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"punktpunktpunkt"

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Tori Amos - Fade To Red: The Tori Amos Video Collection [2 DVDs]
Tori Amos - Fade To Red: The Tori Amos Video Collection [2 DVDs]
DVD ~ Tori Amos
Preis: EUR 22,94

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbare Kollektion, 23. März 2006
Tori Amos' Videokollektion auf DVD vereint nicht nur wunderschöne Songs (wie man sie ja gemeinhin von ihr gewohnt ist!), sondern auch die wunderschönen Videoclips dazu (welche man nicht oft zu sehen bekommt, zumal die Musiksender ja bekanntlich nur noch Klingeltonwerbung und keine Musik mehr senden...) - und zwar ganz unterschiedliche, von ihrer Konzeption und Umsetzung her: Surreale voller psychologischer Symbole, welche die Geschichten erzählen, Illustrationen von Stimmungen, künstlerisch abstrakte, schnell geschnittene und ruhige, minimalistische und bombastische, die Künstlerin in den Vordergrund rückende und welche, die sich vor allem um einen Plot drehen. Allesamt charmant, allesamt kreativ, allesamt verzaubernd. Außerdem lässt sich ein wirklich guter Audiokommentar zuschalten, in dem Tori uns über das Konzept des jeweiligen Clips bzw. Songs und/oder über die Dreharbeiten aufklärt. Und zu 'A Sorta Fairy Tale', wo Adrien Brody (Hauptdarsteller in Polanskis "Der Pianist") mitspielt, gibt es sogar ein 'Making Of' anzuschauen. Was will man mehr?


The First Years of Piracy
The First Years of Piracy

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vergessener Klassiker, 4. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: The First Years of Piracy (Audio CD)
Diese Compilation bietet angenehm raue, doch mitgröhltaugliche Songs der wohl metallischsten Rockband Deutschlands. Man mag sich nun streiten, ob sie zu eingeschränkt und stumpf klingen oder einfach nur ihren Stil konsequent durchziehen - zweifellos ist, dass Running Wild hier groovende Eingängigkeit mit grundsolider Härte gepaart haben. In späteren Werken hat man sich an schnellerem Geknüppel und epischen Werken versucht, hier mal etwas an Härte zugelegt und dort etwas bombastischere Gitarren eingearbeitet - was beides der Band nicht unbedingt gut zu Gesicht stand. "First Years Of Piracy" rockt wie ein gutes Debütalbum es sollte, mit Songs die gleich auf den Punkt kommen, hat Wucht und Melodik, Powerriffs und Gefühl, und brennt als Sammlung älterer Songs zugleich ein Feuerwerk in Sachen Abwechslung ab - freilich im fest abgesteckten Rahmen des unverkennbaren Stils der Band.
Ein guter Einstieg in den traditionellen Heavy Metal für Neuhörer dieses Genres, und für mich persönlich zugleich das beste Album von Running Wild.


Blood Money
Blood Money
Preis: EUR 8,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sammelsurium. Abgeklärt und alterstrübe?, 2. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: Blood Money (Audio CD)
Nicht unbedingt sein bestes oder zusammenhängendstes Werk. Es gibt sicherlich eingängigere und zugleich schrägere Werke von ihm, die sich eher in einem Rutsch durchhören lassen. Aber Tom Waits ist nun einmal Tom Waits, und so bleibt sicherlich das eine oder andere Stück sofort im Ohr hängen. 'Misery's the river of the world' vielleicht, mit seinem grollenden "EVERYBODY ROW!", oder auch das leicht verschrobene Liebeslied 'Coney Island Baby', wo nach langer langer Zeit wieder mal Anklänge an "Closing Time", des Meisters Meisterwerk in Sachen Balladen sachte heraufbeschworen werden, auch wenn es hier etwas blasser und matter leuchtet. Es rumpelt, pumpelt, und poltert auch wieder gehörig ('God's away on business'), und die etwas verstörenden Bilder in den Texten tauchen wie üblich auch nicht zu knapp auf. Etwas glatter wirkt das ganze bisweilen, beinahe schon etwas zu >gut< produziert für jemanden wie Tom Waits. Ein mit seiner Muse und Ehefrau Kathleen Brennan zusammen geschriebenes Musical zu Büchners >>Woyczek<< war ebenso Inspiration wie dieses mystische something from the dark heart of America, das immer wieder durch Toms windschiefe Bosselscheune zu geistern scheint, wo er seine Sounds zusammenpluckt. Tja, was soll man noch sagen? Vielleicht sind seine Bilder etwas schlichter geworden, etwas eindeutiger, haben etwas weniger vom Flair aus einem alten vergilbten Photograph aus einem seltsamen Zirkustraum; vielleicht auch klingt der Musicaleinfluss etwas spieluhrartiger. Schnörkel ja, doch von Kitsch wagt und möchte man da bei Waits nicht nur gar nicht sprechen... - es wäre zudem auch noch völlig unzutreffend: Das ist eher liebenswert und angestaubt putzig, so wie ein Äffchen auf einer dieser alten Drehorgeln, die es schon längst nicht mehr gibt, außer vielleicht noch in mystischen Folkloremuseen, wie man sie aus Neil Gaiman Romanen zu kennen glaubt. Nun ja, auf die Suche nach Samstagabend braucht sich ein alternder Mann wohl kaum noch zu machen, doch zurückerinnern, ja das kann er gut. Und so klingt die Trompete im 'Coney Island Baby' zwar etwas schief, aber doch auch herrlich golden, ja sogar so golden wie das Golden Age vermutlich nie war. Und wenn er dann, später, die Geschichten von Eifersucht wieder auspackt ('Another man's vine'), sich gar doch noch mal auf eine 'Knife chase' begibt, und einen traurigen Song dem 'part you throw away' widmet,- dann muss man ihn einfach lieben. Und wer ihm vorwirft, nichts GANZ UND GAR NEUES gemacht zu habenen, der hat Tom Waits ohnehin nie verstanden, und wird sich wohl auch nicht daran erfreuen können, dass man nie so genau wird wissen können, ob hinter der ernsten und lebenserfahrenen Miene des letzten Stücks nicht vielleicht doch so eine Art selbstironisches Augenzwinkern steckt. Denn so abgeklärt und schummrig das Album auch geklungen haben mag, und so rauhbeinig wie ein schaurig country & blues rockendes 'Starving in the belly of a whale' auch daherkommt... - Wenn diese Louis-Armstrong-Wohligkeit dann den Schlusspunkt setzt, so könnte man das beim vergnügten Hören auch schon glatt wieder als Hommage an den Ausnahmekünstler Tom Waits zurückgeben: 'A Good Man Is Hard To Find'.


Väre
Väre
Wird angeboten von Music-Mixer
Preis: EUR 29,13

21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ...walle, walle, manche Stunde..., 7. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Väre (Audio CD)
"Väre" ist keine Ambient Music, kein Prog Rock, kein Gothic Metal, keine Klassik und auch kein Jazz.Es ist ein Gegenentwurf. Die Musiker von TENHI nehmen sich auf diesem Album alle Zeit der Welt, um ihre Traumgespinste zu entfalten; dabei klingen sie trauervoll, und doch warm und tröstend.
Diese Musik ist einerseits sehr kreativ und flicht auf innovative Weise alle möglichen Instrumente und Einflüsse zu einem einheitlichen Klangbild zusammen. Von einer anderen Seite betrachtet sind manche Stücke fast schon traditionell folkloristisch angehaucht.
TENHIs "Väre" ist alles, was mensch braucht, um einen verhagelten Tag in einer depressiven Phase mit Sinn zu füllen:
Modernde Gitarrenklänge, die sich nach einer perfekten Windung in verfallenem Tanze aus der verwunschenen Verzerrung diagonal in den Morast hinabgleiten lassen... ...aus den ruhig schwingenden Klangkörpern vergossene Harmonien, die den eigenen Körper langsam mit Erwartung anfüllen... ...in Rückenmark geharzte Streicherbogen, welche aus der eigenen Gänsehaut langsam eine Skulptur kneten... ...dusteres Gemurmel... ...andächtiger Gesang für einen sterbenden Schwan... ...klamm dahinwabernde Bassschwaden, die nicht einmal die Sumpfmoorhühner beim Brüten stören würden... ...Schilfrohrflöten... ...Moorleichenchöre... ...Sklaventraumrhythmen... ...Espenlaubzittern im Windhauch... ...verstörte Mondlichtsonaten... ...Einzelhaft-Kammermusik im wolkenverhangenen Druidenhain... ...Trauerweiden-Blattmusik für eine verstimmte Seele in En-Dur... ...gegen Null strebende Bewegung eines unaufhörlich dem Herzen zuströmenden Blutpfropfen... ...die weite Kuppelform eines allumfassenden Trauerkloßes... ...die Weite der Steppe... ...das Singen der Gräser... ...Pfeifenrauch im Nebel... ...Engerlinge im Frost... ...und Packeis in der Salzwüste... ...lang aushallende Akustikgitarren... ...weiträumige Klangvorhänge... ...die Dichte von Blaubeermarmelade mit einer Überdosis Pektin... ...Wacholdergeruch und Lorbeerbitternis... ...in Bernstein gegossene Tränen... ...ein überbelichteter Sonnentag aus einer unvollständigen Kindheitserinnerung... ...ein vergilbter, braunstichiger Lehrfilm über ausgeweidete Ratten... ...Biberfellmoschus... ...unter den Regen... ...durch den Morast... ...neben dem Braunkohleofen... ...talgige Didgeridooohoos und ölfilmbenetzte Maultrommeln... ...ein sich aus der Nacht schälender Gitarrenlauf... ...Walburga tanzt nur für sich allein... ...die Beschwörung der Vollkommenheit... ...Aufbruch aus dem Moos... ...Wanderameisen auf dem Zug ins gelobte Land... ...Kuhgeruch und Bockmist... ...Wattwürmer und Krebsleichen... ...Dung und Dünung... ...blassweiße Waisen... ...überkommene Weisen... ...weite Weiden... ...Pan spielt Flöte... ...der Ruf der Verwilderung... ...pagane Trauergesänge... ...die Totgeburt der Romantik in einen vorgezogenen Umbruch... ...bruchlose Ruchlosigkeit... ...vergessene Schwebeformeln... ...schweflige Spinnwebfäden... ...bastene Melodien... ...berstende Infusionen gestreckt über Äonen... ...gehauchte Percussion... ...Millionen Legionen begraben unterm zentnerschweren Torf der Jahrhunderte...
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 26, 2014 6:14 AM MEST


Broadway & 52nd
Broadway & 52nd
Wird angeboten von GMFT
Preis: EUR 9,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Meisterwerk unter den Jazz/Rap-Fusionen, 6. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Broadway & 52nd (Audio CD)
Mit "Hand On The Torch", der daraus ausgekoppelten, auf dem Sample eines Herbie Hancock Standards beruhenden, Single 'Cantaloop' sowie zahlreichen weiteren Versatzstücken aus dem an Qualitätsware reichhaltigen back catalogue des legendären Blue Note Records Labels bewiesen Us3 Anfang/Mitte der Neunziger einem breiteren Publikum mit offenen Ohren nachdrücklich (und lange vor dem später für weitaus weniger ausgewogenes Material - "Jazzmatazz" - abgefeierten Guru), dass die Rückführung des Rap in den Jazz auch nach mehreren Jahrzehnten eigenständiger Entwicklung nicht nur gelingen, sondern dabei sogar richtiggehend innovativ respektive fresh klingen konnte.
Wo "Hand On The Torch" - von zwei eher deeperen, jedoch auch etwas monoton geratenen Tracks einmal abgesehen - eher der leichten Muse relaxter und Beats und gutgelaunter Flows frönte, legt "Broadway + 52nd" noch etwas mehr Wert auf Jazzness, und das ist verdammt noch mal gut so; zwar braucht es etwas länger, sich in die Strukturen dieser Werke einzuhören, doch hat man sich erst einmal darauf eingelassen und darein eingehört, ist Broadway letztendlich das überzeugendere - weil stilistisch noch ausgefeiltere - Werk der beiden.


Real Gone
Real Gone
Preis: EUR 9,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mal wieder hervorragend!, 17. November 2004
Rezension bezieht sich auf: Real Gone (Audio CD)
Tom Waits ist zurück mit einer sehr abwechslungsreichen Scheibe. Knurrige Songs zwischen Blues, Rock, Folk und südamerikanischen Rhythmen, mit dreckigem Groove und voller Verschrobenheit, aber auch einige ruhige Stücke gibt es darauf zu entdecken. Man sollte diesem Album schon die nötige Muße und Aufmerksamkeit entgegenbringen; dann aber kann man nur gewinnen, denn langweilig werden solche Songs garantiert nicht: Fast so abgefahren wie seinerzeit "Bone Machine", wenn auch insgesamt songorientierter; erstmals hat Waits ganz auf das Klavier verzichtet, und vielleicht hätte es zu diesem erdigen Sound auch gar nicht gepasst. Vermisst habe ich es jedenfalls nicht. Der alte Mann kann immer noch kreativ sein, obwohl ich mich in seinem urigen Sound mittlerweile sofort zuhause fühle.


The Awakening
The Awakening

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein dicker Brocken Doom, 4. November 2004
Rezension bezieht sich auf: The Awakening (Audio CD)
"...the Awakening" ist Doom/Stoner-Metal, der wie BLACK SABBATH in Zeitlupe klingt, so schwermütig und hoffnungslos wie ein mit dem Hals verwachsener Mühlstein, depressiv ohne Ende, stimmungsvoll und eindrücklich. Statt mitreißenden Riffs gibt es hier nur blutende E-Gitarren, die sich devot im Staube wälzen. Bluesig-blutig sickern die Melodien dahin, von kräftigem Strömen kann kaum die Rede sein. Dennoch ist der Sound wuchtig: Träge, schwer und rauchig. Als hätten KYUSS und DOWN sich zusammengefunden, um den Göttinnen Tristesse und Monotonie zu huldigen. Müde scheppernde Drums, migränebelastet dröhnende Trommeln, wie im Treibsand versinkender, mit Mühsal beladener Gesang, und nicht zuletzt Gitarren, die wie alte Messer gespielt werden, welche nur noch dazu dienen, sich die Unterarme aufzuritzen.
THE GATES OF SLUMBER klingen meist psychedelisch getrieben wie die Spacerocker von WE, oft untergründig fies wie bisweilen die alten Metal-Götter JUDAS PRIEST, und teilweise fast ebenso gnadenlos langsam wie BOHREN UND DER CLUB OF GORE.
Als doomige Soße mit dicken, nur anverdauten Brocken Rock und Blues darin ist "The Awakening" sicherlich kein purer Metal. Doch dürfte diese Spielart more heavy auch kaum möglich sein. Ein Song wie 'The Awakening' lässt sich gerne mal über fünf Minuten Zeit, bis er in ein rapide moshendes Finale mündet; Titel wie 'The Judge' dagegen dröhnen mit drückendem Bass von vorneherein nachhaltig düster durch den Raum. Das heftig rockende 'Broken On The Wheel' kommt dagegen über einen arg dynamischen Rhythmus herangepoltert und lässt auch schon mal die Gitarren wild aufheulen.
Hin und wieder hätte im ledrig zähen bis metallisch schwarzen Gemenge sicherlich noch das ein oder andere ausbrechendere Solo Platz gefunden. Aber THE GATES OF SLUMBER wollen es offenbar niemandem leicht machen, sondern beschreiten statt dessen schroffere, felsige wie dornige Pfade. Pessimistisch, brutal, qualvoll - sicher. Doch auch: Hohe Kunst.


Draconian Times
Draconian Times
Wird angeboten von Smart-DE
Preis: EUR 9,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gothic Metal Meisterwerk, 11. Mai 2004
Rezension bezieht sich auf: Draconian Times (Audio CD)
Wer etwas schwerfälligen Heavy Metal mag, diesen jedoch eher als konstant dräuenden und melodisch sägenden Rock denn als zähflüssig grollenden Doom verköstigen möchte, sollte sich dieses Meisterwerk unbedingt zulegen.
In 'Forever Failure' ziehen PARADISE LOST eisenharte Gitarren langsam durch die Hitze der Melancholie und hämmern wunderschöne Gravuren in die Melodie. Der Sänger mit seiner emotional ergreifenden Stimme ist mindestens ein Halbgott. Hier singt er mit edel aufgerauter, dunkler Stimme, doch anderswo lässt sich erahnen, dass er in grauer Vorzeit auch schon mal ordentlich zu growlen wusste.
Die aufstrebende Melodie von 'Shadow Kings' trägt das sonst eher finstere Stück wie einst St. Christopheros über einen Schicksalsstrom aus Gitarren voller Schwermut - äußerlich gebeugt zwar, doch innerlich stark. Die Harmonien dieses spröden, doch hochmelodischen Song sind weder aggressiv noch bösartig zu Werke, sind beinahe schon popverträglich - der Death-Metal Vergangenheit von Paradise Lost zum Trotz.
Unglaublich trocken und hart (keinesfalls zu verwechseln mit aggressiv oder schnell) klingt dagegen 'Elusive Cure', sodass man jederzeit meinen könnte, sein massives Songkonstrukt drohe zu zerbröseln wie ein Betonbunker in nuklearer Sonnenhitze, und der Sänger würde sich sogleich spontan entzünden.
Mit 'Yearn for Change' aber haben PARADISE LOST auch atmosphärisch anspruchsvollen Progressiverock am Start, welcher eine einzigartige Stimmung und eine akustische Welt jenseits aller plumpen Vergleiche heraufbeschwört. Wie schon Milton schrieb: "The mind is its own place, and in itself can make heaven of Hell, and a hell of Heaven." Das Stück steht für sich.
Doch auch ein düsterer, wuchtiger und umwälzender Heavy Metal Song wie 'Shades of God' weiß auf ganzer Linie zu überzeugen, auch wenn es in seiner Schwermut wie eine einzige, große, instrumentale Gehirnschwellung klingt.
'Hands of Reason' könnte fast schon die harte, aber ebenso atmosphärische Metalversion eines SISTER OF MERCY Stücks sein: Denkt man sich die Sisters als polierte Bronze, so sind PARADISE LOST schmutziges Plutonium. Ähnliches ließe sich auch zu 'I See Your Face' konstatieren, wobei dieses Stücke jedoch eher an THE CULT erinnert - mithin also rauher, simpler und härter rüberkommt.
Das mindestens göttliche 'Jaded' aber ließe sich getrost in eine Reihe mit dem Übersong 'Forever Failure' stellen und bietet als todesbleierne Gothic Ballade noch einmal gediegenen PARADISE LOST Stil vom Feinsten.
Fazit: Leute mit Sinn für dunkle Romantik, klassischen Rock und schweres Metall können unbesorgt zugreifen und genießen.


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