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Rezensionen verfasst von
Volker Wrusch "thommywr" (Rietberg Deutschland)

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Yalu
Yalu
von Jörg Friedrich
  Taschenbuch

14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kruder Stil, 20. November 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Yalu (Taschenbuch)
Ein Buch voller Informationen und Interpretationen über den weitgehend vergessenen Koreakrieg, der für die Nachkriegsordnung der Welt doch so eine große Bedeutung gehabt hat. Dadurch bietet das Buch viel, was gleichzeitig sein Manko ist, da die Linie weitgehend verloren geht. Oft werden widersprüchliche Aussagen gemacht. Darüber hinaus benutzt der Friedrich gewagte stilistische und grammatische Konstruktionen, die teilweise krude und sinnentstellend sind.Das klingt dann so: "Das vernetzte Phantom hingegen operiert gegen physische Fläche, immobilen Ort, altertümliche Erdkruste, wohnhafte Haut" Zitat Ende, he? Schrieben früher deutsche Geschichtsprofessoren weitgehend langweilige Schinken, glauben sie heute eher Infotainment betreiben zu müssen. Wie man es machen soll, könnten sie bei HOBSBAWN nachlesen.
Erstaunlich für mich war die Kontinuität der Fehler in der US-Außenpolitik der letzten 60 Jahren. Vieles was im Koreakrieg abspielte trifft auch heute auf den Irakkrieg zu. Immer wieder schätzt die US-Regierung, die Militärs de Geheimdienst die Situation des Landes, dessen Bewohner völlig falsch dar und beschwört damit groteske Misserfolge hervor, die nur wenig durch die drückende materielle Überlegenheit aufgewogen werden kann. Erschreckend fand ich, wie dicht die US-Regierung vor Atomschlägen auf die Mandschurei, auf Peking und Shanghai stand. Es war wohl doch nicht nur der Alleingang von MacArthur.
Sehr schnell wurden nach dem Krieg die Verbündeten gegen Hitler Feinde. So deutlich war es mit vorher noch nicht klar gewesen. Während der Berlinblockade 1948, waren erst 3 Jahre vergangen seit die Russen ganz Berlin erobert hatten -unter dem Beifall der USA. Zu dieser Zeit wurde Deutschland und Japan schon wieder als Verbündeter der USA gehandelt -als ob nichts gewesen wäre...
Bei der Berlinblockade agierten die neuen Supermächte geschickt. Wenn sie sie wirklich gewollt hätten, dass hätten die USA den Landweg erkämpft, und wenn sie wirklich gewollt hätten, dann hätten die Russen die Flugzeuge mit ihrer Flak abgeschossen. So zerrinnen die Geburtslegenden der Bundesrepublik...
Also : ein Buch voller Gedankenblitze, die oft im Brei der schief gesetzten Wörter unterzugehen drohen. Manchmal wollte ich es nicht zu Ende lesen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 10, 2011 11:03 PM CET


Pubertät. Loslassen und Haltgeben
Pubertät. Loslassen und Haltgeben
von Jan-Uwe Rogge
  Taschenbuch

20 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen für gestresste Eltern, 20. November 2008
ROGGE schreibt: Das Lebensziel perfekt sein zu wollen, ist die Kehrseite davon, dass heutige Eltern ein großes, häufig aber einseitiges psychologisches Alltagswissen besitzen". Eltern wollen in einer Phase von ihren Kindern anerkannt werden, wo diese gerade damit beschäftigt sind, sich von ihnen zu lösen. Die vorige Generation ist einen Weg der bewusste Abgrenzung von ihren Eltern und anderen Autoritäten gegangen Trau keinem über 30" -die Gründe dafür sind oft beschrieben wurden und es hatte wohl auch viel für sich. Aber heute wollen die gleichen Menschen ihren Kindern sagen Mir kannst du völlig vertrauen" und zwischen euch und uns ist kein Unterschied. Weil wir immer jung sein mussten -denn wir konnten ja gar nicht über 30 Jahre alt werden ohne uns selbst zu verraten - glaubten wir ewig jung geblieben zu sein -so wie Mick Jagger immer 18 ist...Fatal, dass Kinder sich nut dann entwickeln, wenn sie sich von den Eltern abgrenzen und man ihnen ihre Jugend auch lässt. Kurz- die heutige Elterngeneration muss damit Leben, dass sie von ihren eigenen Kindern in der Pubertät abgelehnt werden, sie haben es dabei immer noch so viel besser als es ihre Eltern hatten...
ROGGE schreibt einen modernen Erziehungsratgeber, der viele Anregungen gibt, aber keine Patentlösungen, die auch Fehl am Platz wären.


Kaltes Nest
Kaltes Nest
von Sabine Ernst
  Taschenbuch

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bielefeld-Krimi, 27. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Kaltes Nest (Taschenbuch)
Als alter Bielefelder freut man sich natürlich über einen Krimi, wo man die bekannten Plätze und den ewig nieselnden Regen wiederfindet. Der Krimi gewinnt erst mit der Zeit deutlich an Fahrt und entpuppt sich dann mehr und mehr zu einem Psychothriller. Nervig bleiben allein die bemüht witzigen Sprüche der Ermittler. Weniger wäre da mehr gewesen.


Das imperiale Zeitalter 1875-1914
Das imperiale Zeitalter 1875-1914
von Eric J Hobsbawm
  Taschenbuch

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geschichte kompetent und lesbar, 17. Oktober 2008
Hobsbawn gelingt es, wie kaum einem andern Autor zutiefst fundiert und dabei spannend und gut lesbar Geschichte aufzuarbeiten.Zusammenhänge und geschichtliche Zusammenhänge erscheinen plötzlich nachvollziehbar und plausibel.Die Krise der Demokratie im Zeitalter des Imperialismus zeigt uns viel über die heutige Krise. Besondes interessant ist auch die Entwicklung des Nationalismus dargestellt.Deutsche Autoren schaffen es kaum, dabei noch so verständlich zu sein.


Leichentuch und Lumpengeld. Historischer Kriminalroman
Leichentuch und Lumpengeld. Historischer Kriminalroman
von Gabriella Wollenhaupt
  Taschenbuch

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vormärzkrimi, 10. Oktober 2008
Gabriella Wollenhaupt hat wohl ein Faible für die Literatur des 19. Jahrhunderts. Ihr Krimi spielt nicht nur 1845, sondern der stark konstruierte Handlungsverlauf erinnert stark an Romane aus dieser Zeit. Das macht den Roman zu einer vergnüglichen Parodie. Die Charaktere sollten also nicht zu ernst genommen werden und die Auflösung des Kriminalfalls ist auch nicht sehr originell, so dass der eingefleischte Krimileser wohl nicht auf seine Kosten kommt. Aber historisch und literarisch interessierte Leser haben ihren Spaß. Wenn der Kommissar schon von Kleist heißt und der leibhaftige Heinrich Heine auftritt...


Arm und Reich: Die Schicksale menschlicher Gesellschaften
Arm und Reich: Die Schicksale menschlicher Gesellschaften
von Jared Diamond
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,95

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Warum erorberten die Inkas nicht Spanien, 10. Oktober 2008
Die unterschiedliche Entwicklung in verschiedenen Kulturkreisen , von den ach so zivilisierten Europäern auf der einen Seite bis zu den steinzeitlichen Jägern in Tasmanien , die nicht in der Lage waren , selbstständig Feuer zu entfachen auf der anderen Seite wurde früher oft mit rassistischen Theorien erklärt. Ein überzeugender gegenteiliger Entwurf wird in diesem Buch dargelegt. Die Unterschiede haben ökologische Ursachen, habe viel mit der Ausstattung an kultivierbaren Pflanzern und Tieren zu tun, mit geographischen Gegebenheiten und ähnlichen Faktoren.
Diamond belegt auch, dass eben bestimmte Kulturen sich wenig entwickelten, weil sie nur geringem Selektionsdruck unterlagen. Günstige Umweltfaktoren haben den entscheidenden Einfluss. So konnten viele Großtiere, wie Rind, Schaf, Ziege Pferd und Kamel im Nahen Osten domestiziert werden mit vielfältigen positiven Folgewirkungen. In Afrika, wo Tiere und Menschen schon länger zusammenlebten, hatten die Tiere früh einen Fluchtreflex, wie etwa das Zebra, so dass sie nie domestiziert werden konnten. Auf der andern Seite wurde Amerika so spät von den Menschen besiedelt, das die dort lebenden Grosstieren kaum einen Fluchtreflex entwickelten und daher von den Indianer sehr früh ausgerottet wurden, bevor sie hätten domestiziert werden können. Das ist nur ein Beispiel, denen im Buch viel Folgen. So waren Infektionserkrankungen für die indianische Bevölkerung verheerend. 95 % starben an den von Europäern eingeschleppten Erkrankungen. DIAMOND erklärt, warum die Europäer die Indianer infizierten, es aber umgekehrt kaum zu Ansteckungen ab. Das hat mit dem Zusammenleben vom Mensch und Tier zu tun, weil oft Erreger übertragen werden, aber auch mit Bevölkerungsdichte, DIAMOND beschreibt auch, dass gewisse Vorteil von Zeitalter zu Zeitalter wechseln können, auch dass es unter bestimmten Umstände Rückschritte" geben kann. Japan hatte 1600 zum Beispiel die größte Schusswaffendichte der Welt, ein Jahrhundert waren die Schusswaffen verschwunden. In China wurde n mechanischen Uhren und die Seeschifffahrt aufgegeben.
Das Buch ist äußert informativ und erhellend. Es zerschmettert Vorurteile.


Herkunft und Geschichte des Menschen
Herkunft und Geschichte des Menschen
von Steve Olson
  Taschenbuch

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genetik kontra Rassismus, 10. Oktober 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
In Deutschland sind Fragen nach Herkunft und rassischen Unterschieden von Menschen lange Zeit kaum Thema gewesen. Zu Recht, haben doch angebliche wissenschaftliche Erkenntnisse des 19. Jahrhunderts zu den barbarischen Verbrechen des 20 Jahrhunderts im Namen des Rassismus geführt.
OLSON aber legt offen, dass eine wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Ursprung der Menschen gerade gute Munition gegen den Rassismus liefert. Stellt die Genetik doch klar, dass es keine "Menschenrassen" gibt, weil die genetische Variabilität des Menschen nur sehr gering ist. Jeder Mensch gleicht genetisch dem anderen mehr wie zwei Schimpansen an unterschiedlichen Stellen des gleichen Berges. Überhaupt wird der starke Einfluss von angeblich unveränderbaren vererbten Faktoren meist in Zeitungen übertrieben, Genetiker sehen die Verknüpfung von Erfahrungen und Genen viel komplizierter. Der Ursprung des Menschen liegt in Afrika. Sehr schnell verbreiteter er sich über die Erde, genagte sehr schnell nach Australien. Im Nahen Osten gab es wohl Begegnungen mit Neandertalern. Es gibt keine Hinweise auf eine Vermischung, eher ließ der Selektionsdruck die Neandertaler verschwinden. Die moderne Genetik hat gerade in den letzten Jahren viel über die genetische Herkunft des Menschen erfahren. Es ist ein tröstlicher Gedanke, dass wie alle enger verwandt sind als angenommen - alle Menschen stammen von einer Frau ab, die vor 186000 Jahren lebte. Das im übertragenen Sinne alle Menschen Schwester und Brüder sind, ist also kein frommer Wunsch, sondern ist naturwissenschaftlich gut belegt.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 12, 2013 5:55 PM MEST


Liebe Mama, böser Papa. Eltern-Kind-Entfremdung nach Trennung und Scheidung: Das PAS-Syndrom
Liebe Mama, böser Papa. Eltern-Kind-Entfremdung nach Trennung und Scheidung: Das PAS-Syndrom
von Gabriele Ten Hövel
  Gebundene Ausgabe

3 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Reißerischer Umgang, 10. Oktober 2008
Dieses Buch fügt sich ein in eine Vielzahl von "Ratgebern", die mit einem reißerischen Umgang mit psychologischen Sachverhalten eher schaden als nutzen. PAS (Parental Alienation Syndrome) ist eine radikale Entfremdung eines Elternteils vom Kind durch die Manipulation des anderen Elternteils. Ein Elternteil wird gedemütigt, verteufelt und schlecht gemacht, so dass es gar keinen Zugang zum Kind mehr erhält. Das Kind übernimmt die extrem negative Sichtweise des Elternteils, bei dem es wohnt und will kein Kontakt mehr zum anderen Elternteil. Je weniger es zu Kontakten kommt, desto größer ist die Entfremdung. Dies geschieht zum Schaden aller Beteiligten, besonders aber zum Schaden des Kindes. Echte Eltern-Kind-Entfremdungen kommen vor, aber nicht so häufig, wie es ten HÖVEL suggeriert.
Die Eltern-Kind-Entfremdung wird häufig als Kampfbegriff missbraucht, wenn elterliche Absprachen nicht funktionieren. Anstatt die eigene Verantwortlichkeit zu reflektieren, wird dann dem anderen Elternteil unterstellt, das Kind würde entzogen. Ein differenzierter Blick wird in diesem Buch nicht geboten, so dass eher eine einseitige "Vatersichtweise" entsteht. Es bietet eher Munition im nachehelichen Streit als ihn im Sinne der Kinder aufzulösen.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 11, 2014 8:20 PM MEST


Ein tolles Wochenende mit Papa
Ein tolles Wochenende mit Papa
von Gerlind Schabert
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wochenendpapis, 10. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Ein tolles Wochenende mit Papa (Taschenbuch)
In der Arbeit mit Scheidungsfamilien stößt man immer wieder auf das gleiche Phänomen. Was fangen Scheidungsväter mit ihren Kindern an, wenn sie zu den obligaten Besuchen kommen? In der Regel leben die Kinder bei der Mutter, die die last des alltags tragen. An den Wochenenden, die das Besuchsrecht gewährt, stehen die Väter unter Druck. Was sollen sie mit den Kindern anfangen? Oft steht das schlechtes Gewissen Pate, welches dazu führt mit die Kinder mit Geschenken und spektakulären Aktionen übermäßig zu verwöhnen. Folge ist eine Überanstrengung bei Vater und Kind, später auch Ärger mit der Mutter, die die Kinder wieder in die Realität zurückholen muss. Häufig fällt aber den Vätern gar nichts ein und die Wochenenden verlaufen öde und stumpf. Dann sind Väter und Kinder enttäuscht und die Mütter klagen über die erzieherische Inkompetenz der Väter. In diesem Buch sollen Lösungsansätze gezeigt werden für ein entspanntes Besuchswochenende. Dazu gehören Ratschläge.1. Zeit nehmen. 2. Nicht 48 Stunden lang Vollgas geben. 3. Neues wagen 4. Am Leben des Kindes teilnehmen.5. Vater bleibt. 6. Das Kind ist kein Gast. 7. Einbezug von Freunden und anderen Personen 8. Abstimmung mit der Mutter. Wie vermeide ich Verwöhnwettbewerbe mit der Mutter? Wie beziehe ich neue Partner ein? Es folgen 88 Vorschläge für die Freizeitgestaltung, gestaffelt für Kinder von 3 bis 5, 6 bis 8 und 9 bis 11 Jahre, geeignet für drinnen und draußen, für Sommer und Winter für gutes und schlechtes Wetter. Kurze wie auch langfristige Aktionen werden vorgestellt. Eine Fülle von Anregungen und Tipps wird geboten


Scheidungkindern helfen
Scheidungkindern helfen
von Susanne Strobach
  Taschenbuch

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Praktische Übungen, 10. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Scheidungkindern helfen (Taschenbuch)
Dieses buch ist vor allen an Erzieherinnen und Sozialpädagogen gerichtet, die mit praktischen, kreativeren, phantasievollen Übungen Scheidungskinder helfen wollen. Vielleicht können manche Übungen aber auch Eltern damit einen spielerischen kindgerechten Ausdruck von Emotionen bei Kindern fördern. In erster Linie werden aber Fachleute die speziellen Gruppen zu dem Thema leiten von diesem Buch profitieren. Nach einer kurzen Einführung in das Thema werden in diesem Buch einen Vielzahl von praktischen Übungen vorgestellt und erklärt. Hat das Kind keine Möglichkeit, sein inneres Erleben mitzuteilen, können negative Phantasien und Emotionen es überfluten und belasten. Das Buch hilft Eltern konkrete und korrekte Informationen über ihre Trennung zu geben. Dazu gehört eine möglichst frühzeitige Aufklärung der Kinder über die Absichten der Eltern.


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