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Beiträge von Michael W. Riemann
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Rezensionen verfasst von
Michael W. Riemann (Nuernberg Germany)
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   

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Anne-Sophie Mutter - Brahms: The Violin Sonatas [Blu-ray]
Anne-Sophie Mutter - Brahms: The Violin Sonatas [Blu-ray]
DVD ~ Anne-Sophie Mutter
Preis: EUR 25,79

15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Technisch und interpretatorisch sehr gelungene BluRay, 11. August 2010
Trotz einer nicht kleinen Klassiksammlung bin ich interpretationsseitig ein Neuling auf dem Gebiet der Brahms-Sonaten und habe keine Vergleichsmöglichkeiten. Ich konnte aber - nach Ansehen der interessanten einführenden Diskussion in die Sonaten durch Anne Sophie Mutter & Lambert Orkis - den unterschiedlichen Charakter der drei Sonaten gut nachvollziehen und fand auch die Abfolge beginnend mit der sonnigen zweiten in A-Dur über die erste "Regenlied"-Sonate zur düsteren dritten d-moll mit ihrem furiosen Schluss-Presto zwingend und logisch. Die gesangliche Qualität und die starke Interaktion der Soloinstrumente, bei der keiner den anderen übertrumpft, ist meines Erachtens auch gewährleistet. Man merkt jedem Ton an, dass Mutter und Orkis ein eingespieltes Duo sind und ihnen die Brahms-Sonaten eine Herzensangelegenheit sind. Ob nun jeder die Interpretationen der medienpräsenten Frau Mutter schätzt, ist sicherlich Geschmackssache. Ich habe, wie einleitend schon bemerkt, keine Vergleichsmöglichkeiten, aber auch keine Abneigung gegen Anne-Sophie.

Rein technisch gibt es an dieser Live-Aufnahme aus dem Bibliothekssaal Polling in Oberbayern aus dem Dezember 2009 absolut nichts zu mäkeln. Die Bildqualität ist gestochen scharf und der Ton in dts HD Master Audio bildet den schönen Rahmen des nicht sehr großen Bibliothekssaals perfekt ab. Klanglich steht Mutter leicht links neben Orkis, was auch räumlich schön aufgelöst wird und dem Bild vollkommen entspricht.

Das es sich mit ziemlicher Sicherheit um die technisch beste Aufnahme der Sonaten handelt, bin ich mit meinem Kauf sehr zufrieden.


Klaviersonaten Nrn.1-10
Klaviersonaten Nrn.1-10
Preis: EUR 29,99

11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ja, das könnte eine Referenzaufnahme sein, 9. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Klaviersonaten Nrn.1-10 (Audio CD)
Um es vorwegzunehmen: Ugorski hält das, was sein Name verspricht. Sein Zyklus könnte (m)eine Referenzaufnahme werden.

"Die zehn Sonaten Skrjabins sind ein Abbild menschlicher Wirklichkeit mit ihren Utopien und Errungenschaften" schreibt der Booklet-Essayist Prof. Dr. Leonid Gakkel. Das ist auch das Motto, das Ugorski bei seiner Interpretation im Hinterkopf zu haben scheint. Nichts geschieht hier zufällig oder unüberlegt, alles scheint jahrelang in Ugorski herangereift zu sein. Die Konservierung der Sonaten scheint ihm eine Lebensaufgabe zu sein. Das merkt man auch an den bedächtigen Tempi, die Ugorski wählt. Er benötigt 160 Minuten für die zehn Sonaten, fast eine halbe Stunde länger als eine meiner Vergleichsaufnahmen von Ashkenazy. Die Sonaten passen gerade noch auf 2 CDs, eine davon grenzt mit fast 81 Minuten Spielzeit schon an die Kapazitäten der Red Book CD. Verwirrend ist die Abfolge der Sonaten, wozu auch das Booklet keine Begründung gibt. Sie sind nicht in der numerierten Reihenfolge auf den CDs, sondern auf CD1 1-4-6-9-10 und CD2 2-5-7-8-3. Ich habe lang gegrübelt, ob es die Reihenfolge der Aufnahmen ist (zwischen 2007 und 2009 in vier Sessions im Studio des BR in München) oder ob sich ein tieferer Plan dahinter verbirgt ? Ich weiss es nicht. Vielleicht will Ugorski auch Hörgewohnheiten aufbrechen. Alle 10 Sonaten wird man sich sinnvollerweise ohnehin nicht hintereinander anhören.

Wie schon erwartet spielt Ugorski seine Trumpfkarte im hohen Verständnis für die späteren Sonaten aus. No. 5, 7 (Weisse Messe) oder 9 (Schwarze Messe) habe ich in dieser Intensität auch bei Horowitz nicht gehört, und auch die jüngeren Maria Lettberg und Vladimir Stoupel können da nicht folgen. Bei der ersten Sonate geht er mir im Vergleich zu Ashkenazy das "Allegro con fuoco" etwas langsam an, was sich dann auch in der deutlich längeren Spielzeit von über 10 Minuten statt 6 Minuten bei Ashkenazy manifestiert. Den Trauermarsch verschleppt er aber nicht, hier liegen die beiden von der Spieldauer fast gleich. Aber das sind Einwände auf höchstem Niveau, vielleicht komme ich bei näherer Beschäftigung auch noch zum Schluss, das Ugorski auch hier recht hat.

Klanglich ist die Produktion state of the art, das Klavier klingt voluminös und die Aufnahme bietet die notwendige Räumlichkeit, um auch den polytonalen späten Sonaten Luft zu geben (ein Problem, das für mich immer bei Horowitz sicherlich bahnbrechenden Aufnahmen aus den 60ern besteht).

Alles in allem: Ein wirklich hörenswerter Zyklus und einer, der Referenzcharakter hat. Auch wenn die Musik von Scriabin viele Deutungen zulässt und damit schwer in einer einzigen Aufnahme festzulegen ist.


Vitoria Suite (Ltd.Deluxe Edition)
Vitoria Suite (Ltd.Deluxe Edition)
Preis: EUR 22,10

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sketches of Spain 2010, 31. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Vitoria Suite (Ltd.Deluxe Edition) (Audio CD)
Ich bin ein großer Fan von Wynton Marsalis und habe fast alle Platten von ihm, auch wenn man sich das ob der ganzen Kritik, die er mit seiner zugegeben nicht unarroganten Art immer wieder auf sich zieht, manchmal gar nicht laut zu sagen traut. Auch mit dieser Platte wird er vermutlich seinen Kritikern wieder neues Futter bieten. Marsalis wurde gebeten, für ein spanisches Jazz-Festival einen simplen Blues zu komponieren; Wynton kommt zurück mit einer 12-teiligen-Suite mit einer Laufzeit von rd. 90 Minuten !!! Aber was für eine Suite !!! Ich glaube ich greife nicht zu hoch, wenn ich sage, dass seine ganze große musikalische Erfahrung in der Komposition steckt. Natürlich ist es eine "spanische" Jazz-Suite, und Anklänge an berühmte Vorbilder wie "Sketches of Spain" sind nicht nur vorhanden, sondern sicherlich auch gewollt. Vom Arrangement und der musikalischen Präzision ist es aber sozusagen "Sketches of Spain 2010". Die hochkarätigen Musiker spielen auch komplexeste Rhythmen und diffizilste Bläsersätze mit einer unglaublichen Präzision, ich kenne wenig Großensembles des Jazz, die auf einer solchen Ebene spielen können. Die solistische Arbeit ist gut verteilt, weder Marsalis noch der Stargast Paco de Lucia werden zu stark ins Scheinwerferlicht gerückt. Klanglich ist es perfekt, sehr ausgewogen, räumlich und natürlich. Eine Mehrkanalfassung auf der beiliegenden DVD wäre noch das Tüpfelchen auf dem "i" gewesen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 30, 2010 4:24 PM MEST


6 String Theory
6 String Theory
Preis: EUR 8,97

43 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The state of the guitar ..., 29. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: 6 String Theory (Audio CD)
Hab das Scheibchen jetzt 2x bei mir durchrauschen lassen. Die macht wirklich Spass !! Ist allerdings ein wenig Etikettenschwindel, wenn man es genau nimmt. Es ist eigentlich mehr ein Sampler zu einem Gitarrenwettbewerb von Yamaha, über den sich Ritenour als Headline gesetzt hat. Er ist sicherlich derjenige Gitarrist, der am häufigsten auf der Platte spielt, aber insgesamt doch nur bei etwa der Hälfte der Stücke. Das schadet aber nicht, dadurch bleibt die Platte enorm vielseitig. Von archaischem Blues (Keb Mo, Taj Mahal) über modernen Blues (Joe Bonamassa, Robert Cray) zu Heavy-Rock-Balladen (Neal Schon, Slash), Soft-Jazz (George Benson), Gummifinger-Hochgeschwindigkeitsgitarrenartistik (Guthrie Govan) bis zum Folk (Andy McKee) wird einiges abgedeckt. Lediglich die klassischen Legnani-Capricen des erst 16-jährigen Shon Boublil am Schluss wirken etwas deplaziert (so gerne ich die Capricen auch mag, das sind vermutlich die virtuosesten Stücke, die es für klassische Gitarre gibt). Also Fazit: Wer eine Ritenour-Platte erwartet, wird enttäuscht sein. Wer ein Kompendium sucht, was man heute so alles mit der sechssaitigen Klampfe anstellen kann, möglicherweise begeistert sein. Alle teilnehmenden Gitarristen sind übrigens erstaunlich unprätentiös und stellen ihre Beiträge wirklich in den Namen der Sache. Klanglich ist die Produktion sehr gut, aber das habe ich auch nicht anders erwartet.


Jasmine
Jasmine
Preis: EUR 20,98

27 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Intime Sternstunde zweier Altmeister, 15. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Jasmine (Audio CD)
Die Aufnahmen für "Jasmine" stammen bereits aus dem März 2007 und fanden in Jarrett's Heimstudio statt. Ursprünglich war auch nicht klar, ob aus den intimen Sessions wirklich ein Album werden würde. Umso erfreulicher, dass man nun dieses Destillat aus offensichtlich vielen Stunden Musik, die Jarrett und Haden aufgenommen haben, veröffentlichte. In klanglich vergleichsweise trockener Atmosphäre spielten die beiden daher eher für sich als ein eventuelles Publikum. Daraus wählte man nun eine Handvoll Standards aus. Jarrett hält sich pianistisch und - wie ich finde - auch vokalistisch :-) sehr zurück, am ehesten knüpft sein Spiel wirklich an die "Melody at Night with You" an. Haden steuert einige extrem melodische und konzise Bass-Soli dabei, die wieder einmal seine sympathische Bescheidenheit unterstreichen. Fazit: Eine intime Sternstunde zweier Altmeister, die wir hier zu hören bekommen !!!


Green in Blue-the Early Quartets
Green in Blue-the Early Quartets
Wird angeboten von J A Z Z w o r k s
Preis: EUR 19,90

12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Willkommene Erstveröffentlichung, 19. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Green in Blue-the Early Quartets (Audio CD)
Die unter dem Titel "Green in Blue" zusammengefassten Quartettaufnahmen von Arild Andersen erscheinen erstaunlicherweise in dieser Box nun das erste mal auf CD. Hierzu schon mal das erste Lob, dass ECM versucht, noch die letzten und zugegeben wenigen Lücken in seinem mehr als 1.000 Veröffentlichungen umfassenden und sich über 40 Jahre erstreckenden Katalog zu schliessen.

Die Box ist auf jeden Fall lohnenswert. "Clouds in my Head" (1975) mit dem jungen Jon Balke klingt sehr frisch und (noch) gar nicht sehr nach ECM. Das Klavier ist leider sehr hart aufgenommen. Der Besetzungswechsel auf "Shimri" (1976) schiebt die Musik dann stärker ins bekannte ECM-Fahrwasser, zumal Juhani Aaltonen teilweise etwas nach Garbarek klingt. Das letzte Stück auf "Shimri" ist das freieste, fast Coltrane-artige Ausbrüche. Bei "Green Shading into Blue" (1978) bin ich am Anfang etwas erschrocken, da Lars Jansson hier auch Synthesizer spielt. Das bleibt aber sehr dezent und wird nicht so penetrant wie z.B. bei Ralph Towner's Soli auf manchen Oregon-Platten.

Inhaltlich ist der Unterschied zwischen der zweiten und dritten Platte nicht groß, es ist auch die gleiche Besetzung. Sehr gelungen finde ich Andersens Bass, klanglich gut eingefangen und sehr geschmackvolle Soli. Da es sich um die Originalplatten ohne Bonusmaterial handelt, ist die Laufzeit der CDs mit 40 - 45 Minuten kurz. Ich finde das aber ganz erfrischend, ich mag diese oftmals sinnlose Auffüllung von CDs um jeden Preis auf 70 oder 80 Minuten sowieso nicht.

Fazit: Für mich eine lohnenswerte Ergänzung des ECM-Katalogs. Weitere Boxen sollen folgen (z.B. Terje Rypdal, Jan Garbarek etc.)


One
One
Preis: EUR 20,74

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Subsonische Töne des ersten Bass-Saxophon-Quartetts des Universums !!!, 19. April 2010
Rezension bezieht sich auf: One (Audio CD)
Leider findet man solche Perlen wie diese CD viel zu selten im Heuhaufen der den Markt überflutenden Neuerscheinungen. Die bei amazon zitierte Kritik aus der Saarbrücker Zeitung nimmt schon vieles vorweg. Ergänzen will ich noch den Höhepunkt der Platte, das (King) Crimson Medley. Auf den Punkt treffende Interpretationen einer Handvoll von King-Crimson-Stücken, die einen selbst die ansonsten nur eher schwerfällige Beweglichkeit der Instrumente vergessen lassen. Auch klanglich sind die subsonischen Töne mehr als beeindruckend eingefangen. Ich wünsche der Band allen erdenklichen Erfolg, das ist wirklich mal was Besonderes !!!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 1, 2010 10:37 PM MEST


The Complete Columbia Album Collection
The Complete Columbia Album Collection

18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute Complete Collection mit Schönheitsfehlern, 24. November 2009
Nachdem einige Vorrezensenten offensichtlich mehr als kompetent sind und schreiben "Zur Aufnahmequalität kann ich momentan noch nichts sagen, da mir die Box erst vor gut einer Stunde zugestellt wurde" und "schon bei Sichtstichproben aufgefallen ist, dass es sich nicht durchweg um neue, remasterte Aufnahmen handelt, sonder z. T. um Aufnahmen aus den 1990ern" (es sind durchweg remasterte Aufnahmen von 1949-85, nichts davon ist in den 90ern aufgenommen, ausserdem möge mir der Vorrezensent erklären, wie man so was durch Sichtstichproben erkennt ???), fühle ich mich bemüssigt, das Wort zu ergreifen und solch unsinnige Rezensionen etwas zu neutralisieren.

Grundsätzlich finde ich die Box eine gute Idee und obwohl ich schon fast 100 CDs von Miles Davis habe (Boxen als Mehrfach-CDs gezählt) habe ich auch diese Box geordert. Die Aufnahmen von Miles Davis zwischen im wesentlichen 1955-85 sind grösstenteils so essentiell, das sich damit eine Geschichte des Jazz nachzeichnen lässt. Bei den Aufnahmen handelt es sich durchweg um die remasterten Versionen von Columbia Legacy zumeist aus den späteren 90er Jahren. Einige CDs sind - insbesondere in Japan - zwar auch nach diesem Termin nochmals überarbeitet worden (z.B. Pangaea und Agartha), aber das generelle Niveau ist ordentlich. Lobenswert sind die Bonustracks, die jeweils analog der remasterten Reissues enthalten sind (aber durch Verwendung der Originalhüllen nicht auf der Hülle vermerkt sind, nur im Buch !). Einiges ist auch erstmals für die Box erweitert (z.B. die Live-Platten "Plugged Nickel" und "We Want Miles") oder bislang nicht offiziell veröffentlicht (Isle of Wight, DVD Stockholm). Leider hat man die Chance nicht genutzt, die als SACD vorliegenden Platten nicht für Audiophile hier mit aufzunehmen.

Der Druck der Papierhüllen ist zwar gut und farbecht, allerdings ist tatsächlich die Verarbeitung - wie bereits erwähnt - nicht mit den perfektionistischen Hüllen der Japaner zu vergleichen. Schade auch, dass die CDs nur lose ohne Innenhülle in die Papphüllen eingeschoben sind (Innenhüllen hätten Sony einigen Ärger erspart, siehe unten!). Die Gesamtbox ist tatsächlich nicht sehr stabil, man hat wohl das nicht unbedeutende Gewicht der 70 CDs unterschätzt.

Das größte Problem sind tatsächlich die geringfügigen Reste von Kleber, die sich auf einigen CDs befinden. In meiner Box sind rd. 10 - 15 CDs in Einzel-Hüllen betroffen. Das Problem besteht nicht bei Klappcovern oder Doppel-CD-Hüllen, da diese anders geklebt sind. Die Rückstände sind grösstenteils minimal und kaum sichtbar und lassen sich vorsichtig mit einem Klebeband entfernen. Es ist auch keine CD bei mir dabeigewesen, die nicht bereits vor Entfernen der Reste vollständig abspielbar gewesen wäre. Aber ich verstehe den Aufruhr der Sammler. So etwas darf bei einer solchen Box einfach nicht passieren !!!

Mit Blick auf die grossartige Musik, die Komplettausgabe in gut gemeinten Originalhüllen und dem pro CD gerechneten eher günstigen Preis gebe ich der Box trotz der peinlichen Panne (die allerdings eher optischer als klanglicher Natur ist) noch 4 Punkte.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 22, 2009 11:53 PM CET


Box Set Live 1973-2007 [NTSC]
Box Set Live 1973-2007 [NTSC]
Wird angeboten von rockmusikfreak
Preis: EUR 69,99

26 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vollendung der Audio-Werke 1970-2007 - mit einigen Schönheitsfehlern, 23. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Box Set Live 1973-2007 [NTSC] (Audio CD)
Ich habe ja lange gehadert, ob ich mir nach den Boxen 1970-75 und 1976-82 (die dritte interessiert mich inhaltlich nicht) noch diese Live-Box anschaffe, zumal die fast gleichzeitig erschienenen Beatles-Boxen schon ein tiefes Loch in meine Kasse gerissen haben. Ich habe es nun doch getan, und bereue es insgesamt gesehen nicht. Alleine die Live 1973 und die Second's Out in dts-Mehrkanal sind über eine geeignete Anlage fast schon das Geld der Box wert. Beide Platten klingen umwerfend gut im neuen Gewand. Die Live ist transparent, die Seconds Out kommt wuchtig daher, die Basspedale lassen den Boden zittern, die Drum Duets am Ende zünden Feuerwerke. Bei beiden Platten sind die Stimmnuancen wesentlich klarer und besser zu verstehen. Die bislang offiziell nicht erhältliche Live at the Rainbow 1973 ist eine nette Zugabe.

Nun zu den Schönheitsfehlern:
Als SACD-Fan hätte ich mir natürlich Kontinuität gewünscht und diese Box auch in echtem Mehrkanal. Warum das nicht möglich war, erschliesst sich mir nicht. Eine Frechheit finde ich die Tatsache, die Mehrkanal-Mixes der Three Sides Live und The Way We Walk zu unterschlagen, obwohl sie zur Verfügung stehen und auf einer DVD-Box erscheinen sollen. Auch der leere Platz für die Live over Europe 2007 ist mehr als dreist, die hätte man dann auch noch beilegen können. Dafür, dass mich eigentlich nur die Mehrkanalversionen von zwei Platten richtig interessieren, ist die Box nicht gerade billig.

Weil ich aber grundsätzlich die Neuausgabe aller Genesis-Platten für vorbildlich halte, will ich nun diese Box auch nicht abkanzeln und gebe noch 5 Sterne.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 24, 2009 10:53 PM MEST


Tricycle  [SACD]
Tricycle [SACD]

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Perfekter hochdynamischer Jazz-Rock, 17. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Tricycle [SACD] (Audio CD)
Jetzt muss ich eine kurze Anmerkung zu dieser hervorragenden SACD schreiben, um die unsinnige Kritik eines Vorredners zu nivellieren. Dass es sich hier um eine Stereo-SACD handelt (die auf Basis von Stereo Mastertapes erstellt wurde und eben nicht "künstlich" auf Mehrkanal getrimmt wurde) lässt sich leicht durch einfaches Lesen der SACD-Rückseite feststellen. Oder man fragt sie in der "SACD-Net"-Datenbank ab und erhält die gleiche Info. Jedenfalls ist die Unfähigkeit, richtig Lesen zu können, kein Grund dieser SACD nur 1 Punkt zu geben.

Musikalisch handelt es sich hier um feinen Fusion-Jazz, der mit den enormen Dynamiksprüngen der digitalen Medien spielt, was auf der SACD im Vergleich zu der ebenfalls vorhandenen CD nochmals deutlich besser kommt. Allerdings macht es wirklich Spass, die Platte zu hören, eine reine Funktion als "Boxentester" würde ihr Unrecht tun.


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