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Beiträge von ½
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Rezensionen verfasst von ½
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Viele nützliche Tipps & eine flotte Schreibe mit viel Charme., 23. Mai 2013
Toll! Ein richtig nützlicher Ratgeber, und das ist etwas, das man heutzutage selten findet. Marianne Abraham lässt die Leser dieses Buches an ihrem jahrzehntelangen Erfahrungsschatz teilhaben, nicht nur im eigenen Haushalt, sondern auch aus ihrer beruflichen Tätigkeit in der Hotellerie. Gegliedert ist dieser Ratgeber in die folgenden Bereiche: Kapitel 1 - Kleinigkeiten, die das Leben leichter machen Bei den hier enthaltenen Informationen handelt es sich Tipps und Tricks, die Frau Abraham im Laufe ihres Lebens erfolgreich angewendet hat. Lösungsvorschläge, die mitunter auch helfen Geld zu sparen, zum Beispiel wie Sie mit einer Walnuss Kratzer auf Holzmöbeln retuschieren können. Oder wie man in der Mikrowelle dafür sorgt, dass die aufzuwärmende Pizza auch wirklich knusprig wird. Wie kann man lauwarmes Bier schnell abkühlen? Ein Rezept für eine spontane Barbecue-Sauce mit Cola ist ebenso enthalten wie eine raffinierte und gleichzeitig einfache Lösung zum Halten eines Nagels, wenn man diesen in die Wand hämmern will. Und und und. Manches wird der eine oder andere vielleicht kennen, aber zumindest ich habe einiges gefunden, an das ich bislang nicht gedacht habe. Das liegt auch daran, dass die Vorschläge von Frau Abraham aus dem Hier und Heute stammen. Nicht nur Großmutters Weisheiten. Es kommen auch moderne Geräte zum Einsatz. Kapitel 2 - Die Strukturierung macht's Küche - Bad - Wäsche - Wissenswertes gebündelt in einem relativ kurzen und gleichzeitig interessanten Kapitel. Kapitel 3 - Altbewährte Tipps und Tricks kurz und kompakt Hier werden insbesondere Großmutters Weisheiten aufgeführt. Wie entferne ich Druckstellen von Möbeln in Teppichen? Wie entferne ich hartnäckig klebende Preisschilder? Wie rette ich eine versalzene Suppe? Solche Themen werden kurz, knapp und präzise angesprochen. Auch dieses Kapitel ist nicht allzu lang. Viele Themen wurden aber bereits im ersten Kapitel angesprochen. Kapitel 4 - Einige Worte am Ende Schlusswort Was (momentan?) fehlt ist ein funktionierendes Inhaltsverzeichnis, von dem aus die einzelnen Kapitel direkt aufgerufen werden können. Ausserdem gibt es kein Register. Die Suchfunktion von Kindle hilft nur bedingt weiter. Wenn Sie dort zB 'Kratzer' eingeben, kommen eine ganze Reihe von Vorschlägen: Kratzer in Möbeln oder Kratzer im Auto? Oder womöglich gar Kratzer in der beschichteten Pfanne? Allerdings sollte man hier bedenken, dass hinter der Autorin kein professionell geführter Verlag steht. Da das Buch alles in allem relativ kurz ist, kann man es an einem Nachmittag oder Abend auslesen und weiß dann so ungefähr wo was steht, so dass man auch die Kindle Suchhilfe effizienter nutzen kann. Des Weiteren handelt es sich natürlich um kein allumfassendes Nachschlagewerk. Das hatte ich auch nicht erwartet. Was man hier erhält sind gebündelte Lebenserfahrungen. Lebenserfahrungen, die durchaus in der modernen Zeit verankert sind, zusammen mit den ganz individuellen Tipps. Vielleicht haben Sie ein spezielles Problem, das nicht abgedeckt wird. Durchaus möglich, dennoch wäre es schade, würde man sich die anderen Lösungsvorschläge nicht durch den Kopf gehen lassen, auch wenn man sie momentan (noch) nicht braucht. Aber vielleicht eines Tages ... Einen Großteil des Charmes von diesem Buch macht die unverfälschte, direkte Sprache der Autorin aus. Hier schreibt keine promovierte Germanistin, sondern jemand, der aus der Praxis kommt, der weiß wovon er redet. Es ist fast so als ob man in einem Gespräch mit der Autorin bei Kaffee und Kuchen zusammensitzt und sich über dies oder jenes unterhält. Lebendige Ausdruckskraft anstelle von preisverdächtiger Literatur. Mir persönlich gefällt das besser, vor allem wegen der persönlichen Note, wenn die Autorin ihre eigenen Erfahrungen einbringt, ohne dabei belehrend zu wirken. Sie hat keinen Absolutheitsanspruch, versteht ihre Gedanken somit auch eher als Anregungen, um anderen zu helfen. Wichtige Punkte werden wiederholt, damit man sie auch wirklich versteht. Kurz und gut: mir hat ihr Schreibstil gefallen. Er hat sehr, sehr viel Charme, ist unterhaltsam, kurzweilig und gleichzeitig didaktisch klug aufgebaut. Besonders nett fand ich am Ende ihren Vorschlag, in den Rezensionen eigene Ideen zu formulieren. Das greife ich doch glatt auf. Da ich momentan auf einen Handwerker für meine knapp 1 1/2 jährige Waschmaschine warte, dreht sich mein Tipp um's Waschen. Kein Weichspüler, sondern lieber einen Schuss Essig in den letzten Spülgang. Natürlich kein Balsamico, sondern wirklich nur der einfachste, günstigste Essig. Kommt den Heizstäben zugute und ist völlig Chemiefrei. Keine Sorge, man riecht auch nichts. Der Essigduft, so er denn wahrnehmbar wäre, verfliegt schneller als menschliche Nasen riechen können. Ob mein Vierbeiner eine bessere Wahrnehmung hat, kann ich nicht sagen, er hat es jedenfalls noch nicht moniert ;-) Was mich zu Punkt 2 bringt, interessant für alle Tierbesitzer. All meine Polstermöbel haben abziehbare Bezüge und können somit leicht gereinigt werden. Teurer in der Anschaffung, aber nicht ganz unwichtig, wenn die Fellnase bei Regenwetter mehr oder weniger verschlammt im Eiltempo ins Wohnzimmer spurtet. Und anstelle eines Fazits: Danke, Marianne Abraham. Danke dafür, dass Sie Ihr Buch bei den Gratis-Angeboten eingestellt hatten, so dass ich es durch einen glücklichen Zufall dort entdecken durfte. Danke auch für all die Inspirationen, die ich daraus gewonnen habe. --------------- PS: Wer sich das Buch heute noch herunterlädt, dem wird vielleicht das eine oder andere auffallen. Meine Bitte: lesen, inspirieren lassen, noch ein paar Tage abwarten, dann updaten, und daran denken, dass hier ein Mensch schreibt, der keinen großen Verlag im Hintergrund hat mit Lektor & anderen Spezialisten. Der Inhalt ist empfehlenswert, und das ist für mich das Wichtigste.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Gelungener Auftakt zu einer neuen Krimi-Serie mit einer frechen jungen Dame als Heldin, von Beruf ist sie Gärtnerin!, 20. Mai 2013
ACHTUNG: Es handelt sich hier um den ersten Teil einer Gartenkrimi-Reihe, der zuvor bereits unter dem Titel Der weiße Garten - Ein Gartenkrimi veröffentlicht wurde. =============================== "Gärtnern ist wirklich ein ziemlich dreckiges Geschäft, was?", sagte er und zwinkerte mir zu. "Weißt du - das bringt mich auf einen sehr viel besseren Namen für meine Gartenbaufirma: Was hältst du von Dirty Business?" Mit diesen Worten endet der vorliegende Krimi. DIRTY BUSINESS (auf dt.: Schmutziges Geschäft?) ist in der englischsprachigen Originalausgabe Teil des Buchtitels Pushing Up Daisies (Dirty Business Mysteries). Ein Titel, der - wie ich finde - genauso gut zum Inhalt passt wie die neue deutsche Variante. Daisy steht normalerweise für Gänseblümchen. "Pushing up the daisies" bedeutet jedoch die Radieschen von unten ansehen. Und das ist doch recht passend, wenn man an das vergrabene Baby denkt, welches unsere Heldin gleich auf der ersten Seite während der Gartenarbeit ausbuddelt. Ort des Geschehens: Springfield, Connecticut, eine Schlafstadt von New York. Heldin mit der Spürnase und einem grünen Daumen: Paula Holliday. Ihre einst so viel versprechende Karriere als Dokumentarfilmerin hatte sie beendet, um in dem Nest, in dem sie sonst ihren Sommerurlaub verbracht hatte, eine Gartenbaufirma zu eröffnen. Als Zugezogene hat Paula es jedoch nicht einfach in Springfield. Gut, dass sie in Babe Chinnery, der Wirtin des Paradise Diner, eine Freundin gefunden hat, der sie ihr Herz ausschütten kann. Babe, Ex-Chorsängerin einer mittelmäßigen Metal-Band und Witwe, zieht mysteriöse Kräuter in einem abgeschirmten Garten hinter dem Diner, manche meinen gar, es wäre eine besondere Sorte 'Gras'. Das Paradise Diner ist ein Ort, wo die Weihnachtsbeleuchtung zwölf Monate im Jahr einen pastell-türkis und knall-pink-farbigen Ort verziert. Ein Hauch Karibik in Connecticut. Zur Seite stehen Paula außerdem mehrere bemerkenswerte Menschen: Lucy Cavanaugh, eine Ex-Kollegin aus New York und männermordende Film-Dame, die bei Bedarf das Zen im Unkraut zupfen findet, womit ich sagen will, ihrer Freundin bei der Gartenarbeit aushilft. Anna Peña, Putzfrau mit Faible für Permanent-Make-up und Ambitionen zur Büro-Arbeit. Zwei fleißige mexikanische Tagelöhner, die ihr bei der Gartenarbeit helfen: Hugo Jurado und dessen Cousin (?) Felix Ontivares, der im örtlichen Buchclub Mitglied ist und dort Lolita diskutiert. Gerald Fraser, ein Ex-Polizist, der aufgrund einer Verletzung frühpensioniert durch die Gegend humpelt. Sergeant Michael O'Malley, eins achtzig groß, pummelig, mit einem Faible für alles, was süss und fettig ist. (Kurz: das Gegenteil von Paula, die fettfrei bevorzugt, sportlich durch die Gegend joggt oder sich daheim an den Geräten austobt.) Sein Spitzname: Mom. Er ist clever und witzig. Jedoch die Gespräche zwischen ihm und Paula ähneln irgendwie immer einer Zankerei. Es knistert... Zurück zur Geschichte: Das verwilderte Anwesen einer kürzlich verstorbenen alten Dame, das mumifzierte Baby, das dort begraben wurde. Paula soll den Garten im Auftrag der historischen Gesellschaft von Springfield wieder in seinen ursprünglichen Zustand versetzen. Pflichtbewusst recherchiert sie dafür sogar in der Bibliothek, um herauszufinden, wie genau dieser ursprüngliche Zustand aussah. Sie fragt herum, sucht Zeitzeugen. Und da sich die Polizei für das Baby nicht so recht zu interessieren scheint, stochert sie auch diesbezüglich herum, ist auf der Suche nach Fakten. Dabei schreckt sie offensichtlich jemanden auf, denn es wird nicht nur bei ihr eingebrochen, Paula wird auch im Gewächshaus eingesperrt, und sie erhält eine Droh-Email. Als schließlich ein Konkurrent von ihr (ein anderer Gärtner, von dem sie sich hin und wieder Geräte ausleiht) niedergestochen wird, da ist klar, dass es nicht irgendein Baby war, das sie gefunden hat. Allerdings ergeben die Fakten noch keinen Sinn. Es ist wie das Wenden bei einem Komposthaufen, es dauert eine Weile bis man das Material nutzen kann. Bis zum Schluss des Buches werden Paula und ihre Freunde jedenfalls eine ganze Reihe von Geheimnissen dieses verschlafenen Nestes gelüftet haben. Es ist eine verzwickte, verwinkelte Geschichte, die einfach beginnt und jede Menge Überraschungen bereithält. Natürlich auch amouröser Art. Felix, der sich als wohlhabender mexikanischer Geschäftsmann mit MBA herausstellt, rettet Paula aus dem von aussen versperrten Gewächshaus. Ein gemeinsames Pasta-Essen endet mit einem Zungenkuss. Einen späteren Verführungsversuch im Gewächshaus beendet sie jedoch vorzeitig. Auf der anderen Seite ist da Mom, der Polizist, mit dem sich Paula immer wieder kabbelt. Er überrascht sie mit einem Wildlachs in Sesam-Soja-Ingwer-Marinade. Liebe soll ja durch den Magen gehen.. Kurz und gut: Wer Wert auf eine stringente Krimi-Handlung legt, wird sich für dieses Buch wohl nicht begeistern können. Dasselbe gilt für Action-Fans. Paulas Hauptjob ist die Gärtnerei, und die nimmt natürlich einen gewissen Raum ein. Daneben stolpert unsere Heldin von Hinweis zu Hinweis, tauscht sich mit ihren Freunden aus, und stolpert unbeirrt weiter, bis sie fast alle Geheimnisse aufgedeckt hat. Einen Großteil des Charmes dieses Buches macht der Schreibstil aus. Frisch und unverblümt. Bei manchen Ausdrücken kann man ein Grinsen einfach nicht vermeiden. Insbesondere die Gespräche zwischen Lucy und Paula sowie Mike und Paula sind gelungen. Rosemary Harris hat mit viel Liebe zum Detail eine sympathische, freche Protagonistin in einem ungewöhnlichen Umfeld geschaffen. Jede der Figuren ist ein Unikat mit besonderen Merkmalen. Nicht nur Stärken, manchmal sind es gerade die Schwächen, die eine Figur so sympathisch machen. Besonders gut gefallen haben mir die Wendungen und Überraschungen im Handlungsaufbau. Man braucht nicht immer Serientäter oder Psychopathen, um Spannung zu erzeugen. Die Folgebände: Teil 2 The Big Dirt Nap (Dirty Business Mysteries) Teil 3 Dead Head (Dirty Business Mysteries) ->> Deutsch Das grüne VersteckTeil 4 Slugfest (Dirty Business Mysteries)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Schneidet gut und sauber., 17. Mai 2013
Gesucht und gefunden: Ein Hilfsmittel, um die Krallen meines Rauhaardackels zu kürzen. Erfreulicherweise hat dies mit der vorliegenden Krallenschere (16cm) problemlos funktioniert. Mein Kleiner war brav und das Kürzen der Krallen war ruckzuck erledigt. + Schneidet gut und sauber. Man muss aber durchaus fest drücken (je nach Krallenbeschaffenheit). + Sicherheitsverschluss + Gut zu greifender Griff ohne Abrutschgefahr. + Verstellbare Vorrichtung, um ein zu starkes Kürzen der Krallen zu vermeiden. + Einfach zu öffnende Sichtverpackung. + Kurze, knappe Anleitung in deutscher, englischer, französischer und italienischer Sprache. Die Hinweise zur Anwendung sind meiner Meinung nach verbesserungsfähig. Es wird gesagt, dass man bei hellfarbigen Krallen nur den durchsichtigen Teil abschneiden soll. Bei dunklen Krallen soll man einen Tierarzt oder Tierpfleger um Rat fragen. Zur verstellbaren Schutzvorrichtung wird gar nichts gesagt. Zugegeben, ich bin trotzdem mit dem Gerät klargekommen, dennoch wäre eine Skizze oder ein, zwei weitere Sätze, insbesondere zur Schutzvorrichtung, hilfreich gewesen. Letztlich habe ich diese nämlich einfach zur Seite geschoben und nicht genutzt. Bei der Sichtverpackung - auch Blister genannt (Kunststoff-Folie auf Papprückwand) - handelt es sich an drei Seiten um eine Klemmverpackung, bei der die Ränder der Folie um die Papprückwand herumgebogen sind. Die vierte Seite ist geheftet. Diese Art der Verpackung ist einfach zu öffnen, ohne dass die Folie beschädigt wird, so dass man den Artikel gegebenenfalls auch in der Verpackung zurückschicken kann.
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4.0 von 5 Sternen
92 unterschiedliche Grundmuster in über 360 Projektvariationen, 15. Mai 2013
Ein absoluter Glücksgriff! Ist es Ihnen auch schon einmal so gegangen, dass sie mit viel Liebe und Geduld eine Grusskarte für jemanden gebastelt haben, um hinterher festzustellen, dass irgendwie die Proportionen nicht stimmen, dass irgendetwas nicht passt? Also ich hatte schon den einen oder anderen Misserfolg. Deswegen hat mich dieses Buch so positiv überrascht. Man findet hier nicht nur unzählige Ideen für die unterschiedlichsten Anlässe, vor allem werden 92 Layouts vorgestellt, die harmonisch aufgebaut sind. Diese Layouts werden in verschiedenen Variationen gezeigt. Man kann entweder einen der angebotenen Vorschläge übernehmen, oder aber, was ich viel wichtiger finde, man kann basierend auf diesen Layouts seiner eigenen Kreativität freien Lauf lassen. Gegliedert ist das Buch in die folgenden Bereiche: * Card Classic (Standardgrösse 4 1/4'' x 5 1/2'') * Hearty Helpings (4'' x 9'' oder 3 3/8'' x 6'') * Savory Squares (Quadrate) * Made in Minutes (3'' x 3 1/2'') * Sweet Sampler Sie merken es schon an den Grössenangaben, hier wird mit Inch gearbeitet. Zentimeter sind keine angegeben. Wer Schwierigkeiten bei der Umsetzung im metrischen System hat, dem würde ich ein Massband mit Inch UND Zentimeter-Angabe oder alternativ ein entsprechendes Lineal empfehlen. Die Variationsmöglichkeiten beinhalten die Dekoration von Geschenktüten bzw. Verpackungen. Unter der Rubrik "Made in Minutes"-Layouts findet man insbesondere Geschenkanhänger, was man schon aufgrund der Grössenangabe merkt. Bei den "Sweet Sampler"-Layouts handelt sich um besonders ausgefallene Karten, die sich entweder durch die Form oder die besondere Falttechnik hervorheben. Jedes Layout wird auf zwei Seiten präsentiert. Kurze und präzise Angaben zur Herstellung mit Bildern der Endprodukte. ABER: es gibt keine Schritt-für-Schritt-Anleitungen, und die Variationen werden zwar mit Bild, aber ansonsten nur oberflächlich vorgestellt. Bei der Umsetzung der Projekte wird geschnitten, geklebt, gestempelt und genäht. Aufgrund der Vielzahl der Projekte ist es kein Problem eine Alternative zu finden, wenn man zB keine Nähmaschine hat. Alternativ kann man in manchen Fällen - nicht immer - kleben und die Striche aufzeichnen. Besonders gut fand ich am Schluss des Buches die Übersicht über alle Layouts. So kann man sich aussuchen, welches Grundmuster einem besonders zusagt und dann die entsprechende Seite aufschlagen. Alternativ gibt es ein Register nach Anlässen. Jahrestage, Baby, Geburtstage, Ostern, Weihnachten, Mutter- und Vatertag, Dankeskarten, Freundschaftskarten ... die Auswahl ist groß. Dass darunter auch typisch amerikanische Feste enthalten sind, wird diejenigen freuen, die gerne eine patriotische oder eine Halloween-Karte verschicken wollen. Die Aufstellung der Bezugsquellen wird hingegen kaum jemanden nützen, es sei denn, man will seine Bastelmaterialien in den USA bestellen. Alles in allem ein tolles Buch mit gelungenen Layouts und zahlreichen Projektvorschlägen, aus dem ich seit der Anschaffung im August 2011 schon viele Ideen umgesetzt habe.
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5.0 von 5 Sternen
30 unterschiedliche Postkarten mit originellen, modernen Collagen, 14. Mai 2013
Toll! Schlicht und einfach toll die Motive in diesem Postkartenbuch. Deswegen gibt es auch die volle Sternenzahl, obwohl ich normalerweise von Postkarten, die Perforationsspuren aufweisen, nicht so begeistert bin. Die Formalitäten im Detail: + 30 unterschiedliche Postkarten + Mit Sprüchen von bekannten Frauen und dazu passenden modernen Collagen. + Grösse 16,5 x 12 cm + Gute Farb- und Druckqualität Verbesserungsfähig: - Nicht eingeklebt! Stattdessen Perforationsspuren auf der linken Seite. - Ein etwas dünner Postkartenkarton. Da habe ich schon stabilere Ausführungen gesehen. Zu den Motiven Teilweise provokant, teilweise nachdenklich. Die ersten vier Postkarten sehen wie folgt aus : * Dorothy Parker auf einer Halloween Party: "Ducking for Apples. Change one letter and it's the story of my life." Der Buchstabe "D" ist dabei besonders fett gedruckt. Die Collage setzt sich zusammen aus einem unteren Teil mit schwarz skizzierten Äpfeln und Blättern auf grünem Hintergrund, sowie einem oberen Teil, in dem die Farbe Rot dominiert. * Nancy Astor an ihrem 80. Geburtstag: "I used to dread getting older because I thought I would not be able to do all the things I wanted to do, but now that I am older I find that I don't want to do them." Zu sehen ist eine Frau in Fallschirmspringer-Anzug mit Flügeln, darunter Wolken. Alles im Vintage/Retro-Stil. * Barbara Stanwyk: "Ego-Tism usually just a case of mistaken nonentity." Hier spielen unterschiedliche Schrifttypen die Hauptrolle. Das Wort "Ego-Tism" steht im Mittelpunkt, angeleuchtet von Scheinwerfern. * Christina Rossetti: Better by far that you should forget and smile than that you should remember and be sad." Blauer Hintergrund, darauf ein in wenigen Strichen gezeichnetes Gesicht, welches je nach Ausrichtung lächelt oder traurig ist.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
Mit zwei bedenklichen Inhaltsstoffen., 14. Mai 2013
Einst war ich ein begeisterter Anhänger der Produkte aus dem Hause Nesti Dante. Eine Duftvariante nach der anderen habe ich ausprobiert. Was ich dabei versäumt habe: Die Inhaltsstoffe kritisch unter die Lupe zu nehmen. Erst seit kurzem schaue ich auch bei Kosmetikprodukten genauer hin. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sind leider nicht immer positiv, so dass ich in Zukunft auf das eine oder andere Produkt verzichten werde. Auch auf die vorliegende Il Frutteto citron and bergamotte-Seife aus dem Hause Nesti Dante. Die Gründe hierfür: a) Ein Inhaltsstoff - Sodium Palmate - wird aus Bestandteilen der Ölpalme produziert. Durch die weltweit erhöhte Nachfrage von Palmölprodukten werden Regenwälder und Torfgebiete in den Produktionsländern zerstört mit entsprechenden Auswirkungen auf Klima und Artenvielfalt. b) mindestens zwei bedenkliche Inhaltsstoffe, nämlich - Tetrasodium Etidronate - Tetrasodium Edta Tetrasodium Etidronate ist ein umweltrelevanter Schadstoff, der in der Kläranlage nicht abgebaut wird und aus Flüssen und Seen giftige Schwermetalle löst. Tetrasodium EdtA schwächt die Zellmembran, und ist ebenso ein umweltrelevanter Stoff. Die Informationen zu beiden Stoffen stammen von der codecheck.info-Webseite respektive von Ökotest Kosmetikliste. Des Weiteren ist auf der nokomis.at-Webseite zu lesen, dass Tetrasoidum EDTA sehr schwere Allergien auslösen kann. (Unter Wissenswertes die Schadstoff-Tabelle öffnen) Es tut mir ausserordentlich leid, dass ich zuvor darauf nicht geachtet habe, und fälschlicherweise bei dem 3-er Pack dieser Seife ( Nesti Dante Seife IL FRUTTETO Citron & Bergamotte, 3er Pack (3 x 250 g)) eine Empfehlung mit vier Sternen ausgesprochen habe. Was man sich selber "antut" sei jedem selber überlassen. Aber gerade bei umweltrelevanten Stoffen, die nicht oder nur schwer abgebaut werden, sollte man auch an seine Mitmenschen denken. Deswegen eine Herabsetzung der Punktzahl. ----------------------------------------------- Die Inhaltsstoffe von Il Frutteto Citron and Bergamotte: Sodium Palmate, Sodium Cocoate/Sodium Palmkernelate, Aqua, Parfum, Glycerin, Tetrasodium Etidronate, Tetrasodium EDTA, Sodium ChlorideCitral, Limonene, Linalool
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2.0 von 5 Sternen
Vier eingeschränkt empfehlenswerte Inhaltsstoffe und Palmöl kann ausserdem enthalten sein., 13. Mai 2013
Nur so zum Spass und weil ich gerade bei einem anderen gekauften Haarpflegemittel eine Rezension geschrieben habe, bin ich noch die sonstigen Kosmetik-Angebote etwas durchgegangen, und wurde wieder einmal verblüfft. Leider werden allzu oft keine Inhaltsstoffe angegeben. Interessiert sich wirklich keiner dafür? Eine Internet-Recherche zu diesem vorliegenden Produkt BALEA FEUCHTIGKEITSHAARMILCH für trockenes und strapaziertes Haar hat Folgendes gezeigt: Insgesamt vier bedenkliche Inhaltsstoffe, die von Ökotest respektive der codecheck-Webseite als eingeschränkt empfehlenswert beurteilt werden: - Behentrimonium Chloride - Cyclopentasiloxane - Dimenthiconol - Amyl Cinnamal Amyl Cinnamal ist für Naturkosmetika zugelassen, wurde aber in einem Datenvergleich des IVDK (Infoverbund dermatologischer Kliniken) als sehr potentes Allergen identifiziert. (codecheck-Webseite) Cyclopentasiloxane ist ein Silikonöl, für Naturkosmetika nicht zugelassen. Es wird in der Umwelt nicht abgebaut und reichert sich an. Dimenthiconol ist ein silikonbasierter Filmbildner, Weichmacher, ebenso für Naturkosmetika nicht zugelassen, der Haarbehandlungen (Coloration oder Dauerwelle) beeinträchtigt. Beiden gemeinsam ist, dass es um Erdölprodukte/Paraffine/Silikone handelt. Diese sind ein Ersatz für hochwertige pflanzliche Öle. Paraffine ist ein Sammelbezeichnung für unzählige künstliche Stoffe. Einige Paraffine können sich in Leber, Niere und Lymphknoten anreichern. Bei einem Paraffinwachs entstanden entzündliche Reaktionen der Herzklappen. (Quelle: Ökotest Kosmetikliste und codecheck.info-Webseite) Des Weiteren kann Palmöl in den Inhaltsstoffen Cetearyl Alcohol und Isopropyl Palmitate enthalten sein. Kritisch ist das deswegen, weil durch die steigende Nachfrage von Palmöl in den Produktionsländern Regenwälder und Torfgebiete zerstört werden mit entsprechenden Auswirkungen auf Klima und Artenvielfalt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
Mit Silikon. Kann Palmöl enthalten., 13. Mai 2013
Wenn man längere, Natur gewellte Haare hat, ist hin und wieder auch etwas Pflege angesagt. Deswegen habe ich letztes Jahr im August einfach mal bei dieser Anti-Haarbruch-Kur zugegriffen, obwohl in der Produktbeschreibung keine Inhaltsstoffe angegeben waren. In der Anwendung einfach und bequem, vor allem mit dem gewünschten Resultat. Gute Kämmbarkeit, das Haar weich und scheinbar gesund. Die Betonung liegt auf scheinbar. Der glänzende, gesunde Eindruck wird durch nichts anderes als Silikon hervorgerufen. Das Silikon legt sich wie eine Schicht um das Haar, wodurch der positive Schein erzeugt wird. Das mag vor Haarbruch schützen, ich bezweifle jedoch, dass das Haar "in der Tiefe" repariert wird wie es auf der Dose versprochen wird. Friseure sollen von diesem Haarpflegebestandteil übrigens nicht ganz so begeistert sein, wie ich zwischenzeitlich erfahren habe, da bei Colorationen und Dauerwellen die Aufnahme die Wirkstoffe ungleichmäßig ist. Die Inhaltsstoffe im Detail (abgeschrieben von der Produktunterseite, dort nur in englischer Sprache, ohne Garantie auf korrekte Rechtschreibung): Aqua Cetearyl Alcohol Isopropyl Myristate Behentrimonium Chloride =>> eingeschränkt empfehlenswert Distearoylethyl Hydroxyethylmonium Methosulfate =>> eingeschränkt empfehlenswert Stearamidopropyl Dimethylamine Poyquaternium-37 =>> weniger empfehlenswert, für Naturkosmetika nicht geeignet Prunus Armeniaca Kernel Oil Parfum =>> nur Einzelfallbewertung möglich Niacinamide Panthenol Propylene Glycol Dicaprylate/Dicaprate =>> eingeschränkt empfehlenswert Cetyl Palmitate Dimethicone =>> weniger empfehlenswert -> Silikonöl -> umweltrelevant, schwer abbaubar Citric Acid Phenoxyethanol Methylparaben Isopropyl Alcohol Cetrimonium Chloride =>> weniger empfehlenswert, für Naturkosmetika nicht geeignet Hexyl Cinnamal =>> nicht bewertet Butylphenyl Methylpropional =>> nicht bewertet Benzyl Salicylate Linalcol PPG-1 Trideceth-6 =>> eingeschränkt empfehlenswert, für Naturkosmetika nicht geeignet Benzyl Alcohol Limonene =>> nicht bewertet Quelle der Beurteilung der Inhaltsstoffe: Oekotest Kosmetikliste und codecheck.info-Webseite. =>> Palmöl kann in Cetearyl Alcohol, Isopropyl Myristate und Cetyl Palmitate enthalten sein. Kritisch ist das deswegen, weil aufgrund der weltweiten Nachfrage von Palmöl die Palmölproduktion den Produktionsländern zur extremen Zerstörung von Regenwäldern und Torfgebieten führt. Mit den entsprechenden Folgen für Klima, Artenvielfalt, etc. Insbesondere aufgrund eines Inhaltsstoffes ->> Dimethicone <<- werde ich die SYOSS ANTI-HAARBRUCH-KUR nicht mehr kaufen. Ein Stoff, der aus Erdöl gewonnen wird. Zu denken gibt mir hier insbesondere die mangelnde Umweltverträglichkeit, und dass dieser Stoff nur schwer abbaubar ist. Dimethicone, das in Gesichtsprodukten verwendet wird, verstopft die Poren und mindert den Schutzmantel der Haut. Ausserdem soll es bei Versuchstieren Tumore und Mutationen verursacht haben (siehe nokomis.at-Webseite, dort unter Wissenswertes die Schadstofftabelle aufrufen). ALTERNATIVEN: Kokosöl. Schlicht und einfach Kokosöl. Ein Sparabo darauf habe ich schon seit längerem. Früher nur zum Kochen benutzt. Zwischenzeitlich nutze ich das Kokosöl auch für die Haarpflege. Einfach nussgroße Stücke zwischen den Händen zerreiben/warm werden lassen. Ins Haar einkneten, Handtuch herumwickeln und ca. 20 Minuten einwirken lassen. Danach mit normalem Shampoo auswaschen. Funktioniert. Ist natürlich und kommt ganz ohne Chemie aus.
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4.0 von 5 Sternen
Nicht nur für Teeblumen-Liebhaber geeignet, diese Glaskanne kann man auch auf die Herdplatte stellen!, 12. Mai 2013
+ Ansprechende Form + Leicht zu reinigen im Gegensatz zu Glaskannen mit längerem Ausguss (zB Teaposy Tee-Geschenkset mit Teeblumen). + Funktioniert tatsächlich auf dem Herd - Wichtig bei Teesorten wie zB -> Sonnentor Advent-Tee wo der Tee nicht nur aufgegossen, sondern regelrecht gekocht wird. Der Henkel wird dabei nicht übermäßig warm, so dass man die Kanne auch ohne Topflappen oder Ähnliches hochheben kann. =>> WICHTIG ist beim Erhitzen auf dem Herd, dass man die heiße Kanne danach nicht auf kalte oder feuchte Oberflächen stellt. Ausserdem soll man keine kalte Flüssigkeit in eine heisse Kanne einfüllen. Persönlich stelle ich die Kanne im erhitzten Zustand immer auf eine Holzplatte. Das hat bislang gut funktioniert. + Knapp über einen Liter Inhalt Zusätzliche Verpackungsaufdrucke (siehe Kundenbilder): + Ohne Cadmium und Blei + Von +300°C bis -40°C einsetzbar + 10 Jahre Garantie + Geeignet für Mikrowelle, Backofen, Gasherd, normalen Herd, Frost, Geschirrspülmaschine DER DECKEL hat kein Loch. Es entsteht also je nach Art des Ausgießens ein Unterdruck im Inneren. Ausserdem sollte man den Deckel je nach Neigungswinkel festhalten, um sicherzugehen, dass er nicht herausfällt. TROPFVERHALTEN: Gelegentliches Nachtropfen kommt vor. Stört mich angesichts des guten Preis-Leistungs-Verhältnisses aber nicht. Mein Fazit: Nachdem meine alte Glaskanne dem Gravitätsgesetz folgend das Zeitliche gesegnet hat, bin ich mit dieser Bohemia Cristal-Kanne sehr zufrieden. Dass ich sie leicht reinigen kann, war mir sehr wichtig, und dass ich sie auf die Herdplatte stellen kann, ist ein zusätzlicher Pluspunkt. Würde ich auf jeden Fall wiederkaufen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Ein letzter Liebesdienst., 10. Mai 2013
Kein Krimi, kein Psychothriller und auch keine Liebesgeschichte. Stattdessen eine raffiniert verschachtelte Geschichte, in welcher die Geheimnisse der Vergangenheit nach und nach gelüftet werden. Es war im Mai 1980 als Mathilda und Xaver sich bei einer Vorlesung über die Literatur der Jahrhundertwende kennenlernten. Damals arbeitete Xaver bereits an seinem ersten Roman, sein Berufswunsch: Schriftsteller. Mathilda hingegen hatte sich für das Germanistikstudium entschieden, weil sie immer schon gerne las, und weil ihr der Deutschunterricht in der Schule nie schwer gefallen war. Zusätzlich studierte sie noch Englisch. Berufsziel: Lehrerin. Sechzehn Jahre waren die beiden ein Paar bis Xaver eines Tages still und klammheimlich verschwand. Weitere sechzehn Jahre später treffen Mathilda und Xaver wieder aufeinander. Anlass ist eine Veranstaltungsreihe "Schüler/in trifft Autor/in", in welcher der Schriftsteller Xaver Sand der Schule zugeordnet wird, an der Mathilda Kaminska zwischenzeitlich arbeitet. "Mathilda: Erzähl es mir! ... Erzähl mir die Wahrheit und stell dich dann der Polizei, damit das Ganze endlich vorbei ist und du wieder ein Leben hast!!" (164) Natürlich geht es hier nicht nur um eine vergangene Liebe, eine unerwartete Trennung, Verrat und Enttäuschung. Hinzu kommen eine Hochzeit, ein Kind, ein Entführungsfall oder doch ein Mord? Das Aufeinandertreffen von Mathilda und Xaver gleicht einem Duell. Ich will hier keineswegs zu viel verraten, denn der Reiz der Geschichte liegt darin, dass man so nach und nach in Abgründe blickt, die man zuvor so nicht erwartet hat. Es ist meines Erachtens aber dennoch kein Krimi oder Psychothriller. Ähnlich wie bereits im vorangegangenen Buch von Judith W. Taschler ( Sommer wie Winter) handelt es sich hier um ein Puzzle. Vergangenheit und Gegenwart wechseln ab. Die zeitlichen Sprünge machen es dem Leser nicht einfach. Unterschiedliche Perspektiven. Man erhält Fragmente, die man selber ordnen darf. Email-Austausch und Dialoge einerseits, dann wieder Beschreibungen. Irrwege und Sackgassen. Alles mit dem Ziel, am Ende das eine Geheimnis zu lüften, welches Xaver umgibt. Es ist ein verschachtelter, raffinierter Aufbau, der jedoch für's Querfeldein-Lesen (also vor-zurück-vor-zurück) denkbar ungeeignet ist. "Das wirkliche Leben des Einzelnen bedeutet eigentlich gar nichts, wichtig sind die Geschichten, die es schreibt, und die davon zurückbleiben... Je berührender und mitreißender eine Geschichte ist, an die man sich erinnert und die weitererzählt wird, umso lebenswerter erscheint im Nachhinein dieses Leben." (175) Das neue Buch von Judith W. Taschler ist auf jeden Fall eine Geschichte, die lange nachhallt. Das liegt auch daran, dass die Motive der Figuren klar herausgearbeitet werden. Die Melodie des Lebens, stark verwoben mit der Herkunft, die sich über die Jahre hinweg ausbreitet und immer stärker wird, später sogar das Leben der Kinder beeinflusst. Die Treue und Härte von Xaver's Mutter. Die sanfte Lebenshaltung von seinem Vater. Der Hass von Mathildas Mutter, die Ergebenheit ihres Vaters. Wundert es da, dass sich die Kinder - Mathilda und Xaver - ganz anders entwickelt haben? Sowohl der eine als auch der andere. Mein Fazit: Nach Sommer wie Winter waren meine Erwartungen hoch, und sie sind fast erfüllt worden. Dass es am Ende nicht für fünf Sterne gereicht hat, liegt ausschließlich am Schlussteil des Buches. Hier wird nochmals gewaltig auf die Tränendüse gedrückt, insbesondere auch durch einen Stilbruch, indem eine dritte Person, eine Schülerin von Mathilda, zur Sprache kommt. Diesen Abschnitt empfand ich als aufgesetzt und ein wenig überzogen. Ohne ihn wäre die Handlung meines Erachtens nach stimmiger gewesen, zumal zuvor ausreichend Themen angesprochen wurden, die bereits harmonisch zu einem Ganzen verwoben waren. Die Lebensmotive der einzelnen Figuren, die Generationengegensätze, die Liebesgeschichte, und die Bedeutung von Wahrheit.
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