4 Std. 45 Min.
von Marie-Aude Murail
  Audio CD
Preis: EUR 19,95

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Göttergeschenk, 7. August 2009
Es gibt manchmal solche Bücher - alle paar Jahre irgendwie - die wie eine Welle aus Erzählkunst, Phantasie und Glückseeligeit über ihre Leserschaft schwappen, uns mit klatschnassen Haaren und einem dicken Grinsen zurücklassen wie ein Sommerregen - Simpel ist so eins.
Simpel ist vermutlich 21 und pendelt geistig zwischen dem Niveau eines drei-jährigen und eines Greises - nicht zuletzt weil Kinder, so ihnen die Sprache gegeben, über mehr Scharfsinn, Weitblick und Klarheit verfügen als so mancher Erwachsener. Sein Bruder ergaunert den beiden einen WG-Platz und das tägliche Choas nimmt seinen Lauf - skurril, manchmal traurig, hintergründig, liebevoll -- immer ehrlich.
Wer je mit Behinderten gelebt, gearbeitet oder gelacht hat, wird hier viel wíeder finden von dem, was Menschen mit besonderen Bedürfnissen eben so besonders macht und darüber hinaus auch noch großartig und spannend unterhalten.
Darüber hinaus ist dieses Hörbuch auch noch so dramatisch gut gelesen, dass wir beim Hören jede verpasste Sekunde zurückgespult (wie auch immer das bei CD heißt) haben um ja nichts zu verpassen vom großatrig engegierten und irgendwie erschreckend authentischen Vorleser Martin Baltscheit!

Ich habe auch in vielen Kritiken gelesen, dass es "überhaupt nicht witzig ist, sich über Zurückgebliebene lustig zu machen" und kann dem nur erwidern: die sog. Zurückgebliebenen, die ich kenne, finden sich selbst ganz oft sehr famos witzig und sind außerdem den meisten angeblich normalen ein ganzes Stück "voraus".
Viel Spaß mit Simpel und Monsieur HaseHase


Carol
Carol
von Patricia Highsmith
  Taschenbuch

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lebhafte Betrachtung weiblicher Homosexualität mit markantem Altersunterschied, 10. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Carol (Taschenbuch)
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Eine mutig-fesselnde, dicht und nuanciert erzählte Liebes-Selbstfindungs-Erwachsenwerd-Geschichte die von Zeit zu Zeit in den Kitsch abzudriften droht, dann aber so ironisch zwinkert, dass man auch eine Mondnacht mit Händchenhalten und der frühen Amsel verzeihen könnte.
Geschildert wird von einer (ja, abgedroschen, ich weiß) schicksalhaften Begegnung zweier Frauen, ihrer nicht wenig obsessiven Art sich aufeinander einzulassen und schließlich den Konsequenzen die es in den 50ern zu tragen galt: der abendteuerliche Versuch einer Reise, Beschattung, Kindesentzug, Aufrieb aneinander bis fast tragisch sich alles verdichtet und sich unsere junge Freundin Therese langsam finden darf - nicht zuletzt weil die Titelheldin ihre Reife und Gewissheit gnadenlos auszuspielen weiß und so formend EInfluss nimmt, schult, nicht umbringt aber härter macht.

Zu Beginn kommt das Buch recht verwirrend, etwas unmotiviert daher, Schilderungen, Versuche von Weisheiten am Rande, ein unwirtliches Millieu - Therese, die junge Möchtegernbühnenbildnerin führt eine frustrierend einsame wenn auch bequeme Beziehung, landet schließlich jobbend im Kaufhaus und lernt dort Carol kennen - so weit so gut, wenn auch etwas zäh.
Ab hier, ich verpreche es, ist Highsmith wie gelöst, wie aus einer Starre hochgeschreckt - vielleicht um uns erst ein wenig zu langweilen damit wir dann voller Dankbarkeit den Beginn der Liebesgeschichte verfolgen? So könnte es gewesen sein.
Für das heutige Verständnis gibt es einige Ecken - gerade junge LeserInnen werden hier und da die Augenbrauen gen Stirn ziehen und sich irgendwo finden zwischen verdutzt und amüsiert - aber so wars eben, damals.


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