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Rezensionen verfasst von
Jaroschek
(TOP 1000 REZENSENT)   

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Fürchtet euch nicht. Andre Frossard im Gespräch mit Johannes Paul II
Fürchtet euch nicht. Andre Frossard im Gespräch mit Johannes Paul II
von Andre Frossard
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen Johann Paul II nimmt Stellung, 12. Mai 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
André Frossard bekam Gelegenheit Papst Johannes Paul II mehrfach intensiv zu befragen. Offenbar hatte er vor jeder persönlichen Begegnung vorher die Fragen eingereicht. Zwar ist dieses Buch nur die Wiedergabe vieler Interviews, aber man muss schon aufmerksam auf die Interpunktion achten, um zu erkennen, ob das Folgende Worte des Papstes oder Frossards sind. Vier Kapitel behandeln die Theologie des Papstes im Hinblick auf den Glauben, die sittliche Ordnung, die Kirche und ganz allgemein die Welt. Die Stellungnahmen des Papstes bewegen sich auf sehr hohem Niveau und setzen beim Leser die Bereitschaft voraus, bedächtig den Gedanken des Papstes zu folgen. Zwar ist dieses Interview 30 Jahre alt, aber was der Papst über Permissivität und Lebensglück sagt, ist heute eher noch aktueller, als es damals schon war. Sehr interessant ist Frossards Charakterisierung der 6 Päpste, die er bis 1982 selbst erlebt hat. Das letzte Kapitel beschreibt anhand von Aussagen von Augenzeugen und von Ärzten das Attentat auf den Papst und seine Rettung. Das Buch ist nicht überholt, seine Aussagen sind nach wie vor aktuell und gültig.


Es lebe die Republik, es lebe Deutschland!
Es lebe die Republik, es lebe Deutschland!
von Arnulf Baring
  Taschenbuch

5.0 von 5 Sternen Wichtiger Rückblick, 9. Mai 2016
Baring, 1932 geborener Publizist und Historiker, ist Zeitzeuge für einen besonders wichtigen Abschnitt der jüngeren Vergangenheit. Als Knabe prägten ihn der entsetzliche Bombenangriff auf Dresden und der von Plünderungen und Vergewaltigungen begleitete Einzug der Roten Armee in Berlin. Diese erste Kapitel ist faszinierend geschrieben und jedem der nachfolgenden Generationen dringend empfohlen.
Das Buch besteht nur aus Auszügen von Buchkapiteln, Aufsätzen, die Baring im Laufe des Lebens geschrieben hat. Und da stellt sich beim Lesen der nächsten Kapitel ein wichtiger Mangel heraus. Der Baring der Adenauer-Zeit und der Baring am Ende des 20.Jahrhunderts sind sehr unterschiedlich. Der junge Baring schreibt recht verächtlich über Adenauer, hält ihn schlicht und einfach für geistig desinteressiert, für einen Politiker, der zu einer zielorientierten Politik nicht fähig ist.
Der alte Baring hat dann seine frühen irrigen Ansichten korrigiert. Es wäre sehr wichtig gewesen, wenn Baring zu diesem Buch eine Einleitung geschrieben hätte, in der er seine frühen Fehler erklärt und begründet. Ohne diese Einleitung könnte bei jüngeren Lesern ein falsches Geschichtsbild entstehen.
Richtig ist seine Feststellung, dass zu wenige Täter nach der NS-Zeit verurteilt worden sind. Erstaunlich ist, dass er bei seiner damaligen kritisch- negativen Einstellung gegenüber der CDU zu einem positiven Zeugnis über den heftig umstrittenen Globke kommt. Dass die CDU aus Reue eine christlich-getönte Erscheinungsform des Volksgemeinschaftsgedankens pflegte, ist Unsinn. Sehr viele Menschen hatten in der NS-Zeit erkannt, in welche Abgründe eine Politik führen kann, die sich nicht an die Verantwortung vor Gott gebunden fühlt. Die gottlose NS-Zeit hatte die Christen erkennen lassen, dass nicht der Mitchrist, sondern der Nicht-Christg der >Gegner ist.In den Konzentrationslagern war man sicxh nahe gekommen.
Auch Baring hielt es für möglich, dass die Spaltung Deutschlands endgültig sein würde. Gegen Ende des Buches ist er dann von allen Irrungen befreit, erkennt die Bedeutung Gorbatschows und bewundert die Leistung Kohls.
Vielleicht ist auch bei ihm letztlich die Erkenntnis gereift, dass man beim Urteilen und Verurteilen von Politikern sehr vorsichtig sein sollte. Man sollte an das Wort Bismarcks denken: „Politik ist, dass man Gottes Schritt durch die Weltgeschichte hört, dann zuspringt und versucht, einen Zipfel seines Mantels zu fassen.“ Adenauer lebte in einer Zeit, die Größe ermöglichte, und er bewährte sich. Das Gleiche gilt für Kohl.


Amoris Laetitia - Freude der Liebe: Mit einer Hinführung von Christoph Kardinal Schönborn (HERDER spektrum)
Amoris Laetitia - Freude der Liebe: Mit einer Hinführung von Christoph Kardinal Schönborn (HERDER spektrum)
von Franziskus (Papst)
  Broschiert
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lange erwartet, 1. Mai 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wir erleben einen erheblichen Umbruch beim Denken über Ehe, Partnerschaften, Scheidungen. Die Kirche wurde gedrängt, ihr Verhalten gegenüber Geschiedenen und deren eventueller neuer Verheiratung zu überdenken. Leicht hat sie es sich nicht gemacht. Der vorbereitenden Synode 2014 war weltweit eine Befragung der Katholiken vorangegangen. 2015 fand dann die entscheidende Bischofssynode statt, an deren Sitzungen der Papst schweigend und d lediglich zuhörend teilnahm. Nun, ein halbes Jahr nach Abschluss der Synode, liegt die die nachsynodale Stellungnahme des Papstes unter dem Titel ‚Amoris Laetitia-Freude der Liebe‘ vor.
Wie so oft schon nimmt sich der Papst auch in diesem Schreiben deutlich zurück, um zu zeigen, hier spricht nicht der Papst, hier spricht die Kirche. Sehr stark zitiert der Papst die Stellungnahmen der Bischöfe während der Synode, aber auch Reden und Schreiben seiner päpstlichen Vorgänger. Die Kirche ist verpflichtet, ihre Wahrheit zu vertreten, sie ist aber auch verpflichtet andere Meinungen anzuhören. Sie muss wesentliche Probleme differenziert sehen. In der Vergangenheit hat sie Fehler gemacht, wenn sie die Ehe zu stark idealisiert und das Gewicht zu stark auf Fortpflanzung gelegt hatte.
Die Synodalen sahen Ehen und Partnerschaften nicht abgehoben von der Realität. In einigen Fällen begannen die Bischöfe ihre Arbeit damit, dass alle Teilnehmer über Sorgen und ‚Irregularitäten‘ in ihren eigenen Herkunftsfamilien sprachen. Allgemein stellte die Synode fest, dass der steigende Narzissmus und die zunehmende Individualisierung eine Gefährdung der Gesellschaft bedeuten. Zukunftsangst überlagert das Denken, hindert oft, sich ehelich zu binden. Wenn man die alte, von Autoritarismus und zum Teil durch Gewalt geprägte Familien verwirft, so dürfe das nicht zur Geringschätzung der Ehe an sich führen. Es geht darum, den Sinn der Ehe wiederzuentdecken und zu erneuern. Das Wohl der Familie ist entscheidend für die Zukunft der Welt. Bloße Partnerschaften gefährden die Gesellschaft und reduzieren die Sicherheit des Einzelnen. Papst Franziskus Sprache ist einfach, seine Aussagen sind absolut lebensnah. So legt er überzeugend das, dass die Ehe eine Lebensaufgabe ist, man die Ehe realistisch sehen muss mit allen Höhen und Tiefen. Wichtig ist, dass Brautleute sich vor der endgültigen Bindung genau kennen lernen müssen und bereit sein sollten, den anderen auch mit seinen Schwächen zu akzeptieren. Immer wieder wird darauf hingewiesen, vor allem auch an das Wohl der Kinder zu denken. Bei der Sexualerziehung sollte das Verhüten nicht in den Vordergrund geschoben werden. Im Hinblick auf gescheiterte Ehen sollten die Verfahren zu einer Eheannullierung beschleunigt und vereinfacht werden. Es wäre sehr zu wünschen, wenn dieses Schreiben des Papstes eine weite Verbreitung fände. Ein tieferes Nachdenken über die Ehe kann einen erheblichen Beitrag zum Glück für den Einzelnen und zur Festigung bestehender Ehen leisten.


Die Freude der Liebe: Das Apostolische Schreiben Amoris Laetitia über die Liebe in der Familie. Vollständige Ausgabe mit Themenschlüssel. Mit einer Einführung von Jürgen Erbacher
Die Freude der Liebe: Das Apostolische Schreiben Amoris Laetitia über die Liebe in der Familie. Vollständige Ausgabe mit Themenschlüssel. Mit einer Einführung von Jürgen Erbacher
von Papst Franziskus
  Broschiert
Preis: EUR 12,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lange erwartet, 29. April 2016
Wir erleben einen erheblichen Umbruch beim Denken über Ehe, Partnerschaften, Scheidungen. Die Kirche wurde gedrängt, ihr Verhalten gegenüber Geschiedenen und deren eventueller neuer Verheiratung zu überdenken. Leicht hat sie es sich nicht gemacht. Der vorbereitenden Synode 2014 war weltweit eine Befragung der Katholiken vorangegangen. 2015 fand dann die entscheidende Bischofssynode statt, an deren Sitzungen der Papst schweigend und d lediglich zuhörend teilnahm. Nun, ein halbes Jahr nach Abschluss der Synode, liegt die die nachsynodale Stellungnahme des Papstes unter dem Titel ‚Amoris Laetitia-Freude der Liebe‘ vor.
Wie so oft schon nimmt sich der Papst auch in diesem Schreiben deutlich zurück, um zu zeigen, hier spricht nicht der Papst, hier spricht die Kirche. Sehr stark zitiert der Papst die Stellungnahmen der Bischöfe während der Synode, aber auch Reden und Schreiben seiner päpstlichen Vorgänger. Die Kirche ist verpflichtet, ihre Wahrheit zu vertreten, sie ist aber auch verpflichtet andere Meinungen anzuhören. Sie muss wesentliche Probleme differenziert sehen. In der Vergangenheit hat sie Fehler gemacht, wenn sie die Ehe zu stark idealisiert und das Gewicht zu stark auf Fortpflanzung gelegt hatte.
Die Synodalen sahen Ehen und Partnerschaften nicht abgehoben von der Realität. In einigen Fällen begannen die Bischöfe ihre Arbeit damit, dass alle Teilnehmer über Sorgen und ‚Irregularitäten‘ in ihren eigenen Herkunftsfamilien sprachen. Allgemein stellte die Synode fest, dass der steigende Narzissmus und die zunehmende Individualisierung eine Gefährdung der Gesellschaft bedeuten. Zukunftsangst überlagert das Denken, hindert oft, sich ehelich zu binden. Wenn man die alte, von Autoritarismus und zum Teil durch Gewalt geprägte Familien verwirft, so dürfe das nicht zur Geringschätzung der Ehe an sich führen. Es geht darum, den Sinn der Ehe wiederzuentdecken und zu erneuern. Das Wohl der Familie ist entscheidend für die Zukunft der Welt. Bloße Partnerschaften gefährden die Gesellschaft und reduzieren die Sicherheit des Einzelnen. Papst Franziskus Sprache ist einfach, seine Aussagen sind absolut lebensnah. So legt er überzeugend das, dass die Ehe eine Lebensaufgabe ist, man die Ehe realistisch sehen muss mit allen Höhen und Tiefen. Wichtig ist, dass Brautleute sich vor der endgültigen Bindung genau kennen lernen müssen und bereit sein sollten, den anderen auch mit seinen Schwächen zu akzeptieren. Immer wieder wird darauf hingewiesen, vor allem auch an das Wohl der Kinder zu denken. Bei der Sexualerziehung sollte das Verhüten nicht in den Vordergrund geschoben werden. Im Hinblick auf gescheiterte Ehen sollten die Verfahren zu einer Eheannullierung beschleunigt und vereinfacht werden. Es wäre sehr zu wünschen, wenn dieses Schreiben des Papstes eine weite Verbreitung fände. Ein tieferes Nachdenken über die Ehe kann einen erheblichen Beitrag zum Glück für den Einzelnen und zur Festigung bestehender Ehen leisten.


Der Islam: Geschichte und Gegenwart (Beck'sche Reihe)
Der Islam: Geschichte und Gegenwart (Beck'sche Reihe)
von Heinz Halm
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ausgezeichnet informativ, 26. April 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wer sich kurz, aber äußerst präzise über den Islam informieren will, dem sei dieses 100 Seiten starke Buch des Islam-Wissenschaftlers Hahn dringend empfohlen. Wie fragwürdig es allein ist, von dem Islam zu reden, wird schon deutlich, wenn man auf der letzten Seite dieses Buches die Skizze sieht, die die vielen Strömungen des Islams aufzeigen. Diese Religion verbindet zwar mit dem Christentum der Monotheismus, das aber ist auch schon die einzige Gemeinsamkeit. Dem Islam fehlt im Gegensatz zum Christentum eine umfassende Organisation der Glaubensgemeinschaft. Von daher ist die Furcht der Europäer vor einer mächtigen, uns bedrohenden Organisation verfehlt. Da es weltweit auch im Islam Tendenzen der Säkularisierung und der Entislamisierung gibt, wird der Islam eher schwächer als stärker. Es gibt allerdings in seltenen Fällen auch eine Reislamisierung, man denke nur an Erdogan in der Türkei. Die Auslegung dessen, was der Prophet forderte, unterliegt im Islam nicht den Theologen, sondern den Juristen. Aber deren Auffassungen sind keineswegs einheitlich. Diese Uneinheitlichkeit lässt letztlich auch das Bemühen scheitern, den Islam als Unterrichtsfach in unseren Schulen einzuführen und die islamische Religionsgemeinschaft als Körperschaftöffentlichen Rechts anzuerkennen.
Natürlich ist der Terrorismus des IS-des islamischen Staates- eine ernste Bedrohung. Aber diese Bedrohung geht von einer relativ kleinen Gruppe aus wie es seinerzeit die Terroristen der RAFwaren. Den IS mit dem Islam überhaupt gleichzusetzen, wäre Unsinn.
Wir dürfen nicht vergessen, dass die Muslims lange Zeit durch den Kolonialismus unterworfen wurden. Die Reaktion darauf führt dann in unserer Zeit zuweilen zu einer zu selbstbewussten Herausstellung ihres Glaubens und auch zu einer zuweilen erkennbaren aggressiven Herausstellung der Andersartigkeit. Das hat aber keine religiöse, sondern eine politische Grundlage. Etwas gewöhnungsbedürftig für den Leser ist die offenbar korrektere, aber vom allgemeinen Gebrauch abweichende Schreibweise vieler Begriffe. Das ausgezeichnete Register erleichtert dem Leser das Auffinden dessen, was er genauer wissen will.


Die berühmtesten Frauen der Weltgeschichte: Vom 18. Jahrhundert bis heute (marixwissen)
Die berühmtesten Frauen der Weltgeschichte: Vom 18. Jahrhundert bis heute (marixwissen)
von Barbara Beck
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 5,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lehrbuch für Machos, 25. April 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Vielleicht gibt es heute kaum noch Männer, die die Leistungsfähigkeit der Frauen auf vielen Gebieten bezweifeln; aber falls es solche Schelme noch gibt, sollte man ihnen dieses vorzügliche Buch der Barbara Beck ‚ Die berühmtesten Frauen der Weltgeschichte‘ schenken. Superlative sollte man nicht zu wörtlich nehmen. Mit Recht weist die Autorin im Vorwort darauf hin, dass die Auswahl zu den Lebensbildern von 51 Frauen ab dem 18.Jahrhundert subjektiv ist. Wohl jeder Leser vermisst vermutlich Frauen, die er auch für erwähnenswert gehalten hätte. Der Autorin ging es bei der Auswahl darum, eine möglichst große Bandbreite zu erreichen. Jedes Kurzporträt ist 3 Seiten lang, aber der Autorin gelang es, in der Kürze die besondere Leistung der jeweiligen Frau sehr präzise darzustellen. Interessant ist das Buch nicht nur wegen der Darstellung der Frauen, es bietet auch zeitgeschichtlich vieles Bemerkenswertes. Das Buch ist ausgesprochen unterhaltsam.


Es gibt eine andere Welt
Es gibt eine andere Welt
von André Frossard
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vom Glück des Glaubens, 21. April 2016
Rezension bezieht sich auf: Es gibt eine andere Welt (Gebundene Ausgabe)
Etwas irreführend ist bei Frossards Buch ‚Es gibt eine andere Welt‘ der Hinweis ‚Der lang erwartete Folgeband zu „Gott existiert“, denn Frossard verstarb schon vor 21 Jahren. Aber dieses Buch verdient steigende Beachtung in einer Zeit, in der immer Menschen sich von den Kirchen und damit vom Glauben entfernen. Frossard wuchs als Atheist auf, sein Vater war Kommunist. Und dann kam es beim rein zufälligen Besuch in einer Kirche zu einem Ereignis, das sein Leben total wendete: Von einem Augenblick zum anderen wurde er vom Glauben an Gott gleichsam überflutet. Das klingt total verrückt, zwar gebraucht Frossard nicht das Wort ‚Wunder‘, aber so, wie er es als erlebt schildert, kann man es eigentlich nur als Eingriff Gottes bezeichnen.
Frossard weiß, dass er das, was ihm geschah, eigentlich gar nicht in Worte fassen, nicht belegen kann. Durch Zufall erfuhr er, dass sich an einem Alphonse Ratisbonne im Jahre 1842 fast deckungsgleich auch eine solche Überflutung durch den Glauben ereignet hatte. Bekehrung ist ein Prozess, in Frosssards und Raisbonnes Leben geht es nicht um Bekehrung, beide Male waren es plötzliche Ereignisse.
Nicht immer ist das leicht zu verstehen, was Frossard dann über die folgenden zehn Jahre seines Lebens gleichsam locker, zuweilen humorvoll dahin plaudert; man muss sich in diesen Stil langsam einlesen. Als Mensch mit teils jüdischer Herkunft war er Gefangener der Gestapo in Frankreich. Was er da erlitt, ist zutiefst erschütternd. Sein Hauptanliegen aber ist es, Zeugnis für den Glauben abzulegen und andere zum Glauben zu ermuntern. Ein sehr empfehlenswertes Buch.


Gott ungezähmt: Raus aus der spirituellen Komfortzone
Gott ungezähmt: Raus aus der spirituellen Komfortzone
von Johannes Hartl
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spirituelle Erneuerung der Kirche(n), 20. April 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Buch des Theologen Hartl ist wichtig, aber streckenweise nicht leicht zu lesen. Man versteht es besser, wenn man weiß, dass der Autor Mitglied der charismatischen Bewegung und Gründer des Augsburger Gebetshauses ist, also einer Einrichtung, in der täglich 24 Stunden gebetet wird, weil man davon überzeugt ist, durch das Gebet müsse(n) die Kirche(n) erneuert werden.
Im ersten, leicht lesbaren Teil, geht der Autor auf die Situation der momentanen Gesellschaft ein. Immer stärker wird bewusst, dass der Mensch nicht nur von der Vernunft , sondern auch durch dunkle, triebhafte Seelenkräfte geleitet wird. Wichtige, eigentlich unausweichliche Fragen wie die nach dem Tod oder nach der Moral werden ausgeblendet. Auch der Kirche erspart der Autor keine Kritik. In der angeblich von einer mittelalterlichen Sexualmoral besessenen Kirche hört man in den Predigten weder etwa über Sexualität, noch über Himmel, Hölle und Endgericht. Man befindet sich in einer weich gespülten Kirche.
Die Entdeckung des ‚Selbstbewusstseins‘ und des ‚Selbstwertgefühls‘ in den 60er Jahren hat eine ‚Generation –Me‘ entstehen lassen, die sich einzig und allein auf die eigene Meinung verlässt. Bedauert wird die geringe Spiritualität heutiger Gottesdienste, Ausdruck einer Wellness Gesellschaft mit einer Wellness Religion. Der unbegreifliche Gott verliert für die Menschen an Größe, die Gottesfurcht, also die Furcht vor Gott ist verschwunden und damit das Bewusstsein für die Pflicht, Gott anzubeten, ihm zu dienen, ihn zur Mitte unseres Lebens zu machen.
Alle Aussagen belegt der Autor mit Bibelzitaten. Der Leser erkennt, wie wichtig es ist, die Hl. Schrift zu lesen, über das Gelesene nachzudenken. Hartl empfiehlt, täglich fortlaufend zunächst ein-zweimal das Neue Testament zu lesen, ehe man sich dem Alten Testament zuwendet. Wer 80 Stunden lang liest-so lange sieht man im Monat fern-, hat die ganze Bibel in normalem Tempo gelesen. Das Buch führt zu überraschenden Einsichten.


Berufung und Sendung der Familie: Die zentralen Texte der Bischofssynode
Berufung und Sendung der Familie: Die zentralen Texte der Bischofssynode
von Christoph Schönborn
  Taschenbuch
Preis: EUR 24,99

5.0 von 5 Sternen Die offene Kirche, 15. April 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Kardinal von Schönborn legt das Buch vor ‚Berufung und Sendung der Familie-Die zentralen Texte der Bischofssynode‘. Im Eingangskapitel erklärt der Kardinal die Bedeutung der Synode. Angesichts eines enormen Wandels im Hinblick auf Sexualität, Partnerschaften, Ehe und Familie geht er auf die Bedeutung der Familie und der Zivilehe ein, die mehr sind als ein simple Lebensgemeinschaft.
Über eine Milliarde Katholiken verteilen sich rund um die Erde. Sie kommen aus verschiedenen Kulturen mit sehr unterschiedlichen Erfahrungen. Die Kirche erkannte im zweiten Vaticanum, dass ihre Leitung nicht mehr zu zentralistisch sein kann; wenn sie von allen Gläubigen verstanden werden will. So hatte man im Konzil beschlossen, in regelmäßigen Abständen-ca.3 Jahre- Bischodssynoden als permanente Institution der Kirche einzurichten. Die XIV Bischofssynode zum Thema „Berufung und Sendung von Ehe und Familie in Kirche und Welt von heute“ fand vom 4.10. bis zum -25.10. 2015 statt. Mitglieder waren vor allem Bischöfe, die von den jeweiligen Bischofskonferenzen gewählt wurden. Die Synode zählte 270 vollberechtigte Mitglieder. Es gab Plenarsitzungen mit 3 Minuten Redezeit. Zur Vorbereitung war weltweit eine Umfrage erfolgt, die von einer außerordentlichen Synode 2014 ausgewertet und vorbereitet wurde. Der Papst nahm schweigend und nur zuhörend an allen Sitzungen teil.
Was Synoden sind und wie sie entstanden, erklärt im nächsten Kapitel der Jesuit Sievernich. Er weist darauf hin, die Synode ist kein Parlament. Das stimmt insofern, als die Abstimmungen über die einzelnen ‚Beschlusskapitel‘ nur Empfehlungen für den Papst sind, dessen Beschlüsse in wenigen Tagen bekannt gemacht werden. Ein halbes Jahr hat er sich betend und überdenkend Zeit gelassen.
Die Vorbereitung und Arbeitsweise der Synode war sehr demokratisch, wurde letztlich von Menschen geleistet, die sich durch großes Wissen und sehr viel Erfahrung auszeichnen, dass man nur wünschen könnte, auch unsere Parlamente würden so gründlich und mit so qualifizierten Fachleuten arbeiten.
Nur am Anfang beim Eröffnungsgottesdienst und in einer Eröffnungsansprache ergriff der Papst das Wort. Immer wieder wurde dringlich gemahnt, nicht aus Rücksichtnahme auf Empfindlichkeiten die eigene abweichende Meinung zu verschweigen.
.Die deutsche Sprachgruppe befasste sich sehr umfassend mit all den Fragen, die heute intensiv durchdacht werden sollten: dem übersteigerten Individualismus, der Schwierigkeit der Jugend, sich endgültigen Verpflichtungen zu unterziehen, der Gender-Ideologie, die die Familien aushöhlt, der ungerechten Verteilung des Reichtums. Selbst Euthanasie und Suicid sind Themen, die auch heute wieder Bedeutung haben. Hervorgehoben wird die Bedeutung des Gewissens. In diesen Bereich fällt letztlich auch den Eltern die Entscheidung über die Zahl ihrer Kinder zu.
Bei den allgemeinen Abstimmungen über die einzelnen behandelten ‚Kapitel‘ gab es nur selten eine etwas größere Zahl von Gegenstimmen, die aber stets unter der Mehrheit blieben. Dabei weiß man natürlich nicht, ob die Ablehnungen erfolgten, weil die Vorlage zu weit ging oder zu eng war.
Es ist erstaunlich, wie offen in diesem Buch die Arbeitsweise der Synode beschrieben wird. Gespannt kann man darauf sein, welche Schlussfolgerungen der Papst ziehen wird.


Leben hinter Mauern: Arbeitsalltag und Privatleben hauptamtlicher Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR
Leben hinter Mauern: Arbeitsalltag und Privatleben hauptamtlicher Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR
von Jenny Krämer
  Broschiert
Preis: EUR 18,95

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Rolle des Stasi, 11. April 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Autoren Krämer und Vallendar haben viele Mitglieder des DDR Staatssicherheits-Apparates befragt. Dessen militärisch gegliederte, auf absoluten Gehorsam ausgerichtete Mitglieder haben über 40 Jahre das Unrechtssystem der DDR stabilisiert. Aber dieser Apparat trägt erhebliche Verantwortung am Untergang des Sozialismus, weil seine rigide Überwachung der Gesellschaft jegliche Reform verhinderte. Bei der Befragung zeigten sich einige einsichtig, andere sind nach wie vor der Meinung, kein Unrecht getan zu haben. Mehr als fraglich, ob stets bei der Befragung ehrlich geantwortet wurde. Uneinsichtig zeigten sich vor allem die höchsten Dienstgrade. Sie aber waren absolute Profiteure ihrer Linientreue. Welchem ehemaligen Handwerker ohne gehobene Schulbildung gelingt es schon sonst, zu einem so hohen, ungewöhnlich hoch dotierten Posten wie eines Generals zu kommen, der einen zu allem Überfluss wegen der Machtfülle praktisch unangreifbar macht. Anders sah es aus bei den unteren Diensträngen. Auch sie waren besser bezahlt, selbst Ärzte z.B. verdienten in der Regel weniger als ein Unterleutnant, sie waren besser versorgt mit Gütern des täglichen Bedarfs. Aber der Preis dafür war, dass man außerhalb der Bevölkerung lebte, die eigene Tätigkeit selbst vor der näheren Umgebung geheim halten musste, Kontakte fast nur zu Mitgliedern des Apparats pflegen durfte, selbst streng überwacht und schikaniert wurde. Hier ist entgegen allen in den Interviews behaupten idealistischen Überzeugungen doch anzunehmen, dass Opportunismus die entscheidende Rolle spielte, sich der Stasi zur Verfügung zu stellen.. Ohne den Rückhalt der Sowjetunion brach die Staatssicherheit sofort als ein lächerliches Nichts zusammen. Durch die Masse der Überwachung und des angesammelten Materials hatte man sich schon vorherh weitgehend paralysiert.


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