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Norman Fleischer "it's about progress" (Deutschland)
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   

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Konk
Konk
Preis: EUR 16,99

7 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Irgendwie langweilig, 3. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Konk (Audio CD)
In anderen Kritiken zu all den coolen British Hype-Bands der letzten Jahre habe ich bereits geschrieben, dass sich jetzt zu Ende des Jahrzehnts, mit den berüchtigten 2. Alben langsam die Spreu vom Weizen trennt. Da zeigt sich dann, welche Bands für mehr als nur einen Sommer funktionieren oder eben nicht. Und im Falle der Kooks sieht's nun nach dem Zweitwerk Konk" irgendwie danach aus, als ob die jungen Herren auf der Strecke bleiben bzw. verharren sie irgendwie im sonnigen Frostzustand. Konk" ist kein richtig schlechtes Album, aber auch kein wirklich tolles. Es herrscht allgemeine Mittemäßigkeit und stellenweise Langeweile. Das liegt einfach daran, dass die Kooks zu berechenbar sind und das ihnen, schlichtweg, die guten Songs fehlen. Wenn wir mal ehrlich sind, war auch Inside In/ Inside Out" kein Überalbum, hatte aber mit Naive", Ohh La", See The World" oder dem Sofa Song" jede Menge genialer Hits im Schlepptau, die über die Schwächen hinwegsehen ließen. Und eben solche Songs fehlen Konk" am Ende, das sich reglich bemüht, aber irgendwie nicht wirklich etwas wagt. Der Opener See The Sun" ist gar nicht mal so übel und gibt gleich die Marschrichtung vor. Locker, flockig, sonnig beschwingt... Musik für den Sommer, wie schon das Debüt es bot. Eine gewisse Cachty-ness kann man dem Song nicht abschlagen. Aber dann folgt auch schon die mittelprächtige erste Single Always Where I Need To Be", die mit ihrem albernen dü-de-dü-de-dü-dü-dü"-Refrain so knietief im Konsens steckt, dass es fasst nervt, auch wenn sie ziemlich eingängig ist, was ich zugeben muss. Auch der Rest der Songs geht die sichere Richtung. Die Kooks versuchen irgendwie ihr Rezept von den lockeren, melodiösen, Pop-Rock-Songs beizubehalten, wirken dabei aber stellenweise einfach verkrampft auf der Suche nach dem nächsten Hit, der mir irgendwie nicht richtig über den Weg laufen will. Klar gibt's Anwärter, wie das nette Shine On" oder Down To The Market", aber die wenigen sehr guten Songs bleiben leider Ausnahmen. Zwischendurch gesellen sich mit Gap", Love it All" oder dem dämlichen Do You Wanna?" (der Text ist wirklich schwach, selbst für Kooks-Verhältnisse) permanent mittelprächtige, schwache Nummern dazu, die einfach nicht zünden wollen, selbst beim x-ten Versuch. Die Kooks wagen zu wenig. Die Wildheit von Debüt-Tracks wie See The Sun" oder If Only" wird nie erreicht, und wirklich gute Balladen, außer dem sehr guten Hidden Track am Ende, gibt's auch nicht. Es ist weder Fisch noch Fleisch. Eine große Veränderung hat man jetzt eh nicht erwartet, aber wenigstens bessere Songs. Die Frage ist, ob die Kooks die überhaupt noch schreiben können. Dieses Album macht einfach keinen großen Spass, weil man einfach vor jedem Song ahnt, wie der nächste klingen wird. Es ist zu harmlos, stellenweise einfach belanglos. Formatradio-Indierock! Die Band fährt die sichere Schiene und wird damit sicher nicht viele Fans verschrecken und auch neue mit ins Boot holen und dann halt bei Album 3 zeigen, ob sie doch noch mehr kann.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 12, 2008 12:09 AM MEST


You Have No Idea What You Are Getting Yourself?
You Have No Idea What You Are Getting Yourself?
Preis: EUR 10,99

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Warnung Überflüssig!, 28. März 2008
Da spuckt aber jemand große Töne. Erst fragt der Bandname noch höflich nach, ob ich mich denn nicht angegriffen fühle, und dann folgt mit dem Albumtitel gleich noch die Warnung hinterher, das man ja sowieso keine Ahnung hätte, auf was man sich hier einließe. Ganz klar: sowas schafft Aufmerksamkeit und ein gesundes Selbstbewusstsein hat ja noch keiner neuen Karriere geschadet. Da hat man den Hype doch schon zur Hälfte in der Tasche. Viel überraschender als dies ist aber die Tatsache, das Does It Offend You, Yeah? die Lorbeeren aber durchaus verdient haben. You Have No Idea What You're Getting Yourself Into" entpuppt sich als elektrisierendes, wildes, aber auch musikalisch abwechslungsreiches Brachialwerk. Nachdem diverse durchgeknallte Elektro-lastige Singles wie Let's Make Out" oder We Are Rockstars" bereits Lust auf das Album machten und die Richtung festzulegen schienen, überrascht das Debüt des britischen Trios dann doch noch... nämlich mit astreinen Popsongs. Diese heißen Dawn Of The Dead", Being Bad Feels Pretty Good" oder "Epic Last Song" und beweisen, dass die Band auch anders kann. Da klingen sie zwischen feinen Popmelodien und 80er Synthies eingeklemmt, schon so, wie die Killers mal in ihrer vielversprechenden Anfangsphase klangen. Ansonsten schwankt das Album immer zwischen den extremen. Battle Royale" funktioniert als instrumentaler Opener auf Justice-Niveau, während With A Heavy Heart" als zweiter Song einem Tritt in die Weichteile gleich kommt. Selten in letzter Zeit habe ich so nen druckvollen Song gehört. DIOYY? schaffen es spielend leicht Elektro-Punk á la Digitalism mit Killers-artigem Indie-Poprock und Noise-Rocker, die in der Tradition der tollen Death From Above 1979 stehen, zu verknüpfen. Elektro-Punk schimpft sich das laut der Fachpresse. Und wenn man mal vom Punk als anpassungsresistentes Musikgenre ausgeht, dann ist das durchaus was dran. Does It Offend You, Yeah? wirken frisch, vielseitig und scheinen sich nicht um Genre-Grenzen oder anderes zu kümmern. So hat dieses Album seriöse Momente und Texte, aber auch Songtitel wie Attack of The 60 ft Lesbian Octopus". Das ist am Ende etwas abstruse, weirde Disco-Rock Musik, die aber wohl eher im Rockclub, als in der Disco funktioniert. In einer Zeit der niedergehenden Albumkultur machen Does It Offend You, Yeah? genau das richtige, in dem sie sich krampfhaft festlegen. Das Album, an sich ein Sammelsorium der Songs, die die Band in den letzten Monaten immer mal durchsickern lies, funktioniert dennoch irgendwie. Eine tolle Symbiose zwischen Elektro und Rock mit durchschlagkräftigen Songs. Würde mich wundern, wenn die Band nicht bald wirklich in aller Munde ist. Bei dem Hitpotential der meisten Songs auf dem Album. Wirklich eines der besten Debüts in letzter Zeit!


Haarp (Special Edition - CD & DVD)
Haarp (Special Edition - CD & DVD)
Preis: EUR 28,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die beste Liveband der Welt! Umwerfend!, 22. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Haarp (Special Edition - CD & DVD) (Audio CD)
Ich weiß gar nicht, wann es war, aber irgendwann vor nicht allzu geraumer Zeit müssen Muse irgendwie ganz schleichend den Übergang von der etwas verrückten Alternative Rockband hin zu einer der größten Bands des Planeten geschafft haben. Und trotzdem scheinen es immer noch nicht alle gerafft zu haben. Und hier das ultimative Kaufargument für die unscheinbarste Stadionrockband der Welt... "Haarp" heißt das gute Teil. Vergesst am besten gleich die CD. Ich meine, die ist gut und bringt auch Live-Atmosphäre rüber, aber wirklich wichtig ist nur diese DVD, auf welcher das Trio die neuerbaute Wembley Arena im Eiltempo zu ihrem Tempel macht. Muse gelten nicht umsonst als die beste Liveband der Welt. Ein Konzert von ihnen zu erleben ist immer ein energetisches, audiovisuelles Vergnügen. Laut, Virtuos, Hochmusikalisch und voller Kraft. Eben, wie diese Band.
Das Konzert als solches lässt keine Wünsche übrig. Gut, Muse-Fans der ersten Stunde vermissen alte Knaller, aber ich finde auch die neuen Songs bringen es voll. Ist ja nicht so, dass Muse was falsch machen können. Wenn man ein Konzert mit dem Monster von Song, "Knights of Cydonia", beginnt, kann eh nicht viel falsch laufen. Ansonsten reihen sich all die großen Muse-Klassiker (gut, außer "Muscle Museum" und "Bliss", die wohl leider der Scherre zum Opfer fielen) aneinander. Und London ist von Anfang an dabei. "Hysteria", "Time Is Running Out", "New Born" strotzen vor Kraft. "Invincible" zeigt, dass die Band auch Stadionrock drauf hat und auch die Balladen, wie "Unintended" und "Blackout" wissen zu begeistern. Und dann erst dieses Finale. Exzess bei "Plug-In Baby" und "Stockholm Syndrome". Es gibt keinen Zweifel. Dazu eine Band in Spiellaune. Matthew Bellamy gibt einmal mehr das virtuose Musikgenie und entlockt seiner Gitarre und seinen Stimmbändern dabei Töne, die einen die Sprache verschlagen lassen. Und diese Arena. Riesige Videoleinwände, Konfetti, Lichter in Massen und Tänzerinnen an Ballons... Muse haben keine Kosten gespaart und das zahlt sich am Ende auf. Diese DVD hinterlässt einen mit staunenden Augen. Und der Neid, auf die, die da waren ist groß. Aber wenn es so weiter geht, werden auch die anderen Fußballstadien der Welt bald nicht mehr auf Muse verzichten können. Dazu ist diese Band zu gut, zu hochwertig, zu energiegeladen und zu ambitioniert. Und wer das bisher noch nicht rafft, dem sage ich abschließend wirklich nochmal einen Klischeesatz: "DAS MUSS MAN GESEHEN HABEN!"
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 27, 2008 2:05 AM CET


X Marks Destination
X Marks Destination
Wird angeboten von rekord-hamburg
Preis: EUR 12,90

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Geht in die Beine und den Kopf, 13. März 2008
Rezension bezieht sich auf: X Marks Destination (Audio CD)
Gibt es eigentlich nen Hype um The Whip? Würde sich anbieten. Kommen ja immerhin aus dem Mutterland des Pop, haben ein the" vorn dran und passen gut in die Szene dieser jungen New-Rave-Bunte-Farben-Whatever"-Typen. Nach einigen Remixen und ersten Singles gibt es jetzt mit X Marks Destination" das Debüt der jungen Herren + einer Dame. Und es ist sogar ganz gut geworden. Ich weiß aber wie immer nicht, ob man das als Rave bezeichnen soll. Ist vermutlich eher Elektro-Rock, der sich sehr gut zwischen den beiden Genres bewegt. Ordentliche Disco-Musik, garniert mit Riffs und Acid-Gequietsche bzw. alten Synthies. Das rockt dann meistens richtig dreckig, wie beim Opener Trash" oder stampft cool vor sich hin, wie bei Fire" oder dem Instrumental Divebomb". Richtig gut sind meiner Meinung nach aber die Momente, in denen die Band song-orientierter wird. Frustration", Save my Soul" und vor allem das catchige Sirens" sind wunderschöne New-Wave-Popsongs, die quasi in jeder Sekunde nach den alten 80ern schreien. Da fühlt man sich auch gern an New Order in ihren besten Zeiten zurückversetzt. Alles nicht neu, aber alles sehr gut. Auch der Rest der Songs kann gut mithalten. Könnte aber auf Dauer etwas eintönig werden. X Marks Destination" bietet sicher nicht die tiefgründigste Musik der Welt, aber es geht unglaublich in die Beine und die meisten Songs auch in den Kopf. The Whip zeigen auf ihrem Debüt, dass sie ziemlich viel Potential und gute Ideen haben. Jetzt muss sich in Zukunft nur noch zeigen, wie sie das Potential nutzen und wie viele gute Songs sie noch schreiben können. Für Freunde von Fischerspooner, MSTRKRFT, den Klaxons, 80er New-Wave und anderem Kram aus der Richtung auf jeden Fall empfehlenswert. Der Rest muss sehen, wie viel ihm diese Musik gibt.


Seldom Seen Kid
Seldom Seen Kid
Preis: EUR 10,07

41 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anbetungswürdig, 13. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Seldom Seen Kid (Audio CD)
Was für ein Schock! Irgendwann kurz vor der Veröffentlichung von The Seldom Seen Kid" kündigten Elbow , dass dies ihr letztes reguläres Studioalbum werden sollte. Nicht, weil sie sich auflösen, sondern weil sie der Institution Album" in Zeiten von Downloads und Musikmassenware keine Zukunft mehr geben. So heftet Album Nr. 4 irgendwie ein gewisser Beigeschmack an. Und hohe Erwartungen. Doch dieser Schwanengesang Elbows auf die Albumkultur gerät einmal mehr zum vollkommenen Triumphzug, der endgültig keinen Zweifel daran lässt, dass Elbow eine der essentiellsten britischen Bands des langsam ausgehenden Jahrzehnts waren und sind. The Seldom Seen Kid" vereint einmal mehr alle Stärken dieser Band. Die gefühlvollen Kompositionen, gepaart mit Guy Garvey's wundervoll rauer und gefühlvoller Stimme, sowie musikalische Verwirrtheit, welche immer die richtige Balance zwischen Epik und Verschrobenheit findet und dabei eine unglaubliche Atmosphäre aufbaut. Groß geändert hat sich der Sound von Elbow über die Jahre nicht. Wer Elbow bisher geliebt hat, wird auch das neue Album lieben und wer bisher nichts mit ihnen anfangen konnte, dem ist auch jetzt nicht mehr zu helfen. Doch Elbow müssen gar nicht anders klingen. Ihre hohe Musikalität und die Vielschichtigkeit ihres Sounds sorgt immer wieder für neue Überraschungen. Mit Starlings" gibt es erneut einen dieser typisch verschrobenen Openingtracks. Die Single Grounds for Divorce" schleppt sich durch einen hämmernden Blues, Mirrorball" und Some Riot" sind traumhafte Balladen, The Fix" (mit Richard Hawley) klingt als sei es in irgend ner düsteren, versifften Kneipe aufgenommen und On A Day Like This" strahlt eine Wärme und Breite aus, die ganz schnell jede andere zeitgenössische Musik für nichtig erklärt. Elbow's Musik hat wirklich schon etwas klassisches, auch wenn man es nicht richtig beschreiben kann. Hier wird nicht versucht auf Disco, Hype und Jugendlichkeit zu machen. Elbow sind etwas strange, very british und klingen nach wie vor wie nichts anderes. The Seldom Seen Kid" ist noch ne Spur düsterer, als der Vorgänger Leaders Of The Free World", wirkt noch vielschichtiger, durchdachter und intensiver. Kurzum: Elbow ist ein weiterer Geniestreich gelungen, der einen erneut fragen lässt, warum diese Band nie den gleichen Status wie z.B. Coldplay erreicht hat. Vermutlich werden sie zu wenig verstanden bzw. wollen sie das vielleicht auch gar nicht. Wer Elbow noch nicht gerafft hat, sollte jetzt damit anfangen. Egal, ob noch ein Album kommt oder nur noch verstückelte Songs. Diese Band hat etwas, was wirklich selten geworden ist: Substanz, Konstanz und Eigenständigkeit. Darauf trink ich nen Grounds for Divorce"!
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 15, 2009 6:55 PM MEST


Rest Now Weary Head You Will Get Well Soon
Rest Now Weary Head You Will Get Well Soon
Wird angeboten von triangelmusic
Preis: EUR 16,56

24 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das erste wichtige Album 2008, 20. Januar 2008
Es passiert ja eher selten, dass bei den peniblen Musikkritikern mal ein Hype um ein Album aus Deutschland entsteht. Und noch seltener passiert es, dass dies auch berechtigt ist. Lassen wir da mal die Kilians außen vor. Doch hier ist es nun tatsächlich... Das Debüt von Konstantin Gropper, der um sich herum eine kleine Gruppe Mitmusiker versammelt hat und uns damit das erste richtig gute Album des noch jungen Jahres 2008 präsentiert. Und schon nach wenigen Minuten merkt man, wie Rest Now, Weary Head, You Will Get Well Soon" die Lorbeeren verdient hat. Dieses Werk ist atmosphärisch unglaublich stimmig, erlaubt sich aber auch Abwechslung. Es ist fesselnde, sehr schöne Musik. Die Referenzen sind allseits bekannt. Vom deutschen Conor Oberst war schon die Rede. Anleihen bei Beirut, Sigur Rós oder den omnipräsenten Radiohead hört man an jeder Ecke heraus. Sogar Arcade Fire hab ich schon gelesen. Das ist ja mal ne große Nummer. Generell... Referenzen an wohin man schaut. Da kann man jetzt über mangelnde Eigenständigkeit klagen, aber irgendwie ist ja jeder Musiker von irgend einem anderen beeinflusst worden. Und was am Ende zählt ist nicht die Referenzliste, sondern die Songs. Und diese 16 haben es voll drauf. Keine Ausfälle, wunderschöne Melodien, viele Spielereien mit Bläsern, Piano, Geigen, Akkordeon und auch Chören. Ein Album, was trotz seiner Komplexität wie aus einem Gus wirkt. Alle Teile wirken stimmig, alles sitzt und passt, wo es zu passen hat. Für ein Debüt wirkt die Get Well Soon LP unglaublich professionell. Für ein deutsches sowieso. Das gibt einem sogar den Glauben zurück, dass es Musiker in Deutschland gibt, die ein Album aufnehmen können, welches mit internationalen Standards problemlos mithalten kann. Ein Highlight herauszupicken wird schwer. If This Hat is Missing..." hat echte Hitqualitäten, das Underworld-Cover von "Born Slippy" lässt den Song in einem ganz neuen Licht erscheinen. We are safe inside..." und "Witches! Witches!" sind weitere Hits. Ausfälle gibt es nicht. Ein Album, welches in seiner atmosphärischen Geschlossenheit ein echtes Hörerlebnis ist. Es ist einfach nur schön. Und damit mein ich nicht, dieses nett" oder ja, ganz gut"... Nein, es ist einfach nur schön, sich diese Musik anzuhören. Also bitte alle mal ausnahmsweise wieder auf den Hype-Zug aufspringen und diesen Mann und seine Band supporten. Auf Konzerten oder mit dem Kauf dieses Albums. Für alle Freunde guter Musik ist das Album dieses Jahr unverzichtbar.


Lucky
Lucky
Preis: EUR 12,83

19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gewohnt Souverän, 16. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: Lucky (Audio CD)
Mittlerweile kann man sich ja einigermaßen sicher sein, das wenn man sich ein Nada Surf Album kauft, auch ein Nada Surf Album drin ist. Auch zum 5. Mal funktioniert der gesellige Independent-Rock des Trios bestens und verzaubert den Hörer mit diesen wunderschönen Melodien, die man von Nada Surf erwartet und dann auch irgendwie glücklicherweise immer wieder bekommt. Lucky" reit sich da mehr oder weniger problemlos in die Reihe ein und man kann irgendwie auch nichts wirklich schlechtes zu diesem Album sagen. Man kann der Band auch nix vorwerfen. Gut, sicher die Tatsache, dass sich seit, sagen wir mal Let Go" musikalisch wenig verändert hat. Es gibt keine Überraschungen, aber die erwartet man von den New Yorkern auch nicht wirklich. Und es sind sicher wieder einige schwächere Songs dabei, wie From Now On" oder Here Goes Something", die einfach nicht im Kopf hängen bleiben wollen. Aber das wird halt weg gemacht durch die mehr als deutlichen Hits wie See These Bones", Whose Authority" oder Beautiful Beat". Gut, schlecht getimt, wenn die 3 besten Songs des Album gleich am Anfang kommen, aber nützt ja nix. Ansonsten sind Nada Surf wie immer. Matthew Caws unverkennbarer Gesang auf diesen eingängigen, leicht verträumten, leicht sommerlichen Melodien wirkt halt einfach sehr gut. Ich fass das einfach mal zusammen... Wer Nada Surf bisher mochte, wird die auch diesmal mögen und wer nicht, dem wird sicher auch Lucky" keine neue Erleuchtung darstellen. So er ernüchternd das auch alles klingt, aber es ist alles wie immer bei dieser Band. Das soll nicht schlecht klingen, sondern ist nur die Wahrheit. Das Trio ist mittlerweile eine feste Größe in ihrer Sparte Musik und wenn sie diesen Weg weitergehen, dann werden sie das auch noch lange bleiben... vielleicht dann sogar mit der ein oder anderen Überraschungen. Falls es die überhaupt braucht.


Jumping All Over the World (Limited Edition)
Jumping All Over the World (Limited Edition)
Preis: EUR 23,99

12 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Jungs! Tut euch den Gefallen... hört auf!, 3. Dezember 2007
Ich geb's zu. Ich hab in meiner Kindheit und Jugend gern Scooter gehört. Ja, die guten 90er, als Ferris oder Axel noch mit am Start waren. Und die Band auch noch nicht komplett (pardon) verblödet war. Und obwohl ich mir seit "Stadium Techno Experience" kein Scooter-Album mehr gekauft hab, eigentlich auch seltern Scooter-ähnliche Mucke höre, hab ich doch immer mal ein Auge auf die Band geworfen und geschaut, was die so machen. Nostalgie und Neugier halt.
Doch diese bodenlose Frechheit von einem Album (allein die Bezeichnung ist ein Witz) und der qualitative Totalabstieg der Band in letzter Zeit lassen mir auch keine andere Wahl, als mal meinen Senf dazu zu schreiben. Dieses Album ist Müll! Die Singles sind schon ne Weile Müll (wobei "Lass uns tanzen" gar nicht schlecht war), aber das hier ist eine Unverschämtheit. Und potentieller Nährboden für alle Scooter-Hasser der Welt. Ich glaub, selbst Kirmestechno wird mittlerweile besser produziert. Jeder einzelne Ton dieses Albums ist der pure Beweis dafür, dass es der Band seit Jahren nicht mehr um Musik geht, sondern nur ums Geldscheffeln. Scooter sind der Beweis, wie Techno-Acts altern können. Sie dürfen es nämlich nicht. Irgendwann vor ein paar Jahren (ich glaub so, um das "Sheffield"-Album) hatten Scooter die Möglichkeit, entweder erwachsen und vielseitig zu werden oder ihre Karriere komplett aufs Verkaufen auszurichten, komplett den Zielgruppen hinterherzurennen und dabei auf jegliche musikalische Überraschung bzw. Eigeninitiative (gut, gecovert haben die ja schon immer gern mal, lassen wir das) zu pfeifen. Und so macht diese Band mit Anfang 40 immer noch bewusst Musik für 9-15jährige und sich damit mehr und mehr zum totalen Gespött, auch vieler älterer Fans. Klar, Scooter's Musik war nie anspruchsvoll, nie sonderlich musikalisch oder so. Aber zumindest haben sie, abseits der ohnehin schon immer sehr kommerzillen Singles auf den Alben immer wieder gezeigt, dass sie auch anders könnne, nämlich das sie vielseitig sind. Daraus hätte was werden können. Aber die Band hatte wohl keine Geduld, die Fans sowieso nicht. Ich möchte den Scooter-Fans jetzt kein musikalisches Unwissen unterstellen, aber eine gewisse Weitsicht scheint ja da doch zu fehlen. Oder die Fähigkeit zu offener Kritik. Scooter "rulen" schon lange nicht mehr, Freunde. "Scooter 4-Ever" ist nach diesem Mist mehr als fraglich. Die Band hat verspielt. Du kannst nicht ewig irgendwelchen Trends, wie Klingeltönen und diesem Jump-Style hinterher rennen. Scooter hatten ja irgendwann auch mal sowas wie nen eigenen Style, aber den haben sie auf der Suche nach Trends und Einnahmemöglichkeiten wohl irgendwie unterwegs verloren. Diese lieblose Aneinanderreihung vollkommen billig produzierter (Rick, was ist denn los?) Kindergartensounds ist an Dreistigkeit nicht mehr zu überbieten. Da leg ich das "Wicked" Album von '96 rein und hab interessantere Musik zum Hören. Und dafür verlangen die noch Geld? Der absolute Tiefpunkt in einer schlimmen Negativentwicklung. Und das kann ich hoffentlich gut beurteilen, da ich ja die nötige Distanz zu all dem mittlerweile. Scooter sollten sich mal nen guten Finanzberater suchen (ham die nich genug Kohle gemacht) und jetzt einfach mal ne Pause machen und zur Ruhe kommen. Aber machen sie sicher nicht, haben sie noch nie. So fungieren sie lieber als Totengräber ihrer eigenen Band und werden am Ende vermutlich das, wofür sie viele schon immer gehalten haben: eine Lachnummer! Jetzt müssen das nur die "Fans" noch raffen und boykottieren, dann checkts vermutlich auch die Band. Und über diese so-called "Limited Edition" hab ich mich noch nichtmal aufgeregt. Ein Witz ohne Lacher! Schlimm, Schlimm!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 11, 2008 3:05 PM MEST


The Wombats Proudly Present... A Guide to Love, Loss & Desperation
The Wombats Proudly Present... A Guide to Love, Loss & Desperation
Wird angeboten von Leisurezone
Preis: EUR 14,99

27 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen "Ich glaub, ich werd zu alt für den Scheiß", 16. November 2007
Danny Glover's berühmtes "Lethal Weapon"-Zitat kam mir unweigerlich in den Sinn, als ich mir das Debüt der britischen Wombats angehört hab. A Guide to Love, Loss and Desperation" ist sicher kein schlechtes Debüt und irgendwie haben die Jungs auch was auf den Kasten und sind voll lustig und voll britisch und so. Aber nach fast 4 Jahren ununterbrochener Indie-Rock-Beschallung aus dem UK hat sich zumindest bei mir ein gewisser Grad an Übersättigung eingestellt. Und dabei hab ich ja nicht mal was gegen neue Musik. Da ist mir das Genre und der Hype darum auch relativ egal. The Wombats erfinden das Rad nicht wirklich neu. Gut, das haben Franz Ferdinand 2004 auch nicht wirklich gemacht, aber ist ja egal. Musikalisch ist das Debüt der Wombats halt einfach nur normal. Da ist nichts aufregendes, neues dabei. Nichts, was man in der Form nicht schon auf nem Album von all den anderen Bands der letzten Jahre gehört hat. Und wenn, dann hat man es meist besser gehört, weil die Arctic Monkeys oder Maximo Parks der britischen Insel einfach eher da waren und eigenständiger klingen, obwohl sie alle irgendwie im gleichen Gewässer fischen. Dabei haben die Wombats mit Kill the Director" und dem unverzichtbaren Let's Dance To Joy Division" ja schon zwei Hammer Singles vorgelegt. Ist allerdings schade, wenn das am Ende die besten Songs des Album bleiben. Der Rest bedient genau das, womit sich halt Jugendliche im Alter der Wombats beschäftigen. Disco, Trinken, Musik und jede Menge Mädels. Die heißen Laura, Patricia oder auch seltsamerweise Dr. Suzanne Mattox. Die lustigen Alltagsgeschichten (deren Wahrheitsgehalt auch gern mal angezweifelt werden darf, aber ist auch egal) werden verpackt in flotte Drei/ Dreieinhalbminütige Pop/Rock-Songs mit lustigen Texten. Das hat auch alles seine Berechtigung. Diese Band ist jung, hat Energie und will die ganze Welt daran teilhaben lassen. Das ist sicher auch gerechtfertigt. Ich meine, so alt bin ich zwar auch noch nicht, aber vor 5 Jahren hätte mich das sicher mehr angesprochen. So seh ich das Ganze aus der musikalischen Seite und erkenne, dass das, was die Wombats machen weder sonderlich originell, noch sonderlich herausragend ist. Eine Platte mit dem Prädikat nett" oder vielleicht auch naiv". Gut auch für alkoholisierte Parties. Darüber hinaus fehlt's einfach an Originalität und Substanz.


Tillbaka Till Samtiden
Tillbaka Till Samtiden
Wird angeboten von hifi-max
Preis: EUR 15,65

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zurück in die Gegenwart, 22. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Tillbaka Till Samtiden (Audio CD)
Gute Zeiten für deutsche Kent-Fans. Nachdem das Projekt Erfolg in Europa aufgrund englischer Texte" für Kent nach den Misserfolgen der beiden englischen Platten Isola" und Hagnesta Hill" gescheitert ist, wagt man sich nun nach 7 Jahren wieder aus dem schwedischen Exil" und veröffentlicht mit Tillbaka Till Samtiden" das neuste Werk der Band wieder offiziell in hiesigen Gefilden. Und Gerüchte erzählen auch etwas von einer erneuten kleinen Tour außerhalb Schwedens. Und der wirkliche Kent-Fan, will die Band auch nicht auf Englisch hören, denn Schwedisch klingen Kent einfach besser und diese Musik ist universell und qualitätsmäßig so hochwertig, dass Sprachbarrieren ganz schnell überflüssig werden. Nachdem zuletzt sehr düsteren und melancholischen Du Och Jag Döden" präsentiert sich die Band 2007 wieder im neuen Soundgewand und überrascht damit, ohne allerdings gleich zu verschrecken. 80er Pop ist angesagt! Aber kein doofer 80er-Pop, sondern der gute. Kent orientieren sich an Bands wie Depeche Mode und New Order, lassen groovige Disco-Beats, flirrende Synthieflächen und Trompeten erklingen. Die Musik behält trotz dieser elektronischen Ausrichtung den typischen Kent-Charakter bei. Starke Melodien, viel Atmosphäre und nach wie vor Gitarrenpop vom allerfeinsten. Kent spielen immer noch in einer eigenen Liga, verbinden den Anspruch von kunstvoller Musik mit der Leichtigkeit des Pop ohne in die Belanglosigkeit abzudriften. Tillbaka Till Samtiden" zeigt die Band einmal mehr in Höchstform. Vom atmosphärischen Opener Elefanter" über die poppige Single Ingenting" bis hin zu Songs wie Columbus" und Sömnen", an welchen man die Depeche Mode-Einflüsse am deutlichsten hört. Die Musik von Kent bleibt auch 2007 höchst melodiös, scheut sich nicht vor großen Momenten und viel Sound. Und der Mix aus Melancholie und Optimismus, düsteren und hellen Momenten funktioniert immer noch bestens. Nein, also es gibt echt nichts zu meckern. Du Och Jag Döden" war vielleicht noch ne Spur besser, aber mit diesem Album hat die Band vermutlich eh ihr Meisterwerk abgeliefert. Und Tillbaka..." bietet eigentlich keinen wirklich schlechten Song. Kent-Fans kaufen sich die Platte sowieso und die werden nach dem ersten Erstaunen schnell wieder Heimatgefühle entwickeln. Und alle anderen, die Interesse haben sollen sich bitte nicht von der Sprache abschrecken lassen... Gute Musik funktioniert über so etwas hinaus. Und das hier ist sehr gute Musik!


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