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Rezensionen verfasst von
försterin "lesesüchtig"

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Das Lavendelzimmer: Roman
Das Lavendelzimmer: Roman
von Nina George
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderschön, 18. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Das Lavendelzimmer: Roman (Gebundene Ausgabe)
Beim Film spricht man vom Roadmovie", würde dieses Buch verfilmt, wäre es wohl ein Rivermovie".

Jean Perdu hat über 20 Jahre neben sich her gelebt. Die unglückliche Liebe zu Manon hat sein Leben überschattet. In seiner literarischen Apotheke", die er auf einem Schiff, das am Seineufer festgemacht ist, betreibt, hat er für viele andere schnell einen passenden Ratgeber. Nur für sich selbst hat er noch nichts gefunden, das die Wunden auf seiner Seele heilt.

Dann allerdings, als er einen Brief von Manon liest, den Sie ihm damals zum Abschied geschrieben und den er ungelesen in die hinterste Ecke seines Herzens und seiner Wohnung verbannt hat, krempelt er sein Leben um und begibt sich auf eine faszinierende Reise zu sich selbst und durch halb Frankreich.

Nina George spielt mit Worten, das es eine wahre Wonne ist. Man taucht ein in dieses Buch und bemerkt irgendwann, man spürt diesen Geruch von Lavendel tatsächlich in der Nase. Wenn ein Buch das schafft, hat der Autor bzw. in diesem Fall die Autorin, alles richtig gemacht.

Jean Perdu ist ein Mann, den ich selbst gerne kennengelernt hätte und in den ich mich bestimmt verliebt hätte. Sein Bücherschiff ist ein Traum und ich habe es sehr bedauert, dass es nur in diesem Roman existiert und vermutlich nicht im wahren Leben.

Auch die anderen Charaktere, seien es Max, Catherine, Manon, aber auch alle, die keine Hauptrolle spielen, sind so wunderbar gezeichnet, dass man stetig mit Ihnen mit leidet oder auch lacht und sie am Ende der Geschichte eigentlich überhaupt nicht loslassen möchte. Genauso, wie die französische Landschaft.

Ich habe mich beim Lesen sehr wohl gefühlt und mir direkt Die Mondspielerin" von Nina George besorgt. Ich bin sehr gespannt, ob auch dieses Buch mich derart begeistern kann.


Die Olchis und die Gully-Detektive von London
Die Olchis und die Gully-Detektive von London
von Erhard Dietl
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,95

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Echt krötig, 18. November 2013
Die Olchis diesmal also in London.

Für alle Olchi-Neulinge, wird diese besondere Spezies im ersten Kapitel erst mal ausführlich vorgestellt.

Danach geht's für die Olchi-Kinder zusammen mit ihrem Drachen Feuerstuhl auf nach London in ein neues krötiges Abenteuer. Eigentlich sollten Sie nur einen Regenschirm mit besonderen Eigenschaften bei dem Olchi-Detektiv Mr. Paddock abliefern. Aber Mr. Paddock hat einen neuen Fall zu lösen und gerne helfen ihm die Olchi-Kinder dabei: Aus dem Naturkundemuseum wurden Dinosaurierknochen gestohlen. Wer steckt dahinter?

Meinem 8-jährigen Sohn und mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Es war witzig und spannend bis zum Schluss. Fast schon wie ein Krimi.

Mein Sohn konnte spielend ein paar englische Vokabeln lernen, denn zwischendurch werden immer mal wieder englische Wörter benutzt. Manche kannte er schon, ein paarmal konnte er auch aus dem Zusammenhang heraus, die Bedeutung erkennen. Am Ende des Buches gibt es aber auch ein Wörterbuch mit der entsprechenden Übersetzung. Zusätzlich erfahren die Kinder einiges über England bzw. London.

Auf fast jeder Doppelseite gibt es eine zur Geschichte passende Zeichnung, auf die sich mein Sohn immer besonders gefreut hat.

Wer die Olchis schon kennt, wird diese Geschichte bestimmt auch lieben. Wer die Olchis vorher noch nicht kannte, möchte bestimmt auch noch die vielen anderen Abenteuer kennen lernen.

Für Selbstleser ab 8-9 Jahren

Zum Vorlesen ab 6 Jahren


Nathalie küsst: Roman
Nathalie küsst: Roman
von David Foenkinos
  Taschenbuch
Preis: EUR 16,95

5.0 von 5 Sternen Teilweise skurril, aber gut, 18. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Nathalie küsst: Roman (Taschenbuch)
Nathalie und Francoise lernen sich zufällig auf der Straße oder besser gesagt, dem Trottoir, kennen. Sie verlieben sich, sozusagen auf den ersten Blick und heiraten auch später. Die große Liebe von zwei Seelenverwandten. Doch dann geschieht eine Tragödie. Francoise stirbt bei einem Unfall. Nathalie bleibt zurück und findet nur schwer aus ihrer Trauer heraus. Nach ein paar Monaten ist es dann doch für sie wieder an der Zeit, zurück zur Arbeit zu gehen und andere Menschen zu treffen. In ihrem Team arbeitet schon seit längerer Zeit der Schwede Markus, ein unscheinbarer, äußerlich unattraktiver Mann, den Nathalie eines Tages küsst. Lange Zeit nach dem Tod ihrer großen Liebe und aus Gründen, die sie selbst erst noch erforschen muss...

Ich bin ein großer Fan von Anna Gavalda und der Schreibstil von David Foenkinos ist ähnlich. Mir hat er sehr gut gefallen. Das Buch hat abwechselnd meist ein etwas längeres Kapitel und danach folgt ganz oft ein Kapitel, das nur aus einer kurzen Zusatzinformation besteht, was ich recht originell finde.

Foenkinos beschreibt ganz einfühlsam die große Liebe und Trauer und das langsame Wiederzurechtfinden Nathalies im Leben. Auch die teilweise etwas skurrile Art von Markus, seine Unbeholfenheit, hat der Autor wunderbar zum Ausdruck gebracht. Gerade dabei gibt es auch eine ganze Reihe witziger Situationen. Auch wenn Markus eigentliche Schwächen von allen anderen als Stärke empfunden werden - herrlich.

Dieser Roman hat das gewisse Etwas". Mal eine ganz andere, teilweise schräge, aber ganz besondere Liebesgeschichte. Sicher werde ich auch bald den Nachfolgeroman Souvenirs" lesen.


Die Arglosen
Die Arglosen
von Francesca Segal
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,90

3.0 von 5 Sternen Die Arglosen, 30. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Arglosen (Gebundene Ausgabe)
Adam und Rachel leben im jüdischen Viertel in London, sind beide Ende zwanzig und seit Teenagerzeiten ein Paar. Die Geschichte beginnt, nachdem sie sich gerade verlobt haben. Ihre Hochzeit wird von Rachel und ihrer Mutter groß geplant, Adam wandelt zumindest gedanklich jedoch gerade auf Abwegen. Ellie, die schöne aber auch etwas zwielichtige Cousine von Rachel schwirrt ihm ständig durch den Kopf ist zurzeit auch gerade in London angekommen, nachdem es in New York für sie einige Schwierigkeiten gab.
Adam arbeitet als Anwalt in der Kanzlei seines zukünftigen Schwiegervaters, der für ihn zu einer Art Ersatzvater geworden ist, nachdem sein leiblicher Vater starb, als Adam noch ein Kind war. Da er und Rachel bereits so lange ein Paar sind, wird Adam längst wie ein Familienmitglied behandelt.
Daher ist Adam auch zutiefst verunsichert. Zum einen glaubt er Rachel zu lieben und spürt tagtäglich die Sicherheit der Familie und Gemeinde. Zum anderen fühlt er sich zu Ellie hingezogen, was jedoch für ihn kaum überschaubare Konsequenzen nach sich ziehen würde, würde er diesem Verlangen nachgeben.

Wir erfahren sehr viel über das heutige Leben und den Zusammenhalt der jüdischen Gemeinde in London. Es ist anzunehmen, dass es sich auch anderenorts so oder ähnlich abspielen könnte. Die Familien sind untereinander sehr stark verbunden, jeder scheint alles über den anderen zu wissen.
Für mich war dies sehr interessant und meines Erachtens auch nicht zu ausführlich dargestellt, dafür ab und an mit einem Augenzwinkern.

Der Großteil des Romans behandelt Adams Gefühlswelt. Alle anderen Charaktere spielen eher eine Nebenrolle. Rachel ist das perfekte kleine Frauchen, das zur Prinzessin erzogen wurde, der jeder Wunsch erfüllt wird und die nach der Hochzeit zu allererst ihren Job aufgibt. Wobei man dazu sagen muss, dass sie fast ausschließlich aus Adams Sicht beschrieben wird und von der Autorin keine eigenen Gedankengänge zugelassen wurden. Das hat mir gefehlt und das fand ich sehr schade. Daher fällt es einem leicht, sie als sehr unsympathisch zu bezeichnen. Adam entfernt sich ja auch mehr und mehr von ihr – der Leser daher auch.

Ellie ist das genaue Gegenteil von Rachel und wird von Adam wahrscheinlich genau aus diesem Grund nahezu angebetet. Genau wie Adam hat auch Ellie sehr früh ein Elternteil verloren und diese Tatsache nimmt Adam zum Anlass, sich erst mal als eine Art Beschützer für Ellie anzusehen. Ellie ist mir von diesen dreien noch die Figur, die am sympathischsten wirkt und einigermaßen authentisch rüberkommt.

Adam selbst befindet sich von Anfang in diesem Dilemma, dass er sich nach diesen vielen Jahren mit Rachel fragt, ob es nicht doch noch ein anderes Leben für ihn gibt. Er allerdings nicht sicher ist, ob er den Mut besitzt, überhaupt ein anderes Leben führen zu wollen. Gerne hätte ich ihn das ein oder andere Mal kräftigt wachgerüttelt...

Es hat sich mir bis zum Ende nicht erschlossen, warum sich Adam für Rachel oder Ellie entscheiden sollte. Für mich passt er weder zu der einen, noch zu der anderen...

Mir fällt eine Bewertung etwas schwer. Einerseits war ich sehr gespannt auf dieses Buch, weil mich die Leseprobe sehr angesprochen hat. Andererseits hat mich die Geschichte nicht so gepackt, wie ich erhofft hatte.

Gerne würde ich 3,5 Sterne vergeben, was nicht geht. Für 4 Sterne hat es dann aber leider nicht gereicht.


Der Duft von Tee: Roman
Der Duft von Tee: Roman
von Hannah Tunnicliffe
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

5.0 von 5 Sternen Die Farbe von Tee, 14. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Duft von Tee: Roman (Taschenbuch)
...so wäre die originalgetreue Übersetzung des Buchtitels und der würde, wie so oft auch besser passen.

In diesem Buch geht es um Liebe, Familie, Freundschaft und nicht zuletzt um Macarons, diese köstlichen, cremigen, kleinen runden französischen Gebäcke, die man sich auf der Zuge zergehen lassen sollte, um sie einfach nur zu genießen.

Aber nun zum Inhalt:

Pete hat eine neue Stelle in Macao angenommen und reist zum Ende des Jahres des Schweins mit seiner Frau Grace dort an. Leider erweisen sich die vielen Schweine, mit denen Macao dekoriert ist, nicht als Glücksschweine. Kaum angekommen, erfährt Grace, dass sie keine Kinder bekommen werden können. Für beide war es ein großer Wunsch, eine Familie zu gründen und Grace gerät in eine Depression, aus der sie nur schwer wieder herausfindet.

Doch dann besinnt sie sich auf ihre große Liebe zum Backen und hat einen neuen Wunschtraum – sie möchte ein Café eröffnen. Mehr und mehr entfernt sie sich aber dadurch von ihrem Mann und lernt zudem auch noch Leon kennen, der ihr das Backen von Macarons beibringt und sie dabei unterstützt, das Café zu eröffnen...

Die Autorin Hannah Tunnicliffe hat ein wunderbares, gefühlvolles Romandebüt gezaubert, das man genau so genießen sollte, wie Macarons.

Sie schreibt schnörkellos und unaufgeregt, aber es bleibt dabei immer spannend und man mag zwischendurch kaum mal aufhören zu lesen. Man hat das Gefühl als würde man für die Zeit des Lesens tatsächlich in Macao leben und als Teil der Geschichte irgendwo eine kleine Nebenrolle spielen. Man fühlt mit Grace und Pete mit, weil sich ihr Kinderwunsch nicht erfüllt und möchte Ihnen immer wieder zurufen: „Redet miteinander“! Ebenso kann man sich genau bildlich vorstellen, wie das Café aussieht und vor allem, wie köstlich diese Macarons schmecken. Alle Charaktere werden so realistisch beschrieben, dass man auch an jeder einzelnen ihrer Geschichten interessiert ist und wissen möchte, welches Schicksal sich dahinter verbirgt – die Angestellten des Cafés, Rilla und Gigi zum Beispiel oder Marjory, die nicht nur Stammkundin, sondern auch zu einer Freundin für Grace wird.

Gerne gebe ich 5 Sterne für dieses Buch. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und wäre gerne einmal im Lillian's, dem Café von Grace eingekehrt.


Die Sommerfrauen
Die Sommerfrauen
von Mary Kay Andrews
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Sommerfrauen, 26. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Sommerfrauen (Taschenbuch)
Drei Freundinnen verbringen einen Monat zusammen in einem alten Haus am Meer in den Outer Banks.

Für alle drei scheint diese gemeinsame Zeit eine Art Neuanfang einzuläuten.

Locker erzählt mit einigen Überraschungen. Leicht zu lesen, macht es Lust auf Sonne und Meer.
Eine perfekte Sommerlektüre, die einen Platz im Reisekoffer verdient hat. Nicht mehr und nicht weniger.


Ein geschenkter Tag: Roman
Ein geschenkter Tag: Roman
von Anna Gavalda
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein schöner Tag in Frankreich, 26. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Ein geschenkter Tag: Roman (Taschenbuch)
Ein schöner Frühlingstag. Eine Autofahrt zur Hochzeit einer Cousine. Und am Ende kommt doch alles anders.

"Ein geschenkter Tag" ist ein wunderbares kleines Büchlein, das man mal eben so zwischendurch einschieben kann. Es hat mir gute Laune gemacht und ich wäre gerne dabei gewesen. Wäre gerne eine Schwester gewesen.
Mir gefallen die bissigen Kommentare von Garance und die ganze Lästerei :-) und überhaupt finde ich den Zusammenhalt der Geschwister toll.

Ich liebe den Schreibstil von Anna Gavalda. Mit diesem Buch habe ich auch jetzt alle von ihr gelesen und hoffe, dass es bald etwas Neues von ihr gibt.

Die Meinungen über dieses Buch klaffen ziemlich weit auseinander. Mir scheint, man liebt es entweder oder mag es gar nicht. Ich empfehle es gerne weiter. Allen Fans von Anna Gavalda sowieso und für alle anderen ist es vielleicht sogar ein guter Einstieg in ihre Art des Schreibens :-)


An einem Tag in Paris: Roman
An einem Tag in Paris: Roman
von Ellen Sussman
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

3.0 von 5 Sternen Ein Tag, drei Geschichten, 26. Juni 2013
Drei französiche Sprachlehrer - drei verschiedene Versionen eines Tages in Paris. So könnte man kurz und knapp den Inhalt des Buches wiedergeben. Nico verbringt ihn mit der trauernden Josie, Philippe mit der frustrierten Riley und Chantal mit Jeremy, dem Ehemann einer berühmten Schauspielern.

Die Inhaltsangabe auf dem Buchumschlag hatte mich sehr neugierig gemacht. Allerdings wusste ich da noch nicht, dass es sich im Grunde um drei abgeschlossene Kurzgeschichten handelt. Was ich schade fand, denn mir gefiel die erste Geschichte am besten und gerne hätte ich sie noch weiter verfolgt. Die zweite Geschichte wiederum hat mich überhaupt nicht angesprochen, vor allem die zum Teil sehr ausführlich beschriebenen Sexszenen, passten für mich nicht in diese Art von Roman.
Wobei mir der Schreibstil der Autorin und die Idee an sich, die Erlebnisse eines Tages aus der Sicht verschiedener Personen zu erzählen, gut gefallen hat.
Nett sind auch die kleinen Zeichnungen am Anfang der Kapitel, wo aufgezeigt wird, in welcher Gegend von Paris sich die Personen bewegen.

Trotzdem gibt es nur drei Sterne, weil ich mir mehr von dem Buch versprochen habe. Richtig gepackt hat mich, wie erwähnt, nur die erste Geschichte von Nico und Josie und das war mir zu wenig.


Unbekannt verzogen: Roman (insel taschenbuch)
Unbekannt verzogen: Roman (insel taschenbuch)
von Tom Winter
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Lost and found, 12. Juni 2013
Carol ist seit Jahren unglücklich mit Bob verheiratet. Sie haben eine Tochter, die Carol unheimlich ist. Dass Carol damals schwanger war, war auch der einzige Grund, aus dem sie Bob geheiratet hat.
Albert, ein Briefträger, der kurz vor der Pensionierung steht, hat vor über 40 Jahren seine Frau verloren. Seitdem führt er höchstens mit seiner Katze ein paar private Gespräche. In seinen letzten Tagen bei der Post, wird er in die Abteilung für unzustellbare Briefe versetzt. Dort findet er mehrere Briefe einer C. Und auf einmal kehrt sein lange verloren geglaubter Elan zu ihm zurück.

In „Unbekannt verzogen“ herrscht zum größten Teil eine negative Grundstimmung.
Carol lebt ein Leben, dass sie eigentlich hasst, traut sich aber nicht so recht, etwas zu ändern. Albert schlurft nur so dahin. Der erste Brief von Carol löst aber zumindest bei ihm etwas aus.

Carol war mir nicht sympathisch genug, um richtig mit ihr mitfühlen zu können. Bob war von Anfang an nervig und bleibt es auch bis zum Schluss. Albert steigert sich sehr in diese Briefe hinein, was nachvollziehbar ist, weil er ja sonst nichts hat.

Positiv für mich war, dass es fast ausschließlich sehr kurze Kapitel gibt. Ich muss zugeben, dass ich mich ein bisschen durch dieses Buch hindurch gequält habe und obwohl das Buch nicht sehr dick ist, habe ich recht lange dafür gebraucht, es zu lesen. Mir fehlte ein Spannungsbogen. Lediglich zum Schluss hatte ich das Gefühl, dass es endlich etwas zügiger voran geht. Obwohl mich das Verhalten von Carol am Ende auch nicht wirklich überzeugt hat.

Der typisch zynische britische Humor blitzt an vielen Stellen hindurch, allerdings hat der bei mir meistens leider nicht mehr als ein Schmunzeln hervorgelockt. Das geht bestimmt besser.

Leider nur drei Sterne von mir, hatte mir aufgrund der Geschichte, die sich um Briefe dreht, mehr versprochen.


Verlass dich auf mich, morgen komme ich wieder
Verlass dich auf mich, morgen komme ich wieder
von Lin Hallberg
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,99

4.0 von 5 Sternen Jao, Jao!, 12. Juni 2013
Als Johanna 5 Jahre alt war, ist ihre Mutter mit ihr in einer Nacht- und Nebelaktion aus Island nach Schweden gegangen. Weg von ihrem Vater, den Großeltern und dem Fohlen, das Johanna bekommen sollte.
In Schweden wächst sie zur Teenagerin heran, liebt Pferde, vor allem ihr Pflegepferd Kasper. Als Kasper stirbt verliert Johanna den Boden unter den Füssen, stellt alles in Frage, trifft die falschen Freunde, verfällt in eine Art Depression. Ihre Mutter weiß sich keinen Rat mehr und schickt Johanna zu ihrem Vater nach Island zurück.

Bisher wusste ich sehr wenig über Island, die Autorin schafft es aber sehr gut, dem Leser die Landschaft und vor allem die zum Teil sehr kauzigen Einwohner näher zu bringen. Wenn mir auch der Schreibstil, gerade im ersten Teil des Buches etwas holprig vorkommt. Entweder hatte ich mich irgendwann daran gewöhnt, oder aber ab dem Zeitpunkt, wo Johanna nach Island kommt, hat sich auch der Schreibstil verändert…

Johannas innere Zerrissenheit wird ebenfalls sehr authentisch beschrieben. Die Vorwürfe, die sie ihrer Mutter, aber auch ihrem Vater macht und die Veränderungen, die Johanna durchmacht, sind durch die Erzählung in der Ich-Perspektive bestens nachvollziehbar.

Ich gehöre sicherlich nicht mehr in die Zielgruppe eines Jugendbuches und bin auch kein Pferdenarr und trotzdem habe ich dieses Buch gerne gelesen und kann es uneingeschränkt weiterempfehlen. Ein Buch über das Suchen und Finden der eigenen Identität.


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