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Rezensionen verfasst von
Benjamin Melzer

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Krähenmädchen. Psychothriller (Victoria-Bergman-Trilogie, Band 1)
Krähenmädchen. Psychothriller (Victoria-Bergman-Trilogie, Band 1)
von Erik Axl Sund
  Broschiert
Preis: EUR 12,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sehr simpel, teilweise unglaubwürdig, 24. Oktober 2014
Ich hatte zuvor überhaupt nichts von diesem Roman gehört oder gelesen. Ich kenne auch die Bücher von Larsson nicht und kann daher keine Vergleiche ziehen. Der Wirbel um dieses Buch ist mir jedenfalls völlig entgangen und ich habe das Buch nur gelesen, weil es in einem dicken Bücher-Paket dabei war, das mir meine bessere Hälfte von einem Bummel mitgebracht hat, und mir das Cover gefiel.

DIESE REZENSION IST NICHT SPOILERFREI!

Ich lese normalerweise nur ungern, beziehungsweise überhaupt keine Bücher über detailliert beschriebenen Kindesmissbrauch und/oder Kindesmisshandlungen. Das ist ein Thema, das ich nur schwer verkrafte und allenfalls lese, wenn sehr distanziert, oberflächlich und sachlich darüber geschrieben wird und es nicht zu viele Passagen darüber gibt. Erst vor wenigen Monaten musste ich ein Buch bereits nach den ersten 10 Seiten weglegen, weil im Prolog ein kleiner Junge missbraucht wird und mir die grafische Beschreibung zu nahe ging.
Es ist eigentlich nicht erstaunlich, dass ich über die Fülle an Kindesmisshandlungen und Erzählungen über Kindesmissbrauch in diesem Buch ziemlich gefasst hinweglesen konnte - denn das Buch ist rundum wenig gefühlsbewegend geschrieben und bleibt immer emotional blass und distanziert. Für mich war das alles also weit weniger brutal, als es für manch anderen war, einfach weil die Beschreibungen kalt blieben und die Autoren es nicht in einer Leseminute geschafft haben, dass ich mit irgendeinem Protagonisten eine Bindung aufbauen konnte.

Ich las an anderer Stelle, dass die beiden Autoren mit diesem Buch auf die Missstände von Kindesmisshandlung und Kindesmissbrauch aufmerksam machen wollten. Ich kann nicht beurteilen, ob das stimmt, aber falls es stimmt, haben sie die Sache in meinen Augen völlig falsch angepackt. Die Taten selbst werden wie auswenig gelernt heruntergerasselt, es gibt keinerlei Zugang zu tiefen Gefühlen. Die Opfer bleiben zumeist namenlos, gesichtslos, leblos. Sie haben keine Geschichte, keine Bezugspunkte, sie sind nur Körper, die vernichtet werden. Tragischerweise ließen sie mich fast alle völlig kalt, auch deshalb, weil mir die Morde bis zuletzt willkürlich vorkamen und keinem wirklichen Zweck dienten. Ich habe die vage Vermutung, dass die Mörderin sich Jungen in einem bestimmten Alter aussucht und deren Verdorbenheit testet, was in ihrer Sprache bedeutet, zu testen, ob sie ihren Trieben standhalten können, überhaupt welche besitzen - und zeigen sie den kleinsten Moment der Schwäche, werden sie beseitigt und kastriert, als habe man der Welt damit einen Gefallen getan und potenzielle Vergewaltiger rechtzeitig eliminiert (was natürlich Unsinn ist).

Die Protagonisten sind flach - und zwar alle. Von den Hauptprotagonisten bis hin zu den unbedeutendsten Nebendarstellern werden nur oberflächliche Details genannt, die den Figuren einen gewissen Rahmen geben, aber die Leinwand im Rahmen bleibt weitestgehend unberührt, höchstens schlampig bekleckst. Es ist schon erstaunlich, dass man in einem Buch, das so viele Seiten hat, so wenig über die Menschen darin erfährt. Das wenigste konnte ich als Leser wirklich miterleben, das meiste wurde nur erzählt, flüchtig erwähnt. Infodump, damit man weiß, womit man es zu tun hat, aber eigene Gedanken werden dabei recht schnell im Keim erstickt, beziehungsweise wachsen erst gar nicht, weil einem die Protagonisten ab einer gewissen Zeit einfach egal werden. Der Schreibstil tut sein Übriges dazu. Er ist schlicht, sehr einfach zu lesen, ich blieb lediglich an den ungewöhnlichen Ortsnamen hängen. Aber er malt keine Bilder, die Autoren wissen nicht, wie sie den Pinsel führen sollen und schreiten einfach von einer groben Beschreibung zur nächsten. "Erst passiert dies, dann passiert das, und danach noch das."

Männer kommen in diesem Buch nicht gut weg. Aus Sicht der Mörderin, die durch Missbrauch in ihrer Vergangenheit gelernt hat, Männern generell zu misstrauen, mag das noch nachvollziehbar sein, aber hier sind ja wirklich sämtliche Männer entweder unsympathische A**********, Vergewaltiger oder totale Luschen, die ihre Partner bei der erstbesten Gelegenheit verlassen oder bescheißen. Wir haben den Mann, der 10 Jahre lang heimlich in zwei verschiedenen Familien lebt, den Mann, der 20 Jahre faul zu Hause bleibt, kein Geld verdient, nur jammert und eine Belastung ist und sich dann Hals über Kopf in eine schmierige Galeristin verknallt und sich scheiden lassen will. Den Staatsanwalt, der einfach jede Ermittlung aus den unglaubwürdigsten Gründen sabotiert, genauso wie alle anderen hochrangigen Polizisten, denen das Leben von Kindern schlichtweg nichts wert ist und die von einer eigenartigen Lethargie befallen zu sein scheinen, die unmöglich realitätsgetreu sein kann - zumindest hoffe ich das nicht, nicht in diesem Umfang und nicht bei der gegebenen Situation. Nachdem Jeanette Kihlberg ihre Ermittlungen trotz der Brisanz einstellen soll, war ich einfach nur noch wütend.

Der Plottwist in diesem Buch ist sehr vorhersehbar. Man muss kein Psychologieass sein, um die Zusammenhänge zu erkennen und für mich war es keine Überraschung, dass sich die Vermutung, die ich bereits auf den ersten 100 Seiten hatte, am Ende voll und ganz bestätigte. Ab dem Moment, in dem erwähnt wurde, dass Sofia ihre Patienten nicht mehr auseinanderhalten kann, war mir klar, dass sie selbst eine dissoziative Identitätsstörung haben muss. Es ist seltsam, dass das nie jemandem aufgefallen ist. Keinem Kollegen, keinem Dozenten, nicht einmal ihrem Lebensgefährten, dem in 10 Jahren doch aufgefallen sein muss, dass Sofia manchmal zusammenhangloses Zeug vor sich hin plappert und sich dabei leere Tonbänder "anhört". Darauf hat er sie nie angesprochen, auf die schrecklichen Dinge, die sie da sagte? Und ihr aktueller Lebensgefährte, dem ist das auch nie aufgefallen? Wirklich?
Das leere Diktiergerät... Kaum wurde das erwähnt, war der leise Verdacht, Sofia könnte Victoria sein, ebenfalls bestätigt. Der Verdacht kam mir bereits, als zum ersten Mal direkt aus Victorias Perspektive geschrieben wurde, die Sofias Namen auf ihre Zigarettenschachtel schrieb und dazu das Wort "schwach". Nur kurze Zeit später befindet sich Sofia gegenüber von dem Café, in dem Victoria sitzt. Ich hatte da bereits die Vermutung, dass das kein Zufall war.

Victorias Vergangenheit ist tragisch, unheimlich tragisch sogar. Nicht nur ihr Vater missbrauchte sie, ihre Mutter sah einfach weg und auch später wurde sie vergewaltigt und während eines Hilfseinsatzes in Sierra Leone von Kindersoldaten misshandelt. Dass ihr Verstand brach, ist nicht weit hergeholt und auch nicht, dass diese Persönlichkeiten völlig verschiedene Leben lebten. Sofia, die Gefasste, die Bodenständige, die versucht, ein normales Leben zu leben und anderen, insbesondere misshandelten Kindern, zu helfen, aber irgendwo ständig versagt. Victoria, das Mädchen, das sie einmal war, das ihre Unschuld verlor und zu einem Geist wurde, der sich nur noch mit hässlicher Fratze blicken lässt, oder dann, wenn Stärke das einzige ist, das hilft, zu überleben. Das Krähenmädchen, das nur existiert, um zu zerstören.

Leider wurde diesen unterschiedlichen Persönlichkeiten für meinen Geschmack zu wenig Raum gegeben, um jeden von ihnen kennenzulernen. Sofia ist nicht nur eine Hauptprotagonistin, sie ist eigentlich drei. Doch Sofias Leben besteht eigentlich nur aus einem unentwegten, anstrengenden Vorwärtsrobben durch ein Leben, das sie vorne und hinten nicht im Griff hat und das ihr, seien wir mal ehrlich, einfach nur stinkt. Dem Krähenmädchen werden im ganzen Buch nur wenige Zeilen gewidmet, es ist überhaupt nicht greifbar und wie ein Schatten, den man versucht zu berühren, obwohl man weiß, dass es nicht möglich ist. Über Victoria erfährt man am meisten und eigentlich ist sie auch die interessanteste Figur im Buch, die einzige, die irgendwo authentisch wirkt und mit der man sich vielleicht sogar unterhalten möchte.
Jeanette Kihlberg ist eigentlich nur "da", aber wichtig ist sie nicht. Am Ende hatte ich das Gefühl, sie sei nur erschaffen worden, damit Sofia mit jemandem Zärtlichkeiten austauschen kann, der nicht männlich ist und der als Bezugsperson dient, den man verraten kann, und zwar aufs Schlimmste, indem man seinem Sohn eventuell etwas antut (das Buch endet mit einem Cliffhanger, was mit Jeanettes dreizehnjährigem Sohn passiert ist, ist also unklar). Überhaupt war die Annäherung zwischen den beiden Frauen dermaßen unglaubwürdig, dass ich mich wirklich gefragt habe, ob das ernst gemeint war. Es ging nicht darum, dass es beide Frauen waren, mich hätte das auch bei einer Frau-Mann-Beziehung gestört. Die beiden kennen sich überhaupt nicht und haben sich eigentlich auch nicht viel zu sagen, sie haben nicht einmal viel gemeinsam - außer, dass sie in enttäuschenden Beziehungen stecken und sich leer fühlen. Und gleich beim zweiten Treffen kommt es zum Kuss, so plötzlich, so grundlos, als wäre das aus reiner Effekthascherei seitens der Autoren passiert. "Schaut, da küssen sich zwei Frauen!" Ui, wie toll. Nicht. Abgesehen davon, dass mich zwei knutschende Frauen überhaupt nicht vom Hocker reißen, weil mir die Geschlechter während intimen Beschreibungen völlig egal sind, fand ich nicht, dass dieser Kuss gerechtfertig war. Er ist passiert, einfach so, und danach hat keiner mehr darüber geredet. Was genau verbindet die beiden auf emotionaler Ebene? Ich habe da nichts gespürt. Der Kuss war allenfalls seltsam, etwas, das man mit hochgezogener Augenbraue überblättert.

Das Buch hat keinen wirklichen Spannungsbogen. Ich denke, die Identitätsklärung von Victoria Bergman war der springende Punkt in diesem Buch, aber jedem mit ein bisschen pfiffiger Auffassungsgabe war dieser Umstand schnell klar. Die restliche Handlung dümpelt vor sich hin und verläuft am Ende dann doch im Sand. Für mich persönlich waren die Geschichten aus Victorias Sicht das Highlight des Buches, die einzigen Stellen, die mir wirklich gefallen haben, auch wenn es trotzdem zu Handlungen gekommen ist, die ich unlogisch fand. Warum jemanden tötet, den man eigentlich beschützen will? Nur, damit er einen nicht verlässt? Das macht doch keinen Sinn. Wenn er tot ist, sieht man ihn nie wieder.

Die Thematik um Kindesmissbrauch, Kindesmisshandlung und Kindersoldaten, sowie die Thematik um gespaltene Persönlichkeiten war mir nicht tief genug, nicht detailliert genug. Es geht mir nicht um grafischere Beschreibungen, mehr Blut, mehr Splatter, mehr Grausamkeiten, sondern um detailliertere, umfassendere psychologische Ansätze. Leider ist die einzige Psychologin in diesem Buch, Sofia, schwer identitätsgestört, dabei aber keine gute Psychologin. Sie ist nicht empathisch und nicht intelligent genug, sie hat sich selbst nicht richtig im Griff und verrichtet ihre Arbeit stümperhaft. Wäre sie der brilliante, analytische Teil dieser Identitäten, hätte das Buch richtig spannend werden können. Nichts wäre besser gewesen als eine brilliante Psychologin, die unwissentlich sich selbst analysiert und das auf eine glaubhafte, hochintelligente Weise. Aber so ist Sofia genau das, als was Victoria sie beschreibt: Schwach, eine Flasche, die auf allen Vieren durch ihr Leben kriecht und jeden Tag hofft, es möge ihr nicht entgleiten. Ich fand sie schrecklich anstrengend.

Fazit: Das Buch kann man lesen und es ist ohne Frage hier und da etwas unterhaltsam. Es ist allerdings kein Stück intelligent und strotzt nur so vor Logiklücken. Ist denn niemandem aufgefallen, dass Sofia und Victoria dieselbe Telefonnummer haben? Es ist kein Buch, das einen atemlos zurücklässt, dafür ist die Handlung zu zäh, zu sehr geprägt von Misserfolgen und Resignation, alles ist düster, alles ist trostlos, Männer sind Schweine. Das alles war mir zu flach.

Ich habe überlegt, ob ich zwei oder drei Sterne geben soll, weil ich mich für 2,5 entschieden habe. Letztendlich vergebe ich drei, weil ich das Buch trotz allem relativ schnell durchlesen konnte und mich der Cliffhanger am Schluss durchaus noch gepackt hat. Hätte ich allerdings vorher gewusst, dass dieses Buch auf psychoanalytischer Ebene derart schwach ist, hätte ich es wahrscheinlich nicht gelesen. Für Menschen, die ausgeklügelte Charakterstudien mögen, ist dieses Buch wahrscheinlich eher nichts. Ich mochte dagegen "Romeo" von Elise Title sehr gerne.


Ablaichhöhle / Welshöhle eckig 15 cm braun / schwarz
Ablaichhöhle / Welshöhle eckig 15 cm braun / schwarz

5.0 von 5 Sternen Super Preis-Leistungs-Verhältnis, 26. September 2014
Ich habe vom selben Anbieter neben 15 Stück dieser Höhlen auch 10 kleinere Höhlen gekauft. Der Lieferung erfolgte schneller als angegeben, worüber ich mich sehr gefreut habe. Jede einzelne Höhle wurde separat mit Zeitungspapier umwickelt und ausgestopft. Zusätzlich wurden die Höhlen in einem Karton mit Schaumstoffmatten und -schnipseln großzügig gepolstert. Die Verpackung ist auf jeden Fall professionell und sehr gut. Die Höhlen selbst sehen genauso aus wie auf den Bildern und sind sehr gut verarbeitet - nirgendwo scharfe Kanten oder schlecht verarbeitetes Material. Sie sind glatt und stabil und entsprechen der angegebenen Größe.
Für den doch recht günstigen Preis sind diese Höhlen absolut empfehlenswert!


Sera 7000086 Med Professional Nematol
Sera 7000086 Med Professional Nematol
Preis: EUR 21,80

5.0 von 5 Sternen Sehr effektiv, 19. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sera 7000086 Med Professional Nematol (Misc.)
Wir bekamen zwei weibliche Guppys für unsere Zucht und mussten nach einiger Zeit feststellen, dass beide Fräskopfwürmer hatten. Da das gängige Medikament Concurat relativ teuer ist, haben wir es zuerst einmal mit Nematol probiert, über das es geteilte Meinungen im Internet gibt. Wir jedoch sind ausgesprochen zufrieden und es hatte genau die erhoffte Wirkung.

Die angegebene Dosis (nicht überdosieren!) wurde ins Becken gegeben. Vorher müssen Zierschnecken oder Garnelen unbedingt abgesammelt werden, sie verenden sonst. Das Mittel wirkt stark sauerstoffzehrend und ein zusätzlicher Sprudelstein sollte ins Becken gegeben werden, um es gut zu belüften. Eine stärkere Oberflächenströmung ist ebenfalls anzuraten. Schon nach drei Tagen verschwanden die Würmer aus der Afterregion der Fische vollständig und es musste ein großzügiger Wasserwechsel von mindestens 80% stattfinden. Um etwaige Larven abzutöten, die später im Kies noch schlüpfen können, empfiehlt sich nach drei Wochen eine erneute Behandlung.

Im behandelten Becken befanden sich nur weibliche Guppys. An anderen Stellen habe ich gelesen, dass bei der Behandlung teilweise Fische gestorben sind (Fadenfische), aber bei uns wurde das Mittel sehr gut vertragen und zeigte den gewünschten Effekt. Dennoch ist es anzuraten, die Fische während den Behandlungstagen gut zu beobachten. Einzelne Fische zu behandeln würde nichts bringen - hat ein Fisch im Becken Fräskopfwürmer, haben die anderen sie wahrscheinlich auch und im Kies können sich Eier und Larven befinden. Wenn die Würmer bereits aus dem After schauen, ist der Befall meist schon fortgeschritten. Auch Fische, bei denen keine Würmer aus dem After ragen, können befallen sein.

Bei uns hat Nematol, nach beigelegter Beschreibung angewendet, wie versprochen gewirkt. Den Fischen ging es während der Behandlung gut (auch ein Aufzuchtbecken mit 6 Wochen alten Jungfischen musste behandelt werden, da diese zuvor im zu behandelten Becken auf die Welt kamen und abgefischt wurden) und von Fräskopfwürmern keine Spur mehr. Die Wirkung des Mittels konnte man an einigen zurückgebliebenen Spitzschlammschnecken sehr gut beobachten. Das Mittel bewirkt eine Lähmung, wodurch die Würmer sich sowohl nicht mehr im Darmtrakt halten können, als auch keine Nahrung mehr aufnehmen können und dadurch abfallen und verenden.


Der Verständigungsschlüssel zum Hund: Die vererbten Rudelstellungen der Hunde nach Philipp, Josef und Karl Werner (1810-1977) Ein anderer Blick auf die Sozialstruktur von Hunden
Der Verständigungsschlüssel zum Hund: Die vererbten Rudelstellungen der Hunde nach Philipp, Josef und Karl Werner (1810-1977) Ein anderer Blick auf die Sozialstruktur von Hunden
von Barbara Ertel
  Taschenbuch
Preis: EUR 19,90

144 von 159 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Behauptungen ohne Nachweise, 8. Februar 2014
Ich bin erst vor Kurzem auf dieses Konzept aufmerksam gemacht worden und habe es mir dann sehr genau angesehen. Obwohl ich bereits vorher eher abgeneigt war, das zu glauben, bin ich ja sehr neugierig und befasse mich grundsätzlich mit allen Theorien, um vergleichen zu können und Schlussfolgerungen zu ziehen, mit Einbeziehung des aktuellen Wissenstands der Kynologie. Nachdem ich dann recht schnell zu dem Schluss gekommen bin, dass dieses Rudelstellungskonzept erhebliche Lücken aufweist, habe ich mich mit Fachleuten (unter anderem Thomas Riepe) verbunden, die dieses Konzept allesamt sehr abenteuerlich finden. Selbst Günther Bloch bezeichnet es als "Nonsens".

Rudelstrukturen von wildlebenden Wölfen (Familie) sind mit Rudelstrukturen von Haushunden (in der Regel nicht-verwandte Tiere) nicht zu vergleichen. Ich finde nicht, dass man die Strukturen wildlebender Wölfe und verwildeter Haushunde direkt mit einer Hund-Mensch-Beziehung vergleichen kann.
Laut dieser Philosophie ist es nicht möglich, einen Einzelhund zu halten, ohne ihn dauerhaft zu schädigen. Selbst zwei Hunde sind zu wenig, das Minimum wären drei. Vergesellschaftung funktioniert nur noch über angeborene Rudelpositionen - was ich ehrlich gesagt für ausgesprochenen Schwachsinn halte.
Die Theorie der angeborenen, nicht veränderlichen Rudelstellung beißt sich mit der erwiesenen Abwanderungstendenz, die tatsächlich bereits im Welpenalter festgestellt werden kann.
Zu denken gibt einem, dass Frau Ertel die angeborene Rudelstellung direkt nach der Geburt feststellen will und zudem behauptet, dass man die Hunde dieser Stellung entsprechend erziehen muss. Die Vermutung liegt nahe, dass die Hunde durch ihre Auffassung, welcher Rudelposition sie angehören, gezielt auch in diese Stellungen gepresst werden. Wer weiß schon, inwiefern diese Stellungen angeboren oder anerzogen sind, wenn der Mensch von Geburt an als Aufgabenverteiler fungiert. Was man im Netz so über Barbara Ertel findet, ist recht merkwürdig. So scheint sie meines Erachtens eine Art Gurumentalität an den Tag zu legen und zeigt sich wenig kooperativ, wenn es um die Diskussion gegenüberstellender Theorien geht. Sie will gar nicht darüber diskutieren oder es von irgendwem infrage stellen lassen, sondern sieht diese Philosophie als eine Art unverfälschtes Wissen an und jeder, der es kritisiert, habe es ganz einfach nicht verstanden (irgendwie erinnert mich diese Haltung ganz generell daran, wie oft das Totschlagargument "Du verstehst das einfach nicht" kommt, wenn man nicht mehr in der Lage ist, vernünftig zu argumentieren).
Seltsam ist, dass diese Philosophie so neu angeblich nicht sein soll und in Spanien die Meuteführer ihre Rudel, laut ihrer Aussage, alle so aufbauen. Wenn ich mir vorstelle, dass diese Meuten hin und wieder aus 100 oder mehr Hunden bestehen, frage ich mich schon, wie das funktionieren soll. Und ich frage mich, warum bisher niemand etwas von dieser Rudelstellungs-Theorie wusste, wenn sie doch seit über 200 Jahren praktiziert wird.
Dass es angeborene Hundetypen gibt, davon bin ich überzeugt. Jeder Hund hat schließlich genauso eine individuelle Persönlichkeit, wie jeder Mensch. Ich glaube aber nicht, dass die "angeborene Rudelstellung" A) schon ab der Stunde der Geburt anhand der Schlafposition festlegbar ist, B) komplett unabänderlich bleibt, C) Vergesellschaftung nur und ausschließlich mit einem "perfekten Rudel" funktioniert und alles andere nur auf Konflike hinausläuft und D) die Stärkung des Selbstbewusstseins eines beispielsweise tendenziell submissiven Hundes dazu führt, dass der Hund einen Sockenschuss bekommt.

Die Rudelstellungs-Theorie wird bei Wölfen und Hunden gleichermaßen angewandt. Dass dies Schwachsinn ist, wird dadurch klar, dass Wölfe und Hunde in verschiedenen Gemeinschaftsstrukturen leben und Hunde eben KEINE Wölfe sind. Wölfe leben in Familien, bestehend aus den beiden Elterntieren und deren Nachwuchs. Erwiesenermaßen (durch David Mech und Günther Bloch, John Bradshaw und andere Kynologen) ist das Sozialgefüge von Wölfen geprägt durch verantwortungsbewusste Elternschaft. Die beiden Elterntiere führen das Rudel nur aus einem Grund an: Sie sind die Eltern. Die hierarchische Struktur des restlichen Rudels ist äußerst flexibel und keinesfalls starr. Einige Nachkommen in Wolfsrudeln wandern ab. Die Tendenz dazu lässt sich bereits im Welpenalter erkennen. Wölfe, die abwandern und eigene Rudel bilden, nehmen dadurch ganz automatisch eine neue Position ein.
Hunde bilden, ohne Einfluss des Menschen, keine hierarchisch strukturierten Rudel. Verwilderte Haushunde streifen meist allein umher, bilden zufällig, sporadisch, manchmal auch regelmäßig Gruppengemeinschaften mit starker Fluktuation, einen Rudelführer in diesem Sinne gibt es nicht. Über längere Zeit gemeinschaftlich lebende Rudel bestehend meist aus Mutter und Nachwuchs. Organisierte Rudel sind äußerst selten auch auch hier gibt es Abwanderungen, wodurch sich die Positionen der Individuen wieder völlig verändern können. Hunde sind sehr anpassungsfähig und ihre Rudelpositionen ändern sich durch verändernde Umstände immer wieder. (Empfohlene Lektüre zu diesem Thema: "Die Pizza Hunde" von Günther Bloch)
Es gibt zudem Unterschiede zwischen dem Verhalten innerhalb der Gruppe, und dem Verhalten außerhalb der Gruppe. Besonders Mehrhundehalter werden schon über das Phänomen gestolpert sein, dass einer ihrer Hunde, der zu Hause im eigenen Rudel eher der "Buhmann" ist, außerhalb der Gruppe, beim Aufeinandertreffen mit anderen Hunden, plötzlich zum Oberzampalo wird. Oder auch umgekehrt. Ich selbst habe zwei Hunde, deren Verhalten innerhalb und außerhalb der Gruppe gegensätzlicher nicht sein könnte! Das Mädel ist zu Hause der Boss, der Rüde draußen. Situativ ändert sich das sogar hin und wieder.

Die Theorie der Rudelstellung ist und bleibt nichts anderes als eine Theorie, die weder belegbar ist, noch, in Anbetracht der aktuellen ethologischen Erkenntnisse, nur ansatzweise Sinn ergibt. Es gibt Hundetypen - mutige, ängstliche, unsichere, offensive, ruhige, nervöse, führende, folgende. Aber auch diese passen sich nur ihren Umständen an.
Wenn ich nun mit einbeziehe, dass Hunde untereinander getauscht und Welpen ihrer Mutter weggenommen werden sollen (ich dachte, man dürfe sie anfangs gar nicht anfassen? Logik?), damit das Konzept passt, finde ich das sogar reichlich krank, vor allem, wenn eine Nichteinhaltung des Konzepts angeblich zu mentaler Zerstörung führen soll. Überhaupt spricht Frau Ertel bei allen Hunden, die nicht nach diesem Konzept aufgezogen, vergesellschaftet und trainiert werden, von "mentaler Zerstörung".
Ganz ehrlich, das ist einfach nur gefährlich. Und schlimm, wirklich schlimm. Ich kann gar nicht glauben, dass jemand wie Frau Nowak, die das Thema Hundepsychologie zumindest studiert hat (wobei das kein akademisches Studium ist und es mich brennend interessieren würde, WO sie das studiert hat und warum sie beim Thema Lernverhalten ganz offensichtlich geschwänzt hat), sich so eine hanebüchene Theorie auf die Weste stickt. Es wird immer von "genetischer Vererbung" gesprochen, obwohl bis heute nicht bewiesen ist, dass es in dieser Hinsicht eine genetische Vererbung gibt (es gab ja keine wissenschaftlichen Studien dazu). Das heißt, dass dieses ganze Konzept nicht mehr als eine Behauptung ist und der Teil mit der Genetik sogar gelogen - denn man kann nicht einfach von einem genetischen Fakt sprechen, wenn dieser bisher nie erforscht und bestätigt wurde.
Da Andersdenkende sehr vehement ausgeschlossen werden und dieses ganze Konzept mit Frau Ertel als alleinige, zuverlässige Fachkundige an der Spitze wirklich äußerst radikale Ansichten vertritt, wobei jeder Versuch einer kritischen oder neutralen Beleuchtung abgeschmettert wird, sowie Hunde in dieser Gemeinschaft gar keine Namen mehr bekommen, sondern nur noch die Kürzeltitel ihrer Rudelstellung (wie "NLH" für Nachrangleithund oder "V3" für Vorrangiger 3. Bindehund), kann ich leider nicht umhin, hier von gewissen Zügen einer Sekte zu sprechen. Und ich finde das einfach nur gruselig. Zudem die These von einem Mann stammt, der 1810 geboren wurde, 100 Jahre vor der Zeit, als Konrad Most sein Dominanz-Regime in der Hundestaffel einführte. Seitdem ist diese Theorie nie weiterentwickelt worden, sondern von Vater zu Sohn über drei Generationen, bis zu Barbara Ertel weitergereicht worden (und NUR dort!) und wenn wir Frau Ertel Glauben schenken, die nach eigenen Aussagen jahrzehntelang in Isolation von der Hundeszene und der Kynologie lebte und jetzt entschieden hat, ihr Wissen auf dem Stand von vor 200 Jahren in die Welt zu tragen, ist dies schlichtweg antiquiertes Wissen, das uns zurück in die Steinzeit wirft. Jeder, der diesem Konzept nacheifert (und das sind traurigerweise nicht wenige), sollte sich mal an den Kopp fassen. Als ob es in der Genetik und der Sozialwissenschaft in den letzten 200 Jahren keine neuen Erkenntnisse gegeben hätte.

Frech finde ich, wie vehement behauptet wird, dass das Leben für Hunde, die nicht nach diesem Konzept leben dürfen, nur noch grausam sei. Gemeinschaften, die nicht nach diesem Konzept zusammengestellt und erzogen werden, seien automatisch "asozial". Im Grunde wird hier impliziert, dass jeder, der seine Hunde nicht nach diesem Konzept hält, ein Tierquäler sei, sowie das Nicht-anwenden dieses Konzepts schuld daran ist, dass es so viele Probleme mit Hunden gibt.
Dann das Tauschen von Hunden untereinander. Was soll das? Da werden dann Hunde, die Jahre in einer Familie verbracht haben, wegen völlig abstrusen Gründen getauscht (wie lieblos kann man sein?) und verlieren ihr Zuhause. Sie werden einfach herumgereicht. Sowas macht man nicht mit einem Tier. Dann wird einem ja nicht selten ein Zweit- und Dritthund aufgeschwatzt. Und ich habe eben Bedenken, dass ein Mensch, der nichtmal mit einem einzigen Hund klarkommt, plötzlich mit drei Hunden klarkommen soll. Das sagt einem doch schon der gesunde Menschenverstand, dass man Probleme, die man mit einem Hund hat, nicht negieren kann, indem man einfach weitere Hunde dazuholt. Zudem nicht jeder die finanziellen Mittel hat, drei Hunde zu halten. Das schlechte Gewissen, das einem eingeredet, wird, wenn man es nicht so macht (asoziale Hunde, mental zerstörte Hunde), kann bei Menschen die seltsamsten Blüten treiben.

Solange die Rudelstellungs-Theorie nicht eindeutig nachweisbar ist und solange von genetischer Vererbung gesprochen wird, wo keine genetische Untersuchung und Bestätigung stattgefunden hat, rate ich dringend jedem Hundehalter, das Gelesen nicht einfach ins Blaue hinein anzuwenden. Ich möchte nicht sagen, dass man sich das Buch nicht kaufen soll - grundsätzlich sollte man neugierig bleiben und sich neue Theorien ansehen, um eventuell etwas zu lernen - aber der Inhalt ist mit absoluter Vorsicht zu genießen. Hunde nach einem nicht bestätigten, unerforschten Konzept in Rangpositionen pressen und dahingehend kontrollieren zu wollen, kann zu gefährlichen Ergebnissen führen.
Kommentar Kommentare (17) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 19, 2014 1:29 AM MEST


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Preis: EUR 43,97

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Rasch verstopft, 5. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe diesen Filter inklusive passendem Heizstab für ein 112 Liter Becken gekauft.
Ich besitze bereits ein Juwel Rio 180 Komplettset und hatte bis dato nie Probleme mit dieser Art von Filter.
Dieser jedoch verstopfte bereits zwei Tage nach Inbetriebnahme, es herrschte kaum noch Durchfluss. Ich drückte die Filtermedien in Aquarienwasser aus, danach ging es wieder. Zwei Tage später wieder verstopft.
Am schlimmsten war es, als der Filter eines nachts so wenig Durchfluss hatte und das Wasser durch die schlechte Filterung so trüb war, dass zwei Fische starben, die eigentlich eine gute Filterung und viel Sauerstoff brauchen (ich benutze zusätzlich einen Juwel Diffusor).

Nach diesem Drama kaufte ich für den Filter noch einen zusätzlichen, feinen Schwamm für den Freiraum in der Mitte und legte neue Filterwatte ein, seitdem scheint es erstmal zu gehen. Ich vermute, dass die Filterkammer einfach zu klein ist (die Medien sind nur halb so groß wie im 180er Filter) und die Filterleistung dementsprechend schwach. Während ich im 180er, wenn überhaupt, alle zwei Monate mal die Watte auswechsel und sonst gar nichts machen muss, muss ich bei diesem Filter hier mindestens alle zwei Wochen neue Watte einlegen, weil sonst die Leistung nachlässt.

Nach den letztn Wochen voller Verstopfungen scheint es jetzt langsam besser zu werden, aber ich empfehle jedem, zu Beginn erstmal mindestens zwei Wochen die Filterleistung zu beobachten.


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Wird angeboten von Fish-Fever
Preis: EUR 16,99

5.0 von 5 Sternen Praktisch, 18. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Magnet ist wirklich groß und wahrscheinlich erst für Becken ab 100cm Länge geeignet. Für kleinere Becken gibt es kleinere Größen dieses Magneten.
Er verrichtet die Arbeit, die er verrichten soll, auch wenn ich ihn selbst nicht sehr oft brauche. Die Temperaturanzeige stimmt exakt.
Absolute Kaufempfehlung.


10 x Froschbiss (Limnobium laevigatum), Südamerika
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Wird angeboten von Aquaristik- und Pflanzenfachmarkt
Preis: EUR 6,95

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Von wegen "Froschbiss", 17. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe keinen Froschbiss erhalten. Was ich bekam waren Triebe von Pflanzen, von denen ich nicht einmal weiß, was es für Pflanzen sind, ob nun Schwimmpflanzen oder Aufsitzerpflanzen. Sie besitzen nicht die typische "Seerosenblatt"-Form, wie der Froschbiss, mit runden bis leicht ovalen Blättern und einer kleinen Kerbe dort, wo Blatt und Stiel ineinander übergehen.
Ich bekam Pflanzen mit langen, schmaleren Blättern ohne Kerbe, die sich zudem bereits über Nacht während dem Wässern gelb und braun verfärbten.

Ich hoffe nun, dass ich meine Ware ersetzt bekomme und endlich meinen Froschbiss oder zumindest mein Geld zurückerhalte.
Ansonsten kann ich nur sagen, dass ich so langsam durch bin mit Mühlan - das ist bereits die sechste Bestellung an Wasserpflanzen. Zwei davon waren komplett beschädigt (Hornkraut hat sich bereits nach 24 Stunden "aufgelöst", Vallisnerien kamen dünn und mit teilweise faulen Wurzeln an und gingen nach nur wenigen Tagen ein), einmal erhielt ich eine falsche Ware. Das kann doch einfach nicht wahr sein. Da kaufe ich ja noch lieber im Baumarkt!

Update: Habe zwar umgehend Ersatz und diesmal echten Froschbiss bekommen, den ich jedoch bereits nach zwei Tagen wegwerfen durfte. Jedes Blatt, das nicht unter Wasser schwamm, trocknete augenblicklich aus. Froschbiss ist eine Schwimmpflanze, die Stiele gehören ins Wasser, die Blätter schwimmen auf der Oberfläche. Bei diesem Froschbiss nicht möglich. Alles, was nicht von Wasser bedeckt wurde, schrumpelte zusammen und trocknete aus. Nie wieder Mühlan, mir reichts. Das ersetzte Hornkraut löst sich ebenfalls gerade wieder langsam auf. Vom Haarnix ist die Hälfte nach drei Tagen weggefault.


Aquariumpflanzen Ceratophyllum demersum, Hornkraut, Wasserpflanzen
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen schön angekommen, nach einem Tag quasi "aufgelöst", 17. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe leider dieselbe Erfahrung machen müssen, wie meine Vorrezensenstin Sandra.

Die Pflanzen kamen unversehrt an und sahen auf den ersten Blick wirklich wunderschön aus. Ich habe mich richtig gefreut, das Hornkraut am nächsten Tag einzupflanzen. Standarmäßig wässerte ich die Pflanzen vorher in einem Eimer, um eventuelle Schnecken/Schneckeneier und Rückstände von Pestiziden wegzuspülen. Ich mache das grundsätzlich bei allen Pflanzen und Wurzeln so. Heute morgen musste ich dann feststellen, dass sich die Pflanzen praktisch aufgelöst haben. Sämtliche Nadeln sind von ihren Stängeln abgegangen (wirklich SÄMTLICHE). Die Stängel waren völlig nackt, die Nadeln schwammen einzeln im Eimer herum. Dies ist mir noch mit keiner einzigen anderen Pflanze passiert. Dass sich hier und da mal etwas ablöst, ist ganz normal, aber dass die Pflanzen praktisch sämtliche Nadeln verlieren und ich Stängel und Nadeln einzeln aus dem Wasser fischen kann - das ist eine absolute Frechheit! Ich stelle mir gerade vor, wenn ich nicht so umsichtig gewesen wäre und die Pflanzen sofort eingesetzt hätte - wie mein Aquarium heute aussehen würde!

Der Händler hat die Pflanzen zudem nicht fristgerecht versendet und erst auf eine Mail hin wurden mir die Pflanzen geschickt.
Ich erwarte nun eine Rückerstattung meines Geldes oder sofortigen Ersatz der Ware. Sollte auch diese beschädigt sein, werde ich NIE WIEDER bei diesem Händler irgendetwas kaufen.

Update: Ersatz bekommen, wieder für die Tonne. Das Hornkraut ist dermaßen dünn und schwächlich, dass es bei der kleinsten Berührung auseinanderbricht. Die Stiele brechen, die Nadeln lösen sich beim kleinsten Hauch ab. Ein Einpflanzen ist nicht möglich. Sehr kleine Pflänzchen zersetzen sich bereits. Der ersetzte Froschbiss verschrumpelte ebenfalls nach einem Tag. Vom Haarnix faulte die Hälfte in den ersten Tagen weg, die Vallisnerien waren dünn, schwach und mussten ebenfalls entsorgt werden. Bei Mühlan zu bestellen ist ein Spiel mit dem Feuer. Nadelsimsen und Anubias waren als einziges in Ordnung.

Ich habe teilweise Pflanzen aus einem Baumarkt im Aquarium, die allesamt prächtig gedeihen und wachsen. Für mich war's das mit Mühlan. Verschwendetes Geld und ich bin stinksauer.


Aquarienkies, Rundkies 5kg, 2-3mm, SCHWARZ
Aquarienkies, Rundkies 5kg, 2-3mm, SCHWARZ
Wird angeboten von 010-shop (alle Preise inkl. MwSt.)
Preis: EUR 8,20

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zu stark farbveredelt, nach dem Waschen dahin, 11. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Erst einmal ist der Kies natürlich sehr schön, weil lackschwarz. Dass so ein Kies nicht natürlich vorkommt, dürfte klar sein. Der Hersteller weist auch ausdrücklich darauf hin, dass der Kies farbveredelt wurde. Umso wichtiger ist das gründliche Waschen des Kieses vor der Verwendung im Aquarium. Ich habe den Kies fünfmal gewaschen, dreimal warm, einmal heiß, einmal kalt. Hinterher waren sowohl meine Hände, als auch meine Badewanne und der Wascheimer schwarz. Ich habe damit gerechnet, dass noch etwas Farbe abgehen würde, aber mit SOVIEL hatte ich dann doch nicht gerechnet. Nach dem Waschen war der Kies zum größten Teil auch nicht mehr lackschwarz, sondern grauschwarz. Er wurde insgesamt heller und zum Vorschein kamen auch vereinzelt weiße und sogar blaue Steinchen. Letztendlich habe ich den Kies mit natürlichem, ungefärbten Kies vermischt. Ich habe ein 180 Liter Aquarium und man benötigt dafür etwa 15 bis 20 kg dieses Kieses. Ich habe nur 10 gekauft und noch einmal 10 kg natürlichen Kies. Insgesamt ist dieser Kies zwar durchaus ein Blickfang, allerdings kann man ihn nicht einfach so ins AQ kippen, sondern MUSS ihn vorher gründlich auswaschen, wegen der Farbe, und die ist nach dem Waschen auch dahin. Er ist zwar trotzdem immer noch dunkler als jeder andere, ungefärbte Kies, aber noch einmal würde ich diesen Kies wohl nicht verwenden. Die Farbe, die da abgeht, macht mir ein wenig Angst, ich will meine Tiere ja nicht vergiften.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 16, 2014 3:36 PM CET


3 Bunde Nadelsimse, Eleocharis Acricularis, Rasen
3 Bunde Nadelsimse, Eleocharis Acricularis, Rasen
Wird angeboten von Aquaristik- und Pflanzenfachmarkt
Preis: EUR 5,85

4.0 von 5 Sternen Pflanzen toll, Nährwolle stört, 9. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Nadelsimsen sind wunderschön. Die Farbe ist satt, es gab keinerlei braune Nadeln und der Wuchs ist bereits sehr kräftig und angemessen hoch. Der einzige Negativpunkt ist der, dass sie sich nur äußerst schwierig aus ihrer Nährwolle befreien lassen. Sie aus dem Topf zu ziehen kostet sie bereits den Großteil ihrer Wurzeln, aber das Befreien aus der Nährwolle entwickelt sich zur nervtötenden Fummelarbeit. Ständig brechen Nadeln ab und selbst das Schwenken im lauwarmen Wasser hilft nichts. Wäre dieser Punkt nicht, gäbe es von mir volle 5 Sterne.


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