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Rezensionen verfasst von
½
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Charisma: wie Sie mit mehr Ausdruck Eindruck machen (Der kleine Coach)
Charisma: wie Sie mit mehr Ausdruck Eindruck machen (Der kleine Coach)
von Reingard Gschaider
  Spiralbindung

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Der Inhalt könnte gut sein ... wenn nur diese "königlichen" Vergleiche nicht wären., 14. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Charisma - Worum es sich handelt, erklären die Autorinnen Reingard Gschaider und Shirley Seul gleich zu Beginn des Buches anhand des Charisma-Quotienten von Ronald E. Riggio. Demnach besitzen charismatische Menschen sowohl emotionale als auch soziale Ausdruckskraft, Feinfühligkeit und Selbstkontrolle. Wem das zu theoretisch klingt, der findet natürlich Beispiele in der Einführung. Es sagt nichts anderes aus, als dass Charismatiker nicht nur Gefühle selber zeigen können, sondern auch die emotionalen Botschaften anderer erkennen können. Dass sie aber auch ihre Gefühle zurückhalten können, sich mit anderen Menschen austauschen können, diesen zuhören können, eine Rolle ausfüllen können. Aber kann man das antrainieren? Was man tun kann, um etwas mehr Anerkennung zu erhalten, beschreiben die Autorinnen Reingard Gschaider und Shirley Seul in dem vorliegenden Buch. Man erfährt darin:
- Wie man seine Wirkung auf andere verbessert.
- Wie man an seiner Aussendarstellung arbeitet.
- Wie man bislang verborgene Seiten entdeckt.
- Wie man die Kommunikation mit anderen optimiert.

Die einzelnen Schritte, welche die Autorinnen beschreiben, können Sie aus dem Inhaltsverzeichnis (Blick-ins-Buch) ersehen. Da sind meiner Meinung nach durchaus hilfreiche und nützliche Bausteine dabei. Positiv aufgefallen ist mir, dass die Autorinnen keine dogmatischen Thesen verbreiten, sondern Vorschläge machen. Menschen sind unterschiedlich, und sie fordern ihre Leserinnen auf, sich selbst zu erforschen, um für sich persönlich den richtigen Weg zu finden. Soweit deutet alles in Richtung 4 oder 5 Sterne Bewertung. Was mich persönlich aber massiv gestört hat, sind manche der Formulierungen. Ein paar Beispiele entdecken Sie, wenn Sie sich das sogenannte Übungsregister am Schluss des Buches mit Hilfe der Blick-ins-Buch-Funktion ansehen:

Wo verstecken sich Ihre Juwelen?
Bewegungspapagei
Der Frohsinnswalzer
... das sind noch harmlosere Formulierungen.

Ihr majestätisches Porträt
Ihre Krönungszeremonie
Die Königin spricht
... diese Dinge haben mich dann doch erheblich gestört.

Nein, ich bin weder die Prinzessin auf der Erbse noch habe ich königliche Ambitionen. Ich will keine Königinnengarderobe in meinem Schrank, sondern einfach nur normale Klamotten (die ruhig etwas hermachen dürfen). Einen Palast will ich nicht besitzen (17). Auf eine Feenstunde (26) hab ich keine Lust. Und von einem majestätischen Porträt (37) will ich gar nichts wissen. Ich werde auch nicht die Schleier weg von meiner Sonne pusten (39) oder mir in Gedanken eine Königinnenkrone aufsetzen (73). Für eines bin ich aber dankbar, dass mich meine Eltern im Gegensatz zu dem, was die Autorinnen auf Seite 29 schreiben, eben NICHT auf ein Dasein als Königin vorbereitet haben. Das 'Pförtnerhäuschen' (wie es die Autorinnen nennen) ist mir wesentlich lieber als die 'goldene Kuppel vom Schloss'.

Kurz und gut: Nein, Danke!
In meinem Bücherregal ist kein Platz für derartig hoheitsvolle Ratgeberliteratur.


Die Kuba-Krise: Die Welt an der Schwelle zum Atomkrieg
Die Kuba-Krise: Die Welt an der Schwelle zum Atomkrieg
von Bernd Greiner
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine detaillierte Dokumentation der Ereignisse., 12. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der fotografische Nachweis von im Bau befindlichen Abschussrampen für russische, nukleare Mittelstreckenraketen auf Kuba löste im Oktober 1962 die sogenannte Kuba-Krise aus. In dem vorliegenden Buch dokumentiert Bernd Greiner akribisch und detailliert die damaligen Ereignisse. Was diese Dokumentation von früheren Veröffentlichungen unterscheidet, ist das Quellenmaterial, das dem Hamburger Professor zur Verfügung stand. Es gelingt Bernd Greiner, die Geschichte der Kuba-Krise aus drei Perspektiven zu zeigen. Der sowjetischen, der amerikanischen und der kubanischen Sicht.

Auf den ersten vierzig Seiten geht es erst einmal um die Vorgeschichte. Der Regimewechsel in Havanna Ende der Fünfziger Jahre. Die Operation Zapata, besser bekannt als die gescheiterte Invasion an der Schweinebucht. Des Weiteren werden die drei Hauptakteure der Kuba-Krise vorgestellt: Kennedy, Chruschtschow, Castro. Wer sind sie? Was kennzeichnet ihre Persönlichkeit? Interessant ist dabei vor allem, dass Bernd Greiner zwar aufgrund von nachweisbarem Verhalten beschreibt, sich aber nicht zu einer psychologischen Analyse verleiten lässt. Dass ist zwar einerseits positiv, weil dem Leser so die Möglichkeit gegeben wird, eine eigene Meinung zu bilden, andererseits bleiben dabei aber auch psychologische Effekte unberücksichtigt.

Der PSYCHOLOGIE-HEUTE Chefredakteur Heiko Ernst hat solch einen Effekt in Wir Selbstdarsteller auf Seite 121 beschrieben: "Das Gruppen-Ich ließ keine Tatsachen und Warnungen zu, und das Resultat der Realitätsverzerrung war das Schweinebucht-Fiasko. Die Illusion der Übereinstimmung in solchen Gruppen verhindert, daß einzelne den Konsens durch Kritik oder auch nur die schlichte Darstellung von Tatsachen 'stören'. Das Gruppen-Ich schützt sich wie das individuelle Ich gegen Ängste ab und sucht sein Selbstbild und sein Selbstwertgefühl zu erhalten." Zuständig für das Formen und Zurechtbiegen der Informationen war in dem von Heiko Ernst erwähnten Beispiel der Bruder des amerikanischen Präsidenten, Robert Kennedy. Um der durch Gruppenkonsens entstehenden Betriebsblindheit zu entgehen, hätte man nur jemanden benötigt, der durch abweichende Informationen die Illusion zerstört. Auf die Gruppendynamik geht Bernd Greiner jedoch nicht ein. Er bleibt - wie bereits gesagt - bei den Fakten.

Und die haben es in sich. Spannend wie ein Krimi. Eingefahrene Denkmuster einerseits. Versuche, sich in die Gegenseite einzufühlen, andererseits. Geheimdiplomatie. Fehleinschätzungen. Unüberlegtes, gedankenloses Handeln. Sondierungen und Abwägen. Und immer wieder zwischendurch Informationen, die ich so bislang nicht kannte: zB Castro. Während sich Kennedy und Chruschtschow ihrer Verantwortung bewusst zu sein scheinen, gibt sich der kubanische Führer siegesgewiss. Schreibt gar in einem Artikel über die Bereitschaft seiner Regierung an der Seite des Volkes einen heroischen Tod zu sterben (vgl. S. 68). Zu dumm, dass er von einer schriftlichen Nachricht Chruschtschows (74) bestärkt wird. Denn Castro war bereit jeden Preis zu bezahlen, um die Welt vom Imperialismus zu befreien (89ff). Da kann man nur dankbar sein, dass er bzw. seine Regierung keine Befehlsgewalt über die Raketen hatten.

Abgeschlossen wird diese Dokumentation mit einem Literatur- und Quellenverzeichnis, einem Register und Kartenmaterial.

Mein Fazit: Immer wieder lesenswert. Für diejenigen, die sich für historische Ereignisse interessieren, sowie für diejenigen, die mehr über menschliches Verhalten in Stress-Situationen wissen wollen. Vor allem aber kann man auch als Normalsterblicher persönlich profitieren und das eine oder andere mitnehmen, wenn man den Inhalt aufmerksam liest. Mich hat zB die Souveränität beeindruckt, mit welcher Kennedy gehandelt hat, nachdem er die Bestätigung erhalten hat. Keine Aufmerksamkeit erregen, sondern Optionen sondieren. Vor allem aber nicht gleich Schlagzeilen für die Medien liefern.
Kurz und gut: Eine empfehlenswerte Dokumentation.


Smart Talk: Sag es richtig!
Smart Talk: Sag es richtig!
von Doris Märtin
  Audio CD
Preis: EUR 19,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hörenswert, 11. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Smart Talk: Sag es richtig! (Audio CD)
Vorab zwei Anmerkungen:
(1) Es handelt sich bei diesem Hörbuch um die gekürzte und dramaturgisch bearbeitete Fassung des gleichnamigen Buches. Leider ist dies weder aus der Produktbeschreibung ersichtlich noch steht es klar erkennbar auf der CD-Hülle. Erst wenn man einen Blick ins beigelegte Heft wirft, entdeckt man den entsprechenden Hinweis.

(2) Es gibt seit September 2013 eine erweiterte Neuauflage von Smart Talk. Die Seitenanzahl hat sich von 238 auf 299 erhöht und aus den Big 8 sind Big 10 geworden. Neu hinzugekommen sind 'Schweigen können' und 'Schreiben können'. Allerdings ist die Neuauflage bislang anscheinend nur als Taschenbuch erhältlich. Wer sich den Inhalt lieber erzählen lässt, hat (noch) keine Alternative zu diesem Hörbuch.

Inhalt:
Nach einer Einleitung wird erst einmal das Konzept der Big 8 vorgestellt bevor ein Baustein nach dem anderen im Detail analysiert wird. Damit man die einzelnen Bausteine der Big 8 auch gesondert anhören kann, ist der Inhalt in unterschiedliche Tracks eingeteilt. Meistens ein Track pro Baustein. Die ersten drei Bausteine sind in zwei Tracks aufgeteilt. Die Big 8-Bausteine im Einzelnen:
Sich unterhalten können
Verstehen können
Sich darstellen können
Formulieren können
Sich behaupten können
Versöhnen können
Präsentieren können
Erzählen können

Sie merken es allein schon an den Überschriften: Es wird ein sehr weites Feld von Kommunikationsthemen angesprochen. Vom Small Talk über den Wortschatz bis hin zu Tipps, was man bei einem Vortrag bedenken sollte. Vieles kann dabei natürlich nur einen Einstieg darstellen. Persönlich finde ich dieses Hörbuch dennoch hilfreich, da es einfach an grundlegende Dinge erinnert, an die man vielleicht nicht mehr denkt. Es hilft achtsamer zu werden. Alles auf einmal kann man ohnehin nicht ändern, aber wenn man sich vornimmt, einmal an diesem, einmal an jenem zu arbeiten, so kann eine allmähliche Umstellung dennoch gelingen.

Beiliegendes Heft:
Klein und dünn. Ein Blick hinein lohnt, denn hier ist zu jedem der Big 8-Punkte ein Selbsttest enthalten. Links sind hilfreiche Verhaltensformen aufgelistet. In der Mitte die jeweilige Wirkung, die damit erzielt wird. Und rechts hat man die Möglichkeit sich selbst zu bewerten. Wie oft verhält man sich so? Meistens? Manchmal? Oder selten bzw. nie? Natürlich muss man diesen Selbsttest nicht machen. Persönlich finde ich vor allem, dass man dieses dünne Heft als Gedankenstütze verwenden kann, denn einen Nachteil haben Hörbücher im Vergleich zur Papiervariante: Man kann nicht so einfach ein Thema nachschlagen.

Sprecher und Vortrag:
Das Ergebnis der oben erwähnten dramaturgischen Bearbeitung ist ein interessanter Vortrag. Den beiden Sprechern Sonngard Dressler und Olaf Pessler habe ich gerne zugehört. Klar und deutlich, gleichzeitig ausdrucksvoll. Solche Hörbücher machen Spaß.

Sonstiges:
Neben diesem Hörbuch fand ich auch die Ja,aber ... - Serie von Lelia Kühne de Haan hilfreich. Dort geht es um einen bewussten Umgang mit alltäglichen Begriffen.

Formalien:
2 CDs
Insgesamt ca. 126 Minuten


Wenn du geredet hättest, Desdemona: Ungehaltene Reden ungehaltener Frauen. Lesungen
Wenn du geredet hättest, Desdemona: Ungehaltene Reden ungehaltener Frauen. Lesungen
von Christine Brückner
  Audio CD

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragend, aber leider gekürzt., 7. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Hörbuchrezension.
Es gibt Literatur, die man lesen sollte, und wiederum andere, die perfekt für ein Hörbuch geeignet ist. WENN DU GEREDET HÄTTEST, DESDEMONA zählt zu letzterem. Zumal wenn die Vortragenden so gut ausgesucht werden, dass sie perfekt zum Gelesenen passen. Dann ist es ein wahrer Hörgenuss den Damen zu lauschen.

Welches Stück mir am besten gefallen hat? Eine schwierige Frage, denn sie alle waren überzeugend im Vortrag. Eva Mattes als desillusionierte Effi Briest, manchmal wehmütig, aber keinesfalls sentimental. Maria Wimmer als Christiane Vulpius ... tönte es nicht hin und wieder etwas vulgär wie sie sich ausdrückte? Katharina von Bora, wahrhaftig und pragmatisch. Die Themen dieser drei Damen haben mich vor allem begeistert: Partnerschaft, Ehe, eine Beziehung.

Schade nur, dass in diesem Hörbuch lediglich eine Auswahl der Texte enthalten ist. Genauer gesagt kommen neben den oben genannten Personen noch Megara und Gudrun Ensslin zu Wort. Es fehlen unter anderem Desdemona, Klytämnestra, Maria, die pestkranke Donna Laura, Sappho und natürlich Christine Brückner an ihre Kollegin Meysenburg. Das aber vermag mich nicht zu stören, steht die Papierversion doch in meinem Regal, jederzeit griffbereit. Und vielleicht kommt ja irgendwann eine vollständige Hörbuch-Version auf den Markt. Zu wünschen wäre es.

Alles in Allem gut gemacht, eine gelungene Umsetzung, unbedingt empfehlenswert!

Die Formalien:
2 CDs
Gesamtlaufzeit ca. 90 Minuten
CD1: Ansage - Effi Briest (Eva Mattes) - Christiane Vulpius (Maria Wimmer) - ca. 42 Minuten
CD2: Megara (Christa Berndl) - Katharina von Bora (Doris Schade) - Gudrun Ensslin (Rita Russek) - ca. 48 Minuten
In einem beigelegten Heft erhält man Informationen zu den Figuren, der Autorin und den Sprecherinnen.


Engel im zweiten Lehrjahr
Engel im zweiten Lehrjahr
von Eveline Hasler
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Für Jung und Alt gleichermaßen geeignet., 5. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Engel im zweiten Lehrjahr (Gebundene Ausgabe)
Eine unterhaltsame Geschichte, die gleichzeitig reichlich Stoff zum Nachdenken bietet. Die Schweizer Autorin Eveline Hasler hat sich an ein Engelbuch gewagt. Genauer gesagt an eines, das nicht in Kitsch abgleitet, sondern auf heitere Art und Weise seine Botschaft verbreitet.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Eleusius - liebevoll Eleusi genannt - ein frecher, junger Bursche, der sich - der Titel sagt es ja bereits - im zweiten Jahr der Engelsausbildung befindet. Im Himmel hat er schon allerhand Streiche ausprobiert, jetzt freut er sich auf seinen Erdenbesuch. Aufzugfahren in New Yorker Wolkenkratzern und dann noch eines der Bergdörfer in den Alpen besuchen ... wäre das nicht wunderbar? Nur auf eines gilt es zu achten: Engel dürfen nicht seufzen, denn wenn ein Engel seufzt, stürzen auf Erden die Computer ab. Und natürlich haben die Engelsanwärter auch eine Aufgabe: Es geht um nichts Geringeres als die großen Fragen der Menschheit, welche die Menschen nicht mehr beantworten können, weil sie von elektronischen Informationen überflutet werden wenn sie vor ihren Bildschirmen hocken.

Während Eleusius das Leben auf Erden erkundet, macht er die Bekanntschaft von unterschiedlichen Menschen. Einer Mutter mit Kind, einem Schriftsteller, der seit sieben Jahren über Entwürfen sitzt und doch noch kein großes Werk zustande gebracht hat. Ein Feuerwehrmann und ein streitendes Ehepaar. Ein junger Mann, der nach einem Motorradunfall zu schwer verletzt ist für den Transport zum Krankenhaus. Natürlich vergisst der Engelslehrling dabei seine Aufgabe nicht. Aufmunternde Worte hier, Empfehlungen dort, suchende Herzen erkennen sich. Und so nebenbei erfüllt sich der junge Bursche seine eigenen Wünsche. Da Zeit und Raum für Engel keine Hürden darstellen, ist es ihm ein Leichtes, sich aus dem quirligen New York in ein verschneites Alpental zu begeben.

Ein sympathischer Bursche, der junge Eleusius. Schade nur, dass dieses Buch mit seinen knapp hundert Seiten schnell gelesen ist. Aber es gibt ja eine Fortsetzung: Eleusius im dritten Lehrjahr. Und vielleicht - wer weiß - wird daraus gar eine Serie. Wünschen würde ich es mir, denn Spaß hat es gemacht. Also eine ganz klare Leseempfehlung.


Der Engel und das schwarze Herz
Der Engel und das schwarze Herz
von Eveline Hasler
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Amüsant erzählt mit ernstem Hintergrund., 4. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Eine neue Mission! Endlich wieder auf die Erde! Nachdem Eleusius in seinem zweiten Lehrjahr nicht nur in einem New Yorker Wolkenkratzer Aufzug gefahren ist, sondern auch die Bekanntschaft eines Sennenhundes auf einer leicht vereisten Piste in einem verschneiten Alpental gemacht hat, meldet er sich in seinem dritten Lehrjahr für eine vermeintlich ruhigere Aufgabe. Mönche anstelle von jungen Damen. Diesmal verschlägt es den himmlischen Held in das Kloster Waldsiedel. Eine schwarze Madonna ist dort die Attraktion. Dummerweise ist derjenige unter den Brüdern, der für die Kleidung der Hohen Frau zuständig ist, gestürzt. Die Stellvertretung übernimmt – Richtig! – Eleusius.

Eine nicht zu unterschätzende Aufgabe, gibt es doch im Kloster die unterschiedlichsten Strömungen. Ein junger, modern eingestellter Abt, der twittert. Auf der anderen Seite die ewig Gestrigen unter den Brüdern, die jede Veränderung mit Missfallen betrachten. Unterschiedliche Besuchergruppen und ein amerikanischer Kunsthändler, der die schwarze Madonna in eine weiße umtauschen möchte, um das Original dann gewinnbringend zu verscherbeln. Ein Diebstahl, der aufgeklärt werden muss. Ein Liebespaar in Rom, das Hilfe benötigt. Es gibt viel zu tun für unseren frechen Engelsanwärter. Ausserdem dann wären da noch die Anspielungen auf einen italienischen Ministerpräsidenten, der gerne Partys mit jungen Damen feiert. Und immer wieder die Frage der Toleranz.

In den knapp 100 Seiten dieses Buches steckt eine Menge Inhalt. Unterhaltsam erzählt mit reichlich Stoff zum Nachdenken. Kurz: Eine lesenswerte Fortsetzung. Danke, Eveline Hasler, für die schönen Lesestunden.


Black Chai (100 Gramm)
Black Chai (100 Gramm)
Wird angeboten von TEE IM NETZ
Preis: EUR 5,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine wohlschmeckende Gewürz-Mischung, 3. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Black Chai (100 Gramm) (Misc.)
Das Besondere an diesem speziellen Chai-Tee aus dem Hause tea's finest: Die Gewürze sind nicht gemahlen! Vielleicht liegt es daran, dass der Geschmack so ausgeprägt ist. Vor allem aber staubt diese auf Schwarztee basierende Chai-Mischung nicht, ganz im Gegensatz zu der Govinda Chai-Variante.

Allerdings sollte man beim Gebrauch aufpassen, dass nicht versehentlich zu viele Bestandteile von einem speziellen Gewürz enthalten sind. Mir ist das am Anfang einmal passiert, dass ich überproportional viele schwarze Pfefferkörner in die Kanne gegeben hatte. Das Ergebnis war ein deutlicher Pfeffergeschmack. Fand ich ehrlich gesagt sogar lecker, und hab mir vorgenommen, selber einmal nur mit schwarzem Tee und Pfefferkörnern zu experimentieren. Dennoch achte ich zwischenzeitlich auf die Mischung, also zB nur eine Kardamom-Kapsel, etc., da bei einer Chai-Mischung ja kein Gewürz hervorstechen sollte, damit alle Bestandteile ein harmonisches Ganzes ergeben.

Als Mindesthaltbarkeitsdatum ist bei meinem Kauf von Anfang 2014 der Januar 2016 angegeben.

Die Verpackung ist blickdicht und wiederverschließbar.

Mein Fazit: Eine angenehme Chai-Mischung. Gerne wieder.


Das literarische Hundebuch
Das literarische Hundebuch
von Florentine Graf
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein hübsches Mitbringsel für Hundefreunde., 27. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Links Zitate, Gedichte, Textstellen oder Sachkundiges über Hunde. Rechts ein großformatiges, farbiges Bild. Einer trägt eine Zeitung im Maul, andere machen sich auf zur Jagd, die einen ruhen, die anderen toben herum, erkunden die Natur oder überlegen sich, was sie als nächstes anstellen sollen. Treuherzige Hundeblicke. Knuddelige Welpen. Der Anblick der Bilder macht Spaß. Und die Zitate, Gedichte und Textstellen haben mir neben bereits bekannten Inhalten auch Neues geboten. Das Pudel-Gedicht von Heinrich Heine kannte ich zum Beispiel noch nicht. Eine Ode an einen tugendhaften vierbeinigen Gefährten:

Ein Pudel, der mit gutem Fug
den schönen Namen Brutus trug
war viel berühmt im ganzen Land
ob seiner Tugend und seinem Verstand.
...
(usw.)

Den Spruch "Kauf einen jungen Hund und du wirst für dein Geld wild entschlossene Liebe bekommen.", also diesen Spruch von Rudyard Kipling kannte ich hingegen schon aus Für Hundefreunde von Nina Sandmann. Aber das macht ja nichts. Auch Altbekanntes, das in einem neuen Layout daherkommt, macht Spaß.

Nicht ganz so begeistert war ich hingegen von den fehlenden bzw. schlecht zuordenbaren Quellenangaben. Ganz am Schluss des Buches gibt es zwar neben den Bildnachweisen auch Textnachweise, diese sind jedoch nicht vollständig. Die Krambambuli-Textstelle von Marie von Ebner-Eschenbach habe ich zum Beispiel nicht gefunden. Des Weiteren werden hinten bei den Textnachweisen zwar Seiten genannt, aber leider kann man diese nicht suchen, weil sie im Buch nicht abgedruckt sind. Kurz: hier besteht Verbesserungspotential. Deswegen auch ein Punkt Abzug.

Weitere Beispiele für den Inhalt:
Ernst Jandl mit einem Gedicht über Ottos Mops, ein weiteres Gedicht von Joachim Ringelnatz, James Herriot, Arthur Schopenhauer, James Gardner, Thomas Mann, Dante Alighieri, Iwan Turgenjew, Milan Kundera, Konrad Lorenz, J. R. Ackerley, Alexander von Humboldt, Hubert Ries, Epikur, Jack London, Carl Zuckmayer, Adalbert Stifter.

Die Druck- und Farbqualität ist hervorragend.

Ach ja, und meine Hunderasse findet sich sogar mehr als einmal im Buch. Neben dem Dackel auf dem Coverbild gibt es noch einen weiteren im Innenteil :)


Sitka.
Sitka.
von Louis L'Amour
  Broschiert

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartig! Schlicht und einfach großartig!, 22. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Sitka. (Broschiert)
Was für eine Geschichte! Ein geradliniger, aufrechter Held, der sich vom Osten kommend in den Westen aufmacht. Ein skrupelloser Bösewicht. Eine bezaubernde, bildschöne junge Frau. Das hört sich nach den üblichen Zutaten für einen typischen Western an. Aber! Typisch ist hier gar nichts. Es gibt zwar Indianer und Pferde, ein wesentlicher Teil der Handlung spielt sich aber auf Schiffen ab. Piraterie! Sowohl der Schurke als auch die Prinzessin (mit dem Zaren verwandt!) sind Russen. Den Hintergrund der Geschichte liefert ein historisches Ereignis: Der Verkauf Alaskas an die Vereinigten Staaten von Amerika.

Aber erst einmal von vorne. Der erste Satz ...
Jean LaBarge blieb unter einer riesigen Zypresse stehen und hielt nach Rob Walker Ausschau.

Wir begegnen Jean LaBarge hier im Alter von 14 Jahren. Die Mutter tot, der Vater vor langer Zeit in den Westen gegangen. Ein Onkel, der sich vorübergehend um den Jungen gekümmert hat, verschwunden. Jean LaBarge lebt allein im Haus in der Nähe des großen Moores. Der Verkauf von gesammelten Kräutern sichert ihm ein Einkommen. Zusammen mit seinem Freund Rob Walker zieht er durch die Gegend. Als eines Tages eine Verbrecherbande in die Gegend zurückkehrt, sind die beiden Jungen maßgeblich daran beteiligt, dass die Übeltäter überwältigt werden können. Für Jean die Gelegenheit sich einem Trapper anzuschließen und in den Westen aufzubrechen. Ein ungewöhnlicher Bursche, der tagsüber Fallen aufstellt und abends am Lagerfeuer Platon's Dialoge oder Plutarch's Leben liest. In San Francisco wird er als Geschäftsmann erfolgreich sein. Vor allem aber ist er an Alaska interessiert. Er sammelt Informationen, bereitet sich auf den Tag vor, an dem er dorthin ziehen wird. Rob hingegen geht weiter zur Schule, studiert an der Universität von Pennsylvania, macht Karriere als Politiker.

Auf den ersten vierzig Seiten wird der Grundstein für das Verständnis unseres Helden gelegt. Wer ist er? Was motiviert ihn? Eine gesellschaftliche Feier markiert einen Wendepunkt der Geschichte. Jean lernt dort seinen späteren Gegenspieler kennen, den russischen Baron Sinnovy, den Kommandeur der Küstenwachschiffe in Sitka, der Hauptstadt von Russisch-Alaska. Kaum sind die beiden Männer einander vorgestellt, schon reiben sie sich am anderen. Des Weiteren trifft Jean dort auf ihre Durchlaucht, die Fürstin Helena Gagarin, eine Nichte seiner Majestät des Zaren. Mit ihrem Mann, dem Grafen Alexander Rotscheff schließt er ein Weizengeschäft ab. Endlich erhält Jean die Möglichkeit, Waren nach Russisch-Alaska zu liefern. Das wonach er schon so lange gestrebt hat. Freilich hat Sinnovy kein Interesse an diesem Handel. Ein Anschlag auf Jean misslingt. Dass sein Warenhaus in Flammen aufgeht, kann der junge Mann aber nicht verhindern. Aufgeben ist jedoch nicht seine Sache und so machen sich er und einer seiner Männer nach Oregon auf, um dort Weizen zu beschaffen ...

Der weitere Verlauf der Geschichte spielt sich vor allem in Alaska, aber auch in Russland selber ab. Die Auseinandersetzungen zwischen Sinnovy und Jean LaBarge. Und die Gedanken über die Zukunft Alaskas. Die Russen sehen die Verteidigungsschwierigkeiten sollte es zu einem Krieg zwischen Russland und England kommen. Manche - noch nicht viele - Amerikaner sehen die Chancen, die sich dort bieten. Und natürlich wird der Leser so nebenbei auch noch Zeuge einer aufkeimenden Liebesbeziehung zwischen der Fürstin und dem tapferen Helden. Unaufhaltsam strebt die Geschichte ihrem Höhepunkt entgegen.

Besonders bemerkenswert ...
... wie viele der Figuren historisch nachweisbare Persönlichkeiten sind.
Rob Walker, der Jugendfreund, es gab ihn wirklich. Er diente als amerikanischer Finanzminister, arbeitete als Rechtsanwalt und engagierte sich als russischer Lobbyist für den Verkauf Alaskas!
Fürstin Helena Gagarin. Ihr Mann Graf Alexander Rochev (eine etwas andere Schreibweise) war kommandierender Offizier von Fort Ross. Sie selber soll dem Mount St. Helen in den Mayacamas Bergen den Namen gegeben haben. Nicht zu verwechseln mit dem noch aktiven Vulkan Mount St. Helen im US-Bundesstaat Washington.
Baron Eduard von Stoeckl, der im Namen Russlands den Verkauf Alaskas verhandelte.
Brigadegeneral Lovell H. Rousseau, Kommissar der Vereinigten Staaten für die Übernahme des Territoriums von Alaska von der russischen Regierung.
Und und und.

Leider erfährt man jedoch nicht, wo die Grenze zwischen Fakten und Fiktion verläuft. Gab es wirklich einen Jean LaBarge? Hatte dieser wirklich ein Verhältnis mit einer russischen Fürstin? Wirklich jammerschade, dass der neugierige Leser nicht darüber aufgeklärt wird, was der Phantasie des Autors entspringt.

Meine Bewertung ist davon jedoch nicht beeinflusst. Viel zu gut hat mir die Handlung gefallen. Den historischen Hintergrund dieses Abenteuerromans fand ich ungewöhnlich und interessant. Die Figuren wurden glaubhaft und sehr lebendig beschrieben. Es hat schlicht und einfach alles perfekt gepasst. Oder anders ausgedrückt: Für dieses Buch würde ich jederzeit mehr als fünf Sterne vergeben.

Mein Lieblingszitat stammt von der Mutter von Jean LaBarge:
Nicht der Anfang sei wichtig, sondern das Ziel, ...
Sagte die kluge Frau. Und das Moor hielt sie für einen guten Beginn. Sie hatte Recht!

Glasklare Leseempfehlung!
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PS:
Warum die Produktbeschreibung in Englisch ist, weiß ich nicht. Das Taschenbuch mit der ISBN 3453205227 ist deutschsprachig und hat 192 Seiten.


Stillleben
Stillleben
von Norbert Wolf
  Broschiert
Preis: EUR 7,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein interessanter Überblick, 22. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Stillleben (Broschiert)
Mit 96 Seiten ist dieses Buch nicht allzu dick, umso mehr haben mich die vielfältigen Informationen positiv überrascht. Bereits in der 18-seitigen Einführung wird auf zahlreiche Gemälde Bezug genommen. Gian Casper Bott betrachtet hierbei die historische Entwicklung der Gattung ausgehend von der Antike. Der Begriff Stillleben kommt aus dem Holländischen. Die Bezeichnungen ,Stil ligende leven` oder ,stilleven` entstanden um die Mitte des 17. Jahrhunderts. Das in den romanischen Sprachen übliche ,nature morte` kam sogar noch später auf. Was wurde in einem Stillleben gezeigt? Gibt es spezielle Objektanordnungen? Oder spezielle Themen? Wie haben sich Stillleben im Laufe der Jahrhunderte entwickelt? Diesen und anderen Fragen widmet sich der Autor in der Einführung. Dadurch, dass er hier immer wieder Beispiele anführt, wird die Theorie greifbar.

Es folgen 35 Gemälde, die auf Doppelseiten vorgestellt werden. Beginnend mit der Kreuznagelung Christi, einer Miniatur aus dem Stundenbuch der Maria von Burgund (um 1470) bis zu Gerhard Richter's Drei Kerzen (1982). Links der Text, auf der rechten Seite großformatig und in Farbe die Abbildung. Nicht nur die Besonderheiten des Bildes werden erläutert, daneben erhält man unterschiedliche Informationen, zB über den Künstler oder Erklärungen zur Symbolik.

Typisches für die religiöse Malerei des 15. Jahrhunderts und die Verwendung von Spruchfragmenten werden am Beispiel von Ludger tom Ring D. J.s Blumenvasen gezeigt. Das Vanitasstillleben mit Geige und Glaskugel von Pieter Claesz (1596/97-1660) scheint sich nicht nur mit dem Vergänglichkeitsgedanken zu beschäftigen, ausserdem ist darin auch noch das reflektierte Selbstporträt des Malers enthalten. Die Atelierwand von Adolph Menzel (1815-1905) zeigt eine Sammlung von Gipsabdrücken menschlicher Körperteile. Vincent van Goghs Drei Paar Schuhe werden realistisch dargestellt. Umberto Bocccioni's Stillleben mit Wassermelone ist hingegen von geometrischen Formen geprägt. Kurz und gut: Es ist eine vielfältige Auswahl, die Gian Casper Bott präsentiert.

Noch ein paar Informationen zum Autor selbst, dem Buch entnommen: Er studierte Kunstgeschichte in Zürich, Venedig und Florenz, war später wissenschaftlicher Mitarbeiter in Braunschweig und am Kunstmuseum Basel. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Buches war er am Kunsthaus Zürich tätig.

Mein Fazit: Eine gelungene Darstellung der Bandbreite von Stillleben. Und da ich Neues entdecken durfte, hat mir dieses Buch besonders viel Spaß gemacht. Obgleich Gian Casper Bott natürlich viele der üblichen Verdächtigen hier versammelt, ist es ihm dennoch gelungen, auf Aspekte hinzuweisen, die mir vorher nicht bewusst waren. Danke sei gesagt.


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